Wie alt werden Hunde?

Die meisten Hundehalter stellen sich die Frage, wie alt ihr Liebling wohl werden wird. Natürlich gibt es Durchschnittswerte, an denen sich ermitteln lässt, wie alt ein Hund werden kann. Dabei spielen verschiedenste Faktoren eine Rolle: Rasse, Größe und Gewicht, Ernährungsweise, die generelle Gesundheit des Tieres inklusive möglicher Vorerkrankungen, die körperliche Aktivität und die Regelmäßigkeit der Tierarztbesuche.

Natürlich lässt sich das voraussichtliche Alter des eigenen Hundes nie mit absoluter Sicherheit voraussagen, da viele Umwelteinflüsse die Lebenserwartung beeinträchtigen können. Wer trotzdem einen groben Hinweis auf das mögliche Alter des Tieres erhalten möchte, ist in diesem Ratgeber genau richtig.

Wie alt werden Hunde im Durchschnitt?

Die meisten Hunde werden zwischen 10 und 15 Jahre alt. Meist kann man sagen lassen, dass kleine Hunde eine längere Lebenserwartung haben als große Tiere, allerdings gibt es natürlich auch hier Ausnahmen.

Im Internet gibt es viele Tabellen und Auflistungen, die das durchschnittliche Alter nach Hunderassen sortiert auflisten. Da jedoch viele Faktoren in die Lebenserwartung des Hundes mit einfließen, handelt es sich dabei immer nur um grobe Schätzungen. Wer das ungefähre Maximalalter des Tieres dennoch bestimmen möchte, sollte daher einen ganzheitlichen Blick auf den Hund und seine Lebensumstände werfen.

Brauner Hund im Feld

Welche Hunderassen werden besonders alt?

Wer möglichst viel Zeit mit dem „besten Freund des Menschen“ verbringen möchte, sollte vor der Anschaffung des Vierbeiners die kleineren Hunderassen genauer in den Blick nehmen. Es gibt einige Rassen, denen eine besonders lange Lebensdauer nachgesagt wird. Dazu gehören unter anderem die Yorkshire Terrier, der Jack Russel Terrier oder der Pudel.

Wer sich zum Kauf eines Rassetieres entscheidet, sollte jedoch auch auf die Qualität des Züchters achten: Kleine Hunde aus Massenzuchten, in denen womöglich sogar mit Inzucht zu rechnen ist, verfügen natürlich über eine deutlich schlechtere Gesundheit, als echte Liebhabertiere.

Für den Laien ist auf den ersten Blick nicht immer erkenntlich, bei welchem Züchter es sich um einen erfahrenen Experten handelt, der stetig die Gesundheit seiner Zuchttiere überwacht. Daher stehen in Deutschland und für das europäische Umland Verbandslisten zur Verfügung, in die professionelle und verantwortungsbewusste Züchter aufgenommen werden.

Die Hunderassen, die durchschnittlich am längsten Leben, sind:

  • Dackel (14-18 Jahre)
  • Zwergpudel (14-18 Jahre)
  • Cocker Spaniel (13-16 Jahre)
  • Boston Terrier (13-16 Jahre)
  • Deutsch Langhaar (12-15 Jahre)
  • Chihuahua (12-15 Jahre)
  • Beagle (12-15 Jahre)
  • Mops (12-15 Jahre – sofern das Tier aus einer artgerecht Zucht kommt, die keine flachen Nasen und damit Atemwegsprobleme fördert!)

…und natürlich gibt es noch viele weitere, kleine Hunderassen, die uns mit einer sehr langen Lebenserwartung erfreuen.

Welche Hunderassen sterben besonders früh?

So wie es bestimmte Hunderassen gibt, die für ihre besonders lange Lebenserwartung bekannt sind, gibt es natürlich auch Hunderassen, die eher für ihre kurze Lebensdauer Berühmtheit erlangt haben. Dabei handelt es sich meist um die sehr großen Hunderassen. Aber woran liegt das? Studien haben gezeigt, dass größere Hunderassen schneller altern als kleinere Hunderassen.

Vermutlich ist dies auf das schnelle Wachstum zurückzuführen, dem der Körper des Hundes ausgesetzt wird. Zu den Hunderassen, die meist schon im Alter zwischen 6 und 10 Jahren sterben, gehören:

  • Die deutsche Dogge (8-10 Jahre)
  • Berner Sennenhund (6-8 Jahre)
  • Irish Wolfhound (6-10 Jahre)
  • Dogo Argentino (8-12 Jahre)
  • Dogo Canario (9-11 Jahre)

Aber auch hier gibt es Ausnahmen: Der Kangal, der ebenfalls zu den sehr großen Rassen gehört, hat eine durchschnittliche Lebenserwartung von 13 bis 15 Jahren. Dies liegt vermutlich daran, dass es sich um eine ausgesprochen robuste Hunderasse handelt, die bis heute vor allem als Arbeitstier eingesetzt wird. Dadurch sind noch hervorragende Regenerationskräfte vorhanden, während die ursprüngliche Genetik der Tiere noch nicht durch starke Überzüchtung gelitten hat.

Westie in der Natur

Welche Faktoren beeinflussen das Lebensalter von Hunden?

Um herauszufinden, wie alt das eigene Tier womöglich werden kann, sollten unterschiedliche Faktoren mit in die Betrachtung einfließen. Wir möchten hier genauer unter die Lupe nehmen, worauf es bei der Lebenserwartung von Hunden ankommt und welche Punkte aus dem Alltag des Tieres Einfluss auf das mögliche Alter nehmen.

Die Rasse

Die gängigen Einschätzungen zur Lebenserwartung von Hunden werden immer von der Rasse des Tieres abhängig gemacht. Hier gilt: Je größer das Tier, desto kürzer meist die Lebenserwartung. Man unterscheidet zwischen kleinen Rassen, die alle Hunde bis zu 15 kg umfassen, mittleren Rassen, die bis zu 40 kg schwer sein können und großen Rassen, die ab 40 kg aufgelistet werden.

Natürlich spielt bei der Rasse nicht nur die Größe eine Rolle, sondern auch das genetische Erbgut. So gibt es einige Hunderassen, die im Laufe der Zeit massiv überzüchtet wurden, da es sich um sogenannte „Trend-Hunde“ handelte.

Die Tiere leiden meist etwas früher unter Krankheiten und körperlichen Beschwerden, die sich negativ auf die Lebenserwartung auswirken können. Dennoch möchten wir natürlich eine grobe Einschätzung liefern, die sich auf die mögliche Lebenserwartung von kleinen, mittleren und großen Hunderassen bezieht:

  • Kleine Hunde werden bis zu 19 Jahre alt und gelten ab ca. dem 10. Lebensjahr als Senior
  • Mittlere Hunde werden ca. 12-15 Jahre alt und werden ab dem 8. Lebensjahr als Senior betrachtet
  • Große Hunde werden durchschnittlich 10 Jahre alt und gelten bereits ab dem 7. Lebensjahr als Senioren

Dabei handelt es sich natürlich nur um grobe Richtwerte, auf die man sich keinesfalls verlassen sollte.

Die Genetik des Hundes

Als Hundehalter hat man nur selten einen detaillierten Einblick in die genaue Genetik des Hundes. Bei Rassehunden kann anhand des Stammbaums nachvollzogen werden, welche Erkrankungen bei den vorherigen Generationen aufgetreten sind.

Einige Rassen sind für bestimmte Vorerkrankungen besonders anfällig, zum Beispiel im Hinblick auf Atemwegs- oder Gelenkprobleme. Insbesondere wenn Inzucht, die bei strengen Rassestandards leider keine Seltenheit ist, mit in die Genetik spielt, kommt es zu teilweise schwerwiegenden, gesundheitlichen Folgen. Grundsätzlich lässt sich also sagen: Je gesünder die genetische Grundlage eines Hundes ist, desto höher ist auch das genetisch bedingte Maximalalter.

Davon profitieren vor allem Mischlingshunde, die eine vollkommen andere Genetik aufweisen als Rassetiere. Die genetische Vielfalt, die in Rassehunden zu finden ist, ist ein wichtiger Baustein für die körperliche Gesundheit des Tieres. Das liegt vor allem daran, dass sich durch die evolutionären Vorgänge bei der Fortpflanzung vor allem die positiven Faktoren der Genetik durchsetzen können.

