IBD Hund: Symptome, Diagnose und Ernährung

IBD beim Hund

Leidet Ihr Hund häufiger unter Verdauungsproblemen? Durchfall, Schmatzen, Erbrechen, Blähungen… Möglicherweise steckt IBD dahinter. Mit der richtigen Ernährung können Sie viel dazu beitragen, das Wohlbefinden Ihres Vierbeiners zu verbessern. 

Worauf es bei der Therapie dieser chronischen Erkrankung ankommt und wie Sie den Darm Ihres Hundes nachhaltig beruhigen und sanieren, erfahren Sie hier!

Labrador Fussel (6 Jahre alt) hat Durchfall. Erst denkt sich ihr Frauchen Bianca dabei nichts. Dann kommt Erbrechen dazu. Sina übergibt sich mehrmals täglich. Manchmal hat sie Blähungen. Beim Kuscheln hört Bianca, dass es in Fussels Innerem rumort. Irgendetwas stimmt nicht. 

Als Fussel in der Wohnung Kot verliert, vereinbart Ihr Frauchen einen Termin beim Tierarzt. Der testet die Probe auf Giardien – Volltreffer – und gibt entsprechende Medikamente mit. Fussels Durchfall verschwindet. Allerdings ist die Freude über den Behandlungserfolg nur von kurzer Dauer: Nach drei Wochen ist der Durchfall wieder da – und alles geht von vorn los.

Bianca wechselt das Hundefutter. Sie bringt aus dem Supermarkt verschiedene Sorten mit. Aber Fussels Zustand wird nur kurzfristig besser.

Durchfall, Erbrechen, Blähungen… Die Hündin zieht sich mehr und mehr zurück. Statt an der Tür wartet sie nun meistens in ihrem Körbchen, wenn ihr Frauchen die Haustür aufschließt. Überhaupt schläft Fussel viel. Bianca macht sich Sorgen – und vereinbart den nächsten Tierarzttermin.

Erkennen Sie Ihren eigenen Vierbeiner in diesen Schilderungen wieder? Vielleicht leidet auch Ihr vierbeiniger Gefährte immer wieder unter Durchfällen sowie Erbrechen und wirkt ungewöhnlich erschöpft. Oder bei Ihrem Hund wechseln sich symptomfreie Episoden und Durchfälle ab.

Dahinter könnte eine entzündliche Darmerkrankung, kurz IBD, stecken.

IBD beim Hund

Was bedeutet „IBD“ beim Hund?

Die Abkürzung IBD steht für „Inflammatory Bowel Disease“. Auf Deutsch bedeutet das so viel wie „chronische entzündliche Darmerkrankung“. Zu den charakteristischen Symptomen gehören Verdauungsbeschwerden, Bauchschmerzen und Krämpfe. Vergleichbar ist die Symptomatik mit chronisch-entzündlichen Darmerkrankungen des Menschen wie Morbus Crohn und Colitis ulcerosa.

Meistens erkranken Vierbeiner mittleren Alters. Aber auch jüngere Fellnasen können darunter leiden. Beobachtungen zufolge betrifft es Rassehunde ebenso wie Mischlinge, wobei bestimmte Hundearten wie Schäferhunde, Boxer und Bulldoggen ungewöhnlich oft betroffen zu sein scheinen.

Das gilt besonders, wenn diese helles Fell haben. IBD bei Hunden gilt als nicht heilbar. Aber die Erkrankung lässt sich gut beherrschen. 

Bevor wir dazu kommen, erklären wir Ihnen kurz, 

  • wie der Tierarzt die Diagnose „chronisch-entzündliche Darmerkrankung“ stellt,
  • welche weiteren Symptome Hunde bei IBD zeigen, 
  • wie eine Therapie aussehen könnte,
  • wie Sie Ihrem Vierbeiner mit einer Darmsanierung helfen können und 
  • warum die Ernährung die wichtigste Rolle bei der Beherrschung dieser Erkrankung spielt.

Was ist IBD?

IBD ist eine Autoimmunerkrankung: Das Immunsystem schützt den Körper Ihrer Fellnase normalerweise vor schädlichen Eindringlingen wie Bakterien, Viren und Pilzen. Erkennt das Immunsystem körperfremde Eindringlinge, mobilisiert es die Abwehrkräfte. 

Bei einer Autoimmunerkrankung funktioniert genau diese Unterscheidung nicht mehr: Das Immunsystem geht fälschlich von einem Eindringling aus, mobilisiert die Abwehrkräfte – und zerstört körpereigene Zellen und Gewebe.

Die Erkrankung verläuft üblicherweise in Schüben oder Zyklen. Falls Ihr Hund davon betroffen ist, leidet er unter einer chronischen Entzündung des Darms. Meistens betrifft diese sowohl den Dünndarm als auch den Dickdarm. In seltenen Fällen kann aber auch nur einer der beiden Darmbereiche entzündet sein.

Zwischen den Krankheitsepisoden können immer wieder symptomfreie Intervalle vorkommen.

Warum ist IBD bei Hunden so gefährlich?

Damit Sie verstehen, was im Körper Ihres tierischen Begleiters passiert, schauen wir uns kurz die Verdauung und den Verdauungsapparat bei Hunden an: Wenn Ihr Vierbeiner Nahrung aufnimmt, schlingt er diese in der Regel unzerkaut hinunter. Als Omnikarnivore ist Ihr Hund mit Zähnen ausgestattet, die zum Halten und Zerreißen von Beute geeignet sind. 

Seine Hauptnahrung sollte also aus Fleisch bestehen. Aber auch Gemüse und Obst dürfen auf den Speiseplan. Die Nahrung wird zwar nicht zerkaut, aber eingespeichelt. Über den Rachen gelangt sie durch die Speiseröhre bis in den Magen. Dort bleibt sie 24 bis 36 Stunden liegen, vermischt sich und wird mithilfe von Verdauungssäften zersetzt. 

Diese Angabe verrät Ihnen auch, in welcher Zeit ein gesunder Vierbeiner ungefähr Kot absetzen sollte. Bemerken Sie bei Ihrem Liebling einen deutlich häufigeren oder selteneren Kotabsatz? Das könnte ein Hinweis auf ein Problem mit der Verdauung sein.

Ist der Magen Ihres Hundes gut gefüllt, entsteht ein sogenannter Fülldruck. Daraufhin öffnet sich der Magenausgang und der Nahrungsbrei bewegt sich in kleinen Mengen weiter zum Dünndarm, wo ein Großteil der Verdauung stattfindet. Dort zersetzen Verdauungsenzyme aus der Gallenblase und der Bauchspeicheldrüse den Speisebrei: Sie bauen Fette, Kohlenhydrate und Eiweiße ab und stellen diese dem Körper Ihres Vierbeiners zur Verfügung. 

Die verbleibenden Nahrungsbestandteile wandern weiter in den Dickdarm. Dort nimmt der Körper Ihres vierbeinigen Lieblings schließlich Salze, wasserlösliche Vitamine und essenzielle Fettsäuren auf. Gleichzeitig wird dem Nahrungsbrei das Wasser entzogen. 

Bei einer Darmentzündung kann Ihr Vierbeiner wichtige Nährstoffe und Vitamine nicht mehr richtig aus der Nahrung ziehen und aufnehmen. Auch der Wasserhaushalt seines Körpers kann durcheinandergeraten. Das wirkt sich negativ auf sein Immunsystem aus und kann weitere Erkrankungen, wie eine Bauchspeicheldrüsenentzündung nach sich ziehen.

Was passiert mit dem Darm meines Hundes bei IBD?

Wegen der dauernden Reizung kommt es zu einer Einlagerung von Entzündungszellen (Lymphozyten und Plasmazellen) in die Darmschleimhaut. Das führt dazu, dass diese anschwillt, beziehungsweise verdickt und eventuell sogar vernarbt. 

Angenommen, Ihr Vierbeiner hat tatsächlich IBD: Wenn er Nahrung zu sich nimmt, bleibt diese nicht wie bei gesunden Artgenossen 24 bis 36 Stunden im Körper. Ihr Hund scheidet sie schneller wieder aus, was sich in heftigen Durchfällen, möglicherweise mit Schleim- und Blutbeimengung zeigen kann. 

Falls die Entzündung sich im Dünndarm befindet, verliert Ihre Fellnase vermutlich deutlich sichtbar an Gewicht. Das liegt daran, dass die Nährstoff- und Energieaufnahme dort passiert.

Falls Ihr Tierarzt die chronische Darmentzündung rechtzeitig erkennt, lässt sie sich gut behandeln. Bleibt das Leiden unentdeckt, besteht die Gefahr, dass die Entzündung auf andere Organe übergreift. Allerdings ist die Diagnostik nicht ganz einfach, denn hinter Durchfall und Erbrechen können auch andere Gründe stecken.

Welche Ursachen hat IBD beim Hund?

Wodurch die chronisch-entzündliche Darmerkrankung bei Hunden entsteht, ist wissenschaftlich noch nicht abschließend geklärt. Als wahrscheinlich wird angenommen, dass es sich um eine Autoimmunreaktion der Darmschleimhäute handeln könnte. 

Diskutiert werden unterschiedliche Ursachen:

  • Futtermittelallergien und Unverträglichkeiten: Eventuell verträgt Ihr tierischer Begleiter eine bestimmte Proteinquelle nicht. Bemerken Sie Verdauungsprobleme nach dem Verzehr eines bestimmten Hundefutters? Auch Konservierungsmittel, Zusatzstoffe und Gluten können Ihrem vierbeinigen Gefährten Probleme bereiten.
  • Parasitäre Erkrankungen: Leidet Ihre Fellnase unter einem Befall mit Parasiten? Dazu zählen unter anderem Giardien, Würmer und Salmonellen. Das kann Durchfall beim Hund verursachen und eventuell zu IBD führen.
  • Immunsystem: Oder es liegt eine Störung des Immunsystems vor.
  • Genetische Ursachen: Vielleicht ist die Erkrankung genetisch bedingt.
  • Medikamente: Antibiotika bekämpfen unerwünschte Bakterien. Allerdings haben sie auch einen Einfluss auf die nötigen Bakterien der Darmflora. Verschiedene Studien haben den negativen Effekt von Antibiotika wie Tylosin, Amoxicillin/ Clavulansäure und Clindamycin auf den Darm nachgewiesen.

Welche Symptome zeigen Hunde mit IBD?

Körperliche Symptome

Typisch für IBD ist der schubartige Verlauf: Möglicherweise geht es Ihrem Hund zwischen den Schüben gut. Er kann phasenweise sogar vollkommen gesund wirken, bis der nächste Krankheitsschub einsetzt. Dabei treten in vielen sowohl körperliche als auch psychische Beschwerden auf. 

Tierhalter berichten bei IBD über folgende Symptome:

  • Starker, manchmal blutiger Durchfall und/oder schleimiger Kot,
  • Erbrechen,
  • intensive Blähungen,
  • ungewöhnlich laute, gurgelnde Darmgeräusche,
  • Austrocknung,
  • Gewichtsverlust bis zur Unterernährung,
  • Flüssigkeitsansammlung im Bauchraum (bei schweren Fällen).

Ein weiteres mögliches Problem ist Blutarmut/Vitamin B12-Mangel. Bei erkrankten Tieren gibt es sichtbare Veränderungen an der Darmschleimhaut.

IBD Hunde

Psychische Symptome

Neben körperlichen Auffälligkeiten zeigen sich auch psychische Symptome. Achten Sie bei Ihrem Vierbeiner am besten nicht nur auf seine physische Gesundheit, sondern nehmen Sie auch sein Verhalten in den Blick. 

Wirkt Ihr Hund möglicherweise auffällig ängstlich, schreckhaft und unruhig? Vielleicht zeigt sich Ihr Vierbeiner sogar aggressiv. Eine mögliche Erklärung für diese Wesensveränderung könnte chronischer Stress sein: Durch IBD ist der Körper Ihrer Fellnase in Aufruhr.

Das lässt den Cortisolspiegel steigen. Dabei handelt es sich um eine Schutzfunktion des Körpers. Ein Wolf würde sich mit diesen Symptomen höchstwahrscheinlich zurückziehen – und andere Lebewesen auf Abstand halten.

Manche Hunde erscheinen auch müde und lethargisch.

Tipp: Dokumentieren Sie Auffälligkeiten bei Ihrem Vierbeiner. Notieren Sie Stichworte zu seinem Allgemeinbefinden. Fotos helfen dabei, äußerlich sichtbare Veränderungen im Blick zu behalten. Ihre Aufzeichnungen und Beobachtungen sind wertvolle Informationsquellen für Ihren Tierarzt. 

Wie stellt der Tierarzt die Diagnose IBD beim Hund fest?

Wenn Sie Ihr Tier beim Tierarzt vorstellen, fragt dieser in der Regel zunächst für den Grund Ihres Besuches. Zu einer ausführlichen Anamnese gehören neben der Erhebung eventueller Vorerkrankungen und Medikamente auch der aktuelle klinische Zustand. 

Schildern Sie Ihre Beobachtungen. Falls Sie Aufzeichnungen (Text, Fotos, Videos) haben, stellen Sie diese am besten ebenfalls zur Verfügung. Das hilft dem Tierarzt, sich ein umfassendes Bild vom aktuellen Gesundheitszustand Ihres Vierbeiners zu machen.

Bei der allgemeinen körperlichen Untersuchung Ihres Tieres kann der Tierarzt eventuell verdickte Darmschlingen und vergrößerte Lymphknoten ertasten. 

Es ist nicht einfach, die Diagnose IBD zu stellen. In der Regel ist dafür eine Ausschlussdiagnostik nötig: Das heißt, Ihr Tiermediziner prüft sämtliche andere infrage kommenden Ursachen und schließt diese nach und nach aus. Das liegt daran, dass die Symptome für IBD auch zu anderen Krankheiten und gesundheitlichen Schwierigkeiten passen. Dazu zählen unter anderem Futtermittelallergien, Bauspeicheldrüsenentzündung und Parasitenbefall.

Endgültige Gewissheit verschafft schließlich eine Darmspiegelung (Endoskopie). Dabei entnimmt der Tierarzt eine Gewebeprobe (Biopsie). Dieser Eingriff erfolgt unter Vollnarkose. Auffällig ist, dass Hunde mit einer chronisch entzündlichen Darmerkrankung nicht nur weniger Darmbakterien haben als gesunde Artgenossen. Auch die Vielfalt (Diversität) der Bakterienstämme ist bei ihnen vermindert.

Wie sieht die IBD-Therapie bei Hunden aus?

IBD gilt als nicht heilbar. Darum sind regelmäßige Kontrollen beim Tierarzt ebenso wichtig wie ein konsequentes Befolgen des Therapieplans. Die Therapie setzt sich aus mehreren Bausteinen zusammen. Was generell wichtig ist: Sorgen Sie dafür, dass es Ihrem Hund gut geht. Spaziergänge, Streicheleinheiten, Spiele, Intelligenztraining… All das macht Ihren Vierbeiner glücklich.

Akute Krankheitssymptome lindern

Vermutlich beginnt Ihr Tierarzt zunächst mit der Behandlung der vorliegenden Symptome. Welche Medikamente und Maßnahmen dabei zum Einsatz kommen, entscheidet sich nach den Krankheitsanzeichen Ihres Hundes. Die Therapie wird individuell an Ihr Tier angepasst.

Leidet Ihr Vierbeiner unter Krämpfen, erhält er wahrscheinlich ein krampflösendes Mittel beziehungsweise ein Schmerzmittel. Auch Antibiotika, Entzündungshemmer wie Cortison und Fiebersenker können bei Bedarf zum Einsatz kommen

Cortison schwächt das Immunsystem. Dieser Effekt ist gewollt, denn wegen der Autoimmunerkrankung der Darmschleimhaut reagiert der Körper übermäßig stark. Allerdings gibt es bei der Gabe von Cortison einen Nachteil: Ihr tierischer Begleiter wird anfälliger für andere Krankheiten.

Ihr Hund hat bereits stark an Gewicht verloren? Er ist sichtlich ausgetrocknet oder leidet unter einem Proteinmangel? Dann ist der stationäre Aufenthalt in einer Tierklinik eine Möglichkeit, Ihrer Fellnase schnell wieder auf die Beine zu helfen. Dort wird der Flüssigkeitsverlust durch Infusionen ausgeglichen.

Darmflora stärken: Probiotika und Präbiotika

Um den Darm zu unterstützen, raten wir zusätzlich zu einer Darmsanierung beim Hund. Dafür eignen sich sogenannte Probiotika und Präbiotika. Diese können Sie als Ergänzung ins Hundefutter geben. Der Darmaufbau kann mehrere Wochen oder sogar mehrere Monate dauern.

Aber was sind eigentlich Probiotika und Präbiotika? Kurz gesagt: Probiotika sind Mikroorganismen, die sich vorteilhaft auf die Gesundheit des Hundes auswirken. Meistens handelt es sich dabei um Bakterien. Im Volksmund ist daher oft von „guten Darmbakterien“ die Rede. Aber auch Hefen gehören dazu. Das bekannteste Probiotikum für Hunde ist der Darmkeim Enterococcus faecium. 

Präbiotika dienen den Probiotika als Nahrung. Ihr Hund kann diese nicht ohne Unterstützung verdauen. Aber die Darmbakterien sind in der Lage, sie zu verstoffwechseln und daraus Energie zu ziehen. Dementsprechend regen Präbiotika das Wachstum von Darmbakterien an und sind ein Muss zur Stärkung der Darmflora. Fructooligosaccharide (FOS) und Mannanoligosaccharide (MOS) sowie Inulin sind bekannte Vertreter der Präbiotika. 

Es genügt also nicht, Ihrer Fellnase lediglich ein Probiotikum zur Verbesserung seiner Darmgesundheit zu geben. Damit sich die Darmflora Ihres Hundes nachhaltig verbessern kann, brauchen Probiotika selbst Nahrung. Nur mit dem entsprechenden Nährsubstrat vermehren sich die „guten Bakterien“.

Ein Präparat, das beide Komponenten vereint, nennt sich in der Fachsprache „Synbiotikum“.

Ein solches Produkt ist Anifit Powerdarm. Es enthält sowohl den wertvollen Darmkeim Enterococcus faecium als auch die erwähnten Präbiotika, die diesem als Nahrungsquelle dienen. Mit dieser Nahrungsergänzung tragen Sie nachhaltig zur natürlichen Stärkung der Darmflora Ihres Hundes bei.

Die empfohlene Tagesmenge hängt vom Körpergewicht ab:

  • 1 Gramm für Hunde bis 10 kg Körpergewicht
  • 2 Gramm für Hunde bis 20 kg Körpergewicht
  • 3 Gramm für Hunde bis 40 kg Körpergewicht

Die Auswirkungen erkennen Sie wahrscheinlich bereits nach kurzer Zeit am Kot Ihres Vierbeiners: Die Konsistenz verändert sich, und er wird wieder fester.

Ist Durchfall beim Hund IBD?

Ist IBD heilbar? Prognose

Sobald bei Ihrem Hund eine entzündliche Darmerkrankung diagnostiziert wurde, wird Ihr Tierarzt wahrscheinlich regelmäßige Kontrolluntersuchungen empfehlen. Damit lässt sich sicherstellen, dass die Behandlung richtig auf Ihren Vierbeiner eingestellt ist. Auch wenn Ihr Hund keine Symptome mehr zeigt, bleibt er ein IBD-Patient, denn die Krankheit ist nicht heilbar. 

Es kann jederzeit zu einem neuen Schub kommen. Aber die Symptome lassen sich gut therapieren. Ihr vierbeiniger Gefährte kann mit der richtigen Behandlung ein erfülltes, glückliches Leben mit minimalen Beschwerden führen, sobald die Symptome unter Kontrolle sind.

Eine wichtige Voraussetzung ist die Einhaltung der neuen Ernährung für Ihren Vierbeiner. Wie diese aussehen kann, erfahren Sie im nächsten Abschnitt. Falls Sie bei Ihrem Liebling etwas Ungewöhnliches bemerken oder sich neue Symptome entwickeln, ist ein Tierarztbesuch Pflicht.

Was kann ich einem Hund mit IBD füttern?

Wichtig bei der Behandlung von entzündlichen Darmerkrankungen ist die Umstellung der Ernährung. Futtermittelallergien werden als eine mögliche Ursache für IBD bei Hunden gesehen. Es kommen zwar auch andere Gründe in Betracht. Aber eine Ernährungsumstellung kann helfen, die entzündlichen Prozesse in den Griff zu bekommen, die durch IBD entstehen.

Ernährungsumstellung auf darmschonende Nahrung

Langfristig ist die Ernährungsumstellung Ihrer Fellnase ein wichtiger Baustein der Therapie bei IBD. Viele kommerzielle Tierfutterarten belasten den Organismus Ihres Hundes mit minderwertigen Zutaten und Konservierungsmitteln, unnötigen Füll-, Farb- und Zusatzstoffen sowie Zucker und anderen künstlichen Zusätzen. 

Leidet Ihr vierbeiniger Gefährte unter einer chronisch-entzündlichen Darmerkrankung, sollte die Ernährung möglichst darmschonend und leicht verdaulich ausfallen. Es ist entscheidend, erst einmal Ruhe ins Immunsystem zu bringen. Der Darm sollte bei der Fütterung so weit wie möglich unterstützt und entlastet werden. 

Wir persönlich haben gute Erfahrungen mit dem Feuchtfutter für Hunde von Anifit gemacht. Es wird schonend per Kaltabfüllung zubereitet und besticht durch hochwertige Inhaltsstoffe, die für den menschlichen Verzehr zugelassen sind. Auf künstliche Zusätze, Zucker und Allergene wird dabei konsequent verzichtet. 

Probieren Sie die hochwertige Nahrung am besten einfach selbst aus: Hier können Sie ein Futterpaket mit vielen verschiedenen Sorten in unterschiedlichen Portionsgrößen (200 g, 400 g oder 810 g) für Ihren Hund bestellen.

Wir raten zu einer behutsamen Futterumstellung: Geben Sie zunächst einen Anteil von 10 Prozent des neuen Futters unter das bisherige Futter. Steigern Sie diesen Anteil kontinuierlich auf 20 Prozent, 30 Prozent, 40 Prozent usw., bis Sie die komplette Mahlzeit ersetzt haben.

Keine Sorge, falls Sie die Dose nicht schnell genug leer bekommen: Anifit-Futter lässt sich problemlos einfrieren und wieder auftauen. 

Hochverdauliche Nahrung (Spezialdiät)

Möglicherweise empfiehlt Ihnen Ihr Tierarzt hochverdauliches Hundefutter wie i/d von Hills. Es gibt eine Reihe von Futterherstellern, die sich auf spezielle Diäten für Hunde mit bestimmten Krankheiten spezialisiert haben. Dazu gehören VetConcept, Royal Canin und Hills.

Die spezielle Diät soll eine Nährstoffaufnahme trotz der anhaltenden Entzündungsprozesse im Darm Ihres Hundes möglich machen. Das Futter gibt es häufig nur beim Tierarzt oder im Fachhandel zu erwerben. Es ist kostenintensiv, überzeugt uns allerdings nicht uneingeschränkt in Bezug auf seine Inhaltsstoffe. 

Unbekannte Proteinquellen

Eine weitere beliebte Option ist die Verwendung von Proteinquellen, die Ihr Hund bislang noch nicht kennt. Schweine- und Hühnerfleisch sind häufige Zutaten in kommerziellem Hundefutter. Ihnen wird ein erhöhtes Risiko für eine Immunreaktion des Darms zugeschrieben

Darum raten viele Experten für Hundeernährung zu neuartigen Proteinquellen wie Wild, Känguru, Büffel, Schaf oder Lamm, um das Risiko einer Immunreaktion zu senken. Durch Monofutter mit nur einer einzigen Proteinquelle senken Sie ebenfalls die Wahrscheinlichkeit von Unverträglichkeiten und allergischen Reaktionen.

Setzen Sie auf ein hochwertiges Futter mit einer einzigen Proteinquelle, viel Fleisch und mit einer kompletten Deklaration: Schauen Sie sich die Inhaltsstoffe an und addieren Sie die Prozentzahlen. Im Idealfall kommen Sie auf 100 % und wissen damit genau, was in der Dose steckt.

Hydrolysierte Proteindiäten

Auch Hundefutter mit hydrolysierten Proteinen ist eine Möglichkeit zur Behandlung entzündlicher Darmerkrankungen bei Hunden. Der Körper des Hundes bewertet größere Eiweißmoleküle eventuell als Fremdkörper, was eine Immunreaktion hervorruft. 

Hydrolysierte Proteine sind Eiweißmoleküle, die durch chemische oder mechanische Prozesse bereits zerkleinert sind. Das senkt das Risiko, dass der Körper Ihres Vierbeiners darauf reagiert. Dadurch verringert sich auch das Ausmaß der Entzündung an der Darmschleimhaut.

Ballaststoffreiche Ernährung

Eine weitere alternative Kost zur Behandlung entzündlicher Darmerkrankungen bei Hunden ist eine ballaststoffreiche Ernährung. Ballaststoffe sind gut geeignet, um die mit IBD verbundenen Symptome zu mildern. Die nicht verdaulichen Bestandteile der Ballaststoffe helfen, den Transport der Nahrung durch den Darmtrakt zu regulieren. Sie tragen dazu bei, den Kot im Darm Ihres Hundes zu verdichten, was die Konsistenz des Stuhls verbessert.

Die verdaulichen Komponenten der Ballaststoffe dienen nützlichen Bakterien im Dickdarm als Nahrungsquelle. Falls Sie Rohfleischfütterung bevorzugen (BARF) ist auch diese Maßnahme einen Versuch wert, um den Darm Ihres Hundes zu entlasten.

Kann ich meinen Hund vor IBD schützen?

Lässt sich IBD vorbeugen? Diese Frage stellen uns viele Hundehalter. Es ist zwar noch nicht endgültig geklärt, wie diese Krankheit entsteht. Aber Sie können trotzdem vorbeugend aktiv werden und dazu beitragen, dass die Darmflora Ihres tierischen Begleiters gesund bleibt. Den vielleicht wichtigsten Grundstein dafür legen Sie mit einer hochwertigen und artgerechten Ernährung vom Welpenalter an. 

Wir empfehlen dazu das Feuchtfutter für Hunde von Anifit.

Es ist artgerecht auf die Bedürfnisse Ihres Hundes – eines Omnikarnivoren – abgestimmt:

  • Der Frischfleischanteil ist mit 90 bis 99 % sehr hoch. Dazu ergänzen Gemüse und sonstige Naturprodukte die Rezeptur. Das Fleisch besitzt Lebensmittelqualität. Das heißt, das verwendete Fleisch ist für die menschliche Ernährung zugelassen.
  • Anifit verwendet ausschließlich natürliche Rohstoffe.
  • Das Futter beinhaltet keine Konservierungsstoffe, keine Füllstoffe und Lockstoffe.
  • Die Nahrung ist frei von zugesetzten Fetten, Tier- und Kadavermehlen.
  • Auch Stoffe, die unter dem Verdacht stehen, Allergien bei Hunden auszulösen, sind in Anifit nicht enthalten: kein Soja, kein Mais, keine Pflanzen- und Getreidemehle.

Sämtliche verwendete Bestandteile sind glutenfrei. Die Zubereitung der Mahlzeiten erfolgt durch Kaltabfüllung. Diese Zubereitungsmethode ist besonders vitamin- und nährstoffschonend.

Hundefutter

Fazit

IBD ist eine ernstzunehmende Krankheit bei Hunden. Durchfälle, Erbrechen und Krämpfe können die Lebensqualität Ihres Vierbeiners stark einschränken. Das kann nicht nur zu körperlichen Symptomen, sondern auch zu Wesensveränderungen bei Ihrer Fellnase führen.

Falls Sie die oben genannten Symptome bei Ihrem Hund feststellen, stellen Sie ihn am besten beim Tierarzt vor. Mithilfe einer Ausschlussdiagnose und einer Darmspiegelung einschließlich Biopsie kann er herausfinden, ob tatsächlich das Inflammatory Bowel Disease vorliegt.

Bestätigt sich die Diagnose bei Ihrem Liebling gilt zunächst: Keine Panik! Die Erkrankung ist gut beherrschbar. Wichtig ist, die Entzündungen der Darmschleimhaut zu reduzieren. Darum konzentriert sich Ihr Tierarzt vermutlich zunächst auf die aktuell vorliegenden Symptome und verabreicht – je nach Indikation – Antibiotika, Schmerzmittel, Krampflöser und Entzündungshemmer. 

Ein vorübergehender stationärer Aufenthalt in der Tierklinik kann in schweren Fällen ebenfalls nötig sein. 

Langfristig kommt der richtigen Ernährung eine Schlüsselfunktion bei chronisch entzündlichen Darmerkrankungen des Hundes zu: Stellen Sie Ihren Vierbeiner darum unbedingt behutsam auf ein gut bekömmliches, hochwertiges und artgerechtes Futter um. Sein Darm sollte zur Ruhe kommen. 

Auch eine Darmsanierung ist sinnvoll. Geben Sie am besten ein Kombipräparat aus Probiotika und Präbiotika, um die Darmflora Ihrer Fellnase zu verbessern. Danach sollten sich Symptome wie Durchfall und Erbrechen bei Ihrem Hund lindern und im Idealfall vollständig verschwinden.

Über die Autorin
Sarah Strahberger ist Hundetrainerin und zertifizierte Ernährungsberaterin für Hunde.

Seit 2015 schreibt Sarah als Fachjournalistin für Hundefutter Tests hochwertige Artikel und nimmt gemeinsam mit ihrer Mischlingshündin Luna verschiedene Hundefutter Sorten unter die Lupe.

Ihre Mission ist es, über die verschiedenen Hundefutter Deklarationen aufzuklären. Sie möchte Hundebesitzer informieren und sensibilisieren, die Deklaration von Hundefutter aufmerksam zu lesen.
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