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Blasenentzündung beim Hund erkennen und behandeln lassen

Zeigt Ihr Hund erkennbar Schmerzen beim Wasserlassen, könnte es sich um eine Blasenentzündung handeln. Ebenso, wenn er plötzlich unsauber wird oder ständig nach draußen gelassen werden will. Erfahren Sie in diesem Beitrag mehr dazu, wie Sie Ihrem Tier jetzt helfen können.

Blasenentzündungen bei Hunden sind nicht selten. Einige Tiere leiden öfter darunter, bei anderen kommt diese Erkrankung kaum vor. Betroffen sein können Hunde aller Altersklassen, Geschlechter und Rassen. Hündinnen haben etwas häufiger Blasenentzündungen. Die Ursache bei bakteriellen Entzündungen liegt hier in der Anatomie. Durch den geringen Abstand zwischen der Afterregion und den Genitalien kann insbesondere der Darmkeim Escherichia coli bei weiblichen Tieren leicht in die Harnwege gelangen.

Schon mancher Welpe und manches Jungtier zeigt typische Symptome der schmerzhaften Infektion.

In den meisten Fällen wird die Entzündung der Blase durch Bakterien ausgelöst, die aus der Harnröhre der Tiere hinauf in die Blase wandern. Häufig sind Erreger der Bakterienstämme Escherichia coli, Staphylococcus, Proteus, Pseudomonas, Streptococcus, Enterococcus oder Klebsiella für die Infektion verantwortlich. Als Auslöser kommen auch Pilze und Viren infrage.

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Die Infektion der Harnwege in der Tiermedizin

 Tiermediziner sprechen bei der Blasenentzündung von einer Zystitis. Bakterielle Infektionen unter Beteiligung der Harnröhre definieren sie als eine Infektion der unteren Harnwege. Harnblase und Harnröhre bilden die unteren Harnwege, Harnleiter und Nieren die oberen. Bei jeder Infektion der unteren Harnwege ist es besonders wichtig zu vermeiden, dass sich die Infektion in die oberen Harnwege ausbreitet. Eine Entzündung der Nieren hat eine andere Qualität als eine unkomplizierte Entzündung der Harnblase.

Auch wenn die Blasenentzündung beim Hund mit einem Hausmittel unterstützend behandelt werden kann, sollten Sie mit Ihrem Tier bei typischen Symptomen zunächst den Tierarzt aufsuchen. Er kann feststellen, um welche Art von Infektion es sich handelt, und ob eine Antibiotikabehandlung notwendig wird.

Nehmen Sie grundsätzlich Entzündungen der Harnblase bei Ihrem Tier nicht zu leicht. Vor allem sollten Sie möglichst schnell aktiv werden, da diese Infektion sehr schmerzhaft sein kann. Denken Sie an die Gefahr einer möglicherweise lebensgefährlichen Nierenbeckenentzündung als Folge einer unbehandelten Entzündung der unteren Harnwege.

Blasenentzündung Hund

Arten der Erkrankung und Ursachen

Tierärzte unterscheiden akute und chronische Formen von Blasenentzündungen. Charakteristisch für die akute Form ist ein rasches und plötzliches Auftreten von Krankheitssymptomen. Schmerzen und andere Beschwerden machen sich hier heftiger bemerkbar. Die chronische Verlaufsform ist gekennzeichnet von schwächeren Krankheitssymptomen, ist aber durch ihre Dauer und die ständige Wiederholung häufig nicht weniger belastend für das Tier.

Experten unterscheiden Entzündungen der unteren Harnwege bei Hunden auch nach der Ursache. Weit verbreitet sind Bakterien. Das Tier kann sich selbst anstecken. Das passiert leicht, wenn es draußen eine infizierte Stelle ableckt. Danach fährt es mit der Zunge über den Genitalbereich. Die bakterielle Infektion der Blase ist eine primäre Form der Erkrankung. Die Entzündung entsteht direkt durch bestimmte Krankheitserreger.

Auch andere Erkrankungen können eine Infektion der unteren Harnwege bei Ihrem Tier auslösen oder gute Bedingungen für die Infektion fördern

 Zu diesen Ursachen einer Blasenentzündung beim Hund zählen:

  •  Zuckerkrankheit (Diabetes mellitus)
  • Blasensteine
  • angeborene Verengungen der Harnwege
  • Tumoren der Blase oder der Harnröhre.

 Wenn Ihr Tier unter einer dieser Erkrankungen leidet, besteht das ein hohes Risiko für chronische Verläufe der Infektion.

 Manche Tierhalter meinen, dass Ihr Hund eine besondere Veranlagung für eine Infektion der Harnwege mitbringt. Dieser Eindruck könnte sich aufdrängen, wenn die Erkrankung häufiger auftritt oder sich chronische Verläufe bilden. Die Annahme, dass beispielsweise manche Rassen eine genetische Veranlagung für Infektionen der Harnwege haben, ist so wissenschaftlich bisher nicht haltbar. Jedoch neigen einige Rassen zur Bildung von Harnsteinen, die wiederum zu einer Entzündung der unteren Harnwege führen können. 