Ein Mischlingshund erhält also nicht nur eine breitere, genetische Vielfalt, sondern kann auch die bestmöglichen Bestandteile daraus mitnehmen. Dabei kommt es natürlich darauf an, welche Hunderassen alle im Tier vorhanden sind. Meist ist dies bei Mischlingsrassen nicht ganz klar.

Wer sich dafür wirklich interessiert, kann jedoch einen genetischen Test beim Tierarzt beauftragen, bei dem die unterschiedlichen Hunderassen im Tier analysiert werden. Dafür genügt schon ein kleiner Bluttest.

Bulldogge auf dem Sofa

Die Ernährung des Hundes

Natürlich nimmt auch die Ernährung des Hundes einen großen Anteil ein, wenn es um die zu erwartende Lebenszeit des Hundes geht. Eine falsche Ernährung mit minderwertigem Futter führt nicht nur zu Mangelerscheinungen, sondern kann auch andere, ernstzunehmende Erkrankungen beim Tier auslösen.

Insbesondere Übergewicht gilt es dabei zu vermeiden, da es sich dabei um einen der Hauptauslöser für eine kürzere Lebenszeit handelt. Auch Allergien oder Unverträglichkeiten spielen dabei eine Rolle: Ist der Hund einer konstanten Immunabwehr durch schlechtes oder falsches Futter ausgesetzt, wirkt sich dies negativ auf die gesamte Lebenserwartung aus. Wir empfehlen unseren Artikel Trockenfutter ist schädlich dazu.

Wenn Sie möglichst viel Zeit mit Ihrem Hund verbringen möchten, ist es daher absolut essentiell, dass Sie zu einem hochwertigen, gesunden und abwechslungsreichen Futter greifen, dass dem Hund alle Nährstoffe mit auf den Weg gibt, die er benötigt. Selbstverständlich sind auch gelegentliche Snacks erlaubt, sofern diese nicht Überhand nehmen. Auf Hundefutter-Tests finden sich zahlreiche Informationen zu geeignetem Futter.

Die Lebensumstände des Hundes

Glückliche Tiere leben länger! Ein Hund, der sich in seinem Umfeld wohl fühlt, wird mit hoher Wahrscheinlichkeit eine höhere Lebenserwartung haben. Auch hier spielen natürlich unterschiedliche Faktoren eine Rolle. Regelmäßige Spaziergänge sind nicht nur für das Gemüt des Tieres wichtig, sondern fördern auch die Fitness des Körpers.

Auch Hundesport kann dabei helfen, die Lebenserwartung des Hundes zu steigern – sofern sich der Sport nicht negativ auf den Bewegungsapparat des Tieres auswirkt. Regelmäßige Suchspiele, trainieren von neuen Tricks und Kunststücken und viele weitere Möglichkeiten sorgen dafür, dass sich der Hund wohlfühlt und ein glückliches Leben führt.

Ein Hund, der artgerecht gehalten wird, wird es Ihnen nicht nur mit einer längeren Lebensdauer danken, sondern auch mit einem von Freude und Glück erfüllten Alltag. Zu den Lebensumständen des Hundes zählen aber noch weitere Dinge, die sich auf die Lebenserwartung auswirken. Ist der Hund zum Beispiel regelmäßigem Zigarettenrauch ausgesetzt, kann dies die Entstehung von Krebs und Tumoren fördern. Achten Sie darauf, dass Sie nicht in der Nähe Ihrer Vierbeiner rauchen!

Regenerationsfähigkeit von Hunden

Jeder Körper verfügt über eine eigene Regenerationsfähigkeit. Diese zeigt sich zum Beispiel dann, wenn es um das Verheilen von Wunden geht: Bei manchen Tieren ist die Regenerationsfähigkeit sehr ausgeprägt, sodass Wunden und Verletzungen rasch verheilen, während derselbe Prozess bei anderen Hunden deutlich länger dauert.

