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Selbsthilfe bei zu dicken Hunden

Ein schlanker Hund ist meist fit und die Spaziergänge bereiten ihm Freude. So mancher Vierbeiner joggt gerne mit seinen Besitzern. Das tägliche Spiel muntert ihn auf und neue Herausforderungen nimmt er gerne an. Ganz anders sieht es bei zu dicken Hunden aus.

Laut Statistik ist jeder vierte Hund in Deutschland und Österreich zu dick. Wie kann es so weit kommen? Etwa durch zu gutmütige Hundebesitzer, die ihrem Vierbeiner keinen Wunsch abschlagen können. Viele Tiere dürfen am Tisch mitnaschen. Mit meist sehr negativen Folgen.

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Wann ist ein Hund dick?

Bereits bei kleinen Welpen kann es zu einer Säureverdickung des Unterhautbindegewebes kommen. Ihr geliebter Vierbeiner ist bereits übergewichtig, sobald er sein Standardgewicht um zehn Prozent überschreitet. Ein Hund mit 10 Kilogramm Sollgewicht ist mit 11 Kilogramm bereits übergewichtig. Liegt das Tier bereits um fünfzehn Prozent über dem Normalgewicht, spricht man von Fettleibigkeit. Dadurch kommt es kommt zu einer messbaren Belastung der Gelenke und der Wirbelsäule.

Der Ursprung des Übergewichts ist meist falsches Futter. Tasten Sie Ihren Hund einfach einmal ab: Wenn Sie seine Rippen fühlen können, obwohl Ihre Hände nur locker an seinem Körper aufliegen und wenn seine Taille von oben betrachtet zu sehen ist, dann ist Ihr geliebter Vierbeiner idealgewichtig.

Ein Hund ist kein Allesfresser

Bei einigen Hunderassen könnte man meinen, sie wären Allesfresser. Die gutmