Nierenfutter für Hunde: Test und Empfehlungen

Nierenfutter für Hunde im Test

Eine „chronische Nierenerkrankung“ (CNE) ist nicht heilbar. Trotzdem können Sie einiges tun, um die Lebensqualität Ihres Hundes zu erhalten und den Verlauf hinauszuzögern. In diesem Artikel beleuchten wir besonders die Rolle der Ernährung. Welches Nierenfutter sich für Ihren Hund eignet, erfahren Sie hier in unserem Nierenfutter Hund Test.

Nierenversagen ist eine komplexe Erkrankung, die meistens zunächst unentdeckt bleibt. Im Anfangsstadium der Erkrankung bemerken Sie möglicherweise keine Krankheitsanzeichen bei Ihrem Liebling. Erst, wenn ein Großteil der Nieren bereits zerstört ist, zeigen Hunde auffällige Symptome. Das macht die chronische Niereninsuffizienz so tückisch, denn sie verläuft schleichend.

Je früher Sie die Erkrankung entdecken, desto besser können Sie eingreifen. Regelmäßige Vorsorgeuntersuchungen helfen Ihnen dabei, die Gesundheit Ihres Hundes im Auge zu behalten und Veränderungen frühzeitig zu erkennen.

Tierärzte raten bei größeren Vierbeinern zu einem jährlichen Check ab dem siebten Lebensjahr. Angehörige größerer Hunderassen altern schneller als Vertreter kleinerer Hunderassen. Hat Ihr Hund genetisch bedingt ein erhöhtes Risiko für Nierenerkrankungen? Das betrifft beispielsweise Berner Sennenhunde, Terrier, Beagles, Golden Retriever und Rottweiler.

Sprechen Sie in diesem Fall am besten mit Ihrem Tierarzt. Möglicherweise sind jährliche Nierenchecks bei Ihrem vierbeinigen Gefährten bereits in einem jungen Lebensalter sinnvoll.

Wodurch Nierenerkrankungen – abgesehen von einer möglichen genetischen Disposition – entstehen, ist bislang nicht abschließend geklärt. Fest steht: Hunde mit einem Funktionsverlust der Nieren benötigen eine leicht verdauliche Nahrung aus hochwertigen Zutaten mit einem angepassten Proteingehalt. Das kann das noch funktionstüchtige Nierengewebe entlasten.

Der Handel hält speziell für nierenkranke Hunde eine Reihe von Diäten bereit. Wir haben die Produkte zahlreicher kommerzieller Hundefutterhersteller unter die Lupe genommen.

Ein Futter fiel uns dabei durch seine Zusammensetzung besonders positiv auf: Anifit-Vet Niereninsuffizienz.

Warum sich dieses Futter unserer Auffassung nach besonders für nierenkranke Vierbeiner eignet, erfahren Sie gleich. Zuerst beleuchten wir, warum es so wichtig ist, die Nierenfunktion Ihres Lieblings so lange wie möglich zu erhalten.

Welches ist das beste Nierendiätfutter?

Welche Aufgaben erfüllen die Nieren im Körper?

Die Nieren sind die Entgiftungsorgane des Körpers.

Aber sie übernehmen auch darüber hinaus wichtige Aufgaben:

  • Sie filtern das Blut Ihres Hundes und sorgen dafür, dass Schadstoffe und Stoffwechselendprodukten wie Harnstoff, Harnsäure und Kreatinin mit dem Urin ausgeschieden werden.
  • Die Nieren sind am Vitamin D-Stoffwechsel beteiligt: Vitamin D ist wichtig für den Knochenaufbau und die Muskeln.
  • Sie steuern das Säure-Basen-Gleichgewicht im Körper und halten den pH-Wert stabil.
  • Außerdem bilden die Nieren das Hormon Erythropoetin, das für die Entstehung und Reifung von roten Blutkörperchen im Knochenmark zuständig ist.
  • Sie erzeugen das Enzym Renin, das für einen stabilen Blutdruck zuständig ist.

Wie erkenne ich eine Niereninsuffizienz bei meinem Hund?

Eine chronische Nierenerkrankung kann jüngere und ältere Hunde betreffen. Heilbar ist die Nierenschädigung nicht. Darum ist entscheidend, Funktionseinschränkungen der Nieren so früh wie möglich zu erkennen – und mit einer angepassten Ernährung und tierärztlicher Hilfe gegenzusteuern.

Sie machen sich Sorgen darüber, dass Ihr Vierbeiner möglicherweise unter einer Niereninsuffizienz leiden könnte?

