Wieviel Futter braucht ein Hund?

Wieviel Futter braucht ein Hund

Als Hundehalter fragen Sie sich möglicherweise: "Wieviel Futter braucht ein Hund?", um mit sämtlichen wichtigen Nährstoffen versorgt zu sein. Können Sie sich bedenkenlos auf die Angaben des Etiketts verlassen? Wovon hängt der Energiebedarf Ihres Hundes eigentlich ab? All diese Fragen beantworten wir in diesem Artikel. 

Hunde gibt es in den unterschiedlichsten Größen und Gewichtsklassen. Große Vierbeiner benötigen zwar eine höhere Futtermenge als kleine, aber im Verhältnis ist ihr Kalorienbedarf trotzdem niedriger. Der Bedarf steigt also nicht linear. 

Ein Beispiel: Ein Scottish Terrier mit einem Körpergewicht von 10 Kilogramm benötigt ungefähr 535 Kalorien täglich. Ein doppelt so schwerer Münsterländer ist mit etwa 900 Kalorien gut versorgt. Er benötigt also keinesfalls die zweifache Menge Nahrung, um seinen Nährstoffbedarf zu decken.

Futtermenge bei Hunden berechnen - welche Faktoren sind wichtig?

Bei der Berechnung der richtigen Futterration spielen verschiedene Faktoren eine Rolle

  • Art des Futters: Bekommt Ihr Liebling Feuchtfutter, Rohfutter oder Trockenfutter? Trockennahrung besitzt eine höhere Nährstoffdichte als die beiden erstgenannten Varianten.
  • Zubereitungsart: Bereiten Sie das Essen selbst zu oder greifen Sie zu kommerziellen Futtermitteln?
  • Lebensalter: Wie sieht die individuelle Lebenssituation Ihres vierbeinigen Gefährten aus? Handelt es sich um einen Welpen, einen Junghund, einen erwachsenen Vierbeiner – oder ist Ihre Fellnase bereits im Seniorenalter?
  • Gesundheitszustand: Wie steht es um den Gesundheitszustand Ihres vierbeinigen Freundes? Bestimmte Erkrankungen wirken sich auf den Energiebedarf aus. Möglicherweise leidet Ihre Fellnase unter einer Schilddrüsenunterfunktion, Herz-Kreislauf-Erkrankungen oder die Gelenke machen Ihrem Vierbeiner zu schaffen.
  • Aktivitätslevel: Ist Ihre Fellnase viel in Bewegung? Machen Sie gemeinsam Hundesport, lange Spaziergänge oder Agility? Oder ist Ihre Fellnase sogar beruflich als Zoll- oder Polizeihund im Einsatz? Dann ist der Kalorienbedarf Ihres Hundes höher als der eines gemütlichen Artgenossen. Auch Hütehunde haben einen höheren Grundumsatz.
  • Hunderasse: Die Rasse des Hundes kann bei der Futtermenge ebenfalls eine Rolle spielen. Dackel und australische Schäferhunde haben einen höheren Bedarf an Kalorien als Beagles und Labradore.
  • Hormone: Der Hormonhaushalt unterliegt gewissen Schwankungen. Eine läufige oder trächtige Hündin benötigt mehr Kalorien als eine Hundeseniorin. Auch Stress kann sich auf die Nahrungsaufnahme auswirken: Manche Vierbeiner neigen bedingt durch die Cortisol-Ausschüttung unter Fressattacken. Andere brauchen Ruhe bei der Futteraufnahme und stellen das Fressen eventuell sogar ein. 

Sie merken: Die richtige Futterration lässt sich pauschal nur schwer festlegen. Zu viele individuelle Faktoren spielen dabei eine Rolle.

Kommerzielles Hundefutter: Futtervolumen und Futtermenge

In einem Alleinfutter sind seitens der Hersteller alle Nährstoffe enthalten, die ein Vierbeiner benötigt. Das gilt für Feuchtnahrung ebenso wie für Trocken- und Rohfutter. Sogenannte Ergänzungsfuttermittel decken nicht den gesamten Bedarf Ihres Vierbeiners ab. Darum sind sie eher als Leckerchen, Zwischenmahlzeit oder Snack zu verstehen. 

