Kausnack: Rinderohren

Alle Hundebesitzer werden es kennen: Sie wollen nur schnell neues Hundefutter für ihren Liebling kaufen gehen, doch das Angebot in den Tiergeschäften ist so groß und überall lauern zahlreiche Leckerlis, über die sich ihr Vierbeiner sehr freuen würde.

Kaum ein Haustierbesitzer kann widerstehen und Rinderohren, Knochen und andere Leckerchen landen im Einkaufswagen. Gerade die Rinderohren gehören zu den beliebtesten Hundesnacks, doch kaum ein Hundebesitzer hat sich wirklich darüber informiert, wo sie herkommen, wie sie hergestellt werden und ob sie für Hunde tatsächlich so gut geeignet sind, wie gedacht.

 

Wie werden Rinderohren hergestellt?

Rinderohren entstehen als Abfallprodukt bei der Schlachtung von Rindern. Die Ohren werden getrocknet, verpackt und ausgeliefert. Die genaue Herstellung ist je nach Händler unterschiedlich. Meist werden sie bei 130 Grad in einem Heißluftofen getrocknet. Durch die Trocknung werden die Ohren knusprig und fest.

Sie bestehen zu fast 90 Prozent aus Protein. Hinzukommen außerdem Fett, Rohfasern, Rohasche und Feuchtigkeit. Beim Kauf sollten Sie darauf achten, dass die Rinderohren nicht chemisch behandelt worden sind und keine Zusatzstoffe enthalten. Auch auf Zuckerzusätze oder Farbstoffe sollte unbedingt verzichtet werden. Generell entsprechen die meisten Rinderohren aber diesen Anforderungen.


Sind Rinderohren für Hunde empfehlenswert?

Generell kann man sagen, dass die Rinderohren für Hunde wesentlich gesünder sind als zum Beispiel Schweineohren. Rinderohren sind größer, aber enthalten kaum Fett. So sorgen sie für einen langen Kauspaß, aber gefährden nicht das Gewicht und die Gesundheit Ihres Hundes. Sie sind zudem sehr gut verdaulich und verträglich.

Sie eignen sich zudem hervorragend um den natürlichen Kauinstinkt der Vierbeiner zu fördern und tragen zu einer artgerechten Hundehaltung bei. Durch das Kauen wird die Kiefermuskulatur gestärkt und der Speichelfluss angeregt. So werden auf natürliche Weiße die Zähne Ihres Lieblings gereinigt und Zahnstein entgegengewirkt, der bei älteren Hunden oft operativ entfernt werden muss.

Die Rinderohren sind eine gute Ergänzung zum täglichen Hundefutter. Hundebesitzer sollten immer darauf achten, dass der Hund ausreichend Futter erhält, aber auch nicht zu dick wird. Jedes unnötige Kilogramm belastet die Knochen zusätzlich und kann auch die Gelenke schädigen. Wenn Sie ihrem Hund regelmäßig Kausnacks füttern, dann sollten sie die Futterration dementsprechend reduzieren.

Rinderohren im Hundefutter Napf
Was ist bei der Fütterung zu beachten?

  1. Geruch:
    Rinderohren haben für den Hund einen tollen Geruch und schmecken super. Für Herrchen und Frauchen stinken sie allerdings. Wenn Sie ihrem Hund ein getrocknetes Ohr füttern, bedenken Sie, dass der Geruch durch das Kauen noch stärker wird. Wenn sie keine unangenehmen Düfte in ihrer Wohnung möchten, dann sollten Sie ihren Vierbeiner zum Kauen in den Garten, auf die Terrasse oder den Balkon schicken.
  2. Erstickungsgefahr:
    Aber bitte beaufsichtigen Sie ihren Hund immer, wenn er einen Knochen oder einen anderen Kauartikel bekommen hat. Hunde sind oft sehr gierig und können sich verschlucken und ersticken. Ein Hund sollte also niemals allein gelassen werden, wenn er ein Rinderohr bekommen hat. Beobachten Sie ihren und Hund greifen Sie sofort ein, wenn der Hund würgt oder seltsame Geräusche von sich gibt. Dies gilt nicht nur für getrocknete Ohren, sondern auch für alle anderen Kauartikel.
  3. Verunreinigung:
    Da die Rinderohren beim Kauen weich und schmierig werden, sollten Sie darauf achten, dass ihr Hund nicht auf ihrem Lieblingsteppich liegt oder auf Ihr Sofa oder Bett springt, wenn er mit seinem Kausnack beschäftigt ist. Ein unangenehmer Geruch und schmierige Rückstände wären die Folge.
  4. Zahnfleisch Beschädigung:
    Bei einigen Hunden kann das Kauen von Knochen zu Zahnfleischbluten führen. Bitte kontrollieren Sie zwischendurch, ob Blutspuren am Snack zu finden sind. Sollte dies der Fall sein, ist das Zahnfleisch ihres Hundes nicht gesund. Es empfiehlt sich der Besuch bei einem Tierarzt. Zudem sollten Sie vorerst keine Rinderohren oder andere Knochen an ihren Liebling verfüttern.
  5. Nierenschädigung:
    Da Rinderohren zu einem großen Teil aus Eiweiß bestehen, und zu viel Eiweiß die Nieren schädigen kann, sollten Sie sie höchstens jeden zweiten Tag an Ihren Hund verfüttern. Achten Sie bitte immer auf die Verdauung und das Allgemeinbefinden ihres Hundes. Natürlich gibt es auch Vierbeiner die jeden Tag ein Rinderohr vertragen. Die Menge muss also für jeden Hund individuell angepasst werden.


Sind Rinderohren für alle Hunde geeignet?

Einem kleinen Hund sollten Sie keine zu großen Ohren geben. Er könnte beim Kauen Schwierigkeiten bekommen und sich verletzen. Gleiches gilt für Welpen. Wenn die Rinderohren zu groß erscheinen, dann sollten Sie auf Alternativen wie Hähnchenmägen zurückgreifen. Generell können aber auch kleine Hunde, Welpen und Senioren Rinderohren bekommen, wenn Sie die Größe und die Zähne ihres Hundes berücksichtigen.

Oft haben alte Hunde wenige oder keine Zähne mehr. Die harten Snacks sind dann ungeeignet. Für Junghunde sind sie besonders in der Zeit des Zahnwechsels besonders gut geeignet. Achten Sie immer darauf, dass Ihr Hund sich beim Kauen nicht verletzte, dass Zahnfleisch nicht blutet und er das Ohr oder Teile davon nicht verschluckt.

Bei Welpen sollten Sie zudem darauf achten, ob Ihr Hund keinen Durchfall bekommt. Die Verdauung von Welpen und Junghunden ist oft empfindlicher, als bei ausgewachsenen Vierbeinern. Für Ihren Welpen ist das Kauen auch sehr anstrengend. Achten Sie darauf, dass Sie ihn nicht überfordern und füttern Sie ihm nicht zu viel. Ein Rinderohr kann den kleinen Magen eines Welpen schon füllen. Sollte ihr Welpe mit Durchfall reagieren, dann warten Sie noch ein paar Wochen oder Monate ab, bis Sie es ihm erneut geben.

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