Nicht nur beim Barfen ist Kokosöl ein unabkömmlicher Begleiter bei der täglichen Ernährung unserer Hunde. Auch wenn es um die Fellpflege oder Parasitenabwehr geht, hat sich das beliebte Öl bewährt. Ursprünglich kennen wir Kokosöl für den Menschen: Auch hier können Sie es sowohl zur Zubereitung von Speisen einsetzen als auch für die Pflege unserer Haut. Was Sie mit dem Alleskönner Kokosöl beim Hund alles erreicht können, wie die Pflege mit Kokosöl aussieht und welche positiven Effekte es gibt, möchten wir im folgenden Beitrag genauer erläutern. Auch die Frage, welches Kokosöl sich für die Anwendung beim Hund eignet, klären wir für Sie abschließend.

Positive Eigenschaften von Kokosöl für Hunde

Die positiven Effekte, die Kokosöl auf den Körper des Hundes hat, sind groß. Dabei lässt sich Kokosöl auf verschiedene Weisen einsetzen: Als Anwendung auf dem Fell bzw. der Haut oder als Zugabe zum täglichen Hundefutter, sodass die Wirkstoffe über den Organismus aufgenommen und verarbeitet werden können. Grundsätzlich ist es aufgrund der vielen, positiven Effekte durchaus sinnvoll, Kokosöl regelmäßig in die Ernährung oder Pflege des Hundes einzubinden, um Beschwerden und Erkrankungen präventiv vorzubeugen.

Kokosöl für Hunde

  1. Öl aus der Kokosnuss in der Fellpflege

Besonders beliebt ist Kokosöl nach wie vor in der Fellpflege, wo es auch von den meisten Hundebesitzern verwendet wird. Dazu genügt es schon, eine kleine Menge Kokosöl in den eigenen Händen zu verreiben und diese sanft ins Fell des Vierbeiners einzumassieren. Alternativ können Sie das Kokosöl im Vorfeld auch mithilfe eines Wasserbads erwärmen, schmelzen und dann in das Fell des Hundes einkämmen. Die positiven Effekte sind schon nach der ersten Anwendung des Kokosöls sichtbar: Das Fell des Hundes glänzt, ist weicher und lässt sich leichter bürsten. Wenn der Hund ein besonders widerspenstiges und ruppiges Fell hat, sollten Sie das Kokosöl ca. 2-3 Mal pro Woche auftragen. Bei Tieren, die ohnehin sehr weiches und unproblematisches Fell haben, genügt auch eine Behandlung 1x pro Woche.

  1. Kokosöl gegen Zecken, Flöhe und andere Parasiten

Jeder Hundebesitzer kennt es: Nach einem Spaziergang durch den Wald oder das Unterholz sind plötzlich kleine Parasiten am Hund zu finden. In den meisten Fällen handelt es sich dabei um Zecken, die sich von dem Blut des Hundes ernähren möchten, aber auch Flöhe und andere Schädlinge lauern in der Natur auf die Vierbeiner. Chemische Mittel gegen Zecken oder Flöhe bedeuten oft eine große Belastung für den Körper und schwächen die natürlichen Abwehrkräfte. Genau hier setzt Kokosöl für Hunde als Alternative an.

Die Laurinsäure, die in einem so hohen Maß im Kokosöl enthalten ist, wie in keinem anderen Lebensmittel, wirkt als natürliche Barriere gegen Zecken und Flöhe. Dies liegt daran, dass diese Schädlinge den Geruch der Laurinsäure nicht ertragen. Sobald Kokosöl im Fell des Hundes wahrgenommen wird, lassen sich Zecken und Flöhe freiwillig wieder herunterfallen. Wer in stark zeckenbelasteten Gebieten lebt, sollte den Hund am besten vor jedem Spaziergang mit Kokosöl einreiben und dabei besonders auf die Extremitäten – also die Beine, den Kopf, den Hals und auch die Ohren – achten.

Natürlich ist auch Kokosöl kein 100 % sicherer Schutz gegen Zecken oder andere Parasiten. Die Anzahl der Bisse sollte aber markant abnehmen. Wenn es dennoch zu einem Zeckenbiss kommt, sollten Sie die Anwendung von Kokosöl in der Nähe der Einstichstelle vermeiden, solange die Zecke vorhanden ist. Andernfalls könnte es dazu kommen, dass sich die Zecke in die Bisswunde übergibt und damit eine besonders hohe Anzahl schädlicher Erreger in die Blutbahn des Hundes gelangt. Eine Zeckenentfernung sollte immer mithilfe einer Zeckenzange oder durch die Hand eines Tierarztes geschehen – und das je früher desto besser.

  1. Darmgesundheit mit Kokosöl  – so wirkt es gegen Würmer

Kokosöl ist ein bewährtes Hilfsmittel gegen zahlreiche Parasiten – auch gegen die, die sich im Inneren des Hundes aufhalten. Vor allem Darmparasiten und Würmer stellen für viele Hunde eine Belastung dar, da sie die Nährstoffe aus der zugenommenen Nahrung anteilig selbst verbrauchen und gleichzeitig die Darmwand und andere Organe schädigen können. Hier kann man Kokosöl als natürliches Entwurmungsmittel einsetzen.

Da die mittelkettigen Fettsäuren im Kokosöl teilweise erst im Darm verstoffwechselt werden, sorgen sie für eine weichere Darmschleimhaut. Dadurch können sich Darmwürmer und andere Parasiten nicht mehr so gut in der Darmschleimhaut festkrallen und werden auf natürlichem Wege ausgeschieden. Auch die Eier der Würmer können auf diese Weise natürlich abgeführt werden. Dennoch ist hier Vorsicht geboten: Zwar kann Kokosöl durchaus gegen einen geringen Wurmbefall helfen, bei einer starken Ausprägung ist jedoch in jedem Fall ein Tierarztbesuch notwendig. Nur auf diese Weise kann man  eine professionelle Entwurmung durchführen.

Wenn Sie das Thema Darmsanierung beim Hund interessiert, lesen Sie auch gerne diesen Beitrag im Anschluß.

Parasiten beim Hund

Um den Hund natürlich Entwurmen zu können, sollten Sie das Kokosöl über die Nahrung zugeben. Hier empfiehlt es sich, ca. 1 TL Kokosöl pro 10 Kilogramm Körpergewicht zu verabreichen.

  1. Stärkung der Knochen, Gelenke und Muskeln mit Öl aus Kokosnuss

Viele Nährstoffe, die im Kokosöl für Hunde enthalten sind, wirken sich positiv auf den Muskel- und Gelenkapparat des Tieres aus. Zunächst einmal liegt dies an den enthaltenen Nährstoffen, die die Knochen, Gelenke und Muskeln stärken und zu einem langfristigen Erhalt beitragen. Besonders wichtig sind jedoch auch hier die mittelkettigen Fettsäuren im Kokosöl, die Krankheitserreger und Mikroorganismen im Körper des Hundes abtöten. Dadurch kann man verschiedene, entzündliche Gelenkkrankheiten verhindert oder deren Symptome deutlich lindern.

Kokosöl hat sich in der unterstützenden Behandlung gegen Arthrose und Arthritis als ausgesprochen wirksam bewiesen. Die genaue Dosierung des Kokosöl sollte man vom Krankheitsbild abhängig machen und mit dem Tierarzt oder Tierheilpraktiker absprechen.

  1. Kokosöl gegen Mundgeruch – effektiv Bakterien bekämpfen

Im Rahmen des Ölziehens, einer uralten Praktik gegen Mundgeruch und Zahnfleischentzündungen, bekämpfen Menschen schon seit vielen Generationen eine Überpopulation von Bakterien im Mund durch den Einsatz von Kokosöl. Natürlich können auch beim Hund ähnliche, positive Eigenschaften des Kokosöls festgestellt werden.

Wenn der Hund unter Mundgeruch leidet, ist immer eine zu hohe Anzahl an Bakterien im Mund dafür verantwortlich. Neben der regelmäßigen Zahnpflege, einer artgerechten Ernährung und regelmäßigen Kontrollen kann auch die Gabe von Kokosöl helfen, Mundgeruch bei Hunden zu behandeln. Viele Hunde nehmen das Kokosöl schon von selbst auf. Der angenehme Kokosgeruch und die angenehme Konsistenz genügen für viele Hunde völlig, um das Kokosöl von allein aufzuschlecken und damit in den Mund aufzunehmen.

Andernfalls ist es natürlich auch möglich, Kokosöl auf eine Hundezahnbürste aufzutragen und das wertvolle Öl damit auf die Zähne und das Zahnfleisch aufzutragen. Die Zusammensetzung des Kokosöls für Hunde bekämpft aktiv die überschüssigen Bakterien im Mund und reduziert damit den Mundgeruch.

Übrigens: Auch leichte Infektionen an den Zähnen oder des Zahnfleischs kann man mit Kokosöl behandeln!

  1. Kokosöl für den Hund bei Wunden und Entzündungen einsetzen

Aufgrund des hohen Feuchtigkeitsgehaltes und der zahlreichen Wirkstoffe wird Kokosöl häufig für die Pflege der Haut eingesetzt. Nicht nur bei Hunden, sondern vor allem auch beim Menschen. Insbesondere trockene Hautstellen profitieren von der umfassenden Pflege, die Kokosöl zu bieten hat.

Trockene, rissige oder schuppende Hautstellen kann man hervorragend mit Kokosöl behandeln. Dazu genügt schon eine kleine Menge Kokosöl, die man auf die betroffenen Stellen aufträgt. Gleichzeitig empfiehlt sich die Anwendung von Kokosöl auch bei oberflächlichen Wunden oder OP-Narben. Die antibakterielle und entzündungshemmende Wirkung beugt effektiv Infektionen vor, während gleichzeitig durch die Feuchtigkeit das Gewebe aufgelockert und der Heilungsvorgang beschleunigt wird.

Vor allem im Winter neigen die Pfoten der Hunde zu einer rissigen, angegriffenen Oberfläche. Das liegt natürlich vor allem an den kalten Temperaturen, aber auch das Streusalz, das sich auf allen Straßen findet, wird zu einer großen Belastung für die Füße der Vierbeiner.

Auch hier schafft Kokosöl ohne Probleme Abhilfe:

Nach dem täglichen Spaziergang sollte man die Pfoten grundsätzlich reinigen, wenn sie mit Streusalz in Kontakt kamen. Im Anschluss einfach eine kleine Menge Kokosöl auf die Pfoten des Hundes auftragen. Damit keine störenden Abdrücke auf dem Fußboden entstehen, können Sie dem Hund im Anschluss kurz kleine Söckchen anziehen. Das hat auch gleichzeitig den Vorteil, dass der Hund das Kokosöl nicht von den Füßen schlecken kann und das Öl umso tiefer in die Haut eindringt.

  1. Kokosöl zur Stärkung des Immunsystems und der Abwehrkräfte

Um zu verstehen, warum Kokosöl so viele positive Effekte auf den Körper hat, sollten Sie zunächst die Wirkweise im Körper genauer unter die Lupe nehmen. Die positiven Effekte auf das Hautbild liegen klar auf der Hand. Wichtige Nährstoffe dringen in die Haut ein, die gleichzeitig durch das sehr sanfte Öl mit hochwertiger Feuchtigkeit gepflegt wird.

Deutlich komplexer ist dagegen die Wirkweise aus dem Inneren des Körpers. Hier entfaltet das Kokosöl nämlich erst seine vollständige Wirkung. Die mittelkettigen Fettsäuren sind dazu im Stande, in verschiedenste Viren, Bakterien und andere Krankheitserreger einzudringen und diese von innen heraus zu zerstören. Somit kann man Infektionen effektiv vorbeugen. Die wichtigen Nährstoffe sorgen gleichzeitig für ein deutlich gesünderes Immunsystem, was automatisch auch mit besseren Abwehrkräften einhergeht.

Kokosöl sorgt als rundum dafür, dass der Hund gesünder und fitter ist – mit Feuchtigkeit, Nährstoffen und zusätzlicher Energie!

Kokosöl für den Hund – Weitere interessante Fakten und hilfreiche Tipps

Im Folgenden wollen wir Ihnen weiterführende Fakten und Tipps zu Kokosöl für Ihren Hund geben. Bitte lesen Sie auch diese gründlich, um besser zu versehen, ob Kokosöl für Ihren Hund geeignet ist, welches Öl Sie kaufen sollten und wie Sie es am besten anwenden können. Wir gehen dabei auch auf die Inhaltsstoffe, Wirkweise und eventuelle Nebenwirkungen sowie auf die richtige Dosierung, Herkunft und Lagerung des Öls ein.

Inhaltsstoffe von Kokosöl für den Hund – Was macht das Öl so besonders?

Kokosöl für Hunde hat nicht ohne Grund einen fantastischen Ruf, wenn es um die tägliche Ernährung oder die Pflege von Haut und Fell geht. Die zahlreichen, gesunden Inhaltsstoffe im Kokosöl machen es zu einem wichtigen Begleiter für den Alltag. Kokosöl besteht zu 99 % aus gesättigten Fettsäuren, die sich wiederrum in verschiedene Untergruppen einteilen lassen.

Vor allem stechen jedoch die mittelkettigen Fettsäuren hervor, die hauptverantwortlich für fast alle positiven Effekte von Kokosöl sind. Mittelkettige Fettsäuren gelten nicht nur als leicht verdaulich und kalorienarm, sondern sind vor allem wasserlöslich und können somit schneller vom Körper aufgenommen und an das Blut weitergegeben werden. Dadurch schafft Kokosöl mit seinen mittelkettigen Fettsäuren einen raschen Zugewinn an Energie und unterstützt aktiv den Körper dabei, sich gegen Krankheitserreger wie Viren und Bakterien durchzusetzen.

Wie gesund ist Kokosöl für den Hund?

Die Fettsäuren in Kokosöl auf einen Blick

Besonders beliebt ist die Laurinsäure im Kokosöl, die hier in einer überdurchschnittlich hohen Menge vorkommt, die mit keinem anderen Lebensmittel mithalten kann. Auch Laurinsäure ist eine mittelkettige Fettsäure, allerdings hebt sie sich durch die medizinische Wirkung maßgeblich von anderen Fettsäuren ab. Laurinsäure erforscht man schon seit den 60er Jahren, um die positiven Effekte auf die Gesundheit auch medizinisch nutzen zu können. So fand man heraus, dass Laurinsäure vor allem eine antimikrobielle Wirkung hat, die dazu im Stande ist, Viren, Mikroben, Pilze und Bakterien zu bekämpfen.

Weitere Inhaltsstoffe in Kokosöl sind verschiedene Aminosäuren und Mineralstoffe, eine große Menge Vitamin E und Lactone. Allerdings bleiben die Nährstoffe und damit die positiven Effekte auf den Organismus nur bei nativ gewonnenem Kokosöl erhalten. Wenn das Öl raffiniert wurde, gehen rund 80 % aller Wirkstoffe verloren.

Negative Eigenschaften für den Hund – Hat Kokosöl Nebenwirkungen?

Im Großen und Ganzen hat Kokosöl keinerlei negative Auswirkungen auf den Körper des Hundes. In einigen Ausnahmefällen kann es zu allergischen Reaktionen kommen, jedoch vertragen fast alle Hunde Kokosöl hervorragend, da es leicht verdaulich und sanft für den Körper ist. Wenn beim Hund bereits Allergien bekannt sind, empfiehlt sich ein einfacher Test mit Kokosöl auf einer Hautstelle des Tieres, beispielsweise am Beinchen. Hier trägt man einfach eine kleine Menge Kokosöl auf die Hautstelle auf und beobachtet diese einige Stunden lang. Sollte sich im Verlauf des Tages ein leichter Ausschlag bilden, könnte der Hund allergisch auf Kokosöl reagieren.

Auch gibt es einigen Vorerkrankungen, bei denen die Gabe von Kokosöl ausbleiben oder zumindest mit dem Tierarzt besprochen werden sollte. Dazu zählen vor allem Hunde, die an Diabetes mellitus erkrankt sind, da das Kokosöl im Körper zu Ketonen verstoffwechselt wird und die ohnehin oft schon beschädigten Organe zusätzlich belastet werden. Außerdem sollte man Hunde, die an einer Bauchspeicheldrüsenentzündung (Pankreatitis) leiden, nicht mit Kokosöl füttern, da die vermehrte Zufuhr von Fett der Bauchspeicheldrüse zusätzlich schaden kann.

Zu große Mengen Kokosöl weichen außerdem den Kot des Hundes auf und können zu Durchfall führen.

Richtige Dosierung von Kokosöl – finden Sie die passende Menge für Ihren Hund

Wie Kokosöl dosiert wird, hängt immer von der Größe, dem Gewicht und dem Alter des Tieres ab, aber auch von der gewünschten Anwendungsweise. Wenn Sie Kokosöl äußerlich anwenden wollen, reicht oft schon eine walnussgroße Menge aus, die man auf den eigenen Händen verteilt und sanft ins Fell des Tieres einreibt. Bei kleineren Tieren kann man etwas weniger, bei größeren Hunden etwas mehr Kokosöl verwenden.

Wer Kokosöl zum Futter des Tieres geben möchte, sollte dies je nach Verträglichkeit ca. 2-3 x die Woche tun. So profitiert der Hund auch von innen heraus von den fantastischen Eigenschaften des Kokosöls. Je länger Sie dem Hund Kokosöl ins Futter mischen, desto geringer kann die Dosierung auch werden. Nach einigen Wochen mit regelmäßiger Zugabe von Kokosöl genügt es meist schon, 1x pro Woche Kokosöl unter das Futter zu mischen.

Achtung: Wenn Sie Ihrem Hund regelmäßig Kokosöl unter das Futter mischen und gleichzeitig auch Fellpflege damit betreiben möchten, sollte Sie einkalkulieren, dass viele Hunde sich das Kokosöl vom Fett abschlecken. Die entsprechende Menge sollten Sie daher bei der Fütterung abziehen, da es sonst zu sehr weichem Kot und Durchfall kommen kann!

Weitere wichtige Informationen zur gesunden Fütterung von Hunden finden Sie hier.

Woher kommt überhaupt das Kokosöl für Hunde – der Ursprung der Kokosnuss

Wie der Name schon vermuten lässt, wird Kokosöl natürlich aus dem Fruchtfleisch der Kokosnuss gewonnen. Diese wächst auf der Kokospalme, die vermutlich ihren Ursprung in der Nähe von Australien hat. Da es sich dabei um eine sehr anspruchslose und robuste Palme handelt, konnte sich die Kokosnusspalme in den gesamten Tropen verbreiten. Vor allem in Küstenregionen stehen oft die schattenspendenden Palmen mit den schweren Kokosnüssen. Schon eine einzige Kokosnusspalme ist dazu im Stande, über 60 Jahre hinweg Kokosnüsse zu bilden – und das sogar ganzjährig!

Auch wenn der Name Kokosnuss vermuten lässt, dass es sich dabei um eine Nuss handelt, ist die Kokosnuss in Wahrheit eine Steinfrucht. Diese Einordnung rührt daher, dass der eigentliche Fruchtanteil im Inneren der Kokosnuss von einer faserigen Schicht bedeckt ist, der Kokosnusshülle. Neben dem Fruchtfleisch findet sich in der Kokosnuss auch Kokoswasser, welches das Fruchtfleisch frisch hält. Kokosnüsse wiegen im Schnitt zwischen 1 kg und 2,5 kg.

Was Sie beim Kauf vom Kokosöl beachten sollten

Kokosöl stammt in den meisten Fällen vom anderen Ende der Welt, sodass es beim Kauf einiges zu beachten gilt. Um eine hohe Qualität und damit auch die fantastische Wirkweise des Kokosöls zu gewährleisten, sollten Sie generell nur Kokosöl in Bio-Qualität erwerben. Andernfalls besteht das Risiko, diverse Konservierungsstoffe im Hundefutter zu finden, die sich schädlich auf den Organismus auswirken und diesen stark belasten können. Achten Sie außerdem darauf, wirklich echtes Kokosöl zu kaufen und keine anderen Ölsorten, die lediglich mit einem zarten Kokosduft veredelt wurden.

Damit im Kokosöl noch all die positiven Eigenschaften und Nährstoffe enthalten sind, sollten Sie ausschließlich zu nicht raffiniertem, nativem und kalt gepresstem Kokosöl greifen. Andernfalls sorgen die Verarbeitungsprozesse dafür, dass das Kokosöl zwar etwas haltbarer wird, gleichzeitig aber auch fast all seine positiven Eigenschaften verliert.

Unser Tipp: Kaufen Sie Kokosöl immer in Glasdosen oder Glasbehältern, statt in Plastikflaschen. Dieses Öl hat meistens nicht nur eine bessere Qualität, sondern auch kleinste Mikropartikel des Plastiks im Kokosöl können vermieden werden.

Haltbarkeit und Lagerung von Kokosöl

Das Kokosöl ein echter Alleskönner ist, zeigt uns das natürliche Öl auch bei der Lagerung und Haltbarkeit. Nach der Herstellung ist Kokosöl ungefähr 2-3 Jahre haltbar, selbst wenn es bereits geöffnet wurde. Zwar kann sich die Konsistenz leicht verändern. Vor allem in den warmen Sommermonaten ist das Kokosöl oft flüssig statt fest – aber seine Wirksamkeit verliert es dadurch nicht. Optimal gelagert wird Kokosöl bei Zimmertemperatur gelagert, sodass Kondenswasser im Glas verhindert wird. Am besten sollten Sie einen dunklen Ort, bspw. ein Küchenschrank wählen, um Kokosöl für Hunde möglichst lang zu lagern.

Kokosöle für Hunde

Zusammenfassung: Kokosöl für Hunde auf einen Blick (die 7 wichtigsten Fakten)

Neben Kokosöl, gibt es auch noch andere gesunde Öle zur Unterstützung der Gesundheit Ihres Hundes. Schauen Sie dazu gerne in unsere weiteren Beiträgen zu den Themen Schwarzkümmelöl , Hanföl, Nachtkerzenöl, Lachsöl und Leinöl für Hunde rein.

Nicht nur bei uns Menschen unterliegt die Darmschleimhaut einer beständigen Belastung. Auch beim Hund kommt es hier immer wieder zu Problemen im Darm. In Anbetracht der Tatsache, dass der Darm des Vierbeiners die größte Fläche im Körper des Tieres ist und eine Menge Aufgaben zu erfüllen hat, sollten Sie hier ganz besonders auf die Gesundheit achten.

Ein Ungleichgewicht bei der Bakterienbelastung, ein zu schwaches Darmmilieu oder die Ansiedelung von Krankheitserregern können andernfalls schwerwiegende Folgen für das Tier haben.

Im Folgenden wollen wir wichtige Informationen zur Darmgesundheit und Darmsanierung beim Hund geben.

Der Darm des Hundes – Vielfältige Aufgaben für einen funktionierenden Körper

Die alltägliche Belastung des Darms ist nicht zuletzt wegen der vielfältigen Aufgaben gegeben, die er im Alltag erfüllt. Dazu gehört die Verstoffwechselung von Nährstoffen ebenso wie das Herausfiltern von Schadstoffen aus jeglichen Futtermitteln, die der Hund zu sich nimmt.

Da der Darm über ein eigenes Immunsystem verfügt, muss auch dieses täglich angeregt und stimuliert werden. Somit erhält man die Produktion von Bakterien und anderen Substanzen aufrecht, die für die Beseitigung von krankheitsauslösenden Erregern verantwortlich sind.

Hier spielen vor allem verschiedene Milchsäurebakterien eine Rolle, die häufig zu einem echten Problem für den Hundedarm werden können. Diese sorgen nämlich für ein saures Milieu, in dem sich Krankheitserreger und Fäulniskeime ideal vermehren können.

Der Darm des Hundes kommt täglich mit

in Kontakt. Die Aufrechterhaltung des Immunsystems ist daher der Schlüssel zu einem gesunden Hundeleben.

Ist eine Darmsanierung beim Hund sinnvoll?

Die vielen Belastungen, denen der Darm des Hundes täglich untersteht, greifen stets das Immunsystem an. Solang es sich aber nur um die natürlichen Einflüsse handelt, ist der Darm dieser Aufgabe gewachsen.

Achtung! Anders sieht es dagegen aus, wenn der Hund mit

behandelt wird. Schon nach einem einmaligen Kontakt mit einem dieser Stoffe, kann es bis zu 7 Monate dauern, bis der Darm sich vollständig regeneriert hat! Das ist vor allem im Hinblick auf Wurmkuren ein Problem, wo doch viele Tierärzte zu einer regelmäßigen Gabe im vierteljährlichen Takt raten.

Aber auch chronische Krankheiten, die man über einen längeren Zeitraum oder sogar lebenslang mit Antibiotika und Kortison behandelt, belasten den Darm überdurchschnittlich stark und greifen somit auch markant das Immunsystem an.

In diesen Fällen ist eine regelmäßige Darmsanierung durchaus ratsam, um die Gesundheit des Tieres zu unterstützen, den Stoffwechsel zu stärken und Krankheiten zu verhindern, bevor sie ausbrechen.

Besonders belastend auf den Darm wirken auch die Einflüsse von schädlichem und ungesundem Hundefutter ein. Oftmals wird industriell verarbeitetes Tierfutter mit einer Menge Zusätzen versehen, die so eigentlich im Darm nicht vorkommen – und auch nicht vorgesehen sind.

Von qualitativ schlechtem Fleisch, über ein Höchstmaß an Kohlenhydraten bis hin zu chemischen und künstlichen Zusätzen, die in der Natur in dieser Form nicht existieren, ist oftmals alles dabei. Gerade bei dauerhafter Fütterung mit wenig wertigem Futter wird der Darm enorm belastet.

Hier sollten Sie im Anschluss an die Darmreinigung auch eine Futterumstellung in Betracht ziehen, um das wichtige Organ langfristig vor Schaden zu bewahren.

Darmsanierung beim Hund - Ursachen

Darmreinigung für den Hund – mit verschiedenen Mitteln zum Ziel

Wer bei seinem Hund eine Darmreinigung durchführen möchte, sollte sich zunächst mit den verschiedenen Mitteln und Möglichkeiten auseinandersetzen. In jedem Fall lässt sich die Darmsanierung ganz einfach von Zuhause aus durchführen. Dies Bedarf keinerlei entsprechender Vorkenntnisse oder Erfahrungen.

Wichtig ist es jedoch, dass man diese konsequent durchführt, damit der Darm wieder optimal funktioniert und eine volle Leistungsfähigkeit gegeben ist.

Die sanfte Darmreinigung für Zuhause – mit Hausmitteln und Homöopathie

Schon mit einfachen Hausmitteln können Sie ganz leicht eine einfache und sanfte Darmsanierung von Zuhause umsetzen. Dabei sollten Sie jedoch darauf achten, dass nicht jedes Mittel sich auch für jeden Hund eignet. Da – außer im Allergiefallnicht mit schweren Nebenwirkungen zu rechnen ist, lässt sich dies im Versuch ganz leicht ausprobieren.

Versuchen Sie dies, bis Sie ein Mittel finden, dass das Tier gut verträgt. Eventuell Bedarf es hier einer Absprache mit dem Tierarzt des Vertrauens.

Wichtig ist hier vor allem, dass man dem Körper des Hundes ausreichend Zeit lässt, um sich sanft an die Darmreinigung zu gewöhnen. Zu den Mitteln, mit denen sich ganz leicht eine Darmsanierung umsetzen lässt, gehören verschiedene Hausmittel. Auf diese möchten wir hier näher eingehen:

Die Aloe Vera Pflanze

Bisher kam Aloe Vera vor allem bei der Hautpflege zum Einsatz – nicht nur beim Tier, sondern auch bei uns Menschen. Sie lässt sich aber auch ideal für eine sanfte Darmreinigung einsetzen.

Wie auch auf der Haut wirkt der Saft aus der Pflanze entgiftend und versorgt parallel dazu die Schleimhäute im Darm mit Feuchtigkeit. Dies erleichtert die Reinigung erheblich. Das Immunsystem wird durch die enthaltenen Nährstoffe zusätzlich gestärkt – ein echter Alleskönner also.

Ballaststoffe in Form von Samen, Gemüse und Obstsorten

Ballaststoffe sind für Hunde nahezu vollständig unverdaulich. Das führt dazu, dass sie in ihrer intakten Form in den Darm gelangen und dort aufquellen. Das sorgt für einen weicheren, kräftigeren Stuhl, der beim Ausscheiden die Darmwände stimuliert. Das so entstehende Sättigungsgefühl ist vor allem für übergewichtige Hunde praktisch.

Aber auch

kann so vorgebeugt werden.

Die besten Nahrungsmittel für eine gesunde Darmflora mit Ballaststoffen sind neben Obst und Gemüse vor allem Samen (Leinsamen, Chiasamen) und Flohsamenschalen, die ebenfalls zum Aufquellen neigen und so sanft die Schleimhäute reinigen und beruhigen.

Darmreinigung Hund  - eine gesunde Darmflora

Bitterpflanzen zur Darmsanierung

Auch Bitterpflanzen gehen mit einem reinigenden Effekt einher. Sie sorgen dafür, dass die Ansiedlung schadhafter Keime verhindert wird und helfen beim Ausscheiden aller Rückstände. Auch Verdauungsbeschwerden kann man auf diese Weise deutlich lindern.

Heilerde - wirkt positiv auf viele Organe

Heilerde gilt inzwischen als echtes Wundermittel, das sich in vielfältigen Bereichen einsetzen lässt – so auch bei der Darmsanierung des Hundes. Dazu kann man die Heilerde ganz einfach unter die tägliche Gabe des Hundefutters mischen. Der Rest erledigt sich quasi wie von allein.

Im Darm bindet die Erde dann die zugeführten Schadstoffe und scheidet sie so beim nächsten Kotablass wieder aus.

Heilerde für Hunde eignet sich auch

und in vielen weiteren Fällen.

Probiotika und Präbiotika

Es ist zwar sinnvoll, den Darm zu reinigen, im Anschluss sollten Sie aber auch ein Wiederaufbau des natürlichen Milieus vollziehen. Dies kann der Darm natürlich auch allein, dennoch schadet es nicht, hier unterstützend tätig zu sein. Probiotika und Präbiotika sind wichtige Hilfsmittel, mit denen sich ein gesundes Darmklima erreichen lässt.

Probiotika bestehen aus lebenden Mikro-Organismen, die unseren gesamten Stoffwechsel positiv beeinflussen können. Insbesondere im Darm entfalten sie jedoch ihre ganze Wirkung. Neben einem deutlich gestärkten Immunsystem verfügen sie auch über einen positiven Effekt bei asthmatischen Erkrankungen, Hautkrankheiten und bereits vorhandenen Allergien.

Probiotika befinden sich vor allem in tierischen Lebensmitteln wie

Man kann sie jedoch auch in ihrer reinen Form käuflich erwerben.

Bei Präbiotika handelt es sich dagegen um unverdauliche Kohlehydrate. Diese sind für den Aufbau des Darms nicht zwingend notwendig, werden aber von Probiotika als Nährboden genutzt, sodass die Kombination aus beiden Stoffen für optimale Ergebnisse sorgt. Daher sollten auch Präbiotika bei einer Darmsanierung nicht auf dem Speiseplan des Tieres fehlen.

Darmsanierungen für Hunde durch Homöopathie

Neben dem Griff zu herkömmlichen Hausmitteln, können Sie ergänzend auch homöopathische Wege wählen. Damit können Sie den Darm des Tieres so richtig auf Vordermann bringen. Besonders wenn das natürliche Milieu in diesem wichtigen Organ durch chemische Einflüsse, wie durch Antibiotika, Cortison oder chemische Wurmkuren zerstört wurde, macht eine Kombination aus ernährungstechnischen Hausmitteln und homöopathischen Zugaben durchaus Sinn.

Darmsanierungen für Hunde durch Homöopathie

Bei homöopathischen Behandlungen sollte man darauf achten, diese speziell für das Tier zusammenzustellen. Eine allgemeingültige Behandlung ist hier nur schwer möglich. Daher empfiehlt es sich immer, Rücksprache mit einem Tierheilpraktiker oder Tierhomöopathen zu halten, damit man dem Hund die optimale Unterstützung zukommen lässt.

Es gibt jedoch einige Mittel, die sich beim Aufbau des Darmes bereits bewähren konnten.

Dazu zählen unter anderem

im Bereich der Globuli.

Hochwirksame Darmsanierung des Hundes – mithilfe einer speziell darauf ausgelegten Kur

Wer den Darm mit Hausmitteln und homöopathischen Mitteln sanieren möchte, sollte vor allem Zeit einplanen. Dieser Vorgang dauert oft mehrere Monate lang, ehe erste Ergebnisse sichtbar sind.

Nicht immer hat das Tier jedoch diese Zeit, insbesondere wenn nach einer schweren Erkrankung und entsprechender Behandlung mit starken Medikamenten das Darmmilieu angegriffen ist. Für diese Fälle gibt es auch spezielle Kuren, die für eine rasche und effektive Darmreinigung sorgen.

Die Auswahl ist groß, daher sollte man vor allem auf natürliche Bestandteile und eine hohe Qualität der Inhaltsstoffe achten. Gleichzeitig sollten die Kuren zur Darmsanierung beim Hund vor allem Ingredienzien enthalten, die sich auf die Unterstützung der guten Darmbakterien spezialisiert haben. Gleichzeitig helfen diese bei der Ausscheidung schädlicher Bakterien. Bei Unklarheiten kann man auch hier Rücksprache mit dem Tierarzt oder einem Tierheilpraktiker halten.

Die Darmflora des Hundes dauerhaft gesund halten – präventiv tätig werden

Wer sein Tier dauerhaft gesund wissen möchte, setzt natürlich eine Darmsanierung nicht erst bei oder nach einer bestehenden Erkrankung an. Eine gesunde Versorgung mit hochwertigen Futtermitteln ist das A und O im Hinblick auf die Abwehrkräfte des Tieres.

Auch das Zufüttern von Nährstoffen, die die Vermehrung und Ansiedlung von Milchsäurebakterien unterstützen, kann sowohl bei jungen, als auch älteren Hunden sinnvoll sein.

Es gilt: Je näher die Ernährung des Tieres denen des ursprünglichen Hundes entspricht, desto gesünder ist auch der Darm. Sollte es dennoch nötig sein, den Hund mit Antibiotika, Cortison oder Wurmkuren zu behandeln, hilft eine Darmsanierung nicht nur bei der Wiederherstellung eines gesunden Darmmilieus. Sie kann auch dem Ausbruch einer erneuten Erkrankung oder eines neuerlichen Wurmbefalls vorbeugen.

Öl aus Schwarzkümmel ist schon seit vielen Jahren als Heilmittel für den Menschen bekannt, aber die fantastischen Wirkstoffe eignen sich auch hervorragend für die Anwendung beim Hund. So gilt das Schwarzkümmelöl für Hunde nicht nur als wirksames Mittel gegen Zecken und Parasiten. Auch als Notfallmittel bei entzündeten Hautstellen, Verletzungen oder verschiedenen Atemwegsproblemen hat sich das gesunde Öl ausgezeichnet. Es lohnt sich also, als Hundehalter Schwarzkümmelöl in der Hausapotheke zu haben.

Um von der maximalen Wirksamkeit zu profitieren, gilt es jedoch einige Dinge zu beachten. Nicht jedes Öl erfüllt die Ansprüche, die für das lindern oder heilen einer Krankheit notwendig sind. Was es beim Kauf von Schwarzkümmelöl für den Hund zu beachten gibt und worum es sich dabei genau handelt, möchten wir Ihnen im folgenden Beitrag genauer erklären.

Was ist Schwarzkümmelöl - über die Herkunft, Zusammensetzung & Eigenschaften

Schwarzkümmelöl stellt man aus echtem Schwarzkümmel her, der ursprünglich aus einer Region in Kleinasien stammt. Genauer gesagt aus der heutigen Türkei. Die Handelswege begünstigten jedoch eine weltweite Verbreitung, sodass Echter Schwarzkümmel heute auch in Südasien wächst. Dort verwendet man ihn nicht nur als Heilmittel, sondern auch als leckeres Gewürz.

Aufgrund klimatischer Eigenschaften wächst Echter Schwarzkümmel in Europa nur in wenigen Regionen. Vereinzelt finden sich jedoch Pflanzen in Griechenland, Spanien und Italien, die in puncto Wirksamkeit jedoch meist nicht mit der asiatischen Pflanze mithalten können.

Zusammensetzung des Schwarzkümmelöls – das macht das Wundermittel so wirksam

Schwarzkümmelöl ist so wirksam, weil es eine große Menge ungesättigter Fettsäuren enthält, ebenso wie ätherische Öle und andere gesunde Wirkstoffe. Besonders hervorzuheben sind hier die ätherischen Öle, die zu 50 % auf Thymochinon basieren. Das ist ein Wirkstoff, der in kleinen Mengen allergische Symptome lindert, in größeren Mengen aber toxisch wirkt.

Wie umfangreich sich dieser Bestandteil des ätherischen Öls auswirkt, wurde 2001 in einer Studie aus Saudi Arabien festgehalten, in der nachgewiesen wurde, dass Thymochinon sich positiv auf den Blutzuckerspiegel bei Menschen auswirkt. Weiterhin ist in dem Anteil ätherischer Öle, der bei Schwarzkümmelöl ca. 1 % der Gesamtflüssigkeit beträgt, ca. 40 % p-Cymen und 15 % alpha-Pinen enthalten.

Schwarzkümmelöle enthält auch viele Vitamine, die die Gesundheit des Hundes unterstützen können. Des Weiteren kann das Öl auch aktiv die Linderung von Krankheiten, Krankheitssymptomen und Verletzungen sowie die Heilung des Tieres unterstützen.

In Schwarzkümmelöl sind die Vitamine B1, B2, B6, C, Folsäure, Beta-Carotin und Biotin enthalten. Beta-Carotin ist gleichzeitig die Vorstufe zu Vitamin A und als Hilfsmittel für gesunde Haut, Haare, Augen und zur Stärkung des Immunsystems bekannt. Bei Hautproblemen ist auch das enthaltene Biotin wirksam, das den Stoffwechsel fördert. Die B-Vitamine unterstützen die natürlichen Funktionen der Zellen und Nerven und helfen dabei, auch bei Krankheit den normalen Stoffwechsel intakt zu halten.

Weitere gesunde Inhaltsstoffe

Zu den Vitaminen und dem ätherischen Öl enthält Schwarzkümmelöl eine große Menge Aminosäuren, die ebenfalls verschiedene Aufgaben übernehmen: Lysin, Tyrosin, Arginin, Asparagin, Valin, Glycin, Serin und Phenylalanin. Diese Aminosäuern sind notwendig, damit im Körper Enzyme, Eiweiße und Hormone hergestellt und verwerten kann.

Zu guter Letzt spielen bei der Wirksamkeit von Schwarzkümmelöl für Hunde auch die Fettsäuren eine große Rolle. Öl aus Schwarzkümmel enthält bis zu 60 % ungesättigte Fettsäuren, die man dem Organismus des Hundes über die Ernährung zuführen muss, da diese nicht selbstständig hergestellt werden können.

Ungesättigte Fettsäuren sind essentiell für alle Stoffwechselprozesse im Körper des Tieres und unterstützen das Immun- und Nervensystem, die Herstellung von Hormonen und die Hirnleistung. Gleichzeitig sind ungesättigte Fettsäuren dafür bekannt, das Risiko für Herzkrankheiten maßgeblich zu senken. Zu den weiteren Wirkstoffen zählen neben den ungesättigten Fettsäuren auch Saponin Melanthin, ein sekretlösender Wirkstoff und Nigellon Semohiorpion, ein Wirkstoff, den man bei Asthmaleiden, Atemnot oder krampfbedingten Hustenanfällen verwendet.

Schwarzkümmelöl für Hunde

Positive Eigenschaften für den Hund – das können Sie mit Schwarzkümmelöl erreichen

Schwarzkümmelöl bietet für den Hund zahlreiche positive Eigenschaften, die man oft schon nach wenigen Anwendungen feststellen kann. Wie genau sich der Gesundheitszustand des Hundes verbessert, hängt natürlich auch von den gegebenen Vorerkrankungen ab.

Wirksam gegen Allergien

Durch verschiedenste Umweltfaktoren bedingt, steigen schon seit einigen Jahren die Zahlen der Allergien – bei Menschen wie auch beim Hund. Da das Schwarzkümmelöl das Immunsystem beeinflusst, kann man Allergien bzw. deren Symptome maßgeblich eindämmen. Gleichzeitig sorgt das Öl dafür, dass die Ausschüttung von Histamin verringert wird, sodass man die typischen Allergiebeschwerden wie Hautausschlag, Atemprobleme oder Husten vermindern kann.

Wirksam bei Rheuma oder Arthrose

Die entzündungshemmenden und schmerzlindernden Eigenschaften von ermöglichen auch bei Rheuma oder Arthrose schnelle Abhilfe. Dies gilt insbesondere für alte Tiere, bei denen man den natürlichen Verfall des Bewegungsapparates mit Schwarzkümmelöl für Hunde lindern kann.

Stärkung des Immunsystems

Klar im Zentrum der Wirkweise steht beim Schwarzkümmelöl für Hunde die Verbesserung des Immunsystems. Dafür sind vor allem die Prostaglandine zuständig, die sich gesamtheitlich positiv auf das Immunsystem des Hundes auswirken. Ein gesundes Immunsystem verringert nicht nur die Wahrscheinlichkeit, Krankheiten zu entwickeln. Es sorgt auch allgemein für ein fitteres, gesünderes Wesen des Tieres.

Pflege für Haut und Fell

Die regelmäßige Zufuhr des Öls kann beim Hund ein deutlich verbessertes Fell und eine gesündere Haut hervorrufen. Dazu genügen schon wenige Tropfen des wertvollen Öls, die man regelmäßig über das Futter oder ins Trinkwasser gibt. Alternativ kann man das Schwarzkümmelöl auch direkt auf das Fell auftragen, das im Anschluss wunderschön glänzen wird. Außerdem neigen viele Tiere zum Ablecken des Öls, sodass zusätzlich das Immunsystem unterstützt und eine natürliche Fellpflege betrieben wird!

Bei Ekzemen

Die positive Wirkung des Schwarzkümmelöls, die bei der Pflege von Haut und Fell zum Tragen kommt, ist auch bei der Behandlung von Ekzemen und Hautkrankheiten wirksam. Dazu sollte man jedoch einige Tropfen des Schwarzkümmelöls für Hunde direkt auf die betroffene Stelle auftragen. Dies ist doppelt wirksam: Das Schwarzkümmelöl desinfiziert die Haut und macht sie gleichzeitig weicher, sodass das Gewebe weniger unter der Ekzem-bedingten Spannung leidet.

Gegen Zecken, Flühe, Mücken und Parasiten

Die fantastische Wirkung, die das Schwarzkümmelöl für Hunde auf die Haut und das Fell hat, schreckt gleichzeitig Zecken, Flöhe und andere Parasiten ab. Der hohe Anteil an ätherischen Ölen im Schwarzkümmel und insbesondere das stark vorhandene Thymoquinon wirken auf Zecken und Flöhe abschreckend, sodass der Körper des Hundes gemieden wird.

Inzwischen konnte man die Wirksamkeit von Schwarzkümmelöl für Hunde gegen Parasiten auch im Rahmen verschiedener Untersuchungen belegen. Allerdings bietet diese natürliche Alternative zu Zecken- und Flohmitteln natürlich auch keinen 100 % sicheren Schutz gegen Zecken, Flöhe und andere Parasiten.

Gegen Epilepsie

Wenn der Hund an regelmäßigen, epileptischen Anfällen leidet, können Sie neben einer medikamentösen Behandlung auch unterstützend zu Schwarzkümmelöl für den Hund greifen. Damit könnten Sie die Häufigkeit und Stärke der Anfälle im besten Fall reduzieren. Wirksam ist hier der im Schwarzkümmel enthaltene Wirkstoff Thymoquinon, dessen Wirksamkeit man im Rahmen einer indischen Studie im Jahr 2011 bei Kindern getestet hat, die an Epilepsie litten.

Bei Asthma und Atemwegsproblemen

Hunde, die unter Krankheiten wie Asthma leiden oder aufgrund anderer Ursachen regelmäßig Atemwegsprobleme haben, können Sie ebenfalls mit Schwarzkümmelöl behandeln. Die enthaltenen Prostaglandine sind vor allem bei Atemwegsproblemen wirksam, die durch Allergien ausgelöst werden.

Vor allem die verminderte Ausschüttung von Histamin, die durch das Öl erreicht werden kann, hilft in diesem Fall, die Atemwegsbeschwerden zu lindern. Aber auch die entzündungshemmenden und schmerzlindernden Stoffe helfen aktiv dabei, Atemwegsprobleme und deren Symptome zu verringern.

Negative Eigenschaften für den Hund – Gibt es Nebenwirkungen?

Im Großen und Ganzen gibt es keine negativen Eigenschaften von Schwarzkümmelöl, die sich bei Hunden bemerkbar machen. Vereinzelt können Tiere auf das Schwarzkümmelöl selbst oder die enthaltenen Wirkstoffe allergisch reagieren, jedoch ist dies äußerst selten der Fall.

Sollte es zu einer zu hohen Dosierung kommen, wirkt Öl aus Schwarzkümmel leicht toxisch auf den Hund. Je nach Menge kann es hier zu verschiedenen Symptomen kommen, die ggf. vom Tierarzt untersucht werden sollten.

Auch wenn es in diesem Beitrag um Hunde geht, möchten wir doch explizit vor der Anwendung von Schwarzkümmelöl bei Katzen abraten! In Schwarzkümmelöl sind Terpene enthalten – also sekundäre Pflanzenstoffe – die von Katzen nicht abgebaut werden können. Dies führt bei einer regelmäßigen Zufuhr zu einer Ablagerung in der Leber, was wiederum zum Tod des Tieres führen kann. Für Hunde besteht dieses Risiko allerdings nicht.

positive Eigenschaften des Schwarzkümmelöls

Einschränkungen für die Gabe von Schwarzkümmelöl beim Hund

Vor der Anwendung von Schwarzkümmelölen beim Hund sollten Sie bedachten, dass die ätherischen Öle vor allem über die Leber verstoffwechselt werden. Eine zu hohe Dosierung kann unter Umständen Leberschäden nach sich ziehen. Tiere, die bereits an einer geschwächten Leber leiden oder andere Leberkrankheiten aufweisen, sollten daher nicht mit dem Öl behandelt werden.

Auch bei trächtigen Tieren ist Vorsicht geboten, da der Körper der Hündin schon einer starken, zusätzlichen Belastung ausgesetzt ist. Hier sollte die Einnahme im Vorfeld mit einem Tierarzt oder Tierheilpraktiker abgesprochen werden.

Wirkung – auf diese Weise wirkt Schwarzkümmelöl

Wie das Schwarzkümmelöl auf den Organismus des Körpers einwirkt, hängt vor allem von der Art der Zufuhr ab. Schwarzkümmelöl kann für die innere Anwendung auf das Futter oder ins Trinkwasser des Tieres gegeben werden und wirkt so von innen heraus. Hier gelangen die Nährstoffe, ätherischen Öle, Vitamine und Mineralstoffe direkt in den Körper des Tieres und sorgen für ein gesamtheitlich gesünderes Tier.

Alternativ ist auch die Anwendung direkt auf der Haut möglich, bei der die Wirkstoffe vor allem in die Haut eindringen. Natürlich werden auch hier die Nährstoffe in den Körper aufgenommen. Sie lagern sich allerdings primär in der Haut ab und wirken hier für ein gesünderes, robusteres Hautbild.

Dasselbe gilt für die Anwendung im Fell des Tieres: Die wertvollen Inhaltsstoffe setzen sich im Fell ab und dringen leicht in die einzelnen Haare ein, die optimal mit Nährstoffen versorgt werden. Hier sollten Sie aber darauf achten, dass viele Hunde auch zum Ablecken des Fells tendieren, wenn die Wirkung über das Fell gewünscht ist. In diesem Fall sollten Sie auf eine zusätzliche Zufuhr über die Nahrung absehen, da die benötigte Menge oft schon vom Fell „abgeschleckt“ wird.

Auch eine direkte Wirkung auf betroffenen Stellen ist möglich. Dazu wird die benötigte Menge (mehr dazu unter Dosierung) direkt auf Hautverletzungen, Ekzeme oder andere Körperstellen aufgetragen, um vor Ort entzündungshemmend und schmerzlindernd zu wirken. Je nachdem, welche Wirkung gewünscht ist, sollte auch die Form der Anwendung und die Dosierung variieren.

Dosierung – diese Menge Schwarzkümmelöl benötigt Ihr Hund

Die Dosierung hängt immer davon ab, welches Ziel Sie mit der Anwendung von Schwarzkümmelöl beim Hund erreichen möchten. Hier wird zwischen äußerer und innerer Anwendung unterschieden. Die benötigte Menge Schwarzkümmelöl hängt vom gesundheitlichen Zustand des Hundes, der Größe und dem Gewicht ab.

Grundsätzlich gilt: Bei schwachen und kranken Tieren sollten Sie etwas weniger Öl verabreichen, um den Körper – insbesondere die Leber – nicht noch mehr zu beanspruchen.

Dosierung von Schwarzkümmelöl zur äußeren Anwendung beim Hund

Wenn Sie Schwarzkümmelöl äußerlich anwenden, sollten ca. 4-5 Tropfen des Öls auf die eigenen Hände gegeben und dann im Fell des Hundes verrieben werden. Wenn Sie das Öl vor allem im Nacken des Tieres verreiben, verhindern Sie effektiv das Ablecken des Öls. Um das Fell optimal zu pflegen, genügt bereits eine kleine Menge Schwarzkümmelöl. Dieses wirkt sich auch dann positiv auf die Fellstruktur und Haut aus, wenn es nur in bestimmten Bereichen des Fells angewendet wird!

Alternativ können Sie Ihren Liebling damit verwöhnen, dass sie das Schwarzkümmelöl auf die Hundebürste auftragen und damit sanft durchs Fell gleiten. Insbesondere Hunde, die die Anwendung von Bürsten zu schätzen wissen, werden sich über diese gesunde Fellpflege freuen. Gleichzeitig sorgt das Öl dafür, dass Sie besonders angenehm durchs Fell gleiten können und erleichtert damit den Fellpflegevorgang maßgeblich.

Dosierung von Öl aus Schwarzkümmel zur inneren Anwendung beim Hund

Für die Verabreichung von Schwarzkümmelöl für die innere Anwendung geben Sie am besten einige Tropfen des Öls auf das Futter, ein Leckerli oder ins Wasser des Hundes. Die Grundregel dabei lautet:

Pro 10 Kilogramm Körpergewicht benötigt der Hund ca. 1 mg Schwarzkümmelöl

Kleine Hunde sollten daher 1-2 Tropfen Öl ins Futter bekommen, mittlere Hunde ca. 3-6 Tropfen und große Hunde ca. 7-8 Tropfen. Je nach Vorerkrankungen sollte die genaue Dosierung des Schwarzkümmelöls mit dem Tierarzt oder Tierheilpraktiker abgesprochen werden. Dies gilt auch für die Anwendung bei Welpen!

Wie ist das Öl für Hunde am besten zu verabreichen?

Wie Sie Ihrem Hund das Öl verabreichen, hängt auch immer individuell vom Tier selbst ab. Einige Hunde mögen den Geschmack von Schwarzkümmelöl so gern, dass sie die benötigten Tropfen selbst von einem Teller abschlecken. In den meisten Fällen könnte man die Tropfen aber auch einfach über das Futter oder ins Trinkwasser des Hundes geben.

Übrigens: Im Trinkwasser sorgt das Öl sogar dafür, dass es länger haltbar bleibt. Bakterien und Viren können sich deutlich langsamer vermehren, wenn einige Tropfen Schwarzkümmelöl in der Flüssigkeit vorhanden sind!

Wenn Sie einen sehr mäkeligen Hund haben, kann es durchaus sein, dass dieser sein Futter oder Wasser ablehnt, sobald sich eine Schwarzkümmelnote darin befindet. In diesem Fall hat es sich bewährt, das Öl bspw. in einem schmackhaften Fleischsud oder ähnlichem anzubieten.

Schwarzkümmelöl ins Futter mischen

Alternativ können Sie das Schwarzkümmelöl natürlich auch äußerlich auftragen, indem Sie einige Tropfen davon in Ihren Händen oder der Bürste verteilen und so ins Fell einarbeiten. Wenn dies der Fellpflege dient, sollten Sie die Tropfen des Schwarzkümmelöls in den Nacken des Hundes einmassieren, da der Hund hier das Öl nicht ablecken kann.

Haltbarkeit und Lagerung von Schwarzkümmelöl

Öl aus schwarzem Kümmel ist sehr empfindlich in der Lagerung. Sobald Sie eine Flasche mit Schwarzkümmelöl öffnen, hält sie sich nur für ca. 3 Monate. Am besten lagern Sie das Öl in einer luft- und lichtdichten Flasche an einem kühlen Ort oder direkt im Kühlschrank. Das angegebene Mindesthaltbarkeitsdatum auf dem Schwarzkümmelöl bezieht sich immer auf die noch geschlossene Flasche!

Achtung: Beim Erhitzen über 65 Grad gehen die wirksamen Eigenschaften des Öls fast vollständig verloren. Schwarzkümmelöl verwendet man daher ausschließlich kalt oder in Zimmertemperatur.

Was Sie beim Kauf von Schwarzkümmelöl für Hunde beachten sollten

Schwarzkümmelöle gewinnt man aus dem Samen des Echten Schwarzkümmels. Damit die Nährstoffe bei der Verarbeitung erhalten bleiben, ist es wichtig, das Öl kalt zu pressen. Beim Kauf sollten Sie daher darauf achten, dass Sie ausschließlich zu kaltgepresstem Öl greifen. Nur hier ist die Fülle an Wirkstoffen enthalten, die die positiven Effekte auf den Organismus des Tieres ermöglichen.

Auch der Behälter, in dem sich das Öl befindet, spielt eine große Rolle. Im besten Fall erhalten Sie das Öl in einer braun eingefärbten, nicht lichtdurchlässigen Glasflasche. Dadurch profitieren Sie von einer etwas längeren Haltbarkeit, denn Lichteinwirkung kann einige Nährstoffe, die in Schwarzkümmelölen enthalten sind, angreifen oder sogar zerstören. Wenn Sie eine besonders hohe Qualität wünschen, sollten Sie zu Bio-Schwarzkümmelöl greifen. Hier ist meist nicht nur die Nährstoffkonzentration am höchsten, sondern auch schädliche Zusatzstoffe können ausgeschlossen werden.

7 Fakten über Schwarzkümmelöl – wichtige Infos auf einen Blick

Öl aus Schwarzkümmel

Allergien sind im Vormarsch. Leider trifft diese belastende Immunreaktion nicht nur Menschen, sondern auch Tiere. Vor allem bei Hunden, und hier bei bestimmten Rassen, sind häufig allergische Reaktionen zu beobachten. Vielfach ist hochverarbeitetes Hundefutter die Ursache, nämlich dann, wenn Getreideanteile, aber auch bestimmte Fleischsorten wie etwa Huhn überwiegen. Aber auch andere Allergieauslöser kommen in Betracht.