Vermutlich verwöhnen Sie Ihren Liebling gelegentlich mit einem Snack zwischendurch. Achtung: Die meisten Hundesnacks sind reich an Proteinen und Phosphor. Aus diesem Grund sollten sie nicht mehr als 10 Prozent der Nahrung Ihres Vierbeiners ausmachen. Sonst könnten die sogenannten „Hundesüßigkeiten“ die Nieren Ihres Lieblings zu stark belasten. 

Trockennahrung ist leicht und hat ein geringes Volumen. Aber es ist überaus kalorienhaltig. Das liegt daran, dass den Zutaten bei der Herstellung beinahe alle Feuchtigkeit entzogen wird. Durchschnittlich sind nur noch rund 10 Prozent Feuchtigkeit enthalten. Es handelt sich also um ein Nährstoffkonzentrat. 

Aus diesem Grund liefert es drei- bis viermal so viele Kalorien wie Hundenassfutter. Darum gilt es auch als Dickmacher für Hunde. Zum Vergleich: Nassfutter beinhaltet rund 80 Prozent Feuchtigkeit. 100 Gramm Feuchtnahrung versorgen Ihren Liebling mit etwa 100 Kalorien. Geben Sie Ihrem Vierbeiner die gleiche Menge Trockennahrung, haben Sie ihm damit gleich 380 Kalorien zugeführt.

Manche Hundebesitzer kombinieren auch beide Futtervarianten: Sie geben sowohl Feucht- als auch Trockennahrung. Achten Sie unbedingt darauf, dass Ihr Vierbeiner die gewählte Tiernahrung gut verträgt und stellen Sie Wasser zur freien Verfügung bereit.

Futtermenge und Futtervolumen im Hundefutter - Verhältnis

Hundefütterung: Wie oft sollte ich meinen Vierbeiner täglich füttern?

Ein Hundemagen ist überaus dehnbar. Ein gesunder und erwachsener Vierbeiner kommt daher mit einer Mahlzeit täglich zurecht. Bei folgenden Altersgruppen kann die Futterration auf zwei, drei oder noch mehr Mahlzeiten täglich aufgeteilt werden:

  • Welpen, 
  • Vierbeiner im Wachstum, 
  • trächtige oder säugende Hündinnen sowie 
  • Senioren und 
  • kranke Hunde.

Beispielsweise profitiert ein Hund mit Bauchspeicheldrüsenentzündung (Pankreatitis) von vier bis fünf kleinen Mahlzeiten. Das Gleiche gilt für Fellnasen mit einer empfindlichen Verdauung

Am besten richten Sie feste Fütterungszeiten ein und teilen die Tagesration entsprechend auf. Das ist aus mehreren Gründen sinnvoll:

  • Ihr Liebling bettelt nicht dauernd um Futter: Er weiß, wann sein Napf gefüllt wird.
  • Durch den vertrauten Rhythmus fängt er an zu speicheln. Das bereitet sein Verdauungssystem optimal auf die Nahrungsaufnahme vor.
  • Die Tagesstruktur gibt Ihrem Vierbeiner Sicherheit.

Falls Sie einen Arbeitshund – also einen Rettungshund, Jagdhund, Hütehund, Zoll- oder Polizeihund haben, sind mehrere über den Tag verteilte Mahlzeiten ebenfalls sinnvoll. Diese Vierbeiner erbringen Höchstleistungen. Das bedeutet, dass sie auch einen entsprechend höheren Kalorienbedarf haben.

Gönnen Sie dem Verdauungstrakt Ihrer Tiere nach der Fütterung mindestens zwei bis drei Stunden Pause. 

Die Futtermenge individuell festlegen

Jetzt wissen Sie, von welchen Faktoren die Futtermenge abhängt, die Ihre Fellnase täglich benötigt. Als Hundebesitzer kennen Sie Ihre Fellnase am besten. Sie wissen, was es zu beachten gilt. Die Lebenssituation Ihres Hundes wirkt sich entscheidend auf seinen Energiebedarf aus. 

Wir haben Ihnen eine Liste mit Fragen zusammengestellt. Damit gelingt es Ihnen schnell und unkompliziert, den Kalorienbedarf Ihres Vierbeiners einzuschätzen.

