Hanföl für Hunde

Langsam kehrt das altbekannte Wissen wieder in unsere Mitte zurück und Naturheilmittel erfreuen sich immer größerer Beliebtheit – so auch das Hanföl, das inzwischen auch von Hundebesitzern gern eingesetzt wird, um den Vierbeiner mit wichtigen Nährstoffen zu versorgen. Erfahren Sie mehr über die positiven Eigenschaften von Hanföl und warum Sie es Ihrem Hund geben sollten.

Hanföl – die Ursprünge der Pflanze

Menschen setzen schon seit hunderten von Jahren auf die wertvolle Pflanze Hanf und nutzen deren wertvolle Fasern, um Kleidung und andere Textilstoffe herzustellen. Auch die beeindruckende Heilwirkung der Pflanze war lange Zeit bekannt, ehe sie in den letzten Jahren immer mehr in Vergessenheit geriet, was natürlich auch an der Verwendung von Hanf als Droge lag.

Da die Hanfpflanze uns Menschen schon seit hunderten von Jahren begleitet, ist der genaue Ursprung kaum mehr auszumachen. Wilde Formen von Hanf findet man heute in abgelegenen Gebieten in China, Russland und der Mongoleikultiviert wird die Pflanze jedoch in zahlreichen Kulturen, von Europa bis Asien.

Lange Zeit war Hanf für unser Überleben essentiell, wurde daraus doch ein Großteil aller Kleidungsstücke hergestellt. Vor allem in der Schifffahrt konnte sich die Hanfpflanze durchsetzen, denn hier nutzte man das besonders belastbare Fasermaterial für Segel und Seile.

Die Nutzung der Hanfplanze in der heutigen Zeit

Auch heute nutzt man Hanf noch immer für die Herstellung von Kleidung, auch wenn synthetische Fasern und Baumwolle den Bedarf deutlich eingeschränkt haben. Auch die strengen Auflagen, die für den Anbau von Nutzhanf erfüllt werden müssen, um die Herstellung von Rauschmitteln ausschließen zu können, sind ein Grund für den stetigen Rückgang der Pflanze.

Dennoch ist die heilende Wirkung von Hanföl unumstritten, sodass sich vor allem in den letzten Jahren der Ruf der Pflanze deutlich verbessern konnte.

Inhaltsstoffe – was das Öl für Hunde so besonders macht

Hanföl für Hunde unterscheidet sich natürlich nicht vom klassischen Hanföl für Menschen – lediglich die benötigte Menge macht den Unterschied. Dementsprechend verfügt Hanföl für Hunde natürlich über identische Nährwerte und Fette, die gleichzeitig auch die fantastische Wirkweise ausmachen.

Besonders nennenswert ist der hohe Bestandteil ungesättigter Fettsäuren, der in Hanföl bei ca. 80 % liegt. Ungesättigte Fettsäuren unterstützen den natürlichen Stoffwechsel der Tiere und sorgen für eine optimale Versorgung mit gesunden Fetten, die keine negativen Begleiterscheinungen oder gar Krankheiten auslösen – und sind somit essentieller Bestandteil der Ernährung.

Vorteile ungesättigter Fettsäuren:

  • Senkt das Risiko von bestimmten Krebsarten
  • Senkt das Risiko von Herz-Kreislauferkrankungen
  • Lindert Entzündliche Krankheiten

Ein großer Teil dieser ungesättigten Fettsäuren sind zudem die besonders wertvollen Omega-6-Fettsäuren, die in zahlreichen Funktionen des Körpers benötigt werden und diesen förmlich „am Laufen halten“.

Da der Körper des Hundes nicht dazu im Stande ist, diese Form der Fettsäuren selbst zu bilden, ist es essentiell, Omega-6-Fettsäuren über die Ernährung zuzuführen.

Der hohe Anteil an Gamma-Linolensäure ist ebenfalls nennenswert, wenn es um die positiven Eigenschaften von Hanföl für Hunde geht. Diese langkettige Omega-6-Fettsäure unterstützt maßgeblich den natürlichen Hydrolipidfilm der Haut und ist für eine gesunde Hautstruktur unerlässlich.

CBD Hanföl

Neben herkömmlichem Hanföl steht auch CBD Hanföl zur Verfügung, das wiederrum ausschließlich aus der weiblichen Pflanze gewonnen wird und damit die heilenden Wirkstoffe enthält, die Hanf so besonders machen. CBD-Öl für Hunde gilt als entkrampfend, angstlösend und entzündungshemmend und eignet sich zur Behandlung zahlreicher Krankheiten, u. a. Epilepsie oder Magen-Darm-Erkrankungen.

Auf die Inhaltsstoffe und Wirkweisen von CBD-Öl sind wir in unserem Beitrag zu Beruhigungsmitteln für Hunde schon näher eingegangen, sodass wir uns hier primär dem herkömmlichen Hanföl widmen möchten.

Positive Eigenschaften für den Hund – das erreichen Sie mit Hanföl

Wenn die Ernährung des Hundes mit Hanföl unterstütz wird, geht dies mit zahlreichen positiven Eigenschaften einher. Insbesondere beim Barfen ist die Zugabe hochwertiger, ungesättigter Fettsäuren wichtig für eine perfekte Nährstoffversorgung, aber auch in schlechten herkömmlichen Futtermitteln kommen oft zu wenig gesunde Fettsäuren vor, sodass diese zugefüttert werden können. Insbesondere bei Trockenfutter.

Ein stärkeres Immunsystem durch Hanföl für den Hund

Die ungesättigten Fettsäuren im Hanföl für Hunde regen die natürlichen Prozesse des Körpers an und unterstützen verschiedenste Organe bei ihrer täglichen Arbeit.

Da der Körper nicht dazu im Stande ist, ungesättigte Fettsäuren selbst herzustellen, müssen diese über die Ernährung zugeführt werden, damit das Immunsystem intakt bleibt und auch weiterhin Krankheiten abwehren oder bekämpfen kann.

Ein gesundes Fell dank Hanföl

Auch auf das Erscheinungsbild des Fells hat Hanföl einen großen Einfluss. Dabei sorgt es nicht nur für eine dichtere, strukturiertere und gesündere Struktur der einzelnen Haare, sondern auch für eine leichtere Kämmbarkeit. Für diesen Effekt reicht die Gabe von Hanföl über die tägliche Hundenahrung, eine zusätzliche Fellpflege muss damit nicht betrieben werden. Eine gute Hundenahrung finden Sie in unseren Tests.

Um Entzündungsreaktionen und Hautkrankheiten vorzubeugen

Hanföl wirkt entzündungshemmend, sodass es sich auch hervorragend eignet, um verschiedene Entzündungsprozesse zu verhindern oder zu behandeln. Insbesondere bei Hautkrankheiten, Ekzemen oder anderen Hautproblemen hat sich die Anwendung von Hanföl bewiesen.

Durch die Zufuhr der ungesättigten Fettsäuren kann die Haut ihren natürlichen Schutzfilm aufrecht erhalten und ist eigenständig dazu in der Lage, gegen eventuelle Hautkrankheiten anzugehen.

Im Kampf gegen Allergien – Hanföl als natürliche Stärkung

Hanföl ist dazu in der Lage, das natürliche Abwehrsystem des Hundes zu stärken und hilft damit auch aktiv gegen Allergien und Unverträglichkeiten. Wenn das Tier bereits darunter zu leiden hat, können die Symptome auf diese Weise gelindert werden.

Wirkt Hanföl berauschend auf den Hund?

Natürlich handelt es sich beim Hanföl nicht um ein berauschendes Mittel, denn für die Herstellung von Hanföl greift man nicht auf die Blüten der Pflanze zurück, sondern verwendet ausschließlich den ebenfalls sehr wertvollen Samen.

Negative Eigenschaften –Nebenwirkung bei der Anwendung von Hanföl beim Hund

Hanföl gilt als ausgesprochen gut verträglich, da es sich um ein vollkommen natürliches Produkt handelt. Wichtig ist es jedoch, auf kaltgepresstes Hanföl für Hunde zu setzen, damit keine chemischen Inhaltsstoffe enthalten sind.

Wer neu mit der Anwendung von Hanföl beginnen möchte, sollte dies jedoch in kleinen Schritten tun, um den Hund an das Hanföl zu gewöhnen. Dabei ist es wichtig, auf die Dosierungsangaben zu achten – andernfalls kann es vorkommen, dass der Hund mit dünnerem Stuhl oder sogar Durchfall und Erbrechen reagiert.

Weitere Ausschlusskriterien für die Anwendung von Hanföl sind nicht bekannt. Auch alte Tiere oder kranke Hunde können mit Hanföl therapiert werden, ohne Nebenwirkungen befürchten zu müssen.

Wirkung – so hilft Hanföl Ihrem Hund

Hanföl kann zusätzlich zum Futter zugegeben oder direkt auf die Haut bzw. das Fell aufgetragen werden. Bei der inneren Anwendung unterstützt Hanföl von innen heraus mit den wertvollen Fettsäuren den natürlichen Stoffwechsel und das Immunsystem des Hundes, sodass das Tier im Gesamten vitaler, fitter und gesünder ist. Auch ist Hanföl wichtig, um die Hautgesundheit langfristig aufrecht zu erhalten – auch hier genügt eine innere Anwendung vollständig.

Aber auch äußerlich kann eine Wirkung verzeichnet werden, wenn das Hanföl direkt auf die Haut aufgetragen wird. Hier sorgen die hochwertigen Fettsäuren für eine optimale Feuchtigkeitsversorgung der Haut und helfen aktiv gegen Entzündungen oder Ekzeme. Auch Hautausschlag oder andere Hauterkrankungen können mit Hanföl für Hunde gelindert werden. Dazu genügt es oft schon, wenige Tropfen Hanföl auf die gewünschte Stelle aufzutragen – die Nährstoffe dringen sofort in die Haut ein und wirken dort von innen heraus.

Dosierung von Hanföl für Hunde

Hanföl für Hunde sollte zu Beginn der Anwendung sehr sparsam dosiert werden, damit der Magen-Darm-Trakt sich an die Umstellung gewöhnen kann. Daher ist es wichtig, zunächst mit einer kleinen Menge Hanföl zu starten, ehe man sich langsam der Dosierungsempfehlung nähert. So kann Durchfall und Erbrechen aktiv verhindert werden.

Die grundsätzliche Dosierungsempfehlung lässt sich ganz einfach anhand des Gewichts errechnen. Eine tägliche Anwendung von Hanföl ist nicht notwendig, oft genügt die Dosierung schon an einem Tag pro Woche, damit der Hund optimal versorgt ist.

Die benötigte Menge Hanföl wird in ml angegeben. Als Richtwert kann vermerkt werden, dass ein Teelöffel ca. 5 ml Hanföl umfasst.

  • Kleine Hunde sollten ca. 2,5 ml – 5 ml Hanföl pro Woche verabreicht werden, also ca. ein Teelöffel.
  • Mittelgroße Hunde benötigen 5 ml – 10 ml pro Woche, was dementsprechend zwei Teelöffeln entspricht.
  • Große Hunde sollten mit 10 ml – 15 ml Hanföl pro Woche versorgt werden, also ca. drei Teelöffel pro Woche.

Im Krankheitsfall sollte die Dosierung zusätzlich mit dem Tierarzt oder Tierheilpraktiker abgesprochen werden

Wie Hanföl dem Hund verabreichen?

Primär wird Hanföl über die Nahrung verabreicht, was sich aufgrund der beinahe geschmacklosen Form als äußerst einfach erweist: Die benötigte Menge wird dazu einfach über das Futter gegeben und ganz einfach über die Nahrung aufgenommen.

Alternativ kann Hanföl auch äußerlich angewendet werden. Dies ist besondere bei Hautproblemen empfehlenswert, damit das Hanföl direkt an der benötigten Stelle wirken kann. Vor allem entzündete Hautregionen, schuppige Haut oder rissige Stellen lassen sich effektiv mit Hanföl behandeln und unmittelbar nach der Anwendung lindern, aber auch Hautausschläge oder Ekzeme werden besser, wenn man sie mit Hanföl behandelt.

Hier genügen oft schon wenige Tropfen, die auf die betroffenen Hautstellen geträufelt und leicht einmassiert werden. Akut führt dies zu einem feuchteren, flexibleren Gewebe, was die Heilung unterstützt, während langfristig der natürliche Schutzfilm der Haut wiederaufgebaut werden kann und Erkrankungen vom Körper selbst abgewehrt werden.

Haltbarkeit und Lagerung des Hanföls für Hunde

Wenn es um die Wirksamkeit von Hanföl geht, gelten die Einflüsse von Luft- und Licht als Hauptgrund für eine verkürzte Haltbarkeit. Wichtig ist es daher, Hanföl möglichst dunkel und kühl zu lagern. Noch vollständig verschlossen ist Hanföl für ca. 12 Monate haltbar, sofern es optimalen Lagerungsbedingungen unterliegt – andernfalls kann es nicht nur zu einer verminderten Wirkweise, sondern auch zu farblichen Veränderungen oder einer veränderten Konsistenz kommen.

Sobald Hanföl jedoch einmal mit Sauerstoff in Berührung kam, verkürzt sich die Haltbarkeit markant. Das Öl sollte nach dem Öffnen innerhalb weniger Wochen verbraucht werden, da es sonst ranzig wird und gänzlich seine Wirkung verliert. Um die Haltbarkeit zu verbessern, sollten Sie nach der Anwendung von Hanföl das Behältnis wieder fest verschließen und an einem dunklen, kühlen Ort lagern.

Beim Kauf von Hanföl ist es daher auch ratsam, auf dunkel eingefärbte Glasbehältnisse zurückzugreifen, da auch hierdurch die Haltbarkeit verlängert werden kann.

Was beim Kauf von Hanföl für Hunde beachten?

Damit die herausragende Wirkung von Hanföl gewährleistet ist, sollte ausschließlich zu kaltgepresstem Hanföl aus Europa gegriffen werden. Hier sind die Produktionsbedingungen besonders streng, sodass eine gute Qualität gewährleistet werden kann.

Die beste Nährstoffkonzentration findet sich natürlich in Bio Hanföl für Hunde, das zwar etwas teurer, aber auch deutlich wirksamer ist – hier finden sich auch keine chemischen Zusatzstoffe, die die Wirkweise beeinflussen könnten.

Wie hochwertiges Hanföl erkennen?

Hochwertiges Hanföl lässt sich an einer grün-gelblichen Farbe und einem grasähnlichen Geschmack erkennen. Zusätzlich sollte darauf geachtet werden, dass sich das Hanföl in einer Glasflasche befindet, damit eine Verunreinigung durch Plastikrückstände vermieden werden kann. Im besten Fall greift man zu Hanföl in einer dunkel eingefärbten Glasflasche, damit die lange Haltbarkeit gewährleistet wird.

5 Fakten zum Hanföl – das fantastische Wundermittel auf einen Blick

  • Hanföl besteht aus bis zu 80 % ungesättigten Fettsäuren
  • Hanföl stärkt das Immunsystem, die Beschaffenheit der Haut, lindert Entzündungen und sorgt für ein glänzendes, gesundes Fell
  • Hanföl hat keine Nebenwirkungen
  • Hanföl wird auch von kranken und alten Hunden hervorragend vertragen
  • Hanföl gibt es auch in Form von CBD-Öl, das eine beruhigende Wirkung auf die Tiere hat

Als Ernährungsberaterin für Hunde empfinde ich es als meine Mission über die verschiedenen Hundefutter Deklarationen aufzuklären.

1 Kommentar
  1. Ich habe nur gute Erfahrungen machen können mit CBD Öl. Mein angstgeprägter Hund aus dem Tierschutz war die erste Zeit nicht dazu zu bewegen, auf der Strasse spazieren zu gehen aufgrund der vielen ungewohnten Geraäusche und der anderen Hunde, die uns natürlich begegneten, es ging erst nur im heimischen Garten. Noch dazu hat er Probleme mit den Gelenken. Da ich meinem Hund keine unnötigen Medikamente mit eventuellen Nebenwirkungen verabreichen wollte, bin ich nach Recherchen und Empfehlungen auf das CBD Öl aufmerksam geworden. Wie mit allen natürlichen Mitteln hilft es nicht sofort, aber schon nach nicht so langer Zeit habe ich feststellen können, dass mein Hund sich entspannter durch den Garten bewegt und sich nicht gleich bei jedem Geräusch verkriecht. Auch das Aufstehen morgens aus seinem Korb geht schneller voran. Insgesamt macht mein Hund einen viel ausgeglicheneren Eindruck.
    Was mir noch nicht so richtig klar ist, ob das CBD Öl kurmäßig verabreicht werden sollte oder auch dauerhaft gegeben werden kann.

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