Machen Sie unseren kleinen Test und beantworten Sie die folgenden Fragen:

  1. Spielt Ihr Hund weniger und wirkt nicht mehr genauso aktiv wie früher?
  2. Trinkt Ihr Vierbeiner viel?
  3. Setzt er öfter Urin ab? Oder erscheint Ihnen die Urinmenge ungewöhnlich hoch?
  4. Macht Ihr Vierbeiner manchmal in die Wohnung?
  5. Frisst er weniger? Hat Ihr Vierbeiner Gewicht verloren?
  6. Stellen Sie häufiger (blutigen) Durchfall und/oder Erbrechen bei Ihrem Hund fest?
  7. Wirkt das Fell Ihres vierbeinigen Gefährten struppig, stumpf und/oder ungepflegt?
  8. Riecht Ihr vierbeiniger Begleiter aus dem Maul?
  9. Befinden sich schleimige Beläge auf den Zähnen?

Dieser Test soll Sie lediglich sensibilisieren. Je öfter Sie mit „ja“ antworten, desto höher ist die Wahrscheinlichkeit, dass eine Nierenerkrankung vorliegen könnte. Sprechen Sie im Zweifelsfall mit Ihrem Tierarzt und schildern Sie Ihre Beobachtungen.

Diagnostik und Therapie

Beim Verdacht auf eine CNE stehen bei Ihrem Vierbeiner umfangreiche Untersuchungen an. Dazu gehören mehrere Bausteine.

Nach einem Gespräch und einer Allgemeinuntersuchung nimmt Ihr Tierarzt vermutlich zunächst Blut ab und kontrolliert die Kreatinin- und Harnstoffwerte Ihres Hundes. Sind diese erhöht, weist das auf eine Schädigung der Nierenfunktion hin. In dem Fall gelingt es dem Körper nicht mehr, die „Abfallprodukte“ in ausreichendem Maße aus dem Blut herauszufiltern.

Durch den Biomarker SDMA (Symmetrisches Dimethylarginin) ist es möglich, eine Nierenschädigung bereits in einem früheren Stadium zu entdecken. Darum sollten Sie diesen Wert unbedingt mit überprüfen lassen. Auch veränderte Natrium- und Phosphatwerte können auf Probleme mit den Nieren hinweisen.

Erscheint eine CNE möglich, rät Ihr Tierarzt vermutlich zu einer erneuten Blutabnahme in zwei bis vier Wochen. Diese dient dazu, die Entwicklung der Werte zu beobachten und die Nierenfunktion nach dem sogenannten IRIS-Staging einzuteilen. Die Abkürzung IRIS steht für International Renal Interest Society. Nach dieser Einteilung gibt es vier verschiedene Stadien.

Maßgeblich für die Zuordnung der Nierenerkrankung ist der Kreatininwert im Blutserum. Darauf basierend kann Ihr Tierarzt die Therapie für Ihre Fellnase festlegen.

Nicht nur das Blut, auch der Urin Ihres Hundes ist eine wertvolle Informationsquelle. Finden sich Eiweiße oder Zucker darin? Wie sieht es mit Blut aus? All das erlaubt Rückschlüsse auf den Zustand der Nieren.

Mithilfe bildgebender Verfahren – Röntgen und Ultraschall – kann Ihr Tierarzt eventuell vorhandene äußere Veränderungen der Nieren überprüfen. Dazu gehören die Struktur, die Größe, die Form und die Lage der beiden Organe.

Was für eine Ernährung hilft meinem Hund bei Niereninsuffizienz?

Die gute Nachricht zuerst: Eine CNE ist nicht heilbar. Aber sie kann behandelt werden. Sie können den Verlauf der Erkrankung hinauszögern. Die Voraussetzung dafür ist, dass das Nierengewebe Ihres Hundes möglichst wenig belastet wird. Dazu trägt eine an die Erkrankung angepasste Ernährung bei.

Da der Elektrolythaushalt bei Hunden mit CNE in der Regel verändert ist, empfiehlt sich eine Ernährung mit wenig Natrium, Kalium, Magnesium und Phosphat.

Tierarztpraxen empfehlen in der Regel Nierendiätfutter. Es gibt zahlreiche kommerzielle Nierendiäten für Hunde auf dem Markt. Dazu zählen bekannte und weniger bekannte Marken. In Bezug auf Ihre Zusammensetzung unterscheiden sie sich teilweise stark.