  • Wie alt ist Ihr Hund? Befindet er sich im Wachstum, in der Blüte seines Hundelebens oder verbringt er bei Ihnen seinen Lebensabend?
  • Handelt es sich um einen Rassehund oder um einen Mischling? Falls Ihr Vierbeiner reinrassig ist: Zu welcher Hunderasse gehört er?
  • Ist Ihr Liebling gesund? Oder leidet er unter chronischen Krankheiten?
  • Wie aktiv ist Ihr vierbeiniger Gefährte? (Wie sieht es mit dem Verhältnis von Ruhezeiten und Aktivitätszeiten aus?)
  • Wie viele Mahlzeiten füttern Sie? Wie steht es um den Kaloriengehalt Ihres Futters? Schauen Sie sich die Angaben auf der Futterverpackung an. Faustregel: Je höher die Energiedichte, desto weniger Nahrung benötigt Ihre Fellnase.
  • Ist das Leben für Ihre Fellnase zurzeit stressbelastet? Steht vielleicht ein Umzug, eine Reise oder eine Operation an? Ist Ihr vierbeiniges Familienmitglied eventuell läufig oder trächtig?
  • Wie sieht der Alltag Ihres Vierbeiners aus?

Futtermenge im Hundefutter individuell festlegen

Darf mein Hund Katzenfutter fressen?

Falls Sie sowohl Katzen als auch Hunde halten, kann es vorkommen, dass die Fellnasen sich gegenseitig das Futter stibitzen. Wenn das eine Ausnahme bleibt, ist es unproblematisch. Vierbeiner sollten allerdings keinesfalls regelmäßig über das Katzenfutter herfallen.

Es ist anders zusammengesetzt als beispielsweise Dosen-Futter oder Trocken-Futter für Hunde, denn Katzen sind reine Fleischfresser. Aus diesem Grund ist ihr Proteinbedarf höher als der eines Hundes. Dazu kommt, dass Katzen Taurin benötigen. Sie können diese für die lebenswichtige Aminosäure – anders als Vierbeiner – nicht selbst herstellen. 

Sollte Ihre Fellnase häufiger Katzennahrung fressen, wird er vermutlich relativ schnell zunehmen. Außerdem kann es zu Durchfall und Blähungen kommen. Falls es Ihren Fellnasen schwerfällt, die Nasen in den eigenen Näpfen zu behalten, füttern Sie sie einfach getrennt. Damit sorgen Sie dafür, dass Ihr Vierbeiner entsprechend seiner Bedürfnisse artgerecht ernährt wird.

Warum sollte ich das Futter für meinen Hund auf Zucker kontrollieren?

Bringt Ihr Vierbeiner ein wenig zu viel auf die Waage? Wenn Sie beim Streicheln die Wirbelsäule und die Rippenbögen nicht mehr spüren, ist das ein Warnsignal. Möglicherweise ist Ihre Fellnase bereits etwas übergewichtig.

Füttern Sie für gewöhnlich kommerziell hergestellte Trockennahrung? Schauen Sie sich das Etikett mit der Futterzusammensetzung an. Natürlicher Zucker ist in jedem Hundefutter enthalten. Er befindet sich in Getreide, Obst und Gemüse, aber teilweise setzen Futterhersteller zusätzlich Industriezucker hinzu.

Dieser verbirgt sich hinter unterschiedlichen Namen:

  • Melasse: Dieser braune Rückstand entsteht bei der Produktion von Zucker aus Zuckerrüben und Zuckerrohr.
  • Laktose: Dabei handelt es sich um ein Abfallprodukt bei der Käseproduktion.
  • Glukose und Dextrose: Diese Einfachzucker gehen direkt ins Blut und lassen den Blutzuckerspiegel Ihrer Fellnase schnell ansteigen. 
  • Maltose: Der Malzzucker bildet sich aus zwei Einfachzuckern und sorgt für eine bräunliche Färbung des Hundefutters.
  • Karamell: Dahinter verbirgt sich erhitzter Zucker. 
  • Maltodextrin: Das ist ein Zuckergemisch aus Maltose und Dextrose.

Dabei kann eine Futterumstellung von Trockennahrung auf Anifit Feuchtnahrung als Selbsthilfe bei zu dicken Hunden Abhilfe schaffen. Durch die hochwertigen Inhaltsstoffe bekommt das Futter auch sensiblen Vierbeinern und Hunden mit Allergien.

Warum ist Anifit Feuchtnahrung für Hunde zu empfehlen?