Die genaue Ursache herauszufinden ist der wichtigste Teil der Behandlung. Bis es soweit ist, müssen die Symptome gelindert werden. Eines setzen Allergien aber fast immer voraus: Es braucht Geduld und Ausdauer, bis eine Besserung in Sichtweite ist.

Allergie bei Hunden - so entstehen sie

Unter einer Allergie versteht man eine heftige Reaktion des Immunsystems. Sie wird dadurch hervorgerufen, dass das Immunsystem im Prinzip harmlose Stoffe als Feind ansieht und versucht, sie durch die Überreaktion zu bekämpfen. Eine Eskalationsstoffe der Allergie ist der anaphylaktische Schock. Ein solcher Schock kann lebensbedrohlich werden.

Einer allergischen Reaktion geht die Aufnahme eines allergenen Stoffes durch die Haut voraus. Dabei können die Auslöser durch die Haut selbst, durch den Magen-Darm-Trakt oder durch die Nase in den Körper gelangen. Allergische Reaktionen werden in der Medizin in fünf Typen eingeteilt, je nach Art der Auslöser und dem Zeitablauf der Reaktionen. Zu den am häufigsten vorkommenden allergischen Reaktionen zählen

  • Futtermittelallergie
  • erworbene atopische Dermatitis
  • Parasitenallergie
  • Insektenstiche

Nahezu jeder fünfte Hund leidet bereits unter einer der aufgeführten Allergien. Die Tendenz ist steigend, ähnlich wie bei Menschen auch. Zu den Ursachen können hochverarbeitete Nahrungsmittel zählen, aber auch Umweltgifte tragen dazu bei, dass der Organismus überfordert ist und deshalb zu heftig reagiert.

Unverträglichkeiten: Ursachen beim Hund

Ähnliche Auswirkungen wie eine Allergie zeigen sich durch Unverträglichkeiten. Medizinisch gesehen macht dies zwar einen Unterschied, denn diese werden nicht durch das Immunsystem hervorgerufen. Unverträglichkeiten haben ihren Ursprung in einer Minderfunktion des Stoffwechsels, einem Mangel an Enzymen, aufgrund genetischer Ursachen (angeborene Atopie) oder durch Zusatzstoffe in Futter und Alltagsprodukten. In den Auswirkungen sind sie jedoch genauso unangenehm, sie treten meist mit denselben oder ähnlichen Symptomen wie Allergien auf.

Hier zeigen sich bereits erste rassetypische Dispositionen. Tierärzte berichten, dass sie vermehrt Atopien bei weißen Hundenaus Zuchten feststellen. Auch bestimmte Farbschläge, wie etwa Blue Merle beim Australian Shephard, sind häufiger durch Unverträglichkeiten belastet. Auffälligkeiten zeigen sich auch beispielsweise beim Golden Retriever und beim Cockerspaniel. Nachdem beide Rassen dafür bekannt sind, dass sie gerne und am liebsten alles fressen, ist hier besondere Aufmerksamkeit geboten.

Unverträglichkeiten und Allergien: die Symptome

Durch die verschiedenen Allergietypen treten die Symptome oft nicht sofort nach dem Fressen oder dem Kontakt mit einem Allergieauslöser auf, sondern zeitlich versetzt. Das macht es nicht immer einfach, Ursache und Wirkung in Verbindung zu bringen. Typische Symptome für Allergien sind jedoch

  • Juckreiz
  • Hautrötungen und -entzündungen
  • Magen-Darm-Probleme
  • Fellveränderungen

Der Juckreiz ist einfach als Symptom zu erkennen. Oft kratzen sich Hunde dann genau dort, wo wenig Fell ist. Die Ohren, der Hals, der Bauch, der hintere Rücken, die Innenseite der Hinterbeine und der After werden ausgiebig gekratzt. Der Juckreiz an sich muss jedoch nicht unbedingt auf eine Allergie hindeuten. Natürlich kann dieses Kratzen auch eine reine Reaktion auf einen Flohbiss oder einen Insektenstich sein. Mit ein wenig Aufmerksamkeit lässt sich aber leicht herausfinden, ob es tatsächlich nur der Quälgeist war.

Hautrötungen und Entzündungen sind ebenfalls typische Reaktion. Hier sind je nach Auslöser die Ohren, oder aber auch die Zwischenräume der Zehen betroffen. Ein Röten der Bauchhaut - lässt sich ebenfalls einfach feststellen, dies ist ebenfalls typisch für entzündliche Atopien.

Leiden Hunde unter Durchfall und Erbrechen, muss primär eine Vergiftung ausgeschlossen werden. Vor allem dann, wenn beides heftig und im Schwall auftritt, ist der Besuch beim Tierarzt angebracht. Zeigen sich allerdings regelmäßig nach dem Fressen Symptome, wird es Zeit für die Suche nach Allergieauslösern. Oft ist vermehrtes Speicheln ein erstes Anzeichen, dass dem Tier übel und das Hundefutter die Ursache ist.

Ein Begleitsymptom, aber auch Einzelanzeichen einer Futtermittelallergie, können Fellveränderungen sein. Durch die ständige, unbemerkte Zufuhr von Allergenen kommt es zu Entzündungen im Körper der Hunde und infolge zu einer Mangelversorgung mit wichtigen Nährstoffen. Die Folge kann ein struppiges, glanzloses Fell sein. Aber auch plötzlich überdurchschnittlich fettendes Fell sollte genau hinterleuchtet werden.

Unverträglichkeiten und Allergien beim Hund

Allergie beim Hund: Die Suche nach dem Auslöser

Parallel zum oder als Vorbereitung für einen Tierarztbesuch ist es hilfreich, ein Tagebuch zu führen. Hier wird mit Datum und Uhrzeit alles notiert, was der Vierbeiner gefressen hat, wo er sich aufhielt und welche Ursachen infrage kommen könnten. Diese Vorbereitung erleichtert dem Tierarzt die Suche, sie kann seine Untersuchungsergebnisse stützen.

Allergene finden: Der Weg zur Diagnose

Wie bei Menschen auch, können beim Hund Allergietests gemacht werden. Hier tritt jedoch dieselbe Problemstellung auf: Der Test zeigt nicht immer sicher an, auf was allergisch reagiert wird. Andererseits muss ein beim Test ermittelter Auslöser nicht unbedingt der sein, der zu den Beschwerden führt.

Wichtig ist die Vorstellung beim Tierarzt auch, um alle anderen Möglichkeiten für Juckreiz, Entzündungen und Magen-Darm-Störungen auszuschließen. Der Tierarzt wird den Vierbeiner auf Milben und Flöhe, auf Bakterien und Pilze untersuchen. Auch hormonelle Störungen sollten - vor allem bei Hündinnen - ausgeschlossen werden.

Unterschiedliche Allergietests: Intrakutan- und Antikörpertest

Der Intrakutantest läuft bei Mensch und Tier gleich ab: In die Haut werden unterschiedliche Allergene gespritzt. Tritt um die gekennzeichnete Stelle eine Rötung oder gar eine Quaddel auf, zeigt dies an, wogegen Hunde allergisch sind. Für diese Untersuchung muss allerdings der Hund geschoren werden. Eine leichte Sedierung ist zudem erforderlich und nicht jede Tierarzt-Praxis hat das nötige Equipment, um einen Intrakutantest durchzuführen.

Ein weiterer, allerdings auch nicht immer aussagekräftiger Test ist der Antikörpertest oder serologische Test. Hier wird dem Hund Blut abgenommen. In einer labortechnischen Untersuchung wird geschaut, ob Antikörper gegen bestimmte Substanzen wie Futtermittel, Milben, Schimmelpilze oder Pollen vorhanden sind.

Abhilfe bei Allergien: vom Haustrick zu Medikation

Im folgenden möchten wir die besten Methoden vorstellen, die Sie bereits zu Hause anwenden können und durch welche herausgefunden werden kann, um welche Art von Allergie es sich handelt. Bitte konsultieren Sie jedoch den Tierarzt Ihres Vertrauens, um auf der sicheren Seite zu sein.

Allergie auf Futtermilben: Futter frosten

Im Zusammenhang mit Hundefutter gibt es außer der Unverträglichkeit von Bestandteilen noch eine weitere Allergie, nämlich die auf Futtermilben. Diese sind hauptsächlich in Trockenfutter zu finden, denn dort haben sie ihre Nahrungsgrundlage. Wird von empfindlichen Tieren ein solches Futter verzehrt, reagieren sie allergisch und zeigen die bekannten Symptome.

Abhilfe erzielt man, indem man Trockenfutter portionsweise mindestens eine Woche einfriert, ehe es an die Hunde verfüttert wird. Wem dies auf Dauer zu mühsam ist, kann auf Nassfutter oder Barf ausweichen.

Flohallergie und Milbenbisse: Schädlinge meiden und bekämpfen

Die Gelegenheiten, sich einen Floh einzufangen und so zu einer Flohallergie zu kommen, sind verbreitet. Mal ist es das Spielen auf der Hundewiese, mal ein Umsteiger beim Tierarzt. In der Regel stellt ein einzelner Flohbiss noch keinen Auslöser dar. Kommt ein Hund jedoch öfter mit den Plagegeistern in Kontakt, kann er auf den Flohspeichel allergisch reagieren. Hier erfordert es einigen Aufwand, die gesamte Umgebung flohfrei zu halten. Mehrfaches Einpulvern oder Einsprühen mit hundeverträglichen Flohbekämpfungsmitteln, das Waschen der Decken und Hundebetten und häufiges Staubsaugen sind Pflicht.

Ähnlich ärgerlich können Spätsommer und Herbst für Hundehalter und Hund werden. Jetzt sind vermehrt Grasmilben unterwegs. Ihr Auftreten erkennt man an der geröteten Zehenhaut, am Knabbern an den Pfoten und Läufen. Abduschen nach dem Spaziergang kann Linderung bringen. Wer die Möglichkeit hat, meidet vor allem Wiesen und Wege mit Laubfall um diese Jahreszeit.

Neben den Grasmilben sind es vielfach auch Hausstaubmilben, die auch die vierbeinigen Bewohner plagen

Bei beiden Auslösern ist der Tierarzt der Ansprechpartner. Er kann milde Lotionen und Sprays verordnen, die den schlimmsten Juckreiz lindern. Oft wirken sie gleichzeitig antibakteriell, sodass auch die zusätzliche Gefahr durch das Eindringen von Bakterien minimiert wird.

Kontaktallergien: Pflanzen, Reinigungsmittel und Co. als Auslöser

Vielfach sind es die Hundehalter, die in der Nähe landwirtschaftlicher Flächen wohnen, die jahreszeitlich bedingte Hautreaktionen bei ihren Tieren feststellen. Auslöser können Düngemittel, aber auch bestimmte Pflanzen wie Gräser und Getreide selbst, sein. Das Tagebuch hilft hier ebenfalls bei der Suche nach dem Auslöser weiter.

Im Haushalt sind es mitunter Reinigungsmittel, die eine atopische Dermatitis auslösen. Es ist jedoch keineswegs so, dass Putzmittel auf Pflanzenbasis generell die bessere Wahl sind. Im Gegenteil, auch Pflanzen wie Efeu oder Pflanzenbestandteile wie Zitrusöle und Orangenschalen zählen hier zu den Schuldigen. Auch das Rasierwasser des Halters oder das Deo der Halterin können Ursache sein. Nicht zuletzt kann eine atopische Allergie durch Bestandteile des Trinknapfes, durch den Teppichboden, durch Hundespielzeug oder ein Hundehalsband hervorgerufen werden. Aufmerksames Betrachten und die Vermeidung der häufigsten Auslöser - oder eine Ausschlussdiät an Hundespielzeug - können zur Diagnose und Abhilfe führen.

Kontaktallergien beim Hund

Ausschlussdiät: getrennt füttern

Liegt der Verdacht aufgrund von Erbrechen und Durchfällen oder regelmäßig auftretendem, anhaltendem Juckreiz nahe, dass eine Futtermittelallergie vorliegt, ist eine Ausschlussdiät sinnvoll. Hier wird das Hundefutter komplett umgestellt. In der Regel startet man die Ausschlussdiät mit zwei Zutaten, Pferd - weil sonst selten oder nicht gefüttert - und Kartoffeln. Werden diese gut vertragen und klingen unter dieser Kost die Symptome ab, steckt der Auslöser vermutlich in einem anderen bislang gefütterten Nahrungsmittel.

Um hier Näheres zu erfahren, wird in regelmäßigen Abständen wieder eine weitere Zutat hinzugefügt. Die bekanntesten Auslöser einer Futtermittelallergie wie Getreide und Mais kommen, falls überhaupt, erst als Letzte wieder auf den Speiseplan. Hier ist die Diagnose zugleich Behandlungsplan, das Hundefutter, auf das reagiert wird, wird künftig gestrichen.

Wer präventiv handeln möchte, füttert ein hochwertiges, klar definiertes Futter, bei dem auf die häufigsten Allergieauslöser verzichtet wird. Ernährungstechnisch sind diese Stoffe wie Getreide und Mais zudem eher unwichtig, sie dienen vielmehr in der Regel nur als preiswerter Füllstoff. Wie bei menschlicher Ernährung auch müssen bei Tierfutter die Inhaltsstoffe auf der Verpackung angegeben werden. Hier sind die Zutaten in absteigender Reihe angegeben, sodass sich jeder Käufer informieren und seine Entscheidung für ein wirklich qualitatives Futter treffen kann.

Für Hunde ist es nicht untypisch, gelegentlich Gras zu fressen. Manche Tiere schätzen schlicht den Geschmack und naschen an frischen Grasspitzen. Andere Tiere reißen sogar ganze Grasbündel aus, weil es ihnen Freude bereitet.

Es kann aber auch vorkommen, dass die Hunde das Grashalme im Anschluss wieder ausbrechen. Meist geschieht das in Kombination mit etwas Schleim, der sich durch Speichel und Gallensaft zusammensetzt. Neben den alltäglichen Gründen, kann auch eine ernstzunehmende Erkrankung vorliegen, die dazu bewegen können, Gräser zu fressen.

Wir möchten genauer auf die möglichen Ursachen des Grasfressens eingehen und Ihnen Möglichkeiten aufzeigen, mit denen Sie dagegen vorgehen können, wenn es nötig wird.

Hund frisst Gras

Warum fressen Hunde Gras?

Die Ursachen dafür, dass der Hund Grashalme frisst, sind vielfältig. Hier kommen Aspekte in der Ernährung in Frage, aber auch physiologische und psychologische Gründe.

Grundsätzlich gilt: Gräser zufressen, ist bei Hunden nicht unüblich. Wenn das Tier allerdings zu viel Gras aufnimmt, sich dadurch regelmäßig erbricht oder neben frischen Gräsern auch Erde mitfrisst, sollte man einen genaueren Blick auf die möglichen Ursachen werfen.

Ursachen für Grasfressen in der Ernährung

Kommt es aufgrund einer einseitigen Ernährung mit minderwertigen Futtermitteln zu Mangelerscheinungen, versuchen einige Hunde, den zusätzlichen Nährstoffbedarf mit Gräsern zu decken. Gräser enthalten eine Fülle an Folsäure, die beim Verzehr von Hunden aufgenommen werden. Außerdem stecken zahlreiche Ballaststoffe in Grashalmen, die die Verdauung positiv beeinflussen und den Bedarf an hochwertigen Fasern decken.

Aber auch Vitamin- und Mineralstoffmängel können das Tier dazu bringen, Gras zu fressen. Insbesondere bei Verdauungsproblemen greifen sie, wenn möglich, auf Gräser zurück. Die enthaltenen Bitterstoffe helfen effektiv gegen Blähungen, Magen-Darm-Erkrankungen und gegen Symptome von Futtermittelallergien. Dabei handelt es sich in den meisten Fällen um ein instinktives Verhalten, das auch Wölfe in freier Wildbahn zeigen.

Neben Nährstoffmangel und Erkrankungen im Magen-Darm-System kommt aber noch ein weiterer, wichtiger Punkt in Frage, wenn es um die möglichen Ursachen für das Grasfressen geht: Hunger. Erhält der Vierbeiner konstant zu wenig Futter oder nur Futter in einer minderwertigen Qualität, versucht er möglicherweise das aufkeimende Hungergefühl mit der Aufnahme von Grashalmen zu mindern.

Psychologische Ursachen für den häufigen Graskonsum

Es gibt auch eine Fülle an psychologischen Gründen, die Hunde dazu bringen können, Gras zu fressen. Insbesondere in Stresssituationen beruhigen sich viele Tiere mit Grasfressen. Aber auch bei dauerhafter Unterforderung zeigt sich dies als typisches Symptom. In diesem Fall genügt es meist schon, wenn der Hund mit anderweitigen Aufgaben oder gemeinsamem Spiel abgelenkt wird, sodass das Interesse an Gräsern verloren geht.

Anders sieht es allerdings bei psychologischen Übersprungshandlungen aus: Wenn der Hund ein bestimmtes Verhalten zeigen möchte, dies aber nicht tun kann, kompensiert er den inneren Stress oft mit dem Kauen von Gräsern. Auch hier kann zwar etwas Ablenkung helfen, meist ist unser Liebling jedoch sehr fokussiert auf das Gras.

Beim täglichen Spaziergang kann es ebenfalls vorkommen, dass der Hund urplötzlich und scheinbar ohne Anlass beginnt, Grashalme zu fressen. Meist hat dies mit der Aufnahme von Duftstoffen zu tun, die an der betreffenden Stelle zu finden sind. Dabei handelt es sich meist um den Urin von anderen Hunden, der an der Stelle hinterlassen wurde. Durch das Fressen des Grases kann der Vierbeiner die Duftstoffe vollständig auslesen und erhält dadurch wichtige Informationen über die anderen Hunde im Gebiet.

Körperliche Ursachen für den Graskonsum bei Hunden

Nicht immer basiert das Fressen von Gras bei Hunden nur auf Langeweile oder ernährungsbedingten Faktoren, auch rein körperliche Gründe kommen als Auslöser in Frage. Die wohl häufigste, körperliche Ursache für das Grasfressen: Die Reinigung von Magen und Darm.

Instinktiv wissen Hunde, dass Grashalme sich ideal eignen, um Magen und Darm effektiv zu reinigen. Die in Gräsern enthaltene Folsäure lindert dabei Magenprobleme, während die Ballaststoffe für eine gesunde Verdauung sorgen.

Frisst der Hund jedoch zu viel davon, kann dies auch dem Zweck dienen, einen Brechreiz auszulösen. Das ist beispielsweise dann der Fall, wenn der Hund unverträgliches Futter gefressen hat oder Fremdkörper im Magen-Darm-Trakt feststecken, die das Tier auf diese Weise lösen möchte. Wenn der Hund mechanisch den Brechreiz auslösen möchte, werden in der Regel ganze Grashalme geschluckt. Diese bleiben im Rachen und der Speiseröhre stecken, sodass sich ein natürlicher Brechreiz ergibt.

Auch Magenschmerzen sind ein möglicher Grund dafür, dass der Hund an Grashalmen kaut. Hier sind die Ursachen natürlich vielfältig: Ein übersäuerter Magen aufgrund einem Übermaß an Magensäure kommt ebenso in Frage wie eine ernstzunehmende Gastritis. Sollte das Tier neben dem Fressen von Gras noch weitere Symptome zeigen, ist daher ein Besuch beim Tierarzt notwendig.

Eine weitere Möglichkeit, die häufigen Graskonsum beim Hund erklären könnte, ist ein starker Befall mit Würmern oder anderen Parasiten. Diese können sich im Magen-Darm-Trakt einnisten und hier für ein Ungleichgewicht sorgen.

Frisst Ihr Liebling über einen längeren Zeitraum große Grasmengen, sollte eine Kotprobe beim Tierarzt eingereicht werden. Damit ein zuverlässiges Ergebnis gewährleistet ist, sollte bei einer Kotprobe wegen Wurmverdacht der Kot von drei Tagen gesammelt werden, da nicht mit jedem Stuhlgang auch Würmer oder Wurmeier ausgeschieden werden. Mehr zum Thema Wurmkuren hier.

Hund hat zu viel Gras gefressen

Hat es ernstzunehmende Folgen, wenn der Hund Gras frisst?

Die meisten Grasspitzen, die vom Hund gefressen werden, werden entweder in Form von Erbrochenem oder direkt über den Darm ausgeschieden. Da der Körper des Tieres Grashalme nicht vollständig verwerten kann, sind die Grasreste im Kot des Hundes sichtbar.

Es kann allerdings passieren, dass es aufgrund der Gräser zu Absatzschwierigkeiten des Kots kommt. Dabei bleiben die Grashalme am After des Tieres hängen und müssen manuell entfernt werden. Aber Achtung: Nur bereits lockere Grashalme dürfen entfernt werden, da die scharfe Unterseite des Grases über scharfe Widerhaken verfügt. Diese könnten sonst die Darmwand und den After verletzen.

Je mehr Gras der Hund frisst, desto deutlicher wirkt sich dies auf die Verdauung aus. Häufiger Graskonsum führt beim Hund dazu, dass der Kot sich in kleine Perlen aufspaltet, die durch die Grashalme miteinander verbunden sind. Kann er den Kot nicht mehr richtig ausscheiden, droht ein Darmverschluss. Allerdings ist dies durch den Konsum der frischen Grasspitzen eher ausgesprochen selten.

Ein weiteres Risiko ist das mögliche Verschlucken, das beim Verzehr von Gräsern auftreten kann. Wenn sich die langen Grashalme im Rachen des Tieres festsetzen, kommt es unter Umständen zu Atemschwierigkeiten bis hin zur Atemnot. Sollten Sie das Gras nicht selbst aus dem Rachen des Tieres entfernen können, sollten Sie unbedingt einen Tierarzt aufsuchen, da sonst eine akute Erstickungsgefahr droht.

Wenn der Hund häufig Gras im Kot hat oder ständig durch das Fressen von Gras erbricht, sollte ebenfalls ein Tierarzt aufgesucht werden. Nur auf diese Weise kann man die wahren Ursachen für den Graskonsum finden und beseitigen. Man kann auch selbst versuchen, mit einer Futterumstellung auf hochwertiges Nassfutter oder BARF die Ursache zu lindern.

Was tun, wenn Hunde zu viel Gräser fressen?

Mit einigen Maßnahmen lässt sich das übermäßige Fressen von Gras unter Umständen eindämmen. Wichtig ist dabei vor allem, dass man das Tier gründlich beobachtet.

Wann kommt es dazu, dass der Hund Gras frisst? Gibt es einen erkennbaren Auslöser? Zeigt er noch weitere Symptome, die zum Beispiel auf Magenschmerzen hindeuten könnten? Wurde vor kurzem das Futter gewechselt?

Wenn der Hund regelmäßig an Grasspitzen kaut, hat es sich bewährt, die Situationen genau zu dokumentieren. Somit kann der Tierarzt anhand des generellen Verhaltens feststellen, ob eventuell eine Erkrankung vorliegt.

Mögliche Situationen:

Zunächst einmal sollte dabei die Ernährung genauer unter die Lupe genommen werden: Erhält der Hund wirklich hochwertiges Futter, das alle relevanten Nährstoffe enthält? Wenn nicht, ist eine Futterumstellung ratsam. Auf Hundefutter-Tests finden sich zahlreiche Informationen zu einer ausgewogenen und gesunden Ernährung für Ihren Liebling.

Auch die Menge des Futters sollte genauer überprüft werden: Ein zu viel an Hundefutter kann zu Magenschmerzen führen, während ein zu wenig Hungergefühl auslöst. Sollten Sie ihn nur einmal am Tag füttern, kann es stattdessen ratsam sein, die große Mahlzeit auf 2-3 kleinere Mahlzeiten aufzuteilen. So fühlt sich der Vierbeiner über den ganzen Tag hinweg gesättigt, was das Fressen von Gräsern reduzieren kann.

Bei konstanten Verdauungsbeschwerden oder Magenproblemen hat sich Heilerde als praktisches Hilfsmittel erwiesen, das gute Erfolge erzielen kann. Heilerde reinigt und beruhigt den Magen-Darm-Trakt des Hundes auf natürliche und schonende Weise. Dadurch treten seltener Magenschmerzen, eine Übersäuerung oder andere Probleme des Verdauungsapparates auf.

Bei kurzzeitigen Magenbeschwerden, beispielsweise wenn der Hund etwas Falsches gefressen hat, kann es schon helfen, dem Tier einige Tage lang nur Schonkost zu verabreichen.

Tierarzt untersucht Hund nach Grasfressen

Wann sollte man zum Tierarzt gehen, weil der Hund zu viel Gras frisst?

Gelegentliches Fressen von Gras allein ist noch kein Grund zur Sorge. Frisst er allerdings regelmäßig größere Mengen oder wird gar zu einem fanatischen Grasfresser, der sich dabei kaum unterbrechen lässt, sollte man genauer nach möglichen Ursachen suchen.

Vorsicht sollte vor allem dann gelten, wenn der Hund die Futteraufnahme reduziert und stattdessen lieber mehr Grashalme frisst. Dies könnte ein Indikator dafür sein, dass das Hundefutter nicht gut vertragen wird und Magenschmerzen auslöst.

Wenn der Hund stets nach dem Fressen von Gras erbricht oder Blut im Erbrochenen erkennbar ist, sollte ebenfalls ein Besuch beim Tierarzt durchgeführt werden. Dasselbe gilt für Blutbeimischungen im Stuhlgang.

Fressen Hunde häufig Gräser, kann es zudem zu übermäßigen Schleimproduktionen im Verdauungstrakt kommen, die mit dem Kot ausgeschieden werden. Sondert Ihr Tier also schleimüberzogenen Kot ab, steckt eventuell eine Entzündung im Darm dahinter. Auch hier gilt: Ein Tierarzttermin ist unabkömmlich.

Frisst Ihr Liebling Gräser und zeigt zusätzlich noch andere Krankheitssymptome, beispielsweise Fieber, Schmerzen, Lustlosigkeit, ständige Müdigkeit oder anhaltende Erschöpfung, sollte dies ebenfalls durch einen Tierarzt genauer untersucht werden. In diesem Fall könnte es sein, dass der Hund Gras frisst, um die Symptome einer anderen Erkrankung zu lindern.

Unverdaute Grashalme, die im After des Tieres feststecken und sich auch nicht mit leichtem Ziehen entfernen lassen, sollten Sie auf keinen Fall mit grober Gewalt entfernen. Hier besteht das Risiko, dass der After des Tieres und der Darm durch die Widerhaken am Gras aufgerissen werden. Dies bietet ein hohes Entzündungspotential und verheilt nur sehr langsam. Steckt ein Grashalm im After des Hundes fest, sollte ein erfahrener Tierarzt diesen sanft entfernen.

Hunde Gräser fressen lassen – aber wo?

Grundsätzlich ist es nicht gefährlich, wenn Hunde mal etwas Gras fressen möchten. Dabei sollte man als Tierhalter aber darauf achten, dass es sich um gesundes, nicht mit Pestiziden, Insektiziden oder Herbiziden belastetes Gras handelt. Empfehlenswert sind also vor allem Süßgräser, die entweder im eigenen Garten oder direkt im Wald wachsen.

In der Nähe von Feldern sollte man das Fressen von Gras eher vermeiden, da die Gräser stark belastet sein können. Dies führt unter Umständen zu zusätzlichen Verdauungsbeschwerden.

Wenn Ihr Liebling auch im Winter Gras fressen möchte, haben Sie die Möglichkeit, spezielle Katzengräser anzupflanzen, die auch vom Hund gut vertragen werden. Im Tierfachhandel sind hier wahlweise einzelne Samen oder direkt ganze Anzucht-Sets erhältlich.

Fazit – Gras fressen ist nicht unbedingt gefährlich

Gras fressen liegt bei Hunden in der Natur und ist im geringen Maße absolut unschädlich. Sollten weitere Symptome oder Verhaltensänderungen auf eine Krankheit als Auslöser für übermäßigen Graskonsum hindeuten, sollte man das Tier beim Tierarzt gründlich durchchecken lassen.

Neben Erkrankungen des Magen-Darm-Traktes kommt auch ein Befall mit Parasiten, eine Futtermittelunverträglichkeit oder eine Infektion in Frage. Unter Umständen können auch psychische Auslöser wie Stress oder Langeweile das Grasfressen begünstigen.

Milben beim Hund sind sogenannte Ektoparasiten, die auf der Haut der Hunde, im äußeren Gehörgang und in der Nasenhöhle leben. Obwohl die Spinnentiere nicht wie Zecken Krankheiten übertragen können, sind sie für den Hund ausgesprochen unangenehm.

Die Milben verursachen Juckreiz und Hauterkrankungen, die das Tier im Alltag massiv stören. Auch allergische Reaktionen sind keine Seltenheit. Eine Bekämpfung der Milben beim Hund ist oft schwierig und langwierig.

Wie aber können Sie einen Befall mit Milben verhindern? Wie erkennen Sie einen Befall mit Milben beim Hund? Und wie können Sie die Parasiten wirkungsvoll bekämpfen?

Milben Symptome beim Hund

Am häufigsten treten durch Milben beim Hund folgende Symptome auf:

Bisse von Milben verursachen durch die Reizung der Haut Rötungen und Schwellungen. Die Haut ist mit Papeln überzogen, die starken Juckreiz auslösen. Der Hund kratzt sich immer wieder an den betroffenen Stellen und reibt sich an verschiedenen Gegenständen. Durch das Kratzen brechen die Haare ab. Das Fell sieht dadurch stumpf und glanzlos aus. Vor allem im Bereich des Rückens bildet die Haut verstärkt Schuppen, die den Juckreiz noch verstärken.

Gleichzeitig verdickt die Haut dadurch und verhornt stärker. Mit der Zeit lagert sich in die oberste Hautschicht verstärkt Pigment ein, sodass schwarze Flecken auf der Haut des Hundes zu erkennen sind.

Entstehung von Hefepilzen und Bakterien

Da die Talgdrüsen vermehrt Hautfett produzieren, wirkt die Haut fettig und schmierig. Auch der Ohrrand ist in den meisten Fällen betroffen und wirkt schuppig, rau und verdickt. Siedeln sich auf der geschädigten Haut Hefepilze und Bakterien an, entstehen eitrige Entzündungen, die gesondert zur Milbenerkrankung behandelt werden müssen.

Ist der äußere Gehörgang von Ohrmilben besiedelt, sind in den Ohren schwarz braune, schmierige Krusten zu erkennen. Der Hund schüttelt ständig die Ohren und versucht sich darin zu kratzen. Bei einem starken Befall kann der Hörsinn beeinträchtigt sein.

Werden die Entzündungen des Gehörgangs und der Milbenbefall nicht behandelt, breitet sich die Entzündung auf das Mittelohr und das Innenohr aus. Der Hund hält den Kopf schief, der Gleichgewichtssinn ist gestört und kommt zu einem unregelmäßigen Gang.

Milben Symptome beim Hund

Welche Milben befallen Hunde?

1. Haarbalgmilben - Demodex canis

Demodex-Milben sind normale Bewohner der Haut von Hunden. Sie leben in den Haarfollikeln und ernähren sich von Gewebeflüssigkeit und abgestorbenen Zellen. Übertragen werden die Haarbalgmilben von der Mutterhündin während des Säugens auf die Welpen.

Damit die Hunde keine allergische Reaktion auf die Milben und ihre Stoffwechselprodukte zeigen, lagern sie ihren Kot in Zellen ein. Durch Stress oder eine Schwächung des Immunsystems kann eine starke Vermehrung der Milben begünstigt werden.

Auf die hohe Milbenanzahl reagieren die Hunde mit störenden Hautentzündungen. Die Wahrscheinlichkeit, an einer Demodikose zu erkranken, wird vererbt. Hunde mit klinischer Demodikose sollten deshalb nicht für die Zucht eingesetzt werden.

2. Grabmilben - Sarcoptes scabei canis

Die Räudemilben kommen vor allem bei Füchsen und Hunden vor. Sie werden direkt durch Kontakt übertragen oder indirekt durch verunreinigte Gegenstände. Die weiblichen Milben graben Röhren in die Keratinschicht der Haut. In diesen Vertiefungen werden dann Kot und Eier abgelegt.

Während des Grabens ernährt sich die Milbe von der Flüssigkeit im Gewebe und abgestorbenen Zellen. Durch diese Aktivitäten der Milben wird auf der Haut des Hundes Juckreiz und eine allergische Reaktion ausgelöst.

Rötungen treten dabei vor allem in Bereich von Ellbogens und Bauches auf. Die Hunde kratzen sich die betroffenen Stellen wund, die Haare brechen ab. Meist geht dies mit einer Verdickung der Haut und starker Schuppenbildung einher. Im späteren Stadium des Milbenbefalls fallen die Haare an den wunden Stellen vollständig aus.

3. Ohrmilben - Otodectes Cynotis

Ohrmilben werden durch Kontakt übertragen. Sie besiedeln die Haut in der Umgebung der Ohren und den äußeren Gehörgang. Dort ernähren sie sich von Ohrschmalz, Gewebeflüssigkeit und abgestorbenen Hautzellen.

Besonders empfänglich für eine Infektion mit Ohrmilben sind Welpen und Hunde mit einem geschwächten Immunsystem. Der äußere Gehörgang ist entzündet und mit schwarz-braunen, klebrigen bis bröckeligen Massen angefüllt.

Da die Milben starken Juckreiz auslösen, schüttelt der Hund ständig den Kopf. Durch Kratzen mit den Krallen verletzt der Hund die Haut. In diesen Wunden können sich leicht Bakterien ansiedeln, die eine eitrige Entzündung des äußeren Gehörgangs begünstigen.

4. Herbstgrasmilben - Trombicula autumnalis

Die rot-orangen Parasiten sind nur wenige Millimeter groß und mit dem bloßen Auge kaum zu erkennen. Sie lauern im Sommer und im Herbst im Gras und befallen vorbeilaufende Hunde.

Anders als die erwachsenen Milben, die sich von Pflanzenteilen ernähren, nehmen die Larven der Herbstgrasmilben Gewebeflüssigkeit des Hundes auf. Sie ritzen die oberste Hautschicht an und saugen eine Woche lang an der Haut. Dabei bevorzugen sie besonders dünne, wenig behaarte Hautstellen.

Die Milben bewohnen die Haut zwischen den Zehen, am Bauch und am Kopf. Durch die Milbenbisse wird eine allergische Reaktion auf der Haut des Hundes ausgelöst, sodass sichtbare Rötungen und Entzündungen entstehen. Starker Juckreiz tritt auf und irritiert den Hund.

Auch nach der Beseitigung der Herbstgrasmilben bleiben die Hautveränderungen über einen längeren Zeitraum bestehen, sodass hier eine eigenständige Behandlung sinnvoll ist.

5. Pelzmilben - Cheyletiella

Die Raubmilben befallen Hunde, Katzen und Kaninchen. Sie werden durch einen direkten Kontakt mit infizierten Tieren oder über verschmutzte Gegenstände übertragen. Erwachsene, weibliche Raubmilben können auch längere Zeit ohne Wirt in der Umgebung überleben.

Die Pelzmilben leben auf der Oberfläche der Haut und ernähren sich von Lymphflüssigkeit und abgestorbenen Hautzellen. Sie laufen zwischen den Haaren und verursachen Irritationen und Juckreiz. Die Haut weist eine deutliche Verdickung auf und ist mit störenden Schuppen bedeckt, die den Juckreiz verstärken.

Milben im Hundefutter

6. Futtermilben - Dermatophagoides

Futtermilben sind mikroskopisch kleine Spinnentiere, die sehr widerstandsfähig sind. Dadurch können sie gut in der Umwelt überleben. Die Milben können nur durch Erhitzen über 60 Grad Celsius oder tagelanges Einfrieren abgetötet werden, was die Behandlung sehr schwierig gestaltet.

In das Futter gelangen die Futtermilben durch kontaminierte Rohstoffe oder während des Verarbeitungsprozesses. Da die Milben auch im Hausstaub leben, ist eine Kontamination von Trockenfutter bei langer Lagerung möglich.

Ist Futter mit den Milben verunreinigt, können Sie am Boden des Sackes einen braunen Milbenstaub sehen. Das kontaminierte Futter verströmt einen minzähnlichen Geruch.

Frisst ein Hund das verunreinigte Futter, treten, ausgelöst durch den Kot der Milben, allergische Reaktionen auf. Die Haut an den Lefzen, in der Umgebung von Nase und Augen und am Bauch ist bei einem Befall mit Futtermilben gerötet und entzündet. Der Hund wird von einem konstanten Juckreiz irritiert, der zum Benagen und Aufkratzen der Hautstellen führt. An den betroffenen Stellen brechen meist auch die Haare ab.

Das Haarkleid ist glanzlos und schütter. Teilweise fallen die Haare an einigen Stellen vollständig aus. Oft ist auch der Darmtrakt von den Grabmilben betroffen. Hier lösen die Milben leichte Durchfälle aus und bringen die natürliche Darmflora aus dem Gleichgewicht.

Nasenmilben - Pneumonyssoides caninum

Die Milben, die in Europa vor allem in Skandinavien verbreitet sind, leben in den Nebenhöhlen und Nasengängen. Meistens treten außer einem leichten Nasenausfluss keine Krankheitserscheinungen auf. Ein starker Befall kann allerdings eine eitrige Nasenentzündung auslösen.Wie gefährlich sind Milben für den Hund?Einige Milben leben beim Hund ständig auf der Haut, ohne Krankheitserscheinungen zu verursachen. Dazu gehören Demodex-Milben und Staubmilben. Solange hier ein natürliches Gleichgewicht erhalten bleibt, werden diese Milben nicht zu einem Problem. Erst bei einer starken Vermehrung der Haarbalgmilben sind diese für den Hund auch schädlich und lösen Hautreizungen aus.

Futtermittelmilben lösen Allergien mit Juckreiz und Durchfall aus. Chronische Durchfälle entziehen dem Hund wichtige Nährstoffe und die benötigte Flüssigkeit. Er magert ab und ist nur mehr eingeschränkt leistungsfähig. Dadurch wird das Tier auch für andere Erkrankungen anfälliger.

Meist geht ein Befall von Futtermittelmilben auch mit einer chronischen Entzündung des Darms einher, wodurch sich die Darmschleimhaut verdickt. Das Risiko, an einem Darmtumor zu erkranken, ist deutlich erhöht.

Raubmilben und Grabmilben schädigen die Haut und ermöglichen es schädlichen Bakterien, sich auf der Hautoberfläche anzusiedeln. Eitrige Hautentzündungen breiten sich über die gesamte Hautoberfläche aus und führen zu teilweise schweren Sekundärinfektionen, die zusätzlich zu den Milben selbst behandelt werden müssen.

Herbstgrasmilben verursachen unangenehmen Juckreiz und allergische Hautentzündungen. Der Hund verletzt sich durch Kratzen oder benagt seine Extremitäten bis zur Selbstverstümmelung.

Sind Milben für Hunde ansteckend?

Milben werden durch direkten Kontakt mit anderen infizierten Hunden übertragen. Haarbalgmilben können auch direkt beim Saugen auf die Welpen übertragen werden. Räudemilben bei Hunden sind in den meisten Fällen besonders ansteckend. Bei Hunden mit einem geschwächten Immunsystem lösen sie schwere Erkrankungen und einen vollständigen Haarverlust aus.

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Sind Milben auch für Menschen ansteckend?

Herbstgrasmilben, Raubmilben und Haarbalgmilben können auch auf den Menschen übertragen werden. Dies geschieht vor allem durch engen Kontakt mit einem infizierten Tier. Herbstgrasmilben können Menschen auch direkt beim Gehen durch Wiesen befallen.

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Wie erkenne ich, welche Art von Milbe meinen Hund befallen hat?

Abgesehen von den typischen Hautveränderungen, die bei einer tierärztlichen Untersuchung meist rasch erkannt werden, können die Milben auch mit einem Hautgeschabsel nachgewiesen werden.

Raubmilben sind mit freiem Auge sichtbar. Sie wirken wie bewegliche Hautschuppen. Der Nachweis ist mit einem oberflächlichen Hautgeschabsel oder Klebeband möglich, das im Anschluss durch den Tierarzt kontrolliert wird.

Für den Nachweis der Haarbalgmilben muss ein tieferes Hautgeschabsel angefertigt werden, da diese tief im inneren der Haut an den Haarwurzeln sitzen.

Herbstgrasmilben beim Hund sind als kleine rötliche Punkte zwischen den Zehen und in der Umgebung der Lefzen sichtbar. Der starke Juckreiz tritt typischerweise während des Sommers und im Herbst auf.

Bei Ohrmilben scheinen die Ohren der Hunde ständig schmutzig zu sein. Im Gehörgang und auf der Innenseite der Ohrmuschel befinden sich braune, bröckelige Beläge. Durch eine mikroskopische Untersuchung können die Ohrmilben von einer Infektion mit Hefepilzen (Malassezien) unterschieden werden.

Manchmal sind die Milben, die im Gehörgang laufen, mit freiem Auge zu erkennen – allerdings meist nur bei einem sehr schweren Milbenbefall.

Was ist eine effektive Behandlung gegen Milben beim Hund?

Ist ein Befall mit Milben beim Hund diagnostiziert worden, wird dieser mit Bädern, Sprays, Puder oder Spot-on Präparaten behandelt. Eventuell ist es notwendig, dass der Tierarzt bei starkem Juckreiz Kortison in einer Injektion verabreicht.

Durch Auskämmen des Fells mit einem Flohkamm können erwachsenen Milben mit den Hautschuppen ausgekämmt werden.

Die Behandlung muss über mehrere Wochen durchgeführt werden. Vor allem bei Hunden mit langem Fell ist es schwierig, die Milben wieder zu entfernen.

Bei einem Befall mit Ohrmilben wird der äußere Gehörgang gereinigt. Danach wird über einige Tage eine Salbe, die die Milben abtötet, in den Gehörgang eingebracht. Ist die Haut eitrig entzündet, benötigt der Hund zusätzlich zur Milbenbehandlung Antibiotika.

Herbstgrasmilben halten sich nur für einen kurzen Zeitraum auf der Haut des Hundes auf. Durch Abduschen des Fells direkt nach jedem Spaziergang werden die Milben von der Hautoberfläche entfernt.

Da die Milben sehr ansteckend sind, müssen immer auch die Liegeflächen bei hohen Temperaturen gewaschen und desinfiziert werden. Hier finden Sie eine umfassende Anleitung: Bekämpfung von parasitischen Milben bei Hunden und Katzen - ESCCAP- Empfehlung

Wann muss der Hund zum Tierarzt?

Bei dem Auftreten von Hautveränderungen und Juckreiz sollte Ihr Hund immer von einem Tierarzt untersucht werden. Je früher die Behandlung einsetzt, umso geringer sind die möglichen Folgeschäden. Sind die Haarbälge bereits vollständig zerstört und ist die Haut chronisch verdickt, wächst das Fell eventuell nicht mehr nach.

Immer wieder auftretende Verschmutzungen des äußeren Gehörgangs müssen regelmäßig gereinigt werden. Wird ein Befall mit Ohrmilben nicht behandelt, können die Milben das Trommelfell schädigen und sich in das Mittelohr und Innenohr ausbreiten – der Hund wird taub. Außerdem können Ohrmilben Einfluss auf den Gleichgewichtssinns des Hundes haben, der dadurch ebenfalls beeinträchtigt wird.

Ohrenentzündung beim Hund - Milben als Ursache

Wie teuer ist eine Milbenentfernung?

Für die Untersuchung fallen Kosten in der Höhe von 14 bis 30 Euro an. Dazu kommen Kosten für die Untersuchung des Hautgeschabsels in einem Labor (ungefähr 20 - 30 Euro) und die notwendigen Medikamente, die die Milben abtöten (20 - 50 Euro).

Was sind wirkungsvolle Mittel gegen Hunde Milben?

Permethrin und Imidacloprid können zur Bekämpfung der Milben eingesetzt werden. Makrozyklische Lactone (Ivermectin) töten die Parasiten schnell ab. Spot-on Präparate mit Fipronil werden vor allem zum Abtöten von Ohrmilben eingesetzt.

Ein Bad mit einem Shampoo, das Chlorhexidin enthält, hilft, die Milben rascher zu entfernen. Nasenmilben werden mit Spot-on Präparaten, die Selamectin enthalten, abgetötet. Vor jeder Milbenbehandlung sollte die genaue Art der Milben bestimmt werden, damit das geeignete Mittel zum Einsatz kommt.

Gibt es Hausmittel, die gegen Milben wirken?

Durch Waschen der Haut mit Seifenwasser kann die Entfernung der Milben unterstützt werden. Als Seife kann Teerseife oder Moorseife verwendet werden.

Arnica D3 und Lachesis D4 unterstützen die Heilung der Haut. Mit Silicea wird die Bildung neuer Hautzellen unterstützt.

Kokosöl wird zwischen den Fingern verrieben und auf die Haut und das Fell aufgetragen. Dadurch wird die Haut geschmeidiger. Die darin enthaltene Laurinsäure unterstützt das Abtöten der Milben.

Ein Bad mit Lavendel und Rosmarin lindert den störenden Juckreiz und fördert die Heilung der Haut. Apfelessig unterstützt langfristig den Aufbau der natürlichen Hautbarriere.

Kolloidales Silber lindert die oberflächlichen Entzündungen auf der Haut und tötet schädliche Bakterien ab, sodass schwere Hauterkrankungen vermieden werden.

Achten Sie auch darauf, zu gesundem und nährstoffreichem Futter zu greifen, dass das Immunsystem fördert. So kann der Hund besser auf einen Befall mit Milben reagieren. Beispielweise ein artegerechtes Nassfutter oder Bio-Hundefutter.

Was ist eine milbenbedingte Demodikose?

Demodex-Milben leben auf der Haut gesunder Hunde. Kommt es zu einer starken Vermehrung der Haarbalgmilben, bricht eine Demodikose aus. Da eine Neigung zu einer Demodikose vererbt wird, sind einige Rassen für diese Erkrankung besonders anfällig:

Die Demodikose kann in verschiedenen Formen auftreten:

1. Örtliche spontane Demodikose

Die lokalisierte Demodikose ist auf abgegrenzte Bereiche begrenzt. Betroffen sind vor allem junge Hunde. An den runden, haarlosen Stellen ist die Haut gerötet und von Schuppen bedeckt. Bei 90 % der Hunde kommt es zu eines Spontanheilung, die tiermedizinisch unterstützt werden kann.

2. Örtliche iatrogene Demodikose

Wenn dem Hund Kortison injiziert oder als Salbe auf eine bestimmte Hautstelle aufgetragen wird, unterdrückt man das Immunsystem in diesem Bereich des Körpers. Die Milben können sich in der direkten Folge stärker vermehren und die Haare fallen aus. Sobald das Kortison abgebaut ist, heilt die veränderte Hautstelle ab.

3. generalisierte Demodikose

Junghunde mit einem vererbten Defekt des Immunsystems erkranken meist im Alter von 1,5 bis zwei Jahren. Die Haut ist lokal gerötet und schuppt stark, an den betroffenen Stellen fallen die Haare aus. Die Hautveränderungen beginnen am Kopf und breiten sich langsam auf den restlichen Körper und die Extremitäten aus.

Sekundäre bakterielle Infektionen verursachen einen starken Juckreiz und bergen das Risiko für schwere Entzündungen. Breiten sich die Bakterien mit dem Blut im ganzen Körper aus, schwellen die Lymphknoten an. Der Hund hat Fieber, frisst nicht mehr und leidet unter konstanter Schwäche.

Eine generalisierte Demodikose kann auch durch eine Unterdrückung des Immunsystems mit Medikamenten entstehen.

4. Pododemodikose

Die Haut ist vor allem an den Pfoten geschwollen. Jede Berührung der Pfoten ist schmerzhaft. An einer Pododemodikose erkranken vor allem West Highland White Terrier, Bobtails und Doggen.

Welche Demodex-Milben außer Demodex canis können noch eine Demodikose hervorrufen?

Auf der Haut von Hunden parasitieren auch Demodex cornei und Demodex injai. Die Haut ist gerötet und schuppt. Der Hund leidet unter einem deutlichen Juckreiz, der zu konstantem Kratzen führen kann.

Da die Haut versucht, die Schuppenbildung mit einer verstärkten Talgproduktion zu reduzieren, wirkt vor allem der Rücken des Tieres sehr fettig. Meist zeigt auch das Fell Veränderungen und wirkt stumpf und schütter.

Wie schütze ich meinen Hund vor äußeren und inneren Befällen?

Parasiten sind für den Hund nicht nur lästig, sie können auch Erkrankungen verursachen. Um einen Befall mit Milben beim Hund zu vermeiden, werden vom Tierarzt Spot-on Präparate zwischen den Schulterblättern und am Schwanzansatz aufgetragen. Die Präparate schützen den Hund gleichzeitig auch vor Flöhen und Zecken. Alternativ kann man die Vorbeugung auch mit natürlichen Mitteln in Erwägung ziehen.

Um eine Infektion zu vermeiden, sollte kein direkter Kontakt mit erkrankten Hunden bestehen. Hunde, die an der erblichen Form der Demodikose erkrankt sind, müssen von der Zucht ausgeschlossen werden und sollten im akuten Fall einem Tierarzt vorgestellt werden.

Fazit

Milben sind auf der ganzen Welt verbreitet. Obwohl die Parasiten keine Krankheiten übertragen, können die Milben beim Hund unangenehme Folgen haben. Dauernder Verlust des schützenden Haarkleides oder Taubheit sind mögliche Folgen eines andauernden Milbenbefalls.

Da einige der Milben auch für Menschen ansteckend sind, ist es wichtig, einen Befall mit den Parasiten vorbeugend zu bekämpfen. Durch tiergerechtes Futter und Spot-on Präparate oder natürlichen Alternativen kann das Risiko eine Milbenbefalls verringert werden.

Wir Menschen kennen Kamillentee als bewährtes Hausmittel gegen Infektionen, Erkältungen und Bauchschmerzen.

Wir möchten genauer auf die Wirkweise von Kamillentee beim Hund eingehen und Kamillentee als gesundes Hausmittel für die Hundeapotheke vorstellen. Damit der Kamillentee vom Hund gut vertragen wird, gibt es außerdem einiges zu beachten.

Dürfen Hunde Kamillentee trinken?

Darf Ihr Hund Kamillentee trinken? Grundsätzlich wird Kamillentee vom Hund sehr gut vertragen. Manche Tiere mögen das Getränk sehr gern, andere nehmen es dagegen eher zögerlich an.

Grundsätzlich gilt: Wenn der Hund keinen Kamillentee trinken möchte, sollte dennoch ausreichend Frischwasser als Alternative zur Verfügung stehen, damit das Tier nicht zusätzlich zu den vorhandenen Beschwerden zu wenig trinkt.

Kamillentee Hund: Kalt oder warm?

Der Tee sollte für den Hund abgekühlt und bei Zimmertemperatur angeboten werden – auf keinen Fall sollte man gekühlten oder noch heißen Tee für den Hund bereitstellen! Zu kalte Getränke können Bauchschmerzen beim Tier auslösen, während noch heißer Kamillentee unter Umständen Verbrennungen hervorruft. Natürlich sollte man Kamillentee für den Hund auch nicht zuckern.

Bio oder Supermarkt Teebeutel?

Wer dem Hund Kamillentee anbieten möchte, kann dafür wahlweise auf klassische Teebeutel aus dem Supermarkt, getrocknete Blüten aus dem Bio-Markt oder auf frische Kamille zurückgreifen. Die meisten Wirkstoffe enthält natürlich die frische Kamille, die in Deutschland direkt vor unserer Tür wächst.

Echte Kamille wächst dabei vor allem an den Rändern von Feldern, Wiesen und Wegen. Man sollte jedoch davon absehen, Kamille in der Nähe einer vielbefahrenen Straße zu sammeln, da sich sonst Rückstände der Abgase in der Pflanze befinden, die für den Hund schädlich sein können.

Kamillentee für Hunde

Welche Wirkung hat Kamillentee für Hunde?

Kamillentee wird in der Human- und Tiermedizin seit vielen tausend Jahren als praktisches Hausmittel eingesetzt. Das liegt vor allem an den zahlreichen Wirkweisen, die mit echter Kamille einhergehen. Vor allem die entzündungshemmende Wirkung spielt dabei eine tragende Rolle. Diese ist so ausgeprägt, dass Kamille sowohl in Form von Tee als auch für die äußerliche Behandlung von Wunden verwendet wird.

Gleichzeitig gilt Kamille als antibakteriell und krampflösend. Daher eignet sich Kamillentee besonders gut bei Magen-Darm Beschwerden, Zahnfleischentzündungen und Erkältungen. Natürlich gilt dies nicht nur beim Menschen, denn auch bei Hunden kann Kamillentee Linderung gegen zahlreiche Beschwerden erwirken.

Wofür wird Kamillentee bei Hunden verwendet?

An dieser Stelle möchten wir genauer darauf eingehen, warum Kamillentee ein unersetzlicher Helfer in der Hausapotheke ist und wie Sie das praktische Hausmittel gegen unterschiedliche Erkrankungen beim Hund einsetzen können.

Kamillentee gegen Übelkeit, Erbrechen und Durchfall beim Hund

Hauptsächlich wird Kamillentee beim Hund gegen Übelkeit, Erbrechen und Durchfall eingesetzt. Kamillentee lindert aktiv die Krämpfe im Magen-Darm-Trakt, die mit Erkrankungen oder Reizungen der betroffenen Organe einhergehen.

Dafür sorgen vier Wirkstoffe, die in Kamillentee enthalten sind: Apigenin, Flavonoide, Chamazulen und Bisabolol. All diese Inhaltsstoffe in der Kamille lindern die Reizungen in den Organen und wirken Entzündungen entgegen. Damit Kamillentee aktiv gegen Magen-Darm Beschwerden wirken kann, muss natürlich eine innere Anwendung stattfinden. Hier sollte dem Hund Kamillentee als Getränk angeboten werden.

Kamillentee gegen Juckreiz

Ob Sonnenbrand, Parasitenbefall oder eine Hauterkrankung: Juckreiz ist für Hunde eine echte Herausforderung. Wer die Beschwerden lindern möchte, kann die Haut mit leicht gekühltem Kamillentee von außen beträufeln.

Die entzündungshemmende und heilende Wirkung der Kamille pflegt die Haut, versorgt sie mit wichtigen Nährstoffen und unterstützt dadurch den wichtigen Heilprozess. Je nach Ursache für den Juckreiz müssen natürlich auch die Ursachen für die Hauterkrankung beseitigt werden.

Kamillentee gegen wunde Ballen

Insbesondere im Winter leiden viele Hunde unter aufgerissenen, wunden Ballen an den Pfoten. Dies wird durch Streusalz, das auf den Straßen aufgebracht wird, meist noch verstärkt. Auch hier zeigt sich Kamillentee als echtes Wundermittel: Die Füße des Hundes können einfach mehrere Male am Tag in etwas lauwarmen Kamillentee gebadet werden, um Linderung für das Tier zu erreichen.

Je nach Ausprägung der wunden Ballen kann im Anschluss die Pflege mit einer hundeverträglichen Hautcreme notwendig sein. Auch wenn der Hund die Pfoten leckt, ist Kamille ein bewährtes Hausmittel – hier bieten sich ebenfalls regelmäßige „Pfotenbäder“ an, bei denen die Haut an den Pfoten mit Kamille gepflegt wird.

Kamillentee gegen äußerliche Wunden beim Hund

Kamillentee wirkt nicht nur entzündungshemmend, sondern fördert auch aktiv die Wundheilung der Haut. Auf oberflächlichen Wunden, Hautabschürfungen oder bei Hautentzündungen ist daher Kamillentee ein bewährtes Mittel. Die Wunde sollte mehrmals am Tag mit Kamillentee betupft werden, ohne dabei die Haut zusätzlich zu reizen. Alternativ können auch warme oder kalte Kompressen mit Kamillentee hergestellt werden, die man auf der betroffenen Stelle anbringt.

Kamillentee gegen Ohrentzündungen beim Hund

Auch für eine gründliche Reinigung der Ohren ist Kamillentee bestens geeignet. Dabei darf natürlich nicht zu viel der Flüssigkeit in den Gehörgang gelangen, um keine zusätzlichen Beschwerden auszulösen.

Wer Kamillentee gegen Ohrentzündungen beim Hund einsetzen möchte, sollte daher nur einige Tropfen des Tees in das Ohr träufeln. Im Anschluss kann das Ohr leicht massiert werden, sodass sich entzündliche Sekrete durch die Flüssigkeit auflockern und entfernt werden können. Dies erledigt der Hund meist mit Ohrenschütteln von ganz allein.

Sollte eine schwerwiegende Ohrentzündung vorliegen, ist der Gang zum Tierarzt jedoch unerlässlich. Bei Kamillentee gegen Entzündungen der Ohren handelt es sich immer nur um ein Hausmittel, das im Anfangsstadium der Erkrankung oder zur Reinigung der Ohren verwendet werden sollte.

Wie kann man dem Hund Kamillentee verabreichen?

Nicht jeder Hund trinkt gern und freiwillig Kamillentee. Wenn das Tier den Kamillentee nicht von selbst trinken möchte, kann eine etwas mildere Mischung die Lösung sein. Dazu sollte einfach ein Beutel Kamillentee mit ausreichend Wasser aufgekocht werden, um eine eher dünne Tinktur zu erhalten.

Trinkt der Hund dagegen gern Kamillentee, können ruhig mehrere Beutel genutzt werden. Auch die Länge der Ziehzeit, die man dem Tee gibt, ist ausschlaggebend für die Intensität des Geschmacks: Je kürzer ein Teebeutel oder frische Kamille im Wasser aufkocht, desto weniger intensiv ist der Geschmack.

Die Wirkstoffkonzentration dagegen steigt natürlich mit der Intensität des Kamillentees. Wenn der Hund unter starken Magen-Darm-Beschwerden leidet und man eine sanfte Linderung ermöglichen möchte, kann der Kamillentee auch direkt mit einer kleinen Spritze in das Maul des Hundes gegeben werden.

Kamille für Hunde

Einsatzmöglichkeiten

Bei welchen Erkrankungen sollte Kamillentee nicht verwendet werden?

Gekochter Kamillentee, egal ob frisch aus der Blüte gewonnen oder aus Teebeuteln hergestellt, enthält immer kleine Partikel der Kamille. Diese können unter Umständen zu Hautreizungen führen. Insbesondere bei entzündeten Augen sollte daher auf die Verwendung von Kamillentee verzichtet werden, da die feinen Partikel die Reizung der Augen verstärken. Auch das Filtern des Kamillentees beseitigt diese Partikel nicht zu 100 %, sodass die Augen nicht in Kontakt mit dem Tee kommen sollten.

Wenn der Hund bekannte Allergien zu Gräsern oder anderen Gewächsen hat, sollte vorsichtshalber ebenfalls auf Kamillentee verzichtet werden. Eine allergische Reaktion könnte die ursprünglichen Beschwerden unter Umständen verstärken.

Schwere Wunden, anhaltende Magen-Darm-Beschwerden und sich ausbreitende Entzündungen lassen sich mit Kamillentee allein nicht behandeln. Auch hier gilt also: Lieber den Gang zum Tierarzt antreten! Nicht bei allen Erkrankungen sind Hausmittel das beste Mittel der Wahl, sodass eine ausführlichere Behandlung durch den Tierarzt notwendig ist.

Unterschiedliche Kamillentee Varianten

Kamillentee ist in unterschiedlichen Ausführungen erhalten. Man spricht von Teebeuteln, die ganz einfach in kochendes Wasser gehangen werden, um ihre Wirkung zu entfalten, getrockneten Teeblättern aus Kamille, die mit einem Sieb in den Tee gegeben werden oder von frischer Kamille, die selbst gesammelt werden kann.

Aus all diesen Kamille-Arten lässt sich gesunder und wirkungsvoller Kamillentee herstellen. Grundsätzlich gilt: Je frischer die Kamille, desto mehr Wirkstoffe sind noch enthalten. Wer seinem Hund die bestmögliche Pflege zukommen lassen möchte, kann daher entweder zu Bio-Kamillentee aus dem Fachhandel greifen oder sich selbst auf die Suche nach Kamillenblüten begeben, um daraus einen Tee oder Sud herzustellen.

Außerdem unterscheidet man zwischen verschiedenen Kamille-Sorten:

Wer sich dazu entscheidet, frische Kamille für den Hund zu sammeln, sollte daher genau darauf achten, dass es sich entweder um Echte Kamille oder Römische Kamille handelt. Andernfalls ist die Wirkstoffkonzentration mit großer Wahrscheinlichkeit zu gering, um eine wirklich heilende Wirkung hervorzurufen.

Fazit – Kamillentee ist auch für Hunde gesund

Kamillentee ist nicht nur für den Menschen ein bewährtes Heilmittel, sondern kann auch beim Hund ohne Probleme eingesetzt werden. Es gibt viele Krankheitsbilder, die mit Kamillentee gelindert werden können. Da die Heilpflanze kaum über Nebenwirkungen verfügt, kann Kamillentee bedenkenlos gereicht werden. Lediglich Allergien und Unverträglichkeiten können ein Ausschlusskriterium für den Einsatz von Kamillentee beim Hund sein.

Die Gesundheit des Tieres liegt jedem Hundehalter ganz besonders am Herzen. Es wird darauf geachtet, dass sich der Hund ausreichend bewegt, und natürlich greift man beim Hundefutter auch zu den Sorten, die am besten vom Tierarzt empfohlen werden. Der muss ja schließlich wissen, was gut für den Hund ist und ihn gesund hält.

Wird dann noch eine große Marke empfohlen, die auch aus der Werbung bekannt ist, ist das Vertrauen in die Empfehlung gleich noch größer.Hundefutter - Royal Canin

[wpsm_highlight color="red"]Aber was würden Sie sagen, wenn Ihr Tierarzt Ihnen ein Futter empfiehlt, dass eine undruchsichtige Deklaration hat und somit möglicherweise nicht zu den besten gehört? [/wpsm_highlight]

Was sich hier unvorstellbar anhört, ist leider oftmals die Realität. Viele Tierärzte empfehlen dem Hundebesitzer in ihrer Praxis Hundefutter beispielsweise von der Marke Royal Canin - und bei dieser bekannten Marke kann man leider nicht feststellen ob es sich um gutes oder schlechtes Hundefutter handelt.

In diesem Bericht wollen wir Royal Canin bitten eine durchsichtigere Deklaration einzuführen. Den mit der momentanen Deklaration könnte das Futter super gut oder super schlecht sein. Bitte etwas mehr Transparenz für die Verbraucher!

Warum empfehlen Tierärzte dieses Hundefutter?

Hundehalter haben Vertrauen zu ihrem Tierarzt, sonst würden sie wohl eine andere Praxis suchen, um ihren Liebling im Krankheitsfall behandeln zu lassen. In den meisten Fällen ist dieses Vertrauen natürlich auch gerechtfertigt.

Geht es jedoch um Futterempfehlungen vom Tierarzt, sollten Sie diesen grundsätzlich erst einmal kritisch gegenüber stehen und sich im Zweifel lieber noch weitere Meinungen einholen.

Ganz besonders gilt das, wenn der Tierarzt Futter der Marke Royal Canin empfiehlt. Unter diesem Namen werden verschiedene Hundefutter angeboten, die besonders auf die Bedürfnisse bestimmter Hunderassen abgestimmt sein sollen. Zusätzlich gibt es Futter für Welpen und Hunde-Senioren sowie Spezialfutter für Hunde mit gesundheitlichen Problemen oder Unverträglichkeiten.

Was sich im ersten Moment gut und sinnvoll anhört, ist durch die nur grobe Deklaration nicht nachvollziehbar. Doch warum wird dieses Futter dann von Tierärzten empfohlen?

Das liegt unserer Theorie nach daran, dass Royal Canin einen sehr guten Vertrieb hat, der die Tierarzt-Praxen wohl regelmäßig besucht, Neuerungen vorstellt und mit Informationen versorgt. Und wird ein Produkt gut verkauft, nehmen es Tierärzte auch gern ins Sortiment auf und verkaufen es dann an die Kunden mit Gewinn weiter.

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Auch für die Tierärzte ist wegen der Deklaration nicht ersichtlich ob hochwertige Teile des Fleisches (oder überhaupt Fleisch) im Futter enthalten ist oder nicht.
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Was finden wir so schlecht an Royal Canin?

Ob ein Hundefutter hochwertig ist oder auch nicht, erkennen Sie nicht unbedingt am Bekanntheitsgrad oder am Preis. Schon seit Jahren ist bekannt, dass teilweise günstige Hundefutter die teuren und bekannten Marken in Sachen Qualität bei weitem übertreffen.

Um also wirklich eine Aussage über die Wertigkeit des Hundefutters zu treffen, empfiehlt es sich, die Inhaltsangaben auf der Rückseite genau zu studieren. Dort verstecken sich die Hinweise auf die Qualität, auch wenn sie für Ungeübte nur schwer zu erkennen sind.

Grundsätzlich sollte jedem Hundehalter bewusst sein, dass Hunde vor allem Fleisch brauchen, um gesund und artgerecht ernährt zu werden. Dazu sind natürlich auch Vitamine und Mineralien notwendig und ein gewisser Anteil an Fett sollte auch im Futter enthalten sein. Was allerdings unserer Meinung nach nicht ins Hundefutter gehört, sind Füllstoffe, Konservierungsstoffe und Geschmacksverstärker.

Zusammensetzung bei Royal Canin

Schauen Sie sich die Zusammensetzung verschiedener Sorten von Royal Canin Hundefutter einmal genauer an, finden Sie aber genau diese Dinge im Futter, die da nichts zu suchen haben - dafür enthält es im Umkehrschluss aber auch eventuell nur wenig oder gar kein Fleisch. Mit Futtermehlen (Getreide) soll der Hund gesättigt werden, obwohl Getreide auf dem natürlichen Speiseplan des Hundes nur eine geringe Rolle spielt und deshalb, wenn überhaupt, nur in geringen Mengen im Futter vorkommen sollte.

Dazu enthält Royal Canin Hundefutter auch weitere Zusätze wie Rübentrockenschnitzel, welche im Endeffekt süß sind und als natürliche Geschmacksverstärker wirken können. Künstliche Konservierungsstoffe sind bedauerlicherweise auch oftmals enthalten.

Viele Hundehalter wissen inzwischen, dass viel beworbene Marken, insbesondere Chappie, Frolic und Pedigree eine Deklaration haben, aus der man nicht schließen kann ob das Futter gut oder weniger gut ist. Sie gehören genau wie Royal Canin zur Mars GmbH - also die Hersteller von Mars, Snickers, etc.

Liebe Mars GmbH - wir wünschen uns eine genauere Futterdeklaration für eine bessere Transparenz. Ja, ihr müsst das nicht machen, den ihr bewegt euch selbstverständlich im gesetzlichen Rahmen, aber es wäre dennoch wünschenswert!


Royal Canin Inhaltsstoffe Beispiel (Trockenfutter)

Um das ganze zu veranschaulichen, nehmen wir das Futter Royal Canin Boxer Adult als Beispiel (hier könnte hypothetisch kein Fleisch enthalten sein) - dabei gehen wir nun Zutat für Zutat durch:

Reis = Der Hauptbestandteil des Futters ist Reis, und somit kein Fleisch
Tierfett = Fett das von jedem Tier stammen könnte. Muss kein Fleisch sein!
Geflügelprotein (getrocknet) = Dies kann eine Mischung aus Geflügelschlachtnebenprodukten wie Klauen, Schnäbel oder Federn sein. Muss kein Fleisch sein!
Mais = Füllstoff, welcher den Hund sättigt. Getreide.
Pflanzenproteinisolat = In der Regel auch wieder Getreide
Schweineprotein (getrocknet) = Wie beim Geflügelprotein eventuell Nebenerzeugnisse. Muss kein Fleisch sein!
Tierisches Eiweiß (hydrolysiert) = Nicht genau definiertes Eiweiß von einem Tier. Muss kein Fleisch sein!
Mineralstoffe = Was nützliches in diesem Futter
Lignozellulose = Ein anderer Begriff für Holzcellulose - oder auf Deutsch: Zucker
Rübentrockenschnitzel = Wie Zucker (Geschmacksverstärker) - auch gut für die Verdauung
Sojaöl = Proteinquelle der minderwertigen Art
Fischöl = Wichtige Fettsäuren, also neben den Mineralstoffen etwas Gutes
usw. es folgen noch ein paar weitere Zutaten die teilweise ihre Daseinsberechtigung haben, jedoch nicht den Hauptbestandteil des Futters ausmachen.
Natürlich noch künstliche Konservierungsstoffe, die in einem hochwertigen Hundefutter nichts zu suchen haben.

Die meisten Sorten von Royal Canin enthalten ungefähr die selben Inhaltsstoffe. Oftmals sind sogar noch weitere Füllstoffe wie Weizenfuttermehl, Maisfuttermehl oder einfach nur Weizen in der Hundenahrung vorzufinden. Mit etwas Glück ist Schweinefleisch dabei - irgendwo an der 5. oder 6. Stelle und somit in einem recht geringen Anteil enthalten.
Die Deklaration hält vollkommen offen, ob oder wieviel hochwertiges Fleisch enthalten ist.


Gegenbeispiel: Wolfsblut Trockenfutter

Wir haben Wolfsblut Dark Forest bereits getestet und möchten dieses Hundefutter gerne mit Royal Canin vergleichen:

Süßkartoffel 39% = Kohlenhydrate - Gemüse
Wildfleisch 35% = Definitiv Fleisch!
Kichererbsen = Kohlenhydrate
Lammfett = Fett - Tierquelle angegeben
Lammjus = Lamm "soße" nicht genauer definiert - könnte Geschmacksverstärker enthalten
Mineralstoffe = wichtig
usw. auch hier folgen noch weitere Zutaten wie Tomaten, Kräuter, Beeren, etc..

Es ist nun nicht das "beste" Trockenfutter, jedoch kann man durch die Deklaration eindeutig erkennen, dass Fleisch enthalten ist. Bitte schauen Sie sich den Testbericht zum Wolfsblut Dark Forest an, darin erklären wir weitere Fallstricke beim deuten der Deklaration. Wie in jedem Trockenfutter sind auch hier Konservierungsstoffe enthalten.


Hochwertiges Nassfutter: Anifit Gockels Duett

Hier noch ein Beispiel, wie eine gute Deklaration aussehen kann. Das Anifit Nassfutter riecht nicht nach Hundefutter, sondern nach vollwertigen Fleisch, wie man es von der Theke im Supermarkt kennt. Sorte Gockels Duett:

77% Hühnermuskelfleisch  = 77% Fleisch
17% Hühnerleber 
= 17 % Leber
5% Kartoffel 
= Kohlenhydrate
1% Zichorie, Dill, Hagebutte, Kalzium, Salz

Summe = 100% !

Ein Fleischanteil von 94 % und nur Inhaltsstoffe mit Nutzen für den Hund. Keine Füllstoffe, keine Geschmacksverstärker, keine Konservierungsstoffe oder sonstige künstliche Zusatzstoffe.

Wichtig: Laut Hersteller ist das Futter für alle Hunde geeignet (egal welches Alter oder Rasse), jedoch muss das Futter mit Flocken auf die Bedürfnisse des einzelnen Hundes zurecht gemixt werden. So können alle Hunde von der Herstellung in Schweden profitieren (keine Massentierhaltung oder permanente Antibiotika Gabe an die Schlachttiere).
Beispiel: Welpen oder große Hunde brauchen mehr Kohlenhydrate in Ihrer Ernährung als nur 5%. Daher wird das Anifit für diese Hunde mit Flocken gemischt.


Gutes Hundefutter braucht nicht viele Zutaten

Möchten Sie Ihrem Hund Gutes tun und ihn gesund ernähren, gibt es viele Möglichkeiten. Inzwischen gibt es viele Hersteller, die Hundefutter in Bio-Qualität anbieten oder zumindest darauf achten, dass der Fleischanteil hoch und der Anteil an Nebenerzeugnissen gering ist.

Lassen Sie die Finger von den Sorten, an denen der Punkt "Tierische Nebenerzeugnisse" ganz oben auf der Zutatenliste steht und achten sie stattdessen auf gesunde Fette und Öle und natürlich darf auch Obst und Gemüse mit dabei sein. Rübentrockenschnitzel und ähnliches haben jedoch in einem Futter nichts zu suchen. Gutes Futter erkennen Sie zudem an einer durchsichtigen Deklaration mit vielen Prozentangaben.

Immer mehr Hundehalter gehen inzwischen auch zur Rohfütterung, genannt BARF (Bones And Raw Foods - Knochen und rohes Futter) über. Tierärzte stehen dem meist skeptisch gegenüber und haben Bedenken, dass dem Hund damit alles zugeführt wird, was sein Körper braucht. Informiert man sich jedoch richtig über diese Art der Fütterung und hält sich an Empfehlungen von Hunde-Ernährungsberatern, kommt es nicht zu Mangelerscheinungen.

Fazit

Egal, ob Sie sich schlussendlich für ein Fertigfutter mit hochwertigen Zutaten oder die Rohfütterung entscheiden: Tun Sie Ihrem Hund den Gefallen und folgen Sie nicht blind den Empfehlungen des Tierarztes. Und überdenken Sie eventuell auch die Tierarztwahl, wenn dieser felsenfest von Dingen überzeugt ist, wo die Deklaration zu schwammig ist um zu erkennen, ob das Futter wirklich hochwertig ist oder nicht.

Wir weisen darauf hin: Ihr Hund kann sein Leben lang Royal Canin gut vertragen ohne irgendwelcher gesundheitlicher Nachteile. Jedoch lässt sich aus der Deklaration nicht einwandfrei erschließen, ob es sich um Schlachtabfälle und Nebenprodukte oder um Fleisch handelt.

Langsam kehrt das altbekannte Wissen wieder in unsere Mitte zurück und Naturheilmittel erfreuen sich immer größerer Beliebtheit – so auch das Hanföl, das inzwischen auch von Hundebesitzern gern eingesetzt wird, um den Vierbeiner mit wichtigen Nährstoffen zu versorgen. Erfahren Sie mehr über die positiven Eigenschaften von Hanföl und warum Sie es Ihrem Hund geben sollten.

Hanföl für Hunde

Hanföl Hund – die Ursprünge der Pflanze

Menschen setzen schon seit hunderten von Jahren auf die wertvolle Pflanze Hanf und nutzen deren wertvolle Fasern, um Kleidung und andere Textilstoffe herzustellen. Auch die beeindruckende Heilwirkung der Pflanze war lange Zeit bekannt, ehe sie in den letzten Jahren immer mehr in Vergessenheit geriet, was natürlich auch an der Verwendung von Hanf als Droge lag.

Da die Hanfpflanze uns Menschen schon seit hunderten von Jahren begleitet, ist der genaue Ursprung kaum mehr auszumachen. Wilde Formen von Hanf findet man heute in abgelegenen Gebieten in China, Russland und der Mongoleikultiviert wird die Pflanze jedoch in zahlreichen Kulturen, von Europa bis Asien.

Lange Zeit war Hanf für unser Überleben essentiell, wurde daraus doch ein Großteil aller Kleidungsstücke hergestellt. Vor allem in der Schifffahrt konnte sich die Hanfpflanze durchsetzen, denn hier nutzte man das besonders belastbare Fasermaterial für Segel und Seile.

Auch heute nutzt man Hanf noch immer für die Herstellung von Kleidung, auch wenn synthetische Fasern und Baumwolle den Bedarf deutlich eingeschränkt haben. Auch die strengen Auflagen, die für den Anbau von Nutzhanf erfüllt werden müssen, um die Herstellung von Rauschmitteln ausschließen zu können, sind ein Grund für den stetigen Rückgang der Pflanze.

Dennoch ist die heilende Wirkung von Hanföl unumstritten, sodass sich vor allem in den letzten Jahren der Ruf der Pflanze deutlich verbessern konnte.

Hanföl für Hunde im Test

Inhaltsstoffe – was das Öl für Hunde so besonders macht

Hanföl für Hunde unterscheidet sich natürlich nicht vom klassischen Hanföl für Menschen – lediglich die benötigte Menge macht den Unterschied. Dementsprechend verfügt Hanföl für Hunde natürlich über identische Nährwerte und Fette, die gleichzeitig auch die fantastische Wirkweise ausmachen.

Besonders nennenswert ist der hohe Bestandteil ungesättigter Fettsäuren, der in Hanföl bei ca. 80 % liegt. Ungesättigte Fettsäuren unterstützen den natürlichen Stoffwechsel der Tiere und sorgen für eine optimale Versorgung mit gesunden Fetten, die keine negativen Begleiterscheinungen oder gar Krankheiten auslösen – und sind somit essentieller Bestandteil der Ernährung.

Vorteile ungesättigter Fettsäuren:

Ein großer Teil dieser ungesättigten Fettsäuren sind zudem die besonders wertvollen Omega-6-Fettsäuren, die in zahlreichen Funktionen des Körpers benötigt werden und diesen förmlich „am Laufen halten“.

Da der Körper des Hundes nicht dazu im Stande ist, diese Form der Fettsäuren selbst zu bilden, ist es essentiell, Omega-6-Fettsäuren über die Ernährung zuzuführen.

Der hohe Anteil an Gamma-Linolensäure ist ebenfalls nennenswert, wenn es um die positiven Eigenschaften von Hanföl für Hunde geht. Diese langkettige Omega-6-Fettsäure unterstützt maßgeblich den natürlichen Hydrolipidfilm der Haut und ist für eine gesunde Hautstruktur unerlässlich.

CBD Hanföl für Hunde

Neben herkömmlichem Hanföl steht auch CBD Hanföl zur Verfügung, das wiederrum ausschließlich aus der weiblichen Pflanze gewonnen wird und damit die heilenden Wirkstoffe enthält, die Hanf so besonders machen. CBD-Öl für Hunde gilt als entkrampfend, angstlösend und entzündungshemmend und eignet sich zur Behandlung zahlreicher Krankheiten, u. a. Epilepsie oder Magen-Darm-Erkrankungen.

Auf die Inhaltsstoffe und Wirkweisen von CBD-Öl sind wir in unserem Beitrag zu Beruhigungsmitteln für Hunde schon näher eingegangen, sodass wir uns hier primär dem herkömmlichen Hanföl widmen möchten.

Wenn die Ernährung des Hundes mit Hanföl unterstütz wird, geht dies mit zahlreichen positiven Eigenschaften einher. Insbesondere beim Barfen ist die Zugabe hochwertiger, ungesättigter Fettsäuren wichtig für eine perfekte Nährstoffversorgung, aber auch in schlechten herkömmlichen Futtermitteln kommen oft zu wenig gesunde Fettsäuren vor, sodass diese zugefüttert werden können. Insbesondere bei Trockenfutter.

Ein stärkeres Immunsystem durch Hanföl für den Hund

Die ungesättigten Fettsäuren im Hanföl für Hunde regen die natürlichen Prozesse des Körpers an und unterstützen verschiedenste Organe bei ihrer täglichen Arbeit.

Da der Körper nicht dazu im Stande ist, ungesättigte Fettsäuren selbst herzustellen, müssen diese über die Ernährung zugeführt werden, damit das Immunsystem intakt bleibt und auch weiterhin Krankheiten abwehren oder bekämpfen kann.

Ist Hanföl für Hunde gut?

Ein gesundes Fell dank Hanföl

Auch auf das Erscheinungsbild des Fells hat Hanföl einen großen Einfluss. Dabei sorgt es nicht nur für eine dichtere, strukturiertere und gesündere Struktur der einzelnen Haare, sondern auch für eine leichtere Kämmbarkeit. Für diesen Effekt reicht die Gabe von Hanföl über die tägliche Hundenahrung, eine zusätzliche Fellpflege muss damit nicht betrieben werden. Eine gute Hundenahrung finden Sie in unseren Tests.

Um Entzündungsreaktionen und Hautkrankheiten vorzubeugen

Hanföl wirkt entzündungshemmend, sodass es sich auch hervorragend eignet, um verschiedene Entzündungsprozesse zu verhindern oder zu behandeln. Insbesondere bei Hautkrankheiten, Ekzemen oder anderen Hautproblemen hat sich die Anwendung von Hanföl bewiesen.

Durch die Zufuhr der ungesättigten Fettsäuren kann die Haut ihren natürlichen Schutzfilm aufrecht erhalten und ist eigenständig dazu in der Lage, gegen eventuelle Hautkrankheiten anzugehen.

Im Kampf gegen Allergien – Hanföl als natürliche Stärkung

Hanföl ist dazu in der Lage, das natürliche Abwehrsystem des Hundes zu stärken und hilft damit auch aktiv gegen Allergien und Unverträglichkeiten. Wenn das Tier bereits darunter zu leiden hat, können die Symptome auf diese Weise gelindert werden.

Wirkt Hanföl berauschend auf den Hund?

Natürlich handelt es sich beim Hanföl nicht um ein berauschendes Mittel, denn für die Herstellung von Hanföl greift man nicht auf die Blüten der Pflanze zurück, sondern verwendet ausschließlich den ebenfalls sehr wertvollen Samen.

Negative Eigenschaften –Nebenwirkung bei der Anwendung von Hanföl beim Hund

Hanföl gilt als ausgesprochen gut verträglich, da es sich um ein vollkommen natürliches Produkt handelt. Wichtig ist es jedoch, auf kaltgepresstes Hanföl für Hunde zu setzen, damit keine chemischen Inhaltsstoffe enthalten sind.

Wer neu mit der Anwendung von Hanföl beginnen möchte, sollte dies jedoch in kleinen Schritten tun, um den Hund an das Hanföl zu gewöhnen. Dabei ist es wichtig, auf die Dosierungsangaben zu achten – andernfalls kann es vorkommen, dass der Hund mit dünnerem Stuhl oder sogar Durchfall und Erbrechen reagiert.

Weitere Ausschlusskriterien für die Anwendung von Hanföl sind nicht bekannt. Auch alte Tiere oder kranke Hunde können mit Hanföl therapiert werden, ohne Nebenwirkungen befürchten zu müssen.

Hanföl kann zusätzlich zum Futter zugegeben oder direkt auf die Haut bzw. das Fell aufgetragen werden. Bei der inneren Anwendung unterstützt Hanföl von innen heraus mit den wertvollen Fettsäuren den natürlichen Stoffwechsel und das Immunsystem des Hundes, sodass das Tier im Gesamten vitaler, fitter und gesünder ist. Auch ist Hanföl wichtig, um die Hautgesundheit langfristig aufrecht zu erhalten – auch hier genügt eine innere Anwendung vollständig.

Aber auch äußerlich kann eine Wirkung verzeichnet werden, wenn das Hanföl direkt auf die Haut aufgetragen wird. Hier sorgen die hochwertigen Fettsäuren für eine optimale Feuchtigkeitsversorgung der Haut und helfen aktiv gegen Entzündungen oder Ekzeme. Auch Hautausschlag oder andere Hauterkrankungen können mit Hanföl für Hunde gelindert werden. Dazu genügt es oft schon, wenige Tropfen Hanföl auf die gewünschte Stelle aufzutragen – die Nährstoffe dringen sofort in die Haut ein und wirken dort von innen heraus.

Dosierung von Hanföl für Hunde

Hanföl für Hunde sollte zu Beginn der Anwendung sehr sparsam dosiert werden, damit der Magen-Darm-Trakt sich an die Umstellung gewöhnen kann. Daher ist es wichtig, zunächst mit einer kleinen Menge Hanföl zu starten, ehe man sich langsam der Dosierungsempfehlung nähert. So kann Durchfall und Erbrechen aktiv verhindert werden.

Die grundsätzliche Dosierungsempfehlung lässt sich ganz einfach anhand des Gewichts errechnen. Eine tägliche Anwendung von Hanföl ist nicht notwendig, oft genügt die Dosierung schon an einem Tag pro Woche, damit der Hund optimal versorgt ist.

Die benötigte Menge Hanföl wird in ml angegeben. Als Richtwert kann vermerkt werden, dass ein Teelöffel ca. 5 ml Hanföl umfasst.

Im Krankheitsfall sollte die Dosierung zusätzlich mit dem Tierarzt oder Tierheilpraktiker abgesprochen werden

CBD Öl Hund

Primär wird Hanföl über die Nahrung verabreicht, was sich aufgrund der beinahe geschmacklosen Form als äußerst einfach erweist: Die benötigte Menge wird dazu einfach über das Futter gegeben und ganz einfach über die Nahrung aufgenommen.

Alternativ kann Hanföl auch äußerlich angewendet werden. Dies ist besondere bei Hautproblemen empfehlenswert, damit das Hanföl direkt an der benötigten Stelle wirken kann. Vor allem entzündete Hautregionen, schuppige Haut oder rissige Stellen lassen sich effektiv mit Hanföl behandeln und unmittelbar nach der Anwendung lindern, aber auch Hautausschläge oder Ekzeme werden besser, wenn man sie mit Hanföl behandelt.

Hier genügen oft schon wenige Tropfen, die auf die betroffenen Hautstellen geträufelt und leicht einmassiert werden. Akut führt dies zu einem feuchteren, flexibleren Gewebe, was die Heilung unterstützt, während langfristig der natürliche Schutzfilm der Haut wiederaufgebaut werden kann und Erkrankungen vom Körper selbst abgewehrt werden.

Haltbarkeit und Lagerung des Hanföls für Hunde

Wenn es um die Wirksamkeit von Hanföl geht, gelten die Einflüsse von Luft- und Licht als Hauptgrund für eine verkürzte Haltbarkeit. Wichtig ist es daher, Hanföl möglichst dunkel und kühl zu lagern. Noch vollständig verschlossen ist Hanföl für ca. 12 Monate haltbar, sofern es optimalen Lagerungsbedingungen unterliegt – andernfalls kann es nicht nur zu einer verminderten Wirkweise, sondern auch zu farblichen Veränderungen oder einer veränderten Konsistenz kommen.

Sobald Hanföl jedoch einmal mit Sauerstoff in Berührung kam, verkürzt sich die Haltbarkeit markant. Das Öl sollte nach dem Öffnen innerhalb weniger Wochen verbraucht werden, da es sonst ranzig wird und gänzlich seine Wirkung verliert. Um die Haltbarkeit zu verbessern, sollten Sie nach der Anwendung von Hanföl das Behältnis wieder fest verschließen und an einem dunklen, kühlen Ort lagern.

Beim Kauf von Hanföl ist es daher auch ratsam, auf dunkel eingefärbte Glasbehältnisse zurückzugreifen, da auch hierdurch die Haltbarkeit verlängert werden kann.

Was beim Kauf von Hanföl für Hunde beachten?

Damit die herausragende Wirkung von Hanföl gewährleistet ist, sollte ausschließlich zu kaltgepresstem Hanföl aus Europa gegriffen werden. Hier sind die Produktionsbedingungen besonders streng, sodass eine gute Qualität gewährleistet werden kann.

Die beste Nährstoffkonzentration findet sich natürlich in Bio Hanföl für Hunde, das zwar etwas teurer, aber auch deutlich wirksamer ist – hier finden sich auch keine chemischen Zusatzstoffe, die die Wirkweise beeinflussen könnten.

Wie hochwertiges Hanföl erkennen?

Hochwertiges Hanföl lässt sich an einer grün-gelblichen Farbe und einem grasähnlichen Geschmack erkennen. Zusätzlich sollte darauf geachtet werden, dass sich das Hanföl in einer Glasflasche befindet, damit eine Verunreinigung durch Plastikrückstände vermieden werden kann. Im besten Fall greift man zu Hanföl in einer dunkel eingefärbten Glasflasche, damit die lange Haltbarkeit gewährleistet wird.

5 Fakten zum Hanföl – das fantastische Wundermittel auf einen Blick:

Wie der Mensch hat auch jeder Hund einen gewissen Eigengeruch, der jedoch meist nur bei sehr nahem Kontakt wahrgenommen wird. Die meisten Hunde stinken demnach nicht. Dennoch gibt es Situationen, in denen der Hundegeruch unangenehm und penetrant wird. Dies ist auf unterschiedliche Faktoren zurückzuführen, auf die wir in diesem Ratgeber genauer eingehen möchten.

Neben alltäglichen Ursachen für Hundegeruch, wie beispielsweise Feuchtigkeit, können auch medizinische Gründe den unangenehmen Geruch bei Hunden auslösen. Neben einem strengen Körpergeruch kommt auch unangenehmer Geruch aus dem Maul in Frage, der meist andere Ursachen hat.

Wir möchten auf die unterschiedlichen Auslöser aufzählen, die dafür sorgen, dass ein Hund schlecht riecht – und auch gleichzeitig mögliche Lösungswege mit an die Hand geben.

Harmlose Ursachen, wenn der Hund unangenehm riecht

In den meisten Fällen stecken hinter unangenehmem Körpergeruch beim Hund sehr harmlose Auslöser, die sich mit wenig Mühe wieder beseitigen lassen. Dabei handelt es sich vor allem um einen oberflächlichen Körpergeruch, der nichts mit der generellen Gesundheit des Tieres zu tun hat.

Nasses Fell

Wer schon einmal den Geruch eines nassen Hundes wahrgenommen hat, weiß genau, dass das Tier meist eher unangenehm riecht. Insbesondere wenn der Vierbeiner in einen dreckigen See oder durch Pfützen gesprungen ist, ist der Körpergeruch besonders intensiv.

Nasses Fell fängt vor allem in Kombination mit Raumwärme an zu riechen, da durch das Zusammenspiel von Feuchtigkeit und Wärme die Talgproduktion der Haut angeregt wird.

Wer seinen Hund nach dem Baden gründlich abtrocknet, kann den unangenehmen Körpergeruch des Vierbeiners jedoch auf ein Minimum reduzieren. Dafür sollte man auf besonders saugstarke Handtücher zurückgreifen, die größere Mengen Wasser absorbieren können. Bei Hunden mit langem Haar kann es unter Umständen sogar notwendig sein, zum Fön zu greifen.

Ursachen für das Stinken des Hundes

Unsaubere Liegeplätze

So schön ein modernes Hundebett auch optisch in der Wohnung wirken mag – es kommt vor allem auf die Funktion an. Beim Kauf von Hundebetten sollte unbedingt darauf geachtet werden, dass die Unterlagen auch bei hohen Temperaturen waschbar sind.

Die Haut von Hunden produziert deutlich mehr Talg als menschliche Haut, sodass Hundedecken und Hundebetten rasch anfangen, leicht zu müffeln. Auch alte Haare tragen dazu natürlich ihren Teil bei – ebenso wie kleine Missgeschicke, die vor allem im Welpen- und Rentenalter keine Seltenheit sind. Wenn der eigene Hund stinkt, sollte daher auch eine gründliche Reinigung des Schlafplatzes auf dem Plan stehen.

Schmutziges Fell

Ebenfalls einer der Hauptauslöser für störenden Hundegeruch ist das Fell selbst, das aufgrund unterschiedlichster Faktoren einen unangenehmen Geruch entwickeln kann. Auch hier spielt wieder die enorme Talgproduktion der Hundehaut eine wichtige Rolle: Je mehr Talg vom Körper produziert wird, desto intensiver der Hundegeruch.

Den Hund baden

Zwar scheint ein Bad mit Hundeshampoo hier eine willkommene Lösung zu sein, allerdings ist von einem Übermaß an Hygiene eher abzuraten. Tatsächlich führt bei Hunden das Baden zu einer noch stärkeren Talgproduktion, die wiederrum einen intensiveren Körpergeruch begünstigt.

Wer sich dennoch dazu entschließt, den Hund regelmäßig zu baden, sollte unbedingt ein spezielles Hundeshampoo verwenden, dessen pH-Wert genau auf die Anforderungen der Hundehaut abgestimmt ist.

Den Hund bürsten

Ein weiterer Tipp, um unangenehmen Hundegeruch zu verhindern: Regelmäßig bürsten. Wenn die alten Haare aus dem Fell entfernt werden, reduziert sich automatisch auch die Belastung der Haut – der Hund stinkt merklich weniger.

Insbesondere langhaarige Hunde leiden unter Verfilzungen, die vor allem in der Unterwolle zu finden sind. Die unmittelbare Nähe zur Haut sorgt dafür, dass die Haut gereizt wird, was wiederrum die Talgproduktion anregt. Aber auch die mangelnde Luftzufuhr unter den verfilzten Haaransammlungen trägt zum unangenehmen Geruch des Hundes bei.

Hund stinkt

Wälzen in Kot

Für manche Hunde ist es eine große Leidenschaft, sich in den Hinterlassenschaften anderer Tiere oder sogar von Menschen zu wälzen. Hunde, die sich gern im Kot anderer Lebewesen wälzen, stinken schon ganz automatisch.

Mit einer guten Erziehung kann dieser Drang einigermaßen in den Griff bekommen werden, sollte aber dennoch ein Missgeschick passieren, sollte der Hund im Anschluss gründlich gebadet werden. Auch hier gilt natürlich wieder: Ausschließlich Hundeshampoo verwenden, dass auf den pH-Wert der tierischen Haut abgestimmt ist, um zusätzliche Reizungen zu vermeiden!

Sollte der Geruch nicht vollständig aus dem Fell zu waschen sein, kann der Hund im Anschluss auch mit etwas hautfreundlichem Kokosöl eingerieben werden, das nicht nur den süßen Duft von Kokos verteilt, sondern auch gleichzeitig pflegend auf das Fell einwirkt.

Schlechte Zähne

Schlechte Zähne oder verbliebene Futterreste in den Zahnzwischenräumen können ebenfalls einen starken Gestank auslösen. Auf den ersten Blick scheint es zwar so, als käme der Geruch vom gesamten Tier, allerdings lässt sich meist recht schnell der Zahnapparat als Ursache für den unangenehmen Geruch identifizieren.

Hier sollte eine umfangreiche Zahnreinigung auf dem Plan stehen: Mit speziellen Hundezahnbürsten und Hundezahncremes lässt sich das Gebiss des Tieres gründlich reinigen. Grobe Futterreste können auch meist schon mit der Hand entfernt werden.

Sollte der unangenehme Geruch aus dem Maul des Hundes jedoch von Zahnstein oder Zahnfleischentzündungen herrühren, sollte ein Termin beim Tierarzt in Betracht gezogen werden.

Hund stinkt - Zähneputzen

Schmutzige Ohren

Stark verschmutzte Ohren führen beim Hund nicht nur zu einem sehr unangenehmen und penetranten Geruch, sondern begünstigen auch schwerwiegende Ohrinfektionen, die sich langsam ins Innere des Ohrs vorarbeiten.

Es ist daher wichtig, dem Hund regelmäßig die Ohren zu putzen. Dafür sollten allerdings auf keinen Fall die Hilfsmittel verwendet werden, die wir für unsere eigenen Ohren nutzen (zum Beispiel Wattestäbchen) – reinigen Sie die Ohren des Vierbeiners stattdessen vorsichtig mit einem Taschentuch, das über den Zeigefinger gestülpt und über die Innenseite des Ohres gerieben wird. Für Hunde, die unter starken Verschmutzungen im Ohr leiden und rasch neue Ablagerungen bilden, gibt es auch spezielle Ohrreiniger, die oft auch freiverkäuflich erhältlich sind.

Gesundheitliche Ursachen, wenn der Hund stinkt

Neben den harmlosen Gründen, die dafür sorgen können, dass der Hund stinkt, kommen auch medizinische Auslöser in Frage, die oft nur mithilfe des Tierarztes behandelt werden können. Wir möchten Ihnen an dieser Stelle genauer auflisten, welche Ursachen hinter einem unangenehmen Körpergeruch bei Hunden stecken können:

Analdrüsenentzündung

Der wohl häufigste, medizinische Grund für unangenehmen Geruch beim Hund ist die sogenannte Analdrüsenentzündung. Die Analdrüsen dienen der Absonderung eines bestimmten Sekretes, das zum Markieren des Reviers benötigt wird. Mit jedem Stuhlgang scheidet der Hund auch das Analdrüsensekret aus.

Kommt es hier zu einer Verstopfung der Drüsen, kann daraus eine Analdrüsenentzündung entstehen, bei der das Sekret nicht mehr richtig abläuft und einen fauligen Geruch auslöst. Oft geht eine Analdrüsenentzündung mit starkem Juckreiz am Po einher.

Die meisten Tiere, die unter einer Analdrüsenentzündung leiden, rutschen mit ihrem Hinterteil über den Boden, um das Sekret absondern zu können – was meist nur bedingt gelingt.

Wenn der Vierbeiner diese Symptome zeigt, sollte man umgehend einen Tierarzt aufsuchen, da der ständige Juckreiz für das Tier sehr belastend ist. Mit leichten Medikamenten lässt sich eine Analdrüsenentzündung gut in den Griff kriegen.

Nicht immer muss aber wirklich eine Entzündung der Analdrüsen vorliegen, um den unangenehmen Geruch zu verbreiten. Insbesondere bei langhaarigen Hunden passiert es, dass das Analdrüsensekret zum Teil im Fell hängen bleibt, wenn der Hund sich erleichtert. Damit der Vierbeiner nicht nach jedem Stuhlgang gereinigt werden muss, ist unter Umständen eine Kürzung des Fells an den betroffenen Stellen ratsam.

Hautinfektionen

Wenn der gesamte Hund stinkt, kann dies auch auf eine Infektion der Haut zurückzuführen sein. Hier kommen viele Auslöser in Frage: Allergien, Parasiten, Pilze oder eine bakterielle Infektion. Die wohl häufigste Ursache dabei liegt in Futtermittelallergien, bei der die Haut besonders viele Hautsekrete bildet, die den Geruch des Tieres deutlich verändern.

Aber auch Verletzungen, die nicht von selbst verheilen und anfangen zu eitern, sind ein möglicher Auslöser für unangenehmen Körpergeruch beim Hund. Wenn Sie feststellen, dass sich der Geruch der Haut des Hundes zum Negativen verändert, sollte daher immer ein Besuch beim Tierarzt angesetzt werden.

Die Ursachen sind vielfältig und sollten vor allem dann genauer erforscht werden, wenn noch weitere Symptome wie Probleme mit dem Magen-Darm-Trakt oder Juckreiz dazukommen.

 

Hund stinkt - Magen-Darm-Erkrankungen

Magen-Darm-Erkrankungen

Dauerhaft eine minderwertige oder falsche Ernährung kann ebenso zu Magen-Darm-Erkrankungen führen wie akute Situationen, in denen der Hund etwas gefressen hat, was ihm nicht bekommt.

Auch ein Befall mit Würmern oder anderen Parasiten kann das natürliche Gleichgewicht des Verdauungsapparates negativ beeinflussen. Unter Umständen liegt sogar eine Futtermittelunverträglichkeit bei Hunden oder Allergie vor, die die Beschwerden auslöst.

Wenn der Hund stinkt, kann dies unter Umständen auf Erkrankungen im Magen-Darm-Trakt zurückzuführen sein. Meist sind Blähungen der Auslöser dafür, dass wir den unangenehmen Geruch wahrnehmen. Oft genügt es schon, das Tier einige Tage nur mit Schonkost zu ernähren, um das natürliche Gleichgewicht im Verdauungsapparat wiederherzustellen.

Halten die Beschwerden jedoch länger an, sollte der Hund einem Tierarzt vorgestellt werden. Meist lässt sich die Ursache für Blähungen recht schnell feststellen, sodass aktiv mit medizinischer Unterstützung dagegen vorgegangen werden kann.

Niereninsuffizienz

In der Niere des Hundes werden Giftstoffe aus dem Körper gefiltert, die im Anschluss über den Urin ausgeschieden werden. Können die Nieren aufgrund einer Erkrankung, die akut oder chronisch sein kann, nicht mehr alle Giftstoffe verarbeiten, sammeln sich diese im Organ an. Dadurch entsteht ein sehr unangenehmer Körpergeruch, der gleichzeitig auf die ernste Gefahr einer Nierenerkrankung hindeutet.

Wenn das Tier also ohne ersichtlichen Grund schlecht riecht, sollte genauer nach den möglichen Ursachen geforscht werden. Eine Niereninsuffizienz ist meist schon anhand eines einfachen Blutbildes erkennbar und kann vom Tierarzt noch behandelt werden.

Chronische Nierenerkrankungen dagegen lassen sich nur noch schwer behandeln und erfordern oft eine angepasste Ernährung. Es ist daher sehr empfehlenswert, so früh wie möglich mit dem Tier zum Tierarzt zu gehen, um eine ernstzunehmende Nierenerkrankung ausschließen zu können.

Diabetes

Auch bei Diabetes entwickelt der Hund im Verlauf der Zeit einen unangenehmen Körpergeruch, der meist recht schnell erkannt wird. Wenn der Vierbeiner an Diabetes erkrankt ist, versucht der Körper des Tieres automatisch, den pH-Wert des Blutes zu stabilisieren. Dadurch wird Aceton freigesetzt, das in den körpereigenen Fettsäuren enthalten ist, und über das Maul des Tieres wieder ausgeschieden.

Dadurch entsteht ein ganz typischer Geruch, der ein wenig an Nagellackentferner erinnert. Sollten Sie diesen Geruch bei Ihrem Vierbeiner feststellen, ist ebenfalls ein sofortiger Gang zum Tierarzt angeraten.

Die meisten Hunde können mit einer korrekt eingestellten Diabetes gut leben, allerdings herrscht bei nicht behandelten Diabetes-Erkrankungen immer die Gefahr einer Unterzuckerung, die bis hin zum Tod des Tieres führen kann.

Welchen Einfluss hat die Ernährung auf den Geruch des Hundes?

Wenn der Hund stinkt, denken die wenigsten Hundehalter sofort an die Ernährung. Ein konstant schlechter Geruch kann jedoch auf eine falsche oder unvollständige Ernährung hindeuten, bei der durchaus Verbesserungsbedarf besteht.

Wenn wir Menschen Knoblauch essen, riechen wir im Anschluss nicht nur aus dem Mund nach dem starken Gewürz, sondern auch der Körper verändert seinen Eigengeruch für einen kurzen Zeitraum. Ähnlich verhält es sich bei Hunden, die minderwertiges oder falsches Futter erhalten: Durch die einzelnen Substanzen im Hundefutter kann sich der Körpergeruch des Vierbeiners stark verändern.

Futterwechsel erwägen

Wer für einen angenehmen Geruch beim Hund sorgen möchte, sollte daher darauf achten, stets frisches und hochwertiges Hundefutter zu verfüttern, das genau auf die Bedürfnisse des Tieres abgestimmt ist - unsere Hundefutter Testberichte helfen Ihnen dabei. Dabei ist vor allem der Anteil an hochwertigen Fleischsorten von Relevanz, aber auch die Beimischung von Obst und Gemüse.

Wer auf Nummer sicher gehen will, sollte darüber nachdenken, den Hund zu Barfen – hier hat man die Möglichkeit, die Ernährung des Tieres genau auf die Bedürfnisse des Hundes auszurichten und die perfekte Zusammensetzung zu finden, mit der Tier und Halter gut und ohne unangenehmen Körpergeruch leben können.

Hund stinkt: Hausmittel gegen unangenehmen Körpergeruch

Wenn der Hund nur temporär stinkt, kann mit einigen Hausmitteln Abhilfe gegen den Gestank geschaffen werden. Bewährt hat sich hier vor allem Backpulver, das im Fell des Hundes ähnlich wie ein Trockenshampoo beim Menschen wirkt. Dazu wird das Backpulver-Tütchen im Fell des Hundes verrieben, sodass der stinkende Geruch neutralisiert wird.

Aber Vorsicht: Das Backpulver sollte nicht mit den Augen oder Schleimhäuten des Vierbeiners in Berührung kommen.

Wenn der Urin des Hundes zu stark riecht (beispielsweise während der Läufigkeit), ist Apfelessig die perfekte Lösung. Schon wenige Tropfen unters Futter gemischt helfen dabei, den starken Geruch von Urin zu lindern und sorgen gleichzeitig dafür, dass die Duftmarker für die Läufigkeit im Urin unterdrückt werden.

Hausmittel gegen Körpergeruch des Hundes

So werden auch die Rüden aus der Umgebung nicht sofort auf die läufige Hündin aufmerksam. Da Apfelessig sich auch positiv auf das Hautbild und Fell des Hundes auswirkt, gilt es als ausgesprochen bewährtes Hausmittel.

Wer das Fell des Hundes pflegen und für einen süßen, sanften Geruch sorgen möchte, kann auch auf Kokosöl zurückgreifen. Dadurch wird nicht nur das Fell des Hundes verwöhnt, sondern auch ihre Nase.

Außerdem wird Kokosöl nachgesagt, dass es aktiv dabei unterstützt, Parasiten wie Zecken oder Flöhe vom Hund fernzuhalten. Auch hier profitiert man also vielfach.

Der Hund stinkt – wie bekomme ich den Geruch aus der Wohnung?

Wenn sich der unangenehme Geruch des Hundes bereits in der Wohnung verteilt hat, muss eine gründliche Reinigung erfolgen. Meist geht der Geruch von den Hundehaaren aus, die das Tier im Alltag ständig verliert.

Regelmäßiges Staubsaugen hilft schon sehr dabei, den Geruch des Hundes in der Wohnung einzudämmen. Dafür stehen im Handel inzwischen spezielle Staubsauger zur Verfügung, die speziell für das Entfernen von Tierhaaren konzipiert wurden.

Auch das Körbchen und andere Schlafgelegenheiten des Vierbeiners sollten regelmäßig gereinigt werden. Achten Sie beim Kauf darauf, dass Hundebetten auch bei hohen Temperaturen gewaschen werden können. So vermeiden Sie effektiv unangenehme Hundegerüche in Ihren vier Wänden.

Fazit – Wenn der Hund stinkt, ist nicht immer Grund zur Sorge

Wenn der Hund unangenehm riecht, ist dies nicht immer ein Grund zur Sorge. Oft spielen verschiedene Faktoren wie Ernährung, Hautfeuchtigkeit oder vorübergehende Blähungen eine zentrale Rolle.

Verschwindet der unangenehme Geruch des Hundes nicht innerhalb weniger Tage von selbst, sollte jedoch ein Tierarzt aufgesucht werden, um die genauen Symptome für den veränderten Körpergeruch festzustellen.

Bei vielen Hunden mit weißem oder sehr hellem Fell bilden sich im Laufe der Zeit rötliche oder rot-braune Verfärbungen rund um das Auge herum, in anderen Fällen auch um das Maul, an den Pfoten oder im Genitalbereich – die sogenannten Tränenflecken.

Insbesondere Malteser haben dieses Problem des Öfteren. Einige Menschen suchen die Ursache für diese Verfärbungen des Fells bei einer Krankheit oder mangelnder Pflege. Das ist allerdings nur sehr bedingt richtig.

Stattdessen gibt es inzwischen nachvollziehbare Theorien, die Faktoren wie Stress und falsche Ernährung als Ursache für Tränenflecken betrachten. Vor allem häufiges Füttern von Huhn scheint einen maßgeblichen Einfluss auf die Bildung von Tränenflecken zu nehmen.

Wie entstehen Tränenflecken?

Grundsätzlich ist es ganz normal, dass die Tränendrüsen beim Hund einen Tränenfilm produzieren. Dieser ist notwendig, um die Augen dauerhaft feucht zu halten und in regelmäßigen Abständen von Staub, Pollen, Abgasen und anderen Umweltfaktoren zu reinigen. Gleichzeitig sorgt der Tränenfilm im Auge des Tieres für einen besonderen Schutz, da durch die regelmäßige Reinigung Infektionen verhindert werden.

In der Tränenflüssigkeit finden sich viele wichtige Vitamine, die das Auge benötigt. Auch Sauerstoff ist in der Tränenflüssigkeit enthalten, um das Auge auch von außen optimal zu versorgen. Mit jedem Schlag des Augenlids verteilt sich die Tränenflüssigkeit im Auge. Tatsächlich befeuchtet die Tränenflüssigkeit jedoch nicht nur die Augen, sondern auch die Schleimhaut der Nase.

Farbstoffe in der Tränenflüssigkeit

In der Tränenflüssigkeit können bestimmte Farbstoffe vorkommen, das sogenannte Porphyrin. Darin enthalten ist unter anderem auch ein Blutfarbstoff, der durch den Abbau der Zellen in den Körper gelangt. Hauptsächlich wird dieser Abbaustoff durch den Kot ausgeschieden, geringe Mengen können jedoch auch in den Speichel und in die Tränenflüssigkeit des Vierbeiners gelangen.

Auf diese Weise entstehen die Verfärbungen, die auch als Tränenflecken bezeichnet werden. Es handelt sich dabei nicht in erster Linie um ein gesundheitliches Problem, die Tränenflecken werden nur optisch als störend wahrgenommen.

Dennoch gibt es für die übermäßige Produktion von Tränenflüssigkeit oder den darin enthaltenen Farbstoffen eine Ursache, die genauer untersucht werden sollte.

Entstehung von Tränenflecken beim Hund

Auslöser und Faktoren von zu viel Tränenflüssigkeit

Einige Hunde produzieren aufgrund gesundheitlicher oder genetischer Faktoren übermäßig viel Tränenflüssigkeit, aber auch der falsche Abfluss dieser Flüssigkeiten kann Tränenflecken begünstigen.

Bei einem gesunden Vierbeiner wird die Tränenflüssigkeit über die Tränen-Nasen-Kanäle abgeführt. Ist dieser zu eng, beispielsweise aufgrund einer Verstopfung der Kanäle oder einer anatomischen Fehlbildung der Tränen-Nasen-Kanäle, fließt die Flüssigkeit stattdessen über das Auge ab und erscheint hier als Tränenfleck.

Kurzzeitig stellt dies kein Problem dar, langfristig können die Salze, die in der Tränenflüssigkeit enthalten sind, jedoch die Haut reizen und zu dauerhaften Entzündungen bis hin zur Bildung von Ekzemen führen.

Außerdem kommen noch weitere Faktoren für eine verstärkte Tränenbildung in Frage:

Ursachen für die Bildung von Tränenflecken

Eine weitere Ursache, die Tränenflecken begünstigen kann, ist vermehrter Juckreiz. Auch hier kommen unterschiedlichste Faktoren in Frage, die den vermehrten Juckreiz begünstigen können:

Insbesondere Futtermittelallergien und schädliche Inhaltsstoffe im Futter spielen eine immer größere Rolle. Bei den Produzenten steht meist der eigene Gewinn statt echter Mehrwert für den Hund im Vordergrund.