Möglicherweise rät Ihr Tierarzt auch dazu, das gewohnte Futter beizubehalten und lediglich einen Phosphatbinder ins Futter zu geben. Das kann helfen, das Gewicht Ihres Vierbeiners zu stabilisieren. Denn die Akzeptanz des Diätfutters fällt bei Hunden unterschiedlich aus. Hunde mit Niereninsuffizienz leiden oft unter Appetitlosigkeit. Sie verlieren Gewicht und werden mit der Zeit immer fragiler.

Nierenfutter Hund Test

Wie finde ich das richtige Futter für meinen gesunden Vierbeiner?

Wir raten in jedem Fall zu einer Nahrung aus hochwertigen Zutaten mit leicht verdaulichen Proteinen. Die Zusammensetzung sollte möglichst artgerecht sein und den Körper Ihres Hundes mit sämtlichen Nährstoffen versorgen, die er als sogenannter Omni-Karnivore benötigt. Gleichzeitig sollten die Nieren nicht unnötig belastet werden.

Besonders empfehlenswert ist aus unserer Sicht das Anifit Feuchtfutter. Bei unseren Recherchen und Tests hat es uns sowohl durch seine ausgewogene Zusammensetzung als auch durch seine hohe Akzeptanz überzeugt:

  • Es besticht durch hochwertige Inhaltsstoffe in Lebensmittelqualität.
  • Zusatzstoffe, Konservierungsmittel, Zucker, Farb-, Lock- und Aromastoffe sind darin nicht enthalten.
  • Unseren Testhunden hat das Futter ausgezeichnet geschmeckt und sie haben es gut vertragen.

Lassen Sie Ihren Vierbeiner am besten selbst kosten!

Nierenfutter Hund Testsieger: Welches ist das beste Nierenfutter für Hunde?

Besonders empfehlenswert ist aus unserer Sicht das Anifit-Vet Niereninsuffizienz. Es handelt sich um gefriergetrocknetes Futter aus ausgewählten Zutaten in Lebensmittelqualität. Die Zubereitung erfolgt durch die Zugabe von Wasser. Dadurch bekommt Ihr Liebling viel Feuchtigkeit. Diese tut den Nieren gut.

Warum uns persönlich diese Marke besonders überzeugt: Anifit Tiernahrung ist frei von Konservierungsstoffen, Geschmacksverstärkern, Farb- und Aromastoffen. Der Phosphor- und Proteingehalt ist niedrig.

Bei der Zusammensetzung kombinieren die Hersteller hochwertige Kohlenhydrate und leicht verdauliche Proteine:

  • 42 % Kartoffeln, 
  • 36 % Fleisch- und tierische Nebenerzeugnisse (45 % Hühnerherz, 45 % Rinderherz, 10 % Lammpansen), 
  • 20 % Apfel, 
  • 2 % Mineralien

Fazit: Nierenfutter Hund Test

Eine Vorbeugung ist bei Nierenerkrankungen nur beschränkt möglich.

Trotzdem gibt es einiges, was Sie tun können, um die Nieren Ihres Lieblings zu schonen:

  • Bieten Sie Ihrem Vierbeiner möglichst Feuchtfutter, mit Wasser zubereitete, gefriergetrocknete Nahrung oder BARF an. Der Feuchtigkeitsgehalt dieser Fütterungsarten ist höher als bei Trockennahrung.
  • Viele Medikamente werden über die Nieren verstoffwechselt. Fragen Sie Ihren Tierarzt nach Alternativen.
  • Achten Sie darauf, dass Ihre Fellnase jederzeit Zugang zu frischem Trinkwasser hat.
  • Gehen Sie mit Ihrem Hund einmal pro Jahr zum Nierentest.
  • Bei veränderten Nierenwerten sind regelmäßige Bluttests Pflicht.

Auf diese Weise tragen Sie viel zu einem langen, glücklichen Hundeleben bei. Möglicherweise haben Sie sich für die Adoption von sogenannten „Problemhunden“ entschieden. Das kann Tierarztbesuche zu einer Herausforderung machen. Es lohnt sich, die üblichen Schritte mit Ihrem Hund gezielt zu trainieren, damit die Kontrollen so stressfrei wie möglich verlaufen.

Über die Autorin
Sarah Strahberger ist Hundetrainerin und zertifizierte Ernährungsberaterin für Hunde.

Seit 2015 schreibt Sarah als Fachjournalistin für Hundefutter Tests hochwertige Artikel und nimmt gemeinsam mit ihrer Mischlingshündin Luna verschiedene Hundefutter Sorten unter die Lupe.

Ihre Mission ist es, über die verschiedenen Hundefutter Deklarationen aufzuklären. Sie möchte Hundebesitzer informieren und sensibilisieren, die Deklaration von Hundefutter aufmerksam zu lesen.
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