Heilerde für Hunde

Schon vor tausenden von Jahren entdeckten unsere Vorfahren, dass Heilerde ein bewährtes Mittel gegen zahlreiche Erkrankungen sein kann. Sie setzten die feine Substanz bei Magen-Darm-Beschwerden und verschiedenen Hautkrankheiten ein. Während zur Behandlung des Magens und Darms vor allem eine innere Anwendung von Nöten war, griff man bei Hautausschlag eher zu einem Sud, der auf die betroffenen Hautstellen gerieben wurde.

Bis heute hat sich dieses Mittel bewährt und wird von vielen Menschen noch immer als naturheilkundliches Mittel verwendet. Auch bei unseren geliebten Vierbeinern kann Heilerde wahre Wunder bewegen – im Folgenden möchten wir Ihnen sowohl die Anwendung, als auch die genaue Wirkung und den Ursprung von Heilerde näher bringen, damit Sie diese sanfte Heilmethode auch bei Ihrem Hund umsetzen können, ohne zu chemischen Medikamenten greifen zu müssen.

 

Heilerde gehäuft

Was ist Heilerde?

Wenn man von Heilerde spricht, meint man ein natürliches, mit Mineralien versetztes Pulver, das aus einer Lehm-Art mit Namen „Löss“ gewonnen wird. Je nach Herkunft des ursprünglichen Materials verfügt das Pulver über verschiedene Mineralienzusammensetzungen, was die vielen verschiedenen Farben erklärt, in denen Heilerde im Handel erhältlich ist. Je mehr Mineralstoffe die Heilerde enthält, desto besser und stärker ist natürlich auch die Wirkung. In den meisten Fällen stammt die heute verwendete Heilerde aus Afrika, genauer gesagt aus Marokko.

Nach dem Abbau der Rohmasse wird die Heilerde von allen Schadstoffen gereinigt, sanft getrocknet und anschließend sehr fein gemahlen. Durch ein besonders heißes Erhitzen werden alle übrig gebliebenen Schadstoffe effektiv vernichtet und nur das heilende, reine Produkt bleibt übrig. Die anschließende Gebrauchsform kann variieren: Heilerde ist als Pulver, in Form von Tabletten und Kapseln und als ein grobes Granulat erhältlich. Diese Vielfalt ermöglicht vor allem im Hinblick auf die Darreichungsform für unsere Vierbeiner eine große Masse an Möglichkeiten – unters Futter gemischt oder in Leberwurst versteckt lässt sich die Heilerde kinderleicht verabreichen. Wenn die Heilerde trocken gelagert wird, ist sie über viele Jahre hinweg haltbar.

 

Wie Heilerde wirkt – bei Mensch und Tier

Im Großen und Ganzen ist die Wirkweise von Heilerde bei uns Menschen und unseren Hunden identisch. Deswegen gibt es auch keine Heilerde, die speziell für die Anwendung beim Vierbeiner konzipiert wurde – Heilerde ist eben einfach Heilerde. Wenn das feine Pulver innerlich angewendet wird, bindet es mit seiner schwammartigen Konsistenz im Magen und Darm alle Schadstoffe an sich und scheidet sie über den Kot wieder aus. Der positive Effekt wirkt effektiv gegen Beschwerden wie Sodbrennen, Durchfall oder Bauchschmerzen – und das ganz ohne den Körper zu belasten. Gleichzeitig versorgt das Pulver den Körper mit vielen wichtigen Mineralien, die ein gesundes Immunsystem unterstützen können. Auch äußerlich hat die Heilerde einen positiven Einfluss auf das Hautbild. Neben einer reinigenden Funktion, ähnlich einem sanften Peeling, können Hautkrankheiten durch die Anwendung gelindert und sogar geheilt werden. Die enthaltenen Mineralstoffe wirken antibakteriell, basisch und absorbierend.

Möglicher Anwendungsbereich:

  • Sodbrennen
  • Durchfall
  • Bauchschmerzen
  • Entzündungen
  • Juckreiz
  • Hautkrankheiten

Trotz der vielen positiven Eigenschaften sollte Heilerde nur im akuten Krankheitsfall eingesetzt werden. Bei einer dauerhaften Einnahme profitiert man zwar von der heilenden Wirkung, langfristig kann aber auch Verstopfung und eine Überbelastung der Organe die Folge sein. Wenn Heilerde medizinisch verwendet wird und die vorhandenen Beschwerden sich nach einigen Tagen nicht bessern, empfehlen wir Ihnen zudem mit Ihrem Hund einen Gang zum Tierarzt oder Tierheilpraktiker, denn nicht jede Erkrankung lässt sich mit Heilerde in den Griff bekommen.

 

Die korrekte Anwendung von Heilerde beim Hund

Damit Heilerde ihre komplette Wirkung entfalten kann, sollte man einige Hinweise bei der Verabreichung beachten. Natürlich hängt die Darreichungsform auch davon ab, mit welcher Problematik der Hund zu kämpfen hat. Im Zweifelsfall sollte stets ein Tierarzt oder Tierheilpraktiker zu Rate gezogen werden, um schlimmere Erkrankungen ausschließen zu können.

 
Heilerde mit Dosierungslöffel
 

Innere Anwendung und Dosierung

Wenn Heilerde innerlich angewendet wird, sollte man wahlweise zu einem Pulver, Kapseln, Tabletten oder Granulat greifen. All diese Darreichungsformen können ganz einfach über das Hundefutter oder Leckerlies an den Hund verfüttert werden. Da Heilerde keinen leckeren Eigengeschmack hat, interessieren sich die meisten Vierbeiner nicht besonders für die Tabletten oder Kapseln in ihrer puren Form – aber auch hier gibt es Ausnahmen.

Während der Verdauung schwemmt die Heilerde im Körper leicht auf und wird zu einer schwammähnlichen Substanz, in der Bakterien, Schadstoffe und andere Krankheitsauslöser ganz einfach hängen bleiben. Die Heilerde bindet all diese Bestandteile und wird im Darm zu Kot geformt – dieser wird, inklusive aller schädlichen Substanzen, ganz einfach aus dem Körper ausgeschieden. Aktiv gegen Durchfall hilft die Heilerde vor allem damit, dass sie überschüssige Flüssigkeit im Darm bindet und dabei hilft, den Kot fester und trockener zu machen.

Wenn man Heilerde bei Magen-Darm-Beschwerden des Hundes im Inneren einsetzen möchte, sollte man die richtige Dosierung beachten. Diese variiert je nach Größe und Gewicht des Tieres und sollte bei Bedarf individuell auf die Bedürfnisse des Hundes abgestimmt werden. Im Zweifelfall kann auch hier ein Tierarzt oder Tierheilpraktiker zu Rate gezogen werden.

Kleine Hunde0,5 bis 1 Teelöffel pure Heilerde pro Tag1-2 Kapseln
Mittelgroße Hunde1 Teelöffel pure Heilerde pro Tag2 Kapseln
Große Hunde1 bis 1,5 Teelöffel pur Heilerde pro Tag2-3 Kapseln
Sehr große Hunde1,5 bis 2 Teelöffel pure Heilerde pro Tag3-4 Kapseln

Tipp: Am besten in Pulverform erwerben und unter das Futter mischen.

Last update was on: 14. August 2018 13:36

 

Äußere Anwendung

Auch äußerlich angewendet kann Heilerde ganz fantastische Eigenschaften entfalten. Das feine Pulver für Hunde wirkt beruhigend auf die Haut, lindert Entzündungen und Juckreiz, ist antibakteriell und schmerzlindernd und wirkt abschwellend und leicht austrocknend. Bakterien und übermäßige Wundsekrete werden in der Heilerde ganz einfach gebunden und fallen mit der getrockneten Masse im Anschluss einfach von der Haut ab. Auch auf der Haut verfügt Heilerde über einen schwammähnlichen Effekt: Während die feuchte Masse auf der Haut trocknet, zieht sie Entzündungen selbst aus tieferen Hautschichten nach oben und trägt sie effektiv ab.

Durch die Einwirkung des körperfremden Materials regt Heilerde an den betroffenen Stellen auch den Stoffwechsel an und hilft auf diese Art beim natürlichen Abtransport von Schlacken. Zu guter Letzt wird auch die Sauerstoffversorgung angeregt und nachhaltig verbessert, was den heilenden Prozess des Körpers unterstützt und vorantreibt. Am besten sollte Heilerde beim Hund in Form eines Wickels angewendet werden, der mit Heilerde benetzt und dann auf die Haut aufgelegt wird. Je nach Krankheitsbild sollte man entweder zu einem gekühlten Wickel mit Heilerde, oder zu einer warmen Variante greifen. Im Folgenden werden wir Ihnen noch genauer erläutern, wann sich welche Form der Anwendung empfiehlt.

Tipp: Mit einem Wickel um die betroffene Stelle legen

 
Welpen Collie liegt auf der Erde
 

Inhaltsstoffe der Heilerde

In Heilerde sind viele wertvolle Spurenelemente und Mineralstoffe enthalten, die einen positiven Einfluss auf das Hautgewebe und die inneren Organe haben. Ein gesunder Hund benötigt keine zusätzliche Fütterung dieser Bestandteile, bei der Anwendung von Heilerde können sie jedoch effektiv dabei helfen, die Gesundheit des Tieres wieder in Schwung zu bringen.

Kieselsäure
Kieselsäure wird oftmals auch Silizium genannt. Sie ist essentiell für die Gesundheit der Haut und sorgt dort für eine feste, elastische Hautoberfläche. Kieselsäure beeinflusst den Stoffwechsel der Haut positiv und hilft dabei, Schadstoffe effektiv abzuwehren. Außerdem ist Silizium wichtig für gesunde, stabile Knochen.

Calcium
Auch Calcium ist ein essentieller Bestandteil stabiler und fester Knochen. Aber auch bei der Zellgeneration ist Calcium unabkömmlich. Wenn Heilerde über die Haut angewendet wird, dringt der Mineralstoff tief in die Hautzellen ein und hilft hier sowohl bei der Reparatur beschädigter Zellen, als auch bei der Bildung neuer. Das unterstützt Heilungsprozesse auf der Haut effektiv.

Kalium
Kalium spielt vor allem im Inneren der Zellen eines Hundes eine große Rolle. Durch seine elektrische Ladung sorgt der Mineralstoff für eine perfekte Balance zwischen Zellinnerem und Zelläußerem, sodass eine Signalweiterleitung der Zellen ermöglicht wird. Dadurch können Nervenzellen und Muskelzellen miteinander „kommunizieren“ – Heilungsprozesse werden deutlich schneller angeregt und kleinere Verletzungen unmittelbar weitergegeben, damit der Regenerationsprozess beginnen kann.

Eisen
Durch Eisen wird in den roten Blutkörperchen des Hundes der Sauerstoff zu den Zellen transportiert. Diese werden dadurch stets mit Energie versorgt und am Leben gehalten, damit sie sich ganz ihren Aufgaben widmen können – dem Gesunderhalt des Körpers. Eisen kann entzündliche Prozesse eindämmen und hilft bei der Bildung neuer Zellen, die für einen Heilungsprozess unerlässlich sind.

Luvos HeilerdeMagnesium
Der Mineralstoff Magnesium ist im Wesentlichen an der körpereigenen Produktion von Eiweiß und somit auch den Muskeln beteiligt. Vor allem bei Verletzungen oder Erkrankungen an Gelenken und Muskelfasern kann Heilerde durch die hohen Bestandteile an Magnesium bei der Regeneration helfen.

Selen
Selen zählt zu den körpereigenen Antioxidantien, die maßgeblich die körpereigene Schutzbarriere gegen Erkrankungen und Beschwerden beeinflussen. Der natürliche Schutzfilm der Haut wird durch Selen regeneriert, freie Radikale können abgewehrt werden, das Immunsystem wird gestärkt. Bei einer inneren Anwendung von Heilerde hilft Selen dabei, Schwermetalle und andere Verunreinigungen aus dem Körper abzutragen.

Zink
Wenn der Körper neues Gewebe produzieren muss, ist Zink absolut unerlässlich. Das wichtige Spurenelement hilft bei der Erstellung neuer Hautzellen und versorgt diese mit vielen wichtigen Nährstoffen. Hautkrankheiten können mit Zink gut gemildert oder sogar geheilt werden, Verletzungen verheilen schneller und entzündliche Erkrankungen können besser vom Körper abgewehrt werden.

Fluor
Äußerlich angewendet dringt Fluor tief in die Hautschichten ein und unterstützt hier die Gesundheit des Blutes und der hauteigenen Zellern. Innerlich angewendet hat es einen positiven Einfluss auf die Magensäure, sodass Sodbrennen und Verdauungsbeschwerden gemildert werden können.

Kupfer
Im Körper und auf der Haut wirkt Kupfer desinfizierend und entzündungshemmend. Außerdem schützt Kupfer die körpereigenen Zellmembranen, hilft bei der Bildung frischen Blutes, transportiert Eisen zu ihren benötigten Einsatzorten und ist maßgeblich an der Energiegewinnung des Körpers beteiligt.

Mangan
Mangan unterstützt ebenfalls das Bindegewebe und hilft dabei, eine gesunde Hautbarriere aufrecht zu erhalten, die Krankheitserreger und entzündliche Prozesse verhindert. Mit seiner antioxidativen Wirkung kann Mangan außerdem dabei helfen, bereits vorhandene Krankheiten zu mildern und zu heilen.

 

Bei diesen Erkrankungen kann das feine Pulver helfen

Durch seine vielseitige Zusammensetzung und die zahlreichen, positiven Einflüsse auf den tierischen Organismus, lässt sich Heilerde gegen viele Krankheiten und unterstützend bei einer großen Anzahl an Beschwerden einsetzen. Im Folgenden möchten wir Ihnen gern erläutern, gegen welche Krankheiten und Beschwerden Heilerde für Hunde tatsächlich wirkt und wie Sie das Heilmittel in dem speziellen Fall am besten verwenden.

 

Heilerde bei Beschwerden im Magen-Darm-Trakt

Erkrankungen des Verdauungssystems sind bei Hunden keine Seltenheit. Ob durch minderwertiges Futter, angeborene Defizite oder Futtermittelunverträglichkeiten – die Beschwerden sind ebenso vielfältig wie deren Auslöser. Heilerde konnte sich als Mittel der Wahl ideal bei Beschwerden im Magen-Darm-Trakt des Hundes bewähren. Es hilft nicht nur ideal gegen Durchfall, sondern auch bei Sodbrennen, Entzündungen im Magen oder Darm, beim Reizdarmsyndrom und unterstützend bei Wurm- oder Giardienbelastung. Auch Verstopfungen, Blähungen oder Erbrechen kann mit Heilerde leicht zu behandeln sein. Bei Magen-Darm-Beschwerden sollte die Heilerde innerlich angewendet werden, die Dosierangaben finden Sie weiter oben.


 

Nach Antibiotikagaben

Wenn der Hund aufgrund einer anderen Vorerkrankung über mehrere Tage oder Wochen hinweg Antibiotika zu sich nehmen musste, kann das gesamte Immunsystem und die natürliche Abwehr des Körpers angegriffen sein. Große Erfolge erzielt man mit Heilerde auch bei einer Darmsanierung oder sanften Entgiftung, die insbesondere nach einer längeren Zeit mit permanenter Antibiotikagabe von großer Priorität ist. Schadstoffe und negative Rückstände werden an die Heilerde gebunden und helfen beim Wiederaufbau eines natürlichen Darmmilieus. Auch das Immunsystem wird gestärkt, damit künftige Erkrankungen schon vor deren Ausbruch abgewehrt werden können.

 

Bei Arthrose – Knochenschmerzen beim Hund lindern

Obwohl Arthrose als nicht heilbare Krankheit gilt, gibt es doch zahlreiche Möglichkeiten, den Krankheitsverlauf deutlich zu verlangsamen und die schmerzhaften Beschwerden des geliebten Vierbeiners zu lindern – und das ohne schwere Schmerzmittel und schädliche Tabletten. Bei der Anwendung gegen Arthrose wird die Heilerde äußerlich angewendet. Zunächst vermischt man die benötigte Menge Heilerde mit kaltem Wasser, bis ein fester, schmieriger Brei entsteht. Dieser wird auf die betroffenen Gelenke und Bereiche aufgetragen und mit einem leicht zu reinigenden Tuch abgedeckt. Alternativ kann der Sud aus Heilerde und Wasser auch direkt auf das Tuch und dann sanft um die betroffene Stelle gewickelt werden. Wichtig: Nicht zu fest zusehen, um eine optimale Durchblutung zu gewährleisten.

Tipp: Kalte Wickel sollten erneuert werden, sobald die angenehme Temperatur nachlässt – sonst werden sie zu warmen Wickeln, die wiederrum Wärme an den Körper ausstrahlen und empfindliche Prozesse anregen statt sie zu mildern. Warme Wickel mit Heilerde versehen eignen sich beim Hund eher im Falle von Krämpfen oder um die Durchblutung zu fördern.

Tipp 2: Bei Arthrose ist Trockenfutter eher eine schlechtere Wahl, da es den Hund zusätzlich austrocknet. Wenn Sie Ihrem Vierbeiner etwas gutes tun möchten empfiehlt sich eher eine Fütterung mit Barf oder Nassfutter.

 

Heilerde gegen Prellungen, Rheuma und entzündliche Prozesse

Wie bei der Behandlung der Arthrose, lässt sich Heilerde auch gegen Prellungen, Rheuma und innenliegende, entzündliche Prozesse einsetzen. Vermischt mit kühlem Wasser und zu einem breiigen Sud angerührt kann Heilerde effektiv dabei helfen, die Symptome zu lindern. Die leicht kühlende Wirkung unterstützt diesen Effekt noch zusätzlich und vermindert gleichzeitig die Schmerzen.

 
Schäferhund rennt auf Erde
 

Sodbrennen beim Hund mit Heilerde behandeln

Viele Menschen sind sich gar nicht darüber im Klaren, dass auch Hunde von Sodbrennen geplagt werden können. Meist äußert sich dies in ungewöhnlichen Schleckanfällen (die Hunde lecken alles ab, was ihnen in die Quere kommt), ständigem Schmatzen und Leerschlucken. Auch der übermäßige Verzehr von Gras kann ein Hinweis auf Sodbrennen beim Hund sein. Als Auslöser für Sodbrennen ist inzwischen die Magensäure bekannt, die in solchen Fällen in zu großen Mengen vorhanden ist und somit die Magenschleimhaut und die Speiseröhre angreift.

Genau hier setzt auch die Heilerde an: Sie ist mit ihrer schwammartigen Wirkweise dazu im Stande, überschüssige Magensäure an sich zu binden und über den Kot ganz einfach aus dem Körper zu transportieren. Das Magensäure-Heilerde-Gemisch wird im Körper neutralisiert und verliert somit seine stark reizende Wirkung. Hier empfiehlt sich natürlich eine innere Anwendung, insbesondere mit Kapseln, die sich erst im Magen auflösen – dadurch wird die Wirkung der Heilerde beim Hund nicht übermäßig reduziert, sondern entfaltet erst dort ihre volle Kraft, wo sie benötigt wird. Am bekanntesten sind die Luvos Heilerde Kapseln.

Symptome von Sodbrennen:

  • Abschlecken von allen möglichen Dingen
  • ständiges Schmatzen
  • Leerschlucken
  • Übermäßiger Gras Verzehr

 

Heilerde gegen Kotfressen einsetzen

Oft denkt man, dass das Fressen von fremdem oder eigenem Kot bei Hunden ein Zeichen schlechter Erziehung ist, tatsächlich kann dieses Verhalten jedoch auf Mangelerscheinungen hinweisen. In dem Kot fremder Tiere finden sich besondere Enzyme und Nährstoffe, die erst nach der vollständigen Verdauung aufgespalten werden können. Hunde wissen instinktiv, was sie fressen müssen, sobald ein Mangel in ihrem Körper besteht – und dazu kann eben auch der Kot anderer Tiere gehören. Um dies zu unterbinden, kann Heilerde innerlich angewendet werden, um den Körper des Vierbeiners mit vielen wichtigen Nährstoffen zu versorgen und das Gefühl des Mangels beim Hund abzuschalten. Sobald der Körper mit allen essentiellen Vitaminen, Enzymen, Mineralstoffen und Spurenelementen versorgt ist, hört in vielen Fällen auch das Kotfressen von selbst auf.

 

Nebenwirkungen – spricht etwas gegen Heilerde für Hunde?

Aufgrund seiner guten Verträglichkeit, geht von Heilerde im Großen und Ganzen kein Risiko aus – Nebenwirkungen sind bisher nicht bekannt. Bisher gibt es auch noch keine Berichte von Hunden, die mit einer allergischen Reaktion auf das heilsame Naturprodukt reagierten. Vorsichtig sollten Sie jedoch bei der Verabreichung von Heilerde in Kombination mit Tabletten oder anderen Medikamenten sein da, da die filternde und reinigende Wirkung von Heilerde die Wirkstoffe der Medikamente abschwächen kann.

 

Fazit zur Heilerde als natürliches Hilfsmittel

Wie Sie sehen, gibt es eine Vielzahl an Erkrankungen und Beschwerden, die durch Heilerde gelindert oder sogar behandelt werden können. Damit Heilerde optimal wirken kann, sollte auf ein hochwertiges Produkt in einer ausgezeichneten Reinheit gesetzt werden. Eventuelle Zusätze, Verschmutzungen oder ein Mangel an Spurenelementen und Mineralstoffen können die Wirkung von Heilerde maßgeblich beeinträchtigen und diese unter Umständen sogar eher schädlich werden lassen.

Last update was on: 14. August 2018 13:36
1 Comment
  1. Reply
    Bianca 21. Juli 2018 at 18:47

    Wow, ein sehr interessanter Artikel. An Heilerde für Hunde habe ich bisher noch gar nicht gedacht. Und ich dachte immer, dass so etwas Nährstoffe eher bindet als sogar noch welche zuzuführen. Da muss ich mich unbedingt noch genauer informieren, aber euer Artikel ist schon mal eine super Einführung.

    Was auch mal sehr interessant wäre, wäre ein allgemeiner Artikel zum Thema Sodbrennen oder auch, welche Gründe übermäßiges Schmatzen eines Hundes haben kann. Bei unserer Hündin liegt dieses allerdings meist wohl daran, dass sie gerade sehr entspannt ist, manchmal zu faul ist zum Trinken aufzustehen (vielleicht sollten wir doch gerade im Sommer mal besser auf Nassfutter umstellen, an sehr heißen Tagen füttern wir es ohnehin) oder aber gerade irgendwo Schmerzen bzw. Angst vor Schmerzen hat (bestimmte Situationen beim Tierarzt z.B.). Da muss man oft sehr genau hinschauen und auch Mimik etc. miteinbeziehen, da Schmatzen allein oft relativ nichtssagend ist (und eben durchaus ein Symptom für recht gegenteilige Zustände sein kann).

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