Als Hundehalter fragen Sie sich möglicherweise: "Wieviel Futter braucht ein Hund?", um mit sämtlichen wichtigen Nährstoffen versorgt zu sein. Können Sie sich bedenkenlos auf die Angaben des Etiketts verlassen? Wovon hängt der Energiebedarf Ihres Hundes eigentlich ab? All diese Fragen beantworten wir in diesem Artikel. 

Hunde gibt es in den unterschiedlichsten Größen und Gewichtsklassen. Große Vierbeiner benötigen zwar eine höhere Futtermenge als kleine, aber im Verhältnis ist ihr Kalorienbedarf trotzdem niedriger. Der Bedarf steigt also nicht linear. 

Ein Beispiel: Ein Scottish Terrier mit einem Körpergewicht von 10 Kilogramm benötigt ungefähr 535 Kalorien täglich. Ein doppelt so schwerer Münsterländer ist mit etwa 900 Kalorien gut versorgt. Er benötigt also keinesfalls die zweifache Menge Nahrung, um seinen Nährstoffbedarf zu decken.

Futtermenge bei Hunden berechnen - welche Faktoren sind wichtig?

Bei der Berechnung der richtigen Futterration spielen verschiedene Faktoren eine Rolle

Sie merken: Die richtige Futterration lässt sich pauschal nur schwer festlegen. Zu viele individuelle Faktoren spielen dabei eine Rolle.

Kommerzielles Hundefutter: Futtervolumen und Futtermenge

In einem Alleinfutter sind seitens der Hersteller alle Nährstoffe enthalten, die ein Vierbeiner benötigt. Das gilt für Feuchtnahrung ebenso wie für Trocken- und Rohfutter. Sogenannte Ergänzungsfuttermittel decken nicht den gesamten Bedarf Ihres Vierbeiners ab. Darum sind sie eher als Leckerchen, Zwischenmahlzeit oder Snack zu verstehen. 

Vermutlich verwöhnen Sie Ihren Liebling gelegentlich mit einem Snack zwischendurch. Achtung: Die meisten Hundesnacks sind reich an Proteinen und Phosphor. Aus diesem Grund sollten sie nicht mehr als 10 Prozent der Nahrung Ihres Vierbeiners ausmachen. Sonst könnten die sogenannten „Hundesüßigkeiten“ die Nieren Ihres Lieblings zu stark belasten. 

Trockennahrung ist leicht und hat ein geringes Volumen. Aber es ist überaus kalorienhaltig. Das liegt daran, dass den Zutaten bei der Herstellung beinahe alle Feuchtigkeit entzogen wird. Durchschnittlich sind nur noch rund 10 Prozent Feuchtigkeit enthalten. Es handelt sich also um ein Nährstoffkonzentrat. 

Aus diesem Grund liefert es drei- bis viermal so viele Kalorien wie Hundenassfutter. Darum gilt es auch als Dickmacher für Hunde. Zum Vergleich: Nassfutter beinhaltet rund 80 Prozent Feuchtigkeit. 100 Gramm Feuchtnahrung versorgen Ihren Liebling mit etwa 100 Kalorien. Geben Sie Ihrem Vierbeiner die gleiche Menge Trockennahrung, haben Sie ihm damit gleich 380 Kalorien zugeführt.

Manche Hundebesitzer kombinieren auch beide Futtervarianten: Sie geben sowohl Feucht- als auch Trockennahrung. Achten Sie unbedingt darauf, dass Ihr Vierbeiner die gewählte Tiernahrung gut verträgt und stellen Sie Wasser zur freien Verfügung bereit.

Futtermenge und Futtervolumen im Hundefutter - Verhältnis

Hundefütterung: Wie oft sollte ich meinen Vierbeiner täglich füttern?

Ein Hundemagen ist überaus dehnbar. Ein gesunder und erwachsener Vierbeiner kommt daher mit einer Mahlzeit täglich zurecht. Bei folgenden Altersgruppen kann die Futterration auf zwei, drei oder noch mehr Mahlzeiten täglich aufgeteilt werden:

Beispielsweise profitiert ein Hund mit Bauchspeicheldrüsenentzündung (Pankreatitis) von vier bis fünf kleinen Mahlzeiten. Das Gleiche gilt für Fellnasen mit einer empfindlichen Verdauung

Am besten richten Sie feste Fütterungszeiten ein und teilen die Tagesration entsprechend auf. Das ist aus mehreren Gründen sinnvoll:

Falls Sie einen Arbeitshund – also einen Rettungshund, Jagdhund, Hütehund, Zoll- oder Polizeihund haben, sind mehrere über den Tag verteilte Mahlzeiten ebenfalls sinnvoll. Diese Vierbeiner erbringen Höchstleistungen. Das bedeutet, dass sie auch einen entsprechend höheren Kalorienbedarf haben.

Gönnen Sie dem Verdauungstrakt Ihrer Tiere nach der Fütterung mindestens zwei bis drei Stunden Pause. 

Die Futtermenge individuell festlegen

Jetzt wissen Sie, von welchen Faktoren die Futtermenge abhängt, die Ihre Fellnase täglich benötigt. Als Hundebesitzer kennen Sie Ihre Fellnase am besten. Sie wissen, was es zu beachten gilt. Die Lebenssituation Ihres Hundes wirkt sich entscheidend auf seinen Energiebedarf aus. 

Wir haben Ihnen eine Liste mit Fragen zusammengestellt. Damit gelingt es Ihnen schnell und unkompliziert, den Kalorienbedarf Ihres Vierbeiners einzuschätzen.

Futtermenge im Hundefutter individuell festlegen

Darf mein Hund Katzenfutter fressen?

Falls Sie sowohl Katzen als auch Hunde halten, kann es vorkommen, dass die Fellnasen sich gegenseitig das Futter stibitzen. Wenn das eine Ausnahme bleibt, ist es unproblematisch. Vierbeiner sollten allerdings keinesfalls regelmäßig über das Katzenfutter herfallen.

Es ist anders zusammengesetzt als beispielsweise Dosen-Futter oder Trocken-Futter für Hunde, denn Katzen sind reine Fleischfresser. Aus diesem Grund ist ihr Proteinbedarf höher als der eines Hundes. Dazu kommt, dass Katzen Taurin benötigen. Sie können diese für die lebenswichtige Aminosäure – anders als Vierbeiner – nicht selbst herstellen. 

Sollte Ihre Fellnase häufiger Katzennahrung fressen, wird er vermutlich relativ schnell zunehmen. Außerdem kann es zu Durchfall und Blähungen kommen. Falls es Ihren Fellnasen schwerfällt, die Nasen in den eigenen Näpfen zu behalten, füttern Sie sie einfach getrennt. Damit sorgen Sie dafür, dass Ihr Vierbeiner entsprechend seiner Bedürfnisse artgerecht ernährt wird.

Warum sollte ich das Futter für meinen Hund auf Zucker kontrollieren?

Bringt Ihr Vierbeiner ein wenig zu viel auf die Waage? Wenn Sie beim Streicheln die Wirbelsäule und die Rippenbögen nicht mehr spüren, ist das ein Warnsignal. Möglicherweise ist Ihre Fellnase bereits etwas übergewichtig.

Füttern Sie für gewöhnlich kommerziell hergestellte Trockennahrung? Schauen Sie sich das Etikett mit der Futterzusammensetzung an. Natürlicher Zucker ist in jedem Hundefutter enthalten. Er befindet sich in Getreide, Obst und Gemüse, aber teilweise setzen Futterhersteller zusätzlich Industriezucker hinzu.

Dieser verbirgt sich hinter unterschiedlichen Namen:

Dabei kann eine Futterumstellung von Trockennahrung auf Anifit Feuchtnahrung als Selbsthilfe bei zu dicken Hunden Abhilfe schaffen. Durch die hochwertigen Inhaltsstoffe bekommt das Futter auch sensiblen Vierbeinern und Hunden mit Allergien.

Warum ist Anifit Feuchtnahrung für Hunde zu empfehlen?

Bei einer Futterumstellung auf Anifit können Sie dazu beitragen, dass sich das Gewicht Ihres Vierbeiners normalisiert. Das liegt daran, dass bei der Herstellung auf Zucker und unnötige Zusatzstoffe verzichtet wird.

Die Feuchtnahrung von Anifit zeichnet sich durch Folgendes aus:

Wir sind von diesem Futter aus eigener Erfahrung begeistert. Wenn Sie möchten, lassen Sie sich einfach gezielt unterstützen: Nehmen Sie eine kostenlose Futterberatung in Anspruch. Ihr Vierbeiner darf sogar kostenlos probeessen. Auf diese Weise finden Sie risikolos heraus, ob Ihr Liebling mit der Feuchtnahrung zurechtkommt.

Wieviel Futter braucht ein Hund: Tabellen – Warum sie nur eine grobe Orientierung bieten

Jeder Futterhersteller nennt bei seinen Hundefuttersorten andere Zahlen und stellt eigene Tabellen auf. Darum ist es nicht möglich, eine einzige allgemeingültige Tabelle zusammenzustellen, die allen Futterarten, Hunderassen und Altersgruppen gleichermaßen gerecht wird.

Zur leichteren Orientierung haben wir hier für Sie ein paar Zahlen von Anifit als Richtwerte zusammengestellt. Auch diese sind allerdings nicht in Stein gemeißelt. Passen Sie die Futterration bei Bedarf individuell an Ihre Fellnase an. Im Idealfall sollte Ihr Liebling weder zu dünn noch zu dick sein.

Gewicht des Hundes Tagesbedarf
2 kg bis 5 kg 100 bis 200 g Feuchtnahrung
6 kg bis 25 kg 200 bis 600 g Hundefeuchtfutter
26 kg bis 40 kg 810 g Dosenfutter
ab 40 kg 810 g Feuchtfutter und Flocken

Fazit

Die optimale Futtermenge für Fellnasen richtet sich nach vielen verschiedenen Faktoren. Unter anderem spielen das Alter des Hundes, die Hunderasse, der Gesundheitszustand, der Energiebedarf und das Aktivitätslevel dabei eine Rolle. Auch die Art des Futters wirkt sich auf die Menge aus: Kommerziell hergestellte Trockennahrung hat eine höhere Energiedichte als Feuchtnahrung.

Wenn Sie sichergehen möchten, dass Ihr Liebling ein gesundes Körpergewicht hält oder erreicht, achten Sie beim Futterkauf auf eine hochwertige und artgerechte Zusammensetzung. Zucker sollte nicht separat zugesetzt sein. Als Omnikarnivore profitiert Ihr Liebling besonders von einer Nahrung, die als Hauptzutat Fleisch auf der Futterpackung oder dem Etikett stehen hat.

Im Idealfall kommt das Hundefutter ohne künstliche Aromastoffe, Zusatz- und Konservierungsstoffe sowie Farbstoffe aus und besteht aus Zutaten in Lebensmittelqualität. Wir hoffen, dass wir Ihre Fragen zum Thema “Wie viel Futter braucht ein Hund?” klären konnten.

Hunde sind neugierige Tiere, die gern draußen Fressbares aufnehmen und manchmal auch am Boden lecken. Deshalb empfehlen Tierärzte und Experten regelmäßige Wurmkuren. Durch das Lecken an den Exkrementen anderer Hunde oder ein Pflanzen können unsere Vierbeiner für uns zunächst unbemerkt Wurmeier aufnehmen. 

Würmer sind innere Parasiten, die sich unter anderem im Darm von Säugetieren vermehren können. Wenn Sie schon einmal eine Wurmkur beim Hund angewendet haben, hat dieser vielleicht mit Durchfall reagiert. Wurmkuren können dem Hund zusetzen

Welche Nachwirkungen sind bei Wurmbehandlungen normal und in welchem Fall sollten Sie vorsorglich den Rat des Tierarztes einholen?

Was passiert bei Wurmkuren?

Würmer als Parasiten ernähren sich unter anderem vom Blut ihrer Wirtstiere. Sie nisten sich dazu im Darm und je nach Art des Wurms in inneren Organen ein. Manche Wurmarten vermehren sich hier sogar im Körper des Hundes. Bei anderen Arten hat das Tier von draußen die Eier aufgenommen, aus denen sich in seinem Körper erwachsene Würmer entwickeln. Wenn Hunde Würmer haben, macht sich das häufig zunächst nur an sehr allgemeinen Symptome bemerkbar.

Manche Tiere haben:

Durchfall beim Hund kann ebenfalls auf Würmer zurückgehen. Einige der lästigen Parasiten können Sie in einem späteren Stadium oft im Stuhl Ihres Hundes erkennen. Das ist häufig bei Spulwürmern der Fall. Sie haben die Form von weißen Fäden. Einige von ihnen werden im Stuhlgang ausgeschieden und bewegen sich dann vom Kot weg. Für viele Hundehalterinnen ein riesiger Schock. 

Mit einer Wurmkur sollen die Würmer und gegebenenfalls auch Eier aus dem Körper getrieben werden. Die lebenden Würmer werden dazu durch Arzneimittelstoffe abgetötet oder gelähmt. Danach werden sie gemeinsam mit möglichen Eiern über den Stuhlgang ausgeschieden.

Würmer bei Hunden erkennen

Nicht immer zeigen sich Wurmteile oder lebende Würmer im Kot Ihres Vierbeiners. In vielen Fällen bleibt der Wurmbefall unentdeckt, bis sich die Würmer im Körper des Hundes stark vermehrt haben

Empfindlich reagieren Welpen, bei denen sich intensiver Parasitenbefall mit Würmern primär durch einen aufgeblähten Bauch bemerkbar macht. Dieses als "Wurmbauch" bezeichnete Phänomen deutet auf einen bereits intensiven Befall hin, der das Leben der jungen Hunde gefährden kann. 

Symptome, die auf einen Wurmbefall hindeuten, sind unter anderem:

Blutiger Durchfall beim Hund kann ebenfalls auf Würmer zurückgehen. Im schlimmsten Fall lösen verknotete Würmer einen Darmverschluss beim Hund aus. Sie bilden eine mechanische Barriere am Darm, eine lebensgefährliche Situation für das Tier. 

Welpen sind von Würmern besonders gefährdet. Sie können an Entkräftung sterben, wenn sich die Parasiten in ihrem kleinen Körper zu stark vermehren.

Mancher Tierfreund fragt sich auch entgeistert: Wie viel Futter braucht ein Hund eigentlich? Würmer können im wahrsten Sinne des Wortes "mitfressen". Ein ungewöhnlich großer Appetit kann bei den vierbeinigen Hausgenossen zum Beispiel auf einen Bandwurmbefall hinweisen.

Ein Wurmbefall ist keine Bagatelle. Neben den gesundheitlichen Risiken für Hunde können manche Arten wie der Bandwurm auf den Menschen übertragen werden

Hier sind insbesondere kleine Kinder gefährdet, die noch nicht die hygienischen Spielregeln im Umgang mit dem Hund beherrschen. Wenn das Tier ihnen dann das Gesicht oder die Hände ablegt, gelangen Wurmeier leicht in den menschlichen Organismus.

Tierärzte haben vor allem diese allgemeinen Risiken im Blick, wenn sie eine regelmäßige Wurmkur empfehlen. Dennoch sind viele hundebegeisterte Menschen auf den ersten Blick skeptisch. Sie sehen in den Wurmkuren "chemische Keulen", die ihrem Tier schaden könnten. Manche versuchen deshalb, gegen Würmer im Stuhl ein Hausmittel anzuwenden.

Untersuchung bei Durchfall nach Wurmkur

Würmer auf natürliche Weise bekämpfen?

In Internetforen zum Thema oder in Ratgeberbüchern werden verschiedene natürliche Stoffe und Hausmittel gegen Würmer empfohlen. Eines dieser Hausmittel ist die Laurinsäure, die in Kokosflocken sowie kalt gepresstem Kokosöl enthalten ist. Manche Anwenderinnen schwören auf diese natürlichen Substanzen, um Würmer zu vertreiben. 

Wissenschaftlich belegt ist die Wirkung von Laurinsäure bei bereits vorhandenem Wurmbefall nicht. Irrtümlicherweise nehmen manche Hundefreunde an, Kokosprodukte könnten eine vorbeugende Wirkung gegen die lästigen Parasiten haben. 

Experten wissen, dass vorbeugende Wurmkuren nicht wirken. Laurinsäure kann in angemessener Dosierung die Gesundheit des Darms unterstützen, weil sie antientzündliche Eigenschaften hat. Diese konnten manchen Studien nachgewiesen werden.

Allerdings sind sich Ernährungsexperten und Wissenschaftler nicht einig, ob die Kokosprodukte insgesamt gesund für den tierischen Darm sind. Ebenso ist die Dosierung umstritten. In größeren Mengen soll Laurinsäure zu Durchfall führen können.

Im schlechtesten Fall hat das Tier weiterhin Würmer. Denn diese werden durch die Kokosbestandteile nicht abgetötet und Ihr Vierbeiner leidet zusätzlich unter Durchfall.

Gibt es weitere Hausmittel?

Auch andere Hausmittel, die einige Hundehalterinnen bei Wurmbefall empfehlen, haben keine wissenschaftlich belegte Wirkung. Dazu zählen unter anderem Ananas, Sauerkraut, Propolis und einige Kräuter wie Hagebutten. 

Das Fehlen wissenschaftlicher Belege für eine nachgewiesene Wirksamkeit von Futterergänzungen gegen Würmer spricht nicht gegen die Produkte an sich.  

Sie können dazu beitragen, den Verdauungstrakt des Hundes widerstandsfähiger gegen innere Parasiten wie Würmer zu machen. Hier werden beispielsweise über Anifit Futterergänzungen mit Kräutern angeboten.

Die beste Methode ist ein vom Tierarzt empfohlenes und regelmäßiges Entwurmungsprogramm. Damit können Sie das Tier und seine Familie vor den Folgen eines Wurmbefalls schützen. 

Experten empfehlen die Wurmbehandlung bis zu 4x im Jahr. Ob eine derart häufige Anwendung von Wurmkuren Resistenzen fördern kann, ist umstritten. Manche Tierärzte verabreichen deshalb eine Wurmkur nur ein- bis zweimal jährlich, zusammen mit der Impfung.

Resistenzen gegen Anti-Parasitenmittel sind gefährlich. Werden bestimmte Organismen gegen einige chemische Substanzen resistent, wirken diese Stoffe nicht mehr. Das verkleinert gleichzeitig die Auswahl von Arzneimittelwirkstoffen, die zur Parasitenbekämpfung eingesetzt werden können.

Wie oft Wurmkuren im einzelnen Fall notwendig sind, hängt auch davon ab, wie ein Hund lebt. Eine Wurmbehandlung kann mehrfach im Jahr notwendig sein. Besonders dann, wenn Ihr Vierbeiner viel Kontakt zu anderen Tieren hat und sich täglich in der freien Natur bewegt. Wer kleine Kinder in der Familie hat, möchte Wurmfreiheit beim Hund unbedingt gewährleisten.

Inhaltsstoffe der arzneilichen Wurmmittel

Es gibt sehr viele verschiedene Arten von Würmern, die sich im Hundekörper besonders wohlfühlen.

Haken- und Peitschenwürmer sind ebenso vertreten, wie Fadenwürmer, Bandwürmer und Spulwürmer. Alle Wurmarten haben bestimmte Eigenheiten

Es ist deshalb eine Herausforderung, mit einem Wurmmittel möglichst viele der unterschiedlichen Würmer abzutöten. In Wurmmitteln enthalten sind regelmäßig chemische Substanzen, die idealerweise einen breiten Anwendungsbereich haben.

Regelmäßig wird eine Behandlung gegen Würmer prophylaktisch durchgeführt. Meistens ist dann nicht bekannt, ob das Tier tatsächlich Würmer hat und um welche Art es sich handelt. 

Deshalb haben Antiwurmmittel wie Praziquantel ein möglichst breites Wirkspektrum. Dieses Mittel führt dazu, dass die Würmer durch Überstimulation ihrer Nerven bewegungsunfähig und mit dem Kot ausgeschieden werden.

Andere übliche Inhaltsstoffe in Wurmkuren sind etwa:

Wurmkur beim Hund

Nebenwirkungen von Wurmmitteln

Wirkstoffe, die gegen Parasiten wie Würmer als Antiwurmmittel entwickelt worden sind, können Nebenwirkungen haben. Durchfall und Erbrechen zählen zu den häufigsten Nebenwirkungen nach einer Behandlung gegen Würmer. 

Hier machen sich manche Tierfreunde viele Sorgen, welche Nebenwirkungen als normal anzusehen sind und welche eine Nachfrage beim Tierarzt erfordern. Wie bei allen Arzneimitteln, etwa Beruhigungsmittel beim Hund, reagiert jedes Tier etwas individuell auf chemische Substanzen. 

Manche Hunde sind hier empfindlicher, anderen ist die Behandlung in der Zeit nach der Einnahme nicht anzumerken. Treten Nachwirkungen wie Durchfall auf, stellen sich Hundehalterinnen oft folgende Fragen:

Gehen alle Nebenwirkungen auf die Inhaltsstoffe des Wurmmittels zurück?

Einige Hunde bekommen Durchfall, nachdem ihnen ein Antiwurmmittel verabreicht wurde. Viele betroffene Hundehalterinnen nehmen dadurch einen Zusammenhang mit den chemischen Substanzen im Wurmmittel an. Diese Annahme ist nur bedingt richtig.  

Verdauungsprobleme und intensives Erbrechen können auch ein Anzeichen sein, dass das Tier besonders stark von Würmern befallen ist. Hunde haben dann Probleme mit der Ausscheidung der vielen gelähmten oder toten Parasiten. Das kann zu anfallsartigen Durchfallattacken und Erbrechen führen.

Die Dauer von Nebenwirkungen nach der Wurmbehandlung

Die Stoffe in den Antiwurmmitteln wirken durchschnittlich 24 Stunden lang. Danach hat der tierische Organismus sie abgebaut. Innerhalb dieses Zeitraums scheidet das Tier auch mögliche Würmer, Larven und Eier aus. Nebenwirkungen wie dünner Stuhl und Erbrechen sind deshalb in aller Regel auf diesen Zeitraum begrenzt. 

Halten sie an und verteilen sich möglicherweise sogar über mehrere Tage nach der Wurmbehandlung, empfiehlt sich der Besuch beim Tierarzt. Hier können auch andere Gründe für die Durchfallschübe verantwortlich sein. 

Beobachten Sie Welpen nach einer Behandlung gegen Würmer besonders intensiv. Das Ausscheiden der vielen Pariser parasitären Organismen kann den kleinen Körper stark belasten. Durchfallanfälle belasten junge Hunde ebenfalls stärker, weil ihr Organismus schneller austrocknet.

Weitere Erscheinungen nach einer Behandlung gegen Würmer

Im Anschluss an eine Wurmbehandlung kann sich nicht nur die Konsistenz des Hundekots verändern. Möglicherweise sehen sie ganze Würmer oder Teile von ihnen mit bloßem Auge im Stuhl des Hundes verteilt. 

Das muss Sie nicht beunruhigen. Es zeigt nur, dass Ihr Vierbeiner Würmer hatte und diese durch das Wurmmittel ausgeschieden worden sind. In seltenen Fällen kann blutiger Durchfall beim Hund auf die Ausleitung der Parasiten zurückgehen.

Worauf müssen Sie im Zusammenhang mit einem Antiwurmmittel noch achten?

Erbricht sich das Tier innerhalb 1 Stunde im Anschluss an die Gabe eines Wurmmittels, wiederholen Sie die Anwendung vorsorglich. Diese Empfehlung gilt jedenfalls für den Fall, dass der Vierbeiner das Arzneimittel oral über seine Schnauze aufgenommen hat.  

Wurmmittel können heute auch als Spot-On Produkt zum Auftropfen auf die Haut direkt über den Nacken in den Hundekörper gelangen. In diesem Fall führt Erbrechen nicht dazu, dass das Wurmmittel wieder ausgebrochen wird. Es gelangt über die Haut annähernd sofort in den Blutkreislauf.

Wurmkuren sind für den Hund unverzichtbar

Wurmkuren sind unverzichtbar

Ja, Wurmkuren können Ihrem Vierbeiner zusetzen. Andererseits gefährden die umtriebigen inneren Parasiten Gesundheit, Wohlbefinden und teilweise das Leben des Tieres. Auch Menschen können von Ihnen befallen werden. Sie sind weitverbreitet und werden leicht von Ihren Vierbeiner aufgenommen. Niemand wünscht sich einen Darmverschluss beim Hund

Verglichen damit sind die möglichen typischen Nebenwirkungen einer Wurmkur hinzunehmen. Vorsicht ist geboten bei bestimmten Hunderassen wie nordischen Hunden oder Australien Shepherds. Manche dieser Tiere reagieren intensiv auf alle chemischen Substanzen, die von außen zugeführt werden. 

Diese intensiven Reaktionen gehen auf eine bestimmte genetische Ausstattung zurück. Wer ein solches Tier hat, sollte in Zusammenhang mit dem Tierarzt besonders vorsichtig mit der Anwendung von Wurmkuren sein. Bei diesen Hunden bleibt es als Reaktion unter Umständen nicht beim Durchfall. 

Einige Individuen reagieren hier mit allergischen Schocks und anderen lebensgefährlichen Reaktionen auf chemische Substanzen. Bleiben Sie nach einer Wurmbehandlung aufmerksam und beobachten Sie Ihr Tier. Bei ungewöhnlichen Ereignissen im Anschluss an die Verabreichung des Mittels ist Ihr Tierarzt der erste Ansprechpartner.

Zeckenbisse sind für Betroffene unangenehm und können gefährlich sein - da macht ein Hund keine Ausnahme. Über die Borreliose hinaus können Zecken auch andere Erreger übertragen. Dazu zählt Anaplasma (A.) phagocytophilum, das die Anaplasmose beim Hund auslösen kann. 

Was hat es damit auf sich? Wie gehen Sie bei einer Erkrankung vor und wie können Sie bei Ihrem Vierbeiner vorsorgen? All das erfahren Sie im Folgenden.

Was ist das genau: Anaplasmose beim Hund?

Als Anaplasmose wird eine Infektion durch den Erreger Anaplasma (A.) phagocytophilum bezeichnet, die Säugetiere - und damit auch Hunde - betreffen kann. Verantwortlich für die Übertragung sind meist Schildzecken, die für 36 bis 48 Stunden am Tier anhaften. 

Vor allem in den Monaten, in denen die Zecken besonders aktiv sind, steigt das Risiko einer Infektion. Voraussetzung: Tiere halten sich viel im Freien auf. Die Zecken nehmen die Bakterien in einem frühen Entwicklungsstadium von anderen Wirten auf und geben sie an Säugetiere weiter. Insbesondere Nagetiere, aber auch Rotwild, Vögel, Wildschweine oder Füchse tragen Anaplasmen permanent in sich.

Rund 20 bis 30 Prozent der Hunde in Deutschland weisen bereits Antikörper gegen Anaplasma (A.) phagocytophilum auf. Die Infektion verläuft oft genug geradezu unbemerkt. Einige Rassen und Altersgruppen sind jedoch anfälliger als andere. Vor allem sind männliche Hunde häufiger betroffen als weibliche

Werden Hunde jedoch von aus dem Ausland eingeschleppten Zecken gebissen, steigt die Wahrscheinlichkeit, eine Infektion zu entwickeln. Grundsätzlich ist Ihr Vierbeiner also wenig gefährdet, sofern er nicht mit weiteren Bakterien wie Babesien oder Borrelien zu kämpfen hat.

Wichtig: Eine gezielte Zeckenprävention schützt Ihren Vierbeiner!

Anaplasmose - Symptome beachten

Um es vorwegzunehmen: Die typischen Symptome lassen sich schwer von anderen Hundekrankheiten unterscheiden. 

Sie sind eher allgemeiner Natur, wie zum Beispiel:

Das Immunsystem ist geschwächt, sodass auch Netzhautentzündungen, Husten oder Gleichgewichtsstörungen auftreten können.

Diese Symptome erinnern an die Leishmaniose beim Hund, die von Sandmücken verbreitet wird. Diese Krankheit kommt vorwiegend in Regionen mit wärmerem Klima vor. Diese übertragen den Einzeller Leishmania infantum auf Hunde. Aus diesem Grund empfiehlt sich vor Reisen nach Südeuropa eine spezielle Impfung.

Für eine Anaplasmose sprechen hingegen:

Hat sich Ihr Tier in südlichen Gefilden aufgehalten und wurde dort von Zecken gebissen, ist das Risiko einer Infektion mit Anaplasmen hoch. Relevante Gebiete sind das südliche Europa, Südamerika, Asien, Afrika oder Australien. Hier sprechen wir von einer infektiösen canine zyklischen Thrombozytopenie oder einer Canine Anaplasma-platys-Infektion. 

Der Verlauf gleicht dem genannten, auch hier kommt es in der Regel zur Infektion, ohne dass Symptome ausgebildet werden. Sie sollten Ihren Tierarzt also unbedingt vom Auslandsaufenthalt berichten, damit dieser gezielt untersuchen und behandeln kann.

Tierarzt bei Anaplasmose beim Hund

Wie kann eine Erkrankung diagnostiziert werden?

Suchen Sie bei den erwähnten Beschwerden unbedingt einen Tierarzt auf. Dieser untersucht dann nicht nur das Blut, sondern auch Gewebe und Flüssigkeiten. 

Mithilfe der Ergebnisse kann er im Ausschlussverfahren vorgehen:

Weitere Anhaltspunkte liefern auch die Leberwerte, die Gelenkflüssigkeit sowie das Knochenmark zur Schwere der Erkrankung bei:

Der Erregernachweis bei Anaplasmose

Eine Untersuchung des Blutes kann Hinweise auf eine Infektion geben. Allerdings lässt sich der konkrete Erreger auf diese Weise nicht ermitteln. Dazu sind weitere Untersuchungen notwendig, wie zum Beispiel die PCR (Polymerasekettenreaktion), die IF (Immunfluoreszenz) oder der ELISA-Test.

Wie verläuft eine Anaplasmose beim Hund?

Abhängig vom Befall und vom Immunsystem Ihres Vierbeiners kann die Infektion unterschiedlich stark verlaufen:

Die Inkubationszeit variiert enorm, die Spanne reicht von vier Tagen bis zu zwei Wochen. Ausschlaggebend ist auch hier das Immunsystem. Nach dem Zeckenbiss gelangt der Erreger innerhalb von zwei bis vier Tagen aus dem Darm in den Organismus Ihres Hundes. 

Die Anaplasmen befallen die weißen Blutkörperchen. Über das Blut und das Lymphsystem werden sukzessive, auch Organe befallen. Dazu gehören das zentrale Nervensystem sowie Herz, Leber, Milz, Lunge und Nieren. Das Immunsystem reagiert darauf und ist entsprechend geschwächt. 

Bislang wird vermutet, dass Hunde nach einer Erstinfektion größtenteils den Erreger weitertragen. Deswegen müssen sie nicht zwangsläufig erkranken, doch das gestresste Immunsystem lässt häufiger andere Krankheiten zu.

Wichtig: Infizierte Hunde und andere Säugetiere sind nicht ansteckend - und damit für andere Tiere und Menschen ungefährlich! Für eine Übertragung ist in der Regel die Zecke verantwortlich.

Ausnahme: Spendet Ihr Vierbeiner Blut, könnten Anaplasmen naturgemäß auf andere Hunde übertragen werden.

Anaplasmose ist nicht übertragbar

Wie lässt sich Anaplasmose behandeln?

Auf den Punkt gebracht: Die Anaplasmose beim Hund homöopathisch behandeln zu wollen, dürfte illusorisch sein. Hier ist wie bei anderen durch Zecken übertragenen Krankheiten auch ein hochwirksames Antibiotikum, wie beispielsweise Doxycyclin, notwendig. 

In der Regel werden 5 mg Doxycyclin je Kilogramm Körpergewicht in einem Rhythmus von 12 Stunden verabreicht. Die Behandlung dauert in der Regel zwischen zwei bis drei Wochen. Ob und wie das Mittel anschlägt, lässt sich am Ansteigen der Thrombozyten überwachen. 

Meist stellt sich bereits innerhalb weniger Behandlungstage ein positiver Effekt ein. Spätestens nach einer Woche werden Sie eine deutliche Verbesserung feststellen. Insgesamt sind die Heilungschancen sehr gut. Sie müssen sich also kaum Sorgen machen, dass die Anaplasmose beim Hund tödlich verlaufen könnte. 

Nach Behandlungsende können die Antikörper für bis zu ein Jahr im Organismus nachgewiesen werden. Das ist aber kein Grund zur Besorgnis, im Gegenteil, dabei handelt es sich um einen vollkommen natürlichen Vorgang.

Gibt es Präventionsmaßnahmen gegen diese Erkrankung?

Spezielle Präventionsmaßnahmen oder eine Impfung gibt es nicht, aber allgemein: Einerseits hängt der jeweilige Verlauf dieser Erkrankung immer davon ab, wie gut das Immunsystem bei Ihrem Tier ausgeprägt ist. 

Hier zahlt sich beispielsweise eine gesunde Ernährung aus. Wir können Ihnen das Hundefeuchtfutter von Anifit empfehlen. Es hat einen hohen Fleischanteil, keine unnötigen Zusätze und alle Nährstoffe, die Ihr Vierbeiner braucht. 

Darüber hinaus braucht Ihr Vierbeiner ausreichend Bewegung und eine gezielte Zeckenabwehr ist in jedem Fall sinnvoll. Bislang können Sie Ihren Vierbeiner lediglich gegen Borreliose impfen lassen.

Alle anderen von Zecken übertragenen Erkrankungen lassen sich nur:

Anaplasmose beim Hund - Erfahrungen berücksichtigen

Grundsätzlich sind die Heilungschancen sehr gut, sollte Ihr Vierbeiner von einer Zecke gebissen werden und eine Anaplasmose entwickeln. Doch Fakt ist: Die Krankheit kann gravierende Folgen haben. Alleine die Symptome wie Fieber beim Hund, Lahmheit oder Anämie sind anstrengend für Mensch und Tier.

Umso wichtiger ist es, das Immunsystem mit einer hochwertigen Nahrung zu stärken und das Tier gegen Zecken zu schützen. Je weniger der Organismus von durch Zecken übertragene Erreger angegriffen wird, umso kleiner ist das Risiko eines schweren Krankheitsverlaufs.

Da es keine Impfung gibt, lässt sich das Infektionsrisiko nicht komplett ausschließen. In diesem Fall empfehlen wir ein Schmerzmittel für den Hund, um die Krankheitslast abzufangen. Bei Bedarf können Sie auch ein spezielles Beruhigungsmittel für den Hund verabreichen. So kann er sich in Ruhe auskurieren und schnell wieder zu Kräften kommen.

Nach einer längeren Liegephase steht Ihr Vierbeiner wacklig auf? Die ersten Schritte wirken schwerfällig und mühsam? Vielleicht belastet er auch zunächst ein Bein weniger als die anderen, bis er sich „eingelaufen“ hat. Das ist ein häufiges Anzeichen für eine Arthrose beim Hund.

Wie Sie Ihrem Liebling helfen können, welche Maßnahmen und Medikamente bei arthrosebedingten Schmerzen wirklich funktionieren, erfahren Sie hier.

Die chronische Gelenkentzündung hat keinen Einfluss auf die Lebensdauer Ihres Gefährten. Aber die Erkrankung kann seine Lebensqualität beeinträchtigen. Das Aufstehen aus liegender Position bereitet ihm möglicherweise Schmerzen

Nach dem charakteristischen „Einlaufen“ bewegt er sich vielleicht wieder vollkommen unauffällig – bis er bei längeren Spaziergängen plötzlich anfängt zu humpeln, zu lahmen oder nicht mehr weiterlaufen möchte. Dann hat er das betroffene Gelenk zu stark beansprucht. 

Ist das Wetter nasskalt, verschlimmern sich die Beschwerden. Dann dauert es etwas länger, bis sich Ihr Vierbeiner „eingelaufen“ hat. Manche Fellnasen zeigen auch durch Lautäußerungen oder Knabbern an dem betroffenen Gelenk, dass sie Schmerzen haben

Keine Sorge: Auch wenn die Krankheit nicht heilbar ist, können Sie einiges tun, um Ihren Gefährten das Leben zu erleichtern. Bei der Behandlung stehen die Schmerzlinderung und die Verlangsamung des Verschleißes im Vordergrund.

Was ist Arthrose?

Vielleicht fragen Sie sich, was eigentlich der Unterschied zwischen Arthrose und Arthritis ist. Kurz gesagt: Mit dem Oberbegriff „Arthritis“ fassen Mediziner verschiedene entzündungsbedingte Gelenkerkrankungen zusammen. Bei Arthrose nutzt sich der Knorpel des Gelenks ab, bildet sich zurück oder wird sogar teilweise zerstört. 

Das führt zu Umstrukturierungen im Gelenk, beispielsweise zu Verkalkungen. Durch diesen Verschleiß des Gelenks kommt es zu Schmerzen. Im Prinzip kann jedes Gelenk von einer Arthrose betroffen sein. Es handelt es sich um eine degenerative Gelenkerkrankung.

Meistens zeigen sich die Beschwerden in den Gelenken, in denen die größten Zugkräfte, Schrägkräfte und Druckkräfte wirken. 

Das sind: 

Arthrosen sind nicht heilbar. Meistens verschlimmert sich die Erkrankung mit der Zeit. Je früher Sie auf das Problem aufmerksam werden und eingreifen, desto besser. Denn es gibt Mittel und Wege, um diesen Prozess zu verlangsamen. Darum ist es wichtig, dass Sie Ihren Vierbeiner genau beobachten. 

Liegt bei Ihrem haarigen Freund eine chronische Gelenkerkrankung vor, bei der nicht nur die Gelenkknorpel, sondern auch das angrenzende Gewebe Schaden nehmen? Dann handelt es sich um eine Osteoarthrose

Falls Ihr Tierarzt eine Entzündung des Knochens feststellt und ein Gelenk betroffen ist, lautet die Diagnose „Osteoarthritis“. Dabei handelt es sich um eine überaus schmerzhafte Gelenkentzündung.

Schmerzmittel für Hunde bei Arthrose

Welche Symptome hat ein Hund mit Arthrose?

Die Symptome können sehr unterschiedlich ausfallen. Es kommt zum einen darauf an, welches Gelenk beziehungsweise welche Gelenke bei Ihrem Vierbeiner betroffen sind. Zum anderen ist entscheidend, wie weit die Erkrankung bereits fortgeschritten ist.

Achten Sie auf diese Symptome:

Falls Ihr Liebling dieses Anzeichen zeigt, sollten Sie einen Tierarzt aufsuchen. Bestätigt sich Ihr Verdacht, können Sie einiges tun, um ihm zu helfen.

Therapie: Wie Sie die Schmerzen Ihres Hundes mit Arthrose lindern können

In der Regel kommen bei der Therapie Schmerzmittel zum Einsatz. Vermutlich gibt Ihr Tierarzt Ihrem Vierbeiner zunächst eine Spritze, damit die Schmerzen schnell nachlassen. Oft ist eine langfristige Behandlung nötig, sodass Sie die entsprechenden Medikamente in Tablettenform mit nach Hause bekommen.

Wie häufig Sie diese geben sollten, entscheidet Ihr Tierarzt. Es ist wichtig, dass Sie die Dosierung einhalten, denn Medikamente werden über die Nieren und die Leber abgebaut. 

Sie möchten sichergehen, dass die Organe durch die Arthrosebehandlung keinen Schaden nehmen? Dann lassen Sie sicherheitshalber alle drei oder alle sechs Monate ein Blutbild machen. 

Welche Arthrosemedikamente bei Hunden infrage kommen (und welche nicht)

Nicht-steroidale Antirheumatika (NSAR / NSAIDs)

Ihr Tierarzt kann Ihnen für Ihren Vierbeiner unterschiedliche Medikamente und auch homöopathische Präparate empfehlen. Beispielsweise gibt es nicht-steroidale Antirheumatika (NSAR beziehungsweise NSAIDs), Kortison und Opioide.

Nicht-steroidale Antirheumatika (NSAIDs) wirken sowohl schmerzlindernd als auch entzündungshemmend. Darum kommen sie häufig bei chronischen Gelenkerkrankungen wie Arthrose beim Hund zur Anwendung.

Folgende NSAIDs stehen in der Tiermedizin zur Verfügung:

Auf welches Medikament Ihre Fellnase am besten reagiert, lässt sich nur durch Ausprobieren herausfinden. Falls sich die Schmerzen nicht bessern, kann ein Wechsel des Schmerzmittels nötig sein.

Nicht-steroidale Antirheumatika gelten bei Vierbeinern als unproblematisch. Ein großer Vorteil ist, dass sie nur wenige Nebenwirkungen haben. Allerdings kann die Einnahme zu Magen-, Nieren-, Leber- und Verdauungsprobleme führen. Aus diesem Grund ist eine engmaschige Begleitung durch den Tierarzt sinnvoll.

Cortison 

Cortison wirkt abschwellend und entzündungshemmend. Darum wird es häufig bei Gelenkbeschwerden eingesetzt. Meistens geben Tierärzte Prednisolon. Falls Ihr Vierbeiner einen akuten Schub hat, kann es direkt in das betroffene Gelenk gespritzt werden. Eine orale Gabe in Tablettenform ist ebenfalls möglich. 

Allerdings kann die Einnahme dieses Medikaments bei Ihrem Vierbeiner zu unerwünschten Nebenwirkungen führen

Nebenwirkungen von Cortison:

Wägen Sie zusammen mit Ihrem Tierarzt ab, ob Cortison für Ihren Liebling sinnvoll ist.

Achtung: Bitte geben Sie keine NSAIDs in Kombination mit Cortison. Sonst kann es zu verheerenden Nebenwirkungen kommen, die von Magenbeschwerden über Magengeschwüre bis zu Blutungen reichen. 

Opioide

Wenn Ihr Vierbeiner bereits länger unter dieser Krankheit leidet oder seine Beschwerden sehr stark sind, können stark schmerzlindernde Medikamente zum Einsatz kommen.

Das sind beispielsweise:

Teilweise handelt es sich dabei um Kombipräparate aus NSAIDs und Opioiden.

Die Einnahme dieser Mittel kann zu einer körperlichen Abhängigkeit führen. Diese Medikamente dürfen dementsprechend nicht von heute auf morgen abgesetzt werden. Sonst besteht das Risiko von Entzugserscheinungen. 

Viele Tierärzte setzen Tramadol zur Behandlung von Arthrose ein: Das Suchtpotenzial ist gering. Bei starken Schmerzmitteln für Hunde kann es zu Nebenwirkungen kommen.

Mögliche Nebenwirkungen:

Ihr Tierarzt schlägt möglicherweise einen Magenschutz wie Omeprazol oder Pantoprazol vor, um einige der Nebenwirkungen zu lindern.

Librela

Seit März 2021 ist in Deutschland ein neues Medikament gegen Arthrose bei Hunden auf dem Markt: Librela. Es beinhaltet monoklonale Antikörper, die sich gezielt an den Nerve Growth Factor (NGF) binden. Sie schalten den Schmerz-Botenstoff aus. Nebenwirkungen sind selten. Im Gegensatz zu anderen Schmerzmedikamenten arbeitet Librela mit Eiweißstoffen, die der Körper Ihres Vierbeiners problemlos abbauen kann. Leber und Nieren belastet dieses Medikament nicht.

Ihr Hund bekommt „Librela“ alle vier Wochen subkutan – unter die Haut – gespritzt. Nach ungefähr einer Woche zeigen sich erste Erfolge. Studien zeigen beeindruckende Ergebnisse: Damit behandelte Vierbeiner bewegen sich wieder mehr, was auf die Schmerzlinderung zurückgeführt werden kann. Bis dahin können Sie in Absprache mit Ihrem Tierarzt die bisherige Therapie fortsetzen.

Der Wirkstoff eignet sich allerdings nicht für tragende Hündinnen.

Schmerzmittel Hund Arthrose

Was für Mittel sind für vierbeinige Arthrosepatienten ungeeignet?

Sie dürfen Ihrer Fellnase keinesfalls Medikamente verabreichen, die für Menschen gedacht sind. Bitte versuchen Sie nicht, Ihren Vierbeiner mit Schmerzmitteln aus Ihrer Hausapotheke selbst zu therapieren. Viele Medikamente aus der Humanmedizin sind gefährlich, giftig, oder sogar tödlich für Ihr Haustier.  

Unter anderem sind folgende Mittel TABU für Vierbeiner:

Welche pflanzlichen Mittel helfen bei Schmerzen von Hunden mit Arthrose?

Sie können ergänzend zu pharmazeutischen Mitteln pflanzliche beziehungsweise homöopathische Präparate einsetzen. Viele Hundehalter schwören zum Beispiel auf die Wirkung von Traumeel, Zeel und Arnica D6 Globuli. Diese Mittel sind für Ihren vierbeinigen Liebling in der Regel gut verträglich.

Sprechen Sie am besten mit einem Tierheilpraktiker darüber, welche Möglichkeiten zur Unterstützung Ihres Vierbeiners es zusätzlich zu pharmazeutischen Mitteln gibt. Sie können diese Präparate langfristig geben. Als alleinige Schmerzmedikation genügen sie jedoch nicht. 

Bestimmte Nahrungsergänzungsmittel können das Befinden Ihres Lieblings ebenfalls verbessern.

Dazu gehören:

Es gibt aber noch mehr, was Sie zusätzlich zur Schmerztherapie machen können.

3 Tipps, wie Sie Ihrem Hund mit Arthrose noch helfen können

Ein Baustein bei der Behandlung der Arthrose ist die Schmerzlinderung. Es ist auch wichtig, weitere Schädigungen von Knochen und Knorpeln zu verhindern. Dazu haben wir einige Tipps für Sie zusammengestellt.

Bringt Ihr Vierbeiner ein wenig zu viel auf die Waage? Dann sollten Sie versuchen, das Körpergewicht Ihres Lieblings in kleinen Schritten zu reduzieren. Ein übergewichtiger Hund belastet Knochen und Gelenke mehr als nötig. Es kann sein, dass Ihre Fellnase wieder vitaler und beweglicher wird, wenn sie ihr Normalgewicht erreicht.

Manchmal sorgt eine Gewichtsreduktion dafür, dass die Schmerzmittel-Dosis verringert werden kann. Allerdings sind Crash-Diäten für Ihren Vierbeiner keine gute Idee. Besser ist es, das Gewicht langsam abzubauen. Das gelingt Ihnen mit einer artgerechten Ernährung. Wir empfehlen dafür die ausgewogene Feuchtnahrung von Anifit

Dabei handelt es sich um ein Alleinfutter mit einem hohen Fleischanteil von bis zu 99 Prozent. Sämtliche Zutaten haben Lebensmittelqualität. Das heißt, dass sie auch für den menschlichen Verzehr geeignet sind. Zucker, Farb- und Konservierungsstoffe sowie Lockstoffe sind darin nicht enthalten. 

Ihr Hund bekommt somit alles, was er braucht – ohne seinen Körper unnötig zu belasten. 

Anifit bietet viele schmackhafte und abwechslungsreiche Futtersorten an. Probieren Sie am besten aus, was Ihrem Liebling am besten schmeckt. Übrigens eignet sich das Futter auch hervorragend für übergewichtige Tiere, die noch nicht an Gelenkentzündungen leiden. Damit senken Sie das Arthroserisiko.

Auch bei Hunden mit IBD, einer Futtermittelunverträglichkeit oder einer Allergie beim Hund ist dieses Futter gut geeignet.

Bewegung ist wichtig für Ihren Vierbeiner. Zum einen helfen Aktivitäten Ihrem Gefährten dabei, ein gesundes Gewicht zu erreichen oder zu halten. Zum anderen verhindert regelmäßige Bewegung einen Abbau der Muskulatur. Mehrere kurze Spaziergänge und eine gleichmäßige Belastung sind für die Gelenke eines Hundes mit Arthrose besser als eine lange Wanderung. 

Sie können mit Ihrer Fellnase auch eine Physiotherapie in Anspruch nehmen. Beispielsweise wirken sich Massagen, Schwimmen, das Training auf einem Unterwasserlaufband oder eine gezielte Mobilisierung vorteilhaft auf die Beschwerden Ihres Lieblings aus. Lassen Sie sich dazu am besten von Ihrem Tierarzt beraten.

Mit einer Haustiertreppe kommt Ihr Liebling leichter ins Bett oder auf das Sofa. Bei Autofahrten haben sich Rampen als Einstiegshilfen bewährt. Mit kleinen Hilfsmitteln wie diesen erleichtern Sie Ihrem vierbeinigen Gefährten das Leben.

Bei chronischen Gelenkschmerzen kann auch ein erwärmtes Körnerkissen oder eine Infrarotlampe Linderung verschaffen. (Achtung: Diese Maßnahmen eignen sich nicht für Verletzungen! Falls sich Ihr Vierbeiner beispielsweise beim Springen eine Verletzung zugezogen hat, ist Kälte hilfreich.)

Schmerzmittel für Hunde mit Arthrose

Fazit

Arthrose beim Hund ist eine schmerzhafte, nicht heilbare Krankheit. Aus diesem Grund bekommt Ihr Vierbeiner bei arthrosebedingten Beschwerden Schmerzmedikamente verschrieben. Diese haben zwar Nebenwirkungen, lindern aber die schlimmsten Beschwerden. Pharmazeutische Mittel und pflanzliche Ergänzungspräparate sollte Ihr vierbeiniger Gefährte ausschließlich nach Rücksprache mit Ihrem Tierarzt beziehungsweise Heilpraktiker erhalten. 

Je früher die Diagnose gestellt wird, desto eher können Sie eingreifen. Häufig gelingt es, das Fortschreiten der Erkrankung beträchtlich zu verlangsamen. Mit einer gesunden Ernährung wie dem Hundefeuchtfutter von Anifit können Sie dazu beitragen, dass Ihr Liebling ein gesundes Körpergewicht erreicht – und mit den wichtigsten Nährstoffen versorgt wird, die er benötigt.

Quellen:

Ihr Hund wirkt apathisch, verweigert das Futter und zieht sich zurück? Auf einmal liegt er nicht mehr in seinem Korb, sondern auf dem kühlen Badezimmerboden? Vielleicht hat Ihr Liebling Fieber. Möglicherweise wissen Sie bereits, dass es eine Vorerkrankung gibt.

Vielleicht steckt aber auch eine bislang unentdeckte Krankheit dahinter. Ab wann ein Vierbeiner Fieber hat und was Sie tun können, um Ihrem Gefährten bestmöglich zu helfen, erfahren Sie hier.

Fieber ist keine eigenständige Krankheit. Aber eine zu hohe Körpertemperatur kann mit einer Erkrankung zusammenhängen. Allerdings ist dies bei Hunden nicht unbedingt auf Anhieb zu erkennen. Darum ist genaues Beobachten wichtig.

Schauen Sie sich unbedingt den Gesamtzustand Ihres Lieblings an: Welche Auffälligkeiten zeigt er sonst noch? Verhält er sich anders als sonst? Wie sieht der Kot aus? Diese Beobachtungen helfen Ihrem Tierarzt später bei der Diagnostik. Es gibt einige typische Anzeichen, die Ihnen verraten, dass Ihr Liebling Fieber hat.

Achten Sie auf diese Symptome:

Ab wann hat ein Hund Fieber? 

Falls Sie den Verdacht haben, dass etwas nicht stimmt, messen Sie am besten die Körpertemperatur Ihres vierbeinigen Gefährten. Dazu eignet sich ein digitales Fieberthermometer. Ohrthermometer sind leider nicht zuverlässig.

Desinfizieren Sie das Thermometer vor und nach der Benutzung. Das verhindert eine unnötige Keimverbreitung. Geben Sie anschließend etwas Vaseline oder ein anderes Gleitmittel auf die Spitze des Thermometers und führen Sie es vorsichtig in den After Ihres Hundes ein. 

Wichtig: Drücken Sie es sanft an die Innenseite des Enddarms. Sie brauchen Hautkontakt für ein zuverlässiges Ergebnis. Achten Sie aber darauf, diesen empfindlichen Bereich nicht zu verletzen.

Es gibt spezielle Thermometer für Tiere mit angewinkelter Spitze. Das erleichtert Ihnen das Ablesen des Ergebnisses. In wenigen Sekunden wissen Sie, ob Sie mit Ihrem Verdacht richtig lagen und ob Ihr Liebling tatsächlich Fieber hat. Falls Ihr Vierbeiner bei der Messung unruhig ist, nehmen Sie eine zweite Person zu Hilfe, die ihn streichelt und ablenkt. 