Betroffen sind hier unter anderem …

  • Möpse
  • Dackel
  • Bulldoggen
  • Zwergschnauzer und
  • Bassets.

Hunde bilden relativ häufig Harnsteine aus. Die komplexe Problematik ist auch mit der Ernährung der Tiere verbunden. Von der Hundeernährung hängt unter anderem die Zusammensetzung der Steine ab.

Symptome der Erkrankung

 Es gibt einige typische Anzeichen dafür, dass Sie es bei Ihrem Tier mit einer Entzündung der Harnblase zu tun haben.

Eine Blasenentzündung beim Hund zeigt Symptome wie:

  • gesteigerten Harndrang
  • erkennbare Schmerzen beim Wasserlassen
  • gehäufter Absatz von jeweils nur geringen Urinmengen trotz großer Anstrengung des Tieres
  • plötzliche Unsauberkeit
  • Mattigkeit und Fieber
  • erhöhte Flüssigkeitsaufnahme
  • streng riechenden und eingetrübten Urin
  • Blut im Urin.

Üblich sind diese Anzeichen hauptsächlich bei der akuten Form der Infektion. Bei chronischen Verläufen fallen die einzelnen Symptome meist schwächer aus. Vielleicht erkennen Sie die Symptome deshalb erst bei genauer Beobachtung Ihres Hundes. Der Leidensdruck des Tieres ist gerade bei einer akuten Blasenentzündung sehr hoch. Handeln Sie schnell, indem Sie es umgehend beim Tierarzt vorstellen.

Diagnose

Tierärzte können mit einer Analyse von Urin und Blut feststellen, ob das Tier unter einer bakteriellen Infektion der unteren Harnwege leidet. Eine Blutanalyse kann den Veterinär auch auf die Spur von anderen auslösenden Erkrankungen wie Diabetes führen.

 Bei der Zuckerkrankheit wird der gesamte Bereich der Harnwege anfälliger für vorrangig bakterielle Infektionen. Diabetes wirkt sich in der langfristigen Prognose häufig auf den gesamten Hirnbereich aus. Deshalb sollten Sie bei einer Hunde-Diabetes auch immer an die Gefahr von Infektionen der Harnwege denken.

 Eine Infektion kann sich in die oberen Harnwege ausbreiten. Dann kommen beim Tierarzt auch bildgebende Verfahren wie Röntgen zum Einsatz. Insbesondere bei einer schweren bakteriellen Infektion reicht eine erste Untersuchung nicht aus. Nach der Behandlung der Erkrankung mit Antibiotika schließen sich Kontrolluntersuchungen von Blut und Urin an.

 Hier kommt es auf die Schwere der Symptome im Einzelfall an. Eine offensichtlich leichte und unkomplizierte Entzündung der unteren Harnwege erfordert weniger diagnostischen Aufwand als erkennbar schwere Verläufe. 

Sie können auch als Laie erkennen, wie erfolgreich die Behandlung der leichten Blasenentzündung beim Hund war. Die Symptome sind verschwunden. Im Zweifel sollten Sie jedoch vornehmlich bei Verdacht auf chronische Verläufe beim Tierarzt Kontrolluntersuchungen einfordern.

Bildgebende Verfahren sind hilfreich, um anderen Ursachen für häufige Infektionen auf den Grund zu gehen. Hier vorrangig an Steine oder Tumore denken.

Blasenentzündung beim Hund

Veterinärmedizinische Behandlung

 Bei der bakteriellen Infektion der unteren Harnwege setzen Tiermediziner in der Regel Antibiotika ein. Meist gehen diese Infektionen auf nur einen Erregerstamm zurück. Mischinfektionen bilden die Ausnahme. Das kann die Behandlung mit antibiotischen Arzneimitteln erleichtern.

In der Bezeichnung Antibiotika verbirgt sich die Wirkung dieser Arzneimittel. Sie richten sich gegen bestimmte lebende Organismen wie Bakterien. Deshalb können Antibiotika gegen Viren oder Pilze nichts ausrichten. Es ist deshalb wichtig, dass der Tierarzt die Ursache für die akute Infektion analysiert. Ob bei chronischen Infektionen eine länger andauernde leichte Medikation mit Antibiotika in Betracht kommt, muss der Veterinär in jedem Einzelfall entscheiden.

Problematisch an der Gabe von Antibiotika ist, dass sie nicht nur krank machende Bakterien vernichten. Im Darm eines Hundes leben Milliarden von nützlichen Bakterien und anderen Mikroorganismen. Sie leiden ebenfalls unter den antibiotischen Arzneimitteln. Vergessen Sie deshalb nicht, Ihren Tierarzt nach dem Wiederaufbau des sogenannten Mikrobioms zu fragen. Das Mikrobiom ist die Gesamtheit der Mikroorganismen im tierischen Darm.