Die Darmflora als häufige Ursache für Tränenflecken

Die Darmflora wirkt sich auf die gesamte Gesundheit des Hundes aus. Der Darm hat die Aufgabe, Nährstoffe aus der Nahrung zu extrahieren und diese dem Körper zuzuführen. Ein beträchtlicher Teil des Immunsystems wird unmittelbar im Darm gebildet.

Entsteht hier ein Ungleichgewicht, kann dies zu vielen Erkrankungen führen – auch zu Tränenflecken. Ursache dafür ist vermutlich eine Veränderung des körpereigenen pH-Werts und einer damit einhergehenden Übersäuerung des Körpers.

Um dauerhaft Tränenflecken zu mindern oder ganz zu vermeiden, sollte daher die Darmflora des Hundes aufgebaut und gestärkt werden.

Die Darmflora aufbauen

Hier 2 Produkte als Beispiel, Sie können auch jedes andere Darmaufbaumittel nehmen:
Power-Darm und Augenrein.

Power-Darm wurde speziell auf die Bedürfnisse des Hundedarms angepasst und dient der natürlichen Vermehrung von gesunden Darmbakterien, die bei einer starken Darmbelastung nur in unzureichender Menge vorhanden sind. Auf diese Weise wird nicht nur die Darmflora des Hundes gestärkt, sondern auch das ganze Immunsystem.

Speziell bei Tränenflecken ist auch Augenrein eine gute Wahl. Hier sind unterschiedliche Kräuter enthalten, die den pH-Wert des Körpers regulieren, sodass die Tränenflüssigkeit weniger säuerlich ist. Außerdem enthält dieser Wirkstoff einige Kräuter, die entzündungshemmend wirken und damit auch den Folgen der übermäßigen Tränenbildung vorbeugen.

Wichtig: Gemäß der uns zur Verfügung gestellten Unterlagen helfen die Mittel nur in Verbindung mit einer artgerechten Ernährung durch hochwertiges Nassfutter oder BARF. Nicht mit Trockenfutter - wer noch Trockenfutter füttert, sollte ggf. folgenden Artikel lesen: Trockenfutter ist schädlich

Wurmkuren sollen den Aufbau einer gesunden Darmflora negativ beeinflussen. Fangen Sie mit der Darmaufbaukur am besten nach einer Wurmkur an oder nehmen Sie in den nächsten 3 Monaten keine vor, außer es liegt ein tatsächlicher Wurmbefall vor.

Tränenflecken vorbeugen - Darmflora beim Hund aufbauen

Welchen Einfluss hat Huhn auf Tränenflecken?

In den letzten Jahren haben einige Tierhalter das Füttern von Huhn als Ursache für Tränenflecken benannt. Eine Futterumstellung führte dazu, dass die Tränenflecken deutlich weniger wurden oder ganz zurückgingen.

Wäre Hühnerfleisch generell der Verursacher von Tränenflecken, wären jedoch deutlich mehr Hunde betroffen. Naheliegender ist es daher, dass nicht das Fressen von Huhn die Tränenflecken auslöst, sondern viel mehr die Qualität des Futters eine Rolle spielt.

Haltung der Hühner als Ursache

Insbesondere Hühner werden oft in der Massentierhaltung unter katastrophalen Bedingungen gehalten. Damit trotz der damit einhergehenden, unhygienischen Zustände keine Krankheiten entstehen, erhalten die Hühner vor der Schlachtung zahlreiche Impfungen, Wurmkuren, Antibiotika und viele weitere Medikamente.

Dazu kommt der tägliche Stress, der in den viel zu engen Käfigen unausweichlich ist. Auch das Futter, das meist aus Mais oder Soja besteht, deckt nicht den vollständigen Nährstoffbedarf der Hühner und dient primär der Mast, um möglichst viel Gewinn machen zu können.

All diese Faktoren wirken sich negativ auf die Qualität des Fleisches aus. Bei der Schlachtung verbleiben all diese Schadstoffe im Huhn, sodass auch das Hundefutter im Anschluss damit durchzogen ist. Diese Schadstoffe greifen die Darmflora des Hundes an und bringen die Balance durcheinander.

Angereichert mit zusätzlichen Geschmacksverstärkern, Konservierungsmitteln, Farbstoffen und anderen künstlichen Zusätzen wirkt sich das Hundefutter noch schädlicher auf den Vierbeiner aus.

Die Konsequenz: Bei der Fütterung sollte man auf hochwertige Futtermittel achten, wenn der Hund unter stark ausgeprägten Tränenflecken leidet. Hier bietet sich vor allem Bio-Hundefutter oder Hundefutter in Lebensmittelqualität an.

Was es beim Hundefutter zu beachten gilt, um Tränenflecken zu vermeiden

Damit Tränenflecken langfristig vermieden werden können, spielen unterschiedliche Faktoren beim Futter eine Rolle:

Zusätzlich können Sie die tägliche Ernährung Ihres Hundes noch mit vielen Hilfsmittel ergänzen, die sich positiv auf die Darmflora auswirken. Dadurch können sich Tränenflecken deutlich lindern oder ganz verschwinden.

Hier bietet sich zum Beispiel Bierhefe an, die sich sehr positiv auf die Gesundheit des Darms auswirkt. Auch verschiedene Algen, die dem Futter zugesetzt werden können, eignen sich ideal als Unterstützung für den Darm. Auch bei Leckerlies sollten Sie darauf achten, dass diese den hohen Qualitätsanforderungen entsprechen.

Weitere Tipps, um Tränenflecken zu verhindern

Um Tränenflecken nachhaltig zu behandeln, ist der Aufbau der Darmflora unabkömmlich. Dennoch können Sie mit wenigen Handgriffen täglich kleine Verbesserungen erzielen. Wir haben einen Artikel zum Thema: Nahrungsmittel für den Aufbau der Darmflora

Insbesondere bei langhaarigen Hunden, die unter Tränenflecken leiden, sollte regelmäßig das Fell um die Augenpartie herum so zurechtgestutzt werden, dass die Haare nicht im Auge hängen.

Kontraproduktiv dagegen ist es, wenn Sie die Haare mit einem Haargummi oder einer Haarspange zurückzubinden. Hierbei wird das gesamte Gewebe um die Augenpartie herum gestresst, sodass Keime leichter in die Augen eindringen und Augenentzündungen auslösen können.

Auch die tägliche Reinigung der Augenpartie ist sinnvoll, wenn der Hund vermehrt Tränenflüssigkeit bildet. Dafür eignet sich ein weiches Tuch, das nicht zum Fusseln neigt und etwas lauwarmes Wasser. Damit lassen sich Staub, Haare, Pollen oder andere Stoffe aus der Umwelt schnell und effektiv entfernen.

Achten Sie bei der Reinigung der Augen darauf, dass Sie nur von innen nach außen reiben, um die Schmutzpartikel nicht noch weiter ins Auge zu transportieren. Eventuell vorhandene Krusten sollten Sie nicht grob entfernen, sondern zunächst leicht aufweichen, um sie dann mit dem Tuch vorsichtig zu entfernen.

Andernfalls kann es zu Verletzungen am Auge kommen, die wiederum Infektionen begünstigen. Verwenden Sie außerdem für jedes Auge ein eigenes Tuch, damit Sie Keime und Verunreinigungen nicht von einer Seite auf die andere tragen.

Malteser – besonders anfällig für Tränenflecken

Wer sich intensiv mit dem Thema Tränenflecken auseinandersetzt, wird rasch feststellen, dass vor allem Malteser von dieser Erkrankung betroffen sind. Das hat gleich mehrere Gründe: Die Augen der Malteser sind im Vergleich zum Körper sehr groß, was sie aufgrund des süßen Erscheinungsbildes bei Hundehaltern besonders beliebt macht.

Gleichzeitig bieten die Augen dadurch aber eine erhebliche Angriffsfläche, die sehr anfällig für Verunreinigungen, Entzündungen, Staub und andere Umweltfaktoren ist.

Dazu kommt die Tatsache, dass die meisten Malteser langes Fell haben. Die feinen Haare hängen häufig bis in die Augen des Tieres und verursachen hier Reizungen und Rötungen. Außerdem können über das Fell eventuelle Krankheitserreger leichter ins Auge gelangen.

Durch beide Faktoren wird der Tränenfluss des Auges angeregt, aber auch Rötungen, trockene Augen oder immer wiederkehrende Bindehautentzündungen sind eine mögliche Konsequenz. Es ist daher bei vorbelasteten Rassen wie dem Malteser besonders wichtig, die Augen regelmäßig zu kontrollieren und nach den Ursachen für Tränenflecken zu suchen, wenn diese immer wiederkehrend entstehen.

Fazit – Auch bei Tränenflecken gibt es Abhilfe

Woher Tränenflecken stammen ist bisher nicht abschließend geklärt, wohl aber, dass eine gesunde Darmflora und gesunde Augen das Risiko für Tränenflecken deutlich vermindern. Mit einer gesunden Ernährung, regelmäßiger Fellpflege und täglichen Augenreinigungen können Sie bereits viel Abhilfe gegen Tränenflecken schaffen.

Hunde brauchen täglich frisches Wasser, damit der Organismus seiner Arbeit nachgehen kann. Sollte der Vierbeiner jedoch ständig Durst haben und plötzlich sehr viel mehr trinken als üblich, können ernste gesundheitliche Gründe vorliegen.

Ein Hund, der ständig Durst hat, sollte daher genau beobachtet und gegebenenfalls einem Tierarzt vorgestellt werden. Was die möglichen Gründe für vermehrtes Trinken beim Hund sind, auf welche Krankheiten dies hindeuten kann und wann es ernsthaften Grund zur Sorge gibt, möchten wir Ihnen in diesem Beitrag genauer erläutern.

Wieviel Wasser sollten Hunde trinken?

Die regelmäßige Aufnahme frischen Wassers ist für den Organismus von Hunden essentiell. Wie viel Wasser das Tier trinken sollte, hängt dabei von unterschiedlichen Faktoren ab.

Hier spielt natürlich vor allem Größe und Körpergewicht des Tieres eine Rolle, aber auch die generelle Aktivität, die Umgebungstemperatur und das Futter, das der Hund frisst, nehmen Einfluss auf die benötigte Menge an Wasser.

Bei durchschnittlichen Temperaturen und normaler Aktivität beträgt die benötigte Menge Wasser ca. 50 ml pro kg Körpergewicht. Hunde, die mit Trockenfutter gefüttert werden, benötigen entsprechend mehr Flüssigkeit, während Hunde, die mit Nassfutter oder BARF gefüttert werden, auch etwas weniger Wasser pro Tag zu sich nehmen können. Natürlich müssen Sie diese Werte immer individuell betrachten, denn jeder Vierbeiner ist einzigartig.Hund trink viel

Wenn Sie überprüfen möchten, wie viel Ihr Hund pro Tag trinkt, kann die benötigte Menge anhand des Körpergewichts, des Futters und der Umgebungstemperatur berechnet und abgemessen werden. Sollten Sie feststellen, dass die ausgerechnete Menge Ihrem Hund nicht ausreicht, reichen Sie bitte unbedingt frisches Wasser nach.

Es ist sehr wichtig, dass dem Vierbeiner immer ausreichend Trinkwasser zur Verfügung steht. Wenn die Wasseraufnahme deutlich von der Norm abweicht, kann eine Kontrolle beim Tierarzt ratsam sein.

Woran kann man erkennen, dass der Hund zu viel trinkt?

Ihr Hund trinkt und pinkelt viel? Die meisten Herrchen und Frauchen erkennen den übermäßigen Wasserkonsum Ihres Schützlings daran, dass der Hund deutlich häufiger pinkeln muss als üblich. Aber auch die vermehrte Aufnahme von Trinkwasser (und damit einhergehend das häufigere Nachfüllen des Napfes) können ein Anzeichen dafür sein, dass der Hund zu viel trinkt.

Wenn der Hund aufgrund der vermehrten Wasseraufnahme häufiger pinkeln muss, spricht man entweder von einer Polydipsie oder einer Polyurie. Bei der Polydipsie ist das vermehrte Trinken die Ursache für den häufigeren Harndrang, während bei der Polyurie der gesteigerte Harndrang die Ursache für den vermehrten Durst ist. In den meisten Fällen ist der Grund für häufiges Pinkeln bei Hunden jedoch in der Polyurie zu finden.

Kurzzeitig ist dies nicht weiter ungewöhnlich. Sehr hohe Temperaturen im Sommer veranlassen nicht nur uns Menschen dazu, vermehrt Wasser zu trinken, sondern auch die Vierbeiner versuchen den Körper mit regelmäßiger Flüssigkeitszufuhr etwas herunter zu kühlen.

Auch nach besonders langen Spaziergängen oder aktivem Hundesport trinken Hunde deutlich mehr Wasser als üblich. Selbst Faktoren wie Stress oder Unruhe können dazu führen, dass der Vierbeiner mehr Wasser trinkt – die möglichen Gründe sind also vielfältig.

Mögliche Ursachen für die vermehrte Wasseraufnahme beim Hund

Es gibt unterschiedliche, natürliche Ursachen, die ständigen Durst beim Hund erklären können. Darauf möchten wir an dieser Stelle genauer eingehen. Natürlich können auch Krankheiten der Grund sein, warum der Hund sehr viel trinkt – diesem Bereich widmen wir uns im nächsten Absatz.

Zu den möglichen Ursachen für die vermehrte Wasseraufnahme zählen:

 

 

 

 

 

Welche Krankheiten kommen in Frage, wenn der Hund ständig Durst hat?

Die möglichen Ursachen für ständigen Durst beim Hund sind sehr vielfältig. Wenn die oben genannten Gründe ausgeschlossen werden können oder das häufige Trinken dauerhaft anhält, kann eventuell auch eine ernstzunehmende Krankheit die Ursache für den vermehrten Durst sein. Hier kommen ebenfalls mehrere Krankheiten in Frage, die hinter dem ständigen Durst stecken können.

Nierenerkrankungen

Der wohl häufigste Grund für erhöhten Durst und vermehrtes Urinieren liegt in den Nierenerkrankungen. Der Urin weist bei Nierenerkrankungen meist eine helle und klare Farbe auf.

Manchmal gehen Nierenerkrankungen beim Hund auch mit unkontrollierbarem Harndrang einher, was dazu führt, dass der Hund nicht mehr stubenrein ist. Akute Nierenerkrankungen basieren in den meisten Fällen auf Entzündungen, die mit Antibiotika behandelt werden können.

Chronische Nierenerkrankungen oder Nierenschäden sind dagegen deutlich komplexer und schwerer zu behandeln. In diesen Fällen kann der Organismus den Urin nicht mehr konzentrieren, sodass dieser unkontrolliert ausgeschieden wird. Dementsprechend ist auch der Wasserbedarf bei Hunden mit Nierenerkrankung deutlich erhöht.

Blasenentzündungen

Blasenentzündungen gehören ebenfalls zu den häufigsten Ursachen für ständigen Durst beim Hund. Als Hauptursache für Blasenentzündungen gelten Bakterien, die über die Harnwege in die Blase gelangen. Aber auch eine mechanische Reizung der Blase, ausgelöst durch Blasensteine, kann eine Blasenentzündung begünstigen.

Wenn der Hund an einer Blasenentzündung leidet, trinkt der Hund sehr viel und hat häufig auch nachts Durst. Farbe und Geruch des Urins sind prägnanter als üblich und werden daher meist auch vom Herrchen oder Frauchen als kränklich beschrieben.

Untersuchung Hund Tierarzt

Manchmal hat der Urin bei Blasenentzündungen sogar eine rötliche Verfärbung, was an Blutbeimischungen liegen kann. Hunde, die an einer Blasenentzündung leiden, haben ständig Durst und trinken deutlich mehr als üblich. Gleichzeitig ist eine Blasenentzündung daran erkennbar, dass auch der Harndrang stark gesteigert ist, meist allerdings nur wenige Tropfen aus der Blase entweichen.

Blasenentzündungen müssen Sie so schnell wie möglich mit Antibiotika behandeln, da die Entzündung sonst rasch in die Nieren wandert und eine extrem schmerzhafte Nierenentzündung auslösen kann, die nur schwer in den Griff zu kriegen ist.

Diabetes

Die Stoffwechselkrankheit Diabetes kann ebenfalls ein Grund für starken Durst beim Hund sein. Meist tritt Diabetes erst im steigenden Alter des Hundes auf, allerdings gibt es auch Tiere, die schon in jungen Jahren an Diabetes leiden. Trinkt Ihr alter Hund sehr viel Wasser? Dann lassen Sie das beim Tierarzt abchecken.

Hund trinkt viel und uriniert viel?

Grund für die Problematik des vermehrten Trinkens ist die Tatsache, dass der Körper selbst nicht genug Insulin produziert oder Insulin von den Zellen nicht mehr aufgenommen werden kann.

Dadurch steigt im Körper des Hundes der Blutzuckerspiegel, der wiederrum in den Urin gelangt und dem Körper hier Feuchtigkeit entzieht. Der Harndrang des Hundes steigt an und das häufige Urinieren führt dazu, dass der Vierbeiner einen starken Durst verspürt.

Gebärmutterentzündungen

Gebärmutterentzündungen treten natürlich nur bei Hündinnen auf. Meist zeigen sich die ersten Symptome kurz nach der Läufigkeit. Mit steigendem Alter steigt das Risiko für eine Gebärmutterentzündung deutlich. Auch hier sind Bakterien die Ursache für die Erkrankung, sodass die Gebärmutterentzündung mit Antibiotika behandelt werden muss.

Die unmittelbare Nähe zur Blase ist meist die Ursache dafür, dass Hündinnen mit Gebärmutterentzündung starken Durst verspüren und als Folge dessen zu vermehrtem Harndrang neigen. Die Gebärmutterentzündung gilt beim Hund als medizinischer Notfall. Diese müssen Sie umgehend behandeln!

Wann sollte der Hund dem Tierarzt vorgestellt werden?

Ein Hund, der kurzfristig zu viel Flüssigkeit zu sich nimmt, gibt erst einmal keinen Grund zur Besorgnis. Erst wenn ständiger Durst und häufiges Trinken in der Nacht zum Alltag gehören, ist der Gang zum Tierarzt sinnvoll. Ihr alter Hund trinkt viel Wasser? Dann kann das Alter hier ebenfalls eine Rolle spielen.

Natürlich gilt das auch dann, wenn weitere Symptome zum ständigen Durst dazustoßen – beispielsweise anhaltender Durchfall oder häufiges Erbrechen, Fieber, Schmerzen beim Urinieren und andere Symptome. Auch wenn der Hund zwar viel trinkt, allerdings wenig oder gar nichts frisst, sollten Sie Ihren Vierbeiner dem Tierarzt vorstellen.

Was können Sie gegen ständigen Durst beim Hund tun?

Wenn der Hund dauerhaft zu viel trinkt, allerdings keine körperliche Ursache festgestellt werden kann, schafft unter Umständen eine Futterumstellung Abhilfe.

Trockenfutter vermeiden

Insbesondere Hunde, die Trockenfutter bekommen, neigen oft zu ständigem Durst und vermehrtem Trinken – auch in der Nacht. Das liegt daran, dass das Trockenfutter dem Körper mehr Wasser entzieht, als es ihm über die Nahrung liefert.

Bei Nassfutter oder einer Ernährung über BARF ist dies nicht der Fall, sodass hier eine schrittweise Umstellung des Futters meist rasche Abhilfe bringt. Einige Trockenfuttersorten fördern zudem die Entwicklung von Blasensteinen, die eine Blasenentzündung begünstigen. Mehr dazu in diesem Artikel: Trockenfutter ist schädlich.

Wenn der ständige Durst des Hundes durch eine Nierenerkrankung ausgelöst wird, gibt es einige diätische Möglichkeiten, die den Organismus des Hundes unterstützen. Dafür sollten Sie das Futter so anpassen, dass es den veränderten Bedingungen der Nieren gerecht wird.

Eine wichtige Rolle spielen dabei die Proteine, die vor allem in den fleischlichen Anteilen im Futter zu finden sind. Da eine krankhaft beschädigte Niere Stoffwechselprodukte nur noch begrenzt ausscheiden kann, sollte der Proteinanteil im Futter deutlich reduziert werden. Dafür steht Nierendiätfutter zur Verfügung, das eigens für Hunde mit schwerem Nierenschaden entwickelt wurde. Wertvolle Informationen und Textberichte finden sich auf Hundefutter-Tests.

Wenn der Hund unter ständigem Harndrang leidet, besteht zudem das Risiko, dass viele wichtige Vitamine mit dem Urin aus dem Körper geschwemmt werden. Daher empfiehlt sich bei Hunden mit starkem Durst eine zusätzliche Gabe von Vitaminen, um Mangelerscheinungen vorzubeugen.

Hier sollte der Fokus auf wasserlöslichen Vitaminen liegen, die besonders rasch durch den Urin ausgeschieden werden und bei häufigem Harndrang vom Körper nicht richtig aufgenommen werden können.

Die richtige Trinkmenge bemessen

Wenn Sie wissen möchten, wie viel Ihr Hund am Tag genau trinkt, können Sie dies ganz einfach ermitteln. Um zuverlässige Ergebnisse zu erhalten, sollte der Test an drei aufeinanderfolgenden Tagen durchgeführt werden, bei dem der Hund die typische Routine hat – also keine außergewöhnlich langen Spaziergänge oder ein Hundesport Wettbewerb auf dem Plan stehen.

Für die genaue Ermittlung, ob der Hund zu viel, zu wenig oder genau ausreichend Wasser trinkt, sollten Sie Ihren Vierbeiner zusätzlich an den gewählten Tagen wiegen. Daraus lässt sich ermitteln, was in etwa die benötigte Wassermenge für deinen Schützling ist.Hund ist durstig

Den Napf sollten Sie am Morgen frisch mit Wasser füllen. Dazu nutzen Sie am besten einen Messbecher, um die exakte Menge des Wassers festhalten zu können. Sofern der Wassernapf im Verlauf des Tages nachgefüllt werden muss, sollte auch diese Menge Wasser vermerkt werden.

Am Folgetag wird die übriggebliebene Menge Wasser aus dem Napf entnommen und mit dem Messbecher abgemessen. So können Sie erkennen, wieviel Wasser Ihr Hund in den letzten 24 Stunden zu sich genommen hat.

Diese Prozedur sollte über mehrere Tage hinweg durchgeführt werden, damit man eventuelle Veränderungen im Trinkverhalten erkennen kann. Sofern der Hund aufgrund des starken Dursts dem Tierarzt vorgestellt werden soll, können diese Daten dabei helfen, die Ursachen für das vermehrte Trinken ausfindig zu machen.

Die wichtigsten Daten zu ständigem Durst beim Hund auf einen Blick:

Die meisten Hundehalter stellen sich die Frage, wie alt ihr Liebling wohl werden wird. Natürlich gibt es Durchschnittswerte, an denen sich ermitteln lässt, wie alt ein Hund werden kann. Dabei spielen verschiedenste Faktoren eine Rolle: Rasse, Größe und Gewicht, Ernährungsweise, die generelle Gesundheit des Tieres inklusive möglicher Vorerkrankungen, die körperliche Aktivität und die Regelmäßigkeit der Tierarztbesuche.

Natürlich lässt sich das voraussichtliche Alter des eigenen Hundes nie mit absoluter Sicherheit voraussagen, da viele Umwelteinflüsse die Lebenserwartung beeinträchtigen können. Wer trotzdem einen groben Hinweis auf das mögliche Alter des Tieres erhalten möchte, ist in diesem Ratgeber genau richtig.

Wie alt werden Hunde im Durchschnitt?

Die meisten Hunde werden zwischen 10 und 15 Jahre alt. Meist kann man sagen lassen, dass kleine Hunde eine längere Lebenserwartung haben als große Tiere, allerdings gibt es natürlich auch hier Ausnahmen.

Im Internet gibt es viele Tabellen und Auflistungen, die das durchschnittliche Alter nach Hunderassen sortiert auflisten. Da jedoch viele Faktoren in die Lebenserwartung des Hundes mit einfließen, handelt es sich dabei immer nur um grobe Schätzungen. Wer das ungefähre Maximalalter des Tieres dennoch bestimmen möchte, sollte daher einen ganzheitlichen Blick auf den Hund und seine Lebensumstände werfen.

Wie alt werden Hunde im Durchschnitt

Welche Hunderassen werden besonders alt?

Wer möglichst viel Zeit mit dem „besten Freund des Menschen“ verbringen möchte, sollte vor der Anschaffung des Vierbeiners die kleineren Hunderassen genauer in den Blick nehmen. Es gibt einige Rassen, denen eine besonders lange Lebensdauer nachgesagt wird. Dazu gehören unter anderem die Yorkshire Terrier, der Jack Russel Terrier oder der Pudel.

Wer sich zum Kauf eines Rassetieres entscheidet, sollte jedoch auch auf die Qualität des Züchters achten: Kleine Hunde aus Massenzuchten, in denen womöglich sogar mit Inzucht zu rechnen ist, verfügen natürlich über eine deutlich schlechtere Gesundheit, als echte Liebhabertiere.

Für den Laien ist auf den ersten Blick nicht immer erkenntlich, bei welchem Züchter es sich um einen erfahrenen Experten handelt, der stetig die Gesundheit seiner Zuchttiere überwacht. Daher stehen in Deutschland und für das europäische Umland Verbandslisten zur Verfügung, in die professionelle und verantwortungsbewusste Züchter aufgenommen werden.

Die Hunderassen, die durchschnittlich am längsten Leben, sind:

…und natürlich gibt es noch viele weitere, kleine Hunderassen, die uns mit einer sehr langen Lebenserwartung erfreuen.

Welche Hunderassen sterben besonders früh?

So wie es bestimmte Hunderassen gibt, die für ihre besonders lange Lebenserwartung bekannt sind, gibt es natürlich auch Hunderassen, die eher für ihre kurze Lebensdauer Berühmtheit erlangt haben. Dabei handelt es sich meist um die sehr großen Hunderassen. Aber woran liegt das? Studien haben gezeigt, dass größere Hunderassen schneller altern als kleinere Hunderassen.

Vermutlich ist dies auf das schnelle Wachstum zurückzuführen, dem der Körper des Hundes ausgesetzt wird. Zu den Hunderassen, die meist schon im Alter zwischen 6 und 10 Jahren sterben, gehören:

Aber auch hier gibt es Ausnahmen: Der Kangal, der ebenfalls zu den sehr großen Rassen gehört, hat eine durchschnittliche Lebenserwartung von 13 bis 15 Jahren. Dies liegt vermutlich daran, dass es sich um eine ausgesprochen robuste Hunderasse handelt, die bis heute vor allem als Arbeitstier eingesetzt wird. Dadurch sind noch hervorragende Regenerationskräfte vorhanden, während die ursprüngliche Genetik der Tiere noch nicht durch starke Überzüchtung gelitten hat.

Faktoren beeinflussen das Lebensalter von Hunden

Welche Faktoren beeinflussen das Lebensalter von Hunden?

Um herauszufinden, wie alt das eigene Tier womöglich werden kann, sollten unterschiedliche Faktoren mit in die Betrachtung einfließen. Wir möchten hier genauer unter die Lupe nehmen, worauf es bei der Lebenserwartung von Hunden ankommt und welche Punkte aus dem Alltag des Tieres Einfluss auf das mögliche Alter nehmen.

Die Rasse

Die gängigen Einschätzungen zur Lebenserwartung von Hunden werden immer von der Rasse des Tieres abhängig gemacht. Hier gilt: Je größer das Tier, desto kürzer meist die Lebenserwartung. Man unterscheidet zwischen kleinen Rassen, die alle Hunde bis zu 15 kg umfassen, mittleren Rassen, die bis zu 40 kg schwer sein können und großen Rassen, die ab 40 kg aufgelistet werden.

Natürlich spielt bei der Rasse nicht nur die Größe eine Rolle, sondern auch das genetische Erbgut. So gibt es einige Hunderassen, die im Laufe der Zeit massiv überzüchtet wurden, da es sich um sogenannte „Trend-Hunde“ handelte.

Die Tiere leiden meist etwas früher unter Krankheiten und körperlichen Beschwerden, die sich negativ auf die Lebenserwartung auswirken können. Dennoch möchten wir natürlich eine grobe Einschätzung liefern, die sich auf die mögliche Lebenserwartung von kleinen, mittleren und großen Hunderassen bezieht:

Dabei handelt es sich natürlich nur um grobe Richtwerte, auf die man sich keinesfalls verlassen sollte.

Die Genetik des Hundes

Als Hundehalter hat man nur selten einen detaillierten Einblick in die genaue Genetik des Hundes. Bei Rassehunden kann anhand des Stammbaums nachvollzogen werden, welche Erkrankungen bei den vorherigen Generationen aufgetreten sind.

Einige Rassen sind für bestimmte Vorerkrankungen besonders anfällig, zum Beispiel im Hinblick auf Atemwegs- oder Gelenkprobleme. Insbesondere wenn Inzucht, die bei strengen Rassestandards leider keine Seltenheit ist, mit in die Genetik spielt, kommt es zu teilweise schwerwiegenden, gesundheitlichen Folgen. Grundsätzlich lässt sich also sagen: Je gesünder die genetische Grundlage eines Hundes ist, desto höher ist auch das genetisch bedingte Maximalalter.

Davon profitieren vor allem Mischlingshunde, die eine vollkommen andere Genetik aufweisen als Rassetiere. Die genetische Vielfalt, die in Rassehunden zu finden ist, ist ein wichtiger Baustein für die körperliche Gesundheit des Tieres. Das liegt vor allem daran, dass sich durch die evolutionären Vorgänge bei der Fortpflanzung vor allem die positiven Faktoren der Genetik durchsetzen können.

Ein Mischlingshund erhält also nicht nur eine breitere, genetische Vielfalt, sondern kann auch die bestmöglichen Bestandteile daraus mitnehmen. Dabei kommt es natürlich darauf an, welche Hunderassen alle im Tier vorhanden sind. Meist ist dies bei Mischlingsrassen nicht ganz klar.

Wer sich dafür wirklich interessiert, kann jedoch einen genetischen Test beim Tierarzt beauftragen, bei dem die unterschiedlichen Hunderassen im Tier analysiert werden. Dafür genügt schon ein kleiner Bluttest.

Ernährung des Hundes zum älter werden

Die Ernährung des Hundes

Natürlich nimmt auch die Ernährung des Hundes einen großen Anteil ein, wenn es um die zu erwartende Lebenszeit des Hundes geht. Eine falsche Ernährung mit minderwertigem Futter führt nicht nur zu Mangelerscheinungen, sondern kann auch andere, ernstzunehmende Erkrankungen beim Tier auslösen.

Insbesondere Übergewicht gilt es dabei zu vermeiden, da es sich dabei um einen der Hauptauslöser für eine kürzere Lebenszeit handelt. Auch Allergien oder Unverträglichkeiten spielen dabei eine Rolle: Ist der Hund einer konstanten Immunabwehr durch schlechtes oder falsches Futter ausgesetzt, wirkt sich dies negativ auf die gesamte Lebenserwartung aus. Wir empfehlen unseren Artikel Trockenfutter ist schädlich dazu.

Wenn Sie möglichst viel Zeit mit Ihrem Hund verbringen möchten, ist es daher absolut essentiell, dass Sie zu einem hochwertigen, gesunden und abwechslungsreichen Futter greifen, dass dem Hund alle Nährstoffe mit auf den Weg gibt, die er benötigt. Selbstverständlich sind auch gelegentliche Snacks erlaubt, sofern diese nicht Überhand nehmen. Auf Hundefutter-Tests finden sich zahlreiche Informationen zu geeignetem Futter.

Die Lebensumstände des Hundes

Glückliche Tiere leben länger! Ein Hund, der sich in seinem Umfeld wohl fühlt, wird mit hoher Wahrscheinlichkeit eine höhere Lebenserwartung haben. Auch hier spielen natürlich unterschiedliche Faktoren eine Rolle. Regelmäßige Spaziergänge sind nicht nur für das Gemüt des Tieres wichtig, sondern fördern auch die Fitness des Körpers.

Auch Hundesport kann dabei helfen, die Lebenserwartung des Hundes zu steigern – sofern sich der Sport nicht negativ auf den Bewegungsapparat des Tieres auswirkt. Regelmäßige Suchspiele, trainieren von neuen Tricks und Kunststücken und viele weitere Möglichkeiten sorgen dafür, dass sich der Hund wohlfühlt und ein glückliches Leben führt.

Ein Hund, der artgerecht gehalten wird, wird es Ihnen nicht nur mit einer längeren Lebensdauer danken, sondern auch mit einem von Freude und Glück erfüllten Alltag. Zu den Lebensumständen des Hundes zählen aber noch weitere Dinge, die sich auf die Lebenserwartung auswirken. Ist der Hund zum Beispiel regelmäßigem Zigarettenrauch ausgesetzt, kann dies die Entstehung von Krebs und Tumoren fördern. Achten Sie darauf, dass Sie nicht in der Nähe Ihrer Vierbeiner rauchen!

Regenerationsfähigkeit von Hunden

Jeder Körper verfügt über eine eigene Regenerationsfähigkeit. Diese zeigt sich zum Beispiel dann, wenn es um das Verheilen von Wunden geht: Bei manchen Tieren ist die Regenerationsfähigkeit sehr ausgeprägt, sodass Wunden und Verletzungen rasch verheilen, während derselbe Prozess bei anderen Hunden deutlich länger dauert.

Die Regenerationsfähigkeit des Hundes lässt sich nicht anhand einer Untersuchung ermitteln, sondern ist fest in der Genetik des Tieres verankert. Dennoch nimmt sie großen Einfluss auf die Lebenserwartung des Tieres: Allergien und Unverträglichkeiten treten seltener auf, Krankheiten werden vom Körper effektiver abgewehrt und das Immunsystem ist stärker als bei Hunden mit einer schlechteren Regenerationsfähigkeit.

Auch hier kann man durch ausreichend Bewegung und eine gesunde Ernährung natürlich Einfluss nehmen, denn ein gesundes Tier verfügt auch über bessere Regenerationskräfte.

Was ist der Unterschied zwischen biographischem und biologischem Alter?

Wir sehen es bei uns Menschen: Es gibt rüstige Rentner, die auch im hohen Alter noch selbst Gartenarbeiten durchführen und es gibt Menschen, die schon in jüngeren Jahren unter ausgeprägten Alterserscheinungen leiden. Ganz ähnlich erleben wir es auch bei Hunden.

Daher spricht man von einem Unterschied zwischen dem biographischen und dem biologischen Alter. Das biographische Alter entspricht immer dem tatsächlichen Alter des Hundes, ausgehend von dessen Geburtsdatum. Es ist also das wirkliche Alter des Tieres.

Das biologische Alter dagegen setzt sich aus der generellen, körperlichen Verfassung des Hundes zusammen. Es handelt sich dabei also eher um einen Schätzwert, der die Gesundheit des Tieres und die körperliche Fitness zusammenfasst.

Wer das biologische Alter des Tieres bestimmen lassen möchte, kann dies beim Tierarzt des Vertrauens tun. Hier wird der Hund einer gründlichen Untersuchung unterzogen, zu der u. a. auch ein Bluttest gehört. Anhand der Blutwerte lässt sich die generelle Gesundheit des Tieres gut abbilden.

Unter Umständen wird auch ein Blick auf den Bewegungsapparat des Tieres geworfen, um die körperliche Verfassung genauer beurteilen zu können. Wie hoch das biologische Alter des Tieres ist, kann von vielen Faktoren beeinflusst werden, zum Beispiel der Ernährung und der täglichen Bewegung.

Menschen werden älter als Hunde

Wieso werden Menschen älter als Hunde?

Jeder Hundebesitzer würde es schön finden, wenn der Vierbeiner einen länger auf dem Lebensweg begleiten würde als durchschnittlich nur 10 bis 15 Jahre. Warum Hunde nicht so alt werden wie wir Menschen, hat unterschiedliche Gründe.

Ursache: Gene

Laut wissenschaftlicher Studien wird die durchschnittliche Lebenserwartung einer bestimmten Art unmittelbar in den Genen festgelegt. Bedeutet: Wir Menschen sind biologisch darauf ausgelegt, ein längeres Leben zu haben als Hunde. Die voraussichtliche Lebensdauer hängt dabei auch mit der Reproduktionsrate zusammen.

Beim Menschen dauert die Fortpflanzung inkl. Partnersuche und Erziehung des Kindes vergleichsweise lang, während Hunde mindestens 1x im Jahr Nachwuchs zeugen können – und dann meist auch deutlich mehr als einen Welpen, wogegen Zwillinge oder Drillinge beim Menschen eher eine seltene Ausnahme sind.

Ursache: Stoffwechsel

Um eine Überpopulation zu vermeiden, macht die Natur in der Genetik die Lebenserwartung also auch davon abhängig, wie rasch sich die Art reproduzieren kann. Eine weitere Erklärung aus der Wissenschaft geht auf den Stoffwechsel zurück. Hier gilt: Je höher die Aktivität des Stoffwechsel ist, desto schneller altert das Tier.

Die körpereigenen Zellen von Hunden sind im Alltag einer größeren Belastung ausgesetzt als menschliche Zellen, was auf den beschleunigten Stoffwechsel zurückzuführen ist. Dieser Umstand führt automatisch zu einer schnelleren Alterung des Körpers. Allerdings steht diese wissenschaftliche Annahme im direkten Widerspruch dazu, dass kleinere Hunde älter werden als größere Hunde.

Faktoren verringern die Lebenserwartung von Hunden

Welche Faktoren verringern die Lebenserwartung von Hunden?

Es gibt einige Faktoren, die die Lebenserwartung von Hunden maßgeblich negativ beeinflussen. Dabei handelt es sich um ganz ähnliche Gründe, wie es auch beim Menschen der Fall ist. Wir möchten hier die häufigsten Ursachen auflisten, die eine geringere Lebenserwartung des Hundes bedeuten können:

Die häufigsten Todesursachen bei Hunden

Inzwischen gibt es zahlreiche Studien dazu, an welchen Krankheiten Hunde am häufigsten Sterben. Dabei belegt Krebs mit 27 % ganz klar die führende Position: Mehr als ein Viertel aller Hunde stirbt im Laufe des Lebens an einer tumorösen Erkrankung.

Auf Platz zwei der Todesursachen für unsere Vierbeiner liegen Herzerkrankungen mit immerhin 18 %, wobei hier vor allem übergewichtige Hunde betroffen sind. Auch Infektionen mit Viren, Bakterien und Parasiten führen in häufigen Fällen zum Tod der Tiere.

-> Info: Diese Todesursachen können durch eine artgerechte und gesunde Ernährung verringert werden. Füttern Sie daher bitte nicht das falsche Futter. Unsere Hundefutter Testberichte helfen Ihnen.

Je älter die Hunde werden, desto höher ist außerdem das Risiko als altersbedingten Erkrankungen wie Diabetes, Arthrose oder Nierenproblemen zu leiden, die zusätzlich die Lebensqualität mindern. Meist werden diese Krankheiten erst spät erkannt, sodass bereits chronische Veränderungen im Körper stattfinden.

Wer sein Tier regelmäßig dem Tierarzt vorstellt und insbesondere im Alter auf einen jährlichen Bluttest achtet, kann zahlreiche Krankheiten schon im Frühstadium erkennen und tätig werden, um eine verkürzte Lebenserwartung zu verhindern.

Gibt es Möglichkeiten, das Leben des Hundes zu verlängern?

Natürlich stehen uns Menschen zahlreiche Möglichkeiten zur Verfügung, mit denen wir die Gesundheit des Hundes fördern und somit die Lebenserwartung des Vierbeiners verbessern können:

Fazit – die Lebenserwartung des Hundes hängt von vielen Faktoren ab

Wie lange leben Hunde? Das kann niemand vorhersehen, wie viele Jahre der geliebte Vierbeiner das eigene Leben bereichern wird. Anhand einiger Faktoren lässt sich jedoch eine grobe Schätzung vollziehen, wie alt der Hund werden kann. Mit einigen Maßnahmen lässt sich unter Umständen sogar das Leben des Hundes verlängern – eine Freude für Mensch und Tier gleichermaßen.

Das aus der Nachtkerze gewonnene Öl spielt in der menschlichen Hausapotheke schon lange Zeit eine wichtige Rolle. Aber auch für Hunde kann Nachtkerzenöl eingesetzt werden – beispielsweise um Hautprobleme zu lindern.

Da Nachtkerzenöl weitestgehend geschmacksfrei ist, wird es von den meisten Hunden sehr gut angenommen. In welcher Form man das Öl der Gemeinen Nachtkerze am besten verabreicht und wogegen das Hausmittel hilft, möchten wir in diesem Ratgeber genauer erläutern.

Was ist Nachtkerzenöl?

Die Nachtkerze, die in Fachkreisen auch als Gemeine Nachtkerze bezeichnet wird, wächst auch in Deutschland auf naturbelassenen Wiesen. Man erkennt sie recht schnell an den leuchtenden, gelben Blüten und dem besonders hohen Stängel. Dabei durchläuft die Nachtkerze zwei Entwicklungsstadien, die sich über zwei Jahre erstrecken.

Im ersten Jahr ist die Nachtkerze noch sehr unauffällig und ohne Blüten. Sie wächst dicht am Boden und zieht sich aus der Erde die Nährstoffe, die sie für das Wachstum benötigt.

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Im zweiten Jahr beginnt der Stängel zu wachsen, rasch und in hohem Maße. Kleine Härchen besiedeln den Stängel, ebenso wie die länglichen Blätter, die am Rand eine leichte Wellung zeigen. Je nach Wetter beginnt die Nachtkerze ca. im Juni mit der Blüte.

Von den hellen, gelben Blättern aus begeistert die Nachtkerze mit einem herrlichen Duft. Aber auch im Boden zeigt sich, was die Nachtkerze für eine besondere Blume ist: Wenn ausreichend Nährstoffe in der Erde vorhanden sind, bildet die Heilpflanze eine Pfahlwurzel, die tief in den Boden hineinreicht. Ausgewachsene Nachtkerzen können eine beachtliche Höhe von bis zu zwei Metern erreichen.

Welche Nährstoffe stecken in Nachtkerzenöl für Hunde?

Dass die Gemeine Nachtkerze als Heilpflanze gilt, ist auf eine Vielfalt an wichtigen Nährstoffen und essentiellen Fettsäuren zurückzuführen, die sich in der Pflanze selbst und sogar im Wurzelwerk befinden.

Bei der schonenden Gewinnung von Nachtkerzenöl gehen die wichtigen Nährstoffe der Pflanze auf das Öl über, sodass sich Nachtkerzenöl ideal als Ergänzung in der Küche – oder der Hundeernährung – eignet. Dafür lohnt es sich, einen genauen Blick auf die wertvollen Inhaltsstoffe im Nachtkerzenöl zu werfen. Die Nachtkerze ist reich an:

 

 

Besonders hervorzuheben sind dabei die wertvollen Omega-6-Fettsäuren, die man auch als Gamma-Linolensäure und Linolsäure kennt. Beide Fettsäuren übernehmen eine wichtige Rolle im gesamten Organismus und sorgen für einen reibungslosen Stoffwechsel.

Bei diesen Fettsäuren handelt es sich um essentielle Fettsäuren, die vom Körper nicht selbst hergestellt werden können. Daher ist es wichtig, diese in ausreichender Menge über die Nahrung aufzunehmen. Das gilt natürlich für Mensch und Tier gleichermaßen.

Braucht mein Hund Nachtkerzenöl?

In hochwertigem Hundefutter sind meist schon gesunde Omega-6-Fettsäuren und wichtige Vitamine enthalten. Bei industriell verarbeitetem Futter geht jedoch im Rahmen des Herstellungsprozesses und für die längere Haltbarkeit eine Großzahl der wichtigen Nährstoffe verloren. Damit das Tier keine Mangelerscheinungen ausbildet, kann es sich durchaus lohnen, Nachtkerzenöl zusätzlich zum Futter hinzuzufügen.

Insbesondere wenn der Hund gebarft wird, ist Nachtkerzenöl für Hunde die ideale Ergänzung zum täglichen Futter. Dies gilt insbesondere dann, wenn der Hund generell unter Hautproblemen leidet oder immer wieder von starkem Juckreiz geplagt wird. Auch bei der unterstützenden Behandlung gegen Parasiten kann Nachtkerzenöl eine gute Wahl sein.

Wenn Hunde unter einem Nährstoffmangel leiden, zeigt sich dies meist anhand eines allgemein schlechteren Wohlbefindens. Die Tiere wirken matt und erschöpft, sind nicht mehr so lebenslustig wie früher und weniger aktiv. Auch das Fell kann sichtbar matter werden, wenn der Hund zu wenig Nährstoffe über das Futter erhält.

Oft leidet das Immunsystem zusätzlich unter den Mangelerscheinungen, sodass der Vierbeiner öfter krank wird und zu leichten Infekten neigt. Sollten Sie diese Anzeichen bei Ihrem Hund feststellen, kann die Ernährung durchaus mit wertvollem Nachtkerzenöl angereichert werden. Bleiben die Symptome bestehen, sollte jedoch auch ein Gang zum Tierarzt erfolgen.

Wogegen hilft Nachtkerzenöl beim Hund?

Aufgrund der besonders wirksamen Zusammensetzung ist Nachtkerzenöl beim Hund gegen viele körperliche Beschwerden wirksam. Rechtzeitig eingesetzt kann es dabei helfen, einige Erkrankungen zu verhindern – aber auch als Linderung bestehender Beschwerden kann Nachtkerzenöl beim Hund eingesetzt werden.

In verschiedenen Studien hat sich gezeigt, dass Nachtkerzenöl besonders wirksam auf das Hautbild einwirkt. Daher wird es vor allem bei der Vermeidung oder Linderung von Hautproblemen beim Hund eingesetzt.

Hautprobleme beim Hund erfordern meist eine lange Suche nach den wirklichen Ursachen. Neben genetischen Faktoren und einer falschen Ernährung kommen auch Unverträglichkeiten, Parasitenbefall und bestimmte Krankheiten in Frage.

Unter Umständen rühren die Hautprobleme des Tieres auch von stark kalkhaltigem Wasser oder zu intensiver Sonneneinstrahlung einher. In all diesen Fällen wird Nachtkerzenöl zur Linderung eingesetzt, um das natürliche Gleichgewicht der Haut zu stabilisieren.

Eine Hautreizung ist für Hunde sehr unangenehm. In der Natur des Tieres ist fest verankert, dass es selbst versucht, die Irritation loszuwerden. Meist führt dies dazu, dass der Hund an der betroffenen Stelle kratzt und beißt. Hautprobleme werden dadurch in der Regel noch zusätzlich verstärkt.

Unter Umständen gelangen sogar schädliche Bakterien in die offenen Hautpartien und lösen vor Ort Entzündungen aus. Dies wiederrum führt zu einem noch stärkeren Juckreiz, sodass der Hund erneut beginnt, die betroffenen Stellen wund zu kratzen. Aus diesem Kreislauf gibt es nur dann ein Entkommen, wenn man die Heilungskräfte des Tieres unterstützt.

Eine Hautreizung beim Hund erkennen

Wenn ein Hund unter gereizter Haut leidet, ist dies meist für den Besitzer des Tieres reicht einfach zu erkennen. Meist zeigt der Vierbeiner eindeutige Symptome, die auf Juckreiz, brennende Haut oder ähnliche, gesundheitliche Symptome hindeuten:

 

Wie kann Nachtkerzenöl gegen diese Symptome helfen?

Nachtkerzenöl wirkt sich positiv auf den gesamten Stoffwechsel des Hundes aus. Durch seine beruhigende und antientzündliche Wirkung beruhigt Nachtkerzenöl die betroffenen Hautstellen und sorgt für ein natürliches Gleichgewicht auf der Hautoberfläche.

Bei der äußeren Anwendung wird durch die intensive Feuchtigkeit und den hohen Gehalt an Vitamin E die Reizung umgehend gelindert, sodass auch der Juckreiz spürbar zurückgeht. Die Haut wird weicher und elastischer, sodass Krankheitserreger schwerer in die Haut eindringen können.

Auch auf stumpfes Fell wirkt sich Nachtkerzenöl positiv aus: Die Haare werden in ihrer Struktur gefestigt, widerstandsfähiger und robuster. Neue Haare wachsen schneller nach und sind dabei deutlich fülliger und strukturierter.

Schon nach kurzer Zeit zeigt sich durch Nachtkerzenöl beim Hund meist eine sichtbare Verbesserung des Fells. Damit Nachtkerzenöl seine gesamte Wirkung entfalten kann, kommt es jedoch auch auf die Art der Anwendung an.

Biene an einer Nachtkerzen Blüte

Nachtkerzenöl für die innere oder äußere Anwendung kaufen?

Wer Nachtkerzenöl kaufen möchte, wird feststellen, dass im Fachhandel verschiedene Varianten zur Verfügung stehen. Manche Sorten Nachtkerzenöl wurden speziell für die innere Anwendung hergestellt, während andere Sorten nur für die äußere Anwendung geeignet sind. Daher unterscheidet man meist zwischen Nachtkerzenöl in flüssiger Form und Nachtkerzenöl Kapseln.

Für die Innere Anwendung

Die Kapseln wurden für die innere Anwendung konzipiert, während flüssiges Nachtkerzenöl für das Auftragen auf der Haut geeignet ist. Hierbei sollte jedoch bedacht werden, dass Hunde häufig ihr Fell ablecken, wenn man es mit Nachtkerzenöl bestreicht – dies sollte bei der Dosierung daher eine wichtige Rolle spielen.

Qualität des Öls

Beim Kauf von Nachtkerzenöl sollte zudem auf die Art der Pressung geachtet werden, da hier entscheidende Qualitätsunterschiede hervorstechen. Damit die wertvollen Inhaltsstoffe aus der Gemeinen Nachtkerze auch im Nachtkerzenöl erhalten bleiben, sollte man ausschließlich zu hochwertigem Nachtkerzenöl greifen, das im Rahmen des Kaltpressverfahrens hergestellt wurde.

Bei der Heißpressung wird das Nachtkerzenöl bei hohen Temperaturen erhitzt, um haltbarer zu werden – allerdings gehen dabei auch die meisten Nährstoffe verloren. Kaltgepresstes Nachtkerzenöl ist dagegen weniger lang haltbar, dafür aber umso wirksamer.

Eine wichtige Rolle spielt auch die Anzahl der Pressvorgänge: Je häufiger das Rohmaterial bei der Ölpressung ausgepresst wird, desto geringer ist im Anschluss der Wirkstoffgehalt. Wirklich hochwertiges Nachtkerzenöl wird daher nur einmalig im Rahmen des Kaltpressverfahrens gepresst.

Bio Nachtkerzenöl

Zusätzlich sollte darauf geachtet werden, dass es sich um Bio Nachtkerzenöl handelt. So wird vermieden, dass Rückstände von Dünge- und Pflanzenschutzmitteln im Nachtkerzenöl für Hunde zu finden sind. Außerdem verzichten Bio-Öle im Regelfall auf schädliche Zusatzstoffe.

Bis das Nachtkerzenöl seine vollständige Wirkung entfaltet, kann es durchaus mehrere Wochen dauern – bei beiden Anwendungsformen. Daher sollte Nachtkerzenöl entweder durchgehend als Nahrungsergänzung oder in Form einer sechswöchigen Kur verabreicht werden.

Was kostet Nachtkerzenöl?

Wie teuer Nachtkerzenöl ist, hängt von unterschiedlichen Faktoren ab. Die wichtigste Rolle spielt dabei die Qualität. Kaltgepresstes Öl ist grundsätzlich etwas teurer als Öl aus der Heißpressung. Das liegt daran, dass die gewonnene Ölmenge bei der Kaltpressung sehr viel geringer ausfällt.

Auch die Menge ist ausschlaggebend für die Preisgestaltung. Meist sind größere Flaschen mit Nachtkerzenöl etwas preiswerter als kleinere Flaschen, allerdings sollte dabei auch die begrenzte Haltbarkeit beachtet werden. Nachtkerzenöl in flüssiger Form ist meist günstiger als Nachtkerzenöl Kapseln.

Der durchschnittliche Preis für flüssiges Nachtkerzenöl liegt bei 6-10 € pro 100 ml Öl, Bio-Nachtkerzenöl kann auch etwas teurer sein. Bei Kapseln liegt der Preis zwischen 8 € und 15 € pro 100 g Packung. In Kapseln sind häufig zusätzliche Vitamine enthalten, die vor allem für den Mensch gedacht sind. Wer das nicht möchte, sollte beim Kauf auf Nachtkerzenöl Kapseln achten, die ausschließlich das reine Öl enthalten.

Die innere Anwendung von Nachtkerzenöl beim Hund

Nachtkerzenöl eignet sich ideal als Ergänzung der täglichen Ernährung. Das nahezu geschmacksfreie und sehr milde Öl kann ohne Probleme über das Futter des Hundes gegeben werden. Meist akzeptieren Tiere das Nachtkerzenöl ohne Probleme. Sollte der Hund das mit Nachtkerzenöl angereicherte Futter verweigern, kann man es zunächst mit einer geringeren Dosierung versuchen.

Nachtkerzenöl wirkt bei der inneren Anwendung nicht nur positiv auf das Hautbild ein, sondern bietet auch viele weitere, gesundheitliche Vorteile:

 

Die richtige Dosierung bei der inneren Anwendung

Wer Nachtkerzenöl über das Futter verabreichen möchte, sollte dafür auf Kapseln zurückgreifen, die eigens für dieses Anwendungsgebiet hergestellt wurden. Dadurch erleichtert sich auch die Dosierung. Wie viel Nachtkerzenöl über das Futter gegeben werden sollte, hängt dabei vor allem vom Gewicht des Hundes ab.

Wenn Sie zum ersten Mal Nachtkerzenöl beim Hund anwenden möchten, sollten Sie mit einer niedrigeren Dosierung beginnen, um die Verträglichkeit sicherstellen zu können. Erhöhen Sie die Dosis Nachtkerzenöl im Laufe der folgenden Tage, bis Sie bei der empfohlenen Menge angelangt sind. Bei unseren Berechnungen gehen wir von einer durchschnittlichen Kapsel mit 500 mg Nachtkerzenöl aus.

 

Nachtkerzenöl für Hunde

Die äußere Anwendung von Nachtkerzenöl beim Hund

Als Alternative zur inneren Anwendung kann das Nachtkerzenöl auch direkt auf die Haut des Hundes aufgetragen werden. Wer sich zu dieser Form der Anwendung entschließt, sollte beim Kauf dennoch darauf achten, dass es sich um Nachtkerzenöl für die innere Anwendung handelt.

Die Gründe liegen auf der Hand: Fast jeder Hund leckt im Anschluss an eine Fell- oder Hautbehandlung mit Öl die behandelten Stellen ab, sodass das Nachtkerzenöl auch automatisch innerlich angewendet wird. Auch hier ist also der Griff zu Kapseln sinnvoll. Wenn Sie Nachtkerzenöl in der Flasche kaufen möchten, das für beide Formen der Anwendung geeignet ist, sollten Sie auch hier auf die Dosierung achten:

 

Mögliche Nebenwirkungen von Nachtkerzenöl?