Im Anschluss geht es darum, den Wert zu interpretieren. Die Körpertemperatur eines gesunden erwachsenen Hundes bewegt sich in der Regel zwischen 37,5 und 39,0°C. Dabei haben kleinere Hunderassen häufig eine etwas höhere Temperatur als größere Artgenossen. Bei Welpen sind sogar bis zu 39,5 Grad in den meisten Fällen unbedenklich. 

Ab einer Temperatur von etwa 40 Grad können Sie davon ausgehen, dass Ihr Hund Fieber hat. Erhöht sich die Körpertemperatur auf mehr als 41 Grad kann es lebensgefährlich werden. Ein Welpe, dessen Temperatur sich auf 41,5 Grad erhöht, ist in Gefahr, auszutrocknen. Er braucht dringend tierärztliche Hilfe und vermutlich Infusionen.

Hund Fieber

Warum hat mein Hund Fieber?

Dafür kann es viele unterschiedliche Ursachen geben. Fieber ist meistens ein Begleitsymptom einer Erkrankung. Die Erhöhung der Körpertemperatur zeigt an, dass Ihr Lieblings all seine Abwehrmechanismen aktiviert, um sich gegen Viren und Bakterien zu schützen. Sein Immunsystem arbeitet also auf Hochtouren. 

Folgende Erkrankungen können bei Hunden Fieber auslösen:

Bei einem viralen Infekt kann es sein, dass Ihr Liebling zusätzlich Erkältungssymptome wie Husten zeigt. Vielleicht leidet Ihr Vierbeiner auch unter Zwingerhusten. Oder seine letzte Impfung liegt weniger als 48 Stunden zurück. Nach Impfungen kann es durchaus zu Reaktionen des Immunsystems kommen.

Bei all diesen Erkrankungen kann sich Fieber als Begleiterscheinung zeigen. Was Ihrer Fellnase fehlt, kann nur ein Tierarzt herausfinden. Darum sollten Sie schnellstmöglich einen Termin in Ihrer Haustierarztpraxis oder in einer Tierklinik vereinbaren, damit Ihr Liebling Hilfe bekommt. Besonders bei älteren und vorerkrankten Tieren sowie bei Welpen ist Eile geboten.

Abhängig von der eigentlichen Erkrankung kann Ihr Tierarzt fiebersenkende Mittel geben oder Ihrem Hund Schmerzmittel verabreichen. 

Was hilft meinem Hund bei Fieber?

Fieber ist die Begleiterscheinung einer Erkrankung. Wenn Sie versuchen, das Fieber mit Hausmitteln zu senken, bekämpfen Sie die Ursache nicht. Es ist zwar möglich, die Temperatur herunterzubringen. Kurzfristig können Sie Ihrem Schatz damit durchaus ein wenig Erleichterung verschaffen. Den Tierarztbesuch ersetzen diese Maßnahme jedoch nicht.

Vielleicht bekommen Sie auf die Schnelle keinen Termin. Oder es ist gerade Wochenende und die Körpertemperatur Ihres Vierbeiners ist nicht alarmierend hoch. Dann planen Sie möglicherweise einen Tierarztbesuch zum Wochenanfang, um die Notdienstgebühr zu umgehen.

In diesen Fällen können Sie Ihren Gefährten mit einfachen Mitteln unterstützen:

Was ebenfalls wichtig ist: Kontrollieren Sie die Temperatur Ihres Lieblings regelmäßig. Notieren Sie die Uhrzeit und den ermittelten Wert. Dieses Fieberprotokoll hilft Ihrem Tierarzt, den Gesundheitszustand Ihres Vierbeiners richtig einzuschätzen.

Wie kann ich Erkrankungen verhindern?

Fieber wirkt möglicherweise beängstigend. Aber es ist genau genommen eine überaus hilfreiche Reaktion des Körpers. Dagegen können (und sollten) Sie keine vorbeugenden Maßnahmen ergreifen. Das Immunsystem Ihrer Fellnase ist aktiv und tut alles, um eine Erkrankung abzuwehren. Das ist sehr gut. 

Vollständig verhindern lassen sich Erkrankungen bei Tieren – genau wie bei Menschen – zwar nicht. Aber es gibt immerhin einige Möglichkeiten, Ihren Liebling vor fieberauslösenden Krankheiten zu schützen. 

5 Tipps, damit Ihr Hund möglichst lange gesund bleibt:

Weitere Erkrankungen und gesundheitliche Probleme, die nicht unbedingt mit Fieber einhergehen, lassen sich mit einer hochwertigen Ernährung verhindern oder zumindest positiv beeinflussen. Dazu gehören

Mit einem Hundefutter ohne unnötige Konservierungsmittel, Zucker und Zusatzstoffe legen Sie die Grundlage für ein gesundes Hundeleben. Wir empfehlen aus eigener Überzeugung heraus das Hundefeuchtfutter von Anifit. Es enthält als Hauptzutat Fleisch in Lebensmittelqualität und ist leicht verdaulich. Unnötige Komponenten gibt es nicht.

Fieber beim Hund

Fazit

Fieber beim Hund kann – ähnlich wie bei Kindern – beängstigend sein. Aber in erster Linie zeigt die hohe Körpertemperatur nur an, dass sich das Immunsystem gegen einen Erreger zur Wehr setzt. Es handelt sich nicht um eine eigenständige Erkrankung, sondern lediglich um ein mögliches Krankheitssymptom.

Kurzfristig können Sie Ihrem Vierbeiner durch Sofortmaßnahmen wie Beinwickel und frisches Trinkwasser helfen. Aber um den Gang zum Tierarzt führt trotzdem kein Weg herum. Die Ursache für das Fieber sollte schnellstmöglich gefunden und therapiert werden

Beobachten Sie Ihre Fellnase. Vielleicht zeigen sich weitere Symptome, die Ihren Tierarzt später die Diagnostik erleichtern. Sie kennen Ihren vierbeinigen Gefährten besser als alle anderen Menschen. Je genauer sie gesundheitliche Auffälligkeiten mitteilen können, desto besser.

Zeigt Ihr Hund erkennbar Schmerzen beim Wasserlassen, könnte es sich um eine Blasenentzündung handeln. Ebenso, wenn er plötzlich unsauber wird oder ständig nach draußen gelassen werden will. Erfahren Sie in diesem Beitrag mehr dazu, wie Sie Ihrem Tier jetzt helfen können.

Blasenentzündungen bei Hunden sind nicht selten. Einige Tiere leiden öfter darunter, bei anderen kommt diese Erkrankung kaum vor. Betroffen sein können Hunde aller Altersklassen, Geschlechter und Rassen. Hündinnen haben etwas häufiger Blasenentzündungen. Die Ursache bei bakteriellen Entzündungen liegt hier in der Anatomie. Durch den geringen Abstand zwischen der Afterregion und den Genitalien kann insbesondere der Darmkeim Escherichia coli bei weiblichen Tieren leicht in die Harnwege gelangen.

Schon mancher Welpe und manches Jungtier zeigt typische Symptome der schmerzhaften Infektion.

In den meisten Fällen wird die Entzündung der Blase durch Bakterien ausgelöst, die aus der Harnröhre der Tiere hinauf in die Blase wandern. Häufig sind Erreger der Bakterienstämme Escherichia coli, Staphylococcus, Proteus, Pseudomonas, Streptococcus, Enterococcus oder Klebsiella für die Infektion verantwortlich. Als Auslöser kommen auch Pilze und Viren infrage.

Die Infektion der Harnwege in der Tiermedizin

 Tiermediziner sprechen bei der Blasenentzündung von einer Zystitis. Bakterielle Infektionen unter Beteiligung der Harnröhre definieren sie als eine Infektion der unteren Harnwege. Harnblase und Harnröhre bilden die unteren Harnwege, Harnleiter und Nieren die oberen. Bei jeder Infektion der unteren Harnwege ist es besonders wichtig zu vermeiden, dass sich die Infektion in die oberen Harnwege ausbreitet. Eine Entzündung der Nieren hat eine andere Qualität als eine unkomplizierte Entzündung der Harnblase.

Auch wenn die Blasenentzündung beim Hund mit einem Hausmittel unterstützend behandelt werden kann, sollten Sie mit Ihrem Tier bei typischen Symptomen zunächst den Tierarzt aufsuchen. Er kann feststellen, um welche Art von Infektion es sich handelt, und ob eine Antibiotikabehandlung notwendig wird.

Nehmen Sie grundsätzlich Entzündungen der Harnblase bei Ihrem Tier nicht zu leicht. Vor allem sollten Sie möglichst schnell aktiv werden, da diese Infektion sehr schmerzhaft sein kann. Denken Sie an die Gefahr einer möglicherweise lebensgefährlichen Nierenbeckenentzündung als Folge einer unbehandelten Entzündung der unteren Harnwege.

Blasenentzündung Hund

Arten der Erkrankung und Ursachen

Tierärzte unterscheiden akute und chronische Formen von Blasenentzündungen. Charakteristisch für die akute Form ist ein rasches und plötzliches Auftreten von Krankheitssymptomen. Schmerzen und andere Beschwerden machen sich hier heftiger bemerkbar. Die chronische Verlaufsform ist gekennzeichnet von schwächeren Krankheitssymptomen, ist aber durch ihre Dauer und die ständige Wiederholung häufig nicht weniger belastend für das Tier.

Experten unterscheiden Entzündungen der unteren Harnwege bei Hunden auch nach der Ursache. Weit verbreitet sind Bakterien. Das Tier kann sich selbst anstecken. Das passiert leicht, wenn es draußen eine infizierte Stelle ableckt. Danach fährt es mit der Zunge über den Genitalbereich. Die bakterielle Infektion der Blase ist eine primäre Form der Erkrankung. Die Entzündung entsteht direkt durch bestimmte Krankheitserreger.

Auch andere Erkrankungen können eine Infektion der unteren Harnwege bei Ihrem Tier auslösen oder gute Bedingungen für die Infektion fördern

 Zu diesen Ursachen einer Blasenentzündung beim Hund zählen:

 Wenn Ihr Tier unter einer dieser Erkrankungen leidet, besteht das ein hohes Risiko für chronische Verläufe der Infektion.

 Manche Tierhalter meinen, dass Ihr Hund eine besondere Veranlagung für eine Infektion der Harnwege mitbringt. Dieser Eindruck könnte sich aufdrängen, wenn die Erkrankung häufiger auftritt oder sich chronische Verläufe bilden. Die Annahme, dass beispielsweise manche Rassen eine genetische Veranlagung für Infektionen der Harnwege haben, ist so wissenschaftlich bisher nicht haltbar. Jedoch neigen einige Rassen zur Bildung von Harnsteinen, die wiederum zu einer Entzündung der unteren Harnwege führen können. 

Betroffen sind hier unter anderem ...

Hunde bilden relativ häufig Harnsteine aus. Die komplexe Problematik ist auch mit der Ernährung der Tiere verbunden. Von der Hundeernährung hängt unter anderem die Zusammensetzung der Steine ab.

Symptome der Erkrankung

 Es gibt einige typische Anzeichen dafür, dass Sie es bei Ihrem Tier mit einer Entzündung der Harnblase zu tun haben.

Eine Blasenentzündung beim Hund zeigt Symptome wie:

Üblich sind diese Anzeichen hauptsächlich bei der akuten Form der Infektion. Bei chronischen Verläufen fallen die einzelnen Symptome meist schwächer aus. Vielleicht erkennen Sie die Symptome deshalb erst bei genauer Beobachtung Ihres Hundes. Der Leidensdruck des Tieres ist gerade bei einer akuten Blasenentzündung sehr hoch. Handeln Sie schnell, indem Sie es umgehend beim Tierarzt vorstellen.

Diagnose

Tierärzte können mit einer Analyse von Urin und Blut feststellen, ob das Tier unter einer bakteriellen Infektion der unteren Harnwege leidet. Eine Blutanalyse kann den Veterinär auch auf die Spur von anderen auslösenden Erkrankungen wie Diabetes führen.

 Bei der Zuckerkrankheit wird der gesamte Bereich der Harnwege anfälliger für vorrangig bakterielle Infektionen. Diabetes wirkt sich in der langfristigen Prognose häufig auf den gesamten Hirnbereich aus. Deshalb sollten Sie bei einer Hunde-Diabetes auch immer an die Gefahr von Infektionen der Harnwege denken.

 Eine Infektion kann sich in die oberen Harnwege ausbreiten. Dann kommen beim Tierarzt auch bildgebende Verfahren wie Röntgen zum Einsatz. Insbesondere bei einer schweren bakteriellen Infektion reicht eine erste Untersuchung nicht aus. Nach der Behandlung der Erkrankung mit Antibiotika schließen sich Kontrolluntersuchungen von Blut und Urin an.

 Hier kommt es auf die Schwere der Symptome im Einzelfall an. Eine offensichtlich leichte und unkomplizierte Entzündung der unteren Harnwege erfordert weniger diagnostischen Aufwand als erkennbar schwere Verläufe. 

Sie können auch als Laie erkennen, wie erfolgreich die Behandlung der leichten Blasenentzündung beim Hund war. Die Symptome sind verschwunden. Im Zweifel sollten Sie jedoch vornehmlich bei Verdacht auf chronische Verläufe beim Tierarzt Kontrolluntersuchungen einfordern.

Bildgebende Verfahren sind hilfreich, um anderen Ursachen für häufige Infektionen auf den Grund zu gehen. Hier vorrangig an Steine oder Tumore denken.

Blasenentzündung beim Hund

Veterinärmedizinische Behandlung

 Bei der bakteriellen Infektion der unteren Harnwege setzen Tiermediziner in der Regel Antibiotika ein. Meist gehen diese Infektionen auf nur einen Erregerstamm zurück. Mischinfektionen bilden die Ausnahme. Das kann die Behandlung mit antibiotischen Arzneimitteln erleichtern.

In der Bezeichnung Antibiotika verbirgt sich die Wirkung dieser Arzneimittel. Sie richten sich gegen bestimmte lebende Organismen wie Bakterien. Deshalb können Antibiotika gegen Viren oder Pilze nichts ausrichten. Es ist deshalb wichtig, dass der Tierarzt die Ursache für die akute Infektion analysiert. Ob bei chronischen Infektionen eine länger andauernde leichte Medikation mit Antibiotika in Betracht kommt, muss der Veterinär in jedem Einzelfall entscheiden.

Problematisch an der Gabe von Antibiotika ist, dass sie nicht nur krank machende Bakterien vernichten. Im Darm eines Hundes leben Milliarden von nützlichen Bakterien und anderen Mikroorganismen. Sie leiden ebenfalls unter den antibiotischen Arzneimitteln. Vergessen Sie deshalb nicht, Ihren Tierarzt nach dem Wiederaufbau des sogenannten Mikrobioms zu fragen. Das Mikrobiom ist die Gesamtheit der Mikroorganismen im tierischen Darm.

Seine Zusammensetzung hat maßgeblichen Einfluss auf die Gesundheit und das Wohlbefinden Ihres Tieres. Nach Gabe von Antibiotika kommt es häufig zu Durchfall. Dieser geht auf die Vernichtung der "guten Darmbakterien" zurück. Die mögliche Problematik einer gestörten Balance im Darm des Hundes kann besonders wichtig werden, wenn Ihr Tier häufiger oder sogar dauerhaft Antibiotika-Dosen aufnehmen muss.

Blasenentzündung beim Hund mit Hausmitteln behandeln

Sie können die Behandlung der Blasenentzündung beim Hund mit einem Hausmittel und auch mit einer gezielten Ernährung unterstützen. Hier kommen verschiedene Maßnahmen in Betracht. 

Die infektiösen Bakterienstämme fühlen sich in unterschiedlicher Umgebung wohl. Manche Erreger von Blasenentzündungen beim Hund mögen keinen sauren Urin. Sie wollen dem Erreger E.coli das Leben schwerer und saurer machen? Dann bieten Sie dem Hund kein normales Wasser, sondern Heilwasser mit einem hohen Sulfatgehalt an.

Dagegen bekämpfen Sie säureliebende Bakterienstämme bei Hunden mit einem Heilwasser, das einen hohen Gehalt an Hydrogencarbonat hat. Fragen Sie den Tierarzt nach den Erregern, die für die Blasenentzündung bei Ihrem Tier verantwortlich sind.

Heilkräuter gegen die Zystitis

Gegen Infektionen der unteren Harnwege sind manche Kräuter gewachsen. Blasenentzündung, Hund und Tee sind eine gute Kombination. Hier sind harntreibende Tees, etwa mit Goldrute oder Brennnessel, geeignet. Verdünnen Sie den Kräutertee am besten mit dem Trinkwasser des Hundes. 

Stellen Sie Ihrem Tier bei Blasenentzündungen unbedingt ausreichend Trinkwasser zur Verfügung. Häufig zeigen die betroffenen Hunde selbst einen höheren Flüssigkeitsbedarf an.

Geben Sie getrocknete Cranberrys in das Futter des Hundes oder etwas Cranberry-Saft stark verdünnt in das Wasser. Cranberrys erschweren es Bakterien, sich in der Harnröhre zu halten. So können die Erreger leichter mit dem Urin ausgeleitet werden.

Manche Hunde profitieren von mehr Wärme bei einer Infektion der unteren Harnwege. Hier können Sie vielleicht mit einem geeigneten Wärmekissen oder einer zusätzlichen kuscheligen Decke dem Hund mehr Wohlgefühl schenken.

Kümmern Sie sich um Ihr krankes Tier. Eine Blasenentzündung ist eine sehr schmerzhafte Erkrankung. Es tut Hunden gut, wenn sie bei Schmerzen die besondere Nähe ihres Lieblingsmenschen spüren. Auch Ihre besondere Fürsorge kann dazu beitragen, dass sich Ihr Tier schneller wieder erholt.

Sprechen Sie unbedingt mit Ihrem Tierarzt über mögliche vorbeugende Maßnahmen, wenn Ihr vierbeiniger Begleiter unter chronischen Infektionen der unteren Harnwege leidet. Jetzt sollten Sie sich gemeinsam mit dem Veterinär ein Konzept überlegen, um die hohe Lebensqualität Ihres Schützlings zu erhalten.

Dabei kommen häufig auch diätische Maßnahmen infrage. Gewisse Bedingungen lassen sich bei Diabetes und vor allem auch bei einer Neigung zu Harnsteinen durch eine angepasste Ernährung günstig beeinflussen. So wird es häufig auch möglich, die begleitende chronische Blasenentzündung beim Hund zurückzudrängen.

Denken Sie in diesem Zusammenhang daran, dass es Hunden ein merkbares Unbehagen bereitet, wenn sie unsauber werden, weil sie den Harn nicht halten können. Hier sind auf keinen Fall Strafmaßnahmen angebracht. Zeigen Sie Einfühlungsvermögen für das Tier und seine Erkrankung.

Auf dem Weg zum Tierarzt ist Ihr Hund aufgeregt? An Silvester verkriecht er sich panisch unter dem Bett? Vielleicht beginnt er bei Gewitter aufgeregt zu bellen. Für Hunde gibt es unterschiedliche angsteinflößende Situationen. Möglicherweise reagiert Ihr Liebling auch auf anstehende Autofahrten und Menschenmassen mit Unruhe. Oder er zeigt sich generell überfordert bei Lärm.

Beruhigungsmittel für den Hund können helfen, Ihrem Liebling die Angst zu nehmen. Welche Möglichkeiten es dazu gibt und wie Sie Ihrem Vierbeiner langfristig helfen können, erfahren Sie in diesem Artikel.

Vielleicht haben Sie eine Fellnase aus einem Tierheim oder aus dem Auslandstierschutz adoptiert. Dann kann es vorkommen, dass bestimmte Situationen oder Geräusche Erinnerungen triggern. Möglicherweise reagiert Ihr Hund nervös oder zeigt sich ängstlich. Schlimmstenfalls gerät Ihre Fellnase sogar in Panik.

Mit Beruhigungsmitteln für Hunde können Sie Ihrem Schatz die Angst nehmen. Dafür können Sie pflanzliche oder pharmazeutische Mittel einsetzen. Allerdings haben Medikamente nicht nur eine Hauptwirkung, sondern auch Nebenwirkungen. Darum sind diese Mittel nicht zum Dauereinsatz geeignet.

Kurzfristig können Sie angespannte Situationen damit allerdings durchaus entschärfen und Ihre Fellnase entlasten. Auf lange Sicht gesehen ist es allerdings wichtig, dass Sie Ihrem Vierbeiner dabei helfen, seine Ängste zu überwinden. Dabei kann umsichtiges Training helfen. Falls Ihr Liebling ein Trauma erlitten hat, ist es eine gute Idee, einen Tierpsychologen zurate zu ziehen.

Aber auch Ihre eigene Umgangsweise mit stressigen Situationen hat Auswirkungen auf Ihren Vierbeiner. Wenn Sie selbst unter Stress stehen, weil Ihr Tier in bestimmten Situationen Unbehagen empfindet, kann das die Situation für Ihre Fellnase verschlimmern.

Hunde sind überaus sensibel. Die feinfühligen Vierbeiner fangen Ihre Emotionen auf. Versuchen Sie, ruhig und entspannt zu bleiben. Gehen Sie mit Ihrem ängstlichen Tier möglichst „normal“ um. Häufig ist bereits das ein Teil der Lösung.

Warum hat mein Hund Angst?

Angst vor dem Autofahren, vor dem Alleinsein, vor bestimmten Orten oder vor Dunkelheit: Hunde kennen viele Ängste. Ähnlich wie bei Menschen wirken sich Erfahrungen prägend aus.

Erlebnisse hinterlassen Spuren:

Hund Angst

Welche Symptome zeigt ein unruhiger, ängstlicher Hund?

Unruhe, Nervosität, Angst und Panik zeigen sich bei Fellnasen auf unterschiedliche Weise. Hier sind ein paar Beispiele, an denen Sie erkennen können, dass Ihr Hund ängstlich ist oder unter Stress steht:

Was ist das beste Beruhigungsmittel für Hunde?

Es gibt pflanzliche und pharmazeutische Beruhigungsmittel für Hunde. Pflanzliche Präparate bekommen Sie rezeptfrei. Dabei handelt es sich beispielsweise um homöopathische Produkte wie Globuli (kleine Kügelchen) oder Bachblüten. Anlaufstelle für Beruhigungsmittel dieser Art ist entweder Ihre Apotheke vor Ort oder eine Online-Apotheke.

Bei pflanzlichen Mitteln gibt es in den meisten Fällen nur wenige oder keine Nebenwirkungen. Das ist ein Vorteil. Dafür brauchen diese Präparate unter Umständen etwas länger, bis die erhoffte Wirkung einsetzt.

Verschreibungspflichtige Medikamente bekommen Sie von Ihrem Tierarzt oder mit einem tierärztlichen Rezept ebenfalls aus der Apotheke.

Bitte verwenden Sie keinesfalls eigenmächtig Produkte, die für den menschlichen Bedarf gedacht sind. Vertrauen Sie auf den Rat fachkundiger Tiermediziner. Die Gefahr ist groß, dass Sie Ihrem Liebling mit einer Selbstmedikation mehr schaden, als nutzen.

Welche homöopathischen Beruhigungsmittel gibt es für Hunde?

CBD-Öl

CBD-Öl beziehungsweise Cannabidiol gilt bei vielen Hundehaltern als Geheimtipp. Es soll Krämpfe und Schmerzen lindern, aber auch Ängsten und Unruhe entgegenwirken. Sie bekommen es in praktischen Glaspipettenflaschen, die die Dosierung einfach machen. Am schnellsten wirkt das Beruhigungsmittel beim Hund, wenn Sie das CBD-Öl direkt ins Maul geben. Es wird dann über die Schleimhäute aufgenommen.

Die Dosierung hängt zum einen vom Gewicht Ihres Lieblings ab. Zum anderen kommt es auf die Beschwerden an. Lassen Sie sich dazu am besten von einem Tierheilpraktiker beraten. Oder richten Sie sich nach den Anweisungen des Herstellers. Wichtig ist, auf ein hochwertiges CBD-Öl zu setzen.

Falls Ihr Vierbeiner den Geschmack ablehnt, können Sie das CBD-Öl in einem Leckerchen anbieten. Die meisten Fellnasen lieben Leberwurst. Als Alternative können Sie es auch mit CBD-Snacks mit Hühnchengeschmack versuchen. Diese bekommen Sie im Handel.

Baldrian

Ein weiteres pflanzliches Beruhigungsmittel für Hunde ist Baldrian. Es hilft nachweislich bei Transportstress und Verunsicherung. Bei der richtigen Dosierung kommt es ebenfalls auf die individuelle Situation Ihrer Fellnase an. Eine Rolle spielen das Alter und das Körpergewicht Ihres Hundes, aber auch der Grund für die Angst, Nervosität oder Unruhe.

Baldrian braucht fünf bis sieben Tage, erst dann zeigt sich die beruhigende Wirkung. Falls Sie eine stressreiche Situation erwarten – Silvester, ein lautes Fest, eine anstrengende Autofahrt – geben Sie das Mittel unbedingt rechtzeitig. Nur dann kann der erwünschte Effekt rechtzeitig eintreten.

Allerdings gilt hierbei nicht die Devise „Viel hilft viel“: Falls Sie die Dosierung versehentlich zu hoch ansetzen, könnten sich Unruhe und Nervosität sogar verstärken. Es ist auch keine gute Idee, das Mittel zu lange zu verabreichen. Besprechen Sie den Einsatz am besten vorab mit Ihrem Tierarzt oder Ihrem Tierheilpraktiker.

Beruhigung Hund durch Baldrian

Lavendel

Ein ebenfalls angstlösendes Mittel ist Lavendel: Der Duft wirkt entspannend. Viele Tierhalter nutzen eine Lavendeltinktur zur Abwehr von Parasiten wie Zecken und Flöhen. Allerdings schätzen nicht alle Vierbeiner den intensiven Duft. Machen Sie am besten vor einer Anwendung zunächst einen Test: Mag Ihr Liebling das Lavendel-Aroma?

Für eine erfolgreiche Aromatherapie genügen bereits wenige Tropfen. Ihre Fellnase hat eine hervorragende Nase. Verdünnen Sie das Lavendelöl am besten im Verhältnis von 1:10 mit Sonnenblumenöl. Geben Sie ein bis zwei Tropfen davon auf ein Kissen oder auf die Kuscheldecke.

Wenn Ihr Schatz es sich gemütlich gemacht hat, können Sie Kissen oder Decke einfach neben ihn legen. Auf diese Weise helfen Sie Ihrem Gefährten durch eine laute Silvesternacht. Auch Stunden des Alleinseins können Sie damit abmildern.

Johanniskraut

Menschen schätzen Johanniskraut wegen seiner stimmungsaufhellenden Wirkung. Es kann Ängste und Depressionen nicht nur bei Zweibeinern lindern, sondern auch Vierbeinern zu mehr Gelassenheit und Ausgeglichenheit verhelfen. Besonders in Kombination mit Baldrian kann dieses Kraut eine beachtliche Wirkung erzielen.

Allerdings dürfen Sie die beiden Komponenten – Johanniskraut und Baldrian – keinesfalls mit einem pharmazeutischen Beruhigungsmittel zusammen verabreichen. Dabei besteht die Gefahr von Wechselwirkungen, die schlimmstenfalls sogar tödlich enden können.

Bachblüten

Die speziell aufbereiteten Essenzen werden wegen ihrer harmonisierenden Wirkung geschätzt. Sie können Ihrem Hund bei Überreaktionen, Stress und Unsicherheit zu Ruhe und Ausgeglichenheit verhelfen. Sie eignen sich zur regelmäßigen, auch längerfristigen Gabe. Wichtig ist, dass die Verabreichung täglich passiert. Nur dann zeigen Bachblüten ihre Wirkung.

Am besten stellen Sie eine eigene Mischung zusammen. Dabei kann Sie ein Tierheilpraktiker unterstützen. Sie können die Tropfen passgenau auf die individuellen Bedürfnisse Ihres Hundes abstimmen.

Am besten eignet sich eine 30ml-Flasche mit Tropfpipette: Geben Sie 20 ml stilles Wasser in das Fläschchen und ergänzen Sie jeweils drei Tropfen Ihrer ausgesuchten Bachblüten.

Falls Ihnen das zu umständlich ist, können Sie Ihre „Notfalltropfen“ auch in der Apotheke zusammenstellen lassen. Weisen Sie sicherheitshalber darauf hin, dass die Bachblüten-Mischung für Ihren Vierbeiner gedacht ist und dass keine Konservierungsmittel eingesetzt werden sollten.

Präparate für Menschen werden in der Regel mit Alkohol oder Essig haltbar gemacht. Beides eignet sich nicht für Tiere.

Geben Sie Ihrem Liebling von nun an täglich viermal vier Tropfen von diesen Notfalltropfen. Sie können Sie über das Futter geben, auf Leckerchen anreichen oder sie auf die Pfötchen oder ins Maul träufeln.

Wann pharmazeutische Schmerzmittel für Hunde unverzichtbar sind

Manchmal sind allerdings auch pharmazeutische Beruhigungsmittel für Hunde die richtige Wahl. In diesen Fällen wird Ihr Tierarzt Sie beraten und Ihnen geeignete Mittel vorschlagen. Meistens ist das der Fall bei bevorstehenden Operationen, schweren Erkrankungen, intensiven Schmerzen oder sehr stressreichen Situationen.

Im Gegensatz zu pflanzlichen Beruhigungsmitteln wirken pharmazeutische Präparate sehr schnell. Meistens tritt die erwünschte Wirkung in wenigen Minuten ein. Das ist vorteilhaft. Allerdings gibt es bei Medikamenten zur Beruhigung häufig mehr Nebenwirkungen:

Jedes Medikament wird über die Nieren und/oder die Leber verstoffwechselt. Auch der Magen und der Darm können durch die Einnahme von Beruhigungsmitteln belastet werden. Aus diesen Gründen ist der tierärztliche Rat unverzichtbar.

Schmerzmittel für Hunde zur Beruhigung

Welche Alternativen gibt es für Beruhigungsmittel beim Hund?

Medikamente und pflanzliche Präparate sind nicht die einzige Möglichkeit, um Ihrem vierbeinigen Gefährten dabei zu helfen, seine Ängste zu überwinden. Durch gezielte Übungen lässt sich die Nervosität Ihres Hundes vermutlich ebenfalls lindern.

Dabei können Sie folgendermaßen vorgehen:

  1. Legen Sie Trainingszeiten fest. Beispielsweise können Sie einmal pro Woche mit ihrem Vierbeiner üben. 
  2. Führen Sie Ihre Fellnase zum Auto. Streicheln und beruhigen Sie Ihren Liebling. Falls er sehr aufgeregt ist, reicht das für die erste Übungseinheit.
  3. Als Nächstes setzen Sie ihn ins Auto. Größere Tiere springen möglicherweise gleich selbst in den Kofferraum. Bei älteren Tieren hilft eine Rampe. Loben und beruhigen Sie ihn. Geben Sie ihm ein paar Minuten Zeit, sich an das Sitzen im Auto zu gewöhnen.
  4. Dehnen Sie die Minuten nach und nach aus. Abhängig von der Reaktion Ihres Lieblings können Sie langsam bei 2 bis 3 Minuten starten und die Zeit pro Übungseinheit auf bis zu 10 Minuten verlängern. Streicheln und Loben nicht vergessen! Sie können auch Leckerchen einsetzen, wenn Sie möchten.
  5. Starten Sie Ihr Fahrzeug. Wie reagiert Ihre Fellnase? Vielleicht gibt es die Möglichkeit, in der Nähe einen Park anzusteuern und eine spannende Gassi-Runde zu drehen. Oder Sie schließen eine Spieleinheit mit dem Lieblingsspielzeug Ihres Vierbeiners an.

Dahinter steckt der Gedanke, eine angsteinflößende Erfahrung mit einer positiven zu verknüpfen beziehungsweise zu ersetzen. Ihr Hund lernt: Am Ende der Autofahrt machen wir etwas Tolles zusammen.

Was wichtig ist: Bleiben Sie ruhig und geduldig. Ihr Hund braucht für jeden Schritt seine Zeit. Wie lange es dauert, bis seine Nervosität oder Angst besser wird, hängt auch von seinen Vorerfahrungen ab. Bauen Sie möglichst keinen Druck auf. Bleiben Sie entspannt.

Falls Ihr Hund traumatisiert ist und es bei Ihren behutsamen Versuchen nicht vorangeht, könnten Sie professionelle Hilfe in Anspruch nehmen. Das gilt auch für Angstsituationen, die sich schwer üben lassen.

5 Tipps, um Ihren Hund ohne Beruhigungsmittel zu beruhigen

Klären Sie zunächst ab, ob gesundheitliche Gründe bei Ihrem Hund Nervosität, Stress und Ängste auslösen könnten. Leidet Ihr Hund an einer Blasenentzündung? Auch ein Darmverschluss beim Hund, eine Verstopfung oder blutiger Durchfall beim Hund können entsprechende Symptome hervorrufen.

Mit einer hochwertigen, artgerechten Ernährung sorgen Sie dafür, dass Ihre Fellnase alle wichtigen Nährstoffe bekommt. Uns begeistert das Hundefeuchtfutter von Anifit: Es beinhaltet als Hauptzutat Fleisch – und zwar in Lebensmittelqualität. Ausgewählte Kohlenhydrate ergänzen die Rezeptur.

Das Futter enthält keine unnötigen Komponenten wie Zucker, Farb- und Konservierungsmittel oder Lockstoffe. Daher ist es auch für Hunde mit Allergien und Futtermittelunverträglichkeiten geeignet.

Wie Sie Ihrem Hund helfen können:

Alternative Mittel zur Beruhigung beim Hund

Beruhigungsmittel für den Hund: Fazit

Genau wie Schmerzmittel für den Hund sind auch Beruhigungsmittel für Ihren Vierbeiner nicht zur dauerhaften Anwendung gedacht oder geeignet. Versuchen Sie, der Ursache für Unruhe, Nervosität und Angst auf die Spur zu kommen. Es ist wichtig, das Problem an der Wurzel zu packen.

Mit beruhigenden pflanzlichen oder pharmazeutischen Mitteln können Sie vorübergehend Ruhe in herausfordernde Situationen bringen. Zu einem Dauerzustand sollte die Einnahme von Beruhigungsmittel beim Hund allerdings nicht werden. Bei traumatisierten Vierbeinern ist es ratsam, professionelle Hilfe ins Boot zu holen.

Der Darmverschluss beim Hund ist ein tiermedizinischer Notfall. Es ist deshalb wichtig, die Situation richtig einzuschätzen und zur Behandlung des Darmverschlusses unverzüglich einen Tierarzt einzuschalten.

Ihr Hund kann keinen Kot mehr absetzen. Gemeint ist nicht eine einfache Form der "Verstopfung", wie sie auch Hunde gelegentlich haben. Hat der Hund nur Verstopfung, setzt der Kotabsatz regelmäßig innerhalb eines Tages oder früher wieder ein. Außerdem gelangen bei einer Verstopfung noch geringe Mengen von Kot nach außen.

Tiermediziner sprechen bei einem Verschluss des Darms von einem Ileus. Charakteristisch für diesen Zustand sind intensive, schockartige Symptome wie:

Im Vordergrund steht das vergebliche und unermüdliche Pressen, das nicht zum Absatz von Kot führt.

Es kommen verschiedene Ursachen für den Ileus in Betracht. Einige Krankheiten können das Risiko fördern. Fremdkörper im Darmbereich können den Darm verschließen.

Bei jedem Verdacht auf einen Ileus, sollten Sie unverzüglich einen Tierarzt einschalten. Ihr Tier hat erhebliche Schmerzen und kann sich in einem lebensgefährlichen Zustand befinden. Hier droht ein Durchbruch des Darms

Dabei würde sich unverdauter Nahrungsbrei aus dem Darm in die Bauchhöhle ergießen. Bauchfellentzündung und Blutvergiftung können die Folgen sein. Unbehandelt sterben die betroffenen Tiere an Kreislaufversagen und Schock.

Der Ileus

Ein Ileus ist keine Erkrankung im eigentlichen Sinne. Vielmehr handelt es sich um eine bestimmte Situation der Verdauungsorgane. In diesem Zustand kann der Verdauungsbrei den Darm nicht mehr passieren, und es können damit unverdaute Bestandteile nicht mehr ausgeschieden werden.

Experten unterscheiden mechanische und funktionelle Formen beim Darmverschluss. Bei einem mechanischen Vorkommnis verlegt sich der Darm auf eine Art und Weise, die eine Passage von Nahrungsbrei unmöglich macht. Der empfindliche Darmtrakt dehnt sich aus, weil sich unverdaute Nahrung ansammelt.

Bei einem funktionellen Ileus haben wir es mit einer Funktionsstörung im Darmbereich zu tun. Typisch kann hier eine Darmlähmung sein, die die gesamte Bewegung des Darms zum Erliegen bringt. Der medizinische Fachausdruck für die Bewegung im Darmbereich ist Darmmotorik. Auch in diesem Fall staut sich der Nahrungsbrei im Darm, der sich ausdehnt.

Besonders gefährlich an Darmverschlüssen ist nicht nur das Risiko für einen Durchbruch. Der angesammelte Nahrungsbrei stört das gesamte komplizierte und sehr feine Nervengeflecht im Darm. Der gestaute Nahrungsbrei gibt Giftstoffe an das umliegende Gewebe ab. Diese Substanzen können die empfindliche Darmwand schädigen. 

Die Schleimhaut entzündet sich und wird durchlässig. Auf diese Weise gelangen giftige Stoffe in das Blut und in den gesamten Körper. Darmverschlüsse bedeuten potenziell Lebensgefahr.

Darmverschluss bei Hunden

Ursachen für einen Ileus

Eine Situation, in der Nahrungsbrei nicht mehr den Darm passieren kann, geht auf unterschiedliche Ursachen zurück:

Im Hintergrund eines Darmverschlusses verbergen sich häufig chronische Erkrankungen der Darmregion bei Hunden. Reizdarm existiert auch bei den Vierbeinern. Im angelsächsischen Bereich ist der Reizdarm unter der Abkürzung IBD für Irritable Bowel Syndrome bekannt. Deshalb hat sich bei Tierärzten die Diagnose IBD beim Hund durchgesetzt.

Die tieferliegenden Ursachen für ein Reizdarmsyndrom sind noch nicht abschließend erforscht. Möglich ist aber, dass durch ständige Entzündungszustände im Darmbereich auch die Gefahr für Darmverstrickungen, Polypen und Tumore wächst. Diese steigern das Risiko für einen Darmverschluss.

Blutiger Durchfall beim Hund kann ein ernstes Warnsignal dafür sein, dass im Verdauungsbereich des Tieres Störungen bestehen. Das gilt insbesondere, wenn dieser Durchfall häufiger auftritt.

Das Cushing Syndrom beim Hund - eine ernsthafte Hormonstörung - geht mit Veränderungen im Darmbereich des Tieres einher. Auch dabei kommt es zu einem ausgebliebenen Bauch und zu Verdauungsstörungen. 

Diese Erkrankung ist nicht direkt mit einer gesteigerten Gefahr für einen Ileus verbunden. Sie können manche Symptome dieser Erkrankung aber leicht mit einem akuten Verschluss verwechseln. Auch kann Verstopfung damit verbunden sein, die einen Ileus fördern könnte.

Symptome für Darmverschlüsse

Allen Symptomen bei einem Ileus ist gemeinsam, dass sie innerhalb kurzer Zeit und krisenhaft auftreten. Das betroffene Tier wirkt ernsthaft krank. Sein Zustand verschlechtert sich dabei immer weiter.

Häufig treten folgende Anzeichen in dieser Situation auf:

In diesem Gesamtbild kann Fieber beim Hund ebenfalls auf einen Ileus hindeuten. Nehmen Sie unbedingt entsprechende Symptome ernst.

Handlungsanweisungen beim Verdacht auf Ileus

Bringen Sie das Tier unverzüglich zu einem Tierarzt. Verlieren Sie keine Zeit. Charakteristisch für diese Situation sind die fortschreitende Verschlechterung und das deutlich erkennbare Unwohlsein bei Hunden. Erbrechen in diesem Zustand ist allumfassend. Viele Tiere können weder Nahrung noch Flüssigkeit bei sich behalten.

Darmverschluss beim Hund Behandlung Tierarzt

Wie wird ein Darmverschluss bei Hunden vom Tierarzt behandelt?

Tiermediziner entscheiden bei jedem Fall von Darmverschluss individuell über die nötige Diagnostik und die Behandlung. Infusionen können Hunde zunächst einmal stabilisieren. Hier kommen auch Beruhigungsmittel beim Hund und Schmerzmittel für den Hund infrage. 

Ein Veterinär wird in dieser Situation alles dafür tun, dass es nicht zu einem Darmdurchbruch und nicht zu einem akuten Kreislaufversagen kommt.

In vielen Fällen schafft nur ein chirurgischer Eingriff Abhilfe. Das ist unter anderem der Fall, wenn es zu einer Verlegung der Darmpassage gekommen ist. Häufig kann auch der berüchtigte Knochenkot nur operativ entfernt werden. Knochenkot entsteht, wenn Hunde zu viel Knochen fressen. Knochensubstanz verhärtet den Kot auf kaum vorstellbare Weise.

Auch nach erfolgreicher Behandlung eines Darmverschlusses können weitere medizinische Maßnahmen notwendig sein. Hier kommt es auch darauf an, welche Schäden das Ereignis bereits an den Darmwänden hervorgerufen hat.

Je nach Lage des Falls müssen Sie bei einer Notfallbehandlung eines Ileus mit Tierarztkosten zwischen 800 und 2000 Euro rechnen.

Lässt sich ein Darmverschluss beim Hund vermeiden?

Abgesehen von einigen anatomischen Vorbedingungen bei einigen Tieren, bestimmt vorwiegend die Ernährung die Vorbeugung. Vermeiden Sie es, dass Ihr Tier Fremdkörper aufnimmt. Diese sind eine Gefahr, nicht nur für den Darmbereich. 

Fremdkörper können giftige Substanzen enthalten, sich im Körper des Hundes auflösen oder aber eben die Darmpassage verstopfen.

Eine artgerechte Ernährung kann für Hunde auf unterschiedliche Art und Weise umgesetzt werden. Manche Experten schwören auf eine naturnahe Ernährungsform wie Barfen. Andere halten eine optimal zusammengesetzte Fertignahrung für optimal. Hier kann es auf die individuellen Bedürfnisse Ihres Hundes ankommen. Der Tierarzt ist Ihr Ansprechpartner für Ernährungsfragen.

Knochen nur in Maßen

Ein Übermaß an Knochen gehört nicht in eine angemessene Hundeernährung. Spitze, splitternde Knochen etwa vom Huhn sind schon deshalb tabu, weil sie den gesamten Verdauungstrakt von Hunden einschließlich der Speiseröhre verletzen können.

Knochensubstanz verhärtet den Kot. Es sei nochmals betont, dass Knochenkot eine ernsthafte Gefahr für einen Darmverschluss birgt. In dieser Hinsicht sind Darmverschlüsse leicht vermeidbar, indem Sie auf eine übermäßige Fütterung von Knochen verzichten. Beobachten Sie Ihren Hund.

Manche Tiere nagen von Natur aus nur das Fleisch vom Knochen ab, verzehren aber die Knochensubstanz nicht selbst. Andere machen sich auch über die Knochen her. Gehört Ihr Vierbeiner zu den Liebhabern von Knochen, füttern Sie am besten keine. Besonders gefährlich sind übrigens gekochte Knochen. Sie erscheinen weich, bilden aber im Übermaß im Verdauungstrakt eine harte Substanz, die die Verstopfung fördert.

Auf Verstopfung achten

Allgemein sollte beim Hund Verstopfung eine Ausnahme sein. Häufige Verstopfungen deuten darauf hin, dass Ihr Tier nicht optimal ernährt wird. Beraten Sie sich mit einem Tierarzt, wenn Sie bei diesem Thema unsicher sind und öfter eine Verstopfung feststellen. Blutiger Durchfall beim Hund ist ein echtes Alarmsignal. 

Als Ursachen kommen Fremdkörper oder unverträgliche Substanzen in der Nahrung wie auch entzündliche Darmerkrankungen in Betracht. Haben Sie den Verdacht, dass Sie es mit IBD beim Hund zu tun haben, sprechen Sie den Veterinär auf dieses Problem an.

Darmverschlüsse bei Hunden

Auf Grunderkrankungen achten

Bei bestimmten schweren und chronischen Erkrankungen wie dem Cushing-Syndrom beim Hund oder entzündlichen Darmkrankheiten passen Sie die Ernährung nach Absprache mit dem Tierarzt an die Erkrankungen an. Das gilt besonders, wenn Erkrankungen mit entzündlichen Zuständen im Darm verbunden sind. 

Ist der Darm bereits entzündlich angegriffen und kommt es in dieser Situation zu einem Stau des Nahrungsbreis, wird ein Darmverschluss noch gefährlicher. Versuchen hier auch mit Futterergänzungen wie Omega 3-Fettsäuren die Entzündungssituation positiv zu beeinflussen. Auch hochwertige Weihrauch-Extrakte wirken entzündungshemmend.

Bleiben Sie aufmerksam

Ähnlich wie bei einer Magendrehung ist es bei einem Ileus besonders wichtig, dass Sie mögliche Symptome dieses Notfalls erkennen. Bleiben Sie ruhig und versuchen Sie auch das Tier etwas zu beruhigen. Suchen Sie zusammen mit ihm unverzüglich den Tierarzt auf.

Erläutern Sie in der Praxis Ihren Verdacht auf Vorliegen eines Darmverschlusses. Bestehen Sie darauf, dass Ihr Hund sofort ärztliche Aufmerksamkeit und Hilfe erhält. Die meisten Hunde geraten durch ein Kreislaufversagen - durch einen Schock - bei Ereignissen wie Darmverschlüssen in Lebensgefahr. 

Hier können erste Maßnahmen darauf abzielen, das Tier zu beruhigen. Beruhigungsmittel für den Hund sind in diesem Fall vielleicht lebensrettend. Danach stehen die Diagnostik und eine rasche Behandlung im Vordergrund. In vielen Fällen wird es sich bei der Behandlung um eine Notoperation handeln.

Pflegen Sie das Tier nach dem Notfall

Bedenken Sie in der ersten Zeit nach dem Ileus, dass Ihr Tier eine lebensgefährliche Situation überstanden hat. Widmen Sie ihm viel Zeit, schonen Sie ihn. Beschäftigen Sie sich mit artgerechter Ernährung bei Hunden. Wir können Ihnen das hochwertige Nassfutter von Anifit empfehlen, welches auf Zucker, Farb- und Konservierungsstoffe verzichtet und einen hohen Fleischanteil sowie wichtige Ballaststoffe aufweist.

Wir können es nicht oft genug betonen: Die Ernährung ist zur Prophylaxe beim Darmverschluss ein Schlüsselelement.

Darmverschluss beim Hund: weitere wichtige Hinweise

Im Idealfall lassen Sie es in einem Hundeleben nicht zu einem Ileus kommen. Seien Sie sich der Tatsache bewusst, dass Sie einem solchen Ereignis am besten vorbeugen, wenn Sie das Verhalten und den Zustand Ihres Hundes im Auge behalten. Ein Darmverschluss beim Hund hat Ursachen und viele davon können Sie selbst beeinflussen.

Das betrifft die Aspekte:

Bedenken Sie in diesem Zusammenhang, dass Ihr Tier Ihnen nicht direkt mitteilen kann, dass es etwa unter Bauchschmerzen und Blähungen leidet. Hier müssen Sie durch genaue Beobachtung seines Verhaltens auf mögliche Gesundheitsstörungen wie die Entwicklung eines Darmverschlusses schließen.

Ihr Hund hat seltener Stuhlgang als sonst? Versuche, Kot abzusetzen, scheitern? Eine akute Verstopfung kann harmlos sein. Manchmal steckt aber auch eine ernsthafte Erkrankung hinter den Verdauungsbeschwerden. Wie Sie Ihrem Vierbeiner helfen können und wann ein Tierarztbesuch nötig ist, erfahren Sie hier.

Ein gesunder, jüngerer Vierbeiner setzt ein- bis zweimal täglich Kot ab. Bei älteren, weniger aktiven Tieren kann der Stuhlgang allerdings auch seltener erfolgen. Das liegt daran, dass sich der Stoffwechsel verlangsamt. Befindet sich Ihre Fellnase bereits im Seniorenalter? Dann kann ein Kotabsatz alle zwei Tage vollkommen normal sein.

Von einer Verstopfung können Sie ausgehen, wenn Ihr Hund…

Verdauungsstörungen dieser Art können akut (plötzlich), aber auch chronisch auftreten. Ihr Liebling leidet bereits über einen längeren Zeitraum hinweg unter Verstopfung? Dann stellen Sie ihn sicherheitshalber beim Tierarzt vor. Das gilt auch, falls sich zusätzlich zu hartem Kot Schleimbeimengungen oder blutiger Durchfall zeigen.

Warum leidet mein Hund unter Verstopfung?

Eine Verstopfung beim Hund kann vielfältige Ursachen haben.

Die wichtigsten haben wir hier für Sie zusammengestellt:

Verstopfung beim Hund

Welche Symptome zeigt ein Hund bei Verstopfung?

Eine Verstopfung kann Schmerzen verursachen.

Bei Vierbeinern mit einer schweren oder länger anhaltenden Verstopfung können die folgenden Symptome auftreten:

Tipp: Beobachten Sie das Verhalten Ihres Hundes. Wirkt Ihr Vierbeiner – abgesehen von einer leichten Verstopfung – gesund und munter? Spielt, frisst und verhält er sich wie gewohnt? Wirkt er insgesamt fröhlich und entspannt? Dann handelt es sich wahrscheinlich um ein harmloses Problem. 

Falls Ihr vierbeiniger Gefährte jedoch weitere Krankheitssymptome zeigt oder die Verstopfung länger als zwei Tage andauert, ist ein Besuch beim Tierarzt nötig.

Was tun, wenn der Hund Verstopfung hat?

Ruhe in den Alltag bringen

Handelt es sich bei Ihrem Hund um eine harmlose, akute Verstopfung? Dann können Sie einiges tun, um ihm zu helfen. Falls Ihr Vierbeiner sehr sensibel oder bereits älter ist, verträgt er Stress und Hektik möglicherweise nicht (mehr). Fremde Hunde, unbekannte Menschen oder neue Gewohnheiten könnten zu viel für Ihren Liebling sein.

Bewegung ist für Hunde jeden Alters wichtig. Allerdings sind Spaziergänge in kurzen Zeitfenstern bei sensiblen Tieren keine gute Idee. Ihr Hund braucht eventuell viel Ruhe, um sich zu erleichtern. Er spürt eventuell, wenn Sie gestresst sind – und kann sein Geschäft nicht mehr verrichten. Hier kann ein entspanntes Umfeld helfen.

Nehmen Sie sich Zeit für Ihre gemeinsamen Gassi-Runden. Bringen Sie Ruhe in den Alltag Ihrer Fellnase. Gehen Sie nicht unter Stress und Zeitdruck mit Ihrem vierbeinigen Gefährten spazieren. Vielleicht hat ein anderes Familienmitglied die Möglichkeit, einzuspringen, wenn Sie verhindert sind. Oder Sie engagieren einen Hundesitter, der mit Ihrem Vierbeiner eine Runde läuft.

Falls Ihr Liebling unter Schmerzen leidet, können Schmerzmittel oder CBD-Öl helfen, wieder mehr Lebensfreude und Bewegung in seinen Alltag zu bringen. Sprechen Sie in diesem Fall mit Ihrem Tierarzt oder Ihrem Tierheilpraktiker.

Die Ernährung bei umstellen, wenn Ihr Hund Verstopfung hat

Besonders wichtig ist die tägliche Ernährung Ihres Hundes. Füttern Sie eventuell überwiegend Trockenfutter? Mit einer Futterumstellung können Sie dazu beitragen, die Verdauungsprobleme Ihres Hundes zu verbessern:

Bieten Sie Ihrer Fellnase statt Trockenfutter lieber Feuchtfutter an. Oder BARFEN Sie Ihren Liebling. BARF steht für „Biologisch Artgerechtes Rohes Futter“. Feuchtfutter und Rohfutter enthält ein Vielfaches mehr an Feuchtigkeit als Trockenfutter. Zum Vergleich: Nassfutter zeichnet sich in der Regel durch einen Feuchtigkeitsanteil von 70 bis 80 Prozent aus. Bei Trockenfutter sind es häufig unter 10 Prozent. 