Die Regenerationsfähigkeit des Hundes lässt sich nicht anhand einer Untersuchung ermitteln, sondern ist fest in der Genetik des Tieres verankert. Dennoch nimmt sie großen Einfluss auf die Lebenserwartung des Tieres: Allergien und Unverträglichkeiten treten seltener auf, Krankheiten werden vom Körper effektiver abgewehrt und das Immunsystem ist stärker als bei Hunden mit einer schlechteren Regenerationsfähigkeit.

Auch hier kann man durch ausreichend Bewegung und eine gesunde Ernährung natürlich Einfluss nehmen, denn ein gesundes Tier verfügt auch über bessere Regenerationskräfte.

Was ist der Unterschied zwischen biographischem und biologischem Alter?

Wir sehen es bei uns Menschen: Es gibt rüstige Rentner, die auch im hohen Alter noch selbst Gartenarbeiten durchführen und es gibt Menschen, die schon in jüngeren Jahren unter ausgeprägten Alterserscheinungen leiden. Ganz ähnlich erleben wir es auch bei Hunden.

Daher spricht man von einem Unterschied zwischen dem biographischen und dem biologischen Alter. Das biographische Alter entspricht immer dem tatsächlichen Alter des Hundes, ausgehend von dessen Geburtsdatum. Es ist also das wirkliche Alter des Tieres.

Das biologische Alter dagegen setzt sich aus der generellen, körperlichen Verfassung des Hundes zusammen. Es handelt sich dabei also eher um einen Schätzwert, der die Gesundheit des Tieres und die körperliche Fitness zusammenfasst.

Wer das biologische Alter des Tieres bestimmen lassen möchte, kann dies beim Tierarzt des Vertrauens tun. Hier wird der Hund einer gründlichen Untersuchung unterzogen, zu der u. a. auch ein Bluttest gehört. Anhand der Blutwerte lässt sich die generelle Gesundheit des Tieres gut abbilden.

Unter Umständen wird auch ein Blick auf den Bewegungsapparat des Tieres geworfen, um die körperliche Verfassung genauer beurteilen zu können. Wie hoch das biologische Alter des Tieres ist, kann von vielen Faktoren beeinflusst werden, zum Beispiel der Ernährung und der täglichen Bewegung.

Hund im Feld

Wieso werden Menschen älter als Hunde?

Jeder Hundebesitzer würde es schön finden, wenn der Vierbeiner einen länger auf dem Lebensweg begleiten würde als durchschnittlich nur 10 bis 15 Jahre. Warum Hunde nicht so alt werden wie wir Menschen, hat unterschiedliche Gründe.

Ursache: Gene

Laut wissenschaftlicher Studien wird die durchschnittliche Lebenserwartung einer bestimmten Art unmittelbar in den Genen festgelegt. Bedeutet: Wir Menschen sind biologisch darauf ausgelegt, ein längeres Leben zu haben als Hunde. Die voraussichtliche Lebensdauer hängt dabei auch mit der Reproduktionsrate zusammen.

Beim Menschen dauert die Fortpflanzung inkl. Partnersuche und Erziehung des Kindes vergleichsweise lang, während Hunde mindestens 1x im Jahr Nachwuchs zeugen können – und dann meist auch deutlich mehr als einen Welpen, wogegen Zwillinge oder Drillinge beim Menschen eher eine seltene Ausnahme sind.

Ursache: Stoffwechsel

Um eine Überpopulation zu vermeiden, macht die Natur in der Genetik die Lebenserwartung also auch davon abhängig, wie rasch sich die Art reproduzieren kann. Eine weitere Erklärung aus der Wissenschaft geht auf den Stoffwechsel zurück. Hier gilt: Je höher die Aktivität des Stoffwechsel ist, desto schneller altert das Tier.

Die körpereigenen Zellen von Hunden sind im Alltag einer größeren Belastung ausgesetzt als menschliche Zellen, was auf den beschleunigten Stoffwechsel zurückzuführen ist. Dieser Umstand führt automatisch zu einer schnelleren Alterung des Körpers. Allerdings steht diese wissenschaftliche Annahme im direkten Widerspruch dazu, dass kleinere Hunde älter werden als größere Hunde.

Grauer Hund mit Ball im Maul

Welche Faktoren verringern die Lebenserwartung von Hunden?