Nachtkerzenöl wird von den meisten Hunden sehr gut vertragen, da es besonders mild und sanft zum Körper ist. Dennoch sollte bei Unsicherheit zur Verabreichung ein Tierarzt befragt werden, insbesondere wenn der Hund bereits an einer Erkrankung leidet, die dadurch gemildert werden soll.

Unter Umständen führt die zusätzliche Aufnahme von hochwertigen Ölen dazu, dass Medikamente schwerer vom Körper verstoffwechselt werden können. Daher sollte auch ein Blick auf den Zeitpunkt der Dosierung geworfen werden, der im besten Fall nicht mit einer Medikamentengabe übereinstimmt. Auch eine Unverträglichkeit mit anderen Medikamenten ist natürlich möglich.

In seltenen Fällen reagieren Hunde allergisch auf Nachtkerzenöl, was sich durch verschiedene Symptome zeigen kann: Übelkeit, Durchfall, Erbrechen und Magen-Darm-Beschwerden. Sollten Sie diese Symptome bei Ihrem Vierbeiner feststellen, sollte künftig auf die Gabe von Nachtkerzenöl verzichtet werden. Alternativ lässt sich Nachtkerzenöl natürlich auch beim Menschen einsetzen, sodass zumindest der Kauf in diesen Fällen nicht umsonst war.

Alternativen zu Nachtkerzenöl?

Wenn der Hund das Nachtkerzenöl nicht so gut verträgt, stehen stattdessen einige gesunde Alternativen zur Auswahl, die vom Nährwertgehalt und den verfügbaren Inhaltsstoffen nah an das Nachtkerzenöl herankommen.

Mögliche Alternativen zu Nachtkerzenöl sind zum Beispiel:

 

 

Insbesondere auf Leinöl sollte ein detaillierterer Blick geworfen werden, da die Nährstoffe einen ähnlich positiven Effekt auf das Hautbild und die Hautgesundheit des Hundes haben. Auch der Magen-Darm-Trakt kann durch Leinöl beruhigt und geschont werden. Bei allen Alternativen Öl-Formen gilt jedoch, dass auch hier ausschließlich kaltgepresste Öle eingesetzt werden sollten, damit eine ausreichend hohe Nährstoffdosierung erhalten bleibt.

Fazit – Nachtkerzenöl als kleines Wundermittel für Hunde

Nachtkerzenöl kaufen, um von einem gesünderen Hautbild und kräftigeren Fell zu profitieren, macht bei Hunden durchaus Sinn. Das wertvolle Öl aus der Heilpflanze wirkt sich positiv auf den gesamten Stoffwechsel und Organismus des Hundes aus.

Aufgrund seines milden Geschmacks wird es von den meisten Tieren ohne Probleme angenommen. Nachtkerzenöl kann sowohl innerlich als auch äußerlich verwendet werden und sollte entweder als dauerhafte Ergänzung der Ernährung zugeführt oder in Form einer Kur auf die Haut des Tieres aufgetragen werden. Achten Sie beim Kauf von Nachtkerzenöl auf eine ausreichend hohe Qualität.

Wie wichtig es ist, zu der gewöhnlichen Ernährung des Hundes noch hochwertige Öle und Fette zuzugeben, ist inzwischen hinlänglich bekannt, bei der Frage nach dem richtigen Öl gibt es dagegen noch eine Menge Diskussionsbedarf. Grundsätzlich gilt: Es gibt viele gute Öle, die sich hervorragend in die Ernährung des Tieres einbringen lassen.

Wem die Wahl zwischen den verschiedenen Ölen schwerfällt, sollte sich die genaue Wirkweise auf den Organismus des Tieres ansehen – denn hier sticht besonders Lachsöl hervor, das mit einer Vielzahl positiver Eigenschaften einhergeht und eine Menge gesundheitlicher Vorteile bringt. Warum das so ist, worum es sich bei Lachsöl genau handelt und ob Lachsöl für Hunde die richtige Wahl für Ihren Vierbeiner ist, werden wir im folgenden Beitrag genauer erläutern.

Was ist eigentlich Lachsöl? Herkunft und Ursprung

Lachsöl wird, wie der Name schon vermuten lässt, aus Lachs hergestellt und ist dabei ein reines Naturprodukt, das auf tierischen Fetten beruht. Frisches, hochwertiges Lachsöl lässt sich ganz einfach an einem intensiven Geruch erkennen, der nach frischem Fisch riechen sollte. Der Vorteil des starken Aromas: Ranziges Lachsöl für Hunde kann oft schon auf den „ersten Riecher“ erkannt werden.

Dieser intensive Geruch wird von Hunden und Katzen oft als sehr angenehm empfunden, während wir Menschen mit der hohen Intensität oft unsere Probleme haben. Daher steht Lachsöl im Handel nicht nur als klassisches Öl in Flaschenform zur Verfügung, sondern wird auch in geruchsdichten Kapseln angeboten, die sich erst im Magen öffnen.

Beim Lachsöl ist vorrangig die Herkunft der Fische entscheidend für eine gute Qualität. Wer Nachhaltigkeit unterstützen und die Umwelt schonen möchte, setzt beim Kauf auf Lachsöl aus 100 % nachhaltigem Wildfang. So ist nicht nur eine besonders hohe Qualität des Lachsöls gewährleistet, sondern auch der weitere Erhalt von Lachs in der freien Natur und eine möglichst geringe Belastung mit Schwermetallen und anderen Schadstoffen.

Die fantastischen Inhaltsstoffe in Lachsöl für Hunde

Lachsöl für Hunde ist nicht ohne Grund so beliebt, denn darin steckt eine breite Masse gesunder Fettsäuren, die für die Ernährung des Hundes essentiell sind. Hauptsächlich besteht Lachsöl aus Triglyceriden, also Fettsäure-Resten aus Glycerin. Diese Triglyceriden wiederum bestehen zu

• 22 % aus gesättigten Fettsäuren
• zu 43 % aus ungesättigten Fettsäuren und
• zu 35 % aus mehrfach ungesättigten Fettsäuren.

Rund 30 % aller im Lachsöl enthaltenen Fettsäurereste bestehen aus Omega-3-Fettsäuren, die besonders wertvoll für den Organismus sind. Diese Fettsäuren können vom Körper des Hundes nicht selbst hergestellt werden und müssen daher mit der täglichen Nahrung aufgenommen werden.

Ungesättigte Fettsäuren

In diesen Omega-3-Fettsäuren finden sich zusätzlich sogenannte Omega-n-Fettsäuren, also ungesättigte Fettsäuren, die vom tierischen Organismus ebenfalls benötigt werden. Im Lachsöl stechen vorwiegend EPA und DHA hervor. EPA ist die Abkürzung für Eicosapentaensäure, eine langkettige und mehrfach ungesättigte Fettsäure, die für eine funktionierende Blutgerinnung und ein gesundes Immunsystem sorgt.

Außerdem unterstützt EPA die Wundheilung. DHA dagegen ist die Abkürzung für Docosahexaensäure, die wichtig für die Funktion von Stoffwechselprozessen ist. Diese Fettsäure kümmert sich vor allem um den Erhalt der Hirnleistung, insbesondere bei alten Tieren, unterstützt den Aufbau von Nervenfasern und sorgt für eine verbesserte Sehkraft.

Lachsöl für Hunde Test

Neben den Omega-3-Fettsäuren sind auch die nicht minder hochwertigen Omega-6-Fettsäuren im Lachsöl enthalten, die unter anderem wichtig für ein gesundes Hautbild, für eine vollumfängliche Funktion des Körpers und gegen Entzündungen sind. Hier sind vor allem Linolsäure und Gamma-Linolsäure hervorzuheben, die sich in hohen Mengen im Lachsöl befinden.

Positive Eigenschaften für den Hund – so wirkt Lachsöl im Körper

Kaum ein Öl ist bei Hunden so beliebt wie Lachsöl, was nicht zuletzt auch an dem leckeren Eigengeruch liegt, der für hündische Nasen sehr attraktiv wirkt. Und das ist auch gut so, denn Lachsöl bietet eine Vielzahl positiver Eigenschaften, fördert die natürlichen Abläufe des Organismus und unterstützt die Gesundheit unserer Vierbeiner.

Natürlich ist Lachsöl kein Wundermittel, sondern lediglich ein Zusatz für das tägliche Futter (und somit ein Nahrungsergänzungsmittel) – wenn der Hund an einer ernsthaften Erkrankung leidet, sollte daher stets auch ein Besuch beim Tierarzt stattfinden.

Lachsöl für die Haut – ideal bei Allergien, Reizungen oder Trockenheit

Mit seiner fantastischen Zusammensetzung hat sich Lachsöl ideal als Helfer gegen Hauptprobleme aller Art bewiesen. Die Inhaltsstoffe im Lachsöl für Hunde unterstützen die Hautbeschaffenheit und erhalten den natürlichen Hydrolipidfilm der Haut.

Die gesättigten Fettsäuren sorgen gleichzeitig für ein dichtes, glänzendes Fell. Auch Hautreizungen oder Allergien, die sich über Juckreiz, Ausschlag oder andere Hautbeschwerden zeigen, können mithilfe von Lachsöl gelindert werden – nicht zuletzt aufgrund seiner entzündungshemmenden Zusammensetzung.

Hund Lachsöl

Lachsöl gegen Entzündungen

Lachsöl für Hunde hat fantastische, entzündungshemmende Eigenschaften, die sich bei einer Aufnahme über die Nahrung im ganzen Körper des Tieres bemerkbar machen. Alle entzündlichen Prozesse im Körper können durch die Aufnahme von Lachsöl deutlich gelindert werden, beispielsweise bei Hautentzündungen, Arthritis oder beim Heilprozess äußerlicher Wunden, bei denen eine Entzündung von vornherein vermieden werden soll.

Bei Arthrose kann Lachsöl zwar nicht gegen die Krankheit selbst vorgehen, unterstützt jedoch auch hier die Linderung der entzündlichen Prozesse, die die Krankheit begleiten.

Lachsöl unterstützt das Immunsystem des Hundes

Die wertvollen Inhaltsstoffe und Fettsäuren im Lachsöl werden zwar vom Körper zum Erhalt des Immunsystems benötigt, können aber von diesem nicht selbst hergestellt werden, sodass zwingend eine Aufnahme über die Nahrung erforderlich ist. Die hochwertigen Fettsäuren im Lachsöl unterstützen das Immunsystem bei seinen täglichen Aufgaben und helfen dabei, die Funktionsweisen des Körpers aufrecht zu erhalten.

Lachsöl unterstützt den Zellaufbau

Jeden Tag entstehen im Körper des Hundes zahlreiche neue Zellen und alte Zellen sterben ab und werden vom Körper abtransportiert. Dieser Prozess ist nur mit einer ausreichenden Menge hochwertiger Fettsäuren möglich, die unter anderem über die Aufnahme von Lachsöl in den Körper gelangen.

Neue Zellen wiederum unterstützen die Abwehrkräfte des Körpers, sodass Lachsöl auch dabei helfen kann, die Widerstandsfähigkeit des Hundekörpers zu verbessern. Die Zellen im gesamten Körper des Tieres werden durch die Aufnahme von Lachsöl natürlich unterstützt, besonders intensiv wirkt das hochwertige Öl jedoch bei der Entwicklung des Hirns – denn vor allem hier profitiert der Körper mit gesünderen Zellen und kräftigeren Nerven von Lachsöl.

Lachsöl sorgt für eine bessere Blutgerinnung und senkt den Cholesterinspiegel

Ein weiterer Vorteil von Lachsöl ist die Auswirkung auf das Blut des Hundes. Insbesondere Hunde mit sehr dünnem Blut, die schnell zu einem höheren Blutverlust neigen, profitieren von Lachsöl, da dieses die Blutgerinnung fördert. Aber auch der generelle Blutfluss wird durch die Zugabe von Lachsöl verbessert. Davon profitieren alle Organe, da diese besser mit Nährstoffen und Sauerstoff versorgt werden.

Außerdem hat Lachsöl die Fähigkeit, die Produktion der Blutkörperchen zu verbessern, was ebenfalls einen besseren Transport der lebenswichtigen Nährstoffe in die Organe gewährleistet.

Die Fettsäuren im Lachsöl sind dazu in der Lage, den Cholesterinspiegel des Hundes zu senken und damit den Blutfettgehalt maßgeblich nach unten zu korrigieren. Hier ist eine regelmäßige Gabe von Lachsöl besonders wichtig!

Lachsöl gegen Allergien beim Hund einsetzen

Auch bei Allergien können mit Lachsöl hervorragende Erfolge erzielt werden, die sich nicht nur auf die Bekämpfung der Symptome beschränken, sondern auch die Allergie selbst etwas lindern. Das liegt daran, dass Lachsöl eine Menge entzündungshemmender Stoffe enthält, die die allergischen oder unverträglichen Prozesse im Körper beeinflussen können.

Besonders gute Ergebnisse gibt es bei Lebensmittelunverträglichkeiten oder Futterallergien, sofern es sich dabei nicht um eine Allergie bzw. Unverträglichkeit gegenüber Fisch/ Lachs handelt.

Lachsöl gegen Herzerkrankungen

Lachsöl ist dazu in der Lage, Herzerkrankungen vorzubeugen oder bereits bestehende Herzerkrankungen beim Hund zu lindern. Dies äußert sich vor allem durch die entzündungshemmenden Inhaltsstoffe und die verbesserte Durchblutung, die auch die Versorgung des Herzens mit Nährstoffen und Sauerstoff verbessert, sodass sich Zellen und Gewebe vor Ort regenerieren können.

Wie gesund ist Lachsöl für Hunde?

Lachsöl für das Gehirn

Besonders beliebt ist Lachsöl wegen seiner fantastischen Auswirkungen auf das Hirn des Hundes. Bei älteren Tieren sorgt Lachsöl dafür, dass der natürliche Verfallsprozess der Zellen verlangsamt wird und sorgt für den Erhalt der kognitiven Fähigkeiten, also beispielsweise der Konzentration oder des Gedächtnisses. Bei Welpen dagegen wird Lachsöl gegeben, damit sich das Gehirn in vollen Zügen entwickeln kann und alle Nährstoffe erhält, die es dafür benötigt.

Lachsöl für das Sehvermögen

Bei jungen Tieren sorgt Lachsöl für eine bessere Entstehung des Sehvermögens, während durch die Zugabe von Lachsöl bei älteren Tieren länger die Sehkraft erhalten werden kann. Das liegt vor allem an den DHA-Fettsäuren, die maßgeblich die Sehfähigkeit der Tiere beeinflussen, da ein großer Teil der Netzhaut aus ebendiesen Fettsäuren besteht.

Lachsöl gegen Krebs

Verschiedene Untersuchungsergebnisse haben gezeigt, dass Lachsöl auch gegen Krebs hilfreich sein kann und aktiv dabei hilft, Tumorerkrankungen vorzubeugen. Dies könnte unter anderem daran liegen, dass Lachsöl das gesunde Zellwachstum anregt und die Zellen im Körper mit wichtigen Nährstoffen versorgt.

Negative Eigenschaften von Lachsöl – gibt es Nebenwirkungen?

Allgemein ist Lachsöl ein sehr gut verträgliches Öl, das in der Regel auch von ernährungssensiblen Tieren gut angenommen und vertragen wird. Vereinzelt gibt es natürlich Tiere, die auf Fisch im allgemeinen oder Lachs im speziellen allergisch reagieren – für die Gabe von Lachsöl natürlich eine starke Kontraindikation. Wenn Sie unsicher sind, ob Ihr Hund Lachsöl verträgt, können Sie dies zunächst mit der Gabe weniger Tropfen testen.

Durchfall oder Erbrechen bei Überdosierung

Einige Hunde reagieren zu Beginn der Lachsöl-Gabe mit etwas weicherem Stuhl als üblich, in seltenen Fällen tritt auch Durchfall oder Erbrechen ein. Dies hat meist damit zu tun, dass sich der Magen-Darm-Trakt zunächst an die zusätzlichen Fettsäuren gewöhnen muss und endet nach einigen Tagen von allein wieder. Sollte Durchfall und Erbrechen jedoch auch weiterhin bestehen, empfehlen wir, das Lachsöl wieder abzusetzen.

Alle weiteren Nebenwirkungen gehen immer mit einer Überdosierung des Lachsöls einher, die insbesondere dann stattfindet, wenn man dem Tier zu viel Lachsöl gibt oder der Bedarf an hochwertigen Fettsäuren bereits durch das tägliche Futter gedeckt wird.

In diesen Fällen kann es zu Übergewicht (denn natürlich hat auch Lachsöl Kalorien), Blähungen, Durchfall/zu weichem Stuhl, Erbrechen oder Bauchschmerzen beim Hund kommen. Bei einigen Tieren ist durch die regelmäßige Gabe von Lachsöl auch eine Verschlechterung des Atems zu beobachten, was auch auf eine Überdosierung oder eine zu hohe Versorgung mit Fettsäuren hindeutet.

Wirkung – auf diese Weise zeigt Lachsöl seine positiven Effekte

Das Lachsöl aufgrund seiner Zusammensetzung zu wertvoll für den Organismus des Hundes ist, wurde an anderer Stelle bereits erläutert. Daher möchten wir nun darauf eingehen, wie das Lachsöl im Körper des Hundes wirkt. Über die Nahrung aufgenommen gelangt das Lachsöl direkt ins Blut, wo es mithilfe der Blutkörperchen direkt zu den unterschiedlichen Organen transportiert wird.

Hier zeigt es seine beeindruckende Wirkung: Die entzündungshemmenden Inhaltsstoffe wirken aktiv gegen eventuelle Entzündungsherde, versorgen die Zellen mit wichtigen Nährstoffen und regen gleichzeitig die Produktion neuer Zellen an, sodass der Körper des Tieres im Gesamten unterstützt wird. Gleichzeitig helfen die Nährstoffe dabei, das Immunsystem des Tieres zu stärken, damit der Körper des Hundes sich auch selbst gegen alle negativen Einflüsse behaupten kann.

Verantwortlich dafür sind vor allem die hochwertigen Omega-3-Fettsäuren und Omega-6-Fettsäuren. Besonders hervorzuheben ist an dieser Stelle auch die Wirkweise von DHA (Docosahexaensäure), aus der auch die Netzhaut des Hundes besteht: Mithilfe dieser Fettsäure kann die natürliche Netzhaut zusätzlich unterstützt werden, sodass die Sehkraft länger erhalten bleibt!

Dosierung von Lachsöl für den Hund

Die Dosierung von Lachsöl gestaltet sich recht schwer, da zunächst abgeklärt werden sollte, wie hoch die Menge der hochwertigen Fettsäuren im bisherigen Futter des Tieres ist. Wenn diese schon vollständig abgedeckt wird, genügt es völlig, dem Hund alle paar Tage einen kleinen Teelöffel Lachsöl über das Futter zu geben, um von den positiven Effekten zu profitieren.

Anders sieht es dagegen bei Tieren aus, die bisher zu wenig hochwertige Nährstoffe erhalten haben: Hier kann es durchaus sinnvoll sein, eine Zeit lang jeden Tag etwas Lachsöl über das Futter zu geben.

Alter des Hundes

Grundsätzlich bemisst sich die Dosierung an der Größe, dem Gewicht, dem Alter und dem generellen Zustand des Tieres. Ein Welpe beispielsweise benötigt mehr Lachsöl, damit der Körper ausreichend Energie hat, um sich zu entwickeln – auch ein alter Hund sollte etwas mehr Lachsöl erhalten, damit die natürlichen Verfallsprozesse verlangsamt werden.

Ein gesunder Hund in seinen besten Jahren kommt dagegen auch mit etwas weniger Lachsöl aus, sofern die benötigten Nährstoffe durch eine gesunde Ernährung abgedeckt werden.

Angaben auf der Verpackung beachten

Eine genaue Angabe dazu, wie viel Lachsöl dem Hund gegeben werden sollte, findet sich meist direkt auf der Verpackung. Wichtig ist es, diese Ernährungsangaben zu beachten, da eine Überzufuhr an Lachsöl Nebenwirkungen mit sich bringen kann, auf die oben schon genauer eingegangen wurde.

Im Rahmen einer medizinischen Behandlung sollte die Dosierungsangabe zusätzlich mit dem Tierarzt oder Tierheilpraktiker abgeklärt werden.

Esslöffel sind ungeeignet für die Mengenangabe

Obacht gilt auch bei der Messung über Esslöffel – diese können zwischen 10 und 15 Milliliter Flüssigkeit umfassen und sind daher nur ein bedingt gutes Mittel, um eine benötigte Mengenangabe auszudrücken!

Kapseln als alternative Dosierungsform

Übrigens: Natürlich gibt es Fischöl nicht nur in flüssiger Form, sondern auch als Kapsel. Hier sollte jedoch ebenfalls auf die Dosierungsempfehlung geachtet werden – wenn eine Kapsel zu viel Lachsöl enthält, greift man besser auf die flüssige Variante aus der Flasche zurück, um eine Überdosierung zu verhindern. Alternativ kann natürlich auch eine Kapsel geöffnet und über mehrere Tage hinweg verabreicht werden.

Nahrungsergänzung Hund

Wie Sie dem Hund Lachsöl verabreichen sollten

Lachsöl sollte ausschließlich über die Nahrung verabreicht werden, da der intensive Geruch auf der Haut schnell unangenehm für Mensch und Tier wird. Hier genügt es schon, die benötigte Menge über das Futter zu geben – egal ob es sich dabei um BARF, Nassfutter oder Trockenfutter handelt.

Wenn der Hund kein Lachsöl mag, kann auch eine Lachsöl-Kapsel in einem Leckerli versteckt und so verabreicht werden. Weitere Informationen zu geeignetem Futter und interessante Vergleiche finden sich auf Hundefutter-Tests.

Theoretisch ist es natürlich auch möglich, den Hund von außen mit Lachsöl zu behandeln. Da es sich dabei um ein stark riechendes Fischöl handelt, ist davon jedoch deutlich abzuraten. Viele Tiere würden das Lachsöl ohnehin sofort abschlecken. Außerdem verbleibt das Lachsöl bei der äußeren Anwendung für eine gewisse Zeit im Fell bzw. auf der Haut und verteilt dabei konstant seinen intensiven Fischgeruch, der über die Zeit etwas ranzig und damit besonders unangenehm werden kann.

Haltbarkeit und Lagerung von Lachsöl für Hunde

Sobald eine Flasche Lachsöl geöffnet wurde, ist diese nur noch sehr begrenzt haltbar. Bei Raumtemperatur gelagertes Lachsöl ist in der geöffneten Flasche noch ca. 3 Wochen haltbar, kühl und dunkel gelagert ist die Verwendung für bis zu sechs Wochen möglich. Im Anschluss wird das Lachsöl sehr schnell ranzig und sollte dann nicht mehr an den Hund verfüttert werden.

Frisches Lachsöl sollte daher immer in einer Flaschengröße gekauft werden, die sich in diesem Zeitraum vollständig aufbrauchen lässt.

Lachsöl kann auch ohne Probleme im Kühlschrank aufbewahrt werden, was gerade in den warmen Sommermonaten für viele Hunde eine kleine Erleichterung beim Fressen bietet. Wer ausversehen etwas Lachsöl zu viel gekauft hat, kann es sogar einfrieren: Lachsöl schmilzt bereits bei ca. -20 bis -16 Grad und bleibt daher sogar im Gefrierfach flüssig. Eingefrorenes Lachsöl ist für ca. ein halbes Jahr haltbar.

Wer Lachsöl lange haltbar und leicht zu lagern kaufen möchte, sollte zu Lachsölkapseln greifen. Diese sind zwar deutlich schlechter zu dosieren, halten dafür aber bei einer kühlen, dunklen Lagerung bis zu ein Jahr lang. Hier muss allerdings auch mit einem etwas höheren Preis gerechnet werden.

Was Sie beim Kauf beachten sollten

Wie die meisten hochwertigen Öle sollte auch Lachsöl ausschließlich kaltgepresst erworben werden, damit die wichtigen Nährstoffe in ihrer vollen Menge erhalten bleiben. Zusätzlich empfiehlt es sich, auf Lachsöl aus nachhaltigem Fischfang zu setzen, denn nur so kann langfristig der Erhalt von Lachsen und somit auch die Produktion von Lachsöl gesichert werden.

Wichtig ist es, dass das Lachsöl aus Lachsen aus dem Wildfang hergestellt wird, denn hier ist die Belastung mit Schwermetallen und anderen Schadstoffen, die vor allem in der industriellen Fischzucht weit verbreitet sind, möglichst gering. Wer auf Nummer sicher gehen möchte, greift zu Bio Lachsöl, das all diese Kriterien erfüllt und gleichzeitig einer stetigen Kontrolle unterliegt – damit macht man sicher nichts falsch.

In den letzten Jahren hat der Trend vom Umweltbewusstsein auch tief in unsere eigene Ernährung eingegriffen. Immer mehr Menschen entscheiden sich dazu, sich vegetarisch oder vegan zu ernähren, um Rücksicht auf die Umwelt und die Tiere zu nehmen. Oft kommt bei den Überlegungen auch die Frage auf, ob es sinnvoll ist, den eigenen Hund ebenfalls vegan zu ernähren?

Grundsätzlich gilt: Der Hund ist ein Omnivore, also ein sogenannter Allesfresser. Rein biologisch ist es möglich, den Hund vegan zu ernähren, ohne mit ernsthaften Mangelerscheinungen rechnen zu müssen.

Ob diese Form der Ernährung auch artgerecht ist, ist jedoch fraglich. Wir möchten dazu die Vor- und Nachteile der veganen Hundeernährung genauer unter die Lupe nehmen.

Hunde vegan ernähren

Sind Hunde wirklich Carnivoren?

Der Haushund, den wir heute kennen, stammt ursprünglich vom Wolf ab und wurde im Laufe der Jahrtausende langsam domestiziert. Die Ernährung von Wölfen war nie rein fleischlich:

Die Vierbeiner haben ihre Beutetiere seit jeher vollständig verspeist und dabei zwangsläufig auch pflanzliche Bestandteile – zum Beispiel den Mageninhalt des Beutetieres – mit verspeist.

Was viele nicht wissen: Neben Beutetieren stehen auf dem Speiseplan von Wölfen auch gelegentlich Früchte und Gräser, die beim Streifen durch die Wälder gefunden werden. Die Annahme, dass der Wolf und damit auch unser heutiger Haushund ein reiner Carnivore ist, ist daher falsch. Viel mehr spricht man beim Hund von einem Omnivoren, der Nährstoffe aus Fleisch und Pflanzen gleichermaßen aufnehmen und verstoffwechseln kann.

Dementsprechend sollte ein Hund auch niemals ausschließlich nur mit Fleisch ernährt werden. Gleichwohl ist es sehr schwierig, den Nährstoffbedarf des Hundes ausschließlich über pflanzliche Nahrungsquellen zu decken.

Welche Nährstoffe benötigt ein Hund?

Hunde haben einen festen Bedarf an Nährstoffen, der über das tägliche Futter gedeckt werden sollte. Daher sollte sich ein gutes, reichhaltiges Hundefutter aus verschiedenen Bestandteilen zusammensetzen, die genau diese Bedürfnisse abdecken.

Vegane Ernährung beim Hund - Bedarf an Nährstoffen

Das Problem mit den Proteinen

Wie in der Auflistung bereits angesprochen, unterscheiden sich pflanzliche und tierische Proteine sehr stark voneinander. Auch die Verarbeitung der Nährstoffe im Körper des Hundes ist je nach Art des Proteins sehr unterschiedlich.

Grundsätzlich verfügt tierisches Protein über eine sehr große Menge unterschiedlicher Aminosäuren, die bei pflanzlichen Proteinen oder ähnlichem Fleischersatz nur im geringeren Maß zu finden sind. Allerdings gibt es auch hier natürlich große Unterschiede, primär beeinflusst von der Qualität des Fleisches.

Beispiel tierisches und pflanzliches Protein

Wer sich mit der veganen Hundeernährung auseinandersetzt, steht also vor dem Problem der umfassenden Proteinversorgung des Hundes. Zum Vergleich: Ein Hühnerei verfügt über einen besonders hohen, biologischen Wert, der auf einem vollständigen Aminosäureprofil basiert. Heißt konkret, ein Hühnerei verfügt über all die wichtigen Nährstoffe und Aminosäuren, die ein Hund benötigt.

Nimmt man stattdessen eine sehr proteinhaltige Nuss zum Vergleich, so findet sich hier zwar auch eine hohe Menge an Aminosäuren, allerdings nur bei bestimmten Aminosäuren – es entsteht also kein vollständiges Profil.

Nun haben Hundehalter, die den Hund vegan ernähren möchten, natürlich die Möglichkeit, mehrere pflanzliche Proteinquellen miteinander zu kombinieren, um den Bedarf an Aminosäuren des Hundes zu decken. Allerdings hängt dies von vielen Faktoren ab, beispielsweise der Qualität der pflanzlichen Inhaltsstoffe, der Menge und der exakten Kombination unterschiedlicher, pflanzlicher Quellen.

vegane Hundeernährung - Problem Protein

Probleme mit der Verdauung von pflanzlichen Proteinen

Mit dem Protein geht bei der veganen Ernährung jedoch noch ein weiteres Problem einher: Die Verdauung. Zwar sind Hunde dazu imstande, pflanzliche Proteine verdauen zu können, allerdings dauert dies deutlich länger als bei tierischen Alternativen. Wer sich also dazu entschließt, Getreidesorten als natürlichen Lieferant für Protein zu wählen, muss im Vorfeld sicherstellen, dass diese Inhaltsstoffe vom Hund auch verdaut und verstoffwechselt werden können.

Kann vegane Hundeernährung den Nährstoffbedarf decken?

Grundsätzlich ist es möglich, einen Hund vegan zu ernähren. Allerdings gestaltet sich die Zusammensetzung des Hundefutters sehr schwierig, da hierbei nicht nur Qualitätsschwankungen der einzelnen Inhaltsstoffe einkalkuliert werden müssen, sondern auch ein vollumfänglicher Nährstoffbedarf, der sich vegan nur sehr schwer umsetzen lässt.

Bei Tests von veganem Hundefutter hat sich gezeigt, dass die notwendigen Proteine in ausreichender Menge vorhanden waren, allerdings immer am unteren Rande der Skala.

Schon kleine Abweichungen, beispielsweise durch eine schlechtere Qualität der einzelnen Inhaltsstoffe, können daher zu einer Mangelernährung führen. Da es den meisten Hundehaltern nicht möglich sein wird, regelmäßig die Nährstoffprofile des Hundefutters zu prüfen, besteht immer ein gewisses Restrisiko.

Vegetarische Ernährung als bessere Alternative

Etwas leichter sieht es dagegen bei der vegetarischen Ernährung von Hunden aus. Da weiterhin tierische Bestandteile wie Milch und Eier im Hundefutter verwendet werden können, lässt sich der Nährstoffbedarf an Proteinen hier leicht über tierische Quellen abdecken. Die notwendigen Vitamine, Fette und Kohlenhydrate können ohne Probleme auch aus pflanzlichen Quellen in ausreichender Menge und Qualität zugeführt werden.

Sind Mangelerscheinungen bei einer veganen Hundeernährung zu befürchten?

Wer seinen Hund nicht ausgewogen und mit allen relevanten Nährstoffen versorgt, muss ernstzunehmende Mangelerscheinungen befürchten. Durch die Schwierigkeiten der Proteinverarbeitung besteht bei der veganen Hundeernährung ein besonders hohes Risiko für Mangelerscheinungen.

Allerdings sollte dies nicht darüber hinwegtäuschen, dass auch eine fleischhaltige Ernährung beim Hund Mangelerscheinungen auslösen kann.

Auch hier gilt nämlich: Minderwertige, herkömmliche Futtersorten enthalten meist nicht ausreichend Nährstoffe, um den täglichen Bedarf des Hundes zu decken, sodass es zu Mangelerscheinungen kommt.

Wer sich für eine vegane Ernährung des Hundes entscheidet, sollte daher besonders Wert auf eine hohe Qualität des Futters legen und darauf achten, dass ausreichend ausgewogene und verdauliche Proteinquellen zur Verfügung stehen – aber natürlich auch darauf, dass das Futter ausreichend Vitamine und Mineralstoffe enthält.

Mangelerscheinungen veganer Hundeernährung

Gefahr von Harn- und Nierensteinen

Ein weiterer Faktor, der insbesondere bei der veganen Hundeernährung eine Rolle spielt, ist die Bildung von Harnsteinen und Nierensteinen. Pflanzliche Futtermittel haben einen anderen pH-Wert als tierisches Hundefutter, sodass sich bei einer ausschließlich pflanzlichen Ernährung des Hundes der Urin in einen basischen Bereich verschieben kann.

Dadurch wird die Entstehung von Struvitsteinen gefördert, die zu schmerzhaften Blasen- und Nierenentzündungen führen können. Sollte dies der Fall sein, kann über eine künstliche Ansäuerung des Harns nachgedacht werden – dafür stehen Medikamente zur Verfügung, die durch den Tierarzt verschrieben werden können. Ob jedoch die Umstellung der Ernährung die Gabe von zusätzlichen Medikamenten rechtfertigt, muss jeder Tierhalter selbst entscheiden.

Welche Gründe gibt es, den Hund vegan zu ernähren?

Die möglichen Gründe für eine vegane Ernährung des Hundes sind vielfältig. In den meisten Fällen entschließen sich Hundehalter dazu, weil sie selbst ihren Ernährungsstil ändern und vegan leben möchten.

Die ökologischen Folgen bei täglichem Fleischkonsum sind längst kein Geheimnis mehr, sodass Umweltschutz, Nachhaltigkeit und Tierschutz als Hauptfaktoren für eine vegane Ernährung gelten.

Es gibt aber auch gesundheitliche Gründe, die Tierhalter dazu bewegen können, den Hund vegan zu ernähren. Einige Tiere entwickeln im Laufe ihres Lebens eine Allergie auf tierische Proteine, insbesondere solche, die im Fleisch enthalten sind. Hier kann eine vegane Ernährung des Hundes Sinn machen.

Was sollte man bei der veganen Hundeernährung beachten?

Eine Umstellung der Hundeernährung von tierischen Inhaltsstoffen zu vegan sollte immer mit dem Tierarzt des Vertrauens abgeklärt werden. Wer sich dazu entschließt, muss außerdem genau auf den eigenen Vierbeiner achten. Mangelerscheinungen können oft schon an äußeren Faktoren erkannt werden.

Wird nach der Umstellung auf veganes Hundefutter das Fell des Vierbeiners struppig, könnte dies mit einem Mangel an essentiellen Fettsäuren zusammenhängen. Aber auch glänzend-fettiges Fell kann ein Anzeichen für einen ernährungsbedingten Mangel sein, der genauer überprüft werden sollte.

Grundsätzlich gilt: Jede negative Veränderung, die nach einer Ernährungsumstellung auftritt – auch bei herkömmlichen Futtermitteln – sollte durch einen Tierarzt kontrolliert werden. Wer sich für die vegane Ernährung des Hundes entscheidet, kann auch anhand der Blutwerte regelmäßig überprüfen lassen, ob der Vierbeiner an Mangelerscheinungen leidet.

Umstellung auf vegane Hundeernährung

Veganes Hundefutter selbst herstellen?

Noch schwieriger wird es jedoch, wenn man sich dazu entschließt, das vegane Hundefutter selbst herzustellen. Die verwendeten Lebensmittel können stark in ihrer Zusammensetzung schwanken.

So hängt beispielsweise der Gehalt an Vitaminen in vielen Lebensmitteln davon ab, wie die Beschaffenheit der Erde war, in der sie wuchsen und wie viel Sonnenlicht während des Wachstums auf die Pflanze schien. Daher ist es hier umso schwerer, bei den proteinhaltigen Lebensmitteln ein gleichbleibend hohes Maß sicherzustellen, um den Bedarf des Hundes zu decken.

Bei industriell hergestellten Futtermitteln wird der Gehalt an Proteinen und Nährstoffen regelmäßig kontrolliert, bei eigens zubereiteten Speisen ist dies nicht der Fall.

Ist eine vegane Hundeernährung artgerecht?

Viele Hundehalter sehen sich selbst in einer Zwickmühle gefangen: Einerseits verspürt man die Liebe zum eigenen Tier, für dessen Ernährung jedoch andere Tiere zu Schaden kommen. Daher rührt bei einigen Hundehaltern der Wunsch, den Vierbeiner vegan zu ernähren.

Wer sich mit der Thematik gründlich auseinandersetzt, kann einen Hund auch vegan ernähren. Wer sich jedoch dazu entscheidet und zu veganen Hundefutter greift oder veganes Hundefutter selbst zubereitet und sich nicht ausreichend mit dem Nährstoffbedarf des Vierbeiners auseinandersetzt, riskiert schwerwiegende Mangelerscheinungen, die zur Erkrankung des Hundes führen können.

Grundsätzlich ist der Magen-Darm-Trakt des Hundes jedoch hauptsächlich auf tierische Proteine ausgelegt, ein hochwertiges Nassfutter oder BARF sollte bevorzugt werden, schließt eine vegane Ernährung jedoch nicht komplett aus.

Die Anzahl möglicher Stresssituationen für Hunde ist schier unendlich – und absolut individuell. Während einige Tiere schon bei kuren Autofahrten absolute Panik entwickeln, bedeutet das Auto für andere Artgenossen Ruhe und Entspannung. Auch an Silvester lässt sich feststellen, wie unterschiedlich unsere Vierbeiner sind: Während ein Hund den lauten Tag ohne Probleme wegsteckt, drehen andere Tiere bei dem Geräusch von Feuerwerkskörpern vollkommen durch.

Beim Hundehalter löst der Stress des eigenen Tieres oft ebenfalls Unbehagen aus, was die Situation in vielen Fällen noch zusätzlich verschlimmert. Um bei Hund, Herrchen und Frauchen für Entspannung zu sorgen, stehen für Ausnahmesituationen verschiedene Beruhigungsmittel für Hunde zur Verfügung.

Ob der Einsatz wirklich notwendig ist, welche alternativen Lösungswege es gibt und welches Beruhigungsmittel für Hunde für Sie die richtige Wahl ist, möchten wir im folgenden Beitrag genauer erläutern.

Beruhigungsmittel für Hunde

Ursachen für Stress und Angst beim Hund

Jeder Hund reagiert auf die Vielzahl an Situationen, mit denen er im Leben konfrontiert wird, anders. Dementsprechend groß sind natürlich auch mögliche Auslöser für Panik, Angst oder Stress bei Hunden. Wie stark diese Ängste ausgeprägt sind, hängt von vielen Faktoren ab: Der Vergangenheit des Tieres, bisheriger Erlebnisse, dem individuellen Charakter des Hundes und sogar dem Umgang seitens des Herrchens oder Frauchens mit der Situation.

Viele mögliche Panik-Momente lassen sich schon mit einer Verhaltenstherapie vermeiden, die sowohl für den Hundehalter als auch für den Hund selbst notwendig sein kann. Dafür ist es zunächst wichtig, die angstauslösenden Faktoren des Tieres zu kennen und einen ordnungsgemäßen Umgang mit dieser Angst zu erlernen. Tierhalter allein sind damit oft überfordert, oft bieten jedoch Hundeplätze oder Hundeschulen passende Kurse, die genau auf die Bedürfnisse von Angsthunden ausgelegt sind.

Therapeutische Maßnahmen zur Vermeidung von Angst

Oft ist schon eine leichte Umstellung der eigenen Gewohnheiten ausreichend, um auch die Angst des Tieres zu bekämpfen. Dies liegt vor allem an unserem eigenen Umgang mit der Panik des Haustiers: Reagiert der geliebte Vierbeiner auf eine Situation besonders gestresst oder sogar ängstlich, dann werden oft auch die Hundehalter selbst nervös.

Das führt dazu, dass das Tier sich in seiner Panik noch zusätzlich bestärkt fühlt. Insbesondere das deutlich intensivere beachten des Hundes verstärkt diese Situation – achten Sie daher darauf, mit einem ängstlichen Tier so umzugehen, wie Sie es immer tun und ihm keine zusätzliche Bestätigung durch vermehrte Aufmerksamkeit zukommen zu lassen.

Ängste des Hundes erkennen

Dieser Umgang allein ist in den meisten Fällen noch nicht die Lösung des Problems, sondern lediglich ein Bestandteil der Lösung. Im nächsten Schritt gilt es, die genauen Ängste des Tieres zu erkennen. Ihr Hund hat panische Angst vor dem Autofahren?

Richten Sie immer wieder kurze Trainingseinheiten an, in denen sich das Tier an das Auto und das Fahren gewöhnen kann. Zunächst sollte der Hund dafür in das stehende Auto gesetzt und belohnt werden, egal ob mit Streicheleinheiten, Leckerchen oder anderen Aufmerksamkeiten.

Der Zeitraum, den der Hund im Auto verbringt, sollte von Trainingseinheit zu Trainingseinheit verlängert werden. Sobald dieser Vorgang zur Routine wurde, können Sie damit beginnen, kurze Strecken gemeinsam mit dem Tier zu fahren. Achten Sie darauf, dass auch hier eine Belohnung des Hundes stattfindet. Damit diese Art des Trainings erfolgreich sein kann, sollten Sie die Übungen in regelmäßigen Abständen wiederholen und so lange fortsetzen, bis Ihr Vierbeiner einen routinierten Umgang mit dem KFZ beherrscht.

Ängste beim Hund - Beruhigungsmittel

Beruhigungsmittel als Alternative zu Therapeutische Maßnahmen

Natürlich stehen auch für viele weitere potentielle Stresssituationen Trainingsmöglichkeiten zur Verfügung. Wenn therapeutische und erzieherische Maßnahmen jedoch keinen oder keinen zufriedenstellenden Erfolg zeigen, sind Beruhigungsmittel für Hunde eine gute Alternative. Natürlich muss der eigene Vierbeiner nicht zwangsläufig mit chemischen Medikamenten behandelt werden, auch pflanzliche Mittel stehen zur Verfügung, wenn kurzzeitige Stresssituationen etwas gemildert werden sollen.

Beachten Sie jedoch: Beruhigungsmittel für Hunde sind immer die letzte Lösung und definitiv nur ein Mittel für seltene Ausnahmesituationen! Auf keinen Fall sollten Sie Ihren Hund dauerhaft mit Betäubungsmitteln behandeln!

Die verschiedenen Beruhigungsmittel für Hunde

Wer das passende Beruhigungsmittel für Hunde finden möchte, sollte sich zunächst mit den zahlreichen Möglichkeiten auseinandersetzen. Für die meisten Hundehalter sind gut verträgliche und sanfte Beruhigungsmittel die beste Möglichkeit, dem eigenen Tier etwas Stress zu nehmen.

Dazu eignen sich vor allem pflanzliche Beruhigungsmittel, die meistens keine Nebenwirkungen haben und von unseren Vierbeinern hervorragend vertragen werden. Wir möchten Ihnen die verschiedenen pflanzlichen und homöopathischen Beruhigungsmittel für Hunde genauer vorstellen und Sie über deren individuelle Eigenheiten informieren.

Übrigens: Die Dosierung aller Beruhigungsmittel für Hunde hängt von den verschiedensten Faktoren ab, unter anderem dem Gewicht, der Größe und des körperlichen Zustands des Tieres, aber auch die unterschiedlichen Charaktermerkmale können Einfluss auf die empfohlene Dosis geben. Sprechen Sie daher die Anwendung eines Beruhigungsmittels für Hunde immer auch mit Ihrem Tierarzt oder Tierheilpraktiker ab, damit Überdosierungen oder zu geringe Mengen vermieden werden können.

Baldrian – das Wundermittel aus der Natur

Jeder, der sich einmal in einer stressigen Situation befand, kennt vermutlich Baldrian. Auch bei gestressten, nervösen oder ängstlichen Menschen ist diese Pflanze das absolute Mittel der Wahl, wenn es um Stressreduzierung oder einen besseren Schlaf geht, ohne dabei Nebenwirkungen in Kauf nehmen zu müssen.

Diese fantastische Wirkung zeigt sich auch in Form eines Beruhigungsmittels für den Hund: Baldrian wirkt auf viele Hunde sehr stresslösend und beruhigend. Allerdings kann es auch gut sein, dass Ihr Tier den doch sehr strengen Geruch von Baldrian nicht mag oder das Mittel schlicht nicht verträgt. In diesem Fall sollten Sie auf eine weitere Anwendung verzichten, um Ihren Liebling nicht noch zusätzlich zu verstören.

Baldrian für Hunde zur Beruhigung?

Bedenken Sie jedoch, dass verabreichter Baldrian nicht sofort wirkt, sondern seine Wirkung erst nach mehreren Tagen entfaltet. Wenn eine stressige Situation bevorsteht, sollten Sie Ihrem Hund ca. eine Woche im Voraus bereits Baldrian verabreichen, damit bei dem stressigen Ereignis die gewünschte Wirkung eintritt.

Damit geht jedoch auch ein Risiko einher: Wenn der Hund häufig stressigen Situationen ausgesetzt werden muss, neigen viele Hundehalter dazu, eine langfristige Gabe von Baldrian anzustreben. Dies ist jedoch keine Lösung! In diesem Fall sollte umso intensiver an einer möglichen Lösung für den Vierbeiner gearbeitet werden.

Hopfen – die ideale Grundlage, um die Auslöser zu bekämpfen

Auch Hopfen gilt als Beruhigungsmittel für Hunde und Menschen und hat sich in den letzten Jahren immer wieder bewährt. Die reine Pflanze kann in verschiedenen Formen verabreicht werden und wird von den meisten Tieren gut angenommen, ohne dabei Nebenwirkungen zu haben. Allerdings sollten Sie bedenken, dass Hopfen nur eine schwache, beruhigende Wirkung hat und sich daher in besonderen Ausnahmesituationen nur bedingt eignet. Viel mehr ist Hopfen daher das Mittel der Wahl, wenn Sie die Ängste Ihres Tieres mithilfe einer Verhaltenstherapie angehen möchten und die stressigen Momente zu Beginn etwas gelindert werden sollen.

Johanniskraut – die Wahl bei Panik, Stress oder Depression

Etwas allgemeiner gefasst ist Johanniskraut ein stärkeres, pflanzliches Beruhigungsmittel für Hunde, das ebenfalls bei Hund und Mensch gleichermaßen eingesetzt wird. Da es im Vergleich zu den möglichen Alternativen sehr stark wirkt, bietet es Einsatzmöglichkeiten in den verschiedensten Bereichen der therapeutischen Behandlung.

So wird Johanniskraut bei Hunden nicht nur als temporäres Beruhigungsmittel eingesetzt, sondern auch um Traumata oder Depressionen zu behandeln. Dazu sollte jedoch immer auch eine Verhaltenstherapie stattfinden, da sonst das Johanniskraut allein keine langfristige Wirkung zeigt. Natürlich sollte auch dieses pflanzliche Beruhigungsmittel für Hunde nur über einen kurzen Zeitraum und für akute Stresssituationen verabreicht werden.

Übrigens: Johanniskraut wirkt am besten mit Baldrian kombiniert. Dazu müssen Sie sich jedoch genau mit der passenden Dosis auseinandersetzen, die Sie von Ihrem Tierarzt oder Tierheilpraktiker erfahren. Bitte sehen Sie davon ab, eine eigene Dosierung festzulegen – trotz der guten Verträglichkeit kann vor allem bei einer Kombination von Johanniskraut und Baldrian eine Überdosierung die Folge sein.

Johanniskraut für Hunde - Beruhigung

Bachblüten – stressige Situationen mit Rescue-Tropfen vermeiden

Seit vielen Jahren werden auch in der Therapie von Hunden immer häufiger Bachblüten eingesetzt, die bei den Vierbeinern gute Ergebnisse zeigen. Bachblüten basieren auf der Theorie, das innere Ungleichgewicht wieder ins Lot rücken zu können.

Insgesamt stehen dafür 38 verschiedene Mittel zur Verfügung, die alle ursprünglich für die menschliche Behandlung angefertigt wurden. Welches Bachblütenmittel für Ihren Hund das passende ist, hängt in diesem Fall nicht nur von den körperlichen Begebenheiten ab, sondern vor allem vom Charakter des Tieres. Daher sollten Bachblüten immer gemeinsam mit einem Tierheilpraktiker oder Tierarzt ausgesucht und angewendet werden – auch im Hinblick auf die Dosierung.

Eine gute Alternative zur individuellen Bachblüten-Therapie sind die sogenannten „Rescue-Tropfen“, die in stressigen Situationen verabreicht werden können und für eine umgehende Entspannung des Hundes sorgen sollen. Rescue-Tropfen sind immer eine Mischung aus verschiedenen Bachblüten, die dementsprechend auch für zahlreiche Situationen geeignet sind. Achten Sie aber auch hier darauf, nur in Ausnahmesituationen zu Bachblüten für Hunde zu greifen.

Lavendel – mit duftender Wirkung gegen Angst und Stress

Eine weitere Komponente pflanzlicher Beruhigungsmittel für Hunde ist Lavendel, dessen Wirkung gleich auf mehreren Faktoren beruht. Zunächst einmal wäre der sehr angenehme, süße Geruch zu erwähnen, der auch auf Hunde eine beruhigende Wirkung hat. Damit Lavendel seine volle Wirksamkeit entfalten kann, sollten Sie Ihrem Hund eine spezielle Lavendel-Tinktur verabreichen, die im Tierfachhandel oder in Apotheken erhältlich ist.

Diese lässt sich ganz einfach unter das reguläre Futter mischen und wird von den meisten Vierbeinern ohne Zögern angenommen. Lavendel hat vor allem kurz vor besonders intensiven Stresssituationen eine entspannende Wirkung und wird daher gern bei Tieren eingesetzt, die zu Festen wie Silvester, Geburtstagsfeiern, Hochzeiten und anderen Tagen, die potentiell etwas lauter werden und mit vielen Menschen zu tun haben, in Panik verfallen.

CBD-Öl – der absolute Geheimtipp

Bisher noch weitestgehend unbekannt, aber dennoch hochwirksam als Beruhigungsmittel für Hunde ist das sogenannte CBD-Öl. Es handelt sich dabei um ein besonders sanftes Cannabinoid, das aus dem femininen Hanf gewonnen wird und in der Medizin inzwischen eine immer größere Rolle spielt. Neben seiner beruhigenden und angstlösenden Wirkung verfügt CBD-Öl auch über eine entzündungshemmende und krampflindernde Wirkung, die auch in Stresssituationen von Vorteil ist.

Keine Sorge, natürlich ist Ihr Tier nach der Einnahme von CBD-Öl nicht „high“ oder benebelt. CBD-Öl verfügt nur über eine sehr geringe Menge THC und ist daher für jeden frei verkäuflich zu erhalten.

Bei der Anwendung von CBD-Öl beim Hund sollten Sie darauf achten, dass Sie besonders hochwertiges Öl kaufen, das höchstens über einen THC-Gehalt von 0,2 % verfügt – Hunde reagieren auf THC deutlich intensiver als Menschen und sollten daher nur mit geringen Dosen CBD-Öls behandelt werden.

Beruhigung - CBD-Öl für Hunde
Das Manko: Im Vergleich zu den anderen pflanzlichen Alternativen ist CBD-Öl ausgesprochen hochpreisig. Gleichzeitig bietet das Öl aber auch eine gute Haltbarkeit und lässt sich sehr sparsam dosieren, sodass Sie auch längerfristig von der Wirkung profitieren.

Wenn pflanzliche Beruhigungsmittel nicht helfen – die pharmazeutische Alternative

Je nachdem, wie stressig die Situationen sind oder wie stark die Angst des Tieres ausgeprägt ist, kommen pflanzliche Beruhigungsmittel für Hunde an ihre Grenzen. In diesem Fall bieten sich chemische Beruhigungsmittel für Hunde an, die jedoch ausschließlich auf Rezept erhältlich sind und vom Tierarzt verschrieben werden müssen.

Risiko: Nebenwirkungen

Da die meisten pharmazeutischen Beruhigungsmittel für Hunde mit Nebenwirkungen einhergehen, sollten Sie darauf achten, diese wirklich nur in seltenen Ausnahmesituationen einzusetzen und keinen alltäglichen Stress damit zu bekämpfen – je häufiger die Anwendung der chemischen Beruhigungsmittel für Hunde, desto größer ist das Risiko verschiedenster Nebenwirkungen und Auswirkungen auf den Organismus des Tieres. Unterschätzen Sie bitte auch bei Hunden nicht die bestehende Gefahr einer potentiellen Abhängigkeit, wenn das Beruhigungsmittel zu häufig verwendet wird.

Vorteile: Höhere Wirkungs Intensität

Im Vergleich zu den Nebenwirkungen haben chemische Beruhigungsmittel natürlich auch Vorteile gegenüber den pflanzlichen Alternativen. Hier wäre besonders die rasche Wirksamkeit hervorzuheben, die oft schon nach wenigen Minuten eintritt. Auch die Intensität der Wirkung ist bei chemischen Beruhigungsmitteln im Vergleich zu den pflanzlichen Mitteln enorm. Für die Anwendung gilt es immer den Kosten-Nutzen-Faktor zu vergleichen – wenn die zu erwartenden Ergebnisse die Risiken rechtfertigen, wird Ihnen Ihr Tierarzt gewiss auch zu einem chemischen Beruhigungsmittel für den Hund raten.

Wann chemische Beruhigungsmittel verwenden?

Trotz der bestehenden Risiken gibt es natürlich Situationen, in denen chemische Beruhigungsmittel für den Hund unabkömmlich sind: Anstehende Operationen, schwere Krankheiten, besonders starke Schmerzen oder überdurchschnittliche Stresssituationen (z. B. Silvester) können die Anwendung chemischer Beruhigungsmittel durchaus rechtfertigen.

Die endgültige Entscheidung darüber, welches Beruhigungsmittel für Ihren Hund geeignet ist, wird dabei immer der Tierarzt treffen. Selbiges gilt natürlich auch für die Dosierung, die im Vorfeld festgelegt wird und von Ihnen streng befolgt werden sollte – andernfalls sind nicht nur vermehrte Nebenwirkungen eine mögliche Folge, sondern auch schwere Erkrankungen oder sogar der Tod können eintreten!

chemischen Beruhigungsmittel für den Hund

 

Vetranquil, Sedalin, Calmivet oder Prequillan – chemische Beruhigungsmittel auf Basis von Acepromazin

Bei diesen chemischen Beruhigungsmitteln handelt es sich um verschiedenartige Sedativa, die den Hund in einen Zustand der Beruhigung bringen. Rein körperlich betrachtet ist dies natürlich ein guter Erfolg, gleichzeitig können Geräusche – zum Beispiel an Silvester – aber dennoch wahrgenommen werden und sorgen daher unter Umständen für eine stille Panik, die man als Hundehalter nicht bemerkt.

Dies kann im Hund langfristig ein Trauma hervorrufen und die Angst in kommenden Situationen noch zusätzlich verstärken. Die Verwendung von Beruhigungsmitteln für Hunde, die auf Acepromazin basieren, sollte daher genau abgewogen werden.