Allerdings ist bei der Gabe von Knochen Vorsicht geboten: Bei einer ausgewogenen Rohfütterung gehören diese zwar roh mit in den Napf – allerdings in kleinen Mengen und angepasst auf die Bedürfnisse und Körpergröße Ihres Vierbeiners. 

Bei einem Überangebot an Knochen riskieren Sie den sogenannten Knochenkot: Scheidet Ihr Vierbeiner beinahe weißlichen Kot aus, hat er zu viele Knochen zu sich genommen.

Die Ernährung Ihres Lieblings sollte möglichst ballaststoffreich ausfallen und leicht verdaulich sein. Ballaststoffe haben die Fähigkeit, Wasser zu binden. Dadurch wird der Kot Ihres Vierbeiners weicher und gleitfähiger. Ein weiterer Pluspunkt von Ballaststoffen: Sie sättigen und erhöhen den Darminhalt.

Hat Ihr Hund Verstopfung & Verdauungsprobleme?

Falls Ihr Hund unter Verdauungsproblemen leidet, empfehlen wir Ihnen das hochwertige Nassfutter von Anifit: Es zeichnet sich durch hochwertige Inhaltsstoffe in Lebensmittelqualität aus. Zucker, Farb- und Konservierungsstoffe sind darin nicht enthalten. 

Die Feuchtnahrung aus Schweden kombiniert es auf artgerechte Weise einen hohen Fleischanteil mit ausgewählten Ballaststoffen. Diese leicht verdaulichen und gesunden Zutaten können Ihrem Hund helfen, wieder normal Kot abzusetzen. 

Gleichzeitig kann eine Darmsanierung die Darmflora Ihres Hundes unterstützen. Power Darm von Anifit enthält Probiotika und Präbiotika. Beides ist wichtig für einen gesunden Darm. Falls Sie BARFen, können Sie auch die hochwertigen Anifit Kartoffelflocken, Karottenflocken oder den Gemüsemix ins Futter geben, um Ihre Fellnase optimal mit Nähr- und Ballaststoffen zu versorgen.

Zusätzlich braucht Ihr Vierbeiner rund um die Uhr Zugang zu frischem Trinkwasser. Stellen Sie am besten mehrere Näpfe verteilt in Haus und Garten auf, sodass er sich bei Bedarf einfach bedienen kann.

Hausmittel bei akuter Verstopfung einsetzen

Es gibt darüber hinaus ein paar „Hausmittel“, die Sie einsetzen können, wenn Ihr Liebling unter einer akuten Verstopfung leidet. Allerdings sollten Sie sicher sein, dass Ihr Vierbeiner nur ein harmloses Verdauungsproblem und keine ernsthafte Erkrankung hat.

Einige der folgenden Mittel haben Sie vermutlich ohnehin zu Hause.

Sie können diese einsetzen und versuchen, der Verstopfung Ihres vierbeinigen Gefährten damit beizukommen:

Auch eine sanfte Bauchmassage oder ein behutsamen Bauchreiben kann helfen, den Darm in Schwung zu bringen. Zeigt Ihr Hund weitere Krankheitssymptome oder fühlen Sie sich unsicher, raten wir dazu, zunächst den Tierarzt aufzusuchen und die mögliche Behandlung mit ihm zu besprechen.

Verstopfung Hund

Fellpflege bei langhaarigen und/oder verfilzten Hunden verbessern

Hunde mit gesundheitlichen Problemen, ältere Vierbeiner oder langhaarige Fellnasen haben manchmal ein Problem mit der Fellpflege. Es gelingt ihnen unter Umständen nicht (mehr), ihren Po selbstständig sauber zu halten. 

Unterstützen Sie Ihren Liebling durch gezieltes Bürsten und Kämmen bei der Fellpflege. Schauen Sie sich beim Spazierengehen die Rückseite Ihres Vierbeiners an: Der After sollte sauber und vor allem frei sein. Blockieren verfilzte Haare den Ausgang, kann es für Ihren Gefährten schwierig oder sogar unmöglich sein, Kot abzusetzen.

Um hartnäckige Verfilzungen bei langhaarigen Vierbeinern zu beseitigen, können Sie einen Hundefriseur aufsuchen und das Haar stutzen oder abrasieren lassen. Falls Sie es sich zutrauen, können Sie auch eine Schermaschine für Hunde nutzen und die Po-Region behutsam freirasieren. Beim ersten Mal fühlt sich das für Ihren Liebling vermutlich ungewohnt an.

Die meisten Fellnasen gewöhnen sich aber schnell daran und freuen sich über das „luftige“ Gefühl. 

Verstopfung beim Hund verhindern? 5 leicht umsetzbare Präventionsmaßnahmen

Sie können mit einfachen Mitteln einer Verstopfung und anderen Verdauungsproblemen vorbeugen: 

  1. Achten Sie auf eine artgerechte Ernährung. Als Omnikarnivore braucht Ihre Fellnase vor allem Fleisch und hochwertige Ballaststoffe. Ausgewählte Öle wie Lachsöl können den Speiseplan ergänzen.
  2. Denken Sie daran, Ihrem Vierbeiner rund um die Uhr frisches Wasser zur Verfügung zu stellen. Gerade bei Hitze, wenn Ihr Liebling viel schwitzt, ist das ein Muss. 
  3. Auch regelmäßige Bewegung sollte im Alltag nicht fehlen. Passen Sie Ihre Spaziergänge und die Spieleinheiten an die Bedürfnisse Ihres vierbeinigen Freundes an. Agile, junge Tiere haben möglicherweise auch Freude an Hundesport. Ältere Fellnasen freuen sich über gemütliche Runden, die kürzer, aber dafür häufiger ausfallen dürfen.
  4. Da manche Vierbeiner sensible auf Stress reagieren, helfen möglicherweise auch Routinen und eine sichere Alltagsstruktur dabei, Verdauungsschwierigkeiten zu verhindern. Was Ihr Lieblings als Stress empfindet, kann ganz unterschiedlich sein: Eventuell mag er keine anderen Hunde. Oder er erlebt Veränderungen in seinem direkten Umfeld als belastend. 
  5. Sie kennen Ihren Liebling am besten. Sorgen Sie dafür, Neuerungen behutsam und mit viel Gelassenheit und Ruhe in den Alltag Ihres vierbeinigen Gefährten zu integrieren. Vermeiden Sie Stress, Hektik und Zeitdruck. Halten Sie belastende Emotionen möglichst von Ihrem Hund fern.

Fazit 

Verstopfung bei Hunden kann harmlose Ursachen haben, aber auch ein Hinweis auf eine ernsthafte Erkrankung des Stoffwechsels oder der Schilddrüse sein. Schilddrüsenerkrankungen und Tumore können dazu führen, dass Ihr Hund Schwierigkeiten beim Kotabsatz hat

Auch verschluckte Fremdkörper stellen eine große Gefahr dar. Junge Hunde verschlucken beim Spazierengehen oder Spielen manchmal Kleinteile wie Kastanien oder Spielzeug. Das kann lebensbedrohlich sein.

Falls Sie wegen der Symptome Ihres Lieblings unsicher sind oder wenn Ihr Vierbeiner bereits seit längerer Zeit mit Verdauungsproblemen zu kämpfen hat, stellen Sie ihn sicherheitshalber bei Ihrem Tierarzt in der Sprechstunde vor. 

In vielen Fällen kann eine Futterumstellung beim Hund beziehungsweise eine artgerechte Ernährung Probleme mit der Verdauung lindern oder sogar komplett beheben. Bei verdauungssensiblen Vierbeinern empfehlen wir die Umstellung auf Anifit Feuchtnahrung oder auf eine ausgewogene Rohfütterung.

Bewegung ist ein weiterer Baustein für ein gesundes und glückliches Hundeleben: Spaziergänge, Spieleinheiten und Hundesport sollten auf die Lebensphase, die Gesundheit, die Bedürfnisse und Fähigkeiten Ihres Hundes abgestimmt sein.

Hat Ihr Hund in letzter Zeit häufig Durst und vermehrten Harndrang? Leider er an Haarausfall oder Schwäche? Dann könnte das Cushing Syndrom dahinterstecken. Es handelt sich hierbei um eine Überproduktion von Cortisol, die Ihren Vierbeiner krank macht.

Da es für den Laien nicht erkennbar ist, ob ein Tier wirklich von der Krankheit betroffen ist oder nur Alterserscheinungen vorliegen, sollten Sie bei Auffälligkeiten stets einen Tierarzt aufsuchen. Dieser stellt Ihnen zunächst diverse Fragen zu den Symptomen Ihres Hundes. Versuchen Sie, diese so genau wie möglich zu beantworten. Das trägt zu einer möglichst genauen Diagnose des Arztes bei. 

Anschließend untersucht der Tierarzt die Haut Ihres Vierbeiners und entscheidet über weitere diagnostische Tests. Möglich ist etwa eine Urin- oder Blutprobe. Sobald die Ergebnisse den Verdacht des Cushing-Syndroms bestätigen, kann Ihr Vierbeiner behandelt werden. Mithilfe von Medikamenten bessern sich sein Zustand und sein Verhalten normalerweise innerhalb weniger Wochen. Das Ess- und Trinkverhalten sowie das Energielevel pendeln sich ebenfalls auf einem normalen Niveau ein.

Wird das Cushing-Syndrom im frühen Stadium erkannt, haben Sie also keinen Grund zur Sorge. Ihr Hund hat dann trotz Krankheit eine hohe Lebenserwartung. Nehmen Sie die Symptome, die auf eine Krankheit hindeuten, aus diesem Grund immer ernst. Insbesondere bei älteren Hunden sollten Sie regelmäßig beim Tierarzt eine Kontrolluntersuchung veranlassen. 

Überdies empfehlen wir Ihnen, von Beginn an auf qualitativ hochwertiges Hundefutter zu achten. Dieses ist eine wichtige Basis dafür, dass Ihr Vierbeiner bis ins hohe Alter hinein fit bleibt. Gutes Hundefutter kann zwar nicht vor allen Krankheiten schützen. Doch es stärkt die Widerstandskraft bei und kann Ihr Tier dabei unterstützen, besser über Krankheiten hinwegzukommen. 

Damit Sie in Zukunft besser einschätzen können, ob Ihr Haustier am Cushing Syndrom leidet, erklären wir Ihnen in diesem Artikel die Hintergründe und Symptome der Krankheit. Weiterhin zeigen wir Ihnen die verschiedenen Behandlungsoptionen auf.

Cushing Syndrom beim Hund

Was steckt hinter dem Cushing Syndrom?

Das Cushing Syndrom ist eine Krankheit, bei der eine hormonelle Störung vorliegt. Sie wird auch Hyperadrenokortizismus genannt und zeichnet sich dadurch aus, dass ein Tier zu viel Cortisol produziert. Grundsätzlich ist die Ausschüttung von Cortisol wichtig für den Körper Ihres Vierbeiners. Es reguliert den Blutdruck und den Zuckerstoffwechsel.

In zu großen Mengen jedoch entsteht ein Ungleichgewicht des Hormonhaushalts, das Infektionskrankheiten und Zuckerkrankheiten begünstigt. Ohne Behandlung des Cushing-Syndroms treten Probleme wie Zittern, Durst oder Haarausfall auf. Sie führen nach einiger Zeit zum Tod des Hundes.

Das Cushing Syndrom beim Hund führt im Endstadium dazu, dass das Tier sehr träge ist. Es kommt zum Beispiel nicht mehr allein in das Auto. Auch Spiele wie „Stöckchen holen“ können ihm große Schwierigkeiten bereiten und zu Atemproblemen führen. 

Wird Ihr Tier rechtzeitig und fachmännisch behandelt, verläuft die Krankheit jedoch nicht lebensbedrohlich. Mit den entsprechenden Medikamenten kehrt die Vitalität des Hundes zurück und Sie können wieder gemeinsam Ball spielen und Ausflüge unternehmen.

Zurückzuführen ist das Cushing Syndrom übrigens nicht auf eine Allergie beim Hund, sondern auf einen Tumor. Oftmals befindet sich dieser am Gehirn und ist gutartig. Dennoch sorgt er dafür, dass die Nebennieren immer weiter Cortisol produzieren – auch dann, wenn bereits genug davon im Körper Ihres Haustieres vorhanden ist. 

Manchmal befällt der Tumor auch direkt die Nebennieren. Dies kommt allerdings seltener vor. Vorsicht ist vorrangig dann geboten, wenn Ihr Vierbeiner bereits mit Steroiden behandelt wird. Dies sollten Sie vor einer Behandlung dem Tierarzt mitteilen. Er hilft dabei, die Medikamente entsprechend neu zu dosieren. 

Betroffen vom Cushing Syndrom sind insbesondere ältere Hunde. Daneben gibt es bestimmte Hunderassen, die häufiger als andere unter der einer gestörten Hormonproduktion leiden. Hierzu zählen etwa Dackel, Terrier, Boxer, Pudel und Schnauzer. Gehört Ihr Haustier einer dieser Rassen an, sollten Sie im fortgeschrittenen Alter ein besonderes Auge auf Ihren Liebling haben.

Typische Symptome für das Cushing-Syndrom beim Hund

So wie jeder Mensch reagiert auch jedes Tier anders auf eine Krankheit. Als Hundehalter können Sie nicht so einfach erkennen, ob Ihr Vierbeiner wirklich unter dem Cushing-Syndrom leidet. Es gibt aber einige Anzeichen dafür, dass ein Tier betroffen ist.

Beim Cushing Syndrom kann ein Hund folgende Symptome haben:

Seien Sie aufmerksam, wenn Sie eines dieser Symptome bei Ihrem Vierbeiner feststellen. Die Krankheit wird oftmals erst nach einiger Zeit entdeckt. Doch je eher Sie mit der Behandlung beginnen, desto besser sind die Erfolgschancen. Bleibt sie längere Zeit unentdeckt, kann sie sich auf andere Bereiche des Körpers auswirken. 

Zudem führt eine erhöhte Anfälligkeit für Infektionen dazu, dass weitere Krankheiten hinzukommen können. Insbesondere Schilddrüsenerkrankungen bei Hunden führen zu einer Schwächung des Immunsystems. Weitere Krankheiten stellen eine große Belastung für Ihr Tier dar und verringern schnell die Lebenserwartung. Schreiben Sie körperliche Veränderungen nicht einfach dem Alterungsprozess zu, sondern behalten Sie die Vitalität Ihres Vierbeiners im Auge.

Die Behandlung vom Cushing Syndrom Hund

Cushing beim Hund kann lebensgefährlich sein. Darum ist es wichtig, dass Sie bei Verdacht auf die Krankheit möglichst schnell einen Tierarzt aufsuchen. Das gilt hauptsächlich dann, wenn Ihr Hund an IBD oder einer anderen chronischen Krankheit leidet. Je schwächer die Vitalität Ihres Tieres ist, desto schwerer kann es zusätzliche Belastungen verarbeiten. 

Grundsätzlich ist sowohl eine medikamentöse als auch eine operative Behandlung möglich. Welcher Weg der richtige ist, entscheidet der Tierarzt nach einer genauen Untersuchung. Hierfür werden zum Beispiel das Blut und der Urin untersucht. Ebenso ist ein Adrenocorticotropes-Hormon-Test möglich. Bei diesem wird durch die Injektion einer Substanz die Produktion des körpereigenen Cortisols analysiert. 

In der Regel wird zunächst versucht, mit Medikamenten die Hormonwerte Ihres Haustieres zu stabilisieren. Liegt eine Erkrankung der Nebennieren vor, gibt es die Möglichkeit, den Tumor operativ zu entfernen. Anschließend kann es nötig sein, dass Ihr Hund Schmerzmittel bekommt.

Trotz Behandlung ist die Krankheit nicht vollständig heilbar. Dennoch sind die Therapien meist erfolgreich. Ihr Liebling wird wieder vital und erhält seine Lebensfreude zurück. Bekommt Ihr Haustier regelmäßig die verschriebenen Medikamente, liegt trotz Cushing Syndrom des Hundes eine lange Lebenserwartung vor. Voraussetzung dafür ist, dass Ihr Tier die Medikamente gut verträgt. 

Manchmal dauert es eine Weile, bis eine Behandlung anschlägt. In einigen Fällen helfen ist die Unverträglichkeit auch so groß, dass einem Tier nicht geholfen werden kann.

Ergänzend zur Behandlung durch den Tierarzt, ist für die Gesundheit Ihres Hundes das richtige Futter unverzichtbar. Es sollte leicht verdaulich sein und die Leber entlasten. Da oftmals eine Futtermittelunverträglichkeit bei Hunden vorliegt, sollten Sie sich umfassend von Ihrem Tierarzt beraten lassen. Dieser hat durch die Behandlung anderer Hunde bereits Erfahrung gesammelt und kann entsprechend gute Empfehlungen aussprechen. 

Vergessen Sie überdies nicht, mit Ihrem Vierbeiner regelmäßig tierärztliche Kontrolltermine wahrzunehmen. Sollte sich der Zustand Ihres Tieres verschlechtern, kann der Arzt frühzeitig gegensteuern.

Cushing Syndrom bei Hunden

Steigern Sie die Vitalität Ihres Hundes

Uns liegt es am Herzen, dass Ihr Haustier bis ins hohe Alter hinein Lebensfreude besitzt. Deswegen empfehlen wir Ihnen Futter von Anifit. Alle Produkte dieses Herstellers werden in Schweden produziert. Sie sind qualitativ hochwertig und besitzen Lebensmittelqualität. Der Verzicht auf Fettzugaben unterstützt zusätzlich die Vitalität Ihres Tieres. 

Die Ernährung beeinflusst die Gesundheit eines Hundes ebenso stark, wie das bei Menschen der Fall ist. Anifit ist sich seiner Verantwortung bewusst und möchte Sie dabei unterstützen, Ihr Tier mit wichtigen Nährstoffen zu versorgen. Darum verwendet Anifit für die Produkte natürliche Rohstoffe – ein Qualitätsmerkmal, auf das Sie beim Kauf immer achten sollten.

Des Weiteren sollten Sie dafür sorgen, dass Ihr Hund ausreichend Bewegung bekommt. Wie viel Auslauf er benötigt, ist sowohl von der Rasse als auch dem Alter abhängig. Sind Sie unsicher, sprechen Sie am besten mit Ihrem Tierarzt. Sorgen Sie außerdem dafür, dass Ihr Hund immer wieder neue Umgebungen erkunden kann. Viele Hunde freuen sich über Ausflüge.

Ebenso wichtig sind natürlich soziale Kontakte. Hunde mögen es, wenn Herrchen oder Frauchen ihnen viel Aufmerksamkeit schenkt. Lassen Sie Ihren Vierbeiner spüren, wie sehr Sie ihn mögen. Streichel- und Kuscheleinheiten tun der Seele von Mensch und Hund gleichermaßen gut. Zusätzlich benötigt Ihr Haustier regelmäßig Kontakt zu seinen Artgenossen, um dauerhaft glücklich zu sein. 

Nicht zuletzt gilt: Pflegen Sie die Zähne und das Fell Ihres Hundes gut. Überprüfen Sie regelmäßig, dass er keine Zecken mit nach Hause bringt. Diese können für Ihr Tier ebenso gefährlich werden wie das Cushing Syndrom beim Hund. Um die Zahngesundheit aufrechtzuerhalten, sollten Sie Ihrem Tier täglich die Zähne putzen und Kauspielzeug zur Verfügung stellen. 

Mit regelmäßigen Kontrollbesuchen beim Tierarzt und Ihrer Fürsorge stehen die Chancen gut, dass Ihr Tier bis ins hohe Alter vital bleibt.

Wenn Ihr Vierbeiner Schmerzen hat, möchten Sie ihm vermutlich sofort helfen. Warum Sie trotzdem nicht selbst mit Medikamenten experimentieren sollten und wie Sie Ihrem Hund wirklich helfen können, erfahren Sie hier.

Schmerzen beim Hund sind nicht unbedingt auf Anhieb zu erkennen. Viele verbergen Ihre Beschwerden. Vielleicht fällt Ihnen auf, dass sich Ihr Liebling anders verhält als sonst. Vielleicht zieht er sich ungewöhnlich oft zurück. Oder er wirkt müde und erscheint ruhiger als sonst. Als liebevoller und fürsorglicher Tierhalter fallen Ihnen Veränderungen wie dieser wahrscheinlich sofort auf.

Weitere Symptome für Schmerzen:

Schmerzmittel für Hunde

Welche Schmerzmittel kann man einem Hund geben?

Falls Sie befürchten, dass Ihr Vierbeiner Schmerzen hat, stellen Sie ihn schnellstmöglich bei einem Tierarzt vor. Zum einen ist es wichtig, den Grund für seine Beschwerden herauszufinden. Zum anderen kann Ihr Tierarzt Ihnen das passende Medikament mitgeben oder verschreiben. 

Es gibt zwar eine Reihe von pflanzlichen (homöopathischen), frei verkäuflichen Schmerzmitteln für Hunde. Allerdings brauchen Sie einen Tierarzt oder einen Tierheilpraktiker, der Sie bei der Auswahl des richtigen Präparats unterstützt. Auch die passende Dosierung spielt eine große Rolle. 

Fällt die Dosis zu niedrig aus, tritt die erwünschte Wirkung nicht ein. Falls Sie zu viel geben, kommt es möglicherweise zu unerwünschten Nebenwirkungen. 

Was kann ich meinem Hund an Hausmitteln bei Schmerzen geben?

Es gibt einige bekannte homöopathische Schmerzmittel für Vierbeiner. Diese sind rezeptfrei, online oder in der Apotheke erhältlich. Pflanzliche Inhaltsstoffe wirken sanfter als rezeptpflichtige Schmerzmittel. 

Allerdings raten wir von einer Gabe dieser Mittel ohne Rücksprache mit einem Tierarzt oder Tierheilpraktiker ab. Die Schmerzen Ihres Lieblings können so massiv sein, dass diese Präparate nicht ausreichen. Vielleicht eignen sie sich auch für die vorliegenden Schmerzen. Oder eine Gabe ist aus anderen Gründen nicht sinnvoll oder gefährlich.

Sprechen Sie darum zunächst mit Ihrem Tierarzt oder Tierheilpraktiker.

Zu den pflanzlichen Schmerzmitteln für Fellnasen zählen:

Unser Tipp: Richten Sie sich eine Hausapotheke für Ihren vierbeinigen Gefährten ein. Sprechen Sie über dieses Vorhaben mit Ihrem Tierarzt oder Heilpraktiker. 

Schmerzmittel Hund: Welche sind verschreibungspflichtig?

Ihr Liebling hat gerade eine Zahn-Operation hinter sich gebracht? Er erholt sich gerade von einer Verletzung oder Entzündung? Wann immer Ihre Fellnase unter starken Schmerzen leidet, führt um ein Schmerzmittel kein Weg herum.

Möglicherweise rät Ihr Tierarzt sogar zu Opioiden. Bekannte Marken, die bei Vierbeinern eingesetzt werden, sind Fentanyl, Tramadol und Buprenorphin. Auch bekannte „Menschenmedikamente“ wie Novalgin oder Buscopan kommen für die Schmerzbehandlung infrage – allerdings nur nach Rücksprache mit dem Tierarzt. 

Eines der folgenden Medikamente bekommt Ihr Liebling vermutlich bei Schmerzen verschrieben:

Bei all diesen Präparaten ist die richtige Dosis entscheidend. Sie wird in der Regel auf das Körpergewicht Ihrer Fellnase abgestimmt. 

Welche Nebenwirkungen können Schmerzmittel für Hunde auslösen?

Wenn Ihr Liebling unter akuten oder chronischen Schmerzen leidet, steht für Sie vermutlich die Schmerzlinderung im Vordergrund. Und das ist auch gut so. Allerdings kann jedes Medikament bestimmte Nebenwirkungen hervorrufen. 

Alles, was Sie Ihrem Liebling an Medikamenten geben, muss von den Nieren oder der Leber verstoffwechselt werden. Es ist möglich, dass sich die Blutwerte Ihrer Fellnase nach der Schmerzmitteltherapie (vorübergehend) verschlechtern.

Zu bekannten Nebenwirkungen von Schmerzmitteln bei Hunden gehören:

Beobachten Sie Ihre Fellnase nach der Verabreichung der Medikamente. Sollte Ihr Tier sich auffällig verhalten, kontaktieren Sie Ihren Tierarzt. Schildern Sie Ihre Beobachtungen. Es kann auch hilfreich sein, mit dem Handy Fotos oder ein Video zu machen und diese Medien dem Tierarzt zur Verfügung zu stellen, damit er sich ein Bild von der tatsächlichen Situation machen kann.

Kann man Schmerzmittel für Hunde in der Apotheke kaufen?

Pflanzliche Schmerzmittel bekommen Sie online oder vor Ort in Ihrer Apotheke. Verschreibungspflichtige Medikamente können Sie mit Rezept vom Tierarzt ebenfalls dort kaufen. In den meisten Fällen sind die Präparate allerdings in der Tierarztpraxis ohnehin vorrätig. Sie können diese direkt im Anschluss an die Behandlung mitnehmen. 

Achtung: Schmerzmittel für Menschen wie Aspirin, Ibuprofen und Paracetamol erhalten Sie zwar rezeptfrei. Aber diese sind für Ihren Hund (und Tiere im Allgemeinen) nicht geeignet. Durch ihre hohe Konzentration können diese Medikamente die empfindlichen Schleimhäute Ihres Vierbeiners angreifen und zerstören. 

Schlimmstenfalls kommt es zu schweren Vergiftungserscheinungen. Bitte experimentieren Sie nicht selbst mit Schmerzmitteln!

Stellen Sie Ihren Hund mit Schmerzen schnellstmöglich beim Tierarzt oder in einer Tierklinik vor. Sollte eine Schmerztherapie nötig sein, bekommen Sie dort alles, was Sie brauchen. Nur das ist sinnvolle Hilfe. In der Regel genügt es nicht, die Schmerzen kurzfristig zu unterdrücken. Die Ursache muss gefunden und beseitigt werden. Damit helfen Sie Ihrem Liebling wirklich.

Falls eine chronische Erkrankung bei Ihrem Vierbeiner vorliegt, kann eine dauerhafte Schmerztherapie nötig sein. Aber auch in diesem Fall ist ein Tierarzt für Sie der kompetenteste Ansprechpartner. Er legt das Medikament und die Dosierung fest.

Alles, was Ihr Liebling zu sich nimmt, muss auch verstoffwechselt werden. Es kann zu schweren Organschäden kommen, wenn die Dosis zu hoch angesetzt ist oder ein bestimmtes Medikament wegen einer bestehenden Vorerkrankung nicht gegeben werden darf.

Welches Schmerzmittel für Hunde

Welche Schmerzmittel kann ich meinem Hund geben?

Durchfall 

Ihr Hund leidet möglicherweise aufgrund von Durchfall unter Bauchschmerzen und Krämpfen. In diesem Fall können Sie Ihrem Vierbeiner mit einfachen Mitteln helfen: Heilerde bindet Feuchtigkeit. Geben Sie die vorgegebene Menge Pulver ins Futter. Falls Sie sich für Kapseln entscheiden, halten Sie sich an die Dosierungsempfehlung des Herstellers.

Mit Heilerde können Sie in vielen Fällen Ruhe in Magen und Darm bringen. Dann hören vermutlich auch die Schmerzen auf.

Leidet Ihr Vierbeiner unter Durchfall, weil ein Befall mit Giardien vorliegt? In dem Fall braucht Ihr Vierbeiner ein Mittel mit dem Wirkstoff Fenbendazol. Meistens ist eine Gabe über drei bis fünf Tage hinweg nötig, um die Infektion nachhaltig zu bekämpfen. Die empfohlene Dosierung liegt bei 50 Milligramm Fenbendazol pro Kilo Körpergewicht täglich. 

Sind die Parasiten beseitigt, hören bei Ihrer Fellnase die blutigen Durchfälle, die Bauchschmerzen und die Krämpfe vermutlich von selbst auf. Zusätzlich zu dieser medikamentösen Therapie sollten Sie die Fütterung anpassen, denn Giardien ernähren sich von Kohlenhydraten wie Zucker.

Entweder Sie barfen Ihren Liebling vorübergehend und verzichten dabei weitgehend auf die Zugabe von Obst und Gemüse. (Das Ziel ist, die Parasiten auszuhungern). Oder Sie greifen auf eine hochwertige Hunde-Feuchtnahrung zurück.

Wir empfehlen aus eigener Erfahrung das Hundefutter von Anifit: Es besteht ausschließlich aus ausgewählten Zutaten in Lebensmittelqualität.

Mit einem Fleischanteil von 90 bis 99 Prozent ist die Nahrung artgerecht an die Bedürfnisse von Hunden angepasst. Als Omnikarnivoren braucht Ihre Fellnase in erster Linie Fleisch, um gesund zu bleiben. Ist der Darm gesund, haben es Parasiten deutlich schwerer, sich dort anzusiedeln. 

Bauchspeicheldrüsenentzündung

Bei einer Bauchspeicheldrüsenentzündung beim Hund (Pankreatitis) sind die Schmerzen so massiv, dass meistens Opioide zur Behandlung verwendet werden. In der Regel spritzt Ihr Tierarzt das Präparat. Aber auch Pflaster können zur Schmerzlinderung zum Einsatz kommen.

Das wichtigste Mittel gegen eine Pankreatitis ist eine fettreduzierte Ernährung. Ob Ihr Vierbeiner zusätzlich weiter medizinische Unterstützung benötigt, besprechen Sie am besten mit Ihrem Tierarzt.

Verstopfung 

Ihr Hund leidet unter einer schmerzhaften Verstopfung und setzt feste, kleine Kotbälle ab?  Auch hinter diesem Problem könnte die Ernährung stecken. Falls Sie barfen, füttern Sie nicht zu viele Knochen. Das begünstigt Verstopfungen. Falls Ihrem Liebling Ballaststoffe fehlen, können Flohsamenschalen helfen.

Vielleicht ist Ihr Vierbeiner schon etwas älter. Dann gehen die gesamten Stoffwechselprozesse langsamer. Ihr treuer Gefährte bewegt sich weniger.

Dementsprechend sollte auch die Ernährung eines älteren Hundes aussehen: 

Bei leichten Problemen mit Darmträgheit und Verstopfung können Hausmittel wie Wasser, Milch und Joghurt helfen. Ihr Hund braucht Feuchtigkeit.

Mit Bewegung bringen Sie ebenfalls Schwung in seinen trägen Darm: Gehen Sie eine Runde mit Ihrem Vierbeiner spazieren. Auch Lachsöl kann helfen, eine Verstopfung zu mildern. 

Vielleicht gelingt Ihnen auf diese Weise eine Linderung der Beschwerden ohne Schmerzmittel. Bei einem Darmverschluss besteht allerdings Lebensgefahr. Darum ist bei Verstopfung eine tierärztliche Abklärung ebenfalls sinnvoll. 

Schmerzmittel Hund: Unser Fazit

Hat Ihr Vierbeiner Schmerzen, steht die Ursachenforschung an erster Stelle. Lassen Sie Ihren Liebling gründlich untersuchen. Erst wenn Sie wissen, wie die Beschwerden Ihrer Fellnase zustande kommen und was wirklich dahintersteckt, kann eine wirkungsvolle Schmerztherapie eingeleitet werden.

Bei Medikamenten gilt: Bitte keine Experimente! Wenden Sie sich an Ihren Tierarzt oder Ihren Tierheilpraktiker und lassen Sie sich dort den Möglichkeiten und der richtigen Dosierung beraten. Bitte geben Sie keinesfalls menschliche Schmerzmittel, denn diese können verheerende Folgen haben und Ihrem Schatz schaden.

Richten Sie sich eine Hundeapotheke speziell für Ihren Liebling ein. Lassen Sie sich fachkundig zu den Präparaten und der richtigen Dosis beraten. In Notfällen ist es sinnvoll, die Nummer Ihres Haustierarztes und der nächstgelegenen Tierklinik parat zu haben.

Unter dem Sammelbegriff „Mittelmeerkrankheit beim Hund“ fallen vier Erkrankungen, die durch Mücken oder Zecken übertragen werden. Sie betreffen vor allem Hunde aus dem Auslandstierschutz. Aber auch bei Reisen in den Mittelmeerraum kann sich Ihre Fellnase infizieren. In diesem Artikel erfahren Sie, welche Mittelmeerkrankheiten beim Hund existieren und wie Sie Ihren vierbeinigen Gefährten vor einer Ansteckung schützen können.

In beliebten Reiseländern wie Griechenland, Italien, Spanien, Rumänien und der Türkei stecken sich besonders viele Vierbeiner mit den sogenannten Mittelmeerkrankheiten an. Darum gelten diese auch als Reisekrankheiten. Falls Sie einen Auslandshund aus einem dieser Länder adoptieren, besteht ebenfalls das Risiko, dass Ihr Vierbeiner Symptome einer Mittelmeerkrankheit entwickelt.

Aber auch in Deutschland breiten sich die Parasiten zunehmend aus. Das hängt mit dem Klimawandel und den steigenden Temperaturen zusammen. 

Was sind „Mittelmeerkrankheiten“?

Mittelmeerkrankheiten sind Krankheiten, die Hunde aus dem Mittelmeerraum nach Deutschland mitbringen. Das kann beispielsweise im Urlaub passieren, aber auch wenn Sie einem Vierbeiner aus dem Auslandstierschutz ein neues Zuhause schenken. Die Übertragung passiert durch Parasiten wie Mücken und Zecken. 

Unser Tipp: Lassen Sie etwa sechs bis acht Wochen nach der Aufnahme Ihres Lieblings einen Mittelmeer-Test beim Tierarzt machen. Wiederholen Sie diesen nach drei bis sechs Monaten. Sie investieren pro Test rund 80 Euro. Dafür sind Sie im Anschluss auf der sicheren Seite.

Mittelmeerkrankheit bei Hunden - Es gibt vier Krankheiten:

Die vielschichtige Symptomatik erschwert die Diagnose. Welche Krankheitsanzeichen es gibt, erfahren Sie in den Unterkapiteln zu den vier Erkrankungen. 

Mittelmeerkrankheit: Leishmaniose

Die schwerste dieser vier Krankheiten ist die Leishmaniose beim Hund. Wenn Ihr Vierbeiner durch Zecken, Schmetterlings- oder Sandmücken mit Leishmanien (parasitären Einzellern) infiziert wird, befallen diese die Leber, die Milz, das Knochenmark und die weißen Blutkörperchen, wodurch die Immunabwehr gestört wird. 

Die Inkubationszeit – die Zeit von der Ansteckung bis zum Ausbruch der Erkrankung – dauert etwa ein halbes Jahr. 

Besonders häufig tritt die Erkrankung bei Vierbeinern in Südspanien, Portugal, Griechenland und den Balearen auf. (Allerdings heißt eine Infektion nicht automatisch, dass die Krankheit auch ausbricht.) 

Welche Symptome gibt es bei der Mittelmeerkrankheit Leishmaniose?

In diesem Abschnitt gehen wir darauf ein, wie Sie eine Infektion mit Leishmanien erkennen können. Die Krankheitsanzeichen sind recht unspezifisch und könnten auch auf andere Erkrankungen und Probleme hindeuten, wie etwa eine Futtermittelunverträglichkeit bei Hunden. Meistens verläuft die Leishmaniose in Schüben. Das macht es ebenfalls schwierig, sie zuverlässig zu erkennen.

Typische Symptome einer Leishmaniose: 

Bleibt die Infektion unerkannt und unbehandelt, kann es bei Ihrer Fellnase zu Nierenversagen und weiteren Organschäden kommen. 

Mittelmeerkrankheit Hund Symptome

Diagnose und Therapie

Die Diagnose „Leishmaniose“ stellt Ihr Tierarzt nach einer Blutuntersuchung fest. Wenn Ihr Liebling schnell behandelt wird, ist die Prognose gut. Leishmaniose gilt bei Hunden als unheilbar. Ihr Tierarzt kann die Symptome behandeln und Ihrem Vierbeiner Linderung verschaffen. Damit ist ein langes, weitgehend beschwerdefreies Leben möglich. 

Zur Behandlung kommt oft Allopurinol zum Einsatz. Dabei handelt es sich um ein aus der Humanmedizin bekanntes Gichtmittel. Sind die Symptome noch nicht stark ausgeprägt, schlägt das Medikament gut an. Eventuell bekommt Ihr Vierbeiner es auch über einen längeren Zeitraum hinweg, um neuen Krankheitsschüben vorzubeugen.

Bei einer bereits fortgeschrittenen Erkrankung spritzt Ihr Tierarzt Ihrer Fellnase wahrscheinlich Glucantime. Da hierbei mit Nebenwirkungen zu rechnen ist, bekommt Ihr vierbeiniges Familienmitglied vermutlich gleichzeitig Präparate, die die Leber und das Immunsystem schützen und stärken.

Tipps

Babesiose („Hundemalaria“)

Wenn Ihr Hund mit dieser Mittelmeerkrankheit infiziert ist, befallen und zerstören einzellige Parasiten bei einem Krankheitsausbruch die roten Blutkörperchen. Der Erreger Babesia canis wird durch Auwaldzecken (Dermacentor reticulatus) und Braune Hundezecken (Rhipicephalus sanguineus) übertragen. 

Durch die stärker werdende Verbreitung der Auwaldzecke in Deutschland breitet sich die Krankheit hierzulande aus. Es handelt sich also nicht mehr nur um eine reine Reisekrankheit!

Typische Symptome, wenn die Babesiose bei Ihrem Vierbeiner ausbricht:

Diagnose und Therapie

Der Verdacht auf Hundemalaria kann sich durch eine Blutuntersuchung bestätigen. In der Regel ist der Anteil an roten Blutkörperchen und Blutplättchen bei infizierten Tieren niedrig. 

Der Erreger zeigt sich meistens bei einem sogenannten Blutausstrich: Dabei streicht Ihr Tierarzt einen Tropfen Blut auf einen Objektträger. Unter dem Mikroskop zeigen sich dann oft die Babesien innerhalb der roten Blutkörperchen als wurmähnliche „Striche“.

Zusätzlich oder alternativ schickt Ihr Tierarzt eventuell Blut in ein externes Labor zur Diagnosesicherung. Wird die Erkrankung Ihres Lieblings schnell erkannt, sind die Heilungschancen mit den üblichen Malaria-Medikamenten für Menschen gut. Tierärzte setzen zur Therapie den Wirkstoff Imidocarp ein. Das Präparat wird unter die Haut gespritzt. 

Ohne eine fachkundige Behandlung kann die Infektion allerdings auch tödlich verlaufen. 

Ehrlichiose

Auch die Ehrlichiose wird von der Braunen Hundezecke übertragen. Aus diesem Grund wird die Infektionskrankheit auch als „Zeckenfieber“ bezeichnet. Sie tritt häufig zusammen mit der Babesiose auf. Ihr Angriffsziel sind die weißen Blutkörperchen.

In Deutschland ist es für diese Zeckenart häufig zu kalt. In geheizten Räumen hat die Braune Hundezecke allerdings gute Überlebenschancen. Durch den Klimawandel steigen die Temperaturen, sodass eine weitere Ausbreitung möglich ist.

Über einen Zeckenstich infizieren Bakterien (Ehrlichien) das Blut Ihrer Fellnase. Sie befallen die weißen Blutkörperchen und wandern mit ihnen in verschiedene innere Organe. Dort können sie schwere Schäden anrichten.

Typische Symptome einer Ehrlichiose: 

Diese Mittelmeerkrankheit beim Hund lässt sich mithilfe von Antibiotika behandeln

Noch besser ist es, eine Ansteckung gar nicht erst zu riskieren: Wenn Sie einen Auslandsaufenthalt planen, schützen Sie Ihren Vierbeiner mit einem Spot-On-Präparat, das Zecken, Flöhe und fliegende Insekten abwehrt.

Mittelmeerkrankheit Hund Ehrlichiose

Dirofilariose 

Bei der Dirofilariose handelt es sich um eine Herzwurmkrankheit: Übertragen wird der Herzwurm Dirofilaria immitis von unterschiedlichen Stechmückenarten. Besonders verbreitet ist diese Erkrankung im Mittelmeerraum, in Nordamerika und Australien. Auch in Deutschland gibt es allerdings Parasiten, die diese Erkrankung übertragen können.

Eine Dirofilariose betrifft nicht nur Hunde, sondern auch Katzen, Füchse und Frettchen.

Durch den Stich der Parasiten gelangen Wurmlarven in den Körper Ihrer Fellnase. Diese bewegen sich über die Blutbahnen bis zum Herzen Ihres Vierbeiners. Insgesamt erreichen Herzwürmer eine Länge von bis zu 30 cm. 

Typische Symptome, wenn Ihr Vierbeiner an Herzwürmern leidet:

Die angerichteten Schäden sind in der Regel nicht heilbar. Falls Sie einen älteren Vierbeiner haben, der diese Symptome zeigt, könnte es sich auch um altersbedingte Probleme und Beschwerden handeln. Hier ist eine sorgfältige Diagnostik besonders wichtig. 

Diagnose und Therapie

Herzwürmer lassen sich bei einem Herzultraschall erkennen. Bei einer Blutuntersuchung kann Ihr Tierarzt feststellen, ob Mikrofilarien (Larven) im Blut zu finden sind. Oder er schickt das Blut zur Untersuchung an ein auf Mittelmeerkrankheiten spezialisiertes Labor. 

Die Prognose hängt von der Stärke des Befalls ab. Ist der Allgemeinzustand Ihres Vierbeiners gut und der Befall noch nicht stark, können eventuell Medikamente zur Abtötung der Würmer und Larven eingesetzt werden. Eine andere Möglichkeit ist die chirurgische Entfernung der Würmer.

Tipps: 

Wie kann ich meinen Hund vor einer Mittelmeerkrankheit schützen?

Eine Impfung gibt es nur gegen Leishmaniose. Diese ist bei einem Auslandsaufenthalt mit Ihrem Vierbeiner sehr sinnvoll. Zusätzlich raten wir Ihnen zu einem zusätzlichen Mücken- und Parasitenschutz sowie zu einer gezielten Zeckenabwehr bei Ihrem Hund

Es gibt Präparate, die gegen die Braune Hundezecke und die Auwaldzecke schützen und gleichzeitig Stechmücken, Sandmücken und Stechfliegen abwehren. Lassen Sie sich dazu von einem Tierarzt beraten, der auf Mittelmeerkrankheiten spezialisiert ist.

Kokosöl für Hunde ist eine mögliche Ergänzung, reicht als alleiniger Schutz hier allerdings nicht aus.

Fazit

Die Symptome bei einer Mittelmeerkrankheit beim Hund sind vielfältig und vieldeutig. Blutiger Durchfall beim Hund kommt beispielsweise auch bei Krankheiten wie IBD vor. Haarausfall kann auf eine Futtermittelunverträglichkeit oder Allergie hindeuten. Überlegen Sie, wie wahrscheinlich eine Mittelmeerkrankheit bei Ihrem Hund ist.

Sie waren nicht in Urlaub? Ihr Vierbeiner kommt nicht aus dem Ausland und hatte auch keinen Kontakt zu Artgenossen aus dem Auslandstierschutz? Dann sind Leishmaniose, Hundemalaria, Ehrlichiose und Dirofilariose unwahrscheinlich. Eventuell hat Ihr Vierbeiner Probleme mit dem Futter.

Mit einer hochwertigen, zuckerfreien Hundeernährung ohne Zusatzstoffe, Farb- und Aromastoffe wie der Hundefeuchtnahrung von Anifit können Sie Futtermittelunverträglichkeiten weitgehend ausschließen. Möglich bleibt dennoch, dass Ihre Fellnase bedingt durch ein tierisches Protein mit allergischen Reaktionen kämpft. In dem Fall hilft nur eine Ausschlussdiät, um die entsprechende Zutat zu ermitteln. 

Falls Ihr Vierbeiner erkrankt ist und Sie im letzten halben Jahr zusammen in Urlaub waren, könnte eine Infektion durch Parasiten die Erklärung sein. Gleiches gilt, wenn Sie einen Hund aus dem Ausland aufgenommen haben. Bitten Sie Ihren Tierarzt am besten abzuklären, ob Leishmaniose, Babesiose, Ehrlichiose oder Dirofilariose dahinter stecken kann.

Eine Bauchspeicheldrüsenentzündung (Pankreatitis) beim Hund ist eine häufige und ernstzunehmende Erkrankung. Sie betrifft Vierbeiner aller Rassen und Altersgruppen. Wie Sie die Erkrankung erkennen, welche Therapiemöglichkeiten und Vorbeugemaßnahmen es gibt, erfahren Sie hier.

Vermutlich fragen Sie sich, was die Bauchspeicheldrüse überhaupt ist, wo sie sich im Körper Ihres vierbeinigen Gefährten befindet und warum dieses Organ überhaupt so wichtig ist. Darum erklären wir Ihnen kurz, welche Aufgaben die Drüse im Körper wahrnimmt. Das verdeutlicht, warum diese Erkrankung keinesfalls auf die leichte Schulter genommen werden sollte.

Das Pankreas beziehungsweise die Bauchspeicheldrüse gehört zum Verdauungstrakt. Sie befindet sich im Oberbauch Ihrer Fellnase und liegt dem Dünndarm, der Milz und dem Magen an. 

Die unscheinbare Drüse erfüllt zwei wichtige Funktionen im Körper Ihres Vierbeiners:

  1. Die Bauchspeicheldrüse produziert Verdauungsenzyme, die in den Darm abgegeben werden (exokrine Funktion).
  2. Sie erzeugt die Hormone, die den Blutzucker regulieren. Dazu gehören Insulin, Glucagon und Somatostatin (endokrine Funktion).

Was ist eine Bauchspeicheldrüsenentzündung beim Hund?

Die Verdauungsenzyme, die die Bauchspeicheldrüse produziert, werden normalerweise erst im Darm aktiviert. Sie helfen Ihrer Fellnase dabei, die Nährstoffe aus der Nahrung zu verwerten. Bei einer Entzündung des Pankreas kann es passieren, dass diese Enzyme bereits im Drüsengewebe der Bauchspeicheldrüse aktiviert werden. Dadurch beginnt das Organ, sich selbst zu zersetzen. 

Bei einem schweren Verlauf kann der Entzündungsprozess auf das Fettgewebe im Bauchraum übergreifen sowie andere Organe erfassen. Das macht die Pankreatitis bei Vierbeinern sehr gefährlich. Unerkannt und unbehandelt kann die Erkrankung bei einem schweren Verlauf schlimmstenfalls tödlich enden.

Diagnose: Wie lässt sich die Bauchspeicheldrüsenentzündung beim Hund nachweisen?

Die DiagnosePankreatitis“ stellt der Tierarzt. Dazu sind verschiedene Untersuchungen möglich:

Neben einer allgemeinen körperlichen Untersuchung bespricht der Tierarzt die Symptome mit Ihnen. Schildern Sie so genau wie möglich, wie es Ihrem Vierbeiner geht. Auch Fotos und Videos können hilfreich sein. Mit einem Schnelltest kann der Kot Ihres Lieblings direkt in der Tierarztpraxis überprüft werden. Das Ergebnis steht innerhalb von wenigen Minuten fest. 

Eine Blutuntersuchung ist ein weiterer wichtiger Baustein für die Diagnose. Das Augenmerk liegt dabei auf dem cPLI (canine Pankreaslipase Wert). Lassen Sie am besten gleich ein großes Blutbild machen. Das hilft Ihrem Tierarzt, den Zustand der anderen Organe zu beurteilen. Das ist sinnvoll, da eine Pankreatitis auf die umliegenden Organe übergreifen und zu einem mehrfachen Organversagen führen kann.

Ergänzend können bildgebende Verfahren zum Einsatz kommen (Röntgen und/oder Ultraschall). Beide Verfahren zeigen die Organe und geben Aufschluss über ihren aktuellen Zustand.

Wenn Sie sich für eine histologische Untersuchung entscheiden, ist eine Vollnarkose Ihres Lieblings nötig. Diese sollte nur erfolgen, wenn er dafür auch stabil genug ist. Dabei wird Bauchspeicheldrüsengewebe entnommen und untersucht. Gerade bei einem schweren Verlauf und einem schlechten Allgemeinbefinden ist es allerdings besser, auf derartige Eingriffe zu verzichten. 

Diagnose Hund bei Pankreatitis

Ursache: Woher kommt die Bauchspeicheldrüsenentzündung beim Hund?

Der Auslöser für die Entzündung des Pankreas bleibt oft unklar. Bei sehr empfindlichen Fellnasen kann bereits eine einzige fettreiche Mahlzeit reichen, um eine Pankreatitis auszulösen. Vielleicht grillen Sie bei schönem Wetter im Freundes- oder Familienkreis. Falls Ihre Fellnase das eine oder andere Würstchen stibitzt oder ein besonders fettiges Stück Fleisch verdrückt, kann das schon reichen.

Obwohl Vierbeiner aller Rassen an einer Pankreatitis erkranken können, gibt es bestimmte Rassedispositionen. Es ist bekannt, dass Boxer, Collies und Yorkshire Terrier häufiger davon betroffen sind als andere Vierbeiner.

Weitere mögliche Auslöser für eine Bauchspeicheldrüse beim Hund:

Lässt sich die Ursache für eine Bauchspeicheldrüsenentzündung nicht ermitteln, liegt eine sogenannte idiopathische Pankreatitis vor.

Welche Symptome zeigen Hunde bei kranker Bauchspeicheldrüse?

Eine Pankreatitis geht mit starken Schmerzen einher. Das führt zu einer besonderen Schonhaltung, die als charakteristisch für diese Art der Erkrankung gilt: Erkrankte Fellnasen platzieren den vorderen Bereich ihres Körpers auf den Boden. Die Hinterbeine bleiben stehen. Das nennt sich „Gebetshaltung“ oder „Gebetsstellung“. 

Wenn Ihr Vierbeiner sich also verhält, als wolle er sich strecken, aber in dieser Stellung verharrt, könnte er Schmerzen haben. Durch diese Haltung versucht Ihre Fellnase wahrscheinlich, sich eine Linderung der Beschwerden zu verschaffen. 

Aber es gibt noch weitere Symptome, die auf eine Pankreatitis hindeuten.

Achten Sie bei Ihrem vierbeinigen Gefährten auf folgende Anzeichen:

Insgesamt sind diese Symptome allerdings eher unspezifisch. Dahinter könnten ebenso gut andere Krankheiten stecken wie IBD beim Hund mit blutigem Durchfall oder sonstige Magen-Darm-Erkrankungen. Eine milde Pankreatitis bleibt bei Ihrem Liebling möglicherweise sogar unentdeckt. Allerdings gibt es auch mittlere bis schwere Verläufe

Beispielsweise kann eine fortgeschrittene Pankreatitis mit schwerem Verlauf die Leber, das Herz oder die Nieren Ihrer Fellnase schädigen. Infolgedessen kann es zu mehrfachem Organversagen kommen. Sind die Leber und/oder die Gallenblase Ihres Lieblings betroffen, färben sich möglicherweise die Schleimhäute gelb (Ikterus). 

Allerdings ist das vor allem bei langen, chronischen Verläufen zu erwarten. Es dauert, bis sich der Farbstoff in den Schleimhäuten zeigt. Schlimmstenfalls kann es nötig sein, die erkrankte Fellnase einzuschläfern, um sie von ihren Schmerzen zu erlösen, wenn sich ihr Zustand während der Therapie nicht bessert.

Therapie der Pankreatitis beim Hund

Liegt bei Ihrem Vierbeiner eine akute Pankreatitis vor? Abhängig von seinem Allgemeinzustand ist er möglicherweise ein Intensivpatient. Falls sich Ihre Fellnase häufig erbricht, bereits Gewicht verloren hat und unter starken Schmerzen leidet, sollte sie beim Tierarzt oder in einer Tierklinik stationär aufgenommen werden. 

Eine engmaschige Betreuung sorgt dafür, dass Ihr Liebling schnell wieder auf den Pfötchen ist. Zur Therapie gehören in der Regel mehrere Bausteine.