Bei einer Futterumstellung auf Anifit können Sie dazu beitragen, dass sich das Gewicht Ihres Vierbeiners normalisiert. Das liegt daran, dass bei der Herstellung auf Zucker und unnötige Zusatzstoffe verzichtet wird.

Die Feuchtnahrung von Anifit zeichnet sich durch Folgendes aus:

  • Es sind durchschnittlich 90 bis 99 Prozent Fleisch enthalten. Dabei kommt ausschließlich Fleisch in die Dose, das auch für die menschliche Ernährung zugelassen ist. 
  • Tiermehle, Pflanzenmehle und Getreidemehle werden grundsätzlich nicht verarbeitet.
  • Farb- und Konservierungsstoffe sowie Zucker sind ebenfalls nicht zugesetzt. 
  • Auf billige Füllstoffe wie Mais und Soja wird ebenfalls verzichtet.
  • Die Nahrung wird tierversuchsfrei hergestellt.

Wir sind von diesem Futter aus eigener Erfahrung begeistert. Wenn Sie möchten, lassen Sie sich einfach gezielt unterstützen: Nehmen Sie eine kostenlose Futterberatung in Anspruch. Ihr Vierbeiner darf sogar kostenlos probeessen. Auf diese Weise finden Sie risikolos heraus, ob Ihr Liebling mit der Feuchtnahrung zurechtkommt.

Wieviel Futter braucht ein Hund: Tabellen – Warum sie nur eine grobe Orientierung bieten

Jeder Futterhersteller nennt bei seinen Hundefuttersorten andere Zahlen und stellt eigene Tabellen auf. Darum ist es nicht möglich, eine einzige allgemeingültige Tabelle zusammenzustellen, die allen Futterarten, Hunderassen und Altersgruppen gleichermaßen gerecht wird.

Zur leichteren Orientierung haben wir hier für Sie ein paar Zahlen von Anifit als Richtwerte zusammengestellt. Auch diese sind allerdings nicht in Stein gemeißelt. Passen Sie die Futterration bei Bedarf individuell an Ihre Fellnase an. Im Idealfall sollte Ihr Liebling weder zu dünn noch zu dick sein.

Gewicht des Hundes Tagesbedarf
2 kg bis 5 kg 100 bis 200 g Feuchtnahrung
6 kg bis 25 kg 200 bis 600 g Hundefeuchtfutter
26 kg bis 40 kg 810 g Dosenfutter
ab 40 kg 810 g Feuchtfutter und Flocken

Fazit

Die optimale Futtermenge für Fellnasen richtet sich nach vielen verschiedenen Faktoren. Unter anderem spielen das Alter des Hundes, die Hunderasse, der Gesundheitszustand, der Energiebedarf und das Aktivitätslevel dabei eine Rolle. Auch die Art des Futters wirkt sich auf die Menge aus: Kommerziell hergestellte Trockennahrung hat eine höhere Energiedichte als Feuchtnahrung.

Wenn Sie sichergehen möchten, dass Ihr Liebling ein gesundes Körpergewicht hält oder erreicht, achten Sie beim Futterkauf auf eine hochwertige und artgerechte Zusammensetzung. Zucker sollte nicht separat zugesetzt sein. Als Omnikarnivore profitiert Ihr Liebling besonders von einer Nahrung, die als Hauptzutat Fleisch auf der Futterpackung oder dem Etikett stehen hat.

Im Idealfall kommt das Hundefutter ohne künstliche Aromastoffe, Zusatz- und Konservierungsstoffe sowie Farbstoffe aus und besteht aus Zutaten in Lebensmittelqualität. Wir hoffen, dass wir Ihre Fragen zum Thema “Wie viel Futter braucht ein Hund?” klären konnten.

Über die Autorin
Sarah Strahberger ist Hundetrainerin und zertifizierte Ernährungsberaterin für Hunde.

Seit 2015 schreibt Sarah als Fachjournalistin für Hundefutter Tests hochwertige Artikel und nimmt gemeinsam mit ihrer Mischlingshündin Luna verschiedene Hundefutter Sorten unter die Lupe.

Ihre Mission ist es, über die verschiedenen Hundefutter Deklarationen aufzuklären. Sie möchte Hundebesitzer informieren und sensibilisieren, die Deklaration von Hundefutter aufmerksam zu lesen.
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