Es gibt einige Faktoren, die die Lebenserwartung von Hunden maßgeblich negativ beeinflussen. Dabei handelt es sich um ganz ähnliche Gründe, wie es auch beim Menschen der Fall ist. Wir möchten hier die häufigsten Ursachen auflisten, die eine geringere Lebenserwartung des Hundes bedeuten können:

  • Übergewicht: Wenn ein Hund unter Übergewicht leidet, ist der gesamte Organismus überanstrengt, um mit den Massen klarzukommen. Dies wirkt sich nicht nur schädlich auf den Bewegungsapparat aus, sondern belastet auch das eigentlich harmonische Zusammenspiel aller organischen Abläufe.
  • Mangelernährung: Ob Straßenhund oder Haushund mit unzureichender Fütterung, wenn einem Hund nur minderwertige Nahrung zugeführt wird, kann dies zu schweren, gesundheitlich Folgen führen.
  • Bewegungsmangel: Die meisten Hunde haben einen sehr ausgeprägten Bewegungsdrang, der auf die evolutionsbiologische Grundlage des Tieres zurückgeht – schon der Wolf hat zahlreiche Kilometer pro Tag zurückgelegt. Auch unsere Hunde benötigen täglich ausreichend Bewegung, um auf Dauer gesund zu bleiben. Daher sollten Hunde nicht nur mit Spaziergängen ausgelastet werden, sondern auch mit gemeinsamen Spieleinheiten.
  • Krankheiten: Unentdeckte Krankheiten können automatisch zu einer geringeren Lebenserwartung des Hundes führen. Dabei kann es sich sowohl um angeborene Krankheiten handeln, die besonders häufig bei Rassehunden auftreten – zum Beispiel eine zu kurze Nase bei Bulldogge oder Mops, die zu schlimmen Atembeschwerden führt – oder um Krankheiten, die im Laufe der Zeit entstehen.
  • Rauchen: Wenn das Herrchen im eigenen Zuhause raucht und der Hund konstant dem Zigartennqualm ausgesetzt ist, kann dies die Lebenserwartung ebenfalls deutlich verringern. Auch beim passiven Rauchen durch den Hund gelangt der schädliche Qualm in die Lungen des Tieres und erhöht das Risiko für Tumore und Krebs.

Die häufigsten Todesursachen bei Hunden

Inzwischen gibt es zahlreiche Studien dazu, an welchen Krankheiten Hunde am häufigsten Sterben. Dabei belegt Krebs mit 27 % ganz klar die führende Position: Mehr als ein Viertel aller Hunde stirbt im Laufe des Lebens an einer tumorösen Erkrankung.

Auf Platz zwei der Todesursachen für unsere Vierbeiner liegen Herzerkrankungen mit immerhin 18 %, wobei hier vor allem übergewichtige Hunde betroffen sind. Auch Infektionen mit Viren, Bakterien und Parasiten führen in häufigen Fällen zum Tod der Tiere.

-> Info: Diese Todesursachen können durch eine artgerechte und gesunde Ernährung verringert werden. Füttern Sie daher bitte nicht das falsche Futter. Unsere Hundefutter Testberichte helfen Ihnen.

Je älter die Hunde werden, desto höher ist außerdem das Risiko als altersbedingten Erkrankungen wie Diabetes, Arthrose oder Nierenproblemen zu leiden, die zusätzlich die Lebensqualität mindern. Meist werden diese Krankheiten erst spät erkannt, sodass bereits chronische Veränderungen im Körper stattfinden.

Wer sein Tier regelmäßig dem Tierarzt vorstellt und insbesondere im Alter auf einen jährlichen Bluttest achtet, kann zahlreiche Krankheiten schon im Frühstadium erkennen und tätig werden, um eine verkürzte Lebenserwartung zu verhindern.

Gibt es Möglichkeiten, das Leben des Hundes zu verlängern?