Seine Zusammensetzung hat maßgeblichen Einfluss auf die Gesundheit und das Wohlbefinden Ihres Tieres. Nach Gabe von Antibiotika kommt es häufig zu Durchfall. Dieser geht auf die Vernichtung der “guten Darmbakterien” zurück. Die mögliche Problematik einer gestörten Balance im Darm des Hundes kann besonders wichtig werden, wenn Ihr Tier häufiger oder sogar dauerhaft Antibiotika-Dosen aufnehmen muss.

Blasenentzündung beim Hund mit Hausmitteln behandeln

Sie können die Behandlung der Blasenentzündung beim Hund mit einem Hausmittel und auch mit einer gezielten Ernährung unterstützen. Hier kommen verschiedene Maßnahmen in Betracht. 

Die infektiösen Bakterienstämme fühlen sich in unterschiedlicher Umgebung wohl. Manche Erreger von Blasenentzündungen beim Hund mögen keinen sauren Urin. Sie wollen dem Erreger E.coli das Leben schwerer und saurer machen? Dann bieten Sie dem Hund kein normales Wasser, sondern Heilwasser mit einem hohen Sulfatgehalt an.

Dagegen bekämpfen Sie säureliebende Bakterienstämme bei Hunden mit einem Heilwasser, das einen hohen Gehalt an Hydrogencarbonat hat. Fragen Sie den Tierarzt nach den Erregern, die für die Blasenentzündung bei Ihrem Tier verantwortlich sind.

Heilkräuter gegen die Zystitis

Gegen Infektionen der unteren Harnwege sind manche Kräuter gewachsen. Blasenentzündung, Hund und Tee sind eine gute Kombination. Hier sind harntreibende Tees, etwa mit Goldrute oder Brennnessel, geeignet. Verdünnen Sie den Kräutertee am besten mit dem Trinkwasser des Hundes. 

Stellen Sie Ihrem Tier bei Blasenentzündungen unbedingt ausreichend Trinkwasser zur Verfügung. Häufig zeigen die betroffenen Hunde selbst einen höheren Flüssigkeitsbedarf an.

Geben Sie getrocknete Cranberrys in das Futter des Hundes oder etwas Cranberry-Saft stark verdünnt in das Wasser. Cranberrys erschweren es Bakterien, sich in der Harnröhre zu halten. So können die Erreger leichter mit dem Urin ausgeleitet werden.

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Manche Hunde profitieren von mehr Wärme bei einer Infektion der unteren Harnwege. Hier können Sie vielleicht mit einem geeigneten Wärmekissen oder einer zusätzlichen kuscheligen Decke dem Hund mehr Wohlgefühl schenken.

Kümmern Sie sich um Ihr krankes Tier. Eine Blasenentzündung ist eine sehr schmerzhafte Erkrankung. Es tut Hunden gut, wenn sie bei Schmerzen die besondere Nähe ihres Lieblingsmenschen spüren. Auch Ihre besondere Fürsorge kann dazu beitragen, dass sich Ihr Tier schneller wieder erholt.

Sprechen Sie unbedingt mit Ihrem Tierarzt über mögliche vorbeugende Maßnahmen, wenn Ihr vierbeiniger Begleiter unter chronischen Infektionen der unteren Harnwege leidet. Jetzt sollten Sie sich gemeinsam mit dem Veterinär ein Konzept überlegen, um die hohe Lebensqualität Ihres Schützlings zu erhalten.

Dabei kommen häufig auch diätische Maßnahmen infrage. Gewisse Bedingungen lassen sich bei Diabetes und vor allem auch bei einer Neigung zu Harnsteinen durch eine angepasste Ernährung günstig beeinflussen. So wird es häufig auch möglich, die begleitende chronische Blasenentzündung beim Hund zurückzudrängen.

Denken Sie in diesem Zusammenhang daran, dass es Hunden ein merkbares Unbehagen bereitet, wenn sie unsauber werden, weil sie den Harn nicht halten können. Hier sind auf keinen Fall Strafmaßnahmen angebracht. Zeigen Sie Einfühlungsvermögen für das Tier und seine Erkrankung.

Über die Autorin
Sarah Strahberger ist Hundetrainerin und zertifizierte Ernährungsberaterin für Hunde.

Seit 2015 schreibt Sarah als Fachjournalistin für Hundefutter Tests hochwertige Artikel und nimmt gemeinsam mit ihrer Mischlingshündin Luna verschiedene Hundefutter Sorten unter die Lupe.

Ihre Mission ist es, über die verschiedenen Hundefutter Deklarationen aufzuklären. Sie möchte Hundebesitzer informieren und sensibilisieren, die Deklaration von Hundefutter aufmerksam zu lesen.
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