10 giftige Gartenpflanzen für Hunde

Nicht alles was in der freien Natur und in unseren Gärten wächst, ist so harmlos wie es scheint. Welche Gartenpflanze ist aber giftig? Und woran erkennen Sie, dass ihr Hund mit einer giftigen Pflanze Kontakt hatte? Hier werden Ihnen zehn giftige Pflanzenarten aus dem Garten vorgestellt.

10 giftige Gartenpflanzen und ihre Symptome nach deren Einnahme

Maiglöckchen

Das Maiglöckchen (Convallaria majalis)

Diese Pflanze ist als Garten-, Zier- oder Topfpflanze sehr beliebt. Sie gehört zu den Spargelgewächsen und erreicht eine Höhe von ca. 25 cm. Für Hunde sind vor allem die Blüten und Früchte sehr gefährlich. Allerdings ist auch der Rest der Pflanze hochgiftig. Kommen Tiere mit ihr in Berührung so kann es zu verschiedenen Vergiftungserscheinungen kommen. Vom einfachen Schwindel über Krämpfe bis zu Herzrhythmusstörungen, Kreislaufkollaps und Herzstillstand ist alles möglich. Symptome hierfür sind Erbrechen und Durchfall. Gehen Sie umgehend zu einem Tierarzt.

Die Tulpe (Tulipa gesneriana)

Diese Pflanze gehört zu den Liliengewächsen. Sie ist in allen Teilen giftig und enthält Tuliposide A und B, wie auch Tulipin. Diese Stoffe reizen die Schleimhäute der Tiere. Es kann zu Magen- und Darmreizungen oder Bauchkrämpfen kommen. Besteht der Verdacht, dass ihr Hund von einer Tulpe gefressen hat, sollten Sie ihm ganz viel Wasser zum Trinken geben und vorsichtshalber zu einem Tierarzt gehen.

Rhododendron

Der Rhododendron ist ein Gewächs aus der Familie des Heidekrauts. Er wird etwa 120 cm hoch. Für Hunde sind die Blüten wie auch die Blätter hochgiftig. Sollte ein Tier davon gegessen haben, so kann dies zu Bauchkrämpfen und Durchfall oder Verstopfung; Erbrechen; Zittern und einem schwachen Puls führen. Auch hier ist bei einem Verdacht wichtig, dem Tier viel Wasser zu geben und sofort beim Tierarzt vorbei zu gehen.

Wandelröschen (Lantana Camara)

Diese Pflanzenart ist aus der Familie der Eisenkrautgewächsen. Vor allem die Früchte des Wandelröschen sind gefährlich für Hunde. Sie können Erbrechen und Durchfall auslösen. Tiere, welche diese Pflanzenart gefressen haben, sollten zur Sicherheit einem Tierarzt gezeigt werden.

Schneeglöckchen (Galanthus novalis)

Das Schneeglöckchen ist ein Narzissengewächs und wird ca. 35 cm hoch. Besonders die Zwiebel der Pflanze ist für Hunde giftig. Das Schneeglöckchen enthält Alkaloide. Dieses Gift führt zu verstärktem Speichelfluss; Übelkeit und Erbrechen; Durchfall. Geben Sie ihrem Tier viel zu trinken und suchen Sie einen Tierarzt auf.

Die Osterglocke oder gelbe Narzisse (Narcissus pseudonarcissus)

Trotz dem lateinischen Namen gehört diese Pflanzenart nicht zu den Narzissen-, sondern zu den Amaryllis-Gewächsen. Sie erreicht eine Höhe von ca. 40 cm. Ihre Zwiebel ist besonders giftig, aber auch der Rest der Pflanze ist gefährlich. Eine vermehrte Speichelproduktion und Reizungen der Maulschleimhaut, sowie Bauchkrämpfe und -schmerzen sind Anzeichen für eine Vergiftung durch die Osterglocke. Es wird empfohlen ein Tierarzt aufzusuchen.

Fingerhut

Der Fingerhut (Digitalis)

Der Fingerhut gehört zu den Wegerichsgewächsen. Er enthält den Stoff Digitalglykoside, welcher für Hunde giftig ist. Dieser Stoff führt zu Kreislaufproblemen und schliesslich zu einem Herzstillstand. Bei einem Verdacht sollte umgehend ein Tierarzt aufgesucht werden.

Die Hyazinthe (Hyacinthus)

Wie auch das Maiglöckchen gehört die Hyazinthe zu den Spargelgewächsen. Spargelgewächse sind generell giftig für Tiere. Auch hier sind die Blüten und Früchte sehr gefährlich. Sie enthalten Kalziumoxalat. Dieser Stoff reizt die Maul- und Rachenschleimhäute und kann diese schädigen. Die Folge davon sind Übelkeit und Erbrechen sowie Bauchkrämpfe und Durchfall. Viel trinken ist auch hier am Wirkungsvollsten. Zusätzlich sollte noch ein Tierarzt aufgesucht werden.