Therapie Bauchspeicheldrüsenentzündung beim Hund

Therapiemöglichkeiten für den Hund

  1. Infusionen

Durch die Pankreatitis kommt es zu wiederholtem Durchfall beim Hund. Dadurch trocknet er mit hoher Wahrscheinlichkeit aus. Das wiederum führt dazu, dass sich die Elektrolyte im Blut verschieben. Elektrolyte sind Mineralstoffe wie Natrium, Kalium, Kalzium, Chlor und Phosphor. Ihr Vierbeiner braucht diese Elemente zur Regulierung seiner Nerven- und Muskelfunktion. 

Außerdem dienen Elektrolyte zur Aufrechterhaltung des Säure-Basen-Haushalts. Mit einer intravenösen Infusion lassen sich der Flüssigkeitsverlust und die Mineralien wieder ausgleichen. Dafür ist ein stationärer Aufenthalt nötig, denn die Infusion darf nicht zu schnell gegeben werden.

Falls Ihr Vierbeiner Glück hat und die Pankreatitis einen milden Verlauf nimmt, geht es ihm vermutlich schon nach wenigen Tagen wieder besser. Bei mittleren und schweren Entzündungsprozessen kann auch ein mehrwöchiger Aufenthalt in der Tierklinik mit wiederholten Infusionen nötig sein.

  1. Schmerzmittel

Eine Pankreatitis ist überaus schmerzhaft. Aus diesem Grund kann parallel zur Infusionstherapie ein Schmerzmittel für den Hund verabreicht werden. Dieses lindert die Bauchkrämpfe.

  1. Ernährung

Zuerst muss das Erbrechen beim Hund aufhören. Danach darf Ihr vierbeiniger Freund Wasser und Futter zu sich nehmen. Der vierbeinige Patient braucht Energie. Darum raten Experten zu einer leicht verdaulichen Nahrung. Sie sollte möglichst wenig Fett enthalten und aus hochwertigem Eiweiß mit ausgewählten Kohlenhydraten bestehen. Kleine Mengen entlasten die Bauchspeicheldrüse Ihres Vierbeiners.

Eventuell verweigert Ihre Fellnase die Nahrungsaufnahme bei einer schweren akuten Pankreatitis. Das kann das Legen einer Magensonde nötig machen.

  1. Regelmäßige Tierarztbesuche

Nach einer überstandenen Pankreatitis sollten Sie die Blutwerte Ihres Lieblings regelmäßig überprüfen lassen. Auch Ultraschalluntersuchungen sind möglicherweise hilfreich. Auf diese Weise kann Ihr Tierarzt eventuelle Erkrankungen anderer Organe schnell erkennen und behandeln. Gerade bei einer schweren Pankreatitis können die umliegenden Organe Schaden nehmen.  

Wenn Ihre Fellnase einmal eine Pankreatitis hatte, kann die Entzündung jederzeit erneut auftreten. Darum empfehlen wir, das Futter generell umzustellen. Eine fettarme Ernährung kann dazu beitragen, das Pankreas zu entlasten. 

Was darf ein Hund mit Bauchspeicheldrüsenentzündung essen?

Ideal ist eine artgerechte Nahrung mit hochwertigen Zutaten. Ein Hund ist als Nachfahre des Wolfes ein sogenannter Omni-Carnivore. Der Hauptbestandteil seiner Ernährung sollte also aus Fleisch bestehen. Dazu sind ausgewählte, hochwertige Kohlenhydrate eine ideale Ergänzung. 

Wir empfehlen Ihnen aus unserer Erfahrung heraus das Anifit Hundefeuchtfutter

Es bringt zahlreiche Vorteile mit:

Mit dieser Ernährung legen Sie den Grundstein für eine gute Gesundheit Ihres vierbeinigen Lieblings und Sie entlasten die Bauchspeicheldrüse.

Ernährung Bauchspeicheldrüsenentzündung beim Hund

Vorbeugen: Wie vermeide ich die Bauchspeicheldrüsenentzündung beim Hund?

Den einen konkreten Auslöser für eine Pankreatitis gibt es nicht. Aber Sie können die Risikofaktoren berücksichtigen und so weit wie möglich ausschließen:

Fazit

Eine Pankreatitis kann bei Vierbeinern akut auftreten, aber auch chronisch werden. Ist das Organ entzündet, setzt es Verdauungsenzyme direkt im Drüsengewebe frei. Dadurch verdaut sich das Pankreas gewissermaßen selbst. Eine Pankreatitis bei Ihrem vierbeinigen Gefährten kann milde oder schwere Symptome hervorrufen.

Die Beschwerden sind unspezifisch und ähneln denen von Vierbeinern mit anderen Magen- und Darmerkrankungen. Dazu zählen intensive Bauchschmerzen, Erbrechen, Durchfall und eventuell Fieber. Auch Herzrhythmusstörungen und eine beschleunigte Atmung können vorkommen. Die sogenannte „Gebetsstellung“ ist ein deutlicher Hinweis auf eine Pankreatitis. 

Sicherheit gibt eine sorgfältige Diagnostik. Dazu zählen neben der allgemeinen Untersuchung, eine Blutuntersuchung, Röntgen und Ultraschall. Eine histologische Analyse ist ebenfalls eine Option. Allerdings ist die dafür nötige Narkose risikoreich. Bei Fellnasen mit schlechtem Allgemeinzustand und einem schweren Verlauf sollte eine Narkose vermieden werden. 

Einer Bauchspeicheldrüsenentzündung beim Hund können Sie nur indirekt vorbeugen, indem Sie die bekannten Risikofaktoren vermeiden: Achten Sie auf genug Bewegung bei Ihrem vierbeinigen Gefährten. Entscheidend ist darüber hinaus ein gesundes Körpergewicht. Das gelingt Ihnen mit einer hochwertigen Ernährung, beispielsweise mit dem Hundefeuchtfutter von Anifit.

Probieren Sie die verschiedenen Sorten am besten selbst aus. Hier können Sie ein Probepaket mit Dosen von 200 Gramm, 400 Gramm oder 810 Gramm zum Testen bestellen.

Bei Räude handelt es sich um eine gefährliche Hauterkrankung bei Hunden. Wie Sie die ansteckende Infektion erkennen und welche Therapiemaßnahmen es gibt, verraten wir Ihnen hier.

Räude wird auch als Sarkoptesinfektion bezeichnet. Bemerkbar macht sich die parasitäre Infektion vor allem durch intensiven Juckreiz und damit einhergehende Hautveränderungen. Der Juckreiz kann lokal auftreten und auf bestimmte Bereiche begrenzt sein, aber auch den gesamten Körper betreffen. Darum ist schnelles Eingreifen wichtig. 

Allerdings steckt nicht immer Räude hinter intensivem Juckreiz. Eine Futtermittelunverträglichkeit bei Hunden kann zu ähnlichen Symptomen führen. Darum ist es wichtig, eine Allergie beim Hund zweifelsfrei auszuschließen. 

Was ist Räude?

Räude beziehungsweise Sarcoptes beim Hund macht sich in der Regel durch intensiven Juckreiz bemerkbar. Der Befall wird durch sogenannte Räudemilben ausgelöst. Meistens ist der Verursacher eine bestimmte Parasitenart, die auf Hunde als Wirt spezialisiert ist: Sarcoptes scabiei var. canis. Aber auch auf Füchse spezialisierte Räudemilben sind für Ihren Liebling gefährlich.

Bei einem Befall mit Räudemilben graben die Weibchen Gänge in der Haut Ihrer Fellnase, wo sie ihre Eier ablegen. Bis zu 50 Eier kann das weibliche spinnenartige Tier in ihrem etwa dreiwöchigen Leben platzieren. Nach wenigen Tagen schlüpfen die Larven. Sie ernähren sich – genau wie das Muttertier – von Keratin und Gewebeflüssigkeit. Männliche Räudemilben sterben nach der Fortpflanzung.

Leidet ein Hund an Räude, kann er die Grabmilben beim Spielen und Toben an andere Vierbeiner weitergeben. Sollten Räudemilben zusammen mit Hautschuppen herunterfallen, überleben die Parasiten ungefähr drei Wochen – auch ohne einen neuen Wirt. Auch darüber können sich Hunde – beispielsweise beim Spazierengehen – infizieren. 

Für Menschen stellen Räudemilben keine allzu große Gefahr dar, denn diese sind auf Hunde spezialisiert. In der Haut von Menschen vermehren sie sich nicht. Falls Sie sich selbst anstecken, bemerken Sie vermutlich nur leichte Symptome. Nach ungefähr zwei bis drei Wochen sollten diese von selbst abklingen, wenn der Lebenszyklus der Räudemilben endet.

Räude Hund

An welchen Symptomen erkenne ich Räude beim Hund?

Meistens zeigt sich der Parasitenbefall rund um die Augen, an den Ohren sowie an den Ellbogen, dem Bauch und den Sprunggelenken des Hundes. Allerdings können sich die Hautprobleme unbehandelt auf andere Stellen ausweiten. Der starke Juckreiz führt dazu, dass sich Ihr Hund bei einem Befall mit Räude viel kratzt und leckt.

Charakteristisch für eine Infektion mit Milben beim Hund sind folgende Symptome:

Wenn es nicht Räude ist: Allergien beim Hund

Häufig reagieren Hunde mit allergischen Symptomen auf bestimmten Futterbestandteile. Vielleicht verträgt Ihr Vierbeiner kein Gluten. Oder er reagiert auf eine bestimmte Proteinquelle mit intensivem Juckreiz und entsprechenden Hautproblemen. Besonders Huhn und Schwein kann zu Unverträglichkeiten führen. Allerdings bekommt Ihr Vierbeiner bei dann wahrscheinlich zusätzlich Durchfall oder erbricht sich.

Hier kann eine Futterumstellung auf eine bisher unbekannte Proteinquelle hilfreich sein. Versuchen Sie Elch, Büffel, Schaf, Lamm oder Pferd. Eine schnelle Hilfe bei Durchfall bietet Heilerde für Hunde: Heilerde bindet überflüssiges Wasser und lässt den Stuhl wieder fester werden. Außerdem kann sie den durchfallbedingten Mineralienverlust bei Ihrem Liebling ausgleichen.

Hören die Symptome nach der Futterumstellung auf, ist Ihr vierbeiniger Gefährte vermutlich allergisch auf ein bestimmtes Protein. Aber Farb- und Zusatzstoffe, Laktose oder sonstige Zusätze können empfindlichen Fellnasen das Leben schwer machen.

Unser Tipp: Falls Ihr Liebling zu den verdauungssensiblen Tieren gehört oder unter Futtermittelunverträglichkeiten und Allergien leidet, wählen Sie ein artgerechtes Futter. Es sollte aus hochwertigen Rohstoffen bestehen, im Idealfall in Lebensmittelqualität. Der Fleischanteil des Futters sollte möglichst hoch sein. Dazu eignen sich geringe Mengen an qualitativ hochwertigen Kohlenhydraten aus Obst und Gemüse sowie Mineralien. 

Aus unserer Erfahrung heraus können wir Ihnen das Feuchtfutter von Anifit empfehlen. Es gefällt uns wegen seiner durchweg hochwertigen Zusammensetzung: Der Fleischanteil liegt bei 90 bis 99 %. Damit ist das Futter artgerecht, denn als Omnikarnivore benötigen Hunde vor allem tierisches Protein. 

Dazu ergänzen ausgewählte Kohlenhydrate die Rezepturen. Das Futter ist frei von Zucker, Farb- und Zusatzstoffen, Gluten, Mais, Soja sowie Getreide- und Pflanzenmehlen. Probieren Sie am besten aus, ob es Ihrem Vierbeiner guttut. Ein Schnupperpaket mit vielen verschiedenen Sorten können Sie hier bestellen. Die Portionsgrößen reichen von 200 g über 400 g bis zu 810 g.

Diagnose & Therapie: Wie wird Räude beim Hund erkannt und behandelt?

Falls Sie vermuten, dass Ihr vierbeiniger Gefährte unter Räudemilben leidet, ist ein Tierarztbesuch nötig. Dieser prüft, ob die Hautprobleme Ihres vierbeinigen Lieblings tatsächlich darauf und nicht auf andere Ursachen zurückzuführen sein könnten. Beispielsweise können auch Allergien heftigen Juckreiz auslösen. Vermutlich nimmt Ihr Tierarzt eine Hautprobe, um diese auf adulte Grabmilben sowie Eier, Larven, Nymphen und Milbenkot zu untersuchen.

Eine zusätzliche Blutuntersuchung kann die Diagnose „Räude beim Hund“ absichern. Allerdings dauert es mindestens 14 Tage, bis sich Antikörper entwickeln. Ein weiteres Problem ist, dass nicht jeder betroffene Vierbeiner Antikörper gegen Räudemilben bildet. Das erschwert eine sichere Diagnose. Möglicherweise behandelt Ihr Tierarzt Ihre Fellnase also auf Verdacht. Klingen die Symptome infolge der Therapie ab, war es ein Volltreffer.

Zur Therapie der parasitären Erkrankung gibt es verschiedene Möglichkeiten:

Sollte Ihr Liebling unter besonders starkem Juckreiz leiden, empfiehlt Ihr Tierarzt eventuell eine ergänzende Behandlung mit Glucocorticoiden. Das kann die Beschwerden lindern. Auch Heilerde für Hunde kann die gestresste Haut beruhigen. Die Behandlung muss bis zur kompletten Entfernung der Räudemilben fortgesetzt werden. 

Sie haben mehrere Vierbeiner in Ihrem heimischen Rudel? Dann behandeln Sie diese am besten gleich mit. Räude ist überaus ansteckend. Zusätzlich zu der medikamentösen Therapie ist eine sorgfältige Reinigung sämtlicher Schlafplätze und Futternäpfe nötig. Falls Ihr Hund sich an Ihre Beine schmiegt oder Sie intensiv mit ihm Kuscheln sollten Sie auch Ihre Kleidung nach dem Kontakt waschen.

Was tun gegen Milben beim Hund?

Milben beim Hund: Wie kann ich Räude verhindern?

Vollständig verhindern lässt sich die Ansteckung Ihres Hundes mit Räudemilben nicht. Das liegt daran, dass Ihr Vierbeiner unterwegs Artgenossen begegnen. Beim Schnüffeln, Spielen und Toben ist eine Übertragung schnell passiert. Außerdem überleben die Parasiten auch in der Umgebung. Bei jedem Spaziergang besteht also das Risiko eines Milbenkontaktes. Aber Sie können eine Ansteckung mit Sarcoptes scabiei var. canis immerhin frühzeitig erkennen und schnell eingreifen:

Außerdem ist es sinnvoll, nach jedem Spaziergang zu schauen, ob Ihre Fellnase Hautveränderungen oder Juckreiz zeigt. Das verhindert zwar den Befall mit Räudemilben nicht, sorgt aber dafür, dass Ihr Liebling schnell Hilfe bekommt.

Fazit

Räude ist eine häufige und zum Glück heilbare Erkrankung bei Hunden. Allerdings kann der quälende Juckreiz unterschiedliche Ursachen haben. Nicht in jedem Fall steckt die parasitäre Grabmilbe als Verursacher dahinter. Ihr Tierarzt hilft Ihnen dabei herauszufinden, ob Ihr Vierbeiner möglicherweise unter Nahrungsmittelunverträglichkeiten und Allergien leidet oder ob tatsächlich ein Befall mit den winzigen Parasiten vorliegt.

Harmlos oder Notfall? Wenn Ihr Hund Blutbeimengungen ausscheidet, verrät die Farbe einiges über den Ursprung der Blutung. Wann blutiger Durchfall bei Ihrem Hund höchstwahrscheinlich ungefährlich ist und wann Sie unbedingt einen Tierarzt aufsuchen sollten, erfahren Sie hier.

Wenn Sie Blut im Kot Ihres Vierbeiners entdecken, sind Sie vermutlich im ersten Moment erschreckt. Vielleicht sind es nur wenige Tropfen. Vielleicht sind es Schlieren oder die Verfärbung betrifft den gesamten Stuhl. 

Die Farbe verrät Ihnen, wo die Blutung aufgetreten ist.

Ist es hellrot, dunkel oder schwarz? 

Durchfall beim Hund

Was tun, wenn der Hund Durchfall mit Blut hat?

Alles, was Durchfall hervorruft, kann zu blutigen Beimengungen führen. Darum ist „blutiger Durchfall beim Hund“ auch keine Krankheit, sondern ein Symptom. Stellen Sie Ihren Liebling am besten schnellstmöglich beim Tierarzt vor. Es könnte eine ernsthafte Erkrankung hinter seinen blutigen Ausscheidungen stecken. Nur mit einer vertiefenden Untersuchung sind Sie auf der sicheren Seite. 

Am besten dokumentieren Sie Ihre Beobachtungen schriftlich. Auch Fotos und Videos helfen dem Tierarzt bei seiner Diagnose. Nehmen Sie zu Ihrem Termin beim Tierarzt auch eine Kotprobe mit. 

Wir haben für Sie eine Liste mit 12 häufigen zusätzlichen Symptomen zusammengestellt, die sich bei Hunden mit blutigem Durchfall zeigen

Was trifft auf Ihren Vierbeiner zu? 

  1. Ihre Fellnase wirkt ungewöhnlich teilnahmslos oder sogar apathisch. 
  2. Sein Futter rührt er nicht an. / Er frisst weniger als sonst.
  3. Ihr Hund trinkt viel.
  4. Zusätzlich zu blutigem Durchfall erbricht er sich (mit Blutbeimengung). 
  5. Der Kot wirkt schleimig.
  6. Bei Ihrem Hund wechseln sich Durchfall und Verstopfung ab.
  7. Ihr Vierbeiner hat Schmerzen, wenn er Kot absetzt.
  8. Er „fährt Schlitten“ (rutscht mit dem Po über den Boden).
  9. Ihr tierischer Begleiter leckt sich häufig am Hinterteil.
  10. Sie erkennen Verletzungen oder eine Schwellung am After.
  11. Die Schleimhäute Ihres Lieblings wirken blass.
  12. Ihr Vierbeiner hat Nasenbluten. (Achtung: Diese Symptomatik könnte durch Gift verursacht werden. Bitte suchen Sie umgehend einen Tierarzt auf!)

7 Gründe für blutigen Durchfall beim Hund

Möglicherweise hat ihre Fellnase in der Wohnung oder beim Spazierengehen einen Fremdkörper aufgenommen. Dabei kann es sich beispielsweise um Spielzeug, Verpackungsmaterial oder ein Stück Holz handeln. Dieser Gegenstand gelangt nach dem Verschlucken zusammen mit der Nahrung in den Dickdarm Ihres Vierbeiners. Handelt es sich um etwas Scharfkantiges, kann dieser Fremdkörper die Darmschleimhaut verletzen. 

Dadurch können Blutungen im Darm Ihres Vierbeiners entstehen. Beim Ausscheiden kann das Rektum verletzt werden, wodurch der Kot blutig wird.

Manche Hundehalter BARFen ihre Lieblinge. (Die Abkürzung BARF steht für „biologisch-artgerechte rohe Fütterung“.) Geben Sie Ihrem Hund beispielsweise Knochen, könnten Knochensplitter die Darmwand verletzen. 

Oder haben Sie möglicherweise das Futter Ihres Lieblings vor Kurzem auf eine andere Fütterungsart oder Hundefuttersorte umgestellt? Eine veränderte Ernährung kann Verdauungsprobleme sowie Nahrungsmittelunverträglichkeiten oder Allergien beim Hund auslösen. 

Laktoseintoleranz bei Hunden ist ebenfalls eine mögliche Ursache für Durchfall. Manche Fellnasen vertragen bestimmte Proteinquellen, Zusatzstoffe und Ergänzungen in kommerziellem Hundefutter nicht. 

Eventuell ist die Fleischquelle nicht hochwertig. Oder die Zusammensetzung des Futters fällt nicht artgerecht aus. Häufig enthält die Hundenahrung zu viele Kohlenhydrate beziehungsweise Zucker.

Als Omnikarnivore benötigt Ihr vierbeiniger Gefährte – immerhin ein Nachfahre des Wolfes – vor allem Fleisch. Mit einer hochwertigen, artgerechten Fütterung tragen Sie viel zu seinem Wohlbefinden und seiner Gesundheit bei. 

Tipp: Achten Sie beim Einkauf auf einen hohen Fleischanteil und eine komplett aufgeschlüsselte Deklaration!

Wenn Sie die auf der Dose oder dem Futtersack genannten Inhaltsstoffe addieren, sollten 100 % dabei herauskommen. Im Idealfall besitzen sämtliche Zutaten Lebensmittelqualität. Das heißt, dass Sie für den menschlichen Verzehr geeignet sind.

IBD bedeutetInflammatory Bowel Disease“. Das heißt auf Deutsch so viel wie „chronisch-entzündliche Darmerkrankung“. Dabei handelt es sich vermutlich um eine Autoimmunerkrankung, bei der sich die Darmschleimhaut des Hundes entzündet

Falls Ihr Vierbeiner davon betroffen ist, kommt es bei ihm zu Erbrechen und Durchfällen. Vermutlich wirkt Ihr Gefährte insgesamt schlapp und erschöpft.

Auch Wesensveränderungen können vorkommen. Die Erkrankung gilt zwar als nicht heilbar, aber sie lässt sich gut beherrschen. Mit einer veränderten Ernährung können Sie das Wohlbefinden Ihres vierbeinigen Gefährten entscheidend verbessern.

Auch eine Virusinfektion kann hinter blutigem Durchfall beim Hund stecken: Die sogenannte Parvovirose (Hundeseuche) geht auf eine Infektion mit dem Canine Parvovirus (CPV) zurück. Diese Krankheit ist für Menschen ungefährlich, kann für Ihren Vierbeiner allerdings lebensbedrohlich sein.

Besonders häufig erkranken Welpen und Jungtiere an dieser schweren Magen-Darm-Infektion. Infolge der Infektion kann es zu Blutungen im Darmbereich kommen. Ist das der Fall, scheidet Ihr Vierbeiner dunkles Blut aus. 

Waren Sie möglicherweise vor Kurzem mit Ihrem Hund in Urlaub? Leishmaniose beim Hund kann neben Erbrechen und Appetitlosigkeit auch Durchfall und einen schleichenden Gewichtsverlust nach sich ziehen. Die Übertragung der Parasiten erfolgt durch den Stich von Sandmücken.

Polypen sind gutartige Darmtumore. Aber auch maligne (bösartige) Zubildungen kommen bei Hunden im Darmbereich vor. Beides kann schleimige Ausscheidungen und Schmierblutungen hervorrufen. Falls Ihr Hund abwechselnd unter Verstopfung und blutigen Durchfällen leidet, kommt diese Möglichkeit in Betracht. Für Klarheit sorgt eine Darmspiegelung (Endoskopie).

Blutiger Durchfall bei Hunden

Befindet sich Ihr Hund gerade in tiermedizinischer Behandlung? Nimmt er (neue) Medikamente ein? Schauen Sie sich den Beipackzettel an. Möglicherweise handelt es sich um eine Nebenwirkung. Manchmal entstehen durch die Einnahme von Cortison oder Antibiotika Blutungen im Magen-Darm-Bereich. Vielleicht liegt hier die Ursache für die Symptome Ihres Vierbeiners.

Bei einem Befall mit Würmern bekommt der Körper Ihres Hundes nicht mehr alle nötigen Nährstoffe. Durch regelmäßige Entwurmungen beugen Sie einem Befall mit diesen Parasiten vor. Falls Sie unsicher sind, ob eine Entwurmung nötig ist, lassen Sie den Kot Ihres Lieblings beim Tierarzt untersuchen. 

Bei Giardien handelt es sich ebenfalls um Darmparasiten. Wenn Sie möchten, können Sie selbst einen Schnelltest durchführen. Sie können diese Arbeit aber auch einem Tierarzt überlassen: Sammeln Sie am besten drei Kotproben, damit das Ergebnis zuverlässig ist. 

Diagnose bei Hunden mit blutigem Durchfall

Der Tierarzt erkundigt sich vermutlich zuerst nach Ihren Beobachtungen. Wie geht es Ihrem Vierbeiner? Welche Symptome hat er? Darum ist eine möglichst genaue Dokumentation sehr hilfreich. An dieses Gespräch schließt sich eine körperliche Untersuchung an. Vielleicht tastet der Tierarzt After und Rektum ab und überprüft, ob Verletzungen oder Zubildungen sichtbar sind. Auch eine Analdrüsenentzündung kann bei Hunden Blutspuren im Kot hinterlassen. 

Durch eine Blutuntersuchung kann der Tierarzt feststellen, wie es um den allgemeinen Gesundheitszustand Ihres Vierbeiners steht. Bei Verdacht auf Leishmaniose führt er vermutlich einen entsprechenden Antikörper-Test (ELISA, IFAT) durch. 

Auch Ultraschall und Röntgen sowie eine Darmspiegelung könnten zur Diagnosestellung zum Einsatz kommen. Bei einem Ultraschall kann der Tierarzt den Zustand der Organe überprüfen. Sind möglicherweise Veränderungen oder Tumore zu sehen? 

Im Röntgen zeigt sich, ob eine Verstopfung vorliegt. Bei einer Darmspiegelung kann der Tierarzt – falls nötig – gleich eine Gewebeprobe entnehmen und diese zur weiteren Untersuchung einschicken.

Falls Sie eine Kotprobe mitbringen, können Sie diese auf Giardien, Würmer, Bakterien und Pilze untersuchen lassen. 

Blutiger Durchfall Hund: Welche Therapiemöglichkeiten gibt es?

Die Therapie hängt mit der Ursache für die Blutbeimengung im Kot zusammen. Darum ist eine sorgfältige Diagnostik nötig. Erst, wenn der Tierarzt sich ein umfassendes Bild vom Gesundheitszustand Ihres Lieblings gemacht hat, kann er Behandlungsvorschläge machen. 

Die Maßnahmen können verhältnismäßig einfach ausfallen. Bei einem Wurmbefall genügt ein entsprechendes Mittel gegen Würmer. 

Sollte ein Befall mit Giardien vorliegen, besteht die Therapie aus drei Bausteinen:

Hat Ihr Hund eine Verletzung durch einen Fremdkörper, steht möglicherweise eine Operation an. 

Vielleicht genügt aber auch eine Futterumstellung, um die Darmprobleme Ihres Lieblings in den Griff zu bekommen. Wir empfehlen in diesem Fall den Umstieg auf das Hundefeuchtfutter von Anifit. Uns überzeugt zum einen der hohe Fleischanteil von 90 bis 99 Prozent. Zum anderen gefällt uns, dass bei der Herstellung ausschließlich hochwertige Rohstoffe zum Einsatz kommen.

Die Deklaration ist komplett aufgeschlüsselt, sodass Sie genau wissen, was im Napf Ihres Vierbeiners landet.

Bei Darmproblemen ist es sinnvoll, zusätzlich eine Darmsanierung durchzuführen. Dazu eignet sich ein Kombipräparat auf Probiotika (guten Darmbakterien) und Präbiotika (Nahrungsquelle für die erwünschten Bakterien). Mit Anifit Powerdarm helfen Sie der Darmflora Ihres Lieblings bei der Regenration. Das Nahrungsergänzungsmittel können Sie einfach mit ins Futter geben.

Fazit

Wenn Ihr Hund blutigen Durchfall hat, kommen dafür viele verschiedene Ursachen infrage. Bitte nehmen Sie diese Entdeckung nicht auf die leichte Schulter. Dahinter kann zwar eine harmlose Ursache stecken. Vielleicht ist aber auch schnelles, gezieltes Handeln nötig. Ihr Tierarzt hilft Ihnen dabei, die richtigen Schritte zu tun. 

Unabhängig davon unterstützen Sie die Gesundheit Ihres Tieres mit einer hochwertigen, artgerechten Nahrung. Das Motto: „Du bist, was du isst“ gilt für Ihren vierbeinigen Gefährten ebenso wie für uns Menschen.

Leidet Ihr Hund häufiger unter Verdauungsproblemen? Durchfall, Schmatzen, Erbrechen, Blähungen… Möglicherweise steckt IBD dahinter. Mit der richtigen Ernährung können Sie viel dazu beitragen, das Wohlbefinden Ihres Vierbeiners zu verbessern. 

Worauf es bei der Therapie dieser chronischen Erkrankung ankommt und wie Sie den Darm Ihres Hundes nachhaltig beruhigen und sanieren, erfahren Sie hier!

Labrador Fussel (6 Jahre alt) hat Durchfall. Erst denkt sich ihr Frauchen Bianca dabei nichts. Dann kommt Erbrechen dazu. Sina übergibt sich mehrmals täglich. Manchmal hat sie Blähungen. Beim Kuscheln hört Bianca, dass es in Fussels Innerem rumort. Irgendetwas stimmt nicht. 

Als Fussel in der Wohnung Kot verliert, vereinbart Ihr Frauchen einen Termin beim Tierarzt. Der testet die Probe auf Giardien – Volltreffer – und gibt entsprechende Medikamente mit. Fussels Durchfall verschwindet. Allerdings ist die Freude über den Behandlungserfolg nur von kurzer Dauer: Nach drei Wochen ist der Durchfall wieder da – und alles geht von vorn los.

Bianca wechselt das Hundefutter. Sie bringt aus dem Supermarkt verschiedene Sorten mit. Aber Fussels Zustand wird nur kurzfristig besser.

Durchfall, Erbrechen, Blähungen… Die Hündin zieht sich mehr und mehr zurück. Statt an der Tür wartet sie nun meistens in ihrem Körbchen, wenn ihr Frauchen die Haustür aufschließt. Überhaupt schläft Fussel viel. Bianca macht sich Sorgen – und vereinbart den nächsten Tierarzttermin.

Erkennen Sie Ihren eigenen Vierbeiner in diesen Schilderungen wieder? Vielleicht leidet auch Ihr vierbeiniger Gefährte immer wieder unter Durchfällen sowie Erbrechen und wirkt ungewöhnlich erschöpft. Oder bei Ihrem Hund wechseln sich symptomfreie Episoden und Durchfälle ab.

Dahinter könnte eine entzündliche Darmerkrankung, kurz IBD, stecken.

IBD beim Hund

Was bedeutet „IBD“ beim Hund?

Die Abkürzung IBD steht für „Inflammatory Bowel Disease“. Auf Deutsch bedeutet das so viel wie „chronische entzündliche Darmerkrankung“. Zu den charakteristischen Symptomen gehören Verdauungsbeschwerden, Bauchschmerzen und Krämpfe. Vergleichbar ist die Symptomatik mit chronisch-entzündlichen Darmerkrankungen des Menschen wie Morbus Crohn und Colitis ulcerosa.

Meistens erkranken Vierbeiner mittleren Alters. Aber auch jüngere Fellnasen können darunter leiden. Beobachtungen zufolge betrifft es Rassehunde ebenso wie Mischlinge, wobei bestimmte Hundearten wie Schäferhunde, Boxer und Bulldoggen ungewöhnlich oft betroffen zu sein scheinen.

Das gilt besonders, wenn diese helles Fell haben. IBD bei Hunden gilt als nicht heilbar. Aber die Erkrankung lässt sich gut beherrschen. 

Bevor wir dazu kommen, erklären wir Ihnen kurz, 

Was ist IBD?

IBD ist eine Autoimmunerkrankung: Das Immunsystem schützt den Körper Ihrer Fellnase normalerweise vor schädlichen Eindringlingen wie Bakterien, Viren und Pilzen. Erkennt das Immunsystem körperfremde Eindringlinge, mobilisiert es die Abwehrkräfte. 

Bei einer Autoimmunerkrankung funktioniert genau diese Unterscheidung nicht mehr: Das Immunsystem geht fälschlich von einem Eindringling aus, mobilisiert die Abwehrkräfte – und zerstört körpereigene Zellen und Gewebe.

Die Erkrankung verläuft üblicherweise in Schüben oder Zyklen. Falls Ihr Hund davon betroffen ist, leidet er unter einer chronischen Entzündung des Darms. Meistens betrifft diese sowohl den Dünndarm als auch den Dickdarm. In seltenen Fällen kann aber auch nur einer der beiden Darmbereiche entzündet sein.

Zwischen den Krankheitsepisoden können immer wieder symptomfreie Intervalle vorkommen.

Warum ist IBD bei Hunden so gefährlich?

Damit Sie verstehen, was im Körper Ihres tierischen Begleiters passiert, schauen wir uns kurz die Verdauung und den Verdauungsapparat bei Hunden an: Wenn Ihr Vierbeiner Nahrung aufnimmt, schlingt er diese in der Regel unzerkaut hinunter. Als Omnikarnivore ist Ihr Hund mit Zähnen ausgestattet, die zum Halten und Zerreißen von Beute geeignet sind. 

Seine Hauptnahrung sollte also aus Fleisch bestehen. Aber auch Gemüse und Obst dürfen auf den Speiseplan. Die Nahrung wird zwar nicht zerkaut, aber eingespeichelt. Über den Rachen gelangt sie durch die Speiseröhre bis in den Magen. Dort bleibt sie 24 bis 36 Stunden liegen, vermischt sich und wird mithilfe von Verdauungssäften zersetzt. 

Diese Angabe verrät Ihnen auch, in welcher Zeit ein gesunder Vierbeiner ungefähr Kot absetzen sollte. Bemerken Sie bei Ihrem Liebling einen deutlich häufigeren oder selteneren Kotabsatz? Das könnte ein Hinweis auf ein Problem mit der Verdauung sein.

Ist der Magen Ihres Hundes gut gefüllt, entsteht ein sogenannter Fülldruck. Daraufhin öffnet sich der Magenausgang und der Nahrungsbrei bewegt sich in kleinen Mengen weiter zum Dünndarm, wo ein Großteil der Verdauung stattfindet. Dort zersetzen Verdauungsenzyme aus der Gallenblase und der Bauchspeicheldrüse den Speisebrei: Sie bauen Fette, Kohlenhydrate und Eiweiße ab und stellen diese dem Körper Ihres Vierbeiners zur Verfügung. 

Die verbleibenden Nahrungsbestandteile wandern weiter in den Dickdarm. Dort nimmt der Körper Ihres vierbeinigen Lieblings schließlich Salze, wasserlösliche Vitamine und essenzielle Fettsäuren auf. Gleichzeitig wird dem Nahrungsbrei das Wasser entzogen. 

Bei einer Darmentzündung kann Ihr Vierbeiner wichtige Nährstoffe und Vitamine nicht mehr richtig aus der Nahrung ziehen und aufnehmen. Auch der Wasserhaushalt seines Körpers kann durcheinandergeraten. Das wirkt sich negativ auf sein Immunsystem aus und kann weitere Erkrankungen, wie eine Bauchspeicheldrüsenentzündung nach sich ziehen.

Was passiert mit dem Darm meines Hundes bei IBD?

Wegen der dauernden Reizung kommt es zu einer Einlagerung von Entzündungszellen (Lymphozyten und Plasmazellen) in die Darmschleimhaut. Das führt dazu, dass diese anschwillt, beziehungsweise verdickt und eventuell sogar vernarbt. 

Angenommen, Ihr Vierbeiner hat tatsächlich IBD: Wenn er Nahrung zu sich nimmt, bleibt diese nicht wie bei gesunden Artgenossen 24 bis 36 Stunden im Körper. Ihr Hund scheidet sie schneller wieder aus, was sich in heftigen Durchfällen, möglicherweise mit Schleim- und Blutbeimengung zeigen kann. 

Falls die Entzündung sich im Dünndarm befindet, verliert Ihre Fellnase vermutlich deutlich sichtbar an Gewicht. Das liegt daran, dass die Nährstoff- und Energieaufnahme dort passiert.

Falls Ihr Tierarzt die chronische Darmentzündung rechtzeitig erkennt, lässt sie sich gut behandeln. Bleibt das Leiden unentdeckt, besteht die Gefahr, dass die Entzündung auf andere Organe übergreift. Allerdings ist die Diagnostik nicht ganz einfach, denn hinter Durchfall und Erbrechen können auch andere Gründe stecken.

Welche Ursachen hat IBD beim Hund?

Wodurch die chronisch-entzündliche Darmerkrankung bei Hunden entsteht, ist wissenschaftlich noch nicht abschließend geklärt. Als wahrscheinlich wird angenommen, dass es sich um eine Autoimmunreaktion der Darmschleimhäute handeln könnte. 

Diskutiert werden unterschiedliche Ursachen:

Welche Symptome zeigen Hunde mit IBD?

Körperliche Symptome

Typisch für IBD ist der schubartige Verlauf: Möglicherweise geht es Ihrem Hund zwischen den Schüben gut. Er kann phasenweise sogar vollkommen gesund wirken, bis der nächste Krankheitsschub einsetzt. Dabei treten in vielen sowohl körperliche als auch psychische Beschwerden auf. 

Tierhalter berichten bei IBD über folgende Symptome:

Ein weiteres mögliches Problem ist Blutarmut/Vitamin B12-Mangel. Bei erkrankten Tieren gibt es sichtbare Veränderungen an der Darmschleimhaut.

IBD Hunde

Psychische Symptome

Neben körperlichen Auffälligkeiten zeigen sich auch psychische Symptome. Achten Sie bei Ihrem Vierbeiner am besten nicht nur auf seine physische Gesundheit, sondern nehmen Sie auch sein Verhalten in den Blick. 

Wirkt Ihr Hund möglicherweise auffällig ängstlich, schreckhaft und unruhig? Vielleicht zeigt sich Ihr Vierbeiner sogar aggressiv. Eine mögliche Erklärung für diese Wesensveränderung könnte chronischer Stress sein: Durch IBD ist der Körper Ihrer Fellnase in Aufruhr.

Das lässt den Cortisolspiegel steigen. Dabei handelt es sich um eine Schutzfunktion des Körpers. Ein Wolf würde sich mit diesen Symptomen höchstwahrscheinlich zurückziehen – und andere Lebewesen auf Abstand halten.

Manche Hunde erscheinen auch müde und lethargisch.

Tipp: Dokumentieren Sie Auffälligkeiten bei Ihrem Vierbeiner. Notieren Sie Stichworte zu seinem Allgemeinbefinden. Fotos helfen dabei, äußerlich sichtbare Veränderungen im Blick zu behalten. Ihre Aufzeichnungen und Beobachtungen sind wertvolle Informationsquellen für Ihren Tierarzt. 

Wie stellt der Tierarzt die Diagnose IBD beim Hund fest?

Wenn Sie Ihr Tier beim Tierarzt vorstellen, fragt dieser in der Regel zunächst für den Grund Ihres Besuches. Zu einer ausführlichen Anamnese gehören neben der Erhebung eventueller Vorerkrankungen und Medikamente auch der aktuelle klinische Zustand. 

Schildern Sie Ihre Beobachtungen. Falls Sie Aufzeichnungen (Text, Fotos, Videos) haben, stellen Sie diese am besten ebenfalls zur Verfügung. Das hilft dem Tierarzt, sich ein umfassendes Bild vom aktuellen Gesundheitszustand Ihres Vierbeiners zu machen.

Bei der allgemeinen körperlichen Untersuchung Ihres Tieres kann der Tierarzt eventuell verdickte Darmschlingen und vergrößerte Lymphknoten ertasten. 

Es ist nicht einfach, die Diagnose IBD zu stellen. In der Regel ist dafür eine Ausschlussdiagnostik nötig: Das heißt, Ihr Tiermediziner prüft sämtliche andere infrage kommenden Ursachen und schließt diese nach und nach aus. Das liegt daran, dass die Symptome für IBD auch zu anderen Krankheiten und gesundheitlichen Schwierigkeiten passen. Dazu zählen unter anderem Futtermittelallergien, Bauspeicheldrüsenentzündung und Parasitenbefall.

Endgültige Gewissheit verschafft schließlich eine Darmspiegelung (Endoskopie). Dabei entnimmt der Tierarzt eine Gewebeprobe (Biopsie). Dieser Eingriff erfolgt unter Vollnarkose. Auffällig ist, dass Hunde mit einer chronisch entzündlichen Darmerkrankung nicht nur weniger Darmbakterien haben als gesunde Artgenossen. Auch die Vielfalt (Diversität) der Bakterienstämme ist bei ihnen vermindert.

Wie sieht die IBD-Therapie bei Hunden aus?

IBD gilt als nicht heilbar. Darum sind regelmäßige Kontrollen beim Tierarzt ebenso wichtig wie ein konsequentes Befolgen des Therapieplans. Die Therapie setzt sich aus mehreren Bausteinen zusammen. Was generell wichtig ist: Sorgen Sie dafür, dass es Ihrem Hund gut geht. Spaziergänge, Streicheleinheiten, Spiele, Intelligenztraining… All das macht Ihren Vierbeiner glücklich.

Akute Krankheitssymptome lindern

Vermutlich beginnt Ihr Tierarzt zunächst mit der Behandlung der vorliegenden Symptome. Welche Medikamente und Maßnahmen dabei zum Einsatz kommen, entscheidet sich nach den Krankheitsanzeichen Ihres Hundes. Die Therapie wird individuell an Ihr Tier angepasst.

Leidet Ihr Vierbeiner unter Krämpfen, erhält er wahrscheinlich ein krampflösendes Mittel beziehungsweise ein Schmerzmittel. Auch Antibiotika, Entzündungshemmer wie Cortison und Fiebersenker können bei Bedarf zum Einsatz kommen

Cortison schwächt das Immunsystem. Dieser Effekt ist gewollt, denn wegen der Autoimmunerkrankung der Darmschleimhaut reagiert der Körper übermäßig stark. Allerdings gibt es bei der Gabe von Cortison einen Nachteil: Ihr tierischer Begleiter wird anfälliger für andere Krankheiten.

Ihr Hund hat bereits stark an Gewicht verloren? Er ist sichtlich ausgetrocknet oder leidet unter einem Proteinmangel? Dann ist der stationäre Aufenthalt in einer Tierklinik eine Möglichkeit, Ihrer Fellnase schnell wieder auf die Beine zu helfen. Dort wird der Flüssigkeitsverlust durch Infusionen ausgeglichen.

Darmflora stärken: Probiotika und Präbiotika

Um den Darm zu unterstützen, raten wir zusätzlich zu einer Darmsanierung beim Hund. Dafür eignen sich sogenannte Probiotika und Präbiotika. Diese können Sie als Ergänzung ins Hundefutter geben. Der Darmaufbau kann mehrere Wochen oder sogar mehrere Monate dauern.

Aber was sind eigentlich Probiotika und Präbiotika? Kurz gesagt: Probiotika sind Mikroorganismen, die sich vorteilhaft auf die Gesundheit des Hundes auswirken. Meistens handelt es sich dabei um Bakterien. Im Volksmund ist daher oft von „guten Darmbakterien“ die Rede. Aber auch Hefen gehören dazu. Das bekannteste Probiotikum für Hunde ist der Darmkeim Enterococcus faecium. 

Präbiotika dienen den Probiotika als Nahrung. Ihr Hund kann diese nicht ohne Unterstützung verdauen. Aber die Darmbakterien sind in der Lage, sie zu verstoffwechseln und daraus Energie zu ziehen. Dementsprechend regen Präbiotika das Wachstum von Darmbakterien an und sind ein Muss zur Stärkung der Darmflora. Fructooligosaccharide (FOS) und Mannanoligosaccharide (MOS) sowie Inulin sind bekannte Vertreter der Präbiotika. 

Es genügt also nicht, Ihrer Fellnase lediglich ein Probiotikum zur Verbesserung seiner Darmgesundheit zu geben. Damit sich die Darmflora Ihres Hundes nachhaltig verbessern kann, brauchen Probiotika selbst Nahrung. Nur mit dem entsprechenden Nährsubstrat vermehren sich die „guten Bakterien“.

Ein Präparat, das beide Komponenten vereint, nennt sich in der Fachsprache „Synbiotikum“.

Ein solches Produkt ist Anifit Powerdarm. Es enthält sowohl den wertvollen Darmkeim Enterococcus faecium als auch die erwähnten Präbiotika, die diesem als Nahrungsquelle dienen. Mit dieser Nahrungsergänzung tragen Sie nachhaltig zur natürlichen Stärkung der Darmflora Ihres Hundes bei.

Die empfohlene Tagesmenge hängt vom Körpergewicht ab:

Die Auswirkungen erkennen Sie wahrscheinlich bereits nach kurzer Zeit am Kot Ihres Vierbeiners: Die Konsistenz verändert sich, und er wird wieder fester.

Ist Durchfall beim Hund IBD?

Ist IBD heilbar? Prognose

Sobald bei Ihrem Hund eine entzündliche Darmerkrankung diagnostiziert wurde, wird Ihr Tierarzt wahrscheinlich regelmäßige Kontrolluntersuchungen empfehlen. Damit lässt sich sicherstellen, dass die Behandlung richtig auf Ihren Vierbeiner eingestellt ist. Auch wenn Ihr Hund keine Symptome mehr zeigt, bleibt er ein IBD-Patient, denn die Krankheit ist nicht heilbar. 

Es kann jederzeit zu einem neuen Schub kommen. Aber die Symptome lassen sich gut therapieren. Ihr vierbeiniger Gefährte kann mit der richtigen Behandlung ein erfülltes, glückliches Leben mit minimalen Beschwerden führen, sobald die Symptome unter Kontrolle sind.

Eine wichtige Voraussetzung ist die Einhaltung der neuen Ernährung für Ihren Vierbeiner. Wie diese aussehen kann, erfahren Sie im nächsten Abschnitt. Falls Sie bei Ihrem Liebling etwas Ungewöhnliches bemerken oder sich neue Symptome entwickeln, ist ein Tierarztbesuch Pflicht.

Was kann ich einem Hund mit IBD füttern?

Wichtig bei der Behandlung von entzündlichen Darmerkrankungen ist die Umstellung der Ernährung. Futtermittelallergien werden als eine mögliche Ursache für IBD bei Hunden gesehen. Es kommen zwar auch andere Gründe in Betracht. Aber eine Ernährungsumstellung kann helfen, die entzündlichen Prozesse in den Griff zu bekommen, die durch IBD entstehen.

Ernährungsumstellung auf darmschonende Nahrung

Langfristig ist die Ernährungsumstellung Ihrer Fellnase ein wichtiger Baustein der Therapie bei IBD. Viele kommerzielle Tierfutterarten belasten den Organismus Ihres Hundes mit minderwertigen Zutaten und Konservierungsmitteln, unnötigen Füll-, Farb- und Zusatzstoffen sowie Zucker und anderen künstlichen Zusätzen. 

Leidet Ihr vierbeiniger Gefährte unter einer chronisch-entzündlichen Darmerkrankung, sollte die Ernährung möglichst darmschonend und leicht verdaulich ausfallen. Es ist entscheidend, erst einmal Ruhe ins Immunsystem zu bringen. Der Darm sollte bei der Fütterung so weit wie möglich unterstützt und entlastet werden. 

Wir persönlich haben gute Erfahrungen mit dem Feuchtfutter für Hunde von Anifit gemacht. Es wird schonend per Kaltabfüllung zubereitet und besticht durch hochwertige Inhaltsstoffe, die für den menschlichen Verzehr zugelassen sind. Auf künstliche Zusätze, Zucker und Allergene wird dabei konsequent verzichtet. 

Probieren Sie die hochwertige Nahrung am besten einfach selbst aus: Hier können Sie ein Futterpaket mit vielen verschiedenen Sorten in unterschiedlichen Portionsgrößen (200 g, 400 g oder 810 g) für Ihren Hund bestellen.

Wir raten zu einer behutsamen Futterumstellung: Geben Sie zunächst einen Anteil von 10 Prozent des neuen Futters unter das bisherige Futter. Steigern Sie diesen Anteil kontinuierlich auf 20 Prozent, 30 Prozent, 40 Prozent usw., bis Sie die komplette Mahlzeit ersetzt haben.

Keine Sorge, falls Sie die Dose nicht schnell genug leer bekommen: Anifit-Futter lässt sich problemlos einfrieren und wieder auftauen. 

Hochverdauliche Nahrung (Spezialdiät)

Möglicherweise empfiehlt Ihnen Ihr Tierarzt hochverdauliches Hundefutter wie i/d von Hills. Es gibt eine Reihe von Futterherstellern, die sich auf spezielle Diäten für Hunde mit bestimmten Krankheiten spezialisiert haben. Dazu gehören VetConcept, Royal Canin und Hills.

Die spezielle Diät soll eine Nährstoffaufnahme trotz der anhaltenden Entzündungsprozesse im Darm Ihres Hundes möglich machen. Das Futter gibt es häufig nur beim Tierarzt oder im Fachhandel zu erwerben. Es ist kostenintensiv, überzeugt uns allerdings nicht uneingeschränkt in Bezug auf seine Inhaltsstoffe. 

Unbekannte Proteinquellen

Eine weitere beliebte Option ist die Verwendung von Proteinquellen, die Ihr Hund bislang noch nicht kennt. Schweine- und Hühnerfleisch sind häufige Zutaten in kommerziellem Hundefutter. Ihnen wird ein erhöhtes Risiko für eine Immunreaktion des Darms zugeschrieben

Darum raten viele Experten für Hundeernährung zu neuartigen Proteinquellen wie Wild, Känguru, Büffel, Schaf oder Lamm, um das Risiko einer Immunreaktion zu senken. Durch Monofutter mit nur einer einzigen Proteinquelle senken Sie ebenfalls die Wahrscheinlichkeit von Unverträglichkeiten und allergischen Reaktionen.

Setzen Sie auf ein hochwertiges Futter mit einer einzigen Proteinquelle, viel Fleisch und mit einer kompletten Deklaration: Schauen Sie sich die Inhaltsstoffe an und addieren Sie die Prozentzahlen. Im Idealfall kommen Sie auf 100 % und wissen damit genau, was in der Dose steckt.

Hydrolysierte Proteindiäten

Auch Hundefutter mit hydrolysierten Proteinen ist eine Möglichkeit zur Behandlung entzündlicher Darmerkrankungen bei Hunden. Der Körper des Hundes bewertet größere Eiweißmoleküle eventuell als Fremdkörper, was eine Immunreaktion hervorruft. 

Hydrolysierte Proteine sind Eiweißmoleküle, die durch chemische oder mechanische Prozesse bereits zerkleinert sind. Das senkt das Risiko, dass der Körper Ihres Vierbeiners darauf reagiert. Dadurch verringert sich auch das Ausmaß der Entzündung an der Darmschleimhaut.

Ballaststoffreiche Ernährung

Eine weitere alternative Kost zur Behandlung entzündlicher Darmerkrankungen bei Hunden ist eine ballaststoffreiche Ernährung. Ballaststoffe sind gut geeignet, um die mit IBD verbundenen Symptome zu mildern. Die nicht verdaulichen Bestandteile der Ballaststoffe helfen, den Transport der Nahrung durch den Darmtrakt zu regulieren. Sie tragen dazu bei, den Kot im Darm Ihres Hundes zu verdichten, was die Konsistenz des Stuhls verbessert.

Die verdaulichen Komponenten der Ballaststoffe dienen nützlichen Bakterien im Dickdarm als Nahrungsquelle. Falls Sie Rohfleischfütterung bevorzugen (BARF) ist auch diese Maßnahme einen Versuch wert, um den Darm Ihres Hundes zu entlasten.

Kann ich meinen Hund vor IBD schützen?

Lässt sich IBD vorbeugen? Diese Frage stellen uns viele Hundehalter. Es ist zwar noch nicht endgültig geklärt, wie diese Krankheit entsteht. Aber Sie können trotzdem vorbeugend aktiv werden und dazu beitragen, dass die Darmflora Ihres tierischen Begleiters gesund bleibt. Den vielleicht wichtigsten Grundstein dafür legen Sie mit einer hochwertigen und artgerechten Ernährung vom Welpenalter an. 

Wir empfehlen dazu das Feuchtfutter für Hunde von Anifit.

Es ist artgerecht auf die Bedürfnisse Ihres Hundes – eines Omnikarnivoren – abgestimmt:

Sämtliche verwendete Bestandteile sind glutenfrei. Die Zubereitung der Mahlzeiten erfolgt durch Kaltabfüllung. Diese Zubereitungsmethode ist besonders vitamin- und nährstoffschonend.

Hundefutter

Fazit

IBD ist eine ernstzunehmende Krankheit bei Hunden. Durchfälle, Erbrechen und Krämpfe können die Lebensqualität Ihres Vierbeiners stark einschränken. Das kann nicht nur zu körperlichen Symptomen, sondern auch zu Wesensveränderungen bei Ihrer Fellnase führen.

Falls Sie die oben genannten Symptome bei Ihrem Hund feststellen, stellen Sie ihn am besten beim Tierarzt vor. Mithilfe einer Ausschlussdiagnose und einer Darmspiegelung einschließlich Biopsie kann er herausfinden, ob tatsächlich das Inflammatory Bowel Disease vorliegt.

Bestätigt sich die Diagnose bei Ihrem Liebling gilt zunächst: Keine Panik! Die Erkrankung ist gut beherrschbar. Wichtig ist, die Entzündungen der Darmschleimhaut zu reduzieren. Darum konzentriert sich Ihr Tierarzt vermutlich zunächst auf die aktuell vorliegenden Symptome und verabreicht – je nach Indikation – Antibiotika, Schmerzmittel, Krampflöser und Entzündungshemmer. 

Ein vorübergehender stationärer Aufenthalt in der Tierklinik kann in schweren Fällen ebenfalls nötig sein. 

Langfristig kommt der richtigen Ernährung eine Schlüsselfunktion bei chronisch entzündlichen Darmerkrankungen des Hundes zu: Stellen Sie Ihren Vierbeiner darum unbedingt behutsam auf ein gut bekömmliches, hochwertiges und artgerechtes Futter um. Sein Darm sollte zur Ruhe kommen. 

Auch eine Darmsanierung ist sinnvoll. Geben Sie am besten ein Kombipräparat aus Probiotika und Präbiotika, um die Darmflora Ihrer Fellnase zu verbessern. Danach sollten sich Symptome wie Durchfall und Erbrechen bei Ihrem Hund lindern und im Idealfall vollständig verschwinden.

Hat Ihr Hund bei anstrengenden Tätigkeiten plötzlich mit trockenem Husten zu kämpfen, hat er sich womöglich mit dem Zwingerhusten infiziert. Dieser gilt als sehr ansteckende Erkrankung der oberen Atemwege und sollte möglichst schnell behandelt werden. 

Spielt Ihr Tier oft mit anderen Hunden, ist es besonders gefährdet. Denn die Erreger verbreiten sich vorrangig durch die Tröpfcheninfektion. Dadurch können sich die Viren beziehungsweise Bakterien auch leicht in Tierheimen, Hundepensionen oder bei Hunde-Sportveranstaltungen ausbreiten. Daneben können allerdings auch schlechte Haltungsbedingungen schuld an dem Ausbruch der Krankheit sein. 

In der Regel kann eine Infektion mit gewöhnlichen Medikamenten behandelt werden, zum Beispiel Hustensaft für Hunde. Auch Hausmittel wie Wasser mit Honig können dazu beitragen, dass es Ihrem Liebling schneller wieder besser geht. Manchmal treten jedoch auch schwere Fälle auf. Dann ist eine Behandlung mit Antibiotikum nötig. Welches die beste Therapie für Ihren Hund ist, entscheidet immer der Tierarzt. 

Wichtig zu wissen ist ebenfalls, dass es eine Impfung gegen Zwingerhusten gibt. Mit dieser können Sie Ihr Tier gut vor einem schweren Verlauf schützen. 

In unserem Artikel verraten wir Ihnen mehr über die Ursachen des Zwingerhustens und an welchen Symptomen Sie diesen erkennen. Darüber hinaus erklären wir Ihnen, wie die Krankheit behandelt wird und wie Sie mittels Impfung einer Infektion vorbeugen können. 

Ursachen für den Zwingerhusten

Zwingerhusten beim Hund kann verschiedene Ursachen haben. In der Regel wird die Krankheit durch Bakterien oder Viren übertragen. Durch Husten, Niesen oder gegenseitiges Beschnuppern haben diese leichtes Spiel. Ebenso lauern die Erreger an öffentlichen Wassernäpfen oder am Spielzeug anderer Tiere. Je häufiger Kontakt Ihr Haustier zu anderen Hunden hat, desto größer ist das Ansteckungsrisiko. 

Doch aufgepasst: Auch Hunde und Katzen können sich gegenseitig anstecken!

Hat sich Ihr Tier mit dem Virus infiziert, besiedelt dieses seine Bronchien. Bakterien können dann eine weitere Infektion hervorrufen. Die Ansteckung passiert sehr einfach. Das liegt auch daran, dass infizierte Tiere eine lange Zeit ansteckend sind. Erst eine Woche, nachdem ihr Hund wieder symptomfrei ist, geht von ihm keine Ansteckungsgefahr mehr aus. Hunde in Zwingern, Tierpensionen oder anderen Orten, an denen viele Tiere eng beieinander leben, sind daher besonders gefährdet. 

Neben Viren und Bakterien gibt es eine Reihe weiterer Faktoren, die Ursachen für die Erkrankung sein können.

Hierzu gehören zum Beispiel:

Achten Sie daher darauf, dass ihr Hund gesund bleibt und keine Abwehrschwäche entwickelt. Bei Wurmbefall sollten Sie schnellstmöglich Wurmkuren beim Hund durchführen. Anderenfalls kann eine weitere Erkrankung eine doppelte Belastung für Ihren Vierbeiner darstellen und den Heilungsprozess verzögern. Das gilt auch dann, wenn Ihr Haustier schon älter ist oder aus einem anderen Grund ein geschwächtes Immunsystem hat. 

Ebenso ist es wichtig, einer Mangelernährung vorzubeugen. Mit dem qualitativ hochwertigen Hundefutter von Anifit schaffen Sie gute Voraussetzungen dafür, dass Ihr Haustier vital und gesund bleibt. Denn eine vollwertige Ernährung ist nicht nur für Menschen, sondern ebenso für Tiere wichtig. Alle Anifit-Produkte werden in Schweden produziert, besitzen Lebensmittelqualität und sind frei von Fettzugaben. Die natürlichen Rohstoffe schmecken Ihrem Tier nicht nur, sondern liefern ihm zugleich wichtige Nährstoffe.

Zwingerhusten: Häufige Symptome

Der Name der Krankheit spricht bereits ein Hauptsymptom an: Husten. Dieser wirkt oftmals hart und krampfig. Hinzu kommen manchmal ein Würgereiz und Atembeschwerden. Besonders häufig treten die Beschwerden auf, wenn der Hund gerade sehr aktiv ist. Der Grund: In diesen Situationen wird Druck auf die Luftröhre ausgeübt. Ihr Hund ist während der Krankheit folglich auch weniger belastbar.

Des Weiteren können eine laufende Nase, Fieber, Appetitlosigkeit, Entzündungen im Rachen und eine Bindehautentzündung auftreten. Bei einer Sekundärinfektion verlaufen diese Symptome schwerer. 

Wenn Sie glauben, dass Ihr Hund an Zwingerhusten leidet, sollten Sie immer einen Tierarzt aufsuchen. Dieser untersucht Ihren Hund und stellt fest, ob wirklich ein Zwingerhusten vorliegt. Andere Krankheiten, beispielsweise Schilddrüsenerkrankungen bei Hunden, können auf diese Weise ausgeschlossen werden.

In unsicheren oder komplizierten Fällen macht der Tierarzt einen Abstrich. Durch diesen werden die genauen Erreger sichtbar. Häufige Viren sind etwa das Canine Herpes-Virus (CHV) und das Canine Para-Influenza-Virus (CPIV). Nachdem bekannt ist, um welchen Virus- oder Bakterientyp es sich handelt, kann der Arzt gezielt Medikamente verschreiben. Denn nicht immer ist es beispielsweise notwendig, den Zwingerhusten mit Antibiotika zu behandeln.

Tritt nach einer Woche keine Besserung ein oder verschlechtern sich die Symptome, ist ein weiterer Besuch beim Tierarzt fällig. Dieser kann eine Blutuntersuchung durchführen sowie Herz und Lunge röntgen. Darüber hinaus kann er weitere Medikamente verschreiben.

Zwingerhusten Hund

Die Behandlung von Zwingerhusten

Welches die richtige Therapie für Ihr Haustier ist, ist stets abhängig vom Schweregrad der Krankheit. Bisher gibt es noch kein Medikament, das speziell beim Zwingerhusten verabreicht wird. Aus diesem Grund verschreibt der Tierarzt Hustensaft sowie fieber- und abwehrstärkende Medikamente. 

Muss Ihr Hund Antibiotika nehmen, sollten Sie sich unbedingt an die genauen Anweisungen halten und die Behandlung nicht vorzeitig beenden, weil es Ihrem Tier wieder besser geht. Die Krankheit kann dann erneut zurückkommen und das Antibiotikum wirkungslos sein. Deswegen sollten Kuren mit Antibiotika immer bis zum Schluss genommen werden.

Natürlich können Sie Ihren Hund mit Hausmitteln bei Zwingerhusten unterstützen.

Hierfür eignet sich Folgendes:

Vorsorge mittels Impfung

Damit Ihr tierischer Liebling gar nicht erst am Zwingerhusten erkrankt, sollten Sie ihn regelmäßig dagegen impfen lassen. Die Impfung ist keine Pflicht. Sie ist allerdings insbesondere dann sinnvoll, wenn Ihr Tier oft mit anderen Hunden spielt oder in Hundepensionen ist. Ebenso empfiehlt sich die Impfung, wenn Sie an Hundesportveranstaltungen teilnehmen. 

Die Impfung erfolgt nicht mittels Spritze, sondern durch Nasentropfen. Diese werden direkt auf Nasenschleimhaut gegeben. Bereits ab einem Alter von acht Wochen ist die Gabe der ersten Dosis möglich. Anschließend beziehungsweise nach der ersten Impfung sollte diese jährlich aufgefrischt werden. Auf diese Weise schützen Sie Ihr Haustier vor einer gefährlichen Infektion!

Lassen Sie Ihr Tier impfen, haben Sie die Wahl zwischen zwei verschiedenen Impfstoffen: den Impfstoff gegen den Erreger Bordetella bronchiseptica sowie gegen das Para-Influenza-Virus. Bei Ersterem handelt es sich um einen bakteriellen Erreger. Besprechen Sie mit dem Tierarzt, welchen Stoff gegen die hochansteckende Krankheit er empfiehlt. 

Da die Inkubationszeit des Zwingerhustens bis zu dreißig Tagen dauern kann, ist es nahezu unmöglich, Ihren Hund von allen infizierten Tieren fernzuhalten. Eine Impfung bietet daher den besten Schutz! Sie kostet um die 50 Euro, ist dabei jedoch oftmals Teil einer Sechsfach-Impfung. Eine medizinische Behandlung im Krankheitsfall ist mit Sicherheit teurer. 

Mit dem Zwingerhusten bei einem Hund ist nicht zu spaßen. Durch eine gute Behandlung Ihres Tieres sowie eine Impfung können Sie jedoch eine umfangreiche Vorsorge treffen. Unser angebotenes Hundefutter von Anifit trägt überdies dazu bei, dass Ihr Tier gesund bleibt.

Testen Sie unser hochwertiges Hundefutter und sorgen Sie dafür, dass Ihr Hund ein langes und glückliches Hundeleben führen kann.

Eine „chronische Nierenerkrankung“ (CNE) ist nicht heilbar. Trotzdem können Sie einiges tun, um die Lebensqualität Ihres Hundes zu erhalten und den Verlauf hinauszuzögern. In diesem Artikel beleuchten wir besonders die Rolle der Ernährung. Welches Nierenfutter sich für Ihren Hund eignet, erfahren Sie hier in unserem Nierenfutter Hund Test.

Nierenversagen ist eine komplexe Erkrankung, die meistens zunächst unentdeckt bleibt. Im Anfangsstadium der Erkrankung bemerken Sie möglicherweise keine Krankheitsanzeichen bei Ihrem Liebling. Erst, wenn ein Großteil der Nieren bereits zerstört ist, zeigen Hunde auffällige Symptome. Das macht die chronische Niereninsuffizienz so tückisch, denn sie verläuft schleichend.

Je früher Sie die Erkrankung entdecken, desto besser können Sie eingreifen. Regelmäßige Vorsorgeuntersuchungen helfen Ihnen dabei, die Gesundheit Ihres Hundes im Auge zu behalten und Veränderungen frühzeitig zu erkennen.

Tierärzte raten bei größeren Vierbeinern zu einem jährlichen Check ab dem siebten Lebensjahr. Angehörige größerer Hunderassen altern schneller als Vertreter kleinerer Hunderassen. Hat Ihr Hund genetisch bedingt ein erhöhtes Risiko für Nierenerkrankungen? Das betrifft beispielsweise Berner Sennenhunde, Terrier, Beagles, Golden Retriever und Rottweiler.

Sprechen Sie in diesem Fall am besten mit Ihrem Tierarzt. Möglicherweise sind jährliche Nierenchecks bei Ihrem vierbeinigen Gefährten bereits in einem jungen Lebensalter sinnvoll.

Wodurch Nierenerkrankungen – abgesehen von einer möglichen genetischen Disposition – entstehen, ist bislang nicht abschließend geklärt. Fest steht: Hunde mit einem Funktionsverlust der Nieren benötigen eine leicht verdauliche Nahrung aus hochwertigen Zutaten mit einem angepassten Proteingehalt. Das kann das noch funktionstüchtige Nierengewebe entlasten.

Der Handel hält speziell für nierenkranke Hunde eine Reihe von Diäten bereit. Wir haben die Produkte zahlreicher kommerzieller Hundefutterhersteller unter die Lupe genommen.

Ein Futter fiel uns dabei durch seine Zusammensetzung besonders positiv auf: Anifit-Vet Niereninsuffizienz.

Warum sich dieses Futter unserer Auffassung nach besonders für nierenkranke Vierbeiner eignet, erfahren Sie gleich. Zuerst beleuchten wir, warum es so wichtig ist, die Nierenfunktion Ihres Lieblings so lange wie möglich zu erhalten.

Welches ist das beste Nierendiätfutter?

Welche Aufgaben erfüllen die Nieren im Körper?

Die Nieren sind die Entgiftungsorgane des Körpers.

Aber sie übernehmen auch darüber hinaus wichtige Aufgaben:

Wie erkenne ich eine Niereninsuffizienz bei meinem Hund?

Eine chronische Nierenerkrankung kann jüngere und ältere Hunde betreffen. Heilbar ist die Nierenschädigung nicht. Darum ist entscheidend, Funktionseinschränkungen der Nieren so früh wie möglich zu erkennen – und mit einer angepassten Ernährung und tierärztlicher Hilfe gegenzusteuern.

Sie machen sich Sorgen darüber, dass Ihr Vierbeiner möglicherweise unter einer Niereninsuffizienz leiden könnte?

Machen Sie unseren kleinen Test und beantworten Sie die folgenden Fragen:

  1. Spielt Ihr Hund weniger und wirkt nicht mehr genauso aktiv wie früher?
  2. Trinkt Ihr Vierbeiner viel?
  3. Setzt er öfter Urin ab? Oder erscheint Ihnen die Urinmenge ungewöhnlich hoch?
  4. Macht Ihr Vierbeiner manchmal in die Wohnung?
  5. Frisst er weniger? Hat Ihr Vierbeiner Gewicht verloren?
  6. Stellen Sie häufiger (blutigen) Durchfall und/oder Erbrechen bei Ihrem Hund fest?
  7. Wirkt das Fell Ihres vierbeinigen Gefährten struppig, stumpf und/oder ungepflegt?
  8. Riecht Ihr vierbeiniger Begleiter aus dem Maul?
  9. Befinden sich schleimige Beläge auf den Zähnen?

Dieser Test soll Sie lediglich sensibilisieren. Je öfter Sie mit „ja“ antworten, desto höher ist die Wahrscheinlichkeit, dass eine Nierenerkrankung vorliegen könnte. Sprechen Sie im Zweifelsfall mit Ihrem Tierarzt und schildern Sie Ihre Beobachtungen.

Diagnostik und Therapie

Beim Verdacht auf eine CNE stehen bei Ihrem Vierbeiner umfangreiche Untersuchungen an. Dazu gehören mehrere Bausteine.

Nach einem Gespräch und einer Allgemeinuntersuchung nimmt Ihr Tierarzt vermutlich zunächst Blut ab und kontrolliert die Kreatinin- und Harnstoffwerte Ihres Hundes. Sind diese erhöht, weist das auf eine Schädigung der Nierenfunktion hin. In dem Fall gelingt es dem Körper nicht mehr, die „Abfallprodukte“ in ausreichendem Maße aus dem Blut herauszufiltern.

Durch den Biomarker SDMA (Symmetrisches Dimethylarginin) ist es möglich, eine Nierenschädigung bereits in einem früheren Stadium zu entdecken. Darum sollten Sie diesen Wert unbedingt mit überprüfen lassen. Auch veränderte Natrium- und Phosphatwerte können auf Probleme mit den Nieren hinweisen.

Erscheint eine CNE möglich, rät Ihr Tierarzt vermutlich zu einer erneuten Blutabnahme in zwei bis vier Wochen. Diese dient dazu, die Entwicklung der Werte zu beobachten und die Nierenfunktion nach dem sogenannten IRIS-Staging einzuteilen. Die Abkürzung IRIS steht für International Renal Interest Society. Nach dieser Einteilung gibt es vier verschiedene Stadien.

Maßgeblich für die Zuordnung der Nierenerkrankung ist der Kreatininwert im Blutserum. Darauf basierend kann Ihr Tierarzt die Therapie für Ihre Fellnase festlegen.

Nicht nur das Blut, auch der Urin Ihres Hundes ist eine wertvolle Informationsquelle. Finden sich Eiweiße oder Zucker darin? Wie sieht es mit Blut aus? All das erlaubt Rückschlüsse auf den Zustand der Nieren.

Mithilfe bildgebender Verfahren – Röntgen und Ultraschall – kann Ihr Tierarzt eventuell vorhandene äußere Veränderungen der Nieren überprüfen. Dazu gehören die Struktur, die Größe, die Form und die Lage der beiden Organe.

Was für eine Ernährung hilft meinem Hund bei Niereninsuffizienz?

Die gute Nachricht zuerst: Eine CNE ist nicht heilbar. Aber sie kann behandelt werden. Sie können den Verlauf der Erkrankung hinauszögern. Die Voraussetzung dafür ist, dass das Nierengewebe Ihres Hundes möglichst wenig belastet wird. Dazu trägt eine an die Erkrankung angepasste Ernährung bei.

Da der Elektrolythaushalt bei Hunden mit CNE in der Regel verändert ist, empfiehlt sich eine Ernährung mit wenig Natrium, Kalium, Magnesium und Phosphat.

Tierarztpraxen empfehlen in der Regel Nierendiätfutter. Es gibt zahlreiche kommerzielle Nierendiäten für Hunde auf dem Markt. Dazu zählen bekannte und weniger bekannte Marken. In Bezug auf Ihre Zusammensetzung unterscheiden sie sich teilweise stark.

Möglicherweise rät Ihr Tierarzt auch dazu, das gewohnte Futter beizubehalten und lediglich einen Phosphatbinder ins Futter zu geben. Das kann helfen, das Gewicht Ihres Vierbeiners zu stabilisieren. Denn die Akzeptanz des Diätfutters fällt bei Hunden unterschiedlich aus. Hunde mit Niereninsuffizienz leiden oft unter Appetitlosigkeit. Sie verlieren Gewicht und werden mit der Zeit immer fragiler.

Nierenfutter Hund Test

Wie finde ich das richtige Futter für meinen gesunden Vierbeiner?

Wir raten in jedem Fall zu einer Nahrung aus hochwertigen Zutaten mit leicht verdaulichen Proteinen. Die Zusammensetzung sollte möglichst artgerecht sein und den Körper Ihres Hundes mit sämtlichen Nährstoffen versorgen, die er als sogenannter Omni-Karnivore benötigt. Gleichzeitig sollten die Nieren nicht unnötig belastet werden.

Besonders empfehlenswert ist aus unserer Sicht das Anifit Feuchtfutter. Bei unseren Recherchen und Tests hat es uns sowohl durch seine ausgewogene Zusammensetzung als auch durch seine hohe Akzeptanz überzeugt:

Lassen Sie Ihren Vierbeiner am besten selbst kosten!

Nierenfutter Hund Testsieger: Welches ist das beste Nierenfutter für Hunde?

Besonders empfehlenswert ist aus unserer Sicht das Anifit-Vet Niereninsuffizienz. Es handelt sich um gefriergetrocknetes Futter aus ausgewählten Zutaten in Lebensmittelqualität. Die Zubereitung erfolgt durch die Zugabe von Wasser. Dadurch bekommt Ihr Liebling viel Feuchtigkeit. Diese tut den Nieren gut.

Warum uns persönlich diese Marke besonders überzeugt: Anifit Tiernahrung ist frei von Konservierungsstoffen, Geschmacksverstärkern, Farb- und Aromastoffen. Der Phosphor- und Proteingehalt ist niedrig.

Bei der Zusammensetzung kombinieren die Hersteller hochwertige Kohlenhydrate und leicht verdauliche Proteine:

Fazit: Nierenfutter Hund Test

Eine Vorbeugung ist bei Nierenerkrankungen nur beschränkt möglich.

Trotzdem gibt es einiges, was Sie tun können, um die Nieren Ihres Lieblings zu schonen:

Auf diese Weise tragen Sie viel zu einem langen, glücklichen Hundeleben bei. Möglicherweise haben Sie sich für die Adoption von sogenannten „Problemhunden“ entschieden. Das kann Tierarztbesuche zu einer Herausforderung machen. Es lohnt sich, die üblichen Schritte mit Ihrem Hund gezielt zu trainieren, damit die Kontrollen so stressfrei wie möglich verlaufen.

Nicht nur beim Barfen ist Kokosöl ein unabkömmlicher Begleiter bei der täglichen Ernährung unserer Hunde. Auch wenn es um die Fellpflege oder Parasitenabwehr geht, hat sich das beliebte Öl bewährt. Ursprünglich kennen wir Kokosöl für den Menschen: Auch hier können Sie es sowohl zur Zubereitung von Speisen einsetzen als auch für die Pflege unserer Haut. Was Sie mit dem Alleskönner Kokosöl beim Hund alles erreicht können, wie die Pflege mit Kokosöl aussieht und welche positiven Effekte es gibt, möchten wir im folgenden Beitrag genauer erläutern. Auch die Frage, welches Kokosöl sich für die Anwendung beim Hund eignet, klären wir für Sie abschließend.

Positive Eigenschaften von Kokosöl für Hunde

Die positiven Effekte, die Kokosöl auf den Körper des Hundes hat, sind groß. Dabei lässt sich Kokosöl auf verschiedene Weisen einsetzen: Als Anwendung auf dem Fell bzw. der Haut oder als Zugabe zum täglichen Hundefutter, sodass die Wirkstoffe über den Organismus aufgenommen und verarbeitet werden können. Grundsätzlich ist es aufgrund der vielen, positiven Effekte durchaus sinnvoll, Kokosöl regelmäßig in die Ernährung oder Pflege des Hundes einzubinden, um Beschwerden und Erkrankungen präventiv vorzubeugen.

Kokosöl für Hunde

  1. Öl aus der Kokosnuss in der Fellpflege

Besonders beliebt ist Kokosöl nach wie vor in der Fellpflege, wo es auch von den meisten Hundebesitzern verwendet wird. Dazu genügt es schon, eine kleine Menge Kokosöl in den eigenen Händen zu verreiben und diese sanft ins Fell des Vierbeiners einzumassieren. Alternativ können Sie das Kokosöl im Vorfeld auch mithilfe eines Wasserbads erwärmen, schmelzen und dann in das Fell des Hundes einkämmen. Die positiven Effekte sind schon nach der ersten Anwendung des Kokosöls sichtbar: Das Fell des Hundes glänzt, ist weicher und lässt sich leichter bürsten. Wenn der Hund ein besonders widerspenstiges und ruppiges Fell hat, sollten Sie das Kokosöl ca. 2-3 Mal pro Woche auftragen. Bei Tieren, die ohnehin sehr weiches und unproblematisches Fell haben, genügt auch eine Behandlung 1x pro Woche.

  1. Kokosöl gegen Zecken, Flöhe und andere Parasiten

Jeder Hundebesitzer kennt es: Nach einem Spaziergang durch den Wald oder das Unterholz sind plötzlich kleine Parasiten am Hund zu finden. In den meisten Fällen handelt es sich dabei um Zecken, die sich von dem Blut des Hundes ernähren möchten, aber auch Flöhe und andere Schädlinge lauern in der Natur auf die Vierbeiner. Chemische Mittel gegen Zecken oder Flöhe bedeuten oft eine große Belastung für den Körper und schwächen die natürlichen Abwehrkräfte. Genau hier setzt Kokosöl für Hunde als Alternative an.

Die Laurinsäure, die in einem so hohen Maß im Kokosöl enthalten ist, wie in keinem anderen Lebensmittel, wirkt als natürliche Barriere gegen Zecken und Flöhe. Dies liegt daran, dass diese Schädlinge den Geruch der Laurinsäure nicht ertragen. Sobald Kokosöl im Fell des Hundes wahrgenommen wird, lassen sich Zecken und Flöhe freiwillig wieder herunterfallen. Wer in stark zeckenbelasteten Gebieten lebt, sollte den Hund am besten vor jedem Spaziergang mit Kokosöl einreiben und dabei besonders auf die Extremitäten – also die Beine, den Kopf, den Hals und auch die Ohren – achten.

Natürlich ist auch Kokosöl kein 100 % sicherer Schutz gegen Zecken oder andere Parasiten. Die Anzahl der Bisse sollte aber markant abnehmen. Wenn es dennoch zu einem Zeckenbiss kommt, sollten Sie die Anwendung von Kokosöl in der Nähe der Einstichstelle vermeiden, solange die Zecke vorhanden ist. Andernfalls könnte es dazu kommen, dass sich die Zecke in die Bisswunde übergibt und damit eine besonders hohe Anzahl schädlicher Erreger in die Blutbahn des Hundes gelangt. Eine Zeckenentfernung sollte immer mithilfe einer Zeckenzange oder durch die Hand eines Tierarztes geschehen – und das je früher desto besser.

  1. Darmgesundheit mit Kokosöl  – so wirkt es gegen Würmer

Kokosöl ist ein bewährtes Hilfsmittel gegen zahlreiche Parasiten – auch gegen die, die sich im Inneren des Hundes aufhalten. Vor allem Darmparasiten und Würmer stellen für viele Hunde eine Belastung dar, da sie die Nährstoffe aus der zugenommenen Nahrung anteilig selbst verbrauchen und gleichzeitig die Darmwand und andere Organe schädigen können. Hier kann man Kokosöl als natürliches Entwurmungsmittel einsetzen.

Da die mittelkettigen Fettsäuren im Kokosöl teilweise erst im Darm verstoffwechselt werden, sorgen sie für eine weichere Darmschleimhaut. Dadurch können sich Darmwürmer und andere Parasiten nicht mehr so gut in der Darmschleimhaut festkrallen und werden auf natürlichem Wege ausgeschieden. Auch die Eier der Würmer können auf diese Weise natürlich abgeführt werden. Dennoch ist hier Vorsicht geboten: Zwar kann Kokosöl durchaus gegen einen geringen Wurmbefall helfen, bei einer starken Ausprägung ist jedoch in jedem Fall ein Tierarztbesuch notwendig. Nur auf diese Weise kann man  eine professionelle Entwurmung durchführen.

Wenn Sie das Thema Darmsanierung beim Hund interessiert, lesen Sie auch gerne diesen Beitrag im Anschluß.

Parasiten beim Hund

Um den Hund natürlich Entwurmen zu können, sollten Sie das Kokosöl über die Nahrung zugeben. Hier empfiehlt es sich, ca. 1 TL Kokosöl pro 10 Kilogramm Körpergewicht zu verabreichen.

  1. Stärkung der Knochen, Gelenke und Muskeln mit Öl aus Kokosnuss

Viele Nährstoffe, die im Kokosöl für Hunde enthalten sind, wirken sich positiv auf den Muskel- und Gelenkapparat des Tieres aus. Zunächst einmal liegt dies an den enthaltenen Nährstoffen, die die Knochen, Gelenke und Muskeln stärken und zu einem langfristigen Erhalt beitragen. Besonders wichtig sind jedoch auch hier die mittelkettigen Fettsäuren im Kokosöl, die Krankheitserreger und Mikroorganismen im Körper des Hundes abtöten. Dadurch kann man verschiedene, entzündliche Gelenkkrankheiten verhindert oder deren Symptome deutlich lindern.

Kokosöl hat sich in der unterstützenden Behandlung gegen Arthrose und Arthritis als ausgesprochen wirksam bewiesen. Die genaue Dosierung des Kokosöl sollte man vom Krankheitsbild abhängig machen und mit dem Tierarzt oder Tierheilpraktiker absprechen.

  1. Kokosöl gegen Mundgeruch – effektiv Bakterien bekämpfen

Im Rahmen des Ölziehens, einer uralten Praktik gegen Mundgeruch und Zahnfleischentzündungen, bekämpfen Menschen schon seit vielen Generationen eine Überpopulation von Bakterien im Mund durch den Einsatz von Kokosöl. Natürlich können auch beim Hund ähnliche, positive Eigenschaften des Kokosöls festgestellt werden.

Wenn der Hund unter Mundgeruch leidet, ist immer eine zu hohe Anzahl an Bakterien im Mund dafür verantwortlich. Neben der regelmäßigen Zahnpflege, einer artgerechten Ernährung und regelmäßigen Kontrollen kann auch die Gabe von Kokosöl helfen, Mundgeruch bei Hunden zu behandeln. Viele Hunde nehmen das Kokosöl schon von selbst auf. Der angenehme Kokosgeruch und die angenehme Konsistenz genügen für viele Hunde völlig, um das Kokosöl von allein aufzuschlecken und damit in den Mund aufzunehmen.

Andernfalls ist es natürlich auch möglich, Kokosöl auf eine Hundezahnbürste aufzutragen und das wertvolle Öl damit auf die Zähne und das Zahnfleisch aufzutragen. Die Zusammensetzung des Kokosöls für Hunde bekämpft aktiv die überschüssigen Bakterien im Mund und reduziert damit den Mundgeruch.

Übrigens: Auch leichte Infektionen an den Zähnen oder des Zahnfleischs kann man mit Kokosöl behandeln!

  1. Kokosöl für den Hund bei Wunden und Entzündungen einsetzen

Aufgrund des hohen Feuchtigkeitsgehaltes und der zahlreichen Wirkstoffe wird Kokosöl häufig für die Pflege der Haut eingesetzt. Nicht nur bei Hunden, sondern vor allem auch beim Menschen. Insbesondere trockene Hautstellen profitieren von der umfassenden Pflege, die Kokosöl zu bieten hat.

Trockene, rissige oder schuppende Hautstellen kann man hervorragend mit Kokosöl behandeln. Dazu genügt schon eine kleine Menge Kokosöl, die man auf die betroffenen Stellen aufträgt. Gleichzeitig empfiehlt sich die Anwendung von Kokosöl auch bei oberflächlichen Wunden oder OP-Narben. Die antibakterielle und entzündungshemmende Wirkung beugt effektiv Infektionen vor, während gleichzeitig durch die Feuchtigkeit das Gewebe aufgelockert und der Heilungsvorgang beschleunigt wird.

Vor allem im Winter neigen die Pfoten der Hunde zu einer rissigen, angegriffenen Oberfläche. Das liegt natürlich vor allem an den kalten Temperaturen, aber auch das Streusalz, das sich auf allen Straßen findet, wird zu einer großen Belastung für die Füße der Vierbeiner.

Auch hier schafft Kokosöl ohne Probleme Abhilfe:

Nach dem täglichen Spaziergang sollte man die Pfoten grundsätzlich reinigen, wenn sie mit Streusalz in Kontakt kamen. Im Anschluss einfach eine kleine Menge Kokosöl auf die Pfoten des Hundes auftragen. Damit keine störenden Abdrücke auf dem Fußboden entstehen, können Sie dem Hund im Anschluss kurz kleine Söckchen anziehen. Das hat auch gleichzeitig den Vorteil, dass der Hund das Kokosöl nicht von den Füßen schlecken kann und das Öl umso tiefer in die Haut eindringt.

  1. Kokosöl zur Stärkung des Immunsystems und der Abwehrkräfte

Um zu verstehen, warum Kokosöl so viele positive Effekte auf den Körper hat, sollten Sie zunächst die Wirkweise im Körper genauer unter die Lupe nehmen. Die positiven Effekte auf das Hautbild liegen klar auf der Hand. Wichtige Nährstoffe dringen in die Haut ein, die gleichzeitig durch das sehr sanfte Öl mit hochwertiger Feuchtigkeit gepflegt wird.

Deutlich komplexer ist dagegen die Wirkweise aus dem Inneren des Körpers. Hier entfaltet das Kokosöl nämlich erst seine vollständige Wirkung. Die mittelkettigen Fettsäuren sind dazu im Stande, in verschiedenste Viren, Bakterien und andere Krankheitserreger einzudringen und diese von innen heraus zu zerstören. Somit kann man Infektionen effektiv vorbeugen. Die wichtigen Nährstoffe sorgen gleichzeitig für ein deutlich gesünderes Immunsystem, was automatisch auch mit besseren Abwehrkräften einhergeht.

Kokosöl sorgt als rundum dafür, dass der Hund gesünder und fitter ist – mit Feuchtigkeit, Nährstoffen und zusätzlicher Energie!

Kokosöl für den Hund – Weitere interessante Fakten und hilfreiche Tipps

Im Folgenden wollen wir Ihnen weiterführende Fakten und Tipps zu Kokosöl für Ihren Hund geben. Bitte lesen Sie auch diese gründlich, um besser zu versehen, ob Kokosöl für Ihren Hund geeignet ist, welches Öl Sie kaufen sollten und wie Sie es am besten anwenden können. Wir gehen dabei auch auf die Inhaltsstoffe, Wirkweise und eventuelle Nebenwirkungen sowie auf die richtige Dosierung, Herkunft und Lagerung des Öls ein.

Inhaltsstoffe von Kokosöl für den Hund – Was macht das Öl so besonders?

Kokosöl für Hunde hat nicht ohne Grund einen fantastischen Ruf, wenn es um die tägliche Ernährung oder die Pflege von Haut und Fell geht. Die zahlreichen, gesunden Inhaltsstoffe im Kokosöl machen es zu einem wichtigen Begleiter für den Alltag. Kokosöl besteht zu 99 % aus gesättigten Fettsäuren, die sich wiederrum in verschiedene Untergruppen einteilen lassen.

Vor allem stechen jedoch die mittelkettigen Fettsäuren hervor, die hauptverantwortlich für fast alle positiven Effekte von Kokosöl sind. Mittelkettige Fettsäuren gelten nicht nur als leicht verdaulich und kalorienarm, sondern sind vor allem wasserlöslich und können somit schneller vom Körper aufgenommen und an das Blut weitergegeben werden. Dadurch schafft Kokosöl mit seinen mittelkettigen Fettsäuren einen raschen Zugewinn an Energie und unterstützt aktiv den Körper dabei, sich gegen Krankheitserreger wie Viren und Bakterien durchzusetzen.

Wie gesund ist Kokosöl für den Hund?

Die Fettsäuren in Kokosöl auf einen Blick

Besonders beliebt ist die Laurinsäure im Kokosöl, die hier in einer überdurchschnittlich hohen Menge vorkommt, die mit keinem anderen Lebensmittel mithalten kann. Auch Laurinsäure ist eine mittelkettige Fettsäure, allerdings hebt sie sich durch die medizinische Wirkung maßgeblich von anderen Fettsäuren ab. Laurinsäure erforscht man schon seit den 60er Jahren, um die positiven Effekte auf die Gesundheit auch medizinisch nutzen zu können. So fand man heraus, dass Laurinsäure vor allem eine antimikrobielle Wirkung hat, die dazu im Stande ist, Viren, Mikroben, Pilze und Bakterien zu bekämpfen.

Weitere Inhaltsstoffe in Kokosöl sind verschiedene Aminosäuren und Mineralstoffe, eine große Menge Vitamin E und Lactone. Allerdings bleiben die Nährstoffe und damit die positiven Effekte auf den Organismus nur bei nativ gewonnenem Kokosöl erhalten. Wenn das Öl raffiniert wurde, gehen rund 80 % aller Wirkstoffe verloren.

Negative Eigenschaften für den Hund – Hat Kokosöl Nebenwirkungen?

Im Großen und Ganzen hat Kokosöl keinerlei negative Auswirkungen auf den Körper des Hundes. In einigen Ausnahmefällen kann es zu allergischen Reaktionen kommen, jedoch vertragen fast alle Hunde Kokosöl hervorragend, da es leicht verdaulich und sanft für den Körper ist. Wenn beim Hund bereits Allergien bekannt sind, empfiehlt sich ein einfacher Test mit Kokosöl auf einer Hautstelle des Tieres, beispielsweise am Beinchen. Hier trägt man einfach eine kleine Menge Kokosöl auf die Hautstelle auf und beobachtet diese einige Stunden lang. Sollte sich im Verlauf des Tages ein leichter Ausschlag bilden, könnte der Hund allergisch auf Kokosöl reagieren.

Auch gibt es einigen Vorerkrankungen, bei denen die Gabe von Kokosöl ausbleiben oder zumindest mit dem Tierarzt besprochen werden sollte. Dazu zählen vor allem Hunde, die an Diabetes mellitus erkrankt sind, da das Kokosöl im Körper zu Ketonen verstoffwechselt wird und die ohnehin oft schon beschädigten Organe zusätzlich belastet werden. Außerdem sollte man Hunde, die an einer Bauchspeicheldrüsenentzündung (Pankreatitis) leiden, nicht mit Kokosöl füttern, da die vermehrte Zufuhr von Fett der Bauchspeicheldrüse zusätzlich schaden kann.

Zu große Mengen Kokosöl weichen außerdem den Kot des Hundes auf und können zu Durchfall führen.

Richtige Dosierung von Kokosöl – finden Sie die passende Menge für Ihren Hund

Wie Kokosöl dosiert wird, hängt immer von der Größe, dem Gewicht und dem Alter des Tieres ab, aber auch von der gewünschten Anwendungsweise. Wenn Sie Kokosöl äußerlich anwenden wollen, reicht oft schon eine walnussgroße Menge aus, die man auf den eigenen Händen verteilt und sanft ins Fell des Tieres einreibt. Bei kleineren Tieren kann man etwas weniger, bei größeren Hunden etwas mehr Kokosöl verwenden.

Wer Kokosöl zum Futter des Tieres geben möchte, sollte dies je nach Verträglichkeit ca. 2-3 x die Woche tun. So profitiert der Hund auch von innen heraus von den fantastischen Eigenschaften des Kokosöls. Je länger Sie dem Hund Kokosöl ins Futter mischen, desto geringer kann die Dosierung auch werden. Nach einigen Wochen mit regelmäßiger Zugabe von Kokosöl genügt es meist schon, 1x pro Woche Kokosöl unter das Futter zu mischen.

Achtung: Wenn Sie Ihrem Hund regelmäßig Kokosöl unter das Futter mischen und gleichzeitig auch Fellpflege damit betreiben möchten, sollte Sie einkalkulieren, dass viele Hunde sich das Kokosöl vom Fett abschlecken. Die entsprechende Menge sollten Sie daher bei der Fütterung abziehen, da es sonst zu sehr weichem Kot und Durchfall kommen kann!

Weitere wichtige Informationen zur gesunden Fütterung von Hunden finden Sie hier.

Woher kommt überhaupt das Kokosöl für Hunde – der Ursprung der Kokosnuss

Wie der Name schon vermuten lässt, wird Kokosöl natürlich aus dem Fruchtfleisch der Kokosnuss gewonnen. Diese wächst auf der Kokospalme, die vermutlich ihren Ursprung in der Nähe von Australien hat. Da es sich dabei um eine sehr anspruchslose und robuste Palme handelt, konnte sich die Kokosnusspalme in den gesamten Tropen verbreiten. Vor allem in Küstenregionen stehen oft die schattenspendenden Palmen mit den schweren Kokosnüssen. Schon eine einzige Kokosnusspalme ist dazu im Stande, über 60 Jahre hinweg Kokosnüsse zu bilden – und das sogar ganzjährig!

Auch wenn der Name Kokosnuss vermuten lässt, dass es sich dabei um eine Nuss handelt, ist die Kokosnuss in Wahrheit eine Steinfrucht. Diese Einordnung rührt daher, dass der eigentliche Fruchtanteil im Inneren der Kokosnuss von einer faserigen Schicht bedeckt ist, der Kokosnusshülle. Neben dem Fruchtfleisch findet sich in der Kokosnuss auch Kokoswasser, welches das Fruchtfleisch frisch hält. Kokosnüsse wiegen im Schnitt zwischen 1 kg und 2,5 kg.

Was Sie beim Kauf vom Kokosöl beachten sollten

Kokosöl stammt in den meisten Fällen vom anderen Ende der Welt, sodass es beim Kauf einiges zu beachten gilt. Um eine hohe Qualität und damit auch die fantastische Wirkweise des Kokosöls zu gewährleisten, sollten Sie generell nur Kokosöl in Bio-Qualität erwerben. Andernfalls besteht das Risiko, diverse Konservierungsstoffe im Hundefutter zu finden, die sich schädlich auf den Organismus auswirken und diesen stark belasten können. Achten Sie außerdem darauf, wirklich echtes Kokosöl zu kaufen und keine anderen Ölsorten, die lediglich mit einem zarten Kokosduft veredelt wurden.

Damit im Kokosöl noch all die positiven Eigenschaften und Nährstoffe enthalten sind, sollten Sie ausschließlich zu nicht raffiniertem, nativem und kalt gepresstem Kokosöl greifen. Andernfalls sorgen die Verarbeitungsprozesse dafür, dass das Kokosöl zwar etwas haltbarer wird, gleichzeitig aber auch fast all seine positiven Eigenschaften verliert.

Unser Tipp: Kaufen Sie Kokosöl immer in Glasdosen oder Glasbehältern, statt in Plastikflaschen. Dieses Öl hat meistens nicht nur eine bessere Qualität, sondern auch kleinste Mikropartikel des Plastiks im Kokosöl können vermieden werden.

Haltbarkeit und Lagerung von Kokosöl

Das Kokosöl ein echter Alleskönner ist, zeigt uns das natürliche Öl auch bei der Lagerung und Haltbarkeit. Nach der Herstellung ist Kokosöl ungefähr 2-3 Jahre haltbar, selbst wenn es bereits geöffnet wurde. Zwar kann sich die Konsistenz leicht verändern. Vor allem in den warmen Sommermonaten ist das Kokosöl oft flüssig statt fest – aber seine Wirksamkeit verliert es dadurch nicht. Optimal gelagert wird Kokosöl bei Zimmertemperatur gelagert, sodass Kondenswasser im Glas verhindert wird. Am besten sollten Sie einen dunklen Ort, bspw. ein Küchenschrank wählen, um Kokosöl für Hunde möglichst lang zu lagern.

Kokosöle für Hunde

Zusammenfassung: Kokosöl für Hunde auf einen Blick (die 7 wichtigsten Fakten)

Neben Kokosöl, gibt es auch noch andere gesunde Öle zur Unterstützung der Gesundheit Ihres Hundes. Schauen Sie dazu gerne in unsere weiteren Beiträgen zu den Themen Schwarzkümmelöl , Hanföl, Nachtkerzenöl, Lachsöl und Leinöl für Hunde rein.

Nicht nur bei uns Menschen unterliegt die Darmschleimhaut einer beständigen Belastung. Auch beim Hund kommt es hier immer wieder zu Problemen im Darm. In Anbetracht der Tatsache, dass der Darm des Vierbeiners die größte Fläche im Körper des Tieres ist und eine Menge Aufgaben zu erfüllen hat, sollten Sie hier ganz besonders auf die Gesundheit achten.

Ein Ungleichgewicht bei der Bakterienbelastung, ein zu schwaches Darmmilieu oder die Ansiedelung von Krankheitserregern können andernfalls schwerwiegende Folgen für das Tier haben.

Im Folgenden wollen wir wichtige Informationen zur Darmgesundheit und Darmsanierung beim Hund geben.

Der Darm des Hundes – Vielfältige Aufgaben für einen funktionierenden Körper

Die alltägliche Belastung des Darms ist nicht zuletzt wegen der vielfältigen Aufgaben gegeben, die er im Alltag erfüllt. Dazu gehört die Verstoffwechselung von Nährstoffen ebenso wie das Herausfiltern von Schadstoffen aus jeglichen Futtermitteln, die der Hund zu sich nimmt.

Da der Darm über ein eigenes Immunsystem verfügt, muss auch dieses täglich angeregt und stimuliert werden. Somit erhält man die Produktion von Bakterien und anderen Substanzen aufrecht, die für die Beseitigung von krankheitsauslösenden Erregern verantwortlich sind.

Hier spielen vor allem verschiedene Milchsäurebakterien eine Rolle, die häufig zu einem echten Problem für den Hundedarm werden können. Diese sorgen nämlich für ein saures Milieu, in dem sich Krankheitserreger und Fäulniskeime ideal vermehren können.

Der Darm des Hundes kommt täglich mit

in Kontakt. Die Aufrechterhaltung des Immunsystems ist daher der Schlüssel zu einem gesunden Hundeleben.

Ist eine Darmsanierung beim Hund sinnvoll?

Die vielen Belastungen, denen der Darm des Hundes täglich untersteht, greifen stets das Immunsystem an. Solang es sich aber nur um die natürlichen Einflüsse handelt, ist der Darm dieser Aufgabe gewachsen.

Achtung! Anders sieht es dagegen aus, wenn der Hund mit

behandelt wird. Schon nach einem einmaligen Kontakt mit einem dieser Stoffe, kann es bis zu 7 Monate dauern, bis der Darm sich vollständig regeneriert hat! Das ist vor allem im Hinblick auf Wurmkuren ein Problem, wo doch viele Tierärzte zu einer regelmäßigen Gabe im vierteljährlichen Takt raten.

Aber auch chronische Krankheiten, die man über einen längeren Zeitraum oder sogar lebenslang mit Antibiotika und Kortison behandelt, belasten den Darm überdurchschnittlich stark und greifen somit auch markant das Immunsystem an.

In diesen Fällen ist eine regelmäßige Darmsanierung durchaus ratsam, um die Gesundheit des Tieres zu unterstützen, den Stoffwechsel zu stärken und Krankheiten zu verhindern, bevor sie ausbrechen.

Besonders belastend auf den Darm wirken auch die Einflüsse von schädlichem und ungesundem Hundefutter ein. Oftmals wird industriell verarbeitetes Tierfutter mit einer Menge Zusätzen versehen, die so eigentlich im Darm nicht vorkommen – und auch nicht vorgesehen sind.

Von qualitativ schlechtem Fleisch, über ein Höchstmaß an Kohlenhydraten bis hin zu chemischen und künstlichen Zusätzen, die in der Natur in dieser Form nicht existieren, ist oftmals alles dabei. Gerade bei dauerhafter Fütterung mit wenig wertigem Futter wird der Darm enorm belastet.

Hier sollten Sie im Anschluss an die Darmreinigung auch eine Futterumstellung in Betracht ziehen, um das wichtige Organ langfristig vor Schaden zu bewahren.

Darmsanierung beim Hund - Ursachen

Darmreinigung für den Hund – mit verschiedenen Mitteln zum Ziel

Wer bei seinem Hund eine Darmreinigung durchführen möchte, sollte sich zunächst mit den verschiedenen Mitteln und Möglichkeiten auseinandersetzen. In jedem Fall lässt sich die Darmsanierung ganz einfach von Zuhause aus durchführen. Dies Bedarf keinerlei entsprechender Vorkenntnisse oder Erfahrungen.

Wichtig ist es jedoch, dass man diese konsequent durchführt, damit der Darm wieder optimal funktioniert und eine volle Leistungsfähigkeit gegeben ist.

Die sanfte Darmreinigung für Zuhause – mit Hausmitteln und Homöopathie

Schon mit einfachen Hausmitteln können Sie ganz leicht eine einfache und sanfte Darmsanierung von Zuhause umsetzen. Dabei sollten Sie jedoch darauf achten, dass nicht jedes Mittel sich auch für jeden Hund eignet. Da – außer im Allergiefallnicht mit schweren Nebenwirkungen zu rechnen ist, lässt sich dies im Versuch ganz leicht ausprobieren.

Versuchen Sie dies, bis Sie ein Mittel finden, dass das Tier gut verträgt. Eventuell Bedarf es hier einer Absprache mit dem Tierarzt des Vertrauens.

Wichtig ist hier vor allem, dass man dem Körper des Hundes ausreichend Zeit lässt, um sich sanft an die Darmreinigung zu gewöhnen. Zu den Mitteln, mit denen sich ganz leicht eine Darmsanierung umsetzen lässt, gehören verschiedene Hausmittel. Auf diese möchten wir hier näher eingehen:

Die Aloe Vera Pflanze

Bisher kam Aloe Vera vor allem bei der Hautpflege zum Einsatz – nicht nur beim Tier, sondern auch bei uns Menschen. Sie lässt sich aber auch ideal für eine sanfte Darmreinigung einsetzen.

Wie auch auf der Haut wirkt der Saft aus der Pflanze entgiftend und versorgt parallel dazu die Schleimhäute im Darm mit Feuchtigkeit. Dies erleichtert die Reinigung erheblich. Das Immunsystem wird durch die enthaltenen Nährstoffe zusätzlich gestärkt – ein echter Alleskönner also.

Ballaststoffe in Form von Samen, Gemüse und Obstsorten

Ballaststoffe sind für Hunde nahezu vollständig unverdaulich. Das führt dazu, dass sie in ihrer intakten Form in den Darm gelangen und dort aufquellen. Das sorgt für einen weicheren, kräftigeren Stuhl, der beim Ausscheiden die Darmwände stimuliert. Das so entstehende Sättigungsgefühl ist vor allem für übergewichtige Hunde praktisch.

Aber auch

kann so vorgebeugt werden.

Die besten Nahrungsmittel für eine gesunde Darmflora mit Ballaststoffen sind neben Obst und Gemüse vor allem Samen (Leinsamen, Chiasamen) und Flohsamenschalen, die ebenfalls zum Aufquellen neigen und so sanft die Schleimhäute reinigen und beruhigen.

Darmreinigung Hund  - eine gesunde Darmflora

Bitterpflanzen zur Darmsanierung

Auch Bitterpflanzen gehen mit einem reinigenden Effekt einher. Sie sorgen dafür, dass die Ansiedlung schadhafter Keime verhindert wird und helfen beim Ausscheiden aller Rückstände. Auch Verdauungsbeschwerden kann man auf diese Weise deutlich lindern.

Heilerde - wirkt positiv auf viele Organe

Heilerde gilt inzwischen als echtes Wundermittel, das sich in vielfältigen Bereichen einsetzen lässt – so auch bei der Darmsanierung des Hundes. Dazu kann man die Heilerde ganz einfach unter die tägliche Gabe des Hundefutters mischen. Der Rest erledigt sich quasi wie von allein.

Im Darm bindet die Erde dann die zugeführten Schadstoffe und scheidet sie so beim nächsten Kotablass wieder aus.

Heilerde für Hunde eignet sich auch

und in vielen weiteren Fällen.

Probiotika und Präbiotika

Es ist zwar sinnvoll, den Darm zu reinigen, im Anschluss sollten Sie aber auch ein Wiederaufbau des natürlichen Milieus vollziehen. Dies kann der Darm natürlich auch allein, dennoch schadet es nicht, hier unterstützend tätig zu sein. Probiotika und Präbiotika sind wichtige Hilfsmittel, mit denen sich ein gesundes Darmklima erreichen lässt.

Probiotika bestehen aus lebenden Mikro-Organismen, die unseren gesamten Stoffwechsel positiv beeinflussen können. Insbesondere im Darm entfalten sie jedoch ihre ganze Wirkung. Neben einem deutlich gestärkten Immunsystem verfügen sie auch über einen positiven Effekt bei asthmatischen Erkrankungen, Hautkrankheiten und bereits vorhandenen Allergien.

Probiotika befinden sich vor allem in tierischen Lebensmitteln wie

Man kann sie jedoch auch in ihrer reinen Form käuflich erwerben.

Bei Präbiotika handelt es sich dagegen um unverdauliche Kohlehydrate. Diese sind für den Aufbau des Darms nicht zwingend notwendig, werden aber von Probiotika als Nährboden genutzt, sodass die Kombination aus beiden Stoffen für optimale Ergebnisse sorgt. Daher sollten auch Präbiotika bei einer Darmsanierung nicht auf dem Speiseplan des Tieres fehlen.

Darmsanierungen für Hunde durch Homöopathie

Neben dem Griff zu herkömmlichen Hausmitteln, können Sie ergänzend auch homöopathische Wege wählen. Damit können Sie den Darm des Tieres so richtig auf Vordermann bringen. Besonders wenn das natürliche Milieu in diesem wichtigen Organ durch chemische Einflüsse, wie durch Antibiotika, Cortison oder chemische Wurmkuren zerstört wurde, macht eine Kombination aus ernährungstechnischen Hausmitteln und homöopathischen Zugaben durchaus Sinn.

Darmsanierungen für Hunde durch Homöopathie

Bei homöopathischen Behandlungen sollte man darauf achten, diese speziell für das Tier zusammenzustellen. Eine allgemeingültige Behandlung ist hier nur schwer möglich. Daher empfiehlt es sich immer, Rücksprache mit einem Tierheilpraktiker oder Tierhomöopathen zu halten, damit man dem Hund die optimale Unterstützung zukommen lässt.

Es gibt jedoch einige Mittel, die sich beim Aufbau des Darmes bereits bewähren konnten.

Dazu zählen unter anderem

im Bereich der Globuli.

Hochwirksame Darmsanierung des Hundes – mithilfe einer speziell darauf ausgelegten Kur

Wer den Darm mit Hausmitteln und homöopathischen Mitteln sanieren möchte, sollte vor allem Zeit einplanen. Dieser Vorgang dauert oft mehrere Monate lang, ehe erste Ergebnisse sichtbar sind.

Nicht immer hat das Tier jedoch diese Zeit, insbesondere wenn nach einer schweren Erkrankung und entsprechender Behandlung mit starken Medikamenten das Darmmilieu angegriffen ist. Für diese Fälle gibt es auch spezielle Kuren, die für eine rasche und effektive Darmreinigung sorgen.

Die Auswahl ist groß, daher sollte man vor allem auf natürliche Bestandteile und eine hohe Qualität der Inhaltsstoffe achten. Gleichzeitig sollten die Kuren zur Darmsanierung beim Hund vor allem Ingredienzien enthalten, die sich auf die Unterstützung der guten Darmbakterien spezialisiert haben. Gleichzeitig helfen diese bei der Ausscheidung schädlicher Bakterien. Bei Unklarheiten kann man auch hier Rücksprache mit dem Tierarzt oder einem Tierheilpraktiker halten.

Die Darmflora des Hundes dauerhaft gesund halten – präventiv tätig werden

Wer sein Tier dauerhaft gesund wissen möchte, setzt natürlich eine Darmsanierung nicht erst bei oder nach einer bestehenden Erkrankung an. Eine gesunde Versorgung mit hochwertigen Futtermitteln ist das A und O im Hinblick auf die Abwehrkräfte des Tieres.

Auch das Zufüttern von Nährstoffen, die die Vermehrung und Ansiedlung von Milchsäurebakterien unterstützen, kann sowohl bei jungen, als auch älteren Hunden sinnvoll sein.

Es gilt: Je näher die Ernährung des Tieres denen des ursprünglichen Hundes entspricht, desto gesünder ist auch der Darm. Sollte es dennoch nötig sein, den Hund mit Antibiotika, Cortison oder Wurmkuren zu behandeln, hilft eine Darmsanierung nicht nur bei der Wiederherstellung eines gesunden Darmmilieus. Sie kann auch dem Ausbruch einer erneuten Erkrankung oder eines neuerlichen Wurmbefalls vorbeugen.

Öl aus Schwarzkümmel ist schon seit vielen Jahren als Heilmittel für den Menschen bekannt, aber die fantastischen Wirkstoffe eignen sich auch hervorragend für die Anwendung beim Hund. So gilt das Schwarzkümmelöl für Hunde nicht nur als wirksames Mittel gegen Zecken und Parasiten. Auch als Notfallmittel bei entzündeten Hautstellen, Verletzungen oder verschiedenen Atemwegsproblemen hat sich das gesunde Öl ausgezeichnet. Es lohnt sich also, als Hundehalter Schwarzkümmelöl in der Hausapotheke zu haben.

Um von der maximalen Wirksamkeit zu profitieren, gilt es jedoch einige Dinge zu beachten. Nicht jedes Öl erfüllt die Ansprüche, die für das lindern oder heilen einer Krankheit notwendig sind. Was es beim Kauf von Schwarzkümmelöl für den Hund zu beachten gibt und worum es sich dabei genau handelt, möchten wir Ihnen im folgenden Beitrag genauer erklären.

Was ist Schwarzkümmelöl - über die Herkunft, Zusammensetzung & Eigenschaften

Schwarzkümmelöl stellt man aus echtem Schwarzkümmel her, der ursprünglich aus einer Region in Kleinasien stammt. Genauer gesagt aus der heutigen Türkei. Die Handelswege begünstigten jedoch eine weltweite Verbreitung, sodass Echter Schwarzkümmel heute auch in Südasien wächst. Dort verwendet man ihn nicht nur als Heilmittel, sondern auch als leckeres Gewürz.

Aufgrund klimatischer Eigenschaften wächst Echter Schwarzkümmel in Europa nur in wenigen Regionen. Vereinzelt finden sich jedoch Pflanzen in Griechenland, Spanien und Italien, die in puncto Wirksamkeit jedoch meist nicht mit der asiatischen Pflanze mithalten können.

Zusammensetzung des Schwarzkümmelöls – das macht das Wundermittel so wirksam

Schwarzkümmelöl ist so wirksam, weil es eine große Menge ungesättigter Fettsäuren enthält, ebenso wie ätherische Öle und andere gesunde Wirkstoffe. Besonders hervorzuheben sind hier die ätherischen Öle, die zu 50 % auf Thymochinon basieren. Das ist ein Wirkstoff, der in kleinen Mengen allergische Symptome lindert, in größeren Mengen aber toxisch wirkt.

Wie umfangreich sich dieser Bestandteil des ätherischen Öls auswirkt, wurde 2001 in einer Studie aus Saudi Arabien festgehalten, in der nachgewiesen wurde, dass Thymochinon sich positiv auf den Blutzuckerspiegel bei Menschen auswirkt. Weiterhin ist in dem Anteil ätherischer Öle, der bei Schwarzkümmelöl ca. 1 % der Gesamtflüssigkeit beträgt, ca. 40 % p-Cymen und 15 % alpha-Pinen enthalten.

Schwarzkümmelöle enthält auch viele Vitamine, die die Gesundheit des Hundes unterstützen können. Des Weiteren kann das Öl auch aktiv die Linderung von Krankheiten, Krankheitssymptomen und Verletzungen sowie die Heilung des Tieres unterstützen.

In Schwarzkümmelöl sind die Vitamine B1, B2, B6, C, Folsäure, Beta-Carotin und Biotin enthalten. Beta-Carotin ist gleichzeitig die Vorstufe zu Vitamin A und als Hilfsmittel für gesunde Haut, Haare, Augen und zur Stärkung des Immunsystems bekannt. Bei Hautproblemen ist auch das enthaltene Biotin wirksam, das den Stoffwechsel fördert. Die B-Vitamine unterstützen die natürlichen Funktionen der Zellen und Nerven und helfen dabei, auch bei Krankheit den normalen Stoffwechsel intakt zu halten.

Weitere gesunde Inhaltsstoffe

Zu den Vitaminen und dem ätherischen Öl enthält Schwarzkümmelöl eine große Menge Aminosäuren, die ebenfalls verschiedene Aufgaben übernehmen: Lysin, Tyrosin, Arginin, Asparagin, Valin, Glycin, Serin und Phenylalanin. Diese Aminosäuern sind notwendig, damit im Körper Enzyme, Eiweiße und Hormone hergestellt und verwerten kann.

Zu guter Letzt spielen bei der Wirksamkeit von Schwarzkümmelöl für Hunde auch die Fettsäuren eine große Rolle. Öl aus Schwarzkümmel enthält bis zu 60 % ungesättigte Fettsäuren, die man dem Organismus des Hundes über die Ernährung zuführen muss, da diese nicht selbstständig hergestellt werden können.

Ungesättigte Fettsäuren sind essentiell für alle Stoffwechselprozesse im Körper des Tieres und unterstützen das Immun- und Nervensystem, die Herstellung von Hormonen und die Hirnleistung. Gleichzeitig sind ungesättigte Fettsäuren dafür bekannt, das Risiko für Herzkrankheiten maßgeblich zu senken. Zu den weiteren Wirkstoffen zählen neben den ungesättigten Fettsäuren auch Saponin Melanthin, ein sekretlösender Wirkstoff und Nigellon Semohiorpion, ein Wirkstoff, den man bei Asthmaleiden, Atemnot oder krampfbedingten Hustenanfällen verwendet.

Schwarzkümmelöl für Hunde

Positive Eigenschaften für den Hund – das können Sie mit Schwarzkümmelöl erreichen

Schwarzkümmelöl bietet für den Hund zahlreiche positive Eigenschaften, die man oft schon nach wenigen Anwendungen feststellen kann. Wie genau sich der Gesundheitszustand des Hundes verbessert, hängt natürlich auch von den gegebenen Vorerkrankungen ab.

Wirksam gegen Allergien

Durch verschiedenste Umweltfaktoren bedingt, steigen schon seit einigen Jahren die Zahlen der Allergien – bei Menschen wie auch beim Hund. Da das Schwarzkümmelöl das Immunsystem beeinflusst, kann man Allergien bzw. deren Symptome maßgeblich eindämmen. Gleichzeitig sorgt das Öl dafür, dass die Ausschüttung von Histamin verringert wird, sodass man die typischen Allergiebeschwerden wie Hautausschlag, Atemprobleme oder Husten vermindern kann.

Wirksam bei Rheuma oder Arthrose

Die entzündungshemmenden und schmerzlindernden Eigenschaften von ermöglichen auch bei Rheuma oder Arthrose schnelle Abhilfe. Dies gilt insbesondere für alte Tiere, bei denen man den natürlichen Verfall des Bewegungsapparates mit Schwarzkümmelöl für Hunde lindern kann.

Stärkung des Immunsystems

Klar im Zentrum der Wirkweise steht beim Schwarzkümmelöl für Hunde die Verbesserung des Immunsystems. Dafür sind vor allem die Prostaglandine zuständig, die sich gesamtheitlich positiv auf das Immunsystem des Hundes auswirken. Ein gesundes Immunsystem verringert nicht nur die Wahrscheinlichkeit, Krankheiten zu entwickeln. Es sorgt auch allgemein für ein fitteres, gesünderes Wesen des Tieres.

Pflege für Haut und Fell

Die regelmäßige Zufuhr des Öls kann beim Hund ein deutlich verbessertes Fell und eine gesündere Haut hervorrufen. Dazu genügen schon wenige Tropfen des wertvollen Öls, die man regelmäßig über das Futter oder ins Trinkwasser gibt. Alternativ kann man das Schwarzkümmelöl auch direkt auf das Fell auftragen, das im Anschluss wunderschön glänzen wird. Außerdem neigen viele Tiere zum Ablecken des Öls, sodass zusätzlich das Immunsystem unterstützt und eine natürliche Fellpflege betrieben wird!

Bei Ekzemen

Die positive Wirkung des Schwarzkümmelöls, die bei der Pflege von Haut und Fell zum Tragen kommt, ist auch bei der Behandlung von Ekzemen und Hautkrankheiten wirksam. Dazu sollte man jedoch einige Tropfen des Schwarzkümmelöls für Hunde direkt auf die betroffene Stelle auftragen. Dies ist doppelt wirksam: Das Schwarzkümmelöl desinfiziert die Haut und macht sie gleichzeitig weicher, sodass das Gewebe weniger unter der Ekzem-bedingten Spannung leidet.

Gegen Zecken, Flühe, Mücken und Parasiten

Die fantastische Wirkung, die das Schwarzkümmelöl für Hunde auf die Haut und das Fell hat, schreckt gleichzeitig Zecken, Flöhe und andere Parasiten ab. Der hohe Anteil an ätherischen Ölen im Schwarzkümmel und insbesondere das stark vorhandene Thymoquinon wirken auf Zecken und Flöhe abschreckend, sodass der Körper des Hundes gemieden wird.

Inzwischen konnte man die Wirksamkeit von Schwarzkümmelöl für Hunde gegen Parasiten auch im Rahmen verschiedener Untersuchungen belegen. Allerdings bietet diese natürliche Alternative zu Zecken- und Flohmitteln natürlich auch keinen 100 % sicheren Schutz gegen Zecken, Flöhe und andere Parasiten.

Gegen Epilepsie

Wenn der Hund an regelmäßigen, epileptischen Anfällen leidet, können Sie neben einer medikamentösen Behandlung auch unterstützend zu Schwarzkümmelöl für den Hund greifen. Damit könnten Sie die Häufigkeit und Stärke der Anfälle im besten Fall reduzieren. Wirksam ist hier der im Schwarzkümmel enthaltene Wirkstoff Thymoquinon, dessen Wirksamkeit man im Rahmen einer indischen Studie im Jahr 2011 bei Kindern getestet hat, die an Epilepsie litten.

Bei Asthma und Atemwegsproblemen

Hunde, die unter Krankheiten wie Asthma leiden oder aufgrund anderer Ursachen regelmäßig Atemwegsprobleme haben, können Sie ebenfalls mit Schwarzkümmelöl behandeln. Die enthaltenen Prostaglandine sind vor allem bei Atemwegsproblemen wirksam, die durch Allergien ausgelöst werden.

Vor allem die verminderte Ausschüttung von Histamin, die durch das Öl erreicht werden kann, hilft in diesem Fall, die Atemwegsbeschwerden zu lindern. Aber auch die entzündungshemmenden und schmerzlindernden Stoffe helfen aktiv dabei, Atemwegsprobleme und deren Symptome zu verringern.

Negative Eigenschaften für den Hund – Gibt es Nebenwirkungen?

Im Großen und Ganzen gibt es keine negativen Eigenschaften von Schwarzkümmelöl, die sich bei Hunden bemerkbar machen. Vereinzelt können Tiere auf das Schwarzkümmelöl selbst oder die enthaltenen Wirkstoffe allergisch reagieren, jedoch ist dies äußerst selten der Fall.

Sollte es zu einer zu hohen Dosierung kommen, wirkt Öl aus Schwarzkümmel leicht toxisch auf den Hund. Je nach Menge kann es hier zu verschiedenen Symptomen kommen, die ggf. vom Tierarzt untersucht werden sollten.

Auch wenn es in diesem Beitrag um Hunde geht, möchten wir doch explizit vor der Anwendung von Schwarzkümmelöl bei Katzen abraten! In Schwarzkümmelöl sind Terpene enthalten – also sekundäre Pflanzenstoffe – die von Katzen nicht abgebaut werden können. Dies führt bei einer regelmäßigen Zufuhr zu einer Ablagerung in der Leber, was wiederum zum Tod des Tieres führen kann. Für Hunde besteht dieses Risiko allerdings nicht.

positive Eigenschaften des Schwarzkümmelöls

Einschränkungen für die Gabe von Schwarzkümmelöl beim Hund

Vor der Anwendung von Schwarzkümmelölen beim Hund sollten Sie bedachten, dass die ätherischen Öle vor allem über die Leber verstoffwechselt werden. Eine zu hohe Dosierung kann unter Umständen Leberschäden nach sich ziehen. Tiere, die bereits an einer geschwächten Leber leiden oder andere Leberkrankheiten aufweisen, sollten daher nicht mit dem Öl behandelt werden.

Auch bei trächtigen Tieren ist Vorsicht geboten, da der Körper der Hündin schon einer starken, zusätzlichen Belastung ausgesetzt ist. Hier sollte die Einnahme im Vorfeld mit einem Tierarzt oder Tierheilpraktiker abgesprochen werden.

Wirkung – auf diese Weise wirkt Schwarzkümmelöl

Wie das Schwarzkümmelöl auf den Organismus des Körpers einwirkt, hängt vor allem von der Art der Zufuhr ab. Schwarzkümmelöl kann für die innere Anwendung auf das Futter oder ins Trinkwasser des Tieres gegeben werden und wirkt so von innen heraus. Hier gelangen die Nährstoffe, ätherischen Öle, Vitamine und Mineralstoffe direkt in den Körper des Tieres und sorgen für ein gesamtheitlich gesünderes Tier.

Alternativ ist auch die Anwendung direkt auf der Haut möglich, bei der die Wirkstoffe vor allem in die Haut eindringen. Natürlich werden auch hier die Nährstoffe in den Körper aufgenommen. Sie lagern sich allerdings primär in der Haut ab und wirken hier für ein gesünderes, robusteres Hautbild.

Dasselbe gilt für die Anwendung im Fell des Tieres: Die wertvollen Inhaltsstoffe setzen sich im Fell ab und dringen leicht in die einzelnen Haare ein, die optimal mit Nährstoffen versorgt werden. Hier sollten Sie aber darauf achten, dass viele Hunde auch zum Ablecken des Fells tendieren, wenn die Wirkung über das Fell gewünscht ist. In diesem Fall sollten Sie auf eine zusätzliche Zufuhr über die Nahrung absehen, da die benötigte Menge oft schon vom Fell „abgeschleckt“ wird.

Auch eine direkte Wirkung auf betroffenen Stellen ist möglich. Dazu wird die benötigte Menge (mehr dazu unter Dosierung) direkt auf Hautverletzungen, Ekzeme oder andere Körperstellen aufgetragen, um vor Ort entzündungshemmend und schmerzlindernd zu wirken. Je nachdem, welche Wirkung gewünscht ist, sollte auch die Form der Anwendung und die Dosierung variieren.

Dosierung – diese Menge Schwarzkümmelöl benötigt Ihr Hund

Die Dosierung hängt immer davon ab, welches Ziel Sie mit der Anwendung von Schwarzkümmelöl beim Hund erreichen möchten. Hier wird zwischen äußerer und innerer Anwendung unterschieden. Die benötigte Menge Schwarzkümmelöl hängt vom gesundheitlichen Zustand des Hundes, der Größe und dem Gewicht ab.

Grundsätzlich gilt: Bei schwachen und kranken Tieren sollten Sie etwas weniger Öl verabreichen, um den Körper – insbesondere die Leber – nicht noch mehr zu beanspruchen.

Dosierung von Schwarzkümmelöl zur äußeren Anwendung beim Hund

Wenn Sie Schwarzkümmelöl äußerlich anwenden, sollten ca. 4-5 Tropfen des Öls auf die eigenen Hände gegeben und dann im Fell des Hundes verrieben werden. Wenn Sie das Öl vor allem im Nacken des Tieres verreiben, verhindern Sie effektiv das Ablecken des Öls. Um das Fell optimal zu pflegen, genügt bereits eine kleine Menge Schwarzkümmelöl. Dieses wirkt sich auch dann positiv auf die Fellstruktur und Haut aus, wenn es nur in bestimmten Bereichen des Fells angewendet wird!

Alternativ können Sie Ihren Liebling damit verwöhnen, dass sie das Schwarzkümmelöl auf die Hundebürste auftragen und damit sanft durchs Fell gleiten. Insbesondere Hunde, die die Anwendung von Bürsten zu schätzen wissen, werden sich über diese gesunde Fellpflege freuen. Gleichzeitig sorgt das Öl dafür, dass Sie besonders angenehm durchs Fell gleiten können und erleichtert damit den Fellpflegevorgang maßgeblich.

Dosierung von Öl aus Schwarzkümmel zur inneren Anwendung beim Hund

Für die Verabreichung von Schwarzkümmelöl für die innere Anwendung geben Sie am besten einige Tropfen des Öls auf das Futter, ein Leckerli oder ins Wasser des Hundes. Die Grundregel dabei lautet:

Pro 10 Kilogramm Körpergewicht benötigt der Hund ca. 1 mg Schwarzkümmelöl

Kleine Hunde sollten daher 1-2 Tropfen Öl ins Futter bekommen, mittlere Hunde ca. 3-6 Tropfen und große Hunde ca. 7-8 Tropfen. Je nach Vorerkrankungen sollte die genaue Dosierung des Schwarzkümmelöls mit dem Tierarzt oder Tierheilpraktiker abgesprochen werden. Dies gilt auch für die Anwendung bei Welpen!

Wie ist das Öl für Hunde am besten zu verabreichen?

Wie Sie Ihrem Hund das Öl verabreichen, hängt auch immer individuell vom Tier selbst ab. Einige Hunde mögen den Geschmack von Schwarzkümmelöl so gern, dass sie die benötigten Tropfen selbst von einem Teller abschlecken. In den meisten Fällen könnte man die Tropfen aber auch einfach über das Futter oder ins Trinkwasser des Hundes geben.

Übrigens: Im Trinkwasser sorgt das Öl sogar dafür, dass es länger haltbar bleibt. Bakterien und Viren können sich deutlich langsamer vermehren, wenn einige Tropfen Schwarzkümmelöl in der Flüssigkeit vorhanden sind!

Wenn Sie einen sehr mäkeligen Hund haben, kann es durchaus sein, dass dieser sein Futter oder Wasser ablehnt, sobald sich eine Schwarzkümmelnote darin befindet. In diesem Fall hat es sich bewährt, das Öl bspw. in einem schmackhaften Fleischsud oder ähnlichem anzubieten.

Schwarzkümmelöl ins Futter mischen

Alternativ können Sie das Schwarzkümmelöl natürlich auch äußerlich auftragen, indem Sie einige Tropfen davon in Ihren Händen oder der Bürste verteilen und so ins Fell einarbeiten. Wenn dies der Fellpflege dient, sollten Sie die Tropfen des Schwarzkümmelöls in den Nacken des Hundes einmassieren, da der Hund hier das Öl nicht ablecken kann.

Haltbarkeit und Lagerung von Schwarzkümmelöl

Öl aus schwarzem Kümmel ist sehr empfindlich in der Lagerung. Sobald Sie eine Flasche mit Schwarzkümmelöl öffnen, hält sie sich nur für ca. 3 Monate. Am besten lagern Sie das Öl in einer luft- und lichtdichten Flasche an einem kühlen Ort oder direkt im Kühlschrank. Das angegebene Mindesthaltbarkeitsdatum auf dem Schwarzkümmelöl bezieht sich immer auf die noch geschlossene Flasche!

Achtung: Beim Erhitzen über 65 Grad gehen die wirksamen Eigenschaften des Öls fast vollständig verloren. Schwarzkümmelöl verwendet man daher ausschließlich kalt oder in Zimmertemperatur.

Was Sie beim Kauf von Schwarzkümmelöl für Hunde beachten sollten

Schwarzkümmelöle gewinnt man aus dem Samen des Echten Schwarzkümmels. Damit die Nährstoffe bei der Verarbeitung erhalten bleiben, ist es wichtig, das Öl kalt zu pressen. Beim Kauf sollten Sie daher darauf achten, dass Sie ausschließlich zu kaltgepresstem Öl greifen. Nur hier ist die Fülle an Wirkstoffen enthalten, die die positiven Effekte auf den Organismus des Tieres ermöglichen.

Auch der Behälter, in dem sich das Öl befindet, spielt eine große Rolle. Im besten Fall erhalten Sie das Öl in einer braun eingefärbten, nicht lichtdurchlässigen Glasflasche. Dadurch profitieren Sie von einer etwas längeren Haltbarkeit, denn Lichteinwirkung kann einige Nährstoffe, die in Schwarzkümmelölen enthalten sind, angreifen oder sogar zerstören. Wenn Sie eine besonders hohe Qualität wünschen, sollten Sie zu Bio-Schwarzkümmelöl greifen. Hier ist meist nicht nur die Nährstoffkonzentration am höchsten, sondern auch schädliche Zusatzstoffe können ausgeschlossen werden.

7 Fakten über Schwarzkümmelöl – wichtige Infos auf einen Blick

Öl aus Schwarzkümmel

Allergien sind im Vormarsch. Leider trifft diese belastende Immunreaktion nicht nur Menschen, sondern auch Tiere. Vor allem bei Hunden, und hier bei bestimmten Rassen, sind häufig allergische Reaktionen zu beobachten. Vielfach ist hochverarbeitetes Hundefutter die Ursache, nämlich dann, wenn Getreideanteile, aber auch bestimmte Fleischsorten wie etwa Huhn überwiegen. Aber auch andere Allergieauslöser kommen in Betracht.

Die genaue Ursache herauszufinden ist der wichtigste Teil der Behandlung. Bis es soweit ist, müssen die Symptome gelindert werden. Eines setzen Allergien aber fast immer voraus: Es braucht Geduld und Ausdauer, bis eine Besserung in Sichtweite ist.

Allergie bei Hunden - so entstehen sie

Unter einer Allergie versteht man eine heftige Reaktion des Immunsystems. Sie wird dadurch hervorgerufen, dass das Immunsystem im Prinzip harmlose Stoffe als Feind ansieht und versucht, sie durch die Überreaktion zu bekämpfen. Eine Eskalationsstoffe der Allergie ist der anaphylaktische Schock. Ein solcher Schock kann lebensbedrohlich werden.

Einer allergischen Reaktion geht die Aufnahme eines allergenen Stoffes durch die Haut voraus. Dabei können die Auslöser durch die Haut selbst, durch den Magen-Darm-Trakt oder durch die Nase in den Körper gelangen. Allergische Reaktionen werden in der Medizin in fünf Typen eingeteilt, je nach Art der Auslöser und dem Zeitablauf der Reaktionen. Zu den am häufigsten vorkommenden allergischen Reaktionen zählen

  • Futtermittelallergie
  • erworbene atopische Dermatitis
  • Parasitenallergie
  • Insektenstiche

Nahezu jeder fünfte Hund leidet bereits unter einer der aufgeführten Allergien. Die Tendenz ist steigend, ähnlich wie bei Menschen auch. Zu den Ursachen können hochverarbeitete Nahrungsmittel zählen, aber auch Umweltgifte tragen dazu bei, dass der Organismus überfordert ist und deshalb zu heftig reagiert.

Unverträglichkeiten: Ursachen beim Hund

Ähnliche Auswirkungen wie eine Allergie zeigen sich durch Unverträglichkeiten. Medizinisch gesehen macht dies zwar einen Unterschied, denn diese werden nicht durch das Immunsystem hervorgerufen. Unverträglichkeiten haben ihren Ursprung in einer Minderfunktion des Stoffwechsels, einem Mangel an Enzymen, aufgrund genetischer Ursachen (angeborene Atopie) oder durch Zusatzstoffe in Futter und Alltagsprodukten. In den Auswirkungen sind sie jedoch genauso unangenehm, sie treten meist mit denselben oder ähnlichen Symptomen wie Allergien auf.

Hier zeigen sich bereits erste rassetypische Dispositionen. Tierärzte berichten, dass sie vermehrt Atopien bei weißen Hundenaus Zuchten feststellen. Auch bestimmte Farbschläge, wie etwa Blue Merle beim Australian Shephard, sind häufiger durch Unverträglichkeiten belastet. Auffälligkeiten zeigen sich auch beispielsweise beim Golden Retriever und beim Cockerspaniel. Nachdem beide Rassen dafür bekannt sind, dass sie gerne und am liebsten alles fressen, ist hier besondere Aufmerksamkeit geboten.

Unverträglichkeiten und Allergien: die Symptome

Durch die verschiedenen Allergietypen treten die Symptome oft nicht sofort nach dem Fressen oder dem Kontakt mit einem Allergieauslöser auf, sondern zeitlich versetzt. Das macht es nicht immer einfach, Ursache und Wirkung in Verbindung zu bringen. Typische Symptome für Allergien sind jedoch

  • Juckreiz
  • Hautrötungen und -entzündungen
  • Magen-Darm-Probleme
  • Fellveränderungen

Der Juckreiz ist einfach als Symptom zu erkennen. Oft kratzen sich Hunde dann genau dort, wo wenig Fell ist. Die Ohren, der Hals, der Bauch, der hintere Rücken, die Innenseite der Hinterbeine und der After werden ausgiebig gekratzt. Der Juckreiz an sich muss jedoch nicht unbedingt auf eine Allergie hindeuten. Natürlich kann dieses Kratzen auch eine reine Reaktion auf einen Flohbiss oder einen Insektenstich sein. Mit ein wenig Aufmerksamkeit lässt sich aber leicht herausfinden, ob es tatsächlich nur der Quälgeist war.

Hautrötungen und Entzündungen sind ebenfalls typische Reaktion. Hier sind je nach Auslöser die Ohren, oder aber auch die Zwischenräume der Zehen betroffen. Ein Röten der Bauchhaut - lässt sich ebenfalls einfach feststellen, dies ist ebenfalls typisch für entzündliche Atopien.

Leiden Hunde unter Durchfall und Erbrechen, muss primär eine Vergiftung ausgeschlossen werden. Vor allem dann, wenn beides heftig und im Schwall auftritt, ist der Besuch beim Tierarzt angebracht. Zeigen sich allerdings regelmäßig nach dem Fressen Symptome, wird es Zeit für die Suche nach Allergieauslösern. Oft ist vermehrtes Speicheln ein erstes Anzeichen, dass dem Tier übel und das Hundefutter die Ursache ist.

Ein Begleitsymptom, aber auch Einzelanzeichen einer Futtermittelallergie, können Fellveränderungen sein. Durch die ständige, unbemerkte Zufuhr von Allergenen kommt es zu Entzündungen im Körper der Hunde und infolge zu einer Mangelversorgung mit wichtigen Nährstoffen. Die Folge kann ein struppiges, glanzloses Fell sein. Aber auch plötzlich überdurchschnittlich fettendes Fell sollte genau hinterleuchtet werden.

Unverträglichkeiten und Allergien beim Hund

Allergie beim Hund: Die Suche nach dem Auslöser

Parallel zum oder als Vorbereitung für einen Tierarztbesuch ist es hilfreich, ein Tagebuch zu führen. Hier wird mit Datum und Uhrzeit alles notiert, was der Vierbeiner gefressen hat, wo er sich aufhielt und welche Ursachen infrage kommen könnten. Diese Vorbereitung erleichtert dem Tierarzt die Suche, sie kann seine Untersuchungsergebnisse stützen.

Allergene finden: Der Weg zur Diagnose

Wie bei Menschen auch, können beim Hund Allergietests gemacht werden. Hier tritt jedoch dieselbe Problemstellung auf: Der Test zeigt nicht immer sicher an, auf was allergisch reagiert wird. Andererseits muss ein beim Test ermittelter Auslöser nicht unbedingt der sein, der zu den Beschwerden führt.

Wichtig ist die Vorstellung beim Tierarzt auch, um alle anderen Möglichkeiten für Juckreiz, Entzündungen und Magen-Darm-Störungen auszuschließen. Der Tierarzt wird den Vierbeiner auf Milben und Flöhe, auf Bakterien und Pilze untersuchen. Auch hormonelle Störungen sollten - vor allem bei Hündinnen - ausgeschlossen werden.

Unterschiedliche Allergietests: Intrakutan- und Antikörpertest

Der Intrakutantest läuft bei Mensch und Tier gleich ab: In die Haut werden unterschiedliche Allergene gespritzt. Tritt um die gekennzeichnete Stelle eine Rötung oder gar eine Quaddel auf, zeigt dies an, wogegen Hunde allergisch sind. Für diese Untersuchung muss allerdings der Hund geschoren werden. Eine leichte Sedierung ist zudem erforderlich und nicht jede Tierarzt-Praxis hat das nötige Equipment, um einen Intrakutantest durchzuführen.

Ein weiterer, allerdings auch nicht immer aussagekräftiger Test ist der Antikörpertest oder serologische Test. Hier wird dem Hund Blut abgenommen. In einer labortechnischen Untersuchung wird geschaut, ob Antikörper gegen bestimmte Substanzen wie Futtermittel, Milben, Schimmelpilze oder Pollen vorhanden sind.

Abhilfe bei Allergien: vom Haustrick zu Medikation

Im folgenden möchten wir die besten Methoden vorstellen, die Sie bereits zu Hause anwenden können und durch welche herausgefunden werden kann, um welche Art von Allergie es sich handelt. Bitte konsultieren Sie jedoch den Tierarzt Ihres Vertrauens, um auf der sicheren Seite zu sein.

Allergie auf Futtermilben: Futter frosten

Im Zusammenhang mit Hundefutter gibt es außer der Unverträglichkeit von Bestandteilen noch eine weitere Allergie, nämlich die auf Futtermilben. Diese sind hauptsächlich in Trockenfutter zu finden, denn dort haben sie ihre Nahrungsgrundlage. Wird von empfindlichen Tieren ein solches Futter verzehrt, reagieren sie allergisch und zeigen die bekannten Symptome.

Abhilfe erzielt man, indem man Trockenfutter portionsweise mindestens eine Woche einfriert, ehe es an die Hunde verfüttert wird. Wem dies auf Dauer zu mühsam ist, kann auf Nassfutter oder Barf ausweichen.

Flohallergie und Milbenbisse: Schädlinge meiden und bekämpfen

Die Gelegenheiten, sich einen Floh einzufangen und so zu einer Flohallergie zu kommen, sind verbreitet. Mal ist es das Spielen auf der Hundewiese, mal ein Umsteiger beim Tierarzt. In der Regel stellt ein einzelner Flohbiss noch keinen Auslöser dar. Kommt ein Hund jedoch öfter mit den Plagegeistern in Kontakt, kann er auf den Flohspeichel allergisch reagieren. Hier erfordert es einigen Aufwand, die gesamte Umgebung flohfrei zu halten. Mehrfaches Einpulvern oder Einsprühen mit hundeverträglichen Flohbekämpfungsmitteln, das Waschen der Decken und Hundebetten und häufiges Staubsaugen sind Pflicht.

Ähnlich ärgerlich können Spätsommer und Herbst für Hundehalter und Hund werden. Jetzt sind vermehrt Grasmilben unterwegs. Ihr Auftreten erkennt man an der geröteten Zehenhaut, am Knabbern an den Pfoten und Läufen. Abduschen nach dem Spaziergang kann Linderung bringen. Wer die Möglichkeit hat, meidet vor allem Wiesen und Wege mit Laubfall um diese Jahreszeit.

Neben den Grasmilben sind es vielfach auch Hausstaubmilben, die auch die vierbeinigen Bewohner plagen

Bei beiden Auslösern ist der Tierarzt der Ansprechpartner. Er kann milde Lotionen und Sprays verordnen, die den schlimmsten Juckreiz lindern. Oft wirken sie gleichzeitig antibakteriell, sodass auch die zusätzliche Gefahr durch das Eindringen von Bakterien minimiert wird.

Kontaktallergien: Pflanzen, Reinigungsmittel und Co. als Auslöser

Vielfach sind es die Hundehalter, die in der Nähe landwirtschaftlicher Flächen wohnen, die jahreszeitlich bedingte Hautreaktionen bei ihren Tieren feststellen. Auslöser können Düngemittel, aber auch bestimmte Pflanzen wie Gräser und Getreide selbst, sein. Das Tagebuch hilft hier ebenfalls bei der Suche nach dem Auslöser weiter.

Im Haushalt sind es mitunter Reinigungsmittel, die eine atopische Dermatitis auslösen. Es ist jedoch keineswegs so, dass Putzmittel auf Pflanzenbasis generell die bessere Wahl sind. Im Gegenteil, auch Pflanzen wie Efeu oder Pflanzenbestandteile wie Zitrusöle und Orangenschalen zählen hier zu den Schuldigen. Auch das Rasierwasser des Halters oder das Deo der Halterin können Ursache sein. Nicht zuletzt kann eine atopische Allergie durch Bestandteile des Trinknapfes, durch den Teppichboden, durch Hundespielzeug oder ein Hundehalsband hervorgerufen werden. Aufmerksames Betrachten und die Vermeidung der häufigsten Auslöser - oder eine Ausschlussdiät an Hundespielzeug - können zur Diagnose und Abhilfe führen.

Kontaktallergien beim Hund

Ausschlussdiät: getrennt füttern

Liegt der Verdacht aufgrund von Erbrechen und Durchfällen oder regelmäßig auftretendem, anhaltendem Juckreiz nahe, dass eine Futtermittelallergie vorliegt, ist eine Ausschlussdiät sinnvoll. Hier wird das Hundefutter komplett umgestellt. In der Regel startet man die Ausschlussdiät mit zwei Zutaten, Pferd - weil sonst selten oder nicht gefüttert - und Kartoffeln. Werden diese gut vertragen und klingen unter dieser Kost die Symptome ab, steckt der Auslöser vermutlich in einem anderen bislang gefütterten Nahrungsmittel.

Um hier Näheres zu erfahren, wird in regelmäßigen Abständen wieder eine weitere Zutat hinzugefügt. Die bekanntesten Auslöser einer Futtermittelallergie wie Getreide und Mais kommen, falls überhaupt, erst als Letzte wieder auf den Speiseplan. Hier ist die Diagnose zugleich Behandlungsplan, das Hundefutter, auf das reagiert wird, wird künftig gestrichen.

Wer präventiv handeln möchte, füttert ein hochwertiges, klar definiertes Futter, bei dem auf die häufigsten Allergieauslöser verzichtet wird. Ernährungstechnisch sind diese Stoffe wie Getreide und Mais zudem eher unwichtig, sie dienen vielmehr in der Regel nur als preiswerter Füllstoff. Wie bei menschlicher Ernährung auch müssen bei Tierfutter die Inhaltsstoffe auf der Verpackung angegeben werden. Hier sind die Zutaten in absteigender Reihe angegeben, sodass sich jeder Käufer informieren und seine Entscheidung für ein wirklich qualitatives Futter treffen kann.

Für Hunde ist es nicht untypisch, gelegentlich Gras zu fressen. Manche Tiere schätzen schlicht den Geschmack und naschen an frischen Grasspitzen. Andere Tiere reißen sogar ganze Grasbündel aus, weil es ihnen Freude bereitet.

Es kann aber auch vorkommen, dass die Hunde das Grashalme im Anschluss wieder ausbrechen. Meist geschieht das in Kombination mit etwas Schleim, der sich durch Speichel und Gallensaft zusammensetzt. Neben den alltäglichen Gründen, kann auch eine ernstzunehmende Erkrankung vorliegen, die dazu bewegen können, Gräser zu fressen.

Wir möchten genauer auf die möglichen Ursachen des Grasfressens eingehen und Ihnen Möglichkeiten aufzeigen, mit denen Sie dagegen vorgehen können, wenn es nötig wird.

Hund frisst Gras

Warum fressen Hunde Gras?

Die Ursachen dafür, dass der Hund Grashalme frisst, sind vielfältig. Hier kommen Aspekte in der Ernährung in Frage, aber auch physiologische und psychologische Gründe.

Grundsätzlich gilt: Gräser zufressen, ist bei Hunden nicht unüblich. Wenn das Tier allerdings zu viel Gras aufnimmt, sich dadurch regelmäßig erbricht oder neben frischen Gräsern auch Erde mitfrisst, sollte man einen genaueren Blick auf die möglichen Ursachen werfen.

Ursachen für Grasfressen in der Ernährung

Kommt es aufgrund einer einseitigen Ernährung mit minderwertigen Futtermitteln zu Mangelerscheinungen, versuchen einige Hunde, den zusätzlichen Nährstoffbedarf mit Gräsern zu decken. Gräser enthalten eine Fülle an Folsäure, die beim Verzehr von Hunden aufgenommen werden. Außerdem stecken zahlreiche Ballaststoffe in Grashalmen, die die Verdauung positiv beeinflussen und den Bedarf an hochwertigen Fasern decken.

Aber auch Vitamin- und Mineralstoffmängel können das Tier dazu bringen, Gras zu fressen. Insbesondere bei Verdauungsproblemen greifen sie, wenn möglich, auf Gräser zurück. Die enthaltenen Bitterstoffe helfen effektiv gegen Blähungen, Magen-Darm-Erkrankungen und gegen Symptome von Futtermittelallergien. Dabei handelt es sich in den meisten Fällen um ein instinktives Verhalten, das auch Wölfe in freier Wildbahn zeigen.

Neben Nährstoffmangel und Erkrankungen im Magen-Darm-System kommt aber noch ein weiterer, wichtiger Punkt in Frage, wenn es um die möglichen Ursachen für das Grasfressen geht: Hunger. Erhält der Vierbeiner konstant zu wenig Futter oder nur Futter in einer minderwertigen Qualität, versucht er möglicherweise das aufkeimende Hungergefühl mit der Aufnahme von Grashalmen zu mindern.

Psychologische Ursachen für den häufigen Graskonsum

Es gibt auch eine Fülle an psychologischen Gründen, die Hunde dazu bringen können, Gras zu fressen. Insbesondere in Stresssituationen beruhigen sich viele Tiere mit Grasfressen. Aber auch bei dauerhafter Unterforderung zeigt sich dies als typisches Symptom. In diesem Fall genügt es meist schon, wenn der Hund mit anderweitigen Aufgaben oder gemeinsamem Spiel abgelenkt wird, sodass das Interesse an Gräsern verloren geht.

Anders sieht es allerdings bei psychologischen Übersprungshandlungen aus: Wenn der Hund ein bestimmtes Verhalten zeigen möchte, dies aber nicht tun kann, kompensiert er den inneren Stress oft mit dem Kauen von Gräsern. Auch hier kann zwar etwas Ablenkung helfen, meist ist unser Liebling jedoch sehr fokussiert auf das Gras.

Beim täglichen Spaziergang kann es ebenfalls vorkommen, dass der Hund urplötzlich und scheinbar ohne Anlass beginnt, Grashalme zu fressen. Meist hat dies mit der Aufnahme von Duftstoffen zu tun, die an der betreffenden Stelle zu finden sind. Dabei handelt es sich meist um den Urin von anderen Hunden, der an der Stelle hinterlassen wurde. Durch das Fressen des Grases kann der Vierbeiner die Duftstoffe vollständig auslesen und erhält dadurch wichtige Informationen über die anderen Hunde im Gebiet.

Körperliche Ursachen für den Graskonsum bei Hunden

Nicht immer basiert das Fressen von Gras bei Hunden nur auf Langeweile oder ernährungsbedingten Faktoren, auch rein körperliche Gründe kommen als Auslöser in Frage. Die wohl häufigste, körperliche Ursache für das Grasfressen: Die Reinigung von Magen und Darm.

Instinktiv wissen Hunde, dass Grashalme sich ideal eignen, um Magen und Darm effektiv zu reinigen. Die in Gräsern enthaltene Folsäure lindert dabei Magenprobleme, während die Ballaststoffe für eine gesunde Verdauung sorgen.

Frisst der Hund jedoch zu viel davon, kann dies auch dem Zweck dienen, einen Brechreiz auszulösen. Das ist beispielsweise dann der Fall, wenn der Hund unverträgliches Futter gefressen hat oder Fremdkörper im Magen-Darm-Trakt feststecken, die das Tier auf diese Weise lösen möchte. Wenn der Hund mechanisch den Brechreiz auslösen möchte, werden in der Regel ganze Grashalme geschluckt. Diese bleiben im Rachen und der Speiseröhre stecken, sodass sich ein natürlicher Brechreiz ergibt.

Auch Magenschmerzen sind ein möglicher Grund dafür, dass der Hund an Grashalmen kaut. Hier sind die Ursachen natürlich vielfältig: Ein übersäuerter Magen aufgrund einem Übermaß an Magensäure kommt ebenso in Frage wie eine ernstzunehmende Gastritis. Sollte das Tier neben dem Fressen von Gras noch weitere Symptome zeigen, ist daher ein Besuch beim Tierarzt notwendig.

Eine weitere Möglichkeit, die häufigen Graskonsum beim Hund erklären könnte, ist ein starker Befall mit Würmern oder anderen Parasiten. Diese können sich im Magen-Darm-Trakt einnisten und hier für ein Ungleichgewicht sorgen.

Frisst Ihr Liebling über einen längeren Zeitraum große Grasmengen, sollte eine Kotprobe beim Tierarzt eingereicht werden. Damit ein zuverlässiges Ergebnis gewährleistet ist, sollte bei einer Kotprobe wegen Wurmverdacht der Kot von drei Tagen gesammelt werden, da nicht mit jedem Stuhlgang auch Würmer oder Wurmeier ausgeschieden werden. Mehr zum Thema Wurmkuren hier.

Hund hat zu viel Gras gefressen

Hat es ernstzunehmende Folgen, wenn der Hund Gras frisst?

Die meisten Grasspitzen, die vom Hund gefressen werden, werden entweder in Form von Erbrochenem oder direkt über den Darm ausgeschieden. Da der Körper des Tieres Grashalme nicht vollständig verwerten kann, sind die Grasreste im Kot des Hundes sichtbar.

Es kann allerdings passieren, dass es aufgrund der Gräser zu Absatzschwierigkeiten des Kots kommt. Dabei bleiben die Grashalme am After des Tieres hängen und müssen manuell entfernt werden. Aber Achtung: Nur bereits lockere Grashalme dürfen entfernt werden, da die scharfe Unterseite des Grases über scharfe Widerhaken verfügt. Diese könnten sonst die Darmwand und den After verletzen.

Je mehr Gras der Hund frisst, desto deutlicher wirkt sich dies auf die Verdauung aus. Häufiger Graskonsum führt beim Hund dazu, dass der Kot sich in kleine Perlen aufspaltet, die durch die Grashalme miteinander verbunden sind. Kann er den Kot nicht mehr richtig ausscheiden, droht ein Darmverschluss. Allerdings ist dies durch den Konsum der frischen Grasspitzen eher ausgesprochen selten.

Ein weiteres Risiko ist das mögliche Verschlucken, das beim Verzehr von Gräsern auftreten kann. Wenn sich die langen Grashalme im Rachen des Tieres festsetzen, kommt es unter Umständen zu Atemschwierigkeiten bis hin zur Atemnot. Sollten Sie das Gras nicht selbst aus dem Rachen des Tieres entfernen können, sollten Sie unbedingt einen Tierarzt aufsuchen, da sonst eine akute Erstickungsgefahr droht.

Wenn der Hund häufig Gras im Kot hat oder ständig durch das Fressen von Gras erbricht, sollte ebenfalls ein Tierarzt aufgesucht werden. Nur auf diese Weise kann man die wahren Ursachen für den Graskonsum finden und beseitigen. Man kann auch selbst versuchen, mit einer Futterumstellung auf hochwertiges Nassfutter oder BARF die Ursache zu lindern.

Was tun, wenn Hunde zu viel Gräser fressen?

Mit einigen Maßnahmen lässt sich das übermäßige Fressen von Gras unter Umständen eindämmen. Wichtig ist dabei vor allem, dass man das Tier gründlich beobachtet.

Wann kommt es dazu, dass der Hund Gras frisst? Gibt es einen erkennbaren Auslöser? Zeigt er noch weitere Symptome, die zum Beispiel auf Magenschmerzen hindeuten könnten? Wurde vor kurzem das Futter gewechselt?

Wenn der Hund regelmäßig an Grasspitzen kaut, hat es sich bewährt, die Situationen genau zu dokumentieren. Somit kann der Tierarzt anhand des generellen Verhaltens feststellen, ob eventuell eine Erkrankung vorliegt.

Mögliche Situationen:

Zunächst einmal sollte dabei die Ernährung genauer unter die Lupe genommen werden: Erhält der Hund wirklich hochwertiges Futter, das alle relevanten Nährstoffe enthält? Wenn nicht, ist eine Futterumstellung ratsam. Auf Hundefutter-Tests finden sich zahlreiche Informationen zu einer ausgewogenen und gesunden Ernährung für Ihren Liebling.

Auch die Menge des Futters sollte genauer überprüft werden: Ein zu viel an Hundefutter kann zu Magenschmerzen führen, während ein zu wenig Hungergefühl auslöst. Sollten Sie ihn nur einmal am Tag füttern, kann es stattdessen ratsam sein, die große Mahlzeit auf 2-3 kleinere Mahlzeiten aufzuteilen. So fühlt sich der Vierbeiner über den ganzen Tag hinweg gesättigt, was das Fressen von Gräsern reduzieren kann.

Bei konstanten Verdauungsbeschwerden oder Magenproblemen hat sich Heilerde als praktisches Hilfsmittel erwiesen, das gute Erfolge erzielen kann. Heilerde reinigt und beruhigt den Magen-Darm-Trakt des Hundes auf natürliche und schonende Weise. Dadurch treten seltener Magenschmerzen, eine Übersäuerung oder andere Probleme des Verdauungsapparates auf.

Bei kurzzeitigen Magenbeschwerden, beispielsweise wenn der Hund etwas Falsches gefressen hat, kann es schon helfen, dem Tier einige Tage lang nur Schonkost zu verabreichen.

Tierarzt untersucht Hund nach Grasfressen

Wann sollte man zum Tierarzt gehen, weil der Hund zu viel Gras frisst?

Gelegentliches Fressen von Gras allein ist noch kein Grund zur Sorge. Frisst er allerdings regelmäßig größere Mengen oder wird gar zu einem fanatischen Grasfresser, der sich dabei kaum unterbrechen lässt, sollte man genauer nach möglichen Ursachen suchen.

Vorsicht sollte vor allem dann gelten, wenn der Hund die Futteraufnahme reduziert und stattdessen lieber mehr Grashalme frisst. Dies könnte ein Indikator dafür sein, dass das Hundefutter nicht gut vertragen wird und Magenschmerzen auslöst.

Wenn der Hund stets nach dem Fressen von Gras erbricht oder Blut im Erbrochenen erkennbar ist, sollte ebenfalls ein Besuch beim Tierarzt durchgeführt werden. Dasselbe gilt für Blutbeimischungen im Stuhlgang.

Fressen Hunde häufig Gräser, kann es zudem zu übermäßigen Schleimproduktionen im Verdauungstrakt kommen, die mit dem Kot ausgeschieden werden. Sondert Ihr Tier also schleimüberzogenen Kot ab, steckt eventuell eine Entzündung im Darm dahinter. Auch hier gilt: Ein Tierarzttermin ist unabkömmlich.

Frisst Ihr Liebling Gräser und zeigt zusätzlich noch andere Krankheitssymptome, beispielsweise Fieber, Schmerzen, Lustlosigkeit, ständige Müdigkeit oder anhaltende Erschöpfung, sollte dies ebenfalls durch einen Tierarzt genauer untersucht werden. In diesem Fall könnte es sein, dass der Hund Gras frisst, um die Symptome einer anderen Erkrankung zu lindern.

Unverdaute Grashalme, die im After des Tieres feststecken und sich auch nicht mit leichtem Ziehen entfernen lassen, sollten Sie auf keinen Fall mit grober Gewalt entfernen. Hier besteht das Risiko, dass der After des Tieres und der Darm durch die Widerhaken am Gras aufgerissen werden. Dies bietet ein hohes Entzündungspotential und verheilt nur sehr langsam. Steckt ein Grashalm im After des Hundes fest, sollte ein erfahrener Tierarzt diesen sanft entfernen.

Hunde Gräser fressen lassen – aber wo?

Grundsätzlich ist es nicht gefährlich, wenn Hunde mal etwas Gras fressen möchten. Dabei sollte man als Tierhalter aber darauf achten, dass es sich um gesundes, nicht mit Pestiziden, Insektiziden oder Herbiziden belastetes Gras handelt. Empfehlenswert sind also vor allem Süßgräser, die entweder im eigenen Garten oder direkt im Wald wachsen.

In der Nähe von Feldern sollte man das Fressen von Gras eher vermeiden, da die Gräser stark belastet sein können. Dies führt unter Umständen zu zusätzlichen Verdauungsbeschwerden.

Wenn Ihr Liebling auch im Winter Gras fressen möchte, haben Sie die Möglichkeit, spezielle Katzengräser anzupflanzen, die auch vom Hund gut vertragen werden. Im Tierfachhandel sind hier wahlweise einzelne Samen oder direkt ganze Anzucht-Sets erhältlich.

Fazit – Gras fressen ist nicht unbedingt gefährlich

Gras fressen liegt bei Hunden in der Natur und ist im geringen Maße absolut unschädlich. Sollten weitere Symptome oder Verhaltensänderungen auf eine Krankheit als Auslöser für übermäßigen Graskonsum hindeuten, sollte man das Tier beim Tierarzt gründlich durchchecken lassen.

Neben Erkrankungen des Magen-Darm-Traktes kommt auch ein Befall mit Parasiten, eine Futtermittelunverträglichkeit oder eine Infektion in Frage. Unter Umständen können auch psychische Auslöser wie Stress oder Langeweile das Grasfressen begünstigen.

Milben beim Hund sind sogenannte Ektoparasiten, die auf der Haut der Hunde, im äußeren Gehörgang und in der Nasenhöhle leben. Obwohl die Spinnentiere nicht wie Zecken Krankheiten übertragen können, sind sie für den Hund ausgesprochen unangenehm.