Benzodiazepin – die chemische Alternative mit angstlösender Wirkung

Deutlich effektiver und auch langfristig schonender für das Tier ist die Anwendung von chemischen Beruhigungsmitteln für Hunde, die auf Benzodiazepin basieren. Diese sorgen nicht nur für eine körperliche Beruhigung des Körpers, sondern gehen auch mit einem angstlösenden Effekt einher – damit die ideale Wahl für Hunde, die auf außergewöhnliche Situationen wie zum Beispiel Silvester mit Panik reagieren. Hier gilt es allerdings zu bedenken, dass die Wirkdauer oft nur bei wenigen Stunden liegt.

Daher muss unter Umständen regelmäßig nachgelegt werden, damit die gewünschte Wirkung erhalten bleibt. In diesem Zusammenhang ist es außerdem wichtig zu erwähnen, dass die Anwendung von Benzodiazepin nur dann Sinn macht, wenn das Tier noch ruhig und entspannt ist. Sollte das Tier bereits unter Stress stehen, können Medikamente auf Basis von Benzodiazepin diese noch verstärken und damit einen gegenteiligen Effekt verursachen.

Pflanzliche und chemische Beruhigungsmittel kombinieren?

Von der Kombination chemischer und pflanzlicher Beruhigungsmittel für Hunde sollten Sie dringend absehen. Da bei der Anwendung verschiedener Medikamente – auch wenn diese auf einer pflanzlichen Grundlage basieren – immer Wechselwirkungen auftreten können, besteht auch eine stetige Gefahr für die Gesundheit Ihres Tieres.

Dies gilt insbesondere für Baldrian und Johanniskraut, das auf keinen Fall mit chemischen Beruhigungsmitteln für Hunde verabreicht werden sollte. Andernfalls besteht sogar das Risiko, dass Ihr Tier einen frühzeitigen Tod erleidet. Sollten Sie verschiedene Beruhigungsmittel miteinander kombinieren wollen, holen Sie immer zunächst den Rat Ihres Tierzartes ein und sprechen Sie die genaue Dosierung mit ihm durch, um auf Nummer sicher zu gehen.

Viele Hundebesitzer verfallen schnell in Panik, wenn ihr Liebling an Durchfall erkrankt ist, doch nicht immer steckt eine ernstzunehmende Erkrankung dahinter. Sofern der Stuhlgang beim Hund nur selten stark verflüssigt ist, ist das noch kein Grund zur Sorge.

Hat Ihr Hund Durchfall, können eine Vielzahl an Ursachen dafür verantwortlich sein. Gefährlicher wird es, wenn parallel zum Durchfall auch Erbrechen auftritt. Auch im Falle länger auftretender Beschwerden kann eine ernstzunehmende Erkrankung hinter dem Durchfall stecken.

Besondere Vorsicht gilt, wenn der Durchfall einen Welpen betrifft – hier sollte rasch gehandelt werden, um einen gesundheitlichen Notfall zu vermeiden.

Durchfall beim Hund

In jedem Fall gilt: Wenn die Diarrhoe beim Hund länger anhält, der Hund bereits mit Vorerkrankungen zu kämpfen hat, es sich um einen Welpen handelt oder das Tier andere Vergiftungserscheinungen zeigt, sollte umgehend ein Gang zum Tierarzt erfolgen.

In vielen anderen Fällen helfen aber auch strikte Ernährungsregeln, um den Durchfall des Hundes wieder in den Griff zu kriegen. Wir möchten Ihnen im Folgenden praktische Tipps mit an die Hand geben, wie Sie Durchfall beim Hund selbst behandeln können und Hinweise darauf geben, was dessen Ursprung sein kann.

Das geschieht im Körper des Hundes

Um Durchfallerkrankungen beim Hund zu verstehen, muss zunächst einmal der Vorgang im Körper genauer erläutert werden. Der Verdauungstrakt der Tiere beginnt bereits im Mund, wo die ersten Bakterien an der Verstoffwechselung von Nahrung beteiligt sind und führt bis hin zum After, wo das Endprodukt – der Kot – ausgeschieden wird. Dazwischen durchläuft die vom Hund aufgenommene Nahrung zahlreiche Organe, die alle für die Nahrungsaufnahme zuständig sind.

Schon ein erkranktes Organ genügt, um beim Hund Durchfall auszulösen. Dazu zählen neben dem Mund auch der Rachen, die Zähne, die Zunge, Speiseröhre, Magen, Leber, Bauchspeicheldrüse und der Dünn-, Dick- und Enddarm. Wenn beim Hund eine Durchfallerkrankung festgestellt wird, muss zudem zwischen einer akuten Erkrankung und einem chronischen Auftreten der Beschwerden unterschieden werden.

Durchfallerkrankungen beim Hund

Akuter Durchfall tritt plötzlich auf und endet nach einigen Tagen wieder, eine chronische Erkrankung zieht sich dagegen über mehr als zwei Wochen hin. Dabei sollten Sie jedoch stets bedenken, dass Durchfall keine Krankheit an sich, sondern viel mehr ein Symptom für eine andere Krankheit ist. Es gilt also bei der Behandlung nicht nur die Durchfallerscheinungen zu behandeln, sondern auch die Ursache zu erforschen.

Wichtig: Wenn der Durchfall akut auftritt, nicht besonders intensiv ist, nicht länger als 24 Stunden andauert und keine weiteren Erkrankungen wie Erbrechen oder Schwäche des Tieres auftreten, handelt es sich meistens um eine harmlose Erscheinung. In allen anderen Fällen raten wir dazu, umgehend einen Tierarzt aufzusuchen.

Durchfall beim Hund frühzeitig erkennen

Durchfall hat zahlreiche Ausprägungen, die auch Aufschluss über die Art der Erkrankung geben können. Meist lässt sich schon an der Konsistenz und Farbe des Kots erkennen, woher der Durchfall kommt, aber auch andere Begleiterscheinungen geben Hinweise auf den Ursprung der Erkrankung.

Klassischen Symptomen bei Durchfall:

Durchfall beim Hund frühzeitig erkennen

Sofern eines oder mehrere dieser Symptome auftreten und länger andauern, sollte der Hund umgehend dem Tierarzt vorgestellt werden. Wichtig ist dabei jedoch, dass nach den Ursachen gesucht wird, denn nur so ist eine erfolgreiche Behandlung möglich. In der Regel lässt sich anhand einer Laboruntersuchung des Stuhls rasch feststellen, woher der Durchfall kommt. Daher sollten Sie zum Tierarztbesuch bereits eine Stuhlprobe mitnehmen.

Achtung: Sollten Sie vom Tierarzt direkt bei Durchfall Trockenfutter verschrieben bekommen, ist dies keine Bekämpfung der Ursache, sondern nur eine Bekämpfung der Symptome und keine Dauerlösung.

Ursachen für Durchfall beim Hund

Eine große Zahl an Erkrankungen kann beim Hund Durchfall auslösen, daher sollte vor einer Behandlung genau geprüft werden, warum der Hund betroffen ist. Nicht immer ist die Ursache jedoch im Körper des Tieres zu finden, auch eine falsche Ernährung kann Durchfall auslösen oder begünstigen. Nur wenn die genaue Ursache erkannt wird, ist auch eine gezielte Behandlung des Tieres möglich. Beobachten Sie daher Ihr Tier genau, damit Sie dem Tierarzt notwendige Informationen zukommen lassen können.

Durchfall durch Ernährung – die Hauptursache bei Diarrhoe

Einen Hund artgerecht und ausgewogen zu ernähren ist nicht immer einfach. Oft liegt die Ursache für Durchfall in einer falschen Ernährung. Dabei geht es sowohl um das Hundefutter selbst als auch eventuelle Allergien, zu rasche Futterwechsel oder falsche Zubereitungsformen.

Jeder Hund ist auf seine Art einzigartig, sodass auch die Ernährung individuell an das Tier und dessen Bedürfnisse angepasst werden sollte.

Futter sollte Zimmertemperatur haben

Bei der Fütterung des Hundes sollten Sie bedenken, dass das Futter weder zu kalt noch zu heiß sein darf. Zimmertemperatur ist ideal, um den Magen des Tieres zu schonen. Vor allem Nassfutter, dass im Kühlschrank gelagert wird, sollte einige Zeit im Raum verbleiben, ehe es dem Tier angeboten wird – so kann Durchfall vermieden werden.

Größe der Futterportion

Auch die Größe der Portion ist wichtig und sollte individuell auf das Tier abgestimmt werden. Frisst der Hund zu viel Futter, versucht der Körper den Überschuss zügig loszuwerden und es kann zu Durchfall kommen.

Durchfall durch Ernährung beim Hund

 

Zu häufigen Futterwechsel vermeiden

Auch ein rascher Wechsel von Futtersorten oder das parallele Füttern mehrerer Marken/Futterarten (zum Beispiel Nassfutter als Mahlzeit und Trockenfutter permanent angeboten) führen häufig zu Durchfall und Erbrechen beim Hund. Daher sollten Sie zu einer Hundefutter-Marke greifen, die Ihr Tier gut verträgt und möglichst bei dieser bleiben. Alternativ ist natürlich auch eine Rohfleischfütterung möglich.

Unverträglichkeiten oder falsche Lebensmittel

Auch Unverträglichkeiten oder giftige Lebensmittel können beim Hund Durchfall auslösen. Während allergische Reaktionen und Unverträglichkeiten meist nur mit einer Ausschlussdiät festgestellt werden können, sind giftige Lebensmittel für den Hund bereits bekannt.

Vor allem die Aufnahme von Schokolade, die im Übrigen auch tödlich enden kann, löst beim Hund in vielen Fällen Durchfall aus, aber auch zahlreiche andere Lebensmittel werden nur schlecht vertragen.

Vor allem wenn der Hund Tischabfälle erhält oder anderweitig menschliche Lebensmittel zu sich nehmen kann, ist das Risiko für Durchfallerkrankungen stark erhöht. Viele Hunde reagieren außerdem negativ auf Milchprodukte, weil sie die enthaltene Laktose nicht vertragen.

Sollten Sie Durchfall nach der Zunahme von laktosehaltigen Produkten feststellen, empfehlen wir Ihnen, bei der Fütterung des Tieres darauf lieber zu verzichten. Sehr fettige Nahrung, verdorbene Lebensmittel, Abfälle oder unsauberes Trinkwasser kommen ebenfalls als mögliche Auslöser in Frage.

Für Hunde nicht verträgliche Lebensmittel:

Natürlich können Hunde im Falle einer Allergie und Unverträglichkeit auch auf Nahrungsmittel mit Durchfall reagieren, die im Normalfall sehr gut vertragen werden. Sollte die Untersuchung des Stuhls und des Tieres keinen Befund bringen, ist daher eine Ausschlussdiät eine gute Möglichkeit, um Unverträglichkeiten festzustellen und dem Tier zu helfen.

Nicht verträgliche Lebensmittel beim Hund - Durchfall

Weitere Ursachen für Durchfallerkrankungen beim Hund

Neben futterbedingten Auslösern für Durchfall kommen auch eine Vielzahl anderer Erkrankungen in Frage, die hinter den Symptomen stecken können. Diese lassen sich jedoch meist nur im Rahmen einer ausführlichen Untersuchung beim Tierarzt feststellen.

Parasitenbefall

Würmer und andere Darmparasiten sind in vielen Fällen Auslöser für Durchfallerkrankungen. Oft werden sie beim täglichen Spaziergang aufgenommen, insbesondere wenn der Hund oft am Kot anderer Tiere riecht oder diesen gar zu sich nimmt. Aber auch ohne diesen Faktor ist es möglich, dass sich der Hund mit Parasiten infiziert.

In diesem Fall sollte der Kot des Hundes auf Würmer (insbesondere Spul-, Haken- und Peitschenwürmer) untersucht werden. Im Anschluss schafft eine Behandlung mit einem Entwurmungsmittel Abhilfe. Doch Achtung: Viele Parasiten entwickeln inzwischen Resistenzen gegen die gängigen Entwurmungsmittel, da oft schon bei dem bloßen Verdacht daraufhin behandelt wird.

Es ist daher wichtig, dass Sie Ihr Tier erst mit Entwurmungsmitteln behandeln, wenn der Befall nachgewiesen wurde. Sammeln Sie dazu einfach an drei Tagen Kotproben des Tieres und lassen Sie diese beim Tierarzt überprüfen. Da sich nicht in jeder Kotprobe Würmer befinden, selbst wenn das Tier befallen ist, ist die Überprüfung mehrerer Kotproben essenziell!

Chronische Entzündungen im Magen-Darm-Bereich

Viele Auslöser können zu chronischen Entzündungen im gesamten Magen-Darm-Bereich des Hundes führen. Stark gewürzte Speisen, beispielsweise solche, die eigentlich für den Menschen gedacht sind, aber auch Unverträglichkeiten oder entsprechende Vorerkrankungen bzw. genetische Defekte können die Entzündungen auslösen.

Auf Dauer führt dies in vielen Fällen zu Durchfall, da der Körper die Nahrungsaufnahme nicht mehr im vollen Umfang gewährleisten kann und die Nahrung zu früh wieder ausgeschieden wird.

Innere Erkrankungen

Ebenso wie beim Menschen können auch beim Hund innere Erkrankungen auftreten, die zu Durchfall und Erbrechen führen. Da die möglichen Erkrankungen ausgesprochen vielseitig sind, sollte dies vom Tierarzt genauer überprüft werden. Tumore und Krebs kommen hier ebenso in Frage wie eine Fehlfunktion der Leber, Nieren (oftmals durch die Trockenfutter Fütterung) oder anderer Organe.

 

Durchfall - Innere Erkrankungen - Erbrechen des Hundes

Verschluckte Fremdkörper

Wenn im Magen-Darm-Trakt des Tieres ein Fremdkörper feststeckt, versucht der Körper diesen auf zahlreichen Wegen zu entfernen. Durchfall ist eine häufige Folge von verschluckten Fremdkörpern, die oft nicht mehr von allein aus dem Körper des Hundes herausgelangen. Oft ist eine OP notwendig, um diese zu entfernen.

Fremdkörper können in vielen Fällen auf dem Ultraschall erkannt werden. Um vorzubeugen, sollten Sie möglichst verhindern, dass Ihr Hund mit Kleinteilen in Kontakt kommt, insbesondere wenn er dazu neigt, diese zu verschlucken.

Vergiftungen

Auch im Falle einer Vergiftung versucht der Körper des Hundes, die schädlichen Stoffe aus dem Körper zu transportieren, was zu Durchfall und Erbrechen führen kann. Dabei spielt es keine Rolle, ob das Tier mit einem klassischen Giftköder (zum Beispiel Rattengift) in Kontakt kam, oder giftige Pflanzen oder Lebensmittel gefressen hat. Je nach Art und Intensität der Vergiftung besteht akute Lebensgefahr – der Gang zum Tierarzt ist also unausweichlich.

Wenn Sie feststellen, dass Ihr Hund etwas Unbekanntes gefressen hat, sollten Sie zügig handeln, um das Leben des Tieres nicht zu gefährden. Übrigens: Auch vermeintlich ungefährliche Dinge wie Pflanzen oder Lebensmittel sind für Hunde giftig. Informieren Sie sich daher genau, was Ihrem Tier schaden kann.

Durchfall als Nebenwirkung

Wenn Ihr Hund an einer Krankheit leidet und medikamentös behandelt wird, können Durchfallerscheinungen auch auf die Medikamente zurückzuführen sein. Oft finden Sie entsprechende Informationen im Beipackzettel, aber auch der Tierarzt kann wichtige Informationen bereitstellen. Da in diesem Fall der Durchfall mit der akuten Medikamentengabe zusammenhängt, ist oft nur eine Behandlung der Symptome möglich.

In einigen Fällen kann aber auch zu einem besser verträglichen Medikament gegriffen werden. Sprechen Sie Ihren Tierarzt an!

Psychische Ursachen

Immer wieder reagieren Hunde in stressigen Situationen mit Durchfall und Erbrechen. Angst, Nervosität, Panik oder eine Umstellung der allgemeinen Lebensbedingungen, zum Beispiel bei einem Umzug oder Urlaub, belasten den Körper des Tieres und greifen die Funktionen des Magen-Darm-Traktes an.

Besonders ängstliche oder sensible Hunde sind davon betroffen. Achten Sie in diesem Fall darauf, Ihrem Tier nicht zu viel zuzumuten und versuchen Sie weitestgehend die angstauslösenden Faktoren zu vermeiden oder aktiv an der Panik des Tieres zu arbeiten.

Psychische Ursachen Durchfall und Erbrechen des Hundes

 

Mögliche Folgen von Durchfall beim Hund

Grundlage jeder Durchfallerkrankung ist natürlich der Auslöser, der behandelt werden muss. Aber auch die Diarrhoe selbst kann schwerwiegende Folgen für das Tier haben, sodass bei länger anhaltendem Durchfall unbedingt ein Tierarzt aufgesucht werden sollte.

Zu den möglichen Folgen gehören:

Akute Maßnahmen bei Durchfall

Mit einigen Notfallmaßnahmen bekommen Sie in vielen Fällen den Durchfall des Tieres wieder in den Griff, ohne dass ein Tierarztbesuch notwendig wird. Sollte die Erkrankung länger anhalten, ist die medizinische Überprüfung der Ursachen jedoch unabwendbar.

Wichtig ist vor allem, dass dem Tier stets frisches Trinkwasser angeboten wird. Sofern Sie der Meinung sind, das selbiges als Ursache für den Durchfall in Frage kommt – zum Beispiel aufgrund einer Wasserverunreinigung – sollte selbiges im Vorfeld abgekocht werden. Wenn der Hund zu wenig trinkt, hilft es oft, ihn zusätzlich zum Trinken zu animieren.

Überprüfen Sie auch beständig den Wasserhaushalt des Hundes. Dazu greifen Sie eine Hautfalte des Tieres am Rücken und ziehen sie leicht in die Höhe. Geht die Haut sofort zurück, verfügt der Hund über ausreichend Flüssigkeit im Körper, bleibt die Falte dagegen stehen, ist der Hund bereits dehydriert und benötigt zügig medizinische Unterstützung.

Sollte der Hund schon einige Tage unter Durchfall leiden, ist von einem Nährstoffmangel auszugehen. In diesen Fällen kann eine Infusion hilfreich sein, um dem Tier neue Energie zuzuführen.

Akute Maßnahmen bei Durchfall des Hundes

Wenn Durchfall akut auftritt, stabilisiert sich die Gesundheit des Tieres in vielen Fällen von allein wieder. Beobachten Sie Ihren Hund jedoch gut, um eine eventuelle Verschlechterung des Allgemeinzustandes umgehend festzustellen.

Der Tierarzt sollte sofort aufgesucht werden, wenn der Hund:

In der folgenden Tabelle haben wir für Sie mögliche Ursachen des Durchfalls und wie Sie diese am besten behandeln zusammengetragen.

UrsacheBeschreibungLösungsmöglichkeiten
FutterumstellungEine zu schnelle Umstellung oder eine Umstellung von Trocken- auf Nassfutter kann zu Durchfall führen.Machen Sie eine möglichst langsame Umstellung. Mehr Infortmationen dazu hier.
Verdorbenes FutterDie Dose oder der Trockenfutter Sack waren zu lange offen.Vor der Fütterung am Futter riechen, es sollte nicht sauer oder ranzig riechen. Auf das Haltbarkeitsdatum achten
Impfungen oder AntibiotikaDas Immunsystem und die Darmflora werden beeinflusst. Durchfall kann bis zu 2 Wochen danach in Erscheinung treten.Die Darmflora wieder aufbauen.
WurmkurenWurmkuren vernichten nicht nur eventuelle Würmer, sondern auch alle guten Darmbakterien.Versuchen Sie auf regelmäßige chemische Wurmkuren zu verzichten. Diese sind nur erforderlich, sollte wirklich ein Wurmbefall vorhanden sein. Mehr Informationen hier.
Zu viel gefressenZu hohe Futtermengen oder Leckerchen von Bekannten/Nachbarn.Futtermenge für einen Tag halbieren. Bekannte auf die Fütterung hinweisen.
Schlingen / zu schnelles fressenFutterneid gegenüber dem Menschen oder anderen TierenAnti-Schling-Napf, Hunde getrennt füttern, Hund in Ruhe fressen lassen
StressUmzug, Urlaub, VeranstaltungenDen Hund ruhen lassen und abwarten.
MilchprodukteQuark, Milch, Joghurt, Käse etc.Mögliche Laktoseintoleranz. Hunde vertragen Laktose meistens sehr schlecht. Milchprodukte weglassen.
EssensresteEssen vom Tisch oder stark verarbeitetes Essen.Kein Futter geben und abwarten. Keine verarbeiteten Lebensmittel geben.
Allergien und UnverträglichkeitenUnverträglichkeiten und Allergien gegen Getreidesorten oder FleischsortenHundefutter wechseln, kein Essensreste geben

 

Praktische Hausmittel gegen Durchfall beim Hund

Sie sind sich sicher, dass Ihr Hund keine ernstzunehmende Erkrankung hat und nur akut von Durchfall betroffen ist? Dann stehen Ihnen einige Hausmittel zur Verfügung, die rasch Abhilfe schaffen können.

Schonkost

Fast jeder hatte schon einmal mit einem leicht angegriffenen Magen zu kämpfen und kennt das Problem. Auch beim Hund kann Schonkost helfen, Durchfallerkrankungen zu heilen. Besonders bewährt hat sich eine Kombination aus Reis oder Quark, dazu etwas gekochtes Hühnchenfleisch. All diese Nahrungsmittel bieten reichhaltige Nährstoffe für den Hund und sind vom Magen leicht zu verdauen. Einige Hersteller bieten auch fertige und naturnahe Schonkost an.

Fastentag

Ein Hund ist es durchaus gewohnt, mal einen oder mehrere Tage ohne Futter auszukommen. Daher ist es absolut empfehlenswert, dem Hund einen Tag vollständig das Futter zu entziehen, wenn er von Durchfall betroffen ist. In dieser Zeit kann sich der Magen-Darm-Trakt des Tieres beruhigen und sich vollständig entleeren. Achten Sie jedoch darauf, dass dem Tier dennoch genug sauberes Wasser zur Verfügung steht!

Kohletabletten

Jeder Hundebesitzer sollte Kohletabletten im Haus haben, um im Falle einer akuten Durchfallerkrankung tätig zu werden. Auch Vergiftungen können damit verlangsamt werden, was in Einzelfällen sogar das Leben des Tieres retten kann. Kohletabletten sorgen dafür, dass Giftstoffe im Magen-Darm-Trakt des Tieres gebunden und ausgeschieden werden.

Zwar sind sie nicht dazu in der Lage, eine Vergiftung vollständig zu heilen, dienen jedoch hervorragend als Notfallmaßnahme, bis die eigentliche Behandlung des Tierarztes stattfindet. Kohletabletten erhalten Sie bei Ihrem Tierarzt, aber auch frei verkäuflich in der Apotheke oder gut bestückten Drogerien. Informieren Sie sich im Vorfeld darüber, welche Menge Ihr Tier benötigt.

Der Tierarztbesuch

Schlussendlich sollte Durchfall, der nicht von allein innerhalb weniger Stunden wieder verschwindet, stets ein Tierarzt aufgesucht werden, um die Ursachen abzuklären und zu behandeln. Zögern Sie nicht, wenn Ihr Tier ernste Erkrankungserscheinungen zeigt – im Zweifelsfall besuchen Sie den Arzt lieber einmal zu viel, als einmal zu wenig!

Trockenfleischprodukte stellen für Hunde einen gesunden Kau-Spaß dar. Doch was ist Trockenfleisch genau und wie viel sollte der Hund davon fressen? Der folgende Artikel klärt über die Herstellung und die Eigenschaften auf und erklärt, worauf man achten muss, damit der fleischige Snack keine Gesundheitsprobleme oder -risiken verursacht.

Was ist Trockenfleisch für Hunde?

Trockenfleisch ist durch Entzug von Wasser konserviertes Fleisch. Die Trocknung kann nur einige Tage, aber auch mehrere Wochen dauern. Soll Rinder-Trockenfleisch hergestellt werden, wird rohes Rindfleisch an der Luft getrocknet. Während des Trocknungsprozesses kann das Fleisch 40 bis 70 % seines Gewichts verlieren.

Ist das Produkt für den Verzehr durch Menschen vorgesehen, wird es üblicherweise vor der Haltbarmachung, also der Trocknung, mariniert oder mit verschiedenen Gewürzen oder Kräutern behandelt. Bei der Herstellung für Hunde wird darauf verzichtet und das naturbelassene Fleisch wird in ganzen Stücken oder gewolft an der Luft getrocknet.

Für die Herstellung von 100 g trockenem Fleisch benötigt man etwa 300 bis 350 g Frischfleisch.

Trockenfleisch Erfahrungen

Haltbarkeit, Geschmack und Nährwerte

Bei ausreichend langer Trocknung, ist das Fleisch Wochen bis Monate haltbar. An einem kühlen, trockenen Ort kann Trockenfleisch lange aufbewahrt werden, ohne dass Qualitätseinbußen zu befürchten sind. Durch die Trocknung und Konzentrierung des Fleischs schmeckt es besonders intensiv. Die weiche bis mittelfeste Konsistenz macht es für jeden Hund zu einem attraktiven Kau-Leckerbissen.

Der Snack zeichnet sich durch einen besonders hohen Proteingehalt aus. Er liegt üblicherweise bei über 60 %. Zusätzlich enthält das getrocknete Fleisch kaum Fett und Kohlenhydrate und hat wenige Kalorien. Für Hunde kann es daher einen gesunden Snack für zwischendurch darstellen.

Werte auf 100g Trockenfleisch:
Brennwert: 271 kcal
Fett: 3,7 g
Kohlenhydrate: 0 g
Eiweiß: 59 g

Ist Trockenfleisch für die Ernährung von Hunden wichtig?

Eine artgerechte Ernährung für Hunde sollte eine hochwertige Proteinquelle, gut verdauliche Kohlenhydrate, wenig Fett und ausreichend Vitamine, Mineralien und Spurenelemente enthalten. Das getrocknete Fleisch liefert Protein, neben getrocknetem Gemüse und Vitamin- und Mineralzusätzen, kann es eine Komponente des Trockenbarfens darstellen. Es sollte als Dauerfütterung immer ein hochwertiges Nassfutter bevorzugt werden.

Doch auch sonst – als gesunder Snack für zwischendurch – sind getrocknete Fleischprodukte bei Hunden sehr beliebt. Das weiche bis mittelfeste Fleisch regt zum Kauen an und kann zur Zahnreinigung beitragen. Zahnstein wird vorgebeugt und bestehende Beläge werden abgerieben.

Folgen einer falschen Hundeernährung

Trockenfleisch sollte genau das sein, was der Name sagt: nämlich getrocknetes Fleisch für Hunde. Andere Hundesnacks enthalten häufig einen hohen Anteil an Getreide und Zucker - speziell sogenannte Dental Sticks. Auch Zusatzstoffe findet man oft genug. Zu hohe Anteile an Getreide im Futter, genauso wie Geschmacksverstärker, Duftstoffe, Farbstoffe oder Konservierungsmittel, können Hunde krank machen.

Aufgrund solcher Zusatzstoffe entwickeln sie Allergien, die sich in Haut-, Fell- oder Verdauungsproblemen wie Erbrechen oder Durchfall äußern können. Futtermittelunverträglichkeiten stellen heutzutage ein großes Problem dar – für Hunde, Tierbesitzer und die behandelnde Tierärzte.

Der Trend geht eindeutig dahin, den Hund möglichst natürlich zu ernähren, das heißt, man möchte ihm naturbelassene, wenig verarbeitete Futtermittel anbieten. Stellt man die Ration für den Hund selbst zusammen, sollte man sich vorher genau informieren und den Energie- und Nährstoffbedarf seines Hundes kennen. Sonst kann es schnell passieren, dass Mangelerscheinungen auftreten.

Rinder-Trockenfleisch ist naturbelassenes Fleisch mit einem hohen Proteingehalt und daher auch gut für ernährungssensible Hunde geeignet. Verträgt Ihr Hund allerdings kein Rind oder ist allergisch darauf, können Sie auch auf Trockenfleisch-Snacks anderer Tierarten umsteigen.

Trockenfleisch für Hunde

Welche Hunde dürfen Trockenfleisch fressen und wie oft?

Alle Hunde, ob groß oder klein, dürfen getrocknete Fleischprodukte fressen. Auch Welpen mit weichen Zähnen sowie Senioren mit nur noch wenigen oder stark abgenutzten Zähnen können, aufgrund der weichen bis mittelfesten Konsistenz, Trockenfleisch kauen. Die Größe des Stücks und auch die Menge sollten allerdings dem Hund angepasst sein.

Ein Kilo Trockenfleisch ist für einen Chihuahua sicherlich zu viel. Je nach Alter, Größe und Rasse des Hundes, gibt es unterschiedliche Empfehlungen, was den Proteingehalt im Futter betrifft. Wenn zusätzlich zum Hundefutter Kausnacks gefüttert werden, ist es wichtig, darauf zu achten, dass diese Empfehlung nicht überschritten wird, da sonst Leber und Nieren des Hundes unnötigen Belastungen ausgesetzt sind.

Wo und wie sollte man Hunden das Trockenfleisch füttern?

Trockenfleisch kann als Bestandteil der täglichen Futter-Ration gefüttert werden (z. B. beim Trockenbarfen) oder als Snack für zwischendurch. Auch als Belohnung während des Trainings oder in der Hundeschule eignen sich die Leckerbissen prima. Den Welpen kann das Kauen auf den Snacks während des Zahnwechsels Erleichterung verschaffen.

Aber auch für ältere Hunde ist das Nagen an solchen Produkten eine willkommene Abwechslung. Es dient der Stressbewältigung und kann Langeweile vorbeugen.

Gründe zum Fütterung von trockenem Fleisch:

Trockenfleischprodukte sind nahezu geruchslos. Mit einer starken Geruchsbelästigung, wie zum Beispiel bei Dosenfleisch, ist daher nicht zu rechnen. Da getrocknetes Fleisch wenig Fett enthält, hinterlässt das Kauen auf dem Teppich oder auf dem Sofa keine Fettflecke. Wichtig ist, dass Sie Ihren Hund beim Kauen jeglicher Hunde-Snacks im Auge behalten. Besonders Hunde, die zum Schlingen neigen, können sich an zu großen Bissen schnell verschlucken.

Kausnack Rinder Trockenfleisch Hund

Was ist beim Kauf von Trockenfleisch für Hunde zu beachten?

Auch bei luftgetrocknetem Rindfleisch gibt es Unterschiede. Was ist gute Qualität und wie erkennt man, ob ein Produkt das richtige ist?

Die Deklaration auf der Verpackung sollte vor dem Kauf immer genau studiert werden, denn sie gibt Aufschluss darüber, woher das Fleisch stammt und ob Zusatzstoffe wie Duftstoffe, Geschmacksverstärker, Farbstoffe oder Konservierungsstoffe enthalten sind.

In einem naturbelassenen Trockenfleischprodukt haben solche Stoffe nichts zu suchen. Achten Sie darauf, dass die Produkte nicht aus unbekannten, fernöstlichen Betrieben stammen. In der EU gelten strengere Vorschriften für die Herstellung und Reinheit der Produkte. Die Futtermittelhersteller müssen sich an diese Regeln halten und der Herstellungsprozess wird durch die Veterinärämter überprüft.

Das Trockenfleisch von den Bildern haben wir von der Firma Provital GmbH gekauft, diesen und weitere natürliche Snacks der Firma finden Sie im Shop.

Beachten Sie diese Hinweise, steht der Verfütterung von Rinder-Trockenfleisch nichts mehr im Wege. Ihr Hund wird sich über die neue Variation in seiner Diät freuen.

In der Geschichte hat Bierhefe eine sehr lange Tradition. Man kannte die heilende Wirkung von Hefeschlamm, aus dem bis heute die Bierhefe gewonnen wird, schon zu Zeiten des alten Ägyptens. Damals diente das Heilmittel vor allem der Behandlung von entzündeten Wunden und juckenden Hauterkrankungen.

Bis heute wird Bierhefe in der Human- und Tiermedizin eingesetzt, um Mangelerscheinungen auszugleichen oder aktiv gegen Magen-Darm-Beschwerden vorzugehen. Aber ist Bierhefe wirklich so gesund für Hunde? Wer sich mit der zusätzlichen Gabe von Bierhefe bei Hunden auseinandersetzt, sollte auch einen Blick auf die möglichen Nebenwirkungen werfen.

Bierhefe beim Hund

Was steckt in der Bierhefe?

Eigentlich handelt es sich bei Bierhefe um ein Abfallprodukt, das bei der Herstellung von Bier anfällt. Durch den Mix aus Wasser, Hopfen und Gerste und den natürlichen Gärungsprozess beginnen sich die mikrobisch kleinen Lebewesen in der Hefe zu vermehren. Dadurch entsteht eine Art schlammiger Masse, in der zahlreiche Nährstoffe und Vitamine enthalten sind, darunter unter anderem:

Aber Achtung: Im Handel wird neben der Bierhefe auch sogenannter Hopfenextrakt angeboten. Es handelt sich dabei keineswegs um das gleiche Produkt. Während Bierhefe der besonders nährstoffreiche Schlamm ist, der sich bei der Bierherstellung bildet, handelt es sich bei Hopfenextrakt nur um einen Auszug aus dem Hopfen, der über deutlich weniger Nährstoffe verfügt.

Bierhefe für Hunde

Wie wirkt Bierhefe bei Hunden?

Bierhefe hat aufgrund seiner besonders hohen Nährstoffzusammensetzung eine lindernde und beruhigende Wirkung auf den Körper und Organismus des Hundes. Als Nahrungsergänzungsmittel verabreicht kann die Bierhefe von innen heraus gegen Magen-Darm-Beschwerden, Hautprobleme wie Juckreiz, Entzündungen oder Ausschlag, gegen stumpfes Fell und gegen Haarausfall eingesetzt werden. Durch seine ausgleichende Wirkung spielt Bierhefe auch bei der Behandlung von Leberproblemen eine große Rolle.

Im Internet und durch Erfahrungsberichte findet man immer wieder den Hinweis, dass Bierhefe auch bei der Vorbeugung gegen Zecken hilfreich sein soll. Zwar finden sich dazu bisher keine wissenschaftlichen Studien, allerdings könnte der natürliche Schutzschild der Haut, der durch Bierhefe gestärkt wird, hierfür verantwortlich sein.

Wogegen hilft Bierhefe bei Hunden? Wo kann sie unterstützen?

Durch die Vielzahl an Nährstoffen ist Bierhefe bei Hunden ein bewährtes Hausmittel, das gegen zahlreiche Beschwerden eingesetzt werden kann. Da man meist keine umgehende Linderung der Beschwerden feststellen kann, sollte Bierhefe über einen längeren Zeitraum unter das Hundefutter des Hundes gemischt werden.

Zu den typischen Anwendungsgebieten zählen:

Bierhefe für Hunde erfreut sich so großer Beliebtheit, weil die Zusammensetzung der Nährstoffe eine ausgleichende und beruhigende Wirkung auf den gesamten Körper des Tieres hat. Bierhefe wird daher in der klassischen Nahrungsergänzung nicht nur bei akuten Beschwerden verwendet, sondern dient auch effektiv der Vorbeugung von Krankheiten und Gesundheitsproblemen.

Bierhefe gut für Haut und Fell beim Hund

Wie sollte Bierhefe für den Hund dosiert werden?

Viele Menschen gehen davon aus, dass Bierhefe vom Hund immer gut vertragen wird, da es sich um ein reines Naturprodukt handelt. Allerdings kann auch Bierhefe überdosiert werden, was zusätzliche Anstrengung für den Organismus bedeutet und damit die heilenden Eigenschaften außer Kraft setzt. Daher ist es wichtig, auf eine abgestimmte Dosierung zu achten, die von Hund zu Hund variieren kann.

Wer dem Hund das erste Mal Bierhefe verabreichen möchte, sollte daher sehr niedrig dosieren – andernfalls können Nebenwirkungen wie Blähungen oder Bauchschmerzen die Folge sein. Die benötigte Dosis lässt sich im Laufe der Bierhefe Kur langsam anheben, sodass das Tier schonend an das Verabreichen der Bierhefe gewöhnt wird. Genaue Informationen zur Dosierung finden sich meist schon auf der Verpackung der Bierhefe. Dennoch möchten wir Ihnen natürlich eine grobe Orientierung mit an die Hand geben:

Wenn die Umstände es erfordern, ist es auch durchaus möglich, für kurze Zeit über die gewöhnliche Dosis hinauszugehen. Das ist zum Beispiel dann der Fall, wenn der Hund akut unter einer Erkrankung leidet und zusätzliche Nährstoffe benötigt. Auch der Fellwechsel kann durch die zusätzliche Gabe von Bierhefe unterstützt werden: Neues Fell bildet sich schneller und die Haare werden kräftiger. Bei Unsicherheiten sollte man vor der Gabe von Bierhefe mit dem Tierarzt Rücksprache halten.

Bierhefe - Dosierung beim Hund

Dauerhaft Bierhefe füttern oder als Kur verabreichen?

Ob man nur kurzzeitig als Kur über einige Wochen hinweg Bierhefe supplementiert oder dauerhaft auf die Nahrungsergänzung setzt, bleibt einem selbst überlassen. Die Wirkung von Bierhefe lässt im Laufe der Zeit nicht nach, sodass eine dauerhafte Gabe durchaus denkbar ist. Grundsätzlich sollte dies jedoch von einigen Faktoren abhängig gemacht werden.

Der generelle Gesundheitszustand des Tieres spielt dabei eine wichtige Rolle. Ist das Immunsystem ohnehin sehr anfällig, neigt das Tier zu Hauterkrankungen oder Magen-Darm Beschwerden oder leidet es dauerhaft unter Diabetes, so macht eine konstante Gabe von Bierhefe durchaus Sinn.

Auch das Futter sollte dabei eine Rolle spielen: In hochwertigen Futtersorten ist teilweise Bierhefe bereits enthalten, sodass eine Zusatzfütterung keinen Sinn macht. Bekommt das Tier dagegen vor allem minderwertige Futtersorten, kann Bierhefe dauerhaft zum Futter dazugegeben werden. Auch beim Barfen kann Bierhefe eine sinnvolle Ergänzung zur täglichen Nahrung sein.

Hat eine Überdosierung von Bierhefe beim Hund Folgen?

Grundsätzlich ist eine kurzzeitige Überdosis von Bierhefe beim Hund kein Grund zur Sorge. Die hohe Menge an Vitamin B wird vom Körper über den Urin natürlich ausgeschieden, sodass eine Überdosierung hier kaum möglich ist.

Anders sieht es dagegen bei Phosphor aus, welcher ebenfalls in der Bierhefe enthalten ist. Eine dauerhafte Überbelastung mit Phosphor führt zu einer starken Belastung von Leber und Nieren, sodass die Organe bei einer anhaltenden Überdosierung zu Schaden kommen könnten. Außerdem wirkt sich ein Übermaß an Phosphor negativ auf das Knochengerüst des Tieres aus, indem es die Knochendichte angreift.

Grundsätzlich gilt also: Eine kurzzeitige Überdosierung mit Bierhefe ist kein Problem, allerdings sollte dies nicht zu einem permanenten Zustand werden.

Überdosierung Bierhefe Hund

In welchen Formen ist Bierhefe erhältlich?

Folgende Bierhefe-Formen sind im Handel erhältlich:

Der Markt hält Bierhefe in unterschiedlichen Formen bereit, die dem Hund ganz einfach über das Futter oder in einem Leckerli verabreicht werden können. Am beliebtesten ist die Pulverform, beispielsweise das Anifit Bierhefe & Chlorella Pulver, da dieses einfach in das Futter gemischt werden kann.

Eine andere Variante der Bierhefe ist die Tablettenform, die ebenfalls ganz einfach unter das Trocken- oder Nassfutter gemischt werden kann. Da Bierhefe jedoch einen leichten Eigengeschmack hat, kann es vorkommen, dass Tiere das Futter verweigern, wenn Bierhefe untergemischt wurde oder die Tablette wieder ausspucken. In diesem Fall kann die Bierhefe Tablette ganz einfach in etwas Leberwurst versteckt und dem Hund so verabreicht werden.

Als Alternative bieten sich Bierhefe Kapseln  an. Hier profitiert man vor allem von einem starken Effekt für den Magen-Darm-Trakt, da sich die Kapsel meist erst im Verdauungsapparat des Tieres auflöst und die Wirkstoffe genau dort hingelangen, wo sie benötigt werden. Alternativ kann eine Kapsel auch geöffnet werden, um das Pulver über dem Nass- oder Trockenfutter des Tieres zu verstreuen. Natürlich ist diese Form der Verabreichung auch beim Barfen möglich.

Bierhefe ist auch als flüssige Variante erhältlich und damit wohl die natürlichste Form. In der ursprünglichen Form verfügt Bierhefe wohl über die reichste Vitamin- und Mineralstoffversorgung, allerdings hat flüssige Bierhefe einen sehr gewöhnungsbedürftigen Geschmack, der nicht von jedem Hund angenommen wird.

Flocken sind ebenfalls eine gute Alternative, wenn der Hund die Bierhefe nicht oder nur sehr zögerlich annimmt. Hier profitiert man vor allem von dem eher dezenten Geschmack, sodass der Hund das Beimischen von Bierhefe kaum schmecken wird. Vermischt mit etwas Nassfutter oder anderen Leckereien nehmen die meisten Hunde Bierhefe in Flocken-Form sehr gut an.

Form von Bierhefe im Hundefutter

Welche Bierhefe sollte man kaufen?

Auch bei der Bierhefe gibt es unterschiedliche Qualitätsstufen. Wer wirklich hochwertige Bierhefe kaufen möchte, kann dies in Apotheken, Naturkostläden oder bestimmten Drogeriemärkten tun. Auch im Tierfachhandel stehen spezielle Präparate für Tiere zur Verfügung, die sich jedoch in puncto Wirkstoff nicht von den Humanpräparaten unterscheiden.

Grundsätzlich sollte man darauf achten, dass die gekaufte Bierhefe aus Deutschland stammt. Da die Bierherstellung hierzulande dem deutschen Reinheitsgebot unterliegt, kann man sich einer guten Qualität stets gewiss sein. Ob man dabei zur flüssigen Bierhefe, Bierhefe als Tabletten, Bierhefe in Kapseln oder Bierhefe als Flocken greift, ist vollkommen unerheblich – die Wirkung bleibt dieselbe.

Hat Bierhefe beim Hund Nebenwirkungen?

Zwar handelt es sich bei Bierhefe um ein rein natürliches Produkt, das vergleichsweise selten Nebenwirkungen aufweist, allerdings kann es dennoch dazu kommen. Zunächst einmal spielen die Allergien und Unverträglichkeiten des Tieres eine Rolle: Vereinzelt kann es vorkommen, dass Hunde auf Hefepilze oder andere Bestandteile der Bierhefe allergisch reagieren. Meist äußert sich dies durch Hautausschlag, Juckreiz oder Durchfall. In diesem Fall sollte die Bierhefe umgehend wieder abgesetzt werden, unter Umständen ist auch ein Besuch beim Tierarzt nötig.

Eine weitere Nebenwirkung, die insbesondere am Beginn einer Bierhefe Kur auftritt, sind Blähungen. Die Hefepilze werden vom Körper so verstoffwechselt, dass dabei Gase im Darm des Hundes entstehen können. Dies deutet jedoch nicht zwangsläufig auf eine Unverträglichkeit hin – oftmals muss sich der Körper des Tieres zunächst an die Bierhefe gewöhnen. Hier macht es Sinn, die Dosis etwas zu reduzieren, damit sich der Hund langsam an die Bierhefe gewöhnen kann. Wenn dies erreicht ist, kann die Bierhefe Dosis langsam wieder gesteigert werden, bis die empfohlene Tagesmenge erreicht wurde. Achten Sie auch darauf, ob im Futter des Hundes bereits Bierhefe enthalten ist!

Bierhefe beim Hund - Nebenwirkungen

Sofern der Hund unter einer Pilzinfektion leidet, kann diese durch die Gabe von Bierhefe verstärkt werden. Bierhefe ist im Grunde ein Hefepilz, der sich jedoch positiv auf den Körper auswirkt. Ist der Körper dagegen bereits durch einen schädlichen Pilz angegriffen, wird dieser durch die Bierhefe unter Umständen noch gestärkt.

Eine Besitzer berichten von häufigen Ohrenbeschwerden, die während einer Bierhefe Kur auftreten. Beim Hund kann sich dies in Form von Juckreiz, Entzündungen oder Pilzerkrankungen äußern. Wenn der Hund während einer Bierhefe Kur Anzeichen für eine Erkrankung der Ohren zeigt, sollte die Bierhefe vorsorglich abgesetzt werden und ein Gang zum Tierarzt erfolgen.

Mögliche Nebenwirkungen:

Fazit – Bierhefe kann für den Hund gesund sein, wenn man einige Punkte beachtet

Bierhefe ist nicht nur in der Humanmedizin ein bewährtes Hausmittel gegen Magenbeschwerden oder Hauterkrankungen, sondern konnte sich auch in der Tiermedizin durchsetzen. Das bei der Bierherstellung gewonnene Abfallprodukt kann, richtig dosiert und angewendet, einen sehr guten Einfluss auf das Immunsystem des Hundes nehmen und vielen Erkrankungen vorbeugen oder diese lindern. Dabei spielen jedoch die richtige Dosierung und die Qualität der Bierhefe eine große Rolle. Außerdem treten, wenn auch in seltenen Fällen, Allergien und Unverträglichkeiten gegen Bierhefe auf – auch in diesen Fällen sollte man von der zusätzlichen Verabreichung von Bierhefe absehen.

Jeder Hundehalter kennt die Angst: Plötzlich dreht sich der Magen des geliebten Tieres. Selbst ein vollkommen gesunder Hund kann von einer Magendrehung betroffen sein. Nicht oder nicht rechtzeitig behandelt für diese Erkrankung unweigerlich zum Tod, daher ist ein frühes Erkennen der Symptome und ein zügiges Handeln essenziell, um das Überleben des Tieres zu sichern.

Wir möchten Ihnen im folgenden Text einige Tipps mit an die Hand geben, wie Sie sich im Falle einer Magendrehung beim Hund verhalten und an welchen Anzeichen Sie diese frühzeitig erkennen, sodass das Leben Ihres Hundes im besten Fall noch gerettet werden kann. Außerdem gehen wir detailliert darauf ein, was eine Magendrehung überhaupt ist und wie diese entsteht, damit Sie präventiv tätig werden können.

Magendrehung beim Hund

Die Magendrehung – Definition der Erkrankung

Um den Hintergrund einer Magendrehung zu verstehen, muss man zunächst die Anatomie des Tieres betrachten. Bei dem Hund ist der Magen nicht fest in der Bauchhöhle verankert, sondern wird durch verschiedene Bänder an Ort und Stelle gehalten.

Auch die Verbindung mit anderen Organen, zum Beispiel durch die Speiseröhre am Mageneingang und dem Dünndarm am Magenausgang, hilft dem Tier dabei, die Organe in der gewünschten Position zu halten.

-> Der Magen ist nicht fest in der Bauchhöhle verankert <-

Aufgrund der körpereigenen Physiologie ist der Hund daraus ausgelegt, in kürzester Zeit eine große Menge an Nahrung aufnehmen zu können. Dies rührt insbesondere von den hündischen Vorfahren, die in freier Wildbahn meist nicht regelmäßig an Nahrung gelangen konnten und daher große Mengen auf einmal verspeisen mussten, wenn es sich anbot. Der volle Magen begünstigt eine Magendrehung.

Was passiert bei einer Magendrehung?

Bei einer Magendrehung dreht sich das vollständige Organ einmal um die eigene Achse. Dabei werden die Zugänge am Mageneingang und Magenausgang vollständig blockiert und die Blutgefäße und Nerven werden abgeklemmt. Innerhalb kurzer Zeit führt die vorhandene Blockade dazu, dass der Magen sich aufbläht – insbesondere, wenn Nahrung darin vorhanden ist – und die Gase nicht mehr entweichen können.

Die unterbrochene Blutversorgung sorgt zusätzlich dafür, dass das vorhandene Gewebe abstirbt. Die Folge: Der Hund verfällt binnen weniger Stunden in einen Schockzustand und verstirbt anschließend. Nur durch eine schnelle Reaktion und das Eingreifen des Tierarztes besteht die Möglichkeit, das Leben des Tieres zu retten.

Gefahr von Magendrehung beim Hund

Ursachen für die Magendrehung beim Hund

Bisher sind die genauen Ursachen für eine Magendrehung beim Hund noch nicht abschließend erforscht. Allerdings gibt es zahlreiche Spekulationen, wie es dazu kommen kann – naheliegend ist also, dass ein Zusammenspiel der verschiedenen Faktoren die Erkrankung erst ermöglicht.


Rasse und Alter als Ursache

Grundsätzlich lässt sich feststellen, dass vor allem große Hunde mit einem breiten Brustkorb anfällig für Magendrehungen sind. Vermutlich ist dies darauf zurückzuführen, dass der Magen hier deutlich mehr Spielraum hat, um sich zu bewegen und sich dementsprechend auch leichter um sich selbst drehen kann.

Außerdem sind vor allem ältere Hunde betroffen – es wird vermutet, dass das langsam erschlaffende Bindegewebe hier eine essenzielle Rolle spielt. Viele betroffene Tiere sind über zwei Jahre alt, jüngere Hunde erleiden nur in seltenen Ausnahmefällen eine Magendrehung.


Die Tageszeit als Ursache

Auch die Tageszeit scheint eine Rolle zu spielen, auch wenn bisher nicht erforscht werden konnte, warum dies so ist. Viele Tiere erleiden eine Magendrehung am Abend oder in der Nacht, vor allem wenn der Hund zur Ruhe kommt.

Dennoch sollten Sie darauf achten, dass das Tier möglichst schnell zum Tierarzt kommt, denn wenige Stunden genügen bereits, um das Gewebe nachhaltig zu zerstören, was den Tod des Hundes zur Folge haben kann.


Ursachen - Magendrehung beim Hund

Fütterung nur 1x am Tag als Risiko

Zusätzlich gibt es eine Vielzahl an Risikofaktoren, die die Magendrehung beim Hund unterstützen können. Hundehalter, die Ihrem Tier nur einmal am Tag Nahrung geben, dafür aber auf eine große Menge zurückgreifen, erhöhen das Risiko einer Magendrehung bei Ihrem Hund deutlich.


Höhe der Futterschüssel als Ursache

Auch Hunde, die aus einer höherliegenden Schüssel gefüttert werden, neigen tendenziell eher dazu, an einer Magendrehung zu erkranken oder zu sterben – warum ist bisher nicht abschließend geklärt, es wird jedoch davon ausgegangen, dass die erhöhte Aufnahme von Luft während des Fressens damit zusammenhängt.


Trockenfutter als Ursache für Magendrehungen

Trockenfutter führt ebenfalls dazu, dass sich der Magen des Tieres häufiger dreht. An dieser Stelle geht man davon aus, dass das Aufquellen des Futters im Magen Auslöser für die Drehung des Magens ist. Interessante Informationen zu geeigneten Futtermittel und Testberichte finden sich auf Hundefutter-Tests.

Achten Sie zudem darauf, dass Ihr Hund stets frisches Futter erhält, denn die Gase, die bei verdorbenen Lebensmitteln entstehen, können eine Magendrehung zusätzlich begünstigen. Genetische Faktoren wie eine familiäre Vorbelastung des Tieres, zunehmendes Alter, die Größe des Hundes und der Umfang des Brustkorbes spielen ebenfalls eine große Rolle.

Allerdings sollten alle Hundehalter stets wachsam sein und das Verhalten ihres Tieres genau beobachten, denn auch kleine Hunde, auf die keine der möglichen Ursachen zutrifft, können eine spontane Magendrehung erleiden.

Die möglichen Auslöser einer Magendrehung beim Hund auf einen Blick

Mögliche Auslöser - Magendrehung Hund

Wie sich eine Magendrehung beim Hund äußert

Grundsätzlich fällt es vielen Tierhaltern schwer, eine Magendrehung beim Hund auf den ersten Blick zu erkennen. Viele der Symptome passen auch zu zahlreichen anderen Krankheiten, sodass man meist von einem harmlosen Vorfall ausgeht – in vielen Fällen bedeutet dies jedoch den Tod des Tieres. Daher ist es wichtig, die Symptome einer Magendrehung zu erkennen und diese als den ernstzunehmenden Notfall zu deuten, um den es sich tatsächlich handelt. Die Intensität spielt dabei nur eine bedingte Rolle, denn die Symptome schwanken individuell von Tier zu Tier.


Appetitlosigkeit und erfolglose Versuche sich zu übergeben

Da bei einer Magendrehung sowohl der Eingang als auch der Ausgang des Magens versperrt sind, ist der Hund nicht dazu in der Lage, Nahrung aufzunehmen oder auszuscheiden. In vielen Fällen versuchen die Hunde sich zu übergeben, haben dabei jedoch keinen Erfolg. Auch der Kotabsatz funktioniert nicht mehr.

Betroffene Tiere leiden unter akuter Appetitlosigkeit und neigen dazu, vermehrt zu Speicheln. Dennoch versuchen viele Tiere, über die Speiseröhre den Mageninhalt loszuwerden, was maßgebliche Schäden am Magen verursacht – dadurch kann die enthaltene Nahrung oftmals in den Bauchraum auftreten und verursacht zusätzlich eine Bauchfellentzündung.


Aufgeblähter Bauch und hohle Geräusche

Das vermutlich eindeutigste Symptom bei einer Magendrehung ist der oftmals stark aufgeblähte Bauch des Hundes. Dieser entsteht durch die zahlreiche Gase, die sich im Magen bilden, ohne entweichen zu können.

Der von Gasen aufgeblähte Magen des Tieres dehnt sich so weit aus, dass das vermehrte Volumen sogar von außen sichtbar wird. Dieser Vorgang geht bei jedem Hund unterschiedlich schnell: Während einige innerhalb weniger Minuten extrem aufblähen, entwickelt sich dieser Zustand bei anderen Tieren über Stunden hinweg.

Ein leichtes Klopfen auf die Körperseite des Tieres löst ein hohles Geräusch aus, das einem Trommelschlag ähnelt. In diesem Zusammenhang sind auch Atembeschwerden nicht selten, da die aufgeblähten Organe gegen Lunge, Zwerchfell oder Luftröhre drücken und diese verengen oder sogar blockieren können.


Der Hund ist unruhig

Ein unruhiges, mitunter sogar panisches Verhalten deutet in Kombination mit den anderen Symptomen ebenfalls auf eine Magendrehung beim Hund hin. Betroffene Tiere sind oftmals sichtbar nervös und neigen dazu, beständig zwischen Liegen und Stehen zu wechseln. Viele Hunde lassen dabei zusätzlich den Kopf hängen, was auf einen Erschöpfungszustand des Körpers zurückzuführen ist.

Auch ein sichtbar gekrümmter Rücken oder ein eingezogener, harter Bauch sind möglich. In diesem Zustand kann es vorkommen, dass der betroffene Hund schmerzartige Geräusche von sich gibt oder vermehrt hechelt – aber nicht jedes Tier zeigt klar, dass es unter den Schmerzen leidet, daher gilt es besonders aufmerksam zu sein.