Natürlich stehen uns Menschen zahlreiche Möglichkeiten zur Verfügung, mit denen wir die Gesundheit des Hundes fördern und somit die Lebenserwartung des Vierbeiners verbessern können:

  • Ernährung: Je gesünder sich ein Hund ernährt, desto höher ist auch die Lebenserwartung des Tieres. Es sollte sich um eine abwechslungsreiche, gesunde Kost handeln, die vom Hund gut vertragen wird. Ob man dabei zu Nassfutter oder BARF greift, bleibt jedem selbst überlassen. Man sollte sich jedoch genau mit der Qualität des Futters auseinandersetzen und die genauen Inhaltsstoffe kennen, um herausfinden zu können, welches Futter für den Vierbeiner das Richtige ist.
  • Bewegung: Bewegung spielt im Leben des Hundes eine tragende Rolle. Lange bevor der Hund durch den Menschen als Lebensbegleiter und Freund akzeptiert wurde, zog der Wolf pro Tag viele Kilometer hinweg durch den Wald, um Nahrung zu finden und das Revier zu bewachen.
    Auch unsere heutigen Hunde haben noch einen enormen Bewegungsdrang, der weit über tägliche Spaziergänge hinausgeht. Es ist daher sehr wichtig, dass man regelmäßig mit dem Vierbeiner spielt und auf eine optimale Auslastung von Körper und Kopf achtet. Auch gemeinsame Spieleinheiten mit anderen Hunden sind wichtig, um die Lebensqualität des Hundes zu fördern.
  • Gewicht: Weder Über- noch Untergewicht wirken sich gut auf die Lebenserwartung des Hundes aus. Übergewicht ist nicht nur bei uns Menschen zu finden sondern auch immer mehr bei Hunden. Die meisten Hunde bekommen Übergewicht durch zu viele Snacks oder Trockenfutter. Haben Sie sich schon mal gewundert warum es nur „Diät-Trockenfutter“ gibt und kaum bis gar keine Diät Nassfutter? Mehr dazu hier.
  • Artgerechte Haltung: Um die Lebenserwartung des Hundes zu fördern ist eine artgerechte Haltung des Tieres unabkömmlich. Wie eine artgerechte Haltung genau aussieht, hängt von vielen Faktoren ab. Ein Familienhund ist meist schon dann glücklich, wenn er möglichst viel Zeit gemeinsam in seinem Rudel verbringen kann. Andere Tiere schätzen den Kontakt zu anderen Hunden, sodass häufige Spielrunden oder gar ein Zweithund notwendig sind, um das Tier zufrieden zu stellen.
    Natürlich gibt es auch Rassen, die auf harte, körperliche Arbeit ausgelegt sind. So ist ein Husky oder Border Collie zum Beispiel deutlich schwerer zufrieden zu stellen als ein Golden Retriever. Unter Umständen ist hier regelmäßiger Hundesport notwendig, damit das Tier all seine Energie herauslassen kann.
  • Tierarztbesuche: Wer auf Nummer sicher gehen will, sollte mit dem Hund regelmäßig den Tierarzt aufsuchen. Dies gilt nicht nur dann, wenn akute Verletzungen, Erkrankungen oder Verhaltensveränderungen eine Behandlung rechtfertigen, auch Vorsorgeuntersuchungen sollten für den Vierbeiner angesetzt werden.
    Neben regelmäßigen Impfterminen geht es dabei vor allem um Blutuntersuchungen, die ungefähr ein Mal pro Jahr durchgeführt werden sollten, um die generelle Gesundheit des Tieres im Blick zu behalten. Je älter das Tier wird, desto wichtiger ist diese Form der Vorsorge. Auch regelmäßige Kotuntersuchungen sind wichtig, um einen eventuellen Parasitenbefall des Tieres ausschließen zu können.

Fazit – die Lebenserwartung des Hundes hängt von vielen Faktoren ab

Niemand kann vorhersehen, wie lange der geliebte Vierbeiner das eigene Leben bereichern wird. Anhand einiger Faktoren lässt sich jedoch eine grobe Schätzung vollziehen, wie alt der Hund werden kann. Mit einigen Maßnahmen lässt sich unter Umständen sogar das Leben des Hundes verlängern – eine Freude für Mensch und Tier gleichermaßen.

Als Ernährungsberaterin für Hunde empfinde ich es als meine Mission über die verschiedenen Hundefutter Deklarationen aufzuklären.

Wir würden gerne Ihre Meinung dazu hören:

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