Die Milben verursachen Juckreiz und Hauterkrankungen, die das Tier im Alltag massiv stören. Auch allergische Reaktionen sind keine Seltenheit. Eine Bekämpfung der Milben beim Hund ist oft schwierig und langwierig.

Wie aber können Sie einen Befall mit Milben verhindern? Wie erkennen Sie einen Befall mit Milben beim Hund? Und wie können Sie die Parasiten wirkungsvoll bekämpfen?

Milben Symptome beim Hund

Am häufigsten treten durch Milben beim Hund folgende Symptome auf:

Bisse von Milben verursachen durch die Reizung der Haut Rötungen und Schwellungen. Die Haut ist mit Papeln überzogen, die starken Juckreiz auslösen. Der Hund kratzt sich immer wieder an den betroffenen Stellen und reibt sich an verschiedenen Gegenständen. Durch das Kratzen brechen die Haare ab. Das Fell sieht dadurch stumpf und glanzlos aus. Vor allem im Bereich des Rückens bildet die Haut verstärkt Schuppen, die den Juckreiz noch verstärken.

Gleichzeitig verdickt die Haut dadurch und verhornt stärker. Mit der Zeit lagert sich in die oberste Hautschicht verstärkt Pigment ein, sodass schwarze Flecken auf der Haut des Hundes zu erkennen sind.

Entstehung von Hefepilzen und Bakterien

Da die Talgdrüsen vermehrt Hautfett produzieren, wirkt die Haut fettig und schmierig. Auch der Ohrrand ist in den meisten Fällen betroffen und wirkt schuppig, rau und verdickt. Siedeln sich auf der geschädigten Haut Hefepilze und Bakterien an, entstehen eitrige Entzündungen, die gesondert zur Milbenerkrankung behandelt werden müssen.

Ist der äußere Gehörgang von Ohrmilben besiedelt, sind in den Ohren schwarz braune, schmierige Krusten zu erkennen. Der Hund schüttelt ständig die Ohren und versucht sich darin zu kratzen. Bei einem starken Befall kann der Hörsinn beeinträchtigt sein.

Werden die Entzündungen des Gehörgangs und der Milbenbefall nicht behandelt, breitet sich die Entzündung auf das Mittelohr und das Innenohr aus. Der Hund hält den Kopf schief, der Gleichgewichtssinn ist gestört und kommt zu einem unregelmäßigen Gang.

Milben Symptome beim Hund

Welche Milben befallen Hunde?

1. Haarbalgmilben - Demodex canis

Demodex-Milben sind normale Bewohner der Haut von Hunden. Sie leben in den Haarfollikeln und ernähren sich von Gewebeflüssigkeit und abgestorbenen Zellen. Übertragen werden die Haarbalgmilben von der Mutterhündin während des Säugens auf die Welpen.

Damit die Hunde keine allergische Reaktion auf die Milben und ihre Stoffwechselprodukte zeigen, lagern sie ihren Kot in Zellen ein. Durch Stress oder eine Schwächung des Immunsystems kann eine starke Vermehrung der Milben begünstigt werden.

Auf die hohe Milbenanzahl reagieren die Hunde mit störenden Hautentzündungen. Die Wahrscheinlichkeit, an einer Demodikose zu erkranken, wird vererbt. Hunde mit klinischer Demodikose sollten deshalb nicht für die Zucht eingesetzt werden.

2. Grabmilben - Sarcoptes scabei canis

Die Räudemilben kommen vor allem bei Füchsen und Hunden vor. Sie werden direkt durch Kontakt übertragen oder indirekt durch verunreinigte Gegenstände. Die weiblichen Milben graben Röhren in die Keratinschicht der Haut. In diesen Vertiefungen werden dann Kot und Eier abgelegt.

Während des Grabens ernährt sich die Milbe von der Flüssigkeit im Gewebe und abgestorbenen Zellen. Durch diese Aktivitäten der Milben wird auf der Haut des Hundes Juckreiz und eine allergische Reaktion ausgelöst.

Rötungen treten dabei vor allem in Bereich von Ellbogens und Bauches auf. Die Hunde kratzen sich die betroffenen Stellen wund, die Haare brechen ab. Meist geht dies mit einer Verdickung der Haut und starker Schuppenbildung einher. Im späteren Stadium des Milbenbefalls fallen die Haare an den wunden Stellen vollständig aus.

3. Ohrmilben - Otodectes Cynotis

Ohrmilben werden durch Kontakt übertragen. Sie besiedeln die Haut in der Umgebung der Ohren und den äußeren Gehörgang. Dort ernähren sie sich von Ohrschmalz, Gewebeflüssigkeit und abgestorbenen Hautzellen.

Besonders empfänglich für eine Infektion mit Ohrmilben sind Welpen und Hunde mit einem geschwächten Immunsystem. Der äußere Gehörgang ist entzündet und mit schwarz-braunen, klebrigen bis bröckeligen Massen angefüllt.

Da die Milben starken Juckreiz auslösen, schüttelt der Hund ständig den Kopf. Durch Kratzen mit den Krallen verletzt der Hund die Haut. In diesen Wunden können sich leicht Bakterien ansiedeln, die eine eitrige Entzündung des äußeren Gehörgangs begünstigen.

4. Herbstgrasmilben - Trombicula autumnalis

Die rot-orangen Parasiten sind nur wenige Millimeter groß und mit dem bloßen Auge kaum zu erkennen. Sie lauern im Sommer und im Herbst im Gras und befallen vorbeilaufende Hunde.

Anders als die erwachsenen Milben, die sich von Pflanzenteilen ernähren, nehmen die Larven der Herbstgrasmilben Gewebeflüssigkeit des Hundes auf. Sie ritzen die oberste Hautschicht an und saugen eine Woche lang an der Haut. Dabei bevorzugen sie besonders dünne, wenig behaarte Hautstellen.

Die Milben bewohnen die Haut zwischen den Zehen, am Bauch und am Kopf. Durch die Milbenbisse wird eine allergische Reaktion auf der Haut des Hundes ausgelöst, sodass sichtbare Rötungen und Entzündungen entstehen. Starker Juckreiz tritt auf und irritiert den Hund.

Auch nach der Beseitigung der Herbstgrasmilben bleiben die Hautveränderungen über einen längeren Zeitraum bestehen, sodass hier eine eigenständige Behandlung sinnvoll ist.

5. Pelzmilben - Cheyletiella

Die Raubmilben befallen Hunde, Katzen und Kaninchen. Sie werden durch einen direkten Kontakt mit infizierten Tieren oder über verschmutzte Gegenstände übertragen. Erwachsene, weibliche Raubmilben können auch längere Zeit ohne Wirt in der Umgebung überleben.

Die Pelzmilben leben auf der Oberfläche der Haut und ernähren sich von Lymphflüssigkeit und abgestorbenen Hautzellen. Sie laufen zwischen den Haaren und verursachen Irritationen und Juckreiz. Die Haut weist eine deutliche Verdickung auf und ist mit störenden Schuppen bedeckt, die den Juckreiz verstärken.

Milben im Hundefutter

6. Futtermilben - Dermatophagoides

Futtermilben sind mikroskopisch kleine Spinnentiere, die sehr widerstandsfähig sind. Dadurch können sie gut in der Umwelt überleben. Die Milben können nur durch Erhitzen über 60 Grad Celsius oder tagelanges Einfrieren abgetötet werden, was die Behandlung sehr schwierig gestaltet.

In das Futter gelangen die Futtermilben durch kontaminierte Rohstoffe oder während des Verarbeitungsprozesses. Da die Milben auch im Hausstaub leben, ist eine Kontamination von Trockenfutter bei langer Lagerung möglich.

Ist Futter mit den Milben verunreinigt, können Sie am Boden des Sackes einen braunen Milbenstaub sehen. Das kontaminierte Futter verströmt einen minzähnlichen Geruch.

Frisst ein Hund das verunreinigte Futter, treten, ausgelöst durch den Kot der Milben, allergische Reaktionen auf. Die Haut an den Lefzen, in der Umgebung von Nase und Augen und am Bauch ist bei einem Befall mit Futtermilben gerötet und entzündet. Der Hund wird von einem konstanten Juckreiz irritiert, der zum Benagen und Aufkratzen der Hautstellen führt. An den betroffenen Stellen brechen meist auch die Haare ab.

Das Haarkleid ist glanzlos und schütter. Teilweise fallen die Haare an einigen Stellen vollständig aus. Oft ist auch der Darmtrakt von den Grabmilben betroffen. Hier lösen die Milben leichte Durchfälle aus und bringen die natürliche Darmflora aus dem Gleichgewicht.

Nasenmilben - Pneumonyssoides caninum

Die Milben, die in Europa vor allem in Skandinavien verbreitet sind, leben in den Nebenhöhlen und Nasengängen. Meistens treten außer einem leichten Nasenausfluss keine Krankheitserscheinungen auf. Ein starker Befall kann allerdings eine eitrige Nasenentzündung auslösen.Wie gefährlich sind Milben für den Hund?Einige Milben leben beim Hund ständig auf der Haut, ohne Krankheitserscheinungen zu verursachen. Dazu gehören Demodex-Milben und Staubmilben. Solange hier ein natürliches Gleichgewicht erhalten bleibt, werden diese Milben nicht zu einem Problem. Erst bei einer starken Vermehrung der Haarbalgmilben sind diese für den Hund auch schädlich und lösen Hautreizungen aus.

Futtermittelmilben lösen Allergien mit Juckreiz und Durchfall aus. Chronische Durchfälle entziehen dem Hund wichtige Nährstoffe und die benötigte Flüssigkeit. Er magert ab und ist nur mehr eingeschränkt leistungsfähig. Dadurch wird das Tier auch für andere Erkrankungen anfälliger.

Meist geht ein Befall von Futtermittelmilben auch mit einer chronischen Entzündung des Darms einher, wodurch sich die Darmschleimhaut verdickt. Das Risiko, an einem Darmtumor zu erkranken, ist deutlich erhöht.

Raubmilben und Grabmilben schädigen die Haut und ermöglichen es schädlichen Bakterien, sich auf der Hautoberfläche anzusiedeln. Eitrige Hautentzündungen breiten sich über die gesamte Hautoberfläche aus und führen zu teilweise schweren Sekundärinfektionen, die zusätzlich zu den Milben selbst behandelt werden müssen.

Herbstgrasmilben verursachen unangenehmen Juckreiz und allergische Hautentzündungen. Der Hund verletzt sich durch Kratzen oder benagt seine Extremitäten bis zur Selbstverstümmelung.

Sind Milben für Hunde ansteckend?

Milben werden durch direkten Kontakt mit anderen infizierten Hunden übertragen. Haarbalgmilben können auch direkt beim Saugen auf die Welpen übertragen werden. Räudemilben bei Hunden sind in den meisten Fällen besonders ansteckend. Bei Hunden mit einem geschwächten Immunsystem lösen sie schwere Erkrankungen und einen vollständigen Haarverlust aus.

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Sind Milben auch für Menschen ansteckend?

Herbstgrasmilben, Raubmilben und Haarbalgmilben können auch auf den Menschen übertragen werden. Dies geschieht vor allem durch engen Kontakt mit einem infizierten Tier. Herbstgrasmilben können Menschen auch direkt beim Gehen durch Wiesen befallen.

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Wie erkenne ich, welche Art von Milbe meinen Hund befallen hat?

Abgesehen von den typischen Hautveränderungen, die bei einer tierärztlichen Untersuchung meist rasch erkannt werden, können die Milben auch mit einem Hautgeschabsel nachgewiesen werden.

Raubmilben sind mit freiem Auge sichtbar. Sie wirken wie bewegliche Hautschuppen. Der Nachweis ist mit einem oberflächlichen Hautgeschabsel oder Klebeband möglich, das im Anschluss durch den Tierarzt kontrolliert wird.

Für den Nachweis der Haarbalgmilben muss ein tieferes Hautgeschabsel angefertigt werden, da diese tief im inneren der Haut an den Haarwurzeln sitzen.

Herbstgrasmilben beim Hund sind als kleine rötliche Punkte zwischen den Zehen und in der Umgebung der Lefzen sichtbar. Der starke Juckreiz tritt typischerweise während des Sommers und im Herbst auf.

Bei Ohrmilben scheinen die Ohren der Hunde ständig schmutzig zu sein. Im Gehörgang und auf der Innenseite der Ohrmuschel befinden sich braune, bröckelige Beläge. Durch eine mikroskopische Untersuchung können die Ohrmilben von einer Infektion mit Hefepilzen (Malassezien) unterschieden werden.

Manchmal sind die Milben, die im Gehörgang laufen, mit freiem Auge zu erkennen – allerdings meist nur bei einem sehr schweren Milbenbefall.

Was ist eine effektive Behandlung gegen Milben beim Hund?

Ist ein Befall mit Milben beim Hund diagnostiziert worden, wird dieser mit Bädern, Sprays, Puder oder Spot-on Präparaten behandelt. Eventuell ist es notwendig, dass der Tierarzt bei starkem Juckreiz Kortison in einer Injektion verabreicht.

Durch Auskämmen des Fells mit einem Flohkamm können erwachsenen Milben mit den Hautschuppen ausgekämmt werden.

Die Behandlung muss über mehrere Wochen durchgeführt werden. Vor allem bei Hunden mit langem Fell ist es schwierig, die Milben wieder zu entfernen.

Bei einem Befall mit Ohrmilben wird der äußere Gehörgang gereinigt. Danach wird über einige Tage eine Salbe, die die Milben abtötet, in den Gehörgang eingebracht. Ist die Haut eitrig entzündet, benötigt der Hund zusätzlich zur Milbenbehandlung Antibiotika.

Herbstgrasmilben halten sich nur für einen kurzen Zeitraum auf der Haut des Hundes auf. Durch Abduschen des Fells direkt nach jedem Spaziergang werden die Milben von der Hautoberfläche entfernt.

Da die Milben sehr ansteckend sind, müssen immer auch die Liegeflächen bei hohen Temperaturen gewaschen und desinfiziert werden. Hier finden Sie eine umfassende Anleitung: Bekämpfung von parasitischen Milben bei Hunden und Katzen - ESCCAP- Empfehlung

Wann muss der Hund zum Tierarzt?

Bei dem Auftreten von Hautveränderungen und Juckreiz sollte Ihr Hund immer von einem Tierarzt untersucht werden. Je früher die Behandlung einsetzt, umso geringer sind die möglichen Folgeschäden. Sind die Haarbälge bereits vollständig zerstört und ist die Haut chronisch verdickt, wächst das Fell eventuell nicht mehr nach.

Immer wieder auftretende Verschmutzungen des äußeren Gehörgangs müssen regelmäßig gereinigt werden. Wird ein Befall mit Ohrmilben nicht behandelt, können die Milben das Trommelfell schädigen und sich in das Mittelohr und Innenohr ausbreiten – der Hund wird taub. Außerdem können Ohrmilben Einfluss auf den Gleichgewichtssinns des Hundes haben, der dadurch ebenfalls beeinträchtigt wird.

Ohrenentzündung beim Hund - Milben als Ursache

Wie teuer ist eine Milbenentfernung?

Für die Untersuchung fallen Kosten in der Höhe von 14 bis 30 Euro an. Dazu kommen Kosten für die Untersuchung des Hautgeschabsels in einem Labor (ungefähr 20 - 30 Euro) und die notwendigen Medikamente, die die Milben abtöten (20 - 50 Euro).

Was sind wirkungsvolle Mittel gegen Hunde Milben?

Permethrin und Imidacloprid können zur Bekämpfung der Milben eingesetzt werden. Makrozyklische Lactone (Ivermectin) töten die Parasiten schnell ab. Spot-on Präparate mit Fipronil werden vor allem zum Abtöten von Ohrmilben eingesetzt.

Ein Bad mit einem Shampoo, das Chlorhexidin enthält, hilft, die Milben rascher zu entfernen. Nasenmilben werden mit Spot-on Präparaten, die Selamectin enthalten, abgetötet. Vor jeder Milbenbehandlung sollte die genaue Art der Milben bestimmt werden, damit das geeignete Mittel zum Einsatz kommt.

Gibt es Hausmittel, die gegen Milben wirken?

Durch Waschen der Haut mit Seifenwasser kann die Entfernung der Milben unterstützt werden. Als Seife kann Teerseife oder Moorseife verwendet werden.

Arnica D3 und Lachesis D4 unterstützen die Heilung der Haut. Mit Silicea wird die Bildung neuer Hautzellen unterstützt.

Kokosöl wird zwischen den Fingern verrieben und auf die Haut und das Fell aufgetragen. Dadurch wird die Haut geschmeidiger. Die darin enthaltene Laurinsäure unterstützt das Abtöten der Milben.

Ein Bad mit Lavendel und Rosmarin lindert den störenden Juckreiz und fördert die Heilung der Haut. Apfelessig unterstützt langfristig den Aufbau der natürlichen Hautbarriere.

Kolloidales Silber lindert die oberflächlichen Entzündungen auf der Haut und tötet schädliche Bakterien ab, sodass schwere Hauterkrankungen vermieden werden.

Achten Sie auch darauf, zu gesundem und nährstoffreichem Futter zu greifen, dass das Immunsystem fördert. So kann der Hund besser auf einen Befall mit Milben reagieren. Beispielweise ein artegerechtes Nassfutter oder Bio-Hundefutter.

Was ist eine milbenbedingte Demodikose?

Demodex-Milben leben auf der Haut gesunder Hunde. Kommt es zu einer starken Vermehrung der Haarbalgmilben, bricht eine Demodikose aus. Da eine Neigung zu einer Demodikose vererbt wird, sind einige Rassen für diese Erkrankung besonders anfällig:

Die Demodikose kann in verschiedenen Formen auftreten:

1. Örtliche spontane Demodikose

Die lokalisierte Demodikose ist auf abgegrenzte Bereiche begrenzt. Betroffen sind vor allem junge Hunde. An den runden, haarlosen Stellen ist die Haut gerötet und von Schuppen bedeckt. Bei 90 % der Hunde kommt es zu eines Spontanheilung, die tiermedizinisch unterstützt werden kann.

2. Örtliche iatrogene Demodikose

Wenn dem Hund Kortison injiziert oder als Salbe auf eine bestimmte Hautstelle aufgetragen wird, unterdrückt man das Immunsystem in diesem Bereich des Körpers. Die Milben können sich in der direkten Folge stärker vermehren und die Haare fallen aus. Sobald das Kortison abgebaut ist, heilt die veränderte Hautstelle ab.

3. generalisierte Demodikose

Junghunde mit einem vererbten Defekt des Immunsystems erkranken meist im Alter von 1,5 bis zwei Jahren. Die Haut ist lokal gerötet und schuppt stark, an den betroffenen Stellen fallen die Haare aus. Die Hautveränderungen beginnen am Kopf und breiten sich langsam auf den restlichen Körper und die Extremitäten aus.

Sekundäre bakterielle Infektionen verursachen einen starken Juckreiz und bergen das Risiko für schwere Entzündungen. Breiten sich die Bakterien mit dem Blut im ganzen Körper aus, schwellen die Lymphknoten an. Der Hund hat Fieber, frisst nicht mehr und leidet unter konstanter Schwäche.

Eine generalisierte Demodikose kann auch durch eine Unterdrückung des Immunsystems mit Medikamenten entstehen.

4. Pododemodikose

Die Haut ist vor allem an den Pfoten geschwollen. Jede Berührung der Pfoten ist schmerzhaft. An einer Pododemodikose erkranken vor allem West Highland White Terrier, Bobtails und Doggen.

Welche Demodex-Milben außer Demodex canis können noch eine Demodikose hervorrufen?

Auf der Haut von Hunden parasitieren auch Demodex cornei und Demodex injai. Die Haut ist gerötet und schuppt. Der Hund leidet unter einem deutlichen Juckreiz, der zu konstantem Kratzen führen kann.

Da die Haut versucht, die Schuppenbildung mit einer verstärkten Talgproduktion zu reduzieren, wirkt vor allem der Rücken des Tieres sehr fettig. Meist zeigt auch das Fell Veränderungen und wirkt stumpf und schütter.

Wie schütze ich meinen Hund vor äußeren und inneren Befällen?

Parasiten sind für den Hund nicht nur lästig, sie können auch Erkrankungen verursachen. Um einen Befall mit Milben beim Hund zu vermeiden, werden vom Tierarzt Spot-on Präparate zwischen den Schulterblättern und am Schwanzansatz aufgetragen. Die Präparate schützen den Hund gleichzeitig auch vor Flöhen und Zecken. Alternativ kann man die Vorbeugung auch mit natürlichen Mitteln in Erwägung ziehen.

Um eine Infektion zu vermeiden, sollte kein direkter Kontakt mit erkrankten Hunden bestehen. Hunde, die an der erblichen Form der Demodikose erkrankt sind, müssen von der Zucht ausgeschlossen werden und sollten im akuten Fall einem Tierarzt vorgestellt werden.

Fazit

Milben sind auf der ganzen Welt verbreitet. Obwohl die Parasiten keine Krankheiten übertragen, können die Milben beim Hund unangenehme Folgen haben. Dauernder Verlust des schützenden Haarkleides oder Taubheit sind mögliche Folgen eines andauernden Milbenbefalls.

Da einige der Milben auch für Menschen ansteckend sind, ist es wichtig, einen Befall mit den Parasiten vorbeugend zu bekämpfen. Durch tiergerechtes Futter und Spot-on Präparate oder natürlichen Alternativen kann das Risiko eine Milbenbefalls verringert werden.

Wir Menschen kennen Kamillentee als bewährtes Hausmittel gegen Infektionen, Erkältungen und Bauchschmerzen.

Wir möchten genauer auf die Wirkweise von Kamillentee beim Hund eingehen und Kamillentee als gesundes Hausmittel für die Hundeapotheke vorstellen. Damit der Kamillentee vom Hund gut vertragen wird, gibt es außerdem einiges zu beachten.

Dürfen Hunde Kamillentee trinken?

Darf Ihr Hund Kamillentee trinken? Grundsätzlich wird Kamillentee vom Hund sehr gut vertragen. Manche Tiere mögen das Getränk sehr gern, andere nehmen es dagegen eher zögerlich an.

Grundsätzlich gilt: Wenn der Hund keinen Kamillentee trinken möchte, sollte dennoch ausreichend Frischwasser als Alternative zur Verfügung stehen, damit das Tier nicht zusätzlich zu den vorhandenen Beschwerden zu wenig trinkt.

Kamillentee Hund: Kalt oder warm?

Der Tee sollte für den Hund abgekühlt und bei Zimmertemperatur angeboten werden – auf keinen Fall sollte man gekühlten oder noch heißen Tee für den Hund bereitstellen! Zu kalte Getränke können Bauchschmerzen beim Tier auslösen, während noch heißer Kamillentee unter Umständen Verbrennungen hervorruft. Natürlich sollte man Kamillentee für den Hund auch nicht zuckern.

Bio oder Supermarkt Teebeutel?

Wer dem Hund Kamillentee anbieten möchte, kann dafür wahlweise auf klassische Teebeutel aus dem Supermarkt, getrocknete Blüten aus dem Bio-Markt oder auf frische Kamille zurückgreifen. Die meisten Wirkstoffe enthält natürlich die frische Kamille, die in Deutschland direkt vor unserer Tür wächst.

Echte Kamille wächst dabei vor allem an den Rändern von Feldern, Wiesen und Wegen. Man sollte jedoch davon absehen, Kamille in der Nähe einer vielbefahrenen Straße zu sammeln, da sich sonst Rückstände der Abgase in der Pflanze befinden, die für den Hund schädlich sein können.

Kamillentee für Hunde

Welche Wirkung hat Kamillentee für Hunde?

Kamillentee wird in der Human- und Tiermedizin seit vielen tausend Jahren als praktisches Hausmittel eingesetzt. Das liegt vor allem an den zahlreichen Wirkweisen, die mit echter Kamille einhergehen. Vor allem die entzündungshemmende Wirkung spielt dabei eine tragende Rolle. Diese ist so ausgeprägt, dass Kamille sowohl in Form von Tee als auch für die äußerliche Behandlung von Wunden verwendet wird.

Gleichzeitig gilt Kamille als antibakteriell und krampflösend. Daher eignet sich Kamillentee besonders gut bei Magen-Darm Beschwerden, Zahnfleischentzündungen und Erkältungen. Natürlich gilt dies nicht nur beim Menschen, denn auch bei Hunden kann Kamillentee Linderung gegen zahlreiche Beschwerden erwirken.

Wofür wird Kamillentee bei Hunden verwendet?

An dieser Stelle möchten wir genauer darauf eingehen, warum Kamillentee ein unersetzlicher Helfer in der Hausapotheke ist und wie Sie das praktische Hausmittel gegen unterschiedliche Erkrankungen beim Hund einsetzen können.

Kamillentee gegen Übelkeit, Erbrechen und Durchfall beim Hund

Hauptsächlich wird Kamillentee beim Hund gegen Übelkeit, Erbrechen und Durchfall eingesetzt. Kamillentee lindert aktiv die Krämpfe im Magen-Darm-Trakt, die mit Erkrankungen oder Reizungen der betroffenen Organe einhergehen.

Dafür sorgen vier Wirkstoffe, die in Kamillentee enthalten sind: Apigenin, Flavonoide, Chamazulen und Bisabolol. All diese Inhaltsstoffe in der Kamille lindern die Reizungen in den Organen und wirken Entzündungen entgegen. Damit Kamillentee aktiv gegen Magen-Darm Beschwerden wirken kann, muss natürlich eine innere Anwendung stattfinden. Hier sollte dem Hund Kamillentee als Getränk angeboten werden.

Kamillentee gegen Juckreiz

Ob Sonnenbrand, Parasitenbefall oder eine Hauterkrankung: Juckreiz ist für Hunde eine echte Herausforderung. Wer die Beschwerden lindern möchte, kann die Haut mit leicht gekühltem Kamillentee von außen beträufeln.

Die entzündungshemmende und heilende Wirkung der Kamille pflegt die Haut, versorgt sie mit wichtigen Nährstoffen und unterstützt dadurch den wichtigen Heilprozess. Je nach Ursache für den Juckreiz müssen natürlich auch die Ursachen für die Hauterkrankung beseitigt werden.

Kamillentee gegen wunde Ballen

Insbesondere im Winter leiden viele Hunde unter aufgerissenen, wunden Ballen an den Pfoten. Dies wird durch Streusalz, das auf den Straßen aufgebracht wird, meist noch verstärkt. Auch hier zeigt sich Kamillentee als echtes Wundermittel: Die Füße des Hundes können einfach mehrere Male am Tag in etwas lauwarmen Kamillentee gebadet werden, um Linderung für das Tier zu erreichen.

Je nach Ausprägung der wunden Ballen kann im Anschluss die Pflege mit einer hundeverträglichen Hautcreme notwendig sein. Auch wenn der Hund die Pfoten leckt, ist Kamille ein bewährtes Hausmittel – hier bieten sich ebenfalls regelmäßige „Pfotenbäder“ an, bei denen die Haut an den Pfoten mit Kamille gepflegt wird.

Kamillentee gegen äußerliche Wunden beim Hund

Kamillentee wirkt nicht nur entzündungshemmend, sondern fördert auch aktiv die Wundheilung der Haut. Auf oberflächlichen Wunden, Hautabschürfungen oder bei Hautentzündungen ist daher Kamillentee ein bewährtes Mittel. Die Wunde sollte mehrmals am Tag mit Kamillentee betupft werden, ohne dabei die Haut zusätzlich zu reizen. Alternativ können auch warme oder kalte Kompressen mit Kamillentee hergestellt werden, die man auf der betroffenen Stelle anbringt.

Kamillentee gegen Ohrentzündungen beim Hund

Auch für eine gründliche Reinigung der Ohren ist Kamillentee bestens geeignet. Dabei darf natürlich nicht zu viel der Flüssigkeit in den Gehörgang gelangen, um keine zusätzlichen Beschwerden auszulösen.

Wer Kamillentee gegen Ohrentzündungen beim Hund einsetzen möchte, sollte daher nur einige Tropfen des Tees in das Ohr träufeln. Im Anschluss kann das Ohr leicht massiert werden, sodass sich entzündliche Sekrete durch die Flüssigkeit auflockern und entfernt werden können. Dies erledigt der Hund meist mit Ohrenschütteln von ganz allein.

Sollte eine schwerwiegende Ohrentzündung vorliegen, ist der Gang zum Tierarzt jedoch unerlässlich. Bei Kamillentee gegen Entzündungen der Ohren handelt es sich immer nur um ein Hausmittel, das im Anfangsstadium der Erkrankung oder zur Reinigung der Ohren verwendet werden sollte.

Wie kann man dem Hund Kamillentee verabreichen?

Nicht jeder Hund trinkt gern und freiwillig Kamillentee. Wenn das Tier den Kamillentee nicht von selbst trinken möchte, kann eine etwas mildere Mischung die Lösung sein. Dazu sollte einfach ein Beutel Kamillentee mit ausreichend Wasser aufgekocht werden, um eine eher dünne Tinktur zu erhalten.

Trinkt der Hund dagegen gern Kamillentee, können ruhig mehrere Beutel genutzt werden. Auch die Länge der Ziehzeit, die man dem Tee gibt, ist ausschlaggebend für die Intensität des Geschmacks: Je kürzer ein Teebeutel oder frische Kamille im Wasser aufkocht, desto weniger intensiv ist der Geschmack.

Die Wirkstoffkonzentration dagegen steigt natürlich mit der Intensität des Kamillentees. Wenn der Hund unter starken Magen-Darm-Beschwerden leidet und man eine sanfte Linderung ermöglichen möchte, kann der Kamillentee auch direkt mit einer kleinen Spritze in das Maul des Hundes gegeben werden.

Kamille für Hunde

Einsatzmöglichkeiten

Bei welchen Erkrankungen sollte Kamillentee nicht verwendet werden?

Gekochter Kamillentee, egal ob frisch aus der Blüte gewonnen oder aus Teebeuteln hergestellt, enthält immer kleine Partikel der Kamille. Diese können unter Umständen zu Hautreizungen führen. Insbesondere bei entzündeten Augen sollte daher auf die Verwendung von Kamillentee verzichtet werden, da die feinen Partikel die Reizung der Augen verstärken. Auch das Filtern des Kamillentees beseitigt diese Partikel nicht zu 100 %, sodass die Augen nicht in Kontakt mit dem Tee kommen sollten.

Wenn der Hund bekannte Allergien zu Gräsern oder anderen Gewächsen hat, sollte vorsichtshalber ebenfalls auf Kamillentee verzichtet werden. Eine allergische Reaktion könnte die ursprünglichen Beschwerden unter Umständen verstärken.

Schwere Wunden, anhaltende Magen-Darm-Beschwerden und sich ausbreitende Entzündungen lassen sich mit Kamillentee allein nicht behandeln. Auch hier gilt also: Lieber den Gang zum Tierarzt antreten! Nicht bei allen Erkrankungen sind Hausmittel das beste Mittel der Wahl, sodass eine ausführlichere Behandlung durch den Tierarzt notwendig ist.

Unterschiedliche Kamillentee Varianten

Kamillentee ist in unterschiedlichen Ausführungen erhalten. Man spricht von Teebeuteln, die ganz einfach in kochendes Wasser gehangen werden, um ihre Wirkung zu entfalten, getrockneten Teeblättern aus Kamille, die mit einem Sieb in den Tee gegeben werden oder von frischer Kamille, die selbst gesammelt werden kann.

Aus all diesen Kamille-Arten lässt sich gesunder und wirkungsvoller Kamillentee herstellen. Grundsätzlich gilt: Je frischer die Kamille, desto mehr Wirkstoffe sind noch enthalten. Wer seinem Hund die bestmögliche Pflege zukommen lassen möchte, kann daher entweder zu Bio-Kamillentee aus dem Fachhandel greifen oder sich selbst auf die Suche nach Kamillenblüten begeben, um daraus einen Tee oder Sud herzustellen.

Außerdem unterscheidet man zwischen verschiedenen Kamille-Sorten:

Wer sich dazu entscheidet, frische Kamille für den Hund zu sammeln, sollte daher genau darauf achten, dass es sich entweder um Echte Kamille oder Römische Kamille handelt. Andernfalls ist die Wirkstoffkonzentration mit großer Wahrscheinlichkeit zu gering, um eine wirklich heilende Wirkung hervorzurufen.

Fazit – Kamillentee ist auch für Hunde gesund

Kamillentee ist nicht nur für den Menschen ein bewährtes Heilmittel, sondern kann auch beim Hund ohne Probleme eingesetzt werden. Es gibt viele Krankheitsbilder, die mit Kamillentee gelindert werden können. Da die Heilpflanze kaum über Nebenwirkungen verfügt, kann Kamillentee bedenkenlos gereicht werden. Lediglich Allergien und Unverträglichkeiten können ein Ausschlusskriterium für den Einsatz von Kamillentee beim Hund sein.

Die Gesundheit des Tieres liegt jedem Hundehalter ganz besonders am Herzen. Es wird darauf geachtet, dass sich der Hund ausreichend bewegt, und natürlich greift man beim Hundefutter auch zu den Sorten, die am besten vom Tierarzt empfohlen werden. Der muss ja schließlich wissen, was gut für den Hund ist und ihn gesund hält.

Wird dann noch eine große Marke empfohlen, die auch aus der Werbung bekannt ist, ist das Vertrauen in die Empfehlung gleich noch größer.

Hundefutter - Royal Canin

Aber was würden Sie sagen, wenn Ihr Tierarzt Ihnen ein Futter empfiehlt, dass eine undruchsichtige Deklaration hat und somit möglicherweise nicht zu den besten gehört?

Was sich hier unvorstellbar anhört, ist leider oftmals die Realität. Viele Tierärzte empfehlen dem Hundebesitzer in ihrer Praxis Hundefutter beispielsweise von der Marke Royal Canin - und bei dieser bekannten Marke kann man leider nicht feststellen ob es sich um gutes oder schlechtes Hundefutter handelt.

In diesem Bericht wollen wir Royal Canin bitten eine durchsichtigere Deklaration einzuführen. Den mit der momentanen Deklaration könnte das Futter super gut oder super schlecht sein. Bitte etwas mehr Transparenz für die Verbraucher!

Warum empfehlen Tierärzte dieses Hundefutter?

Hundehalter haben Vertrauen zu ihrem Tierarzt, sonst würden sie wohl eine andere Praxis suchen, um ihren Liebling im Krankheitsfall behandeln zu lassen. In den meisten Fällen ist dieses Vertrauen natürlich auch gerechtfertigt.

Geht es jedoch um Futterempfehlungen vom Tierarzt, sollten Sie diesen grundsätzlich erst einmal kritisch gegenüber stehen und sich im Zweifel lieber noch weitere Meinungen einholen.

Ganz besonders gilt das, wenn der Tierarzt Futter der Marke Royal Canin empfiehlt. Unter diesem Namen werden verschiedene Hundefutter angeboten, die besonders auf die Bedürfnisse bestimmter Hunderassen abgestimmt sein sollen. Zusätzlich gibt es Futter für Welpen und Hunde-Senioren sowie Spezialfutter für Hunde mit gesundheitlichen Problemen oder Unverträglichkeiten.

Was sich im ersten Moment gut und sinnvoll anhört, ist durch die nur grobe Deklaration nicht nachvollziehbar. Doch warum wird dieses Futter dann von Tierärzten empfohlen?

Das liegt unserer Theorie nach daran, dass Royal Canin einen sehr guten Vertrieb hat, der die Tierarzt-Praxen wohl regelmäßig besucht, Neuerungen vorstellt und mit Informationen versorgt. Und wird ein Produkt gut verkauft, nehmen es Tierärzte auch gern ins Sortiment auf und verkaufen es dann an die Kunden mit Gewinn weiter.

Auch für die Tierärzte ist wegen der Deklaration nicht ersichtlich ob hochwertige Teile des Fleisches (oder überhaupt Fleisch) im Futter enthalten ist oder nicht.

Was finden wir so schlecht an Royal Canin?

Ob ein Hundefutter hochwertig ist oder auch nicht, erkennen Sie nicht unbedingt am Bekanntheitsgrad oder am Preis. Schon seit Jahren ist bekannt, dass teilweise günstige Hundefutter die teuren und bekannten Marken in Sachen Qualität bei weitem übertreffen.

Um also wirklich eine Aussage über die Wertigkeit des Hundefutters zu treffen, empfiehlt es sich, die Inhaltsangaben auf der Rückseite genau zu studieren. Dort verstecken sich die Hinweise auf die Qualität, auch wenn sie für Ungeübte nur schwer zu erkennen sind.

Grundsätzlich sollte jedem Hundehalter bewusst sein, dass Hunde vor allem Fleisch brauchen, um gesund und artgerecht ernährt zu werden. Dazu sind natürlich auch Vitamine und Mineralien notwendig und ein gewisser Anteil an Fett sollte auch im Futter enthalten sein. Was allerdings unserer Meinung nach nicht ins Hundefutter gehört, sind Füllstoffe, Konservierungsstoffe und Geschmacksverstärker.

Zusammensetzung bei Royal Canin

Schauen Sie sich die Zusammensetzung verschiedener Sorten von Royal Canin Hundefutter einmal genauer an, finden Sie aber genau diese Dinge im Futter, die da nichts zu suchen haben - dafür enthält es im Umkehrschluss aber auch eventuell nur wenig oder gar kein Fleisch. Mit Futtermehlen (Getreide) soll der Hund gesättigt werden, obwohl Getreide auf dem natürlichen Speiseplan des Hundes nur eine geringe Rolle spielt und deshalb, wenn überhaupt, nur in geringen Mengen im Futter vorkommen sollte.

Dazu enthält Royal Canin Hundefutter auch weitere Zusätze wie Rübentrockenschnitzel, welche im Endeffekt süß sind und als natürliche Geschmacksverstärker wirken können. Künstliche Konservierungsstoffe sind bedauerlicherweise auch oftmals enthalten.

Viele Hundehalter wissen inzwischen, dass viel beworbene Marken, insbesondere Chappie, Frolic und Pedigree eine Deklaration haben, aus der man nicht schließen kann ob das Futter gut oder weniger gut ist. Sie gehören genau wie Royal Canin zur Mars GmbH - also die Hersteller von Mars, Snickers, etc.

Liebe Mars GmbH - wir wünschen uns eine genauere Futterdeklaration für eine bessere Transparenz. Ja, ihr müsst das nicht machen, den ihr bewegt euch selbstverständlich im gesetzlichen Rahmen, aber es wäre dennoch wünschenswert!


Royal Canin Inhaltsstoffe Beispiel (Trockenfutter)

Um das ganze zu veranschaulichen, nehmen wir das Futter Royal Canin Boxer Adult als Beispiel (hier könnte hypothetisch kein Fleisch enthalten sein) - dabei gehen wir nun Zutat für Zutat durch:

Reis = Der Hauptbestandteil des Futters ist Reis, und somit kein Fleisch
Tierfett = Fett das von jedem Tier stammen könnte. Muss kein Fleisch sein!
Geflügelprotein (getrocknet) = Dies kann eine Mischung aus Geflügelschlachtnebenprodukten wie Klauen, Schnäbel oder Federn sein. Muss kein Fleisch sein!
Mais = Füllstoff, welcher den Hund sättigt. Getreide.
Pflanzenproteinisolat = In der Regel auch wieder Getreide
Schweineprotein (getrocknet) = Wie beim Geflügelprotein eventuell Nebenerzeugnisse. Muss kein Fleisch sein!
Tierisches Eiweiß (hydrolysiert) = Nicht genau definiertes Eiweiß von einem Tier. Muss kein Fleisch sein!
Mineralstoffe = Was nützliches in diesem Futter
Lignozellulose = Ein anderer Begriff für Holzcellulose - oder auf Deutsch: Zucker
Rübentrockenschnitzel = Wie Zucker (Geschmacksverstärker) - auch gut für die Verdauung
Sojaöl = Proteinquelle der minderwertigen Art
Fischöl = Wichtige Fettsäuren, also neben den Mineralstoffen etwas Gutes
usw. es folgen noch ein paar weitere Zutaten die teilweise ihre Daseinsberechtigung haben, jedoch nicht den Hauptbestandteil des Futters ausmachen.
Natürlich noch künstliche Konservierungsstoffe, die in einem hochwertigen Hundefutter nichts zu suchen haben.

Die meisten Sorten von Royal Canin enthalten ungefähr die selben Inhaltsstoffe. Oftmals sind sogar noch weitere Füllstoffe wie Weizenfuttermehl, Maisfuttermehl oder einfach nur Weizen in der Hundenahrung vorzufinden. Mit etwas Glück ist Schweinefleisch dabei - irgendwo an der 5. oder 6. Stelle und somit in einem recht geringen Anteil enthalten.
Die Deklaration hält vollkommen offen, ob oder wieviel hochwertiges Fleisch enthalten ist.


Gegenbeispiel: Wolfsblut Trockenfutter

Wir haben Wolfsblut Dark Forest bereits getestet und möchten dieses Hundefutter gerne mit Royal Canin vergleichen:

Süßkartoffel 39% = Kohlenhydrate - Gemüse
Wildfleisch 35% = Definitiv Fleisch!
Kichererbsen = Kohlenhydrate
Lammfett = Fett - Tierquelle angegeben
Lammjus = Lamm "soße" nicht genauer definiert - könnte Geschmacksverstärker enthalten
Mineralstoffe = wichtig
usw. auch hier folgen noch weitere Zutaten wie Tomaten, Kräuter, Beeren, etc..

Es ist nun nicht das "beste" Trockenfutter, jedoch kann man durch die Deklaration eindeutig erkennen, dass Fleisch enthalten ist. Bitte schauen Sie sich den Testbericht zum Wolfsblut Dark Forest an, darin erklären wir weitere Fallstricke beim deuten der Deklaration. Wie in jedem Trockenfutter sind auch hier Konservierungsstoffe enthalten.


Hochwertiges Nassfutter: Anifit Gockels Duett

Hier noch ein Beispiel, wie eine gute Deklaration aussehen kann. Das Anifit Nassfutter riecht nicht nach Hundefutter, sondern nach vollwertigen Fleisch, wie man es von der Theke im Supermarkt kennt. Sorte Gockels Duett:

77% Hühnermuskelfleisch  = 77% Fleisch
17% Hühnerleber 
= 17 % Leber
5% Kartoffel 
= Kohlenhydrate
1% Zichorie, Dill, Hagebutte, Kalzium, Salz

Summe = 100% !

Ein Fleischanteil von 94 % und nur Inhaltsstoffe mit Nutzen für den Hund. Keine Füllstoffe, keine Geschmacksverstärker, keine Konservierungsstoffe oder sonstige künstliche Zusatzstoffe.

Wichtig: Laut Hersteller ist das Futter für alle Hunde geeignet (egal welches Alter oder Rasse), jedoch muss das Futter mit Flocken auf die Bedürfnisse des einzelnen Hundes zurecht gemixt werden. So können alle Hunde von der Herstellung in Schweden profitieren (keine Massentierhaltung oder permanente Antibiotika Gabe an die Schlachttiere).
Beispiel: Welpen oder große Hunde brauchen mehr Kohlenhydrate in Ihrer Ernährung als nur 5%. Daher wird das Anifit für diese Hunde mit Flocken gemischt.


Gutes Hundefutter braucht nicht viele Zutaten

Möchten Sie Ihrem Hund Gutes tun und ihn gesund ernähren, gibt es viele Möglichkeiten. Inzwischen gibt es viele Hersteller, die Hundefutter in Bio-Qualität anbieten oder zumindest darauf achten, dass der Fleischanteil hoch und der Anteil an Nebenerzeugnissen gering ist.

Lassen Sie die Finger von den Sorten, an denen der Punkt "Tierische Nebenerzeugnisse" ganz oben auf der Zutatenliste steht und achten sie stattdessen auf gesunde Fette und Öle und natürlich darf auch Obst und Gemüse mit dabei sein. Rübentrockenschnitzel und ähnliches haben jedoch in einem Futter nichts zu suchen. Gutes Futter erkennen Sie zudem an einer durchsichtigen Deklaration mit vielen Prozentangaben.

Immer mehr Hundehalter gehen inzwischen auch zur Rohfütterung, genannt BARF (Bones And Raw Foods - Knochen und rohes Futter) über. Tierärzte stehen dem meist skeptisch gegenüber und haben Bedenken, dass dem Hund damit alles zugeführt wird, was sein Körper braucht. Informiert man sich jedoch richtig über diese Art der Fütterung und hält sich an Empfehlungen von Hunde-Ernährungsberatern, kommt es nicht zu Mangelerscheinungen.

Fazit

Egal, ob Sie sich schlussendlich für ein Fertigfutter mit hochwertigen Zutaten oder die Rohfütterung entscheiden: Tun Sie Ihrem Hund den Gefallen und folgen Sie nicht blind den Empfehlungen des Tierarztes. Und überdenken Sie eventuell auch die Tierarztwahl, wenn dieser felsenfest von Dingen überzeugt ist, wo die Deklaration zu schwammig ist um zu erkennen, ob das Futter wirklich hochwertig ist oder nicht.

Wir weisen darauf hin: Ihr Hund kann sein Leben lang Royal Canin gut vertragen ohne irgendwelcher gesundheitlicher Nachteile. Jedoch lässt sich aus der Deklaration nicht einwandfrei erschließen, ob es sich um Schlachtabfälle und Nebenprodukte oder um Fleisch handelt.

Langsam kehrt das altbekannte Wissen wieder in unsere Mitte zurück und Naturheilmittel erfreuen sich immer größerer Beliebtheit – so auch das Hanföl, das inzwischen auch von Hundebesitzern gern eingesetzt wird, um den Vierbeiner mit wichtigen Nährstoffen zu versorgen. Erfahren Sie mehr über die positiven Eigenschaften von Hanföl und warum Sie es Ihrem Hund geben sollten.

Hanföl für Hunde

Hanföl Hund – die Ursprünge der Pflanze

Menschen setzen schon seit hunderten von Jahren auf die wertvolle Pflanze Hanf und nutzen deren wertvolle Fasern, um Kleidung und andere Textilstoffe herzustellen. Auch die beeindruckende Heilwirkung der Pflanze war lange Zeit bekannt, ehe sie in den letzten Jahren immer mehr in Vergessenheit geriet, was natürlich auch an der Verwendung von Hanf als Droge lag.

Da die Hanfpflanze uns Menschen schon seit hunderten von Jahren begleitet, ist der genaue Ursprung kaum mehr auszumachen. Wilde Formen von Hanf findet man heute in abgelegenen Gebieten in China, Russland und der Mongoleikultiviert wird die Pflanze jedoch in zahlreichen Kulturen, von Europa bis Asien.

Lange Zeit war Hanf für unser Überleben essentiell, wurde daraus doch ein Großteil aller Kleidungsstücke hergestellt. Vor allem in der Schifffahrt konnte sich die Hanfpflanze durchsetzen, denn hier nutzte man das besonders belastbare Fasermaterial für Segel und Seile.

Auch heute nutzt man Hanf noch immer für die Herstellung von Kleidung, auch wenn synthetische Fasern und Baumwolle den Bedarf deutlich eingeschränkt haben. Auch die strengen Auflagen, die für den Anbau von Nutzhanf erfüllt werden müssen, um die Herstellung von Rauschmitteln ausschließen zu können, sind ein Grund für den stetigen Rückgang der Pflanze.

Dennoch ist die heilende Wirkung von Hanföl unumstritten, sodass sich vor allem in den letzten Jahren der Ruf der Pflanze deutlich verbessern konnte.

Hanföl für Hunde im Test

Inhaltsstoffe – was das Öl für Hunde so besonders macht

Hanföl für Hunde unterscheidet sich natürlich nicht vom klassischen Hanföl für Menschen – lediglich die benötigte Menge macht den Unterschied. Dementsprechend verfügt Hanföl für Hunde natürlich über identische Nährwerte und Fette, die gleichzeitig auch die fantastische Wirkweise ausmachen.

Besonders nennenswert ist der hohe Bestandteil ungesättigter Fettsäuren, der in Hanföl bei ca. 80 % liegt. Ungesättigte Fettsäuren unterstützen den natürlichen Stoffwechsel der Tiere und sorgen für eine optimale Versorgung mit gesunden Fetten, die keine negativen Begleiterscheinungen oder gar Krankheiten auslösen – und sind somit essentieller Bestandteil der Ernährung.

Vorteile ungesättigter Fettsäuren:

Ein großer Teil dieser ungesättigten Fettsäuren sind zudem die besonders wertvollen Omega-6-Fettsäuren, die in zahlreichen Funktionen des Körpers benötigt werden und diesen förmlich „am Laufen halten“.

Da der Körper des Hundes nicht dazu im Stande ist, diese Form der Fettsäuren selbst zu bilden, ist es essentiell, Omega-6-Fettsäuren über die Ernährung zuzuführen.

Der hohe Anteil an Gamma-Linolensäure ist ebenfalls nennenswert, wenn es um die positiven Eigenschaften von Hanföl für Hunde geht. Diese langkettige Omega-6-Fettsäure unterstützt maßgeblich den natürlichen Hydrolipidfilm der Haut und ist für eine gesunde Hautstruktur unerlässlich.

CBD Hanföl für Hunde

Neben herkömmlichem Hanföl steht auch CBD Hanföl zur Verfügung, das wiederrum ausschließlich aus der weiblichen Pflanze gewonnen wird und damit die heilenden Wirkstoffe enthält, die Hanf so besonders machen. CBD-Öl für Hunde gilt als entkrampfend, angstlösend und entzündungshemmend und eignet sich zur Behandlung zahlreicher Krankheiten, u. a. Epilepsie oder Magen-Darm-Erkrankungen.

Auf die Inhaltsstoffe und Wirkweisen von CBD-Öl sind wir in unserem Beitrag zu Beruhigungsmitteln für Hunde schon näher eingegangen, sodass wir uns hier primär dem herkömmlichen Hanföl widmen möchten.

Wenn die Ernährung des Hundes mit Hanföl unterstütz wird, geht dies mit zahlreichen positiven Eigenschaften einher. Insbesondere beim Barfen ist die Zugabe hochwertiger, ungesättigter Fettsäuren wichtig für eine perfekte Nährstoffversorgung, aber auch in schlechten herkömmlichen Futtermitteln kommen oft zu wenig gesunde Fettsäuren vor, sodass diese zugefüttert werden können. Insbesondere bei Trockenfutter.

Ein stärkeres Immunsystem durch Hanföl für den Hund

Die ungesättigten Fettsäuren im Hanföl für Hunde regen die natürlichen Prozesse des Körpers an und unterstützen verschiedenste Organe bei ihrer täglichen Arbeit.

Da der Körper nicht dazu im Stande ist, ungesättigte Fettsäuren selbst herzustellen, müssen diese über die Ernährung zugeführt werden, damit das Immunsystem intakt bleibt und auch weiterhin Krankheiten abwehren oder bekämpfen kann.

Ist Hanföl für Hunde gut?

Ein gesundes Fell dank Hanföl

Auch auf das Erscheinungsbild des Fells hat Hanföl einen großen Einfluss. Dabei sorgt es nicht nur für eine dichtere, strukturiertere und gesündere Struktur der einzelnen Haare, sondern auch für eine leichtere Kämmbarkeit. Für diesen Effekt reicht die Gabe von Hanföl über die tägliche Hundenahrung, eine zusätzliche Fellpflege muss damit nicht betrieben werden. Eine gute Hundenahrung finden Sie in unseren Tests.

Um Entzündungsreaktionen und Hautkrankheiten vorzubeugen

Hanföl wirkt entzündungshemmend, sodass es sich auch hervorragend eignet, um verschiedene Entzündungsprozesse zu verhindern oder zu behandeln. Insbesondere bei Hautkrankheiten, Ekzemen oder anderen Hautproblemen hat sich die Anwendung von Hanföl bewiesen.

Durch die Zufuhr der ungesättigten Fettsäuren kann die Haut ihren natürlichen Schutzfilm aufrecht erhalten und ist eigenständig dazu in der Lage, gegen eventuelle Hautkrankheiten anzugehen.

Im Kampf gegen Allergien – Hanföl als natürliche Stärkung

Hanföl ist dazu in der Lage, das natürliche Abwehrsystem des Hundes zu stärken und hilft damit auch aktiv gegen Allergien und Unverträglichkeiten. Wenn das Tier bereits darunter zu leiden hat, können die Symptome auf diese Weise gelindert werden.

Wirkt Hanföl berauschend auf den Hund?

Natürlich handelt es sich beim Hanföl nicht um ein berauschendes Mittel, denn für die Herstellung von Hanföl greift man nicht auf die Blüten der Pflanze zurück, sondern verwendet ausschließlich den ebenfalls sehr wertvollen Samen.

Negative Eigenschaften –Nebenwirkung bei der Anwendung von Hanföl beim Hund

Hanföl gilt als ausgesprochen gut verträglich, da es sich um ein vollkommen natürliches Produkt handelt. Wichtig ist es jedoch, auf kaltgepresstes Hanföl für Hunde zu setzen, damit keine chemischen Inhaltsstoffe enthalten sind.

Wer neu mit der Anwendung von Hanföl beginnen möchte, sollte dies jedoch in kleinen Schritten tun, um den Hund an das Hanföl zu gewöhnen. Dabei ist es wichtig, auf die Dosierungsangaben zu achten – andernfalls kann es vorkommen, dass der Hund mit dünnerem Stuhl oder sogar Durchfall und Erbrechen reagiert.

Weitere Ausschlusskriterien für die Anwendung von Hanföl sind nicht bekannt. Auch alte Tiere oder kranke Hunde können mit Hanföl therapiert werden, ohne Nebenwirkungen befürchten zu müssen.

Hanföl kann zusätzlich zum Futter zugegeben oder direkt auf die Haut bzw. das Fell aufgetragen werden. Bei der inneren Anwendung unterstützt Hanföl von innen heraus mit den wertvollen Fettsäuren den natürlichen Stoffwechsel und das Immunsystem des Hundes, sodass das Tier im Gesamten vitaler, fitter und gesünder ist. Auch ist Hanföl wichtig, um die Hautgesundheit langfristig aufrecht zu erhalten – auch hier genügt eine innere Anwendung vollständig.

Aber auch äußerlich kann eine Wirkung verzeichnet werden, wenn das Hanföl direkt auf die Haut aufgetragen wird. Hier sorgen die hochwertigen Fettsäuren für eine optimale Feuchtigkeitsversorgung der Haut und helfen aktiv gegen Entzündungen oder Ekzeme. Auch Hautausschlag oder andere Hauterkrankungen können mit Hanföl für Hunde gelindert werden. Dazu genügt es oft schon, wenige Tropfen Hanföl auf die gewünschte Stelle aufzutragen – die Nährstoffe dringen sofort in die Haut ein und wirken dort von innen heraus.

Dosierung von Hanföl für Hunde

Hanföl für Hunde sollte zu Beginn der Anwendung sehr sparsam dosiert werden, damit der Magen-Darm-Trakt sich an die Umstellung gewöhnen kann. Daher ist es wichtig, zunächst mit einer kleinen Menge Hanföl zu starten, ehe man sich langsam der Dosierungsempfehlung nähert. So kann Durchfall und Erbrechen aktiv verhindert werden.

Die grundsätzliche Dosierungsempfehlung lässt sich ganz einfach anhand des Gewichts errechnen. Eine tägliche Anwendung von Hanföl ist nicht notwendig, oft genügt die Dosierung schon an einem Tag pro Woche, damit der Hund optimal versorgt ist.

Die benötigte Menge Hanföl wird in ml angegeben. Als Richtwert kann vermerkt werden, dass ein Teelöffel ca. 5 ml Hanföl umfasst.

Im Krankheitsfall sollte die Dosierung zusätzlich mit dem Tierarzt oder Tierheilpraktiker abgesprochen werden

CBD Öl Hund

Primär wird Hanföl über die Nahrung verabreicht, was sich aufgrund der beinahe geschmacklosen Form als äußerst einfach erweist: Die benötigte Menge wird dazu einfach über das Futter gegeben und ganz einfach über die Nahrung aufgenommen.

Alternativ kann Hanföl auch äußerlich angewendet werden. Dies ist besondere bei Hautproblemen empfehlenswert, damit das Hanföl direkt an der benötigten Stelle wirken kann. Vor allem entzündete Hautregionen, schuppige Haut oder rissige Stellen lassen sich effektiv mit Hanföl behandeln und unmittelbar nach der Anwendung lindern, aber auch Hautausschläge oder Ekzeme werden besser, wenn man sie mit Hanföl behandelt.

Hier genügen oft schon wenige Tropfen, die auf die betroffenen Hautstellen geträufelt und leicht einmassiert werden. Akut führt dies zu einem feuchteren, flexibleren Gewebe, was die Heilung unterstützt, während langfristig der natürliche Schutzfilm der Haut wiederaufgebaut werden kann und Erkrankungen vom Körper selbst abgewehrt werden.

Haltbarkeit und Lagerung des Hanföls für Hunde

Wenn es um die Wirksamkeit von Hanföl geht, gelten die Einflüsse von Luft- und Licht als Hauptgrund für eine verkürzte Haltbarkeit. Wichtig ist es daher, Hanföl möglichst dunkel und kühl zu lagern. Noch vollständig verschlossen ist Hanföl für ca. 12 Monate haltbar, sofern es optimalen Lagerungsbedingungen unterliegt – andernfalls kann es nicht nur zu einer verminderten Wirkweise, sondern auch zu farblichen Veränderungen oder einer veränderten Konsistenz kommen.

Sobald Hanföl jedoch einmal mit Sauerstoff in Berührung kam, verkürzt sich die Haltbarkeit markant. Das Öl sollte nach dem Öffnen innerhalb weniger Wochen verbraucht werden, da es sonst ranzig wird und gänzlich seine Wirkung verliert. Um die Haltbarkeit zu verbessern, sollten Sie nach der Anwendung von Hanföl das Behältnis wieder fest verschließen und an einem dunklen, kühlen Ort lagern.

Beim Kauf von Hanföl ist es daher auch ratsam, auf dunkel eingefärbte Glasbehältnisse zurückzugreifen, da auch hierdurch die Haltbarkeit verlängert werden kann.

Was beim Kauf von Hanföl für Hunde beachten?

Damit die herausragende Wirkung von Hanföl gewährleistet ist, sollte ausschließlich zu kaltgepresstem Hanföl aus Europa gegriffen werden. Hier sind die Produktionsbedingungen besonders streng, sodass eine gute Qualität gewährleistet werden kann.

Die beste Nährstoffkonzentration findet sich natürlich in Bio Hanföl für Hunde, das zwar etwas teurer, aber auch deutlich wirksamer ist – hier finden sich auch keine chemischen Zusatzstoffe, die die Wirkweise beeinflussen könnten.

Wie hochwertiges Hanföl erkennen?

Hochwertiges Hanföl lässt sich an einer grün-gelblichen Farbe und einem grasähnlichen Geschmack erkennen. Zusätzlich sollte darauf geachtet werden, dass sich das Hanföl in einer Glasflasche befindet, damit eine Verunreinigung durch Plastikrückstände vermieden werden kann. Im besten Fall greift man zu Hanföl in einer dunkel eingefärbten Glasflasche, damit die lange Haltbarkeit gewährleistet wird.

5 Fakten zum Hanföl – das fantastische Wundermittel auf einen Blick:

Wie der Mensch hat auch jeder Hund einen gewissen Eigengeruch, der jedoch meist nur bei sehr nahem Kontakt wahrgenommen wird. Die meisten Hunde stinken demnach nicht. Dennoch gibt es Situationen, in denen der Hundegeruch unangenehm und penetrant wird. Dies ist auf unterschiedliche Faktoren zurückzuführen, auf die wir in diesem Ratgeber genauer eingehen möchten.

Neben alltäglichen Ursachen für Hundegeruch, wie beispielsweise Feuchtigkeit, können auch medizinische Gründe den unangenehmen Geruch bei Hunden auslösen. Neben einem strengen Körpergeruch kommt auch unangenehmer Geruch aus dem Maul in Frage, der meist andere Ursachen hat.

Wir möchten auf die unterschiedlichen Auslöser aufzählen, die dafür sorgen, dass ein Hund schlecht riecht – und auch gleichzeitig mögliche Lösungswege mit an die Hand geben.

Harmlose Ursachen, wenn der Hund unangenehm riecht

In den meisten Fällen stecken hinter unangenehmem Körpergeruch beim Hund sehr harmlose Auslöser, die sich mit wenig Mühe wieder beseitigen lassen. Dabei handelt es sich vor allem um einen oberflächlichen Körpergeruch, der nichts mit der generellen Gesundheit des Tieres zu tun hat.

Nasses Fell

Wer schon einmal den Geruch eines nassen Hundes wahrgenommen hat, weiß genau, dass das Tier meist eher unangenehm riecht. Insbesondere wenn der Vierbeiner in einen dreckigen See oder durch Pfützen gesprungen ist, ist der Körpergeruch besonders intensiv.

Nasses Fell fängt vor allem in Kombination mit Raumwärme an zu riechen, da durch das Zusammenspiel von Feuchtigkeit und Wärme die Talgproduktion der Haut angeregt wird.

Wer seinen Hund nach dem Baden gründlich abtrocknet, kann den unangenehmen Körpergeruch des Vierbeiners jedoch auf ein Minimum reduzieren. Dafür sollte man auf besonders saugstarke Handtücher zurückgreifen, die größere Mengen Wasser absorbieren können. Bei Hunden mit langem Haar kann es unter Umständen sogar notwendig sein, zum Fön zu greifen.

Ursachen für das Stinken des Hundes

Unsaubere Liegeplätze

So schön ein modernes Hundebett auch optisch in der Wohnung wirken mag – es kommt vor allem auf die Funktion an. Beim Kauf von Hundebetten sollte unbedingt darauf geachtet werden, dass die Unterlagen auch bei hohen Temperaturen waschbar sind.

Die Haut von Hunden produziert deutlich mehr Talg als menschliche Haut, sodass Hundedecken und Hundebetten rasch anfangen, leicht zu müffeln. Auch alte Haare tragen dazu natürlich ihren Teil bei – ebenso wie kleine Missgeschicke, die vor allem im Welpen- und Rentenalter keine Seltenheit sind. Wenn der eigene Hund stinkt, sollte daher auch eine gründliche Reinigung des Schlafplatzes auf dem Plan stehen.

Schmutziges Fell

Ebenfalls einer der Hauptauslöser für störenden Hundegeruch ist das Fell selbst, das aufgrund unterschiedlichster Faktoren einen unangenehmen Geruch entwickeln kann. Auch hier spielt wieder die enorme Talgproduktion der Hundehaut eine wichtige Rolle: Je mehr Talg vom Körper produziert wird, desto intensiver der Hundegeruch.

Den Hund baden

Zwar scheint ein Bad mit Hundeshampoo hier eine willkommene Lösung zu sein, allerdings ist von einem Übermaß an Hygiene eher abzuraten. Tatsächlich führt bei Hunden das Baden zu einer noch stärkeren Talgproduktion, die wiederrum einen intensiveren Körpergeruch begünstigt.

Wer sich dennoch dazu entschließt, den Hund regelmäßig zu baden, sollte unbedingt ein spezielles Hundeshampoo verwenden, dessen pH-Wert genau auf die Anforderungen der Hundehaut abgestimmt ist.

Den Hund bürsten

Ein weiterer Tipp, um unangenehmen Hundegeruch zu verhindern: Regelmäßig bürsten. Wenn die alten Haare aus dem Fell entfernt werden, reduziert sich automatisch auch die Belastung der Haut – der Hund stinkt merklich weniger.

Insbesondere langhaarige Hunde leiden unter Verfilzungen, die vor allem in der Unterwolle zu finden sind. Die unmittelbare Nähe zur Haut sorgt dafür, dass die Haut gereizt wird, was wiederrum die Talgproduktion anregt. Aber auch die mangelnde Luftzufuhr unter den verfilzten Haaransammlungen trägt zum unangenehmen Geruch des Hundes bei.

Hund stinkt

Wälzen in Kot

Für manche Hunde ist es eine große Leidenschaft, sich in den Hinterlassenschaften anderer Tiere oder sogar von Menschen zu wälzen. Hunde, die sich gern im Kot anderer Lebewesen wälzen, stinken schon ganz automatisch.

Mit einer guten Erziehung kann dieser Drang einigermaßen in den Griff bekommen werden, sollte aber dennoch ein Missgeschick passieren, sollte der Hund im Anschluss gründlich gebadet werden. Auch hier gilt natürlich wieder: Ausschließlich Hundeshampoo verwenden, dass auf den pH-Wert der tierischen Haut abgestimmt ist, um zusätzliche Reizungen zu vermeiden!

Sollte der Geruch nicht vollständig aus dem Fell zu waschen sein, kann der Hund im Anschluss auch mit etwas hautfreundlichem Kokosöl eingerieben werden, das nicht nur den süßen Duft von Kokos verteilt, sondern auch gleichzeitig pflegend auf das Fell einwirkt.

Schlechte Zähne

Schlechte Zähne oder verbliebene Futterreste in den Zahnzwischenräumen können ebenfalls einen starken Gestank auslösen. Auf den ersten Blick scheint es zwar so, als käme der Geruch vom gesamten Tier, allerdings lässt sich meist recht schnell der Zahnapparat als Ursache für den unangenehmen Geruch identifizieren.

Hier sollte eine umfangreiche Zahnreinigung auf dem Plan stehen: Mit speziellen Hundezahnbürsten und Hundezahncremes lässt sich das Gebiss des Tieres gründlich reinigen. Grobe Futterreste können auch meist schon mit der Hand entfernt werden.

Sollte der unangenehme Geruch aus dem Maul des Hundes jedoch von Zahnstein oder Zahnfleischentzündungen herrühren, sollte ein Termin beim Tierarzt in Betracht gezogen werden.

Hund stinkt - Zähneputzen

Schmutzige Ohren

Stark verschmutzte Ohren führen beim Hund nicht nur zu einem sehr unangenehmen und penetranten Geruch, sondern begünstigen auch schwerwiegende Ohrinfektionen, die sich langsam ins Innere des Ohrs vorarbeiten.

Es ist daher wichtig, dem Hund regelmäßig die Ohren zu putzen. Dafür sollten allerdings auf keinen Fall die Hilfsmittel verwendet werden, die wir für unsere eigenen Ohren nutzen (zum Beispiel Wattestäbchen) – reinigen Sie die Ohren des Vierbeiners stattdessen vorsichtig mit einem Taschentuch, das über den Zeigefinger gestülpt und über die Innenseite des Ohres gerieben wird. Für Hunde, die unter starken Verschmutzungen im Ohr leiden und rasch neue Ablagerungen bilden, gibt es auch spezielle Ohrreiniger, die oft auch freiverkäuflich erhältlich sind.

Gesundheitliche Ursachen, wenn der Hund stinkt

Neben den harmlosen Gründen, die dafür sorgen können, dass der Hund stinkt, kommen auch medizinische Auslöser in Frage, die oft nur mithilfe des Tierarztes behandelt werden können. Wir möchten Ihnen an dieser Stelle genauer auflisten, welche Ursachen hinter einem unangenehmen Körpergeruch bei Hunden stecken können:

Analdrüsenentzündung

Der wohl häufigste, medizinische Grund für unangenehmen Geruch beim Hund ist die sogenannte Analdrüsenentzündung. Die Analdrüsen dienen der Absonderung eines bestimmten Sekretes, das zum Markieren des Reviers benötigt wird. Mit jedem Stuhlgang scheidet der Hund auch das Analdrüsensekret aus.

Kommt es hier zu einer Verstopfung der Drüsen, kann daraus eine Analdrüsenentzündung entstehen, bei der das Sekret nicht mehr richtig abläuft und einen fauligen Geruch auslöst. Oft geht eine Analdrüsenentzündung mit starkem Juckreiz am Po einher.

Die meisten Tiere, die unter einer Analdrüsenentzündung leiden, rutschen mit ihrem Hinterteil über den Boden, um das Sekret absondern zu können – was meist nur bedingt gelingt.

Wenn der Vierbeiner diese Symptome zeigt, sollte man umgehend einen Tierarzt aufsuchen, da der ständige Juckreiz für das Tier sehr belastend ist. Mit leichten Medikamenten lässt sich eine Analdrüsenentzündung gut in den Griff kriegen.

Nicht immer muss aber wirklich eine Entzündung der Analdrüsen vorliegen, um den unangenehmen Geruch zu verbreiten. Insbesondere bei langhaarigen Hunden passiert es, dass das Analdrüsensekret zum Teil im Fell hängen bleibt, wenn der Hund sich erleichtert. Damit der Vierbeiner nicht nach jedem Stuhlgang gereinigt werden muss, ist unter Umständen eine Kürzung des Fells an den betroffenen Stellen ratsam.

Hautinfektionen

Wenn der gesamte Hund stinkt, kann dies auch auf eine Infektion der Haut zurückzuführen sein. Hier kommen viele Auslöser in Frage: Allergien, Parasiten, Pilze oder eine bakterielle Infektion. Die wohl häufigste Ursache dabei liegt in Futtermittelallergien, bei der die Haut besonders viele Hautsekrete bildet, die den Geruch des Tieres deutlich verändern.

Aber auch Verletzungen, die nicht von selbst verheilen und anfangen zu eitern, sind ein möglicher Auslöser für unangenehmen Körpergeruch beim Hund. Wenn Sie feststellen, dass sich der Geruch der Haut des Hundes zum Negativen verändert, sollte daher immer ein Besuch beim Tierarzt angesetzt werden.

Die Ursachen sind vielfältig und sollten vor allem dann genauer erforscht werden, wenn noch weitere Symptome wie Probleme mit dem Magen-Darm-Trakt oder Juckreiz dazukommen.

 

Hund stinkt - Magen-Darm-Erkrankungen

Magen-Darm-Erkrankungen

Dauerhaft eine minderwertige oder falsche Ernährung kann ebenso zu Magen-Darm-Erkrankungen führen wie akute Situationen, in denen der Hund etwas gefressen hat, was ihm nicht bekommt.

Auch ein Befall mit Würmern oder anderen Parasiten kann das natürliche Gleichgewicht des Verdauungsapparates negativ beeinflussen. Unter Umständen liegt sogar eine Futtermittelunverträglichkeit bei Hunden oder Allergie vor, die die Beschwerden auslöst.

Wenn der Hund stinkt, kann dies unter Umständen auf Erkrankungen im Magen-Darm-Trakt zurückzuführen sein. Meist sind Blähungen der Auslöser dafür, dass wir den unangenehmen Geruch wahrnehmen. Oft genügt es schon, das Tier einige Tage nur mit Schonkost zu ernähren, um das natürliche Gleichgewicht im Verdauungsapparat wiederherzustellen.

Halten die Beschwerden jedoch länger an, sollte der Hund einem Tierarzt vorgestellt werden. Meist lässt sich die Ursache für Blähungen recht schnell feststellen, sodass aktiv mit medizinischer Unterstützung dagegen vorgegangen werden kann.

Niereninsuffizienz

In der Niere des Hundes werden Giftstoffe aus dem Körper gefiltert, die im Anschluss über den Urin ausgeschieden werden. Können die Nieren aufgrund einer Erkrankung, die akut oder chronisch sein kann, nicht mehr alle Giftstoffe verarbeiten, sammeln sich diese im Organ an. Dadurch entsteht ein sehr unangenehmer Körpergeruch, der gleichzeitig auf die ernste Gefahr einer Nierenerkrankung hindeutet.

Wenn das Tier also ohne ersichtlichen Grund schlecht riecht, sollte genauer nach den möglichen Ursachen geforscht werden. Eine Niereninsuffizienz ist meist schon anhand eines einfachen Blutbildes erkennbar und kann vom Tierarzt noch behandelt werden.

Chronische Nierenerkrankungen dagegen lassen sich nur noch schwer behandeln und erfordern oft eine angepasste Ernährung. Es ist daher sehr empfehlenswert, so früh wie möglich mit dem Tier zum Tierarzt zu gehen, um eine ernstzunehmende Nierenerkrankung ausschließen zu können.

Diabetes

Auch bei Diabetes entwickelt der Hund im Verlauf der Zeit einen unangenehmen Körpergeruch, der meist recht schnell erkannt wird. Wenn der Vierbeiner an Diabetes erkrankt ist, versucht der Körper des Tieres automatisch, den pH-Wert des Blutes zu stabilisieren. Dadurch wird Aceton freigesetzt, das in den körpereigenen Fettsäuren enthalten ist, und über das Maul des Tieres wieder ausgeschieden.

Dadurch entsteht ein ganz typischer Geruch, der ein wenig an Nagellackentferner erinnert. Sollten Sie diesen Geruch bei Ihrem Vierbeiner feststellen, ist ebenfalls ein sofortiger Gang zum Tierarzt angeraten.

Die meisten Hunde können mit einer korrekt eingestellten Diabetes gut leben, allerdings herrscht bei nicht behandelten Diabetes-Erkrankungen immer die Gefahr einer Unterzuckerung, die bis hin zum Tod des Tieres führen kann.

Welchen Einfluss hat die Ernährung auf den Geruch des Hundes?

Wenn der Hund stinkt, denken die wenigsten Hundehalter sofort an die Ernährung. Ein konstant schlechter Geruch kann jedoch auf eine falsche oder unvollständige Ernährung hindeuten, bei der durchaus Verbesserungsbedarf besteht.

Wenn wir Menschen Knoblauch essen, riechen wir im Anschluss nicht nur aus dem Mund nach dem starken Gewürz, sondern auch der Körper verändert seinen Eigengeruch für einen kurzen Zeitraum. Ähnlich verhält es sich bei Hunden, die minderwertiges oder falsches Futter erhalten: Durch die einzelnen Substanzen im Hundefutter kann sich der Körpergeruch des Vierbeiners stark verändern.

Futterwechsel erwägen

Wer für einen angenehmen Geruch beim Hund sorgen möchte, sollte daher darauf achten, stets frisches und hochwertiges Hundefutter zu verfüttern, das genau auf die Bedürfnisse des Tieres abgestimmt ist - unsere Hundefutter Testberichte helfen Ihnen dabei. Dabei ist vor allem der Anteil an hochwertigen Fleischsorten von Relevanz, aber auch die Beimischung von Obst und Gemüse.

Wer auf Nummer sicher gehen will, sollte darüber nachdenken, den Hund zu Barfen – hier hat man die Möglichkeit, die Ernährung des Tieres genau auf die Bedürfnisse des Hundes auszurichten und die perfekte Zusammensetzung zu finden, mit der Tier und Halter gut und ohne unangenehmen Körpergeruch leben können.

Hund stinkt: Hausmittel gegen unangenehmen Körpergeruch

Wenn der Hund nur temporär stinkt, kann mit einigen Hausmitteln Abhilfe gegen den Gestank geschaffen werden. Bewährt hat sich hier vor allem Backpulver, das im Fell des Hundes ähnlich wie ein Trockenshampoo beim Menschen wirkt. Dazu wird das Backpulver-Tütchen im Fell des Hundes verrieben, sodass der stinkende Geruch neutralisiert wird.

Aber Vorsicht: Das Backpulver sollte nicht mit den Augen oder Schleimhäuten des Vierbeiners in Berührung kommen.

Wenn der Urin des Hundes zu stark riecht (beispielsweise während der Läufigkeit), ist Apfelessig die perfekte Lösung. Schon wenige Tropfen unters Futter gemischt helfen dabei, den starken Geruch von Urin zu lindern und sorgen gleichzeitig dafür, dass die Duftmarker für die Läufigkeit im Urin unterdrückt werden.

Hausmittel gegen Körpergeruch des Hundes

So werden auch die Rüden aus der Umgebung nicht sofort auf die läufige Hündin aufmerksam. Da Apfelessig sich auch positiv auf das Hautbild und Fell des Hundes auswirkt, gilt es als ausgesprochen bewährtes Hausmittel.

Wer das Fell des Hundes pflegen und für einen süßen, sanften Geruch sorgen möchte, kann auch auf Kokosöl zurückgreifen. Dadurch wird nicht nur das Fell des Hundes verwöhnt, sondern auch ihre Nase.

Außerdem wird Kokosöl nachgesagt, dass es aktiv dabei unterstützt, Parasiten wie Zecken oder Flöhe vom Hund fernzuhalten. Auch hier profitiert man also vielfach.

Der Hund stinkt – wie bekomme ich den Geruch aus der Wohnung?

Wenn sich der unangenehme Geruch des Hundes bereits in der Wohnung verteilt hat, muss eine gründliche Reinigung erfolgen. Meist geht der Geruch von den Hundehaaren aus, die das Tier im Alltag ständig verliert.

Regelmäßiges Staubsaugen hilft schon sehr dabei, den Geruch des Hundes in der Wohnung einzudämmen. Dafür stehen im Handel inzwischen spezielle Staubsauger zur Verfügung, die speziell für das Entfernen von Tierhaaren konzipiert wurden.

Auch das Körbchen und andere Schlafgelegenheiten des Vierbeiners sollten regelmäßig gereinigt werden. Achten Sie beim Kauf darauf, dass Hundebetten auch bei hohen Temperaturen gewaschen werden können. So vermeiden Sie effektiv unangenehme Hundegerüche in Ihren vier Wänden.

Fazit – Wenn der Hund stinkt, ist nicht immer Grund zur Sorge

Wenn der Hund unangenehm riecht, ist dies nicht immer ein Grund zur Sorge. Oft spielen verschiedene Faktoren wie Ernährung, Hautfeuchtigkeit oder vorübergehende Blähungen eine zentrale Rolle.

Verschwindet der unangenehme Geruch des Hundes nicht innerhalb weniger Tage von selbst, sollte jedoch ein Tierarzt aufgesucht werden, um die genauen Symptome für den veränderten Körpergeruch festzustellen.

Bei vielen Hunden mit weißem oder sehr hellem Fell bilden sich im Laufe der Zeit rötliche oder rot-braune Verfärbungen rund um das Auge herum, in anderen Fällen auch um das Maul, an den Pfoten oder im Genitalbereich – die sogenannten Tränenflecken.

Insbesondere Malteser haben dieses Problem des Öfteren. Einige Menschen suchen die Ursache für diese Verfärbungen des Fells bei einer Krankheit oder mangelnder Pflege. Das ist allerdings nur sehr bedingt richtig.

Stattdessen gibt es inzwischen nachvollziehbare Theorien, die Faktoren wie Stress und falsche Ernährung als Ursache für Tränenflecken betrachten. Vor allem häufiges Füttern von Huhn scheint einen maßgeblichen Einfluss auf die Bildung von Tränenflecken zu nehmen.

Wie entstehen Tränenflecken?

Grundsätzlich ist es ganz normal, dass die Tränendrüsen beim Hund einen Tränenfilm produzieren. Dieser ist notwendig, um die Augen dauerhaft feucht zu halten und in regelmäßigen Abständen von Staub, Pollen, Abgasen und anderen Umweltfaktoren zu reinigen. Gleichzeitig sorgt der Tränenfilm im Auge des Tieres für einen besonderen Schutz, da durch die regelmäßige Reinigung Infektionen verhindert werden.

In der Tränenflüssigkeit finden sich viele wichtige Vitamine, die das Auge benötigt. Auch Sauerstoff ist in der Tränenflüssigkeit enthalten, um das Auge auch von außen optimal zu versorgen. Mit jedem Schlag des Augenlids verteilt sich die Tränenflüssigkeit im Auge. Tatsächlich befeuchtet die Tränenflüssigkeit jedoch nicht nur die Augen, sondern auch die Schleimhaut der Nase.

Farbstoffe in der Tränenflüssigkeit

In der Tränenflüssigkeit können bestimmte Farbstoffe vorkommen, das sogenannte Porphyrin. Darin enthalten ist unter anderem auch ein Blutfarbstoff, der durch den Abbau der Zellen in den Körper gelangt. Hauptsächlich wird dieser Abbaustoff durch den Kot ausgeschieden, geringe Mengen können jedoch auch in den Speichel und in die Tränenflüssigkeit des Vierbeiners gelangen.

Auf diese Weise entstehen die Verfärbungen, die auch als Tränenflecken bezeichnet werden. Es handelt sich dabei nicht in erster Linie um ein gesundheitliches Problem, die Tränenflecken werden nur optisch als störend wahrgenommen.

Dennoch gibt es für die übermäßige Produktion von Tränenflüssigkeit oder den darin enthaltenen Farbstoffen eine Ursache, die genauer untersucht werden sollte.

Entstehung von Tränenflecken beim Hund

Auslöser und Faktoren von zu viel Tränenflüssigkeit

Einige Hunde produzieren aufgrund gesundheitlicher oder genetischer Faktoren übermäßig viel Tränenflüssigkeit, aber auch der falsche Abfluss dieser Flüssigkeiten kann Tränenflecken begünstigen.

Bei einem gesunden Vierbeiner wird die Tränenflüssigkeit über die Tränen-Nasen-Kanäle abgeführt. Ist dieser zu eng, beispielsweise aufgrund einer Verstopfung der Kanäle oder einer anatomischen Fehlbildung der Tränen-Nasen-Kanäle, fließt die Flüssigkeit stattdessen über das Auge ab und erscheint hier als Tränenfleck.

Kurzzeitig stellt dies kein Problem dar, langfristig können die Salze, die in der Tränenflüssigkeit enthalten sind, jedoch die Haut reizen und zu dauerhaften Entzündungen bis hin zur Bildung von Ekzemen führen.

Außerdem kommen noch weitere Faktoren für eine verstärkte Tränenbildung in Frage:

Ursachen für die Bildung von Tränenflecken

Eine weitere Ursache, die Tränenflecken begünstigen kann, ist vermehrter Juckreiz. Auch hier kommen unterschiedlichste Faktoren in Frage, die den vermehrten Juckreiz begünstigen können:

Insbesondere Futtermittelallergien und schädliche Inhaltsstoffe im Futter spielen eine immer größere Rolle. Bei den Produzenten steht meist der eigene Gewinn statt echter Mehrwert für den Hund im Vordergrund.

Die Darmflora als häufige Ursache für Tränenflecken

Die Darmflora wirkt sich auf die gesamte Gesundheit des Hundes aus. Der Darm hat die Aufgabe, Nährstoffe aus der Nahrung zu extrahieren und diese dem Körper zuzuführen. Ein beträchtlicher Teil des Immunsystems wird unmittelbar im Darm gebildet.

Entsteht hier ein Ungleichgewicht, kann dies zu vielen Erkrankungen führen – auch zu Tränenflecken. Ursache dafür ist vermutlich eine Veränderung des körpereigenen pH-Werts und einer damit einhergehenden Übersäuerung des Körpers.

Um dauerhaft Tränenflecken zu mindern oder ganz zu vermeiden, sollte daher die Darmflora des Hundes aufgebaut und gestärkt werden.

Die Darmflora aufbauen

Hier 2 Produkte als Beispiel, Sie können auch jedes andere Darmaufbaumittel nehmen:
Power-Darm und Augenrein.

Power-Darm wurde speziell auf die Bedürfnisse des Hundedarms angepasst und dient der natürlichen Vermehrung von gesunden Darmbakterien, die bei einer starken Darmbelastung nur in unzureichender Menge vorhanden sind. Auf diese Weise wird nicht nur die Darmflora des Hundes gestärkt, sondern auch das ganze Immunsystem.

Speziell bei Tränenflecken ist auch Augenrein eine gute Wahl. Hier sind unterschiedliche Kräuter enthalten, die den pH-Wert des Körpers regulieren, sodass die Tränenflüssigkeit weniger säuerlich ist. Außerdem enthält dieser Wirkstoff einige Kräuter, die entzündungshemmend wirken und damit auch den Folgen der übermäßigen Tränenbildung vorbeugen.

Wichtig: Gemäß der uns zur Verfügung gestellten Unterlagen helfen die Mittel nur in Verbindung mit einer artgerechten Ernährung durch hochwertiges Nassfutter oder BARF. Nicht mit Trockenfutter - wer noch Trockenfutter füttert, sollte ggf. folgenden Artikel lesen: Trockenfutter ist schädlich

Wurmkuren sollen den Aufbau einer gesunden Darmflora negativ beeinflussen. Fangen Sie mit der Darmaufbaukur am besten nach einer Wurmkur an oder nehmen Sie in den nächsten 3 Monaten keine vor, außer es liegt ein tatsächlicher Wurmbefall vor.

Tränenflecken vorbeugen - Darmflora beim Hund aufbauen

Welchen Einfluss hat Huhn auf Tränenflecken?

In den letzten Jahren haben einige Tierhalter das Füttern von Huhn als Ursache für Tränenflecken benannt. Eine Futterumstellung führte dazu, dass die Tränenflecken deutlich weniger wurden oder ganz zurückgingen.

Wäre Hühnerfleisch generell der Verursacher von Tränenflecken, wären jedoch deutlich mehr Hunde betroffen. Naheliegender ist es daher, dass nicht das Fressen von Huhn die Tränenflecken auslöst, sondern viel mehr die Qualität des Futters eine Rolle spielt.

Haltung der Hühner als Ursache

Insbesondere Hühner werden oft in der Massentierhaltung unter katastrophalen Bedingungen gehalten. Damit trotz der damit einhergehenden, unhygienischen Zustände keine Krankheiten entstehen, erhalten die Hühner vor der Schlachtung zahlreiche Impfungen, Wurmkuren, Antibiotika und viele weitere Medikamente.

Dazu kommt der tägliche Stress, der in den viel zu engen Käfigen unausweichlich ist. Auch das Futter, das meist aus Mais oder Soja besteht, deckt nicht den vollständigen Nährstoffbedarf der Hühner und dient primär der Mast, um möglichst viel Gewinn machen zu können.

All diese Faktoren wirken sich negativ auf die Qualität des Fleisches aus. Bei der Schlachtung verbleiben all diese Schadstoffe im Huhn, sodass auch das Hundefutter im Anschluss damit durchzogen ist. Diese Schadstoffe greifen die Darmflora des Hundes an und bringen die Balance durcheinander.

Angereichert mit zusätzlichen Geschmacksverstärkern, Konservierungsmitteln, Farbstoffen und anderen künstlichen Zusätzen wirkt sich das Hundefutter noch schädlicher auf den Vierbeiner aus.

Die Konsequenz: Bei der Fütterung sollte man auf hochwertige Futtermittel achten, wenn der Hund unter stark ausgeprägten Tränenflecken leidet. Hier bietet sich vor allem Bio-Hundefutter oder Hundefutter in Lebensmittelqualität an.

Was es beim Hundefutter zu beachten gilt, um Tränenflecken zu vermeiden

Damit Tränenflecken langfristig vermieden werden können, spielen unterschiedliche Faktoren beim Futter eine Rolle:

Zusätzlich können Sie die tägliche Ernährung Ihres Hundes noch mit vielen Hilfsmittel ergänzen, die sich positiv auf die Darmflora auswirken. Dadurch können sich Tränenflecken deutlich lindern oder ganz verschwinden.

Hier bietet sich zum Beispiel Bierhefe an, die sich sehr positiv auf die Gesundheit des Darms auswirkt. Auch verschiedene Algen, die dem Futter zugesetzt werden können, eignen sich ideal als Unterstützung für den Darm. Auch bei Leckerlies sollten Sie darauf achten, dass diese den hohen Qualitätsanforderungen entsprechen.

Weitere Tipps, um Tränenflecken zu verhindern

Um Tränenflecken nachhaltig zu behandeln, ist der Aufbau der Darmflora unabkömmlich. Dennoch können Sie mit wenigen Handgriffen täglich kleine Verbesserungen erzielen. Wir haben einen Artikel zum Thema: Nahrungsmittel für den Aufbau der Darmflora

Insbesondere bei langhaarigen Hunden, die unter Tränenflecken leiden, sollte regelmäßig das Fell um die Augenpartie herum so zurechtgestutzt werden, dass die Haare nicht im Auge hängen.

Kontraproduktiv dagegen ist es, wenn Sie die Haare mit einem Haargummi oder einer Haarspange zurückzubinden. Hierbei wird das gesamte Gewebe um die Augenpartie herum gestresst, sodass Keime leichter in die Augen eindringen und Augenentzündungen auslösen können.

Auch die tägliche Reinigung der Augenpartie ist sinnvoll, wenn der Hund vermehrt Tränenflüssigkeit bildet. Dafür eignet sich ein weiches Tuch, das nicht zum Fusseln neigt und etwas lauwarmes Wasser. Damit lassen sich Staub, Haare, Pollen oder andere Stoffe aus der Umwelt schnell und effektiv entfernen.

Achten Sie bei der Reinigung der Augen darauf, dass Sie nur von innen nach außen reiben, um die Schmutzpartikel nicht noch weiter ins Auge zu transportieren. Eventuell vorhandene Krusten sollten Sie nicht grob entfernen, sondern zunächst leicht aufweichen, um sie dann mit dem Tuch vorsichtig zu entfernen.

Andernfalls kann es zu Verletzungen am Auge kommen, die wiederum Infektionen begünstigen. Verwenden Sie außerdem für jedes Auge ein eigenes Tuch, damit Sie Keime und Verunreinigungen nicht von einer Seite auf die andere tragen.

Malteser – besonders anfällig für Tränenflecken

Wer sich intensiv mit dem Thema Tränenflecken auseinandersetzt, wird rasch feststellen, dass vor allem Malteser von dieser Erkrankung betroffen sind. Das hat gleich mehrere Gründe: Die Augen der Malteser sind im Vergleich zum Körper sehr groß, was sie aufgrund des süßen Erscheinungsbildes bei Hundehaltern besonders beliebt macht.

Gleichzeitig bieten die Augen dadurch aber eine erhebliche Angriffsfläche, die sehr anfällig für Verunreinigungen, Entzündungen, Staub und andere Umweltfaktoren ist.

Dazu kommt die Tatsache, dass die meisten Malteser langes Fell haben. Die feinen Haare hängen häufig bis in die Augen des Tieres und verursachen hier Reizungen und Rötungen. Außerdem können über das Fell eventuelle Krankheitserreger leichter ins Auge gelangen.

Durch beide Faktoren wird der Tränenfluss des Auges angeregt, aber auch Rötungen, trockene Augen oder immer wiederkehrende Bindehautentzündungen sind eine mögliche Konsequenz. Es ist daher bei vorbelasteten Rassen wie dem Malteser besonders wichtig, die Augen regelmäßig zu kontrollieren und nach den Ursachen für Tränenflecken zu suchen, wenn diese immer wiederkehrend entstehen.

Fazit – Auch bei Tränenflecken gibt es Abhilfe

Woher Tränenflecken stammen ist bisher nicht abschließend geklärt, wohl aber, dass eine gesunde Darmflora und gesunde Augen das Risiko für Tränenflecken deutlich vermindern. Mit einer gesunden Ernährung, regelmäßiger Fellpflege und täglichen Augenreinigungen können Sie bereits viel Abhilfe gegen Tränenflecken schaffen.

Hunde brauchen täglich frisches Wasser, damit der Organismus seiner Arbeit nachgehen kann. Sollte der Vierbeiner jedoch ständig Durst haben und plötzlich sehr viel mehr trinken als üblich, können ernste gesundheitliche Gründe vorliegen.

Ein Hund, der ständig Durst hat, sollte daher genau beobachtet und gegebenenfalls einem Tierarzt vorgestellt werden. Was die möglichen Gründe für vermehrtes Trinken beim Hund sind, auf welche Krankheiten dies hindeuten kann und wann es ernsthaften Grund zur Sorge gibt, möchten wir Ihnen in diesem Beitrag genauer erläutern.

Wieviel Wasser sollten Hunde trinken?

Die regelmäßige Aufnahme frischen Wassers ist für den Organismus von Hunden essentiell. Wie viel Wasser das Tier trinken sollte, hängt dabei von unterschiedlichen Faktoren ab.

Hier spielt natürlich vor allem Größe und Körpergewicht des Tieres eine Rolle, aber auch die generelle Aktivität, die Umgebungstemperatur und das Futter, das der Hund frisst, nehmen Einfluss auf die benötigte Menge an Wasser.

Bei durchschnittlichen Temperaturen und normaler Aktivität beträgt die benötigte Menge Wasser ca. 50 ml pro kg Körpergewicht. Hunde, die mit Trockenfutter gefüttert werden, benötigen entsprechend mehr Flüssigkeit, während Hunde, die mit Nassfutter oder BARF gefüttert werden, auch etwas weniger Wasser pro Tag zu sich nehmen können. Natürlich müssen Sie diese Werte immer individuell betrachten, denn jeder Vierbeiner ist einzigartig.Hund trink viel

Wenn Sie überprüfen möchten, wie viel Ihr Hund pro Tag trinkt, kann die benötigte Menge anhand des Körpergewichts, des Futters und der Umgebungstemperatur berechnet und abgemessen werden. Sollten Sie feststellen, dass die ausgerechnete Menge Ihrem Hund nicht ausreicht, reichen Sie bitte unbedingt frisches Wasser nach.

Es ist sehr wichtig, dass dem Vierbeiner immer ausreichend Trinkwasser zur Verfügung steht. Wenn die Wasseraufnahme deutlich von der Norm abweicht, kann eine Kontrolle beim Tierarzt ratsam sein.

Woran kann man erkennen, dass der Hund zu viel trinkt?

Ihr Hund trinkt und pinkelt viel? Die meisten Herrchen und Frauchen erkennen den übermäßigen Wasserkonsum Ihres Schützlings daran, dass der Hund deutlich häufiger pinkeln muss als üblich. Aber auch die vermehrte Aufnahme von Trinkwasser (und damit einhergehend das häufigere Nachfüllen des Napfes) können ein Anzeichen dafür sein, dass der Hund zu viel trinkt.

Wenn der Hund aufgrund der vermehrten Wasseraufnahme häufiger pinkeln muss, spricht man entweder von einer Polydipsie oder einer Polyurie. Bei der Polydipsie ist das vermehrte Trinken die Ursache für den häufigeren Harndrang, während bei der Polyurie der gesteigerte Harndrang die Ursache für den vermehrten Durst ist. In den meisten Fällen ist der Grund für häufiges Pinkeln bei Hunden jedoch in der Polyurie zu finden.

Kurzzeitig ist dies nicht weiter ungewöhnlich. Sehr hohe Temperaturen im Sommer veranlassen nicht nur uns Menschen dazu, vermehrt Wasser zu trinken, sondern auch die Vierbeiner versuchen den Körper mit regelmäßiger Flüssigkeitszufuhr etwas herunter zu kühlen.

Auch nach besonders langen Spaziergängen oder aktivem Hundesport trinken Hunde deutlich mehr Wasser als üblich. Selbst Faktoren wie Stress oder Unruhe können dazu führen, dass der Vierbeiner mehr Wasser trinkt – die möglichen Gründe sind also vielfältig.

Mögliche Ursachen für die vermehrte Wasseraufnahme beim Hund

Es gibt unterschiedliche, natürliche Ursachen, die ständigen Durst beim Hund erklären können. Darauf möchten wir an dieser Stelle genauer eingehen. Natürlich können auch Krankheiten der Grund sein, warum der Hund sehr viel trinkt – diesem Bereich widmen wir uns im nächsten Absatz.

Zu den möglichen Ursachen für die vermehrte Wasseraufnahme zählen:

 

 

 

 

 

Welche Krankheiten kommen in Frage, wenn der Hund ständig Durst hat?

Die möglichen Ursachen für ständigen Durst beim Hund sind sehr vielfältig. Wenn die oben genannten Gründe ausgeschlossen werden können oder das häufige Trinken dauerhaft anhält, kann eventuell auch eine ernstzunehmende Krankheit die Ursache für den vermehrten Durst sein. Hier kommen ebenfalls mehrere Krankheiten in Frage, die hinter dem ständigen Durst stecken können.

Nierenerkrankungen

Der wohl häufigste Grund für erhöhten Durst und vermehrtes Urinieren liegt in den Nierenerkrankungen. Der Urin weist bei Nierenerkrankungen meist eine helle und klare Farbe auf.

Manchmal gehen Nierenerkrankungen beim Hund auch mit unkontrollierbarem Harndrang einher, was dazu führt, dass der Hund nicht mehr stubenrein ist. Akute Nierenerkrankungen basieren in den meisten Fällen auf Entzündungen, die mit Antibiotika behandelt werden können.

Chronische Nierenerkrankungen oder Nierenschäden sind dagegen deutlich komplexer und schwerer zu behandeln. In diesen Fällen kann der Organismus den Urin nicht mehr konzentrieren, sodass dieser unkontrolliert ausgeschieden wird. Dementsprechend ist auch der Wasserbedarf bei Hunden mit Nierenerkrankung deutlich erhöht.

Blasenentzündungen

Blasenentzündungen gehören ebenfalls zu den häufigsten Ursachen für ständigen Durst beim Hund. Als Hauptursache für Blasenentzündungen gelten Bakterien, die über die Harnwege in die Blase gelangen. Aber auch eine mechanische Reizung der Blase, ausgelöst durch Blasensteine, kann eine Blasenentzündung begünstigen.

Wenn der Hund an einer Blasenentzündung leidet, trinkt der Hund sehr viel und hat häufig auch nachts Durst. Farbe und Geruch des Urins sind prägnanter als üblich und werden daher meist auch vom Herrchen oder Frauchen als kränklich beschrieben.

Untersuchung Hund Tierarzt

Manchmal hat der Urin bei Blasenentzündungen sogar eine rötliche Verfärbung, was an Blutbeimischungen liegen kann. Hunde, die an einer Blasenentzündung leiden, haben ständig Durst und trinken deutlich mehr als üblich. Gleichzeitig ist eine Blasenentzündung daran erkennbar, dass auch der Harndrang stark gesteigert ist, meist allerdings nur wenige Tropfen aus der Blase entweichen.

Blasenentzündungen müssen Sie so schnell wie möglich mit Antibiotika behandeln, da die Entzündung sonst rasch in die Nieren wandert und eine extrem schmerzhafte Nierenentzündung auslösen kann, die nur schwer in den Griff zu kriegen ist.

Diabetes

Die Stoffwechselkrankheit Diabetes kann ebenfalls ein Grund für starken Durst beim Hund sein. Meist tritt Diabetes erst im steigenden Alter des Hundes auf, allerdings gibt es auch Tiere, die schon in jungen Jahren an Diabetes leiden. Trinkt Ihr alter Hund sehr viel Wasser? Dann lassen Sie das beim Tierarzt abchecken.

Hund trinkt viel und uriniert viel?

Grund für die Problematik des vermehrten Trinkens ist die Tatsache, dass der Körper selbst nicht genug Insulin produziert oder Insulin von den Zellen nicht mehr aufgenommen werden kann.

Dadurch steigt im Körper des Hundes der Blutzuckerspiegel, der wiederrum in den Urin gelangt und dem Körper hier Feuchtigkeit entzieht. Der Harndrang des Hundes steigt an und das häufige Urinieren führt dazu, dass der Vierbeiner einen starken Durst verspürt.

Gebärmutterentzündungen

Gebärmutterentzündungen treten natürlich nur bei Hündinnen auf. Meist zeigen sich die ersten Symptome kurz nach der Läufigkeit. Mit steigendem Alter steigt das Risiko für eine Gebärmutterentzündung deutlich. Auch hier sind Bakterien die Ursache für die Erkrankung, sodass die Gebärmutterentzündung mit Antibiotika behandelt werden muss.

Die unmittelbare Nähe zur Blase ist meist die Ursache dafür, dass Hündinnen mit Gebärmutterentzündung starken Durst verspüren und als Folge dessen zu vermehrtem Harndrang neigen. Die Gebärmutterentzündung gilt beim Hund als medizinischer Notfall. Diese müssen Sie umgehend behandeln!

Wann sollte der Hund dem Tierarzt vorgestellt werden?

Ein Hund, der kurzfristig zu viel Flüssigkeit zu sich nimmt, gibt erst einmal keinen Grund zur Besorgnis. Erst wenn ständiger Durst und häufiges Trinken in der Nacht zum Alltag gehören, ist der Gang zum Tierarzt sinnvoll. Ihr alter Hund trinkt viel Wasser? Dann kann das Alter hier ebenfalls eine Rolle spielen.

Natürlich gilt das auch dann, wenn weitere Symptome zum ständigen Durst dazustoßen – beispielsweise anhaltender Durchfall oder häufiges Erbrechen, Fieber, Schmerzen beim Urinieren und andere Symptome. Auch wenn der Hund zwar viel trinkt, allerdings wenig oder gar nichts frisst, sollten Sie Ihren Vierbeiner dem Tierarzt vorstellen.

Was können Sie gegen ständigen Durst beim Hund tun?

Wenn der Hund dauerhaft zu viel trinkt, allerdings keine körperliche Ursache festgestellt werden kann, schafft unter Umständen eine Futterumstellung Abhilfe.

Trockenfutter vermeiden

Insbesondere Hunde, die Trockenfutter bekommen, neigen oft zu ständigem Durst und vermehrtem Trinken – auch in der Nacht. Das liegt daran, dass das Trockenfutter dem Körper mehr Wasser entzieht, als es ihm über die Nahrung liefert.

Bei Nassfutter oder einer Ernährung über BARF ist dies nicht der Fall, sodass hier eine schrittweise Umstellung des Futters meist rasche Abhilfe bringt. Einige Trockenfuttersorten fördern zudem die Entwicklung von Blasensteinen, die eine Blasenentzündung begünstigen. Mehr dazu in diesem Artikel: Trockenfutter ist schädlich.

Wenn der ständige Durst des Hundes durch eine Nierenerkrankung ausgelöst wird, gibt es einige diätische Möglichkeiten, die den Organismus des Hundes unterstützen. Dafür sollten Sie das Futter so anpassen, dass es den veränderten Bedingungen der Nieren gerecht wird.

Eine wichtige Rolle spielen dabei die Proteine, die vor allem in den fleischlichen Anteilen im Futter zu finden sind. Da eine krankhaft beschädigte Niere Stoffwechselprodukte nur noch begrenzt ausscheiden kann, sollte der Proteinanteil im Futter deutlich reduziert werden. Dafür steht Nierendiätfutter zur Verfügung, das eigens für Hunde mit schwerem Nierenschaden entwickelt wurde. Wertvolle Informationen und Textberichte finden sich auf Hundefutter-Tests.

Wenn der Hund unter ständigem Harndrang leidet, besteht zudem das Risiko, dass viele wichtige Vitamine mit dem Urin aus dem Körper geschwemmt werden. Daher empfiehlt sich bei Hunden mit starkem Durst eine zusätzliche Gabe von Vitaminen, um Mangelerscheinungen vorzubeugen.

Hier sollte der Fokus auf wasserlöslichen Vitaminen liegen, die besonders rasch durch den Urin ausgeschieden werden und bei häufigem Harndrang vom Körper nicht richtig aufgenommen werden können.

Die richtige Trinkmenge bemessen

Wenn Sie wissen möchten, wie viel Ihr Hund am Tag genau trinkt, können Sie dies ganz einfach ermitteln. Um zuverlässige Ergebnisse zu erhalten, sollte der Test an drei aufeinanderfolgenden Tagen durchgeführt werden, bei dem der Hund die typische Routine hat – also keine außergewöhnlich langen Spaziergänge oder ein Hundesport Wettbewerb auf dem Plan stehen.

Für die genaue Ermittlung, ob der Hund zu viel, zu wenig oder genau ausreichend Wasser trinkt, sollten Sie Ihren Vierbeiner zusätzlich an den gewählten Tagen wiegen. Daraus lässt sich ermitteln, was in etwa die benötigte Wassermenge für deinen Schützling ist.Hund ist durstig

Den Napf sollten Sie am Morgen frisch mit Wasser füllen. Dazu nutzen Sie am besten einen Messbecher, um die exakte Menge des Wassers festhalten zu können. Sofern der Wassernapf im Verlauf des Tages nachgefüllt werden muss, sollte auch diese Menge Wasser vermerkt werden.

Am Folgetag wird die übriggebliebene Menge Wasser aus dem Napf entnommen und mit dem Messbecher abgemessen. So können Sie erkennen, wieviel Wasser Ihr Hund in den letzten 24 Stunden zu sich genommen hat.

Diese Prozedur sollte über mehrere Tage hinweg durchgeführt werden, damit man eventuelle Veränderungen im Trinkverhalten erkennen kann. Sofern der Hund aufgrund des starken Dursts dem Tierarzt vorgestellt werden soll, können diese Daten dabei helfen, die Ursachen für das vermehrte Trinken ausfindig zu machen.

Die wichtigsten Daten zu ständigem Durst beim Hund auf einen Blick:

Animal Kingdom Corporation nimmt am Amazon Partnerprogramm teil. Auf den Seiten von Hundefutter Tests werden durch Amazon Werbeanzeigen und Links zur Seite von Amazon eingebunden, hierfür erhält die Betreiberfirma ein Entgelt genannt Werbekostenerstattung.