Erhöhter Puls und helle Schleimhäute

Von einer Magendrehung betroffene Hunde spüren, dass mit ihrem Körper etwas nicht in Ordnung ist. Außerdem wird die Durchblutung des Magens derart beeinflusst bzw. vollständig unterbrochen, dass das Gewebe des Magens abstirbt und eine Störung im Blutkreislauf auslöst.

Dadurch werden bei vielen Tieren die Schleimhäute sichtbar blasser. Damit geht zusätzlich eine Erhöhung des Pulses einher, was bei dem Hund zunächst Unruhe auslöst, später jedoch in eine Art apathischen Zustand schwankt. Sobald der Hund diesen Zustand erreicht, besteht jederzeit die Möglichkeit eines Kreislaufzusammenbruchs bis hin zu einem tödlichen Schock.

Erhöhter Puls und helle Schleimhäute - Magendrehung beim Hund


Teilnahmslosigkeit

Nicht jeder Hund, der unter einer Magendrehung leidet, zeigt sich automatisch auch teilnahmslos. Viele Tiere sind während des Verlaufs bemüht, den Mageninhalt loszuwerden oder eine Position zu finden, in der sie sich besser fühlen. Dennoch kommt es im Verlauf der Erkrankung früher oder später zu einer gewissen Antriebslosigkeit, die bis zu einem apathischen Zustand führen kann.

Das langsame Versagen der Organe führt schlussendlich zu einem Schockzustand, aus dem das Tier nur in den seltensten Fällen zu retten ist. Es ist daher essentiell, dass Sie mit einer Behandlung nicht warten, bis das Tier den Zustand der Teilnahmslosigkeit erreicht hat.

Magendrehung beim Hund – was nun?

Für den Tierhalter besteht absolut keine Möglichkeit, im Falle einer Magendrehung aktiv zu werden. Es existieren keine wirksamen Notfallmaßnahmen, die die Überlebenschancen des Tieres verbessern würden – nur der sofortige Gang zum Tierarzt kann das Leben des Hundes retten. Dennoch ist es wichtig, selbst Ruhe zu bewahren. Das eigene Verhalten färbt maßgeblich auf den Hund ab und zusätzliche Nervosität kann den Verlauf der Magendrehung deutlich beschleunigen.

Achten Sie also darauf, dass Sie selbst erst einmal tief durchatmen, ehe Sie den Tierarzt verständigen oder einen Transport zur Tierklinik organisieren. Bringen Sie sich nicht selbst in Gefahr! Wenn Sie zu nervös sind, um selbst zum nächsten Tierarzt zu fahren, organisieren Sie entsprechende Hilfe von Freunden oder Bekannten.

Notfall-Tipps bei einer Magendrehung des Hundes für Sie zusammengefasst:

Der operative Eingriff beim Tierarzt

Eine Magendrehung beim Hund lässt sich nur im Rahmen eines operativen Eingriffs wieder richten. Richten Sie sich darauf ein, dass in der Tierklinik nicht allzu viel Zeit für Erklärungen oder Hinweise bleibt – das Tier muss umgehend in den Operationssaal und jede Sekunde zählt.

Ihre Vermutung einer Magendrehung wird kurz im Rahmen einer Diagnose gesichert, eine Prognose wird gestellt und die zu erwartenden Kosten des Eingriffs besprochen, dann geht es auch schon los.

Nun bleibt Ihnen nur zu Warten und zu Hoffen – die Überlebenschancen hängen maßgeblich davon ab, wie weit die Magendrehung und die Schädigung des Gewebes bereits fortgeschritten ist, wie gesund das Tier allgemein ist, vom Alter und der Größe des Hundes und von einer Vielzahl an weiteren, individuellen Faktoren, die nicht genauer bestimmt werden können. Meist ist auch der Umfang der Operation im Vorfeld unklar und kann erst im Verlauf der Behandlung genauer bestimmt werden.

Grundsätzlich gilt: Je früher der Hund zum Tierarzt kommt und operiert werden kann, desto kürzer ist auch der Eingriff. Bei vielen Tieren muss der Magen lediglich wieder in die richtige Position gebracht werden, in anderen Fällen müssen abgestorbene Teile der Magenwand oder sogar umliegende Organe wie die Milz entfernt werden.

Beachten Sie auch, dass selbst bei einer erfolgreichen OP die Spätfolgen zum Tod des Tieres führen können – oder schlicht jede Hilfe zu spät kommt, wenn bereits ein großer Teil des Magens abgestorben ist.

Operative Eingriff - Magendrehung beim Hund

Gastropexie bei Magendrehungen

Tipp: Wenn Ihr Tier trotz Magendrehung hohe Überlebenschancen hat, bestehen Sie bei Bedarf zum Ende der Operation auf eine Gastropexie. Hierbei handelt es sich um einen vergleichsweise kleinen Eingriff, bei dem bestimmte Teile des Magens an der Bauchhöhle des Tieres befestigt werden.

Inwieweit dieser Eingriff beim Tier Schmerzen auslöst, ist bisher nicht geklärt, allerdings zeigen Studien, dass Hunde, die bereits an einer Magendrehung erkrankt sind, in bis zu 80 % der Fälle erneut eine Magendrehung erleiden. Die Überlebenschancen sinken markant, wenn sich der Magen des Tieres erneut dreht!

Es stehen verschiedene Möglichkeiten für eine Gastropexie zur Verfügung, die maßgeblich vom Schweregrad der Erkrankung und vom Zeitpunkt der Operation abhängen. Im Nachgang an die Operation sollten Sie daher erfragen, wo genau der Magen des Hundes im Bauchraum befestigt wurde, insbesondere wenn es sich bei dem Notfall-Tierarzt nicht um den regulären Arzt handelt, den Sie mit Ihrem Tier besuchen.

Sollte es - aus welchen Gründen auch immer – noch einmal zu einer OP im Bauchraum des Tieres kommen, ist es für den Chirurgen essenziell zu wissen, wo genau sich diese Befestigung befindet.

Mögliche Spätfolgen bei einer Magendrehung

Selbst wenn Ihr Hund die Magendrehung überlebt, können umfangreiche Spätfolgen eine dauerhafte Behandlung des Tieres notwendig machen. Je früher man den Hund im Falle einer Magendrehung zum Tierarzt bringt, desto geringer sind natürlich auch die Folgen, die von der Erkrankung ausgehen.

Zu den häufigsten Folgen gehört abgestorbenes Magengewebe, das nicht wieder repariert werden kann. Das führt dazu, dass bei vielen Tieren die Magentätigkeit für die restliche Lebenszeit markant eingeschränkt ist. In diesen Fällen ist eine spezielle Ernährung notwendig, die ein Minimum an Magenaktivität erfordert und dem Hund gleichzeitig alle Nährstoffe gibt, die er benötigt.

Außerdem dreht sich im Falle einer Magendrehung die Milz mit, was ebenfalls zu Schäden an diesem Organ führen kann. Wenn die Milz entfernt werden muss, ist gegebenenfalls eine lebenslange Gabe von Medikamenten notwendig.

Zwerchfell, Herz und Lunge können bei einer Magendrehung beim Hund ebenfalls beschädigt werden – insbesondere durch das starke Aufblähen besteht das Risiko, dass die umliegenden Organe gequetscht werden und auf diese Weise Schäden erleiden.

Lebenslange Herzrhythmusstörungen, mehr oder minder ausgeprägte Atembeschwerden oder eine generell eingeschränkte Funktionsfähigkeit der Organe können die Folge sein.

Durchschnittliche Überlebenschancen

Es ist natürlich vollkommen unmöglich, eine Prognose für die individuelle Erkrankung Ihres Tieres zu stellen. Grundsätzlich zeigen Statistiken, dass etwa 70 % der Hunde, die wegen einer Magendrehung behandelt werden, überleben. Die restlichen 30 % sterben entweder durch die Magendrehung selbst, überstehen die doch sehr schwerwiegende Operation bzw. Narkose nicht oder werden eingeschläfert, weil die Spätfolgen durch die Erkrankung ein weiteres Leben unmöglich machen.

Sie können die Überlebenschancen maßgeblich dadurch beeinflussen, wie schnell das Tier zum Tierarzt kommt. Es ist daher hilfreich, stets die Rufnummer einer nahegelegenen Tierpraxis oder Notfallambulanz für Tiere zur Hand zu haben, damit Sie rasch reagieren können.

Auch das Wissen über die Öffnungszeiten der Tierärzte in Ihrer Nähe kann essenziell sein, wenn Ihr Hund an einer Magendrehung leidet. Achten Sie stets darauf, welche Symptome Ihr Tier zeigt, seien Sie aufmerksam und reagieren Sie zügig, wenn Sie die oben erläuterten Symptome feststellen.

Eine angepasste Fütterung, artgerechtes Futter und adäquate Mengen an Nahrung können dabei helfen, eine Magendrehung zu vermeiden.

Prävention - Magendrehung beim Hund

Prävention – so beugen Sie einer Magendrehung vor

Grundsätzlich lässt sich eine Magendrehung niemals vollständig verhindern. Dennoch gibt es einige Tipps und Tricks, mit denen Sie das Risiko minimieren. Diese sollten Sie insbesondere dann bedenken, wenn Ihr Tier zu einer der vorherrschenden Risikogruppen gehört.

Schluckauf kommt bei Hunden wie auch beim Menschen immer mal wieder vor. Die Ursache ist meist ein Krampf im Zwerchfell, der durch unterschiedliche Faktoren entstehen kann. Vor allem Welpen haben häufiger Schluckauf, was nicht unbedingt Grund zur Sorge ist.

Für den Hund ist Schluckauf zwar unangenehm, in den meisten Fällen aber nach wenigen Minuten auch schon wieder vorbei. Was man akut gegen Schluckauf bei Hunden tun kann und wann ein Gang zum Tierarzt notwendig wird, möchten wir Ihnen im folgenden Beitrag etwas genauer erläutern.

Schluckauf bei Hunden

Wodurch entsteht Schluckauf bei Hunden?

Wenn sich das Zwerchfell bei der Atmung unkontrollierbar zusammenzieht, spricht man von einem Schluckauf. Die körperlichen Symptome sind dabei beim Hund identisch zu denen, die ein Schluckauf beim Menschen auslöst. Aber wie entsteht Schluckauf genau?

Das Zwerchfell ist bei Säugetieren ein wichtiger Muskel, durch den die Atmung ermöglicht wird. Bei jedem Einatmen zieht sich das Zwerchfell zusammen, sodass im Brustkorb ausreichend Platz zur Verfügung steht, in dem sich die Lunge entfalten kann.

Beim Ausatmen lässt die Spannung im Zwerchfell nach, sodass die Luft aus der Lunge heraus entweicht. Beim Schluckauf ist dieser Prozess durch das starke Verkrampfen des Zwerchfells gestört: Die Stimmritze verschließt sich, das Einatmen wird unterbrochen und es entsteht das klassische „Schluckauf-Geräusch“.

Schluckauf bei Hunden und seine Ursachen

Ihr Hund hat Schluckauf? Schluckauf bei Hunden hat im Grunde dieselben Ursachen wie auch bei uns Menschen. Rasche Temperaturwechsel, zu hastiges Atmen oder zu schnelles Essen oder Trinken können die Entstehung eines Zwerchfellkrampfs begünstigen. Wir möchten Ihnen die Ursachen von Schluckauf bei Hunden genauer erläutern:

Schluckauf bei Hunden - Ursachen

Schluckauf bei Hunden - Zu schnelles Fressen und Trinken

Schluckauf bei Welpen – warum Schluckauf hier häufiger vorkommt

Hundewelpen haben eine ganz eigene Energie, die sich deutlich von erwachsenen Hunden unterscheiden. Die ganze Welt muss erkundet werden – wildes Toben, rasches Verschlingen des Futters und hastige Bewegungen stehen auf dem Tagesplan.

Dadurch sind gleich mehrere Faktoren erfüllt, die die Entstehung von Schluckauf begünstigen. Zusätzlich müssen sich die Atmungsorgane bei Welpen meist noch vollständig ausprägen, sodass auch dadurch Schluckauf bei Welpen begünstigt wird. Grund zur Sorge ist dies jedoch auch bei den jungen Vierbeinern in den meisten Fällen nicht.

Was tun gegen Schluckauf bei Hunden?

In den meisten Fällen ist Schluckauf beim Hund absolut harmlos. Meist verschwindet der Krampf im Zwerchfell nach einigen Minuten wieder von selbst. Trotzdem können Sie mit einigen Hausmitteln Ihrem Hund dabei helfen, den Schluckauf möglichst schnell wieder loszuwerden. Mehr Informationen zu geeigneten Futtersorten und Hundeleckerlies finden Sie bei unseren Hundefutter-Tests.

Und das Beste: Die meisten dieser Tricks lassen sich auch bei Menschen anwenden, sodass auch Sie selbst mit unseren Ratschlägen Ihren Schluckauf loswerden können.

Ratschläge - Schluckauf bei Hunden

Schluckauf verringern Hund - kleinere Portionen Essen

Es gibt jedoch auch einige No-Go's, die auf keinen Fall angewendet werden sollten, während der Hund Schluckauf hat. Für den Menschen steht Medizin zur Verfügung, die effektiv bei Schluckauf helfen soll – meist ist diese Medizin jedoch nicht für unsere Vierbeiner geeignet! Verwenden Sie daher beim Hund kein menschliches Mittel gegen Schluckauf, sondern halten Sie bei Bedarf Rücksprache zu geeigneten Medikamenten mit Ihrem Tierarzt.

Außerdem sollte darauf geachtet werden, dass der Hund während des Schluckaufs keine zähen Leckerchen frisst oder auf anderen Dingen herumkaut, die unter Umständen verschluckt werden könnten. Durch den Schluckauf besteht sonst das Risiko, dass Fremdkörper in die Lunge geraten, die hier schwere Schäden verursachen können.

Fazit: Schluckauf bei Hunden ungefährlich – kein Grund zur Sorge!

Bei der genaueren Betrachtung wird klar, dass Schluckauf bei Hunden in den meisten Fällen ungefährlich ist. Meist liegt dir Ursache im Alltagsverhalten des Tieres, bei den Außentemperaturen oder der Schluckauf wird durch zu viel Aufregung ausgelöst. Welpen und kleine Hunde sind dabei deutlich häufiger von Schluckauf betroffen als ausgewachsene, größere Hunde.

Sollten Sie feststellen, dass Ihr Hund oft Schluckauf hat und dieser auch nach wenigen Minuten nicht von selbst verschwindet, sollten Sie das Tier von einem Tierarzt gründlich untersuchen lassen – eventuell liegt hier eine körperliche Problematik vor, die häufigen Schluckauf als Begleitsymptom verursacht.

Der umgekehrte Schluckauf – ein ernsthaftes, medizinisches Problem

Medizinisches Problem- Schluckauf vom Hund

Neben dem klassischen Schluckauf, bei dem sich die Stimmritze durch die Kontraktion des Zwerchfells schließt und dadurch das Einatmen für einen kurzen Moment verhindert wird, gibt es auch den sogenannten umgekehrten Schluckauf. Dabei atmet der Hund mit sichtbaren Schwierigkeiten und meist unter starken Geräuschen ausschließlich durch die Nase ein.

Beim inversen Schluckauf versucht der Vierbeiner, überschüssigen Schleim aus dem Atmungstrakt loszuwerden. Die Ursachen dafür sind bisher nicht genau bekannt, allerdings kann es sich um einen akuten Notfall handeln, der umgehend einem Tierarzt vorgestellt werden sollte.

Wenn ein Hund häufig schmatzt, sich das Maul beleckt oder übermäßig häufig schluckt, kann dies ganz harmlose Ursachen haben. Unter Umständen steckt aber auch eine schwere Erkrankung dahinter. Wir möchten Ihnen in diesem Beitrag genauer erläutern, woran es liegen kann, wenn Ihr Hund viel schmatzt.

Hund schmatzt viel

Harmlose Gründe für ständiges Schmatzen beim Hund

Grundsätzlich lässt sich sagen, dass es vier wesentliche Gründe gibt, warum Hunde im Alltag viel schmatzen: Vorfreude auf Futter, Entspannung, Langeweile und Genuss. Meist schmatzt der Hund dabei nur einige Momente lang und hört dann von selbst wieder auf.

Sollte das ständige Schmatzen beim Hund anhalten, kann allerdings auch eine ernstzunehmende Erkrankung dahinterstecken.

Freude auf Leckerei

In den meisten Fällen steckt keine ernste Erkrankung dahinter, wenn der Hund viel schmatzt. Oft bedeutet Schmatzen beim Hund nur, dass er sich auf eine Leckerei freut. Die klassische Situation finden wir zum Beispiel dann vor, wenn man als Mensch zu der Stelle geht, an der für gewöhnlich die Leckerchen gelagert werden.

Der Vierbeiner weiß sofort: Gleich bekomme ich eine Leckerei! Da läuft auch einem Hund sofort förmlich „das Wasser im Mund zusammen“ – und er beginnt zu schmatzen. Das gilt natürlich auch dann, wenn das reguläre Futter zubereitet wird.

Hund schmatzt nachts im Schlaf

Eine weitere Situation, in der Hunde viel schmatzen, ist die Einschlafphase. Wenn der Hund sich an seinen gewohnten Schlafplatz legt, sich das Maul beleckt und leise schmatzt, ist das meist ein Zeichen von Ruhe und Entspannung. Auch in diesem Fall also: Kein Grund zur Sorge!

Grundsätzlich treten in Entspannungsphasen beim Hund immer wieder Momente auf, in denen der Vierbeiner wild schmatzt und sich beleckt. Diese Situation kennen wir natürlich nicht nur vom Hund, auch kleine Kinder schmatzen häufig beim Einschlafen. Warum das so ist, konnte bisher nicht abschließend geklärt werden. Experten gehen aber davon aus, dass es sich um eine reguläre Form der Entspannung handelt. Ihr Hund schmatzt nachts? Das ist deswegen nicht ungewöhnlich.

Manch ein Hund schmatzt beim Streicheln – auch hier handelt es sich um eine Form der Entspannung. Über das Schmatzen möchte der Hund dem Herrchen oder Frauchen mitteilen, dass er die Situation sehr genießt und drückt gleichzeitig seine Zuneigung aus.

Hund schmatzt nachts im Schlaf

Langeweile

Ein weniger schöner Grund, aber trotzdem keine ernstzunehmende Erkrankung, ist das Schmatzen aus Langeweile. Wenn der Vierbeiner partout nichts mit sich anzufangen weiß und im Alltag unterfordert ist, kann es passieren, dass er zu seiner eigenen Unterhaltung anfängt viel zu schmatzen. In diesem Fall kann es schon helfen, Denkspielzeuge zur Verfügung zu stellen, einen Kauknochen bereitzulegen oder einen Spaziergang zu machen.

Futterreste zwischen den Zähnen – der Hund schmatzt ständig

Ein weiterer Grund, der beim Hund für reges Schmatzen sorgt, sind störende Futterreste im Mund. Da dem Vierbeiner keine Zahnstocher zur Verfügung stehen, versucht er eventuelle Futterreste mit Speichel zu entfernen. Da Schmatzen die Produktion von Speichel anregt, neigen viele Vierbeiner zu häufigem Schmatzen, wenn störende Futterreste zwischen den Zähnen hängen.

Meist dauert das Schmatzen in diesen Situationen auch deutlich länger an, als in den klassischen Entspannungsphasen oder bei der Vorfreude auf Futter. Es macht also durchaus Sinn, das Maul des Tieres genauer zu überprüfen – immerhin könnten neben Futterresten auch andere Fremdkörper zwischen den Zähnen klemmen.

Wenn die Futterreste oder Fremdkörper entfernt wurden, hört das Schmatzen des Hundes auch recht zügig wieder auf. Wertvolle Informationen zu passenden Futtersorten und ausführliche Testberichte finden sich auf Hundefutter-Tests.

Ernstzunehmende Ursachen für häufiges Schmatzen beim Hund

Erkrankungen des Mund- und Rachenraumes

Wenn der Hund sich häufig die Schnauze beleckt oder viel schmatzt, kann dahinter auch eine Erkrankung im Mund- und Rachenraum des Tieres stecken. Die wohl häufigste, krankhafte Ursache für häufiges Schmatzen beim Hund sind Probleme mit dem Zahnfleisch.

Zahnfleischentzündungen können sowohl akut aufgrund einer Verletzung des Zahnfleisches auftreten als auch chronisch – häufig bedingt durch Zahnstein – das Gleichgewicht des Mundes stören. Neben Zahnfleischentzündungen können auch weitere Erkrankungen im Mund- und Rachenraum des Tieres für häufiges Schmatzen verantwortlich sein:

Hund schmatzt viel - Erkrankungen Mund- und Rachenraumes

Wenn der Hund häufig schmatzt, sollte daher der Mund- und Rachenraum gründlich kontrolliert werden. Eine Zahnfleischentzündung ist meist schon an einer Verfärbung des Zahnfleisches erkennbar, das normalerweise eine gesunde, rosa Farbe aufweisen sollte.

Entzündungsbereiche sind meist schlechter durchblutet und erscheinen dadurch unweigerlich heller. Verletzungen sind dagegen nicht immer auf den ersten Blick erkennbar. Bei anhaltenden Beschwerden sollte der Hund daher umgehend einem Tierarzt vorgestellt werden.

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Tipp: Wer Erkrankungen im Mund- und Rachenraum vorbeugen möchte, sollte die Entwicklung von Zahnstein so gut wie möglich vermeiden. Das Abnagen von harten, ungekochten Knochen hat sich hier besonders bewährt, bei anfälligen Tieren kann aber auch eine gründliche Zahnpflege notwendig sein. Hier sollten Sie mit Ihrem Tierarzt absprechen, welche Möglichkeiten sich für die Zahnpflege Ihres Hundes eignen.
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Magen-Darm-Erkrankungen als Ursache

Hunde haben nur sehr begrenzte Möglichkeiten, uns Menschen wissen zu lassen, wenn es Ihnen nicht gut geht. Daher ist es sehr wichtig, dass wir auf alle Veränderungen achten, die im Verhalten der Vierbeiner zu beobachten sind.

Häufiges Schmatzen kann beim Hund darauf hindeuten, dass ernsthafte Probleme mit dem Magen-Darm-Trakt vorliegen. Schon bei leichten Bauchschmerzen tendieren viele Hunde dazu, ständig zu schmatzen. Auch Verdauungsbeschwerden und deutlich gefährlichere Krankheiten können der Auslöser sein, wenn der Hund ständig schmatzt:

Ursache Schmatzen Magen-Darm-Erkrankungen beim Hund

Die meisten Erkrankungen im Magen-Darm Trakt des Hundes gehen nicht nur mit ständigem Schmatzen, sondern oft auch vielen weiteren Beschwerden einher. So können Durchfall und Erbrechen auch Anzeichen für eine schwerere Erkrankung sein und sollten in diesem Fall nur als weitere Symptome statt als eigenständiges Krankheitsbild betrachtet werden.

Wenn der Hund häufig schmatzt und eventuell noch weitere Beschwerden aufzeigt, sollte unbedingt ein Gang zum Tierarzt erfolgen. Hier ist es wichtig, dass Sie alle Symptome genau schildern, damit der Tierarzt sofort einen Überblick über mögliche Erkrankungen erhält und gezielt danach suchen kann.

Stoffwechselerkrankungen und Autoimmunerkrankungen als Ursache

Neben den oben genannten Erkrankungen, die ständiges Schmatzen beim Hund auslösen können, gibt es auch noch einige weitere Erkrankungen, die in Frage kommen. Es handelt sich dabei um Stoffwechsel- und Autoimmunerkrankungen, die oft nicht auf den ersten Blick erkannt werden. Meist werden Erkrankungen dieser Art erst erkannt, wenn der Hund sichtlich nachlässt, schwächer und träger wird und an Gewicht verliert.

Stoffwechselerkrankungen und Autoimmunerkrankungen sind in den seltensten Fällen heilbar, können jedoch unter Umständen mit Medikamenten behandelt werden. Dafür muss zunächst eine umfassende Anamnese stattfinden, die andere Erkrankungen ausschließt.

Meist sind es gerade die kleinen Details und Verhaltensänderungen, die auf Stoffwechsel- und Autoimmunerkrankungen hinweisen. Wenn der Hund neben häufigem Schmatzen noch weitere Symptome zeigt, sollten Sie Ihren Tierarzt unbedingt darauf hinweisen.

Falsches Futter

Eine weitere Ursache könnte das aktuelle Hundefutter sein, welches verfüttert wird. Oftmals sind die Symptome bei einer Fütterung von Trockenfutter zu beobachten. Es verursacht einen ungünstigen pH-Wert (Übersäuerung) beim Hund und führt so zu vermehrten aufstoßen und schmatzen beim Hund. Eine Futterumstellung auf ein anderes Trockenfutter oder im besten Fall auf hochwertiges Nassfutter kann Abhilfe schaffen.

Wie wird häufiges Schmatzen beim Hund behandelt?

Wenn der Hund viel schmatzt, muss dies nicht zwangsläufig behandelt werden. Insbesondere Schmatzen im Schlaf und die weiteren harmlosen Gründe bieten keinen Grund zur Besorgnis. Anders sieht es dagegen aus, wenn Hunde aufgrund körperlicher Ursachen häufig Schmatzen.

Während sich Futterreste im Maul meist ganz einfach durch Herrchen oder Frauchen entfernen lassen und somit als Ursache leicht behoben werden können, ist bei ernsthafteren Erkrankungen meist zusätzliche Unterstützung notwendig.

Schlafender Hund schmatzt

Kur mit Heilerde

Bei milden Erkrankungen im Magen-Darm-Bereich, wie beispielsweise Durchfall, Erbrechen oder Blähungen ohne ernstzunehmenden Hintergrund, ist oft Heilerde eine gute Möglichkeit, um für etwas Ruhe zu sorgen. Heilerde beruhigt den Magen-Darm Trakt und reguliert die natürliche Darmflora, sodass sich der gesamte Verdauungsapparat des Tieres etwas beruhigt. Es ist jedoch nicht zur Dauerfütterung geeignet.

Futterumstellung

Sollte das Schmatzen auch nach einer Kur mit Heilerde anhalten, könnte man eine Futterumstellung auf ein besseres Futter in Erwägung ziehen. Auch hilft es oftmals von Trocken- auf Nassfutter umzustellen oder abwechslungsreicher zu füttern.

Wann zum Tierarzt gehen?

Wenn eine schlimmere Erkrankung des Hundes bei häufigem Schmatzen jedoch nicht ausgeschlossen werden kann, muss unbedingt der Gang zum Tierarzt erfolgen! Da nicht nur harmlose Ursachen und leichte Erkrankungen hinter häufigem Schmatzen stecken können, sondern auch gefährliche Erkrankungen als Ursache in Frage kommen, liegt der Fokus zunächst immer auf der Suche nach möglichen Ursachen.

Sind dagegen Zahnschmerzen oder kleine Verletzungen im Mund der Auslöser für das häufige Schmatzen des Hundes, kann es schon helfen, für einige Tage eher zu weichem Futter zu greifen, dass das angegriffene Zahnfleisch schont. Sollte eine Entzündung vorliegen, ist jedoch eine Behandlung mit Antibiotika notwendig, die durch einen erfahrenen Tierarzt umgesetzt werden sollte.

Dabei ist es wichtig, den geliebten Vierbeiner so gut wie möglich zu beobachten und kleinste Verhaltensveränderungen festzuhalten. Auch gilt es zu unterscheiden, ob es sich beim häufigen Schmatzen um eine Angewohnheit handelt, die immer in derselben Situation auftritt und dementsprechend ganz einfach abtrainiert werden kann, oder ob es sich um eine neue Verhaltensweise handelt, die häufig und unabhängig von der Situation vorkommt.

Zittern ist bei Hunden zunächst einmal nicht weiter ungewöhnlich. Stress, Aufregung, aber auch Freude können dazu führen, dass der Hund für einen kurzen Moment stark zittert. Einige Jagdhunderassen wurden so gezüchtet, in bestimmten Situationen voll konzentriert zu sein – auch das kann sich in Form von Zittern äußern.

Hunderassen ohne Unterfell, Nackthunde oder sehr kleine Hunde zittern immer dann, wenn es besonders kalt ist. Auch Angst kann ein Grund sein, der den Hund zum Zittern bewegt – wie viele Tierbesitzer sicher schon bei einem Tierarztbesuch festgestellt haben. Die Gründe für Zitteranfälle beim Hund sind vielfältig, allerdings können auch ernstzunehmende Krankheiten dahinterstecken.

Wie Sie einen ungefährlichen Zitteranfall von einer Erkrankung unterscheiden und was Sie in solchen Fällen tun können, möchten wir Ihnen in diesem Beitrag genauer erläutern.

Hund Zittert

Zitteranfall oder Krampfanfall?

Zittern gehört bei Säugetieren zu einer natürlichen Reaktion des Körpers, die durch körperliche oder emotionale Gründe hervorgerufen wird. Einen Zitteranfall beim Hund sollte man jedoch stets von einem Krampfanfall unterscheiden können.

Beim Zittern sind die Tiere in den meisten Fällen noch ansprechbar und haben die volle Kontrolle über den eigenen Körper. Auch Augenkontakt halten ist für zitternde Hunde kein Problem, während dies bei einem Krampfanfall nicht mehr möglich ist.

Wenn der Hund während des Zitterns die Kontrolle über den Körper verliert und keine Reaktionen auf die Umwelt zeigt, sollte schnellstmöglich ein Tierarzt aufgesucht werden, da es sich möglicherweise um einen Krampfanfall handelt.

Unbedenkliche Ursachen für Zitteranfälle beim Hund

Wenn der Hund ein Zittern am ganzen Körper zeigt, kann dies viele Gründe haben. Dass es sich dabei sowohl um freudige als auch stress- oder angstbedingte Faktoren handeln kann, haben wir Ihnen schon erläutert. Wir möchten an dieser Stelle jedoch etwas näher auf die eher unbedenklichen Gründe für Zitteranfälle beim Hund eingehen.

Unbedenkliche Ursache: Freude

Freude gehört zu den häufigsten Emotionen unserer Vierbeiner. Herrchen oder Frauchen kommen nach Hause, der ersehnte Spaziergang geht endlich los oder der Schützling trifft auf seinen besten Hundekumpel – all diese Gründe (und natürlich noch viele mehr) können beim Hund eine so große Freude auslösen, dass sich dies in Form von körperlichem Zittern zeigt.

Meist geht Freude beim Hund auch mit Schwanzwedeln, Herumspringen oder Bellen einher. Zwar ist Zittern beim Hund aufgrund von übermäßiger Freude absolut harmlos, allerdings sollte der Hund in seinem Verhalten nicht bekräftigt werden, da sonst extreme Freudereaktionen antrainiert werden können, die der Hund gezielt einsetzt, um Leckerchen oder Aufmerksamkeit zu ergattern.

Unbedenkliche Ursachen für Zitteranfälle beim Hund

Unbedenkliche Ursache: Angst

Zittern am ganzen Körper kann auch ein Anzeichen für Angst sein, die der Hund auf diese Weise nach außen trägt. Viele Hundehalter kennen die Situation von Tierarztbesuchen, beim Kontakt mit fremden, gefährlichen Hunden oder jedes Jahr an Silvester – der Hund zittert am ganzen Körper, zieht die Rute zwischen den hinteren Beinen ein, geht in eine geduckte Körperhaltung und versucht sich zu verkriechen.

Wenn der Hund aufgrund von Angst anfängt zu zittern, sollte man als Hundehalter souverän bleiben und dafür sorgen, dass der Vierbeiner schnell wieder in eine sichere Umgebung kommt.

Sollte das Tier auf alltägliche Geräusche oder Dinge ängstlich reagieren, kann auch das gezielte Training mit einem Tiertrainer helfen, die Angst abzulegen. Oft genügt jedoch schon eine gute Sozialisierung vom Welpenalter an, damit aus dem Hund kein Angsthund wird.

Auch beim Zittern aufgrund von Angst sollte darauf geachtet werden, dass man dem Vierbeiner keine übermäßige Aufmerksamkeit schenkt. Wer versucht, das Tier mit Leckerlies abzulenken oder besonders viel Mitleid spendet, wird nicht nur die Situation verschlimmern, sondern auch gezielt das Angstverhalten antrainieren. Stattdessen sollte dem Hund klar gezeigt werden, dass es vollkommen überflüssig ist, in diesen Situationen Angst zu haben.

Unbedenkliche Ursache: Kälte

Kälte setzt natürlich nicht nur Hunden zu, sondern auch uns Menschen. Während wir uns mit Kleidung warmhalten können, steht Hunden dafür nur das Fell zur Verfügung. Hunderassen mit wenig oder keinem Unterfell, Nackthunde oder sehr kleine Hunde stehen im Winter daher vor einer Herausforderung.

Da durch das Zittern des Körpers die Körpertemperatur steigt, neigen gerade diese Hunderassen im Winter dazu, häufig am ganzen Körper zu zittern. Je kälter die Temperaturen, desto schwerer fällt es dem Organismus jedoch, allein mit Zittern die benötigte Körpertemperatur zu halten. Daher sollte unter Umständen bei empfindlichen Hunderassen zu einem Hundemantel gegriffen werden, der für etwas mehr Wärme im Winter sorgt.

Ursache Zitteranfällen Hund - Kälte

Unbedenkliche Ursache: Spannung

Vor allem Jagdhunde sind es, die auf einen klaren Fokus und volle Konzentration bei maximaler, körperlicher Einsatzfähigkeit gezüchtet wurden. Jagdhunde müssen dazu im Stande sein, die Welt um sie herum zu vergessen und sich voll auf ein Ziel zu konzentrieren. Viele Jagdhunde, aber auch einige andere Hunderassen, bauen daher eine besondere Spannung auf, die sich in Form von Zitteranfällen äußern kann.

Meist beginnen die Tiere kurz vor der Jagd bereits damit, ihren Körper auf diese Weise auf das Kommende vorzubereiten – und zeigen dabei volle Anspannung, die auch auf ein „innerliches Zittern“ hindeutet. Auch unausgelastete Hunde, die aufgrund mangelnder Beschäftigung keine Spannung loswerden können, neigen eher zu Zitteranfällen als sportlich und geistig ausgelastete Tiere.

Unbedenkliche Ursache: Träume

Wie wir Menschen verarbeiten auch Hunde im Traum die Erlebnisse des Tages. Viele Hundehalter berichten von Hunden, die im Schlaf mit den Beinen strampeln, die Ohren wild bewegen oder am ganzen Körper zittern. In diesem Fall baut Ihr Hund einfach die Spannung des Tages ab und es handelt sich um einen vollkommen normalen Prozess, der bei Ihrem Tier für Ruhe sorgt.

Gefährliche Ursachen für Zitteranfälle beim Hund

Nicht immer steckt hinter einem Zitteranfall eine unbedenkliche Ursache, auch gefährliche Krankheiten können der Grund für übermäßiges Zittern am ganzen Körper sein. Wir zeigen Ihnen auf, welche Ursachen hier in Frage kommen. Wenn Sie eine Erkrankung oder andere gefährliche Ursachen als Grund für die Zitteranfälle Ihres Hundes vermuten, sollten Sie jedoch unbedingt einen Tierarzt aufsuchen.

Gefährliche Ursachen Zitteranfälle beim Hund

Gefährliche Ursache: Epileptische Anfälle

Viele Tierhalter sind überrascht, wenn beim Hund von epileptischen Anfällen die Rede ist, aber tatsächlich können auch Vierbeiner an Epilepsie erkranken. Es gibt einige Rassen, die – statistisch betrachtet – deutlich häufiger von Epilepsie betroffen sind als andere Hunde, unter anderem der Beagle, Schäferhund oder Golden Retriever. Während eines epileptischen Anfalls verliert das Tier vollständig die Kontrolle über den Körper und zittert unkontrolliert ohne Reaktionen auf die Außenwelt.

Viele Hunde haben während eines epileptischen Anfalls Schaum vor dem Mund, Erbrechen oder können den Urin nicht halten. Einige Hunde bellen laut während der epileptischen Anfälle, während andere eher jaulend am Boden liegen. Meist folgt nach dem Krampfanfall eine Phase der Bewusstlosigkeit, was der eigentliche, epileptische Anfall ist. Wacht der Hund im Anschluss wieder auf, ist er oft orientierungslos und verwirrt.

Viele Tiere verspüren nach einem epileptischen Anfall außerdem einen großen Appetit und Durst – denn Krampfanfälle kosten den Körper extrem viel Energie. Wenn Sie Epilepsie bei Ihrem Hund vermuten, sollte dieser unbedingt einem erfahrenen Tierarzt vorgestellt werden. Durch die regelmäßige Gabe von Medikamenten lässt sich die Häufigkeit und Intensität der Krampfanfälle meist deutlich reduzieren. Eine vollständige Heilung des Tiers ist aber nicht möglich.

Gefährliche Ursache: Magendrehung

Von einer Magendrehung haben viele Hundebesitzer schon gehört, gilt die Erkrankung doch als großes Schreckgespenst, das plötzlich und unerwartet das Leben des eigenen Vierbeiners gefährden kann. Tatsächlich gilt die Magendrehung als äußerst gefährlich, vor allem, weil sie in vielen Fällen zu spät bemerkt wird. Das Risiko einer Magendrehung steigt mit der Größe des Hundes. Hunderassen wie Dobermänner, Deutsche Doggen oder der Kangal sind besonders gefährdet.

Als Auslöser für eine Magendrehung gelten zu lockere Halteapparate, ein zu tief liegender Brustkorb und verschluckte Luft. Auch Stress kann dazu führen, dass es beim Hund zu einer lebensbedrohlichen Magendrehung kommt. Aber wie erkennt man eine Magendrehung beim Hund?

Akut lässt sich eine Magendrehung leider nur schwer feststellen: Ein aufgeblähter Bauch, ein unruhiges Tier und Kreislaufprobleme sind die ersten Anzeichen, die auf eine Magendrehung hindeuten. Wenn die Zitteranfälle einsetzen, hat der Hund meist bereits starke Schmerzen und steht unter Schock. Da eine Magendrehung beim Hund lebensgefährlich ist, sollte das Tier schnellstmöglich dem Tierarzt vorgestellt werden.

Zitteranfälle Hund - Magendrehung Ursache

Gefährliche Ursache: Vergiftung

Auch Vergiftungen sind Auslöser für Zitteranfälle beim Hund. Dabei muss das Tier nicht zwangsläufig beim Spaziergang einen Giftköder fressen, auch ganz alltägliche Speisen können für die Vierbeiner gefährlich werden: Schokolade, Alkohol, Süßstoff oder Weintrauben gelten als gängigste Vergiftungsquellen im Haushalt.

Eine Vergiftung zeigt sich nicht nur durch Zitteranfälle, sondern meist auch durch schnell ansteigendes Fieber, Durchfall, extreme Bauchschmerzen, Erbrechen und übermäßigen Speichelfluss. Im Laufe der Zeit können auch Atembeschwerden und Blut im Erbrochenen dazukommen. Da bei einer Vergiftung jede Minute zählt, sollte der Tierarzt so schnell wie möglich aufgesucht werden. Mehr Informationen zu unbedenklichem Futter finden sich auf Hundefutter-Tests.

Gefährliche Ursache: Parkinson

Bei Parkinson verfügt der Körper nicht über das notwendige Dopamin, um die Nervenzellen ausreichend zu versorgen. Das führt dazu, dass sich Muskeln und Körper nicht aufeinander abstimmen können und unregelmäßige Bewegungen und Zitteranfälle die Folge sind.

Die unkontrollierten Muskelzuckungen werden oft von Gleichgewichtsproblemen begleitet, die der Hund im Alltag aufweist. Aktuell ist keine Heilung von Parkinson möglich, mit entsprechender Medikamentengabe lassen sich die Symptome jedoch auf ein Minimum reduzieren.

Gefährliche Ursache: Staupe

Staupe ist eine gefährliche Infektionskrankheit, die nicht nur Hunde, sondern auch einige weitere Säugetiere befallen kann. Staupe wird über die Exkremente oder den Speichel infizierter Tiere übertragen und führt in vielen Fällen zum Tod. Es handelt sich bei Staupe um eine Viruserkrankung, gegen die eine Impfung vorliegt – Sie können also schon früh einer Infektion mit Staupe vorbeugen.

Sollte sich der Hund mit Staupe infiziert haben, führt dies unweigerlich zu Krampfanfällen, die das Gehirn und Nervensystem nachhaltig schädigen. Auch Lähmungserscheinungen, Atemnot, Durchfall und Erbrechen sowie starker Ausfluss können auf Staupe hindeuten. Sollten Sie befürchten, dass sich Ihr Tier mit Staupe infiziert hat, muss umgehend der Gang zum Tierarzt erfolgen – auch, um eine Verbreitung der Krankheit ausschließen zu können.

Hund zittert - Impfung gegen Staupe beim Hund

Gefährliche Ursache: Schüttelsyndrom

Tatsächlich haben einige Hunderassen in den letzten Jahren ein Syndrom entwickelt, das mit starken Zitteranfällen einhergeht. Betroffen sind davon vor allem weiße Hunderassen wie der West Highland White Terrier. Beim Schüttelsyndrom handelt es sich um eine Erbkrankheit, die dafür sorgt, dass das Tier am ganzen Leib zittert, manchmal sogar in Ohnmacht fällt.

Ein eindeutiger Indikator für das Schüttelsyndrom sind die schnellen Augenbewegungen, die an ein unkontrolliertes Zucken erinnern. Das Schüttelsyndrom lässt sich medikamentös behandeln. Bei manchen Tieren genügt eine kurzzeitige Gabe der Medikamente, während andere lebenslang behandelt werden müssen.

Was tun, wenn der Hund zittert?

Sollte es sich um eine ungefährliche Ursache handeln, die situationsbedingt erklärt werden kann, können Sie oft schon mit Souveränität und Konsequenz gegen das Zittern des Hundes vorgehen. Gerade wenn es sich um Freude oder Angst handelt, lässt sich über die Erziehung das Zittern minimieren. Vermuten Sie dagegen eine ernstzunehmende Erkrankung, sollte der Hund umgehend dem Tierarzt vorgestellt werden.

Dabei spielt oft auch Zeit eine Rolle: Ist beispielsweise eine Magendrehung oder eine Vergiftung der Grund für den Zitteranfall, zählt jede Sekunde, um das Überleben des Tieres zu sichern. Im Zweifelsfall sollte daher immer mit einem Tierarzt Rücksprache gehalten werden.

Naturbelassen, getrocknet und in kleine Würfel geschnitten ist Rinderlunge eine leckere Abwechslung zu den herkömmlichen Leckerlis, die Sie Ihren Hunden füttern können. Aber auch in größeren Stücken oder Streifen eignet sie sich gut als Beschäftigung und Snack für zwischendurch.Kausnacks für Hunde aus Rinderlunge

Woraus besteht getrocknete Rinderlunge?

Der überwiegende Anteil der Rinderlunge besteht aus Rohprotein. Etwa 70-86 % des Organs sind Eiweiß. Dazu kommen etwa 3-9 % Rohfett und 2-5 % Rohasche, schwankend je nach Hersteller. Auf den ersten Blick sieht diese Zusammensetzung sehr gesund aus, sehr viel Eiweiß und dafür wenig Fett.

Jedoch kommen auf 100 g getrocknete Rinderhaut etwa 410 Kalorien. Das liegt natürlich am Trocknungsprozess, bei dem dem Organ so gut wie sein gesamtes Wasser entzogen wird, um es haltbarer zu machen. Geben Sie Ihrem Hund die Lunge daher am besten nur in Maßen oder als besondere Leckerei beim Training und ziehen Sie sie von der Tagesration Hundefutter ab, um Übergewicht zu vermeiden. Klären Sie vor dem ersten Füttern außerdem am besten, ob Ihr Hund allergisch sein könnte.

Auch gekocht oder als Rohprodukt findet sich Rinderlunge als Ernährungsvorschlag für Hunde immer wieder. Besonders beim Barfen, also der möglichst artgerechten Fütterung von Hunden durch rohes Fleisch, Gemüse und Getreide, ist die Lunge auch in seiner Rohform beliebt. Wenn Sie Rinderlunge neu in den Speiseplan Ihres Hundes integrieren möchten, achten Sie auch hier auf mögliche Unverträglichkeiten, die sich durch Erbrechen oder Durchfall äußern können.

Warum und wo sollte man Rinderlunge füttern?

  1. Geringes Verletzungsrisiko:
    Neben ihrer fettarmen Zusammensetzung hat die Fütterung von Rinderlunge vor allem in getrockneter Form vielfältige Vorteile. Getrocknete Lunge für Hunde ist nicht so hart und spröde wie andere Kauartikel und daher besonders für ältere Hunde, Welpen und kleinere Rassen geeignet. Auch für eher kaufaule Hunde ist der vergleichsweise weiche Kausnack gut geeignet, während kräftigere Tiere die Lunge in kurzer Zeit verspeisen werden. Das sollten Sie bedenken, wenn Sie für Ihren Hund auf der Suche nach langem Kauspaß und Halter einer großen Rasse oder eines kaufreudigen Hundes sind.
  2. Wenig Kalorien:
    Ihre poröse Konsistenz führt zudem dazu, dass ein Stück im Vergleich zu seiner Größe wenig Gewicht und damit wenig Kalorien mitbringt und außerdem beim Kauen nachgibt.
  3. Zahnpflege:
    So eignet sie sich nicht nur als Beschäftigung, sondern gleichzeitig zur Zahnpflege. Die eher weiche Lunge bricht nicht sofort beim Zerkauen, sondern schmiegt sich an Zahn und Zahnfleisch, sodass gröbere Verunreinigungen entfernt werden können. Sie ist natürlich kein Ersatz für einen Besuch beim Tierarzt, um Zahnstein und andere Zahnprobleme in den Griff zu bekommen. Zur Vorbeugung oder beim Lösen leichterer Verschmutzungen im Maul kann sie aber durchaus helfen.
  4. Geschicklichkeitsübung:
    Da Kauartikel wie getrocknete Rinderlunge von Hunden beim Fressen mit den Pfoten gehalten werden müssen, ist ihr Verzehr gleichzeitig eine Geschicklichkeitsübung. Vor allem Welpen oder grobmotorische und hektische Hunde profitieren von der Rinderlunge also noch mal zusätzlich.

Snacks zum Kauen für Hunde

Nachteile und Risiken von Lungen als Kausnacks

Wichtig ist, wie bei allen Kauartikeln: Lassen Sie Ihren Hund nicht allein. Vor allem das letzte Stück wird von Hunden häufig ganz ins Maul genommen, um zerkaut zu werden und gelingt dies nicht, was bei der zähen Konsistenz von Rinderlunge schon mal der Fall sein kann, auch am Stück geschluckt. Auch bei gierigen Tieren und Hunden, die dazu neigen, ihr Futter zu schlingen, kann das passieren. Dann sind Atemnot und im schlimmsten Fall Ersticken die Folge. Behalten Sie Ihren Hund daher im Auge und nehmen Sie ihm zur Not das letzte Stück weg und zerteilen es, um die Gefahr zu vermeiden.

Zusätzlich muss gesagt werden, dass getrocknete Rinderlunge stark und unangenehm riecht. Füttern Sie sie daher am besten nicht in der Küche oder wenn Sie selbst gerade etwas essen möchten. Da Hunde beim Kauen stark speicheln können, bietet sich die Fütterung im Garten an. So vermeiden Sie gleichzeitig Dreck durch Reste, die auf dem Teppich liegen bleiben könnten. Stellen Sie Ihrem Hund aber unbedingt genug Wasser zur Verfügung. Der trockene Snack und die körperliche Betätigung machen durstig.

Worauf sollte man beim Kauf achten?

Rinderlunge ist ein naturbelassenes Produkt. Das bedeutet, dass sie in Größe, Form, Farbe und allgemein in ihrem Aussehen Schwankungen unterliegt. Auch die Zusammensetzung ist nicht fix und von Lunge zu Lunge und Hersteller zu Hersteller je nach Art der Trocknung leicht verschieden.

Allgemein gilt, kaufen Sie am besten keine offen herumliegend angebotenen Kauartikel. Sie wissen nicht, wie lange die getrocknete Lunge schon lag und Zeit hatte, Feuchtigkeit zu ziehen. Greifen Sie lieber zur luftdicht abgepackten Variante und verschließen Sie angebrochene Tüten mit dafür vorgesehenen Klammern oder füllen die Lunge um. Luftdicht verschlossen ist sie lange haltbar. Nach Anbruch sollten Sie die Anweisung auf der Verpackung beachten.

Rinderlungen für Hunde

Die Haltung des Rindes spiegelt sich selbstverständlich in der Qualität der Lunge wider. Informieren Sie sich daher vor dem Kauf darüber, wo die Rinder herkommen und unter welchen Bedingungen sie gehalten werden. Ideal wäre der Kauf frischer Lunge beim Schlachter. Die Trocknung im Ofen bei 50-70℃ oder in einem Dörrautomaten (Anweisung des Herstellers beachten) dauert jedoch sehr lange. Ob sich der Aufwand für Sie lohnt, müssen Sie selbst entscheiden.

Haben Sie passende Aufbewahrungsmöglichkeiten in Form von Dosen oder verschließbaren Boxen, bietet sich bei getrockneter Rinderlunge der Kauf von größeren Mengen auf einmal an. Der Kaufpreis ist hierbei oft geringer und die lange Haltbarkeit führt dazu, dass ein schnelles Verfüttern größerer Mengen kurz vor dem Verfallsdatum seltener nötig ist. Kaufen Sie natürlich trotzdem immer nur so viel, wie Sie auch füttern können.

Alle Hundebesitzer werden es kennen: Sie wollen nur schnell neues Hundefutter für ihren Liebling kaufen gehen, doch das Angebot in den Tiergeschäften ist so groß und überall lauern zahlreiche Leckerlis, über die sich ihr Vierbeiner sehr freuen würde.

Kaum ein Haustierbesitzer kann widerstehen und Rinderohren, Knochen und andere Leckerchen landen im Einkaufswagen. Gerade die Rinderohren gehören zu den beliebtesten Hundesnacks, doch kaum ein Hundebesitzer hat sich wirklich darüber informiert, wo sie herkommen, wie sie hergestellt werden und ob sie für Hunde tatsächlich so gut geeignet sind, wie gedacht.

Kausnack Rinderohren Hund

Wie werden Rinderohren hergestellt?

Rinderohren entstehen als Abfallprodukt bei der Schlachtung von Rindern. Die Ohren werden getrocknet, verpackt und ausgeliefert. Die genaue Herstellung ist je nach Händler unterschiedlich. Meist werden sie bei 130 Grad in einem Heißluftofen getrocknet. Durch die Trocknung werden die Ohren knusprig und fest.

Sie bestehen zu fast 90 Prozent aus Protein. Hinzukommen außerdem Fett, Rohfasern, Rohasche und Feuchtigkeit. Beim Kauf sollten Sie darauf achten, dass die Rinderohren nicht chemisch behandelt worden sind und keine Zusatzstoffe enthalten. Auch auf Zuckerzusätze oder Farbstoffe sollte unbedingt verzichtet werden. Generell entsprechen die meisten Rinderohren aber diesen Anforderungen.

Sind Rinderohren für Hunde empfehlenswert?

Generell kann man sagen, dass die Rinderohren für Hunde wesentlich gesünder sind als zum Beispiel Schweineohren. Rinderohren sind größer, aber enthalten kaum Fett. So sorgen sie für einen langen Kauspaß, aber gefährden nicht das Gewicht und die Gesundheit Ihres Hundes. Sie sind zudem sehr gut verdaulich und verträglich.

Sie eignen sich zudem hervorragend um den natürlichen Kauinstinkt der Vierbeiner zu fördern und tragen zu einer artgerechten Hundehaltung bei. Durch das Kauen wird die Kiefermuskulatur gestärkt und der Speichelfluss angeregt. So werden auf natürliche Weiße die Zähne Ihres Lieblings gereinigt und Zahnstein entgegengewirkt, der bei älteren Hunden oft operativ entfernt werden muss.

Die Rinderohren sind eine gute Ergänzung zum täglichen Hundefutter. Hundebesitzer sollten immer darauf achten, dass der Hund ausreichend Futter erhält, aber auch nicht zu dick wird. Jedes unnötige Kilogramm belastet die Knochen zusätzlich und kann auch die Gelenke schädigen. Wenn Sie ihrem Hund regelmäßig Kausnacks füttern, dann sollten sie die Futterration dementsprechend reduzieren.

Was ist bei der Fütterung zu beachten?

  1. Geruch:
    Rinderohren haben für den Hund einen tollen Geruch und schmecken super. Für Herrchen und Frauchen stinken sie allerdings. Wenn Sie ihrem Hund ein getrocknetes Ohr füttern, bedenken Sie, dass der Geruch durch das Kauen noch stärker wird. Wenn sie keine unangenehmen Düfte in ihrer Wohnung möchten, dann sollten Sie ihren Vierbeiner zum Kauen in den Garten, auf die Terrasse oder den Balkon schicken.
  2. Erstickungsgefahr:
    Aber bitte beaufsichtigen Sie ihren Hund immer, wenn er einen Knochen oder einen anderen Kauartikel bekommen hat. Hunde sind oft sehr gierig und können sich verschlucken und ersticken. Ein Hund sollte also niemals allein gelassen werden, wenn er ein Rinderohr bekommen hat. Beobachten Sie ihren und Hund greifen Sie sofort ein, wenn der Hund würgt oder seltsame Geräusche von sich gibt. Dies gilt nicht nur für getrocknete Ohren, sondern auch für alle anderen Kauartikel.
  3. Verunreinigung:
    Da die Rinderohren beim Kauen weich und schmierig werden, sollten Sie darauf achten, dass ihr Hund nicht auf ihrem Lieblingsteppich liegt oder auf Ihr Sofa oder Bett springt, wenn er mit seinem Kausnack beschäftigt ist. Ein unangenehmer Geruch und schmierige Rückstände wären die Folge.
  4. Zahnfleisch Beschädigung:
    Bei einigen Hunden kann das Kauen von Knochen zu Zahnfleischbluten führen. Bitte kontrollieren Sie zwischendurch, ob Blutspuren am Snack zu finden sind. Sollte dies der Fall sein, ist das Zahnfleisch ihres Hundes nicht gesund. Es empfiehlt sich der Besuch bei einem Tierarzt. Zudem sollten Sie vorerst keine Rinderohren oder andere Knochen an ihren Liebling verfüttern.
  5. Nierenschädigung:
    Da Rinderohren zu einem großen Teil aus Eiweiß bestehen, und zu viel Eiweiß die Nieren schädigen kann, sollten Sie sie höchstens jeden zweiten Tag an Ihren Hund verfüttern. Achten Sie bitte immer auf die Verdauung und das Allgemeinbefinden ihres Hundes. Natürlich gibt es auch Vierbeiner die jeden Tag ein Rinderohr vertragen. Die Menge muss also für jeden Hund individuell angepasst werden.

Sind Rinderohren für alle Hunde geeignet?

Einem kleinen Hund sollten Sie keine zu großen Ohren geben. Er könnte beim Kauen Schwierigkeiten bekommen und sich verletzen. Gleiches gilt für Welpen. Wenn die Rinderohren zu groß erscheinen, dann sollten Sie auf Alternativen wie Hähnchenmägen zurückgreifen. Generell können aber auch kleine Hunde, Welpen und Senioren Rinderohren bekommen, wenn Sie die Größe und die Zähne ihres Hundes berücksichtigen.