Der Rittersporn (Delphinium consolida)

Diese Pflanze ist ein Gewächs aus der Hahnenfuss-Familie und wird ca. 40 cm hoch. Die Samen des Rittersporn sind hochgiftig für Hunde. Sie enthalten polyzyklische Diterpenalkaloide. Die Einnahme dieses Stoffes führt zu Bauchkrämpfen mit Erbrechen; vermehrtem Speichelausfluss und Unruhe; vom steifen Gang über Muskelzuckungen zu Lähmungen; und einer verlangsamte Atem- und Herzfrequenz. Sollte Ihr Tier an einem Rittersporn geknabbert haben, so gehen Sie umgehend zum Tierarzt.

Efeu

Der Efeu (Hedera Helix)

Diese sehr bekannte Pflanze gehört zu den Efeugewächsen und kann bis zu 50 Meter hoch werden. Der Efeu ist in allen Teilen hochgiftig für Ihren Hund. Er enthält die Giftstoffe Saponine α- und β-Hederin. Diese reizen die Schleimhäute der Tiere stark . Es kommt zu Durchfall und Erbrechen, sowie Krämpfen. Es empfiehlt sich sofort einen Tierarzt zu konsultieren.

Tipp zu giftige Gartenpflanzen

Wenn Sie den Verdacht haben, dass ihr Hund eine giftige Pflanzenart angeknabbert oder gefressen haben könnte, sich aber nicht sicher sind ob diese wirklich giftig ist, so schneiden Sie sie am Besten ab, packen sie ein und gehen Sie mit der Pflanze und ihrem Hund zu einem Tierarzt.

4 Comments
  1. Reply
    Gertraud 9. Juni 2018 at 18:14

    4 von 10 dieser für Hunde giftigen Gartenpflanzen wachsen in unserem Garten, muss ich zugeben. Allerdings interessiert sich unser Hund nicht im geringsten dafür, es wird lediglich am Gras geknabbert oder die ein oder andere Beere von einem Strauch gepflückt. Gerade bei Welpen oder fremden Hunden lohnt es sich aber immer, ein Augenmerk darauf zu haben. Und bei einer Gartenneugestaltung ist generell ungiftigen Gartenpflanzen der Vorzug zu geben. Ebenfalls natürlich solchen Pflanzen, die „pflegeleicht“ sind und nicht gespritzt oder intensiv gedüngt werden müssen.

    Es ist mir ohnehin unbegreiflich, warum bei vielen Leuten überhaupt Gift im Garten zum Einsatz kommt. Zumal so manchens „Unkraut“ eher ein aus ernährungstechnischer Sicht wertvolles Wildkraut ist (Brennnessel, Giersch, Franzosenkraut…) – zum einen viel pflegeleichter als Salat, zum anderen mit wesentlich höherem Vitamin- und Mineralstoffgehalt. Aber nein, lieber wird das gesündere mit viel Mühe und Schweiß, Geld- und Gifteinsatz dezimiert, um das weniger wertvollere, „edlere“ Blattgemüse zu päppeln 😉 Da zweifle ich dann manchmal am Spruch „der Mensch, das intelligente Wesen“.

    Außerdem ist auch, was Insekten und Vögel angeht, ein etwas naturnaherer Garten (oder zumindest einer mit naturnahen Ecken) wesentlich wertvoller. In einem solchen muss man dann auch nicht mehr so oft gegen Nachbars Katze wettern, da hat der Vogel dann genügend Versteck- und Rückzugsmöglichkeiten 😉 Auch immer wieder gern gehört „was sollen denn die Nachbarn denken“. Muss es denn ernsthaft mehr interessieren, was irgendwelche 5-mm-Rasen-Nachbarn denken als das, was ein Nachbar mit etwas mehr ökologischem Bewusstsein denkt? Muss es überhaupt interessieren, solange Hund oder ich nicht zwecks Rosendüngung Leichen verbuddeln oder wir Allergiker (sofern in der Nachbarschaft vorhanden) unnötig mit blühendem Gras oder stark allergenen Pflanzen behelligen?

  2. Reply
    Olga S. 17. Juli 2018 at 12:04

    Unser Hund interessiert sich ebenfalls nicht für Gartenpflanzen. Aber eure Übersicht über giftige Gartenpflanzen ist natürlich durchaus nützlich, wenn man Tiere hat, die wirklich alles anfressen, oder wenn der Garten neugestaltet werden soll. Da halte ich es durchaus für sinnvoll, potentielle Giftpflanzen für Hunde einfach von vornherein wegzulassen.

  3. Reply
    Gerd Theurer 19. August 2018 at 15:39

    Ich finde es generell am besten, den Garten ohne Giftpflanzen zu gestalten. Auf der anderen Seite ist es natürlich auch immer vom Hund abhängig, ob man sich wegen giftiger Gartenpflanzen wirklich Sorgen machen soll. Gerade wenn man sich einen Welpen holt, ist die Gefahr natürlich größer, dass er am Ende alles mögliche anknabbert.

  4. Reply
    Nadine E. 29. September 2018 at 8:38

    Bin sowieso kein Fan von Gartenarbeit, und bei uns gibt es daher eher Nutzpflanzen. Mein Mann hübscht das ganze ab und zu noch durch Blühpflanzen oder Farne auf, für die sich unsere Hündin aber überhaupt nicht interessiert. Aber auf jeden Fall wichtig zu wissen, was für giftige Gartenpflanzen es für Hunde gibt – vor allem bei Neubezug oder Neuanschaffung gerade bei Welpen.

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