Oft haben alte Hunde wenige oder keine Zähne mehr. Die harten Snacks sind dann ungeeignet. Für Junghunde sind sie besonders in der Zeit des Zahnwechsels besonders gut geeignet. Achten Sie immer darauf, dass Ihr Hund sich beim Kauen nicht verletzte, dass Zahnfleisch nicht blutet und er das Ohr oder Teile davon nicht verschluckt.

Bei Welpen sollten Sie zudem darauf achten, ob Ihr Hund keinen Durchfall bekommt. Die Verdauung von Welpen und Junghunden ist oft empfindlicher, als bei ausgewachsenen Vierbeinern. Für Ihren Welpen ist das Kauen auch sehr anstrengend. Achten Sie darauf, dass Sie ihn nicht überfordern und füttern Sie ihm nicht zu viel. Ein Rinderohr kann den kleinen Magen eines Welpen schon füllen. Sollte ihr Welpe mit Durchfall reagieren, dann warten Sie noch ein paar Wochen oder Monate ab, bis Sie es ihm erneut geben.

Die Ursprünge der Bachblütentherapie basieren eigentlich auf dem Menschen: Die Seele, die als Grundlage aller Emotionen dient, gerät immer wieder aus dem Gleichgewicht und die Suche nach natürlichen Hilfsmitteln, die den Alltag und das Leben mit diesen Zuständen erleichtern sollten, spielt seit jeher eine große Rolle.

Inzwischen ist die Bachblütentherapie schon so etabliert, dass sie mehr als 80 Jahre auf dem Markt bestehen konnte. Natürlich liegt es also nahe, dass auch andere Lebewesen, deren Seele aus dem Gleichgewicht geraten ist – sei es durch Erfahrungen, Traumata, Krankheiten oder bestimmte Erlebnisse von der beeindruckenden Wirkung der Bachblüten profitieren.

Wir haben uns für Sie intensiv mit der Bachblütentherapie für Hunde beschäftigt und möchten Ihnen die Hintergründe der Behandlung näherbringen. Dazu ist es zunächst einmal wichtig zu verstehen, was genau Bachblüten überhaupt sind.

Bachblüten für Hunde

Bachblüten – Edward Bach ist der Erfinder der Therapie

Die Ursprünge der Bachblütentherapie für Hunde und Menschen basiert auf wissenschaftlichen Erkenntnissen zu der Wirksamkeit verschiedenster Pflanzen, die im Rahmen traditioneller Behandlungen immer wieder zum Einsatz kamen.

Edward Bach, ein aus Birmingham stammender Arzt, der am University College Hospital in London Medizin studierte und dank seiner herausragenden Leistungen sogar einen Abschluss in Cambridge machen konnte, kam im Rahmen seiner Forschungen zu dem Schluss, dass jede Erkrankung ihre Quelle in einem Ungleichgewicht zwischen Seele und Körper hat.

Auch den Darm stellte er als Ursprung verschiedenster Krankheiten heraus, immer wenn dieser aus dem Gleichgewicht geraten war. Dennoch ging er einige Jahre einer Tätigkeit in der herkömmlichen Medizin nach, ehe er sich im Jahr 1918 dazu entschloss, sich der alternativen Medizin zu widmen. Zunächst begann er am Homeopathic Hospital seine Arbeit in der alternativmedizinischen Forschung, später wechselte er jedoch in die aktive Behandlung in einer Privatpraxis für Homöopathie.

Doch auch die Tätigkeit in seiner naturheilkundlichen Praxis konnte ihn nicht zufriedenstellen – 1930 gab er auch diese wieder auf und begab sich fortan auf die Suche nach Antworten auf seine Fragen, die er nur in der Natur finden konnte. Über einige Jahre hinweg beobachtete er in Wales die Natur und erforschte verschiedene Kräuter, sodass seine Überzeugung – die Seele als Ursprung aller Krankheiten – sich noch weiter verfestigte.

Wie funktionieren Bachblüten?

Die Forschungen von E. Bach basieren dabei auf einem System, das eine Symbiose zwischen der Seele und verschiedenen Pflanzen voraussetzt. So wurde ein Symptom gewählt, beispielsweise Unruhe, und mit einer Pflanze behandelt, deren Wirkstoffe der Unruhe entgegenwirken sollen. Dies sollte durch die Schwingungen geschehen, die der Pflanzenessenz innewohnen, passend ausgewählt zum energetischen Feld des Patienten.

Wirkung von Bachblüten bei Hunden

Dabei stellte er von Beginn an in den Fokus, dass auf diese Weise keinerlei körperliche Krankheiten geheilt werden können, sondern dass nur die Seele sich mit Bachblüten behandeln lässt. Da die negativen Schwingungen der Seele jedoch als Auslöser schwerer Krankheiten gelten, sollten mit einer Abhilfe für die Seele auch ebenjene Krankheiten geheilt werden.

Bei seiner jahrelangen Forschung in der Natur fand E. Bach insgesamt 37 verschiedene Essenzen aus Blüten und Pflanzen sowie eine Essenz, die auf der Reinheit von Quellwasser basiert. Außerdem stellte er 5 verschiedene Notfall-Tropfen zusammen, die heute unter dem Begriff „Rescue-Tropfen“ bekannt wurden.

Wie genau er die Pflanzen auswählte, konnte nie abschließend geklärt werden. Seiner Aussage nach wurde er bei der Suche nach passenden Pflanzen von einer göttlichen Eingebung geführt, die ihn zu Pflanzen führte, die mit einem positiven, archetypischen Seelenkonzept (nach Carl Gustav Jungs) ausgestattet sind.

Wie Bachblüten hergestellt werden

Die ursprüngliche Form der Herstellung basiert noch auf dem äußerst seltenen Tauwasser, das an den Blüten und Blättern der verschiedenen Pflanzen am Morgen zu finden war und von Edward Bach aufgesammelt und zu den feinen Bachblüten-Essenzen umgewandelt wurde.

Rasch jedoch gelang ihm mit seiner Bachblütentherapie der Durchbruch und die seltenen Tautropfen allein konnten den benötigten Bedarf nicht mehr decken. Inzwischen stehen daher zwei weitere Herstellungsmethoden zur Verfügung, die ebenfalls auf E. Bach zurückgehen:

Die Sonnenmethode

Bei der Sonnenmethode werden die gewünschten Pflanzen gepflückt und in eine bestimmte Menge Wasser eingelegt, sodass sich die Schwingungen der Pflanze auf das Wasser übertragen. Wichtig ist dabei, dass dieses Gemisch aus Pflanze und Wasser für mindestens drei Stunden in der Sonne steht.

E. Bach macht für die Herstellung dieser Bachblüten sogar sehr spezielle Angaben: Die Pflanzen sind noch am selben Tag frisch zu pflücken, bis spätestens neun Uhr am Morgen.

Dies ist nur an sonnigen und wolkenfreien Tagen möglich, damit die Pflanze über die bestmöglichen Schwingungen verfügt. Neben der Uhrzeit hat Edward Bach auch die möglichen Orte zum Pflücken der Pflanzen genau vorgeschrieben. Die Sonnenmethode ähnelt daher auch einem Ritual. Nachdem die Pflanzen für einige Stunden im Wasser eingelegt waren, wird die Wasser-Essenz im Anschluss mit Alkohol vermischt.

Dazu greift man auf ca. 40 %igen Alkohol zurück, der in Kombination mit dem Wasser als die „Urtinktur“ gilt. Nachdem dies vollzogen wurde, findet noch einmal eine weitere Aufbereitung mit Alkohol statt – im Verhältnis 1:240. Um die volle Wirksamkeit zu aktivieren, werden die Bachblüten auch vor der eigentlichen Anwendung durch den Endverbraucher noch einmal mit Wasser vermischt und verdünnt.

Die Kochmethode

Die Kochmethode ähnelt weitestgehend der Sonnenmethode, allerdings werden die Pflanzen hier für ca. 30 Minuten in kochendes Wasser eingelegt, statt über einige Stunden hinweg in der Sonne zu verweilen. Daher geht die Kochmethode deutlich schneller. Im weiteren Verlauf wird mit der so entstehenden Essenzen ebenso fortgefahren, wie es auch bei der Sonnenmethode der Fall ist.

Herstellung von Bachblüten für Hunde

Die Bachblütentherapie für Hunde – warum Tiere so gute Ergebnisse zeigen

Über viele Jahre hinweg war die Therapie ein wichtiger Bestandteil der seelischen Therapie von Menschen, aber erst seit einigen Jahren kam man auch auf die Idee, dass auch Tiere – insbesondere Hunde – von der Bachblütentherapie profitieren können.

Tatsächlich fand man schnell heraus, dass Hunde sogar deutlich besser auf die Behandlung anspringen. Dies hat einen sehr einfachen Grund: Während viele Menschen an der Wirksamkeit der Bachblüten zweifeln und das eigene Ego der Wirksamkeit im Wege steht, nehmen Hunde die Behandlung als solche nicht einmal wahr und können die Behandlung nicht hinterfragen.

Auswahl der richtigen Bachblüten

Sofern zu der richtigen Essenz gegriffen wird, sind Bachblüten daher in der Therapie von Hunden sehr beliebt – neben Heilpraktikern greifen auch Tierärzte immer häufiger zu der Bachblütentherapie für Hunde, insbesondere wenn es um die Beruhigung der Tiere geht.

Nicht immer ist es jedoch so einfach, die richtige Bachblütenessenz für das eigene Tier zu finden. Spezielle Blüten für Hunde stehen nicht zur Verfügung, es wird auf dieselben Essenzen zurückgegriffen, die auch beim Mensch Anwendung finden.

Die individuellen, charakterlichen Eigenschaften der Pflanze müssen also auch hier dem Charakter des Hundes zugeordnet werden, damit die richtige Bachblütenessenz während der Therapie verwendet wird. Eine Mithilfe des Tierhalters, der sein Tier besser kennt als jeder Tierarzt oder Tierhomöopath, ist dementsprechend unerlässlich.

Um die Bachblütentherapie für Hunde erfolgreich abschließen zu können, muss der Zustand der Seele des Tieres genau ergründet werden, da nur so maximale Erfolge erzielt werden können.

Anwendungsfälle bei Hunden

Das ist aber nicht der einzige Grund, der für eine Bachblütentherapie beim Hund spricht. Viele Tierärzte neigen insbesondere bei psychischen Problemen des Tieres, also Angstzuständen, Stress oder Aggression, zu einer medikamentösen Behandlung, die auch den Körper des Hundes stark in Mitleidenschaft zieht. Bachblüten dagegen sind eine gute Alternative, da sie sehr schonend auf den Organismus einwirken und kaum Nebenwirkungen haben.

Insbesondere im Zusammenspiel mit einer professionellen Verhaltenstherapie wurden so in der Vergangenheit große Erfolge erzielt, selbst bei den problematischsten Verhaltensstörungen bei Hunden – allerdings gibt es nach wie vor keine wissenschaftlichen Beweise für die Wirksamkeit von Bachblüten, sodass die Therapie nach wie vor in Frage gestellt werden muss.

Wenn Sie sich für eine Bachblütentherapie beim Hund entscheiden, stehen Ihnen verschiedene Varianten zur Verfügung. Bachblüten gibt es als fertige Mischungen, die meist nur mittelmäßige Behandlungserfolge ermöglichen, sowie als selbst zusammenstellbare Essenzen, die erst kurz vor der Anwendung „aktiviert“ werden – hier sind meist bessere Ergebnisse zu erwarten. Außerdem ermöglichen die selbst mischbaren Essenzen eine verbesserte Anwendung, die an die Bedürfnisse und den Charakter des eigenen Tieres angepasst werden kann.

Sinnvolle Bachblütentherapie für Hunde

Wann die Bachblütentherapie für Hunde sinnvoll ist

Wer sich für die Bachblütentherapie bei Hunden interessiert, sollte zunächst genau festlegen, wo genau das Problem des Tieres liegt. Mithilfe von Bachblüten lassen sich fast ausschließlich verschiedene Verhaltensauffälligkeiten therapieren, deren Ursprung in einem Ungleichgewicht der Seele zu finden ist.

Das grundlegende Ziel der Bachblütentherapie für den Hund ist es, für eine innere Ausgewogenheit zu sorgen und alle Probleme mit dem Gefühlshaushalt zu beseitigen.

Aber Vorsicht: Nicht jedes Symptom ist Ursprung einer psychischen Erkrankung deines Hundes, viele Symptome sind auch Begleiterscheinungen körperlicher Krankheiten, die einer vollkommen anderen Behandlung bedürfen. Daher gilt es zunächst im Rahmen einer tierärztlichen Untersuchung zu kontrollieren, ob dein Hund eventuell an einem körperlichen Leiden erkrankt ist – zum Beispiel Schmerzen sind ebenfalls dazu in der Lage, für eine Verhaltensänderung deines Tieres zu sorgen, ohne dass dabei die Seele aus dem Gleichgewicht geraten sein muss.

Einsatz beim nicht durch den Tierarzt behandelbaren Krankheiten

Gleichsam gibt es aber auch viele Erkrankungen, die mit einer herkömmlichen tierärztlichen Behandlung nicht beseitigt werden können. Verschiedene Ängste, die auf Erfahrungen, Erlebnissen oder Traumata basieren, aber auch alltäglicher Stress oder das Gefühl von Einsamkeit lassen sich mit Bachblüten gut therapieren.

In vielen Fällen ist es ratsam, zusätzlich noch eine Verhaltenstherapie oder Sozialisierung des Hundes vorzunehmen, jedoch sollte dies im Rahmen eines individuellen Behandlungsplans mit dem Tierhomöopath oder Tierarzt besprochen werden.

Besonders wirksam sind Bachblüten in akuten Situationen, die besonders starken Stress, Angst oder andere psychische Zustände hervorrufen. Das bekannteste Beispiel ist wohl Silvester – viele Hunde verfallen beim Geräusch der lauten Feuerwerkskörper in eine absolute Panik, die mit Bachblüten einigermaßen im Griff gehalten werden kann. Aber auch traumatische Erlebnisse lassen sich mit einer zügig folgenden Bachblütentherapie für Hunde leichter verarbeiten.

Bachblüten können bei folgenden Fällen wirken:

Wirkung von Bachblüten Hilfe für Hunde

Wann die Bachblütentherapie für Hunde an ihre Grenzen kommt

Dennoch darf nicht vergessen werden, dass die Bachblütentherapie keine Wunder bewirken kann. Als absolut resistent gegenüber allen Therapien gelten zum Beispiel Verhaltensweisen, die aufgrund der Genetik in der Natur des Tieres liegen.

Insbesondere rassetypische Verhaltensweisen, beispielsweise ein ausgeprägtes Schutzverhalten bei einem Hütehund, mag zwar vom Besitzer des Tieres als unangenehm oder störend empfunden werden, allerdings ist diese über viele Generationen angezüchtete Eigenschaft so tief im Hund verankert, dass auch mit Bachblütentherapie nicht entgegengewirkt werden kann – zumal diese Eigenart nicht auf einem seelischen Ungleichgewicht basiert.

Dennoch sollte hier genau betrachtet werden, ob es sich um eine rasse- bzw. arttypische Verhaltensweise handelt, oder ob das eigene Tier das natürliche Verhalten vielfach verstärkt aufzeigt. Sollten Sie feststellen, dass sich eigentlich typische Charaktermerkmale Ihres Tieres plötzlich verstärkt zeigen, kommt eine Bachblütentherapie für Hunde durchaus in Frage.

Bachblüten wirken nicht bei:

Die verschiedenen Verhaltensweisen – finden Sie die passende Bachblütenessenz

Wer eine Bachblütentherapie beim Hund durchführen möchte, muss sich natürlich nicht nur mit den Ursprüngen und der Wirkweisen beschäftigen, sondern sollte auch zur richtigen Essenz greifen, um passende Behandlungserfolge zu erzielen. Für die verschiedenen Charakterweisen und Probleme, die mit Ihrem Tier auftreten, haben wir daher die dazugehörigen Essenzen zusammengestellt.

Generell gilt jedoch: Nicht immer eignet sich jede Essenz auch für Ihren Hund, da die Auswahl der Bachblüten immer auch vom konkreten Problem und dem Charakter des Tieres abhängig gemacht werden sollte. Wenn Sie sich für die Bachblütentherapie für Hunde interessieren, sollten Sie daher mit einem Tierheilpraktiker oder auf Bachblüten spezialisierten Tierarzt Rücksprache halten.

Bellen – die richtigen Bachblüten für unkontrolliertes Gebelle

Grundsätzlich ist es natürlich vollkommen normal, dass Hunde bellen. Es liegt schlicht in deren Charakter und ist eine Form des Ausdrucks und der Kommunikation – daher lässt sich das Bellen natürlich nicht vollkommen unterbinden.

Dennoch gibt es Tiere, die zu vielen Anlässen und vollkommen unkontrolliert anfangen zu bellen und häufig auch über einen längeren Zeitraum hinweg nicht mehr damit aufhören.

Egal ob, ein anderer Hund draußen Gassi geführt wird, der Postbote klingelt oder Sie Besuch haben, die Gründe dafür sind vielfältig. Und Achtung: Das Bellen ist nicht nur für Sie selbst sehr stressig, sondern auch für Ihren Liebling! Häufiges und konstantes Bellen deutet darauf hin, dass Ihr Tier einfach nicht zur Ruhe kommt und ständig das Gefühl hat, das eigene Heim oder das Rudel beschützen zu müssen.

Bachblütentherapie beim Bellen eines Hundes

Dementsprechend stehen viele „Kläffer“ unter einem ständigen Stress und Druck, der nicht unterschätzt werden sollte. Aber was sind die Gründe für vermehrtes Bellen? Um einen Behandlungserfolg zu ermöglichen, sollten Sie zunächst die Gründe für das Bellen feststellen:

Das eigene Grundstück verteidigen:

Jeder Hund verfügt über ein gewisses territoriales Verhalten, das noch aus den tierischen Ursprüngen stammt. Insbesondere Hunderassen, die vormals genau zu diesem Zweck gezüchtet wurden, zeigen ein hohes Potential an territorialem Verhalten auf.

Ein Schutzbedürfnis:

Ihr Hund hält Besucher, den Postboten oder vorbeispazierende Hunde für eine potentielle Gefahr für das Rudel und versucht mit lautem Bellen den potentiellen Feind zu vertreiben. Auch der Schutztrieb ist bei Hunden angeboren und kann daher nicht vollständig behandelt werden.

Der Hund ist gelangweilt:

Vielfach unterschätzt ist die Möglichkeit, dass sich der Hund schlicht und ergreifend langweilt. Insbesondere sehr intelligente Tiere benötigen neben einer körperlichen Auslastung auch eine Förderung des Kopfes, die mit verschiedenen Denkspielen erreicht werden kann.

Wenn zu selten mit dem Tier Gassi gegangen wird, der Kopf unterfordert ist oder der Hund allgemein zu wenig ausgelastet wird, kann es auch zu regem Bellen aufgrund von Langeweile kommen. Hier ist eine Therapie ebenfalls nicht notwendig, da dies schon mit einer ausreichenden Auslastung behandelt werden kann.

Der Hund hat Angst oder ist unsicher:

Viele Hunde fühlen sich von den einfachsten Dingen bedroht, sei es ein Auto, ein anderer Hund oder eine Brücke. Diese Angst wissen viele Tiere nicht auszudrücken, sodass darauf mit starkem Bellen reagiert wird. Auf diese Weise versucht der Hund den möglicherweise gefährlichen Angreifer abzuwehren oder zu verschrecken.

Eine weitere Form der Angst wäre die klassische Verlustangst, die meist dann zum Vorschein kommt, wenn man ohne den Hund das Haus verlässt. Angst und Unsicherheit sind die zwei Gründe für vermehrtes Bellen, die eine Bachblütentherapie durchaus sinnvoll machen.

Um bei einer Bachblütentherapie für Hunde bei häufigem Bellen Erfolg zu haben, ist die Wahl der richtigen Bachblütenessenzen besonders wichtig. Je nachdem, auf welchem Grund ihr Hund vermehrt bellt, sollte die passende Bachblüten Tinktur gewählt werden. Bewährt hat sich die Anwendung von Aspen (Nr. 2), Cerato (Nr. 5), Beech (Nr. 3), Heather (Nr. 14), Chicory (Nr. 8), Impatients (Nr. 18), Mimulus (Nr. 20) und Oak (Nr. 23). Welche Essenz für die Bachblütentherapie bei Ihrem Hund die Richtige ist, sollten Sie gemeinsam mit Ihrem Tierarzt oder Tierheilpraktiker herausfinden.

Unser Tipp: In akuten Notfallsituationen, in denen der Hund zu starkem Bellen neigt, sind auch Rescue-Tropfen eine gute Möglichkeit zur Abhilfe und kurzzeitigen Entspannung.

Aggressivität – die richtigen Bachblüten für aggressives Verhalten

Wenn der eigene Hund aggressive Verhaltensweisen zeigt, steht man den akuten Situationen oft hilflos gegenüber. In einem gewissen Maß gehört natürlich auch Aggressivität zu den natürlichen Verhaltensweisen des Tieres, denn auf diese Weise lassen sich Rangordnung und Hierarchie innerhalb des Rudels oder gegenüber Fremden schnell festlegen, meist sogar so, dass dabei niemand zu Schaden kommt: Schon die Körpersprache und das aggressive Verhalten des Tieres soll das Gegenüber einschüchtern oder vertreiben.

Bachblütentherapie bei Aggressivität von Hunden

Unterscheidung der Aggressionen:

Dennoch ist es für den Hundehalter natürlich sehr beängstigend, wenn das eigentlich freundliche Tier sich binnen weniger Momente in einen aggressiven Hund verwandelt. Man unterscheidet zwischen der klassischen Aggression an der Leine, einer Aggression anderen Hunden gegenüber und der besonders gefährlichen Aggression gegenüber anderen Menschen.

Ausdruck der Aggression:

Auch die Arten, auf denen der Hund Aggression zeigen kann, sind sehr unterschiedlich:

sind klare Anzeichen für Aggressivität.

Auslöser der Aggression:

Neben den Anzeichen für Aggressivität sollten Sie zudem noch die möglichen Auslöser betrachten, um die passenden Bachblüten für Hunde zu finden. Einige Tiere werden aggressiv, wenn sie sich selbst verteidigen müssen, aber auch Angst, Schutzverhalten für das gesamte Rudel oder das Grundstück sowie Aggression während der Jagd und beim Schutz des Futters sind möglich.

Wie aggressiv ein Tier genau wird, hängt unter anderem von der generellen Erziehung und Sozialisierung des Hundes ab, aber auch von den bisherigen Erfahrungen und den grundsätzlichen Gegebenheiten der täglichen Haltung. Oft kann eine Aggression beim Hund schon mit erzieherischen Maßnahmen begegnet werden, die in den meisten Fällen gute Erfolge zeigen.

Achtung: Auch körperliche Ursachen kommen bei Aggression in Frage! Wenn der Hund unter Schmerzen leidet, kann er abwehrend mit Aggression reagieren, ebenso wie bei Vergiftungserscheinungen des Körpers oder Schäden am Hirn.

Eine unausgewogene Ernährung, die dem Hund zu viel Energie gibt, kann ebenfalls die Aggression fördern, beispielsweise bei Trockenfutter. Bevor Sie eine Bachblütenbehandlung für Hunde anstreben, sollte im Falle aggressiven Verhaltens daher ausführlich die Gesundheit des Hundes kontrolliert werden – insbesondere, wenn das Tier die Verhaltensweisen erst neuerdings zeigt und sich bisher anders verhalten hat.

Auslöser von Aggressionen beim Hund verringern - Bachblüten

Eine Behandlung von Aggression sollte nie ausschließlich mit Bachblüten geschehen. Möchten Sie die erzieherischen Maßnahmen oder gesundheitliche Behandlung des Tieres jedoch unterstützen, haben sich bei aggressivem Verhalten die Bachblüten Aspen (Nr. 2), Beech (Nr. 3), Holly (Nr. 15), Cherry Plum (Nr. 16), Impatiens (Nr. 18), Mimulus (Nr. 20)m Rock Rose (Nr. 26) oder Star of Bethlehem (Nr. 29) bewährt. D

Die Auswahl sollte natürlich auch hier unter der Aufsicht eines Tierarztes oder Tierheilpraktikers stattfinden und individuell auf Ihren Hund angepasst werden.

Angst – begegnen Sie der Panik Ihres Hundes mit einer Bachblütentherapie

Auch die Angst spielt im Alltag vieler Hunde eine Rolle. Meist geht dies auf Ereignisse in der Vergangenheit zurück, aber auch traumatische Erlebnisse im höheren Alter könnten einen eigentlich selbstbewussten Hund in ein ängstliches, schüchternes oder zurückhaltendes Tier verwandeln.

Grundsätzlich gilt auch hier: Fast jedes Lebewesen ist dazu im Stande, Angst zu empfinden. Es handelt sich dabei um einen ganz natürlichen Reflex, der uns allen angeboren wurde und unser Überleben sichern sollte.

Problematisch wird die Angst beim Hund erst, wenn sie vollends überzogen ist und von alltäglichen Faktoren ausgelöst wird, sodass ein normaler Umgang mit dem Tier nicht mehr möglich ist oder der Alltag deutlich erschwert wird. Zunächst müssen Sie lernen, die verschiedenen Anzeichen für Angst beim Hund zu erkennen.

Anzeichen von Angst:

Die meisten Tiere zeigen ihre Verunsicherung klar in der Körpersprache:

In diesen Situationen gilt es, den Auslöser zu finden, denn für muntere Zusprüche sind Tiere in diesem Zustand meist nicht mehr erreichbar. Für eine erfolgreiche Behandlung muss außerdem zwischen Angst und Ängstlichkeit unterschieden werden. Angst ist ein temporärer Zustand, der durch ein Ereignis, ein Geräusch oder andere Faktoren akut ausgelöst wird, während Ängstlichkeit ein dauerhafter Zustand ist, der den Charakter des Hundes beeinflusst.

Verhalten bei Angst:

Auch der Umgang mit Angst ist bei vielen Hunden sehr unterschiedlich. Die Körpersprache weist zwar meist deutlich darauf hin, dass das Tier ängstlich ist, wie mit der Situation umgegangen wird, ist jedoch sehr vom Charakter des Hundes abhängig.

Während einige Tiere in angsterfüllten Situationen über einen ausgeprägten Fluchtinstinkt verfügen und am liebsten wegrennen, neigen andere Hunde dazu, aggressiv auf das bedrohliche Element zuzugehen und es in die Flucht schlagen zu wollen. Außerdem ist es möglich, dass Ihr Tier wie angewurzelt stehen bleibt, vollständig die Kontrolle über den eigenen Körper verliert oder sogar Urin oder Kot verliert.

Bei der Behandlung von Angst hat sich die Bachblütentherapie für Hunde empfohlen, die auf Aspen (Nr. 2), Centaury (Nr. 4), Cerato (Nr. 5), Gorse (Nr. 13), Larch (Nr. 19), Mimulus (Nr. 20), Rock Rose (Nr. 26) oder Star of Bethlehem (Nr. 29) basiert. Auch hier gilt: Bitte entscheiden Sie gemeinsam mit Ihrem Tierarzt oder Tierheilpraktiker, welche Behandlung mit Bachblüten für Ihren Hund in Frage kommt!

Verhaltensänderungen beim Hund - Bachblüten

Verhaltensänderungen – so helfen Sie Ihrem Hund bei Veränderungen

Änderungen im Verhalten des Tieres sind, sofern sie nicht durch die Erziehung gewünscht und herbeigeführt wurden, immer ein Grund zur Sorge. Zunächst einmal sollten hier alle körperlichen Faktoren abgeklärt werden, denn die häufigsten Auslöser für Verhaltensänderungen sind Schmerzen oder körperliche Krankheiten. Wenn nichts davon zutrifft, sollten Sie im eigenen Umfeld die Gründe für die charakterliche Veränderung des Hundes suchen.

Stress, ein Umzug, umgestellte Möbel – es gibt viele Möglichkeiten, die Ihren Hund irritieren oder stressen können, sodass es zu einer Verhaltensänderung passt. Je spezifischer Sie die Ursache benennen können, desto einfacher ist auch die Behandlung. Einerseits stehen hier Bachblüten zur Verfügung, die Ihrem Tier helfen, besser mit einer ungewohnten Situation umzugehen – hier hat sich zum Beispiel Geißblatt bewiesen.

Eine andere Möglichkeit für Verhaltensänderungen wäre die Einsamkeit, beispielsweise, wenn ein Spielgefährte oder Familienmitglied ausgezogen oder verstorben ist. Hier hilft oft der Einsatz von Heidekraut bei der Bewältigung des Verlustes und den damit einhergehenden Verhaltensänderungen.

Die Verhaltensänderung zeigt sich primär darin, dass Ihr Hund neuerdings deutlich mehr Energie hat als üblich oder Sie überschwänglich begrüßt und zum Spielen animiert? Wenn Sie bei Ihrem Hund eine konstante „Überdrehung“ feststellen, sollten Sie eher zu beruhigenden Bachblüten greifen – beispielsweise auf Eisenkraut, Eiche oder Springkraut basierend.

Bachblüten als Notfall-Therapie

Abschließend möchten wir genauer auf die Anwendung von Bachblüten in Notsituationen eingehen, die sich ebenfalls bewährt hat. Dazu finden Sie sogenannte „Rescue Tropfen“, die bereits fertig gemischt angeboten werden.

Wenn Sie also eine extreme Stresssituation erwarten – zum Beispiel eine stundenlange Autofahrt aufgrund einer Urlaubsreise gemeinsam mit dem Hund, eine längere Abwesenheit, ein Aufenthalt im Tierhotel oder Silvester – bieten sich die Notfall Bachblüten an, um die Situation für Ihren Hund etwas angenehmer zu gestalten.

Aber auch in echten Notfällen wirken Rescue-Tropfen auf Ihren Hund beruhigend: Bei gefährlichen Insektenstichen, allergischen Schockreaktionen, akuten Verletzungen oder psychischen Problemen aufgrund einer starken Verletzung ist es immer hilfreich, Rescue-Tropfen für eine Bachblütentherapie beim Hund im Haus zu haben.

Halten Sie Rücksprache mit Ihrem Tierarzt oder Tierheilpraktiker

Die Rescue-Tropfen gelten als allgemeine Hilfsmittel, die dem Tier entsprechend der Dosierungshinweise in Notfallsituationen verabreicht werden können, generell sollten Sie eine Bachblütentherapie beim Hund jedoch mit entsprechendem Fachpersonal durchführen bzw. im Rahmen der Behandlung genau ermitteln, welche Bachblüten für Ihren Hund geeignet sind.

Dazu sollten Sie vor der Behandlung immer mit dem behandelnden Tierarzt oder einem erfahrenen Tierheilpraktiker mit Fokus auf Bachblüten Rücksprache halten. Nur so ist es möglich, mit der Behandlung auch wirklich Erfolge zu erzielen und für Ihr Tier das Optimum aus der Behandlung mit Bachblüten herauszuholen.

Es gibt kaum eine Infektionskrankheit bei Hunden, die so gefährlich ist wie die Leishmaniose. Dafür verantwortlich sind kleine, einzellige Parasiten im Blut, die sogenannten Leishmanien-Erreger. Vor allem über Mückenstiche werden diese Parasiten übertragen – am häufigsten durch die Sand- oder Schmetterlingsmücke. Beim Stich in den Körper des Hundes gelangen die parasitären Überträger in das Blut des Vierbeiners und verbreiten sich hier.

Alternativ ist eine Übertragung von Leishmaniose beim Hund über Bluttransfusionen, während der Trächtigkeit (vom Muttertier auf den Nachwuchs), beim Deckakt oder über den Kontakt mit ebenfalls infizierten Tieren möglich – letzteres funktioniert jedoch nur, wenn offene Verletzungen am Körper in den direkten Kontakt mit Blut, Eiter oder anderen Körperflüssigkeiten kommen, in denen Leishmaniose Erreger vorhanden sind.

Leishmaniose beim Hund

Sobald eine Übertragung zustande kam, nisten sich die Leishmanien-Parasiten in den Gewebezellen des Hundes ein. Langsam aber stetig zersetzen die Leishmaniose Erreger verschiedene Areale der Lymphknoten, des Knochenmarks und der inneren Organe. Das Tückische: Wenn der Hund mit Leishmaniose infiziert wurde, entwickeln sich oft erst nach einigen Monaten, mitunter sogar erst nach einigen Jahren die ersten Symptome.

Daher ist es wichtig, Leishmaniose beim Hund schon im Vorfeld zu vermeiden und im Falle einer Infektion die Anzeichen der Krankheit früh genug zu erkennen, um die tödlichen Auswirkungen der Krankheit so lang wie möglich aufhalten zu können.

Dennoch gilt es im Falle einer Infektion realistisch zu bleiben – hat sich der Hund einmal mit Leishmaniose angesteckt, bleibt diese bis zum Tod im Körper des Tieres vorhanden, lediglich die Symptome können behandelt und damit die Lebenserwartung um einige Jahre verlängert werden.

Woran Sie Leishmaniose erkennen – die Symptome

Leishmaniose ist eine heimtückische Infektionskrankheit, die in fast allen Fällen zum Tod des Hundes führt. Leider sind auch die Symptome sehr uneindeutig und komplex, was die Diagnose und damit auch die Behandlung deutlich erschwert. Nach der Infektion kann es mehrere Monate bis zu Jahren dauern, bis die Krankheit ausbricht – viele Hundebesitzer denken schon längst nicht mehr an den Urlaub im Süden, wenn sich die ersten Symptome zeigen.

Meist beginnt die Leishmaniose mit einer ständigen Erschöpfung und Abgeschlagenheit des Hundes, der nun vermehrt schläft und sich kaum zu anderen Aktivitäten aufraffen kann. Welche anderen, körperlichen Auswirkungen Leishmaniose auf den Hund hat, hängt davon ab, welche Organe von den Erregern zuerst befallen werden. In den meisten Fällen zeigen sich zu Beginn der Erkrankung verschiedene Entzündungen der Haut (sogenannte Dermatitis) und die Lymphknoten sind stark angeschwollen und vergrößert.

Erste Anzeichen für Leishmaniose entstehen auch unmittelbar an der Einstichstelle, die durch eine Mücke verursacht wurde. Es bilden sich kleine Knötchen direkt um das Hautareal herum. Da diese jedoch vergleichsweise klein und unscheinbar sind, fallen diese Symptome den meisten Hundebesitzern nicht weiter auf.

Im Verlauf der Krankheit verbreiten sich diese Knötchen jedoch über den ganzen Körper hinweg, oft entstehen auch mit Flüssigkeit gefüllte Bläschen. Besonders anfällig dafür sind empfindliche Körperstellen, zum Beispiel die Ränder der Ohren, die Nase des Hundes oder die Augenpartie, allerdings kann sich der Ausschlag auch auf den ganzen Körper ausbreiten.

Leishmaniose beim Hund erkennen

Außerdem gibt es eine ganze Reihe weiterer Symptome, die bei der Leishmaniose beim Hund auftreten können, aber nicht müssen. Dazu zählen:

Dabei handelt es sich jedoch nur um einige Symptome der Leishmaniose beim Hund, denn je nachdem welches Organ akut betroffen ist, kann sich noch ein breites, weiteres Spektrum verschiedenster Symptome bilden, die auf das langsame Versagen der Organe zurückzuführen sind.

Ist es wirklich Leishmaniose? Möglichkeiten zur Diagnose

Das sehr unklare Bild der verschiedenen Symptome führt dazu, dass Leishmaniose nicht immer sofort erkannt wird – oft geht man von einer Erkrankung der Organe aus, die jedoch in den meisten Fällen nicht sofort auf den Erreger zurückgeführt wird. Da sich die ersten Symptome oft erst nach einer langen Zeit nach der eigentlichen Infektion bilden, ist auch das Risiko der Leishmaniose für viele Hundebesitzer nicht präsent.

Ein weiteres Problem bei der genauen Bestimmung der Leishmaniose ist die große Menge verschiedenster Erregerstämme, die für die Erkrankung verantwortlich sein können. An äußerlichen Symptomen lässt sich die Leishmaniose daher nicht erkennen – viel mehr ist ein Tierarztbesuch notwendig, bei dem Blut und Gewebe des Hundes entnommen und untersucht wird.

Sollte es zu einer Infektion gekommen sein, lässt sich der Erreger im Gewebe nachweisen und die roten und weißen Blutkörperchen zeigen erste Veränderungen. Im weiteren Verlauf der Krankheit sind im Blut auch Antikörper vorhanden, die vom Körper gegen die Erreger gebildet werden. Um mit der Behandlung beginnen zu können, muss die Leishmaniose einwandfrei festgestellt werden.

Leishmaniose frühzeitig erkennen – bei Verdacht zum Tierarzt

Je früher die Leishmaniose beim Hund erkannt wird, desto eher lässt sich auch eine medikamentöse Behandlung beginnen, bei der zwar keine Heilung erreicht werden kann, die jedoch die Lebenserwartung des Hundes deutlich steigert. Sobald man beim eigenen Tier feststellt, dass es scheinbar grundlos und sehr plötzlich ständig erschöpft und müde ist, ist der Gang zum Tierarzt ratsam.

Leishmaniose beim Hund - Tierarzt hilft

Kommt noch ein weiteres Symptom, beispielsweise Durchfall, Fieber oder der Gewichtsverlust hinzu, sollte noch deutlich rascher gehandelt werden. Ein weiteres Symptom sind erste Hautveränderungen, die einen klaren Hinweis auf Leishmaniose beim Hund geben und ebenfalls sofort einem Tierarzt vorgestellt werden sollten.

Dies gilt insbesondere, wenn der eigene Vierbeiner zu Urlauben in warmen Breitengraden mitgenommen wurde oder möglicherweise Kontakt zu infizierten Tieren hatte. Achten Sie darauf, den gemeinsamen Sommerurlaub beim Tierarzt zu erwähnen, damit gezielt nach dem Leishmaniose Erreger gesucht werden kann.

Die Therapie – Leishmaniose des Hundes behandeln

Leider ist derzeit noch keine vollständige Behandlung der Leishmaniose beim Hund möglich. Sind die Erreger einmal in den Körper des Tieres gelangt, verbleiben sie hier in den Zellen des Gewebes, bis der Hund stirbt.

Dementsprechend kann die Leishmaniose beim Hund nicht vollends geheilt werden – dennoch lassen sich jedoch die Symptome behandeln, damit die Lebenserwartung des Tieres steigt und Sie noch viele gemeinsame Jahre mit Ihrem Liebling haben.

Dauer der Therapie

Die Leishmaniose Therapie dauert meist mehrere Monate. In dieser Zeit erhält der Hund zahlreiche Medikamente, die dabei helfen, die Leishmaniose Erreger auf ein Minimum zu reduzieren und deren Aktivität deutlich zu senken. Auch die direkten Folgen der Krankheit, die während der ersten Monate bereits entstanden sind, werden im Rahmen dieser Therapie behandelt. Zeigt sich eine deutliche Verbesserung des Gesundheitszustandes, kann die Therapie nach einigen Monaten abgesetzt werden.

Dennoch ist es wichtig, in regelmäßigen Abständen ein umfangreiches Blutbild des Vierbeiners anfertigen zu lassen, um frühzeitig feststellen zu können, wenn die Leishmaniose erneut ausbricht – in diesem Fall müsste umgehend wieder mit einer medikamentösen Behandlung begonnen werden.

Immunsystem unterstützen

Im Kampf gegen die Leishmaniose kann es nicht nur sinnvoll sein, die Symptome der Krankheit medikamentös zu behandeln, sondern auch das Immunsystem des Hundes zu stärken. Eine gesunde Ernährung, regelmäßige Kontrollen beim Tierarzt und ausreichend Vitamine, Mineralstoffe und andere Nährstoffe sind wichtig, um den Körper des Hundes im Kampf gegen die Leishmaniose zu unterstützen.

Eventuell kann auch zusätzlich zur medikamentösen Behandlung ein Besuch beim Tierheilpraktiker nützlich sein, um das Wohlbefinden und die körperliche Gesundheit des Hundes zu verbessern und die Lebenserwartung zu steigern.

Leishmaniose - Immunsystem stärken mittels Hundefutter

Wichtig ist auch, dass das Immunsystem des Hundes sich auf die Krankheit konzentrieren kann, daher sollte möglichst auf Trockenfutter verzichtet werden und hochwertiges Nassfutter verfüttert werden.

Leishmaniose Hund Lebenserwartung

Leider ist die Behandlung von Leishmaniose sehr umfangreich und damit auch sehr kostenintensiv. Wie sinnvoll es ist, das Tier dieser anstrengenden Therapie zu unterziehen, hängt vor allem vom aktuellen Stand der Krankheit ab. Ist diese noch in den anfänglichen Stadien, lassen sich mit der Behandlung gute Ergebnisse erzielen, die die Lebenserwartung deutlich erhöhen.

Wenn die Leishmaniose beim Hund jedoch schon fortgeschritten ist, kann auch eine Behandlung keine großen Erfolge mehr erzielen. Unbehandelt verläuft eine Leishmaniose Erkrankung beim Hund recht zügig – oft leben infizierte Tiere nach Ausbruch der Erkrankung noch 1-2 Jahre, ehe sie am Versagen der Organe – vor allem der Nieren – sterben.

Leishmaniose beim Hund vorbeugen

Früher war es relativ einfach, Leishmaniose beim Hund zu vermeiden: Keine gemeinsamen Urlaube in die Regionen, in denen Sand- und Schmetterlingsmücke sehr verbreitet sind, war die optimale Grundlage, um einer Leishmaniose Infektion beim Hund vorzubeugen.

Leider hat der Klimawandel dafür gesorgt, dass Sandmücken und Schmetterlingsmücken inzwischen auch in Europa beheimatet sind – vorwiegend im warmen Mittelmeerraum, der Spanien, Italien, Griechenland, Kroatien und Südfrankreich umfasst.

Vor allem die Sandmücke ist jedoch sehr anpassungsfähig und erweitert ihren Lebensraum inzwischen auch in sehr untypische Gebiete, sodass es vereinzelt auch an deutlich kühleren Orten immer wieder zu vereinzelten Leishmaniose-Erkrankungen kommt.

Um das Risiko auf ein Minimum zu senken, ist es jedoch nach wie vor ratsam, Reisen in wärmere Gebiete Europas, Südamerika, Mexiko, Afrika oder Asien gemeinsam mit dem Hund zu vermeiden – auch, wenn das allein keinen zu 100 % sicheren Schutz bietet.

Was beachten bei Aufenthalt in warmen Ländern?

Wenn sich die Reise nicht umgehen lässt oder Sie ohnehin in einem Risiko-Gebiet für Leishmaniose Überträger leben, stehen noch einige andere Möglichkeiten zur Verfügung, um prophylaktisch tätig zu werden. Als sehr effektiv haben sich Protektor-Halsbänder erwiesen, die einen für den Menschen kaum wahrnehmbaren Geruch absondern, der für Mücken, Zecken und andere Parasiten sehr unangenehm und damit abschreckend ist.

Vorbeugung von Leishmaniose beim Hund

Alternativ stehen auch hier die klassischen „Spot-On-Präparate“ zur Verfügung, die schon im Kampf gegen Zecken sehr beliebt sind.

Diese werden einfach in den Nacken des Hundes gegeben und dort vom Blut aufgenommen, sodass Insekten und Parasiten zunächst vom unangenehmen Geruch abgewehrt werden und – falls es dennoch zu einem Stich oder Biss kommen sollte – rasch wieder ablassen, da das Blut des Hundes für die Parasiten ungenießbar geworden ist. Auch dadurch wird das Risiko einer Infektion mit Leishmaniose deutlich reduziert.

Anti-Mücken-Sprays, wie man sie auch für den Menschen kennt, stehen auch für Hunde zur Verfügung, um diese vor Leishmaniose zu schützen. Insbesondere bei Ausflügen ins Wasser sollte das Anti-Mücken-Spray stets dabei getragen werden, damit der Hund nach dem Baden wieder damit benetzt werden kann.

Hier ist es wichtig, vorrangig die sensiblen Hautregionen zu behandeln: Die Augenpartie, die Haut um die Nase herum und bei sehr jungen oder kurzhaarigen Hunden auch der Bauch und die Genitalien. Aber Achtung: Viele Anti-Mücken-Sprays für den Menschen wirken sehr reizend auf die Haut des Hundes, sodass hier zu speziellen Produkten für Vierbeiner gegriffen werden sollte.

Ein weiterer, wichtiger Trick im Umgang mit Mücken, die möglicherweise Leishmaniose übertragen können, sind geschlossene oder gesicherte Fenster. Insbesondere wer in den betroffenen Regionen lebt, sollte davon absehen, am Abend das Fenster geöffnet zu lassen – Sand- und Schmetterlingsmücken gelten als primär nachtaktiv und werden von orangem Licht, das durch herkömmliche Glühbirnen erzeugt wird, „magisch“ angezogen.

Wenn in den eigenen vier Wänden Licht verwendet wird, sollten die Fenster daher entweder verschlossen bleiben oder mit einem Moskito-Netz abgesichert werden. Davon profitiert schlussendlich natürlich auch der Mensch, der auf diese Weise Mückenstiche ebenfalls auf ein Minimum reduzieren kann.

Gibt es eine Impfung gegen Leishmaniose?

Grundsätzlich besteht keine Möglichkeit, eine Übertragung der Erreger auf den Hund restlos zu vermeiden. Dennoch steht in Deutschland und Europa ein Impfstoff zur Verfügung, der das aktive Infektionsrisiko und die verheerenden Folgen der Krankheit reduziert.

CaniLeish®, der Impfstoff gegen Leishmaniose, besteht aus Eiweißen, die direkt aus den Parasiten entnommen wurden und einem Zusatzstoff, der das Immunsystem anregt, Antikörper gegen die Eiweiße des Leishmaniose-Parasiten zu bilden.

Mithilfe dieses Impfstoffs wird die eigentliche Erkrankung zwar nicht verhindert, der Ausbruch der Krankheit und der anschließende Tod bleiben jedoch zu 90 % aus.

Impfung gegen Leishmaniose beim Hund

Wichtig vor der Verwendung des Impfstoffs ist es, vollständig auszuschließen, dass der Hund bereits mit Leishmaniose-Parasiten infiziert ist. Daher sollte vor der ersten Impfung eine ausführliche Kontrolle des Blutes und Gewebes durchgeführt werden. Der Leishmaniose Impfstoff für Hunde wird zunächst für 3x alle 3 Wochen verabreicht, damit eine Grundimmunisierung gegeben ist. Im Anschluss genügt es, die Leishmaniose Impfung jedes Jahr aufzufrischen.

Die Nebenwirkungen der Leishmaniose Impfung entsprechen ungefähr dem Krankheitsbild anderer Impfungen, also Rötungen und Schwellungen rund um die Einstichstelle, aber auch kurzzeitiges Fieber oder eine verstärkte Müdigkeit sind mögliche Folgen der Impfung, sollten jedoch nach einigen Tagen restlos abgeklungen sein.

Wie dem Namen bereits zu entnehmen ist, handelt es sich bei Rinderkopfhaut um luftgetrocknete, erhärtete Kopfhaut des Rindes.

Erworben werden kann sie in verschiedenen Formen:

Generell kann Rinderkopfhaut in jedem Tierhandel oder Haustier Online-Shop erworben werden. Man findet sie dort in der Regel in Folie eingeschweißt. Allerdings bieten auch immer mehr Tierfachmärkte das trockene Fleisch in Selbstbedienung an. Hier hat man die Möglichkeit selbst auszuwählen.

Im getrockneten Zustand ist Rinderkopfhaut relativ geruchsneutral, speziell im Vergleich zu anderen Hundesnacks. Insofern bedarf es keiner gesonderten Lagerung. Während des Fressens kann hingegen ein deutlicher Geruch wahrgenommen werden. Doch auch dieser ist vergleichsweise human.Kausnack Rinderkopfhaut für Hunde

Der Nutzen von Rinderkopfhaut für Hunde

Wie jedem Hundehalter bekannt sein dürfte, haben Hunde von Haus aus ein erhöhtes Kaubedürfnis. Im Handel sind daher allerlei „Kausnacks“ zu finden. Von in Form gebrachten Knochen aus allerlei Zutaten bis hin zu Kauwurzeln findet sich alles in den Regalen der Tierhandlungen. Hierbei finden sich aber oftmals Zusatzstoffe, welche eigentlich nichts in Hundenahrung zu suchen haben.

Rinderkopfhaut hingegen ist ein reines Naturprodukt und bietet langanhaltenden Kauspaß. Das befriedigt nicht nur das Bedürfnis zu kauen, sondern setzt obendrein auch noch Glückshormone frei, sodass beispielsweise auch Stress abgebaut wird. Daher bietet es sich auch in Stresssituationen an, seinen Hund etwas Kauen zu lassen, um ihm durch diese Situation zu helfen.

Ein Plus für die Gesundheit

Ein weiterer gesundheitlicher Aspekt ist zudem, dass der Rinderkopfhaut aufgrund ihrer Härte eine zahnreinigende Wirkung zugesprochen wird. Weiterhin enthält sie viel Protein und ist äußerst fettarm. Daher eignet sie sich auch für Hunde, die dazu neigen, etwas mehr Gewicht auf den Rippen zu tragen.

Dass wir es hier also mit einem gesunden und vielseitig positiven Snack zu tun haben, tut der Beliebtheit bei Hunden keinen Abbruch – im Gegenteil. Während es anderen Kauartikeln üblicherweise an Geschmack fehlt, bietet Rinderkopfhaut unseren Vierbeinern ein tolles Geschmackserlebnis gepaart mit Kauspaß. Wer noch mehr Geschmack möchte, sollte zum Pansen greifen.

Was sollte man beim Kauf beachten?

Im örtlichen Zoo-Fachgeschäft ist es meistens schwer Informationen über die Herkunft und Lagerung des Produktes zu erhalten. Im Internet sind die Informationen oftmals besser, denn hier findet man Angaben zur Herkunft und oftmals legen diese Verkäufer auch besonderen Wert darauf, dass ihre Produkte nur von lokalen Schlachtereien stammen. Dadurch ist auch sichergestellt, dass das Produkt nicht chemisch behandelt wurde und „made in Germany“ ist. Sofern man aber den gewohnten Gang zum Fachhandel geht, bieten sich insbesondere Händler mit Selbstbedienung an. Hier kann man dann je nach Hund ganz individuell die besten Stücke Rinderkopfhaut auswählen. Jedoch besteht hier der Nachteil, dass man nicht weiß, wie lange die Stücke da schon so offen herumliegen.

Wie lagert man Rinderkopfhaut?

Aufgrund der Tatsache, dass die Rinderkopfhaut in getrocknetem Zustand erworben wird und äußerst fettarm ist, lässt sie sich sehr einfach und unkompliziert lagern. Aus Platzgründen haben kleiner Stücke gegenüber großen Brocken hier natürlich einen Vorteil. Ansonsten gilt es nicht viel zu beachten. Die Lagerung sollte trocken, luftdicht und kühl sein. So hält sich die Kopfhaut problemlos auch über mehrere Monate hinweg.

Was gilt es bei der Fütterung zu beachten?

Die Größe der Rinderkopfhaut-Stücke sollte der Größe des Hundes angepasst sein. Aufgrund des geringen Fettgehalts kann auch ein kleiner Hund problemlos ein größeres Stück verspeisen. Jedoch sollte das eher die Ausnahme, als die Regel sein. Für kleine Hunde eignen sich beispielsweise Hähnchenmägen sehr gut. Darüber hinaus sollte beachtet werden, die übliche tägliche Futterration anzupassen, sofern man die Kopfhaut regelmäßig als Zwischenmahlzeit reicht.

Was für andere Kauartikel gilt, hat auch bei Rinderkopfhaut Gültigkeit. Speziell die erste Darreichung sollte nicht unbeaufsichtigt stattfinden – im Idealfall reicht man die Rinderkopfhaut immer nur dann, wenn man den Hund im Auge hat. Die Risiken sind zwar gering, aber da der Snack mit der Dauer des Kauens immer weiter aufweicht, neigen einige Hunde dazu, die letzten Reste überhastet zu verschlingen, sodass es passieren kann, dass sie sich daran verschlucken.

Durch die sehr harte Oberfläche kann es dazu führen, dass Ihr Hund kleine Verletzungen im Maul erleidet. Ersichtlich werden kann dies durch geringe Mengen Blut auf der weißen Kopfhaut. Solange jedoch keine Anzeichen für Schmerz oder größere Blutungen ersichtlich sind, ist dies nicht weiter bedenklich.

Rinderkopfhaut für Welpen?

Bei älteren Hunden empfiehlt es sich, nur noch die weiche Variante der Rinderkopfhaut zu reichen, oder unter Umständen auch ganz darauf zu verzichten. Bei Welpen gibt es hinsichtlich der Härte nichts zu beachten, hier sollte man aber die Größe der Rinderkopfhautstücke angemessen wählen. Gerade während des Zahnwechsels profitieren die Welpen sogar davon, wenn sie auf der harten Kopfhaut herumkauen.

Aufgrund des geringen Fettgehalts ist der Kausnack in der Regel sehr gut verträglich. Aber selbstverständlich kann Ihr Hund jederzeit eine Unverträglichkeit entwickeln. Dies sollten Sie mit Ihrem Tierarzt abklären und darauf hinweisen, dass Sie Rinderkopfhaut gefüttert haben.

Wie bei eigentlich jedem Hundesnack empfiehlt es sich zudem die Rinderkopfhaut nicht auf empfindlichen Untergründen (Decken, Teppichen, o. ä.) zu reichen, da sonst die Gefahr besteht, dass es zu Verschmutzungen kommen kann.

Für alle Hunde geeignet

Da es die Rinderkopfhaut in allerlei Formen und Darreichungsformen gibt, findet sich für jeden Hund etwas. Egal ob, große, kleine, harte oder weiche Stücke. Selbst die etwas weichere Rinderkopfhaut ist sehr widerstandsfähig, sodass Ihr Hunde auf jeden Fall eine Weile beschäftigt sein wird.

Dass es die Rinderkopfhaut unter anderem auch mit Fell zu kaufen gibt, sorgt bei einigen Menschen für Gänsehaut und ein schauriges Gefühl. Jedoch erfüllt auch das Fell einen praktischen Zweck: es wirkt magenreinigend und ist zudem eine äußerst natürliche Art der Ernährung, da es der Ernährung in freier Wildbahn sehr nahekommt. Rinderkopfhaut ist für Ihren Hund nicht gefährlich.

Hähnchenmägen stellen für Hunde eine gelungene Abwechslung neben der täglichen Futterration dar. Als Belohnungs-Snack auf Spaziergängen oder während des Trainings, sind die knusprigen Mägen sehr beliebt. Sie sind kalorien- und fettarm und ergänzen die gesunde Ernährung des Hundes.

Durch eine schonende Verarbeitung enthalten Hähnchenmägen wichtige Proteine und Nährstoffe. Im Folgenden wird erläutert, was Hähnchenmägen sind, wie sie hergestellt werden und was bei der Fütterung beachtet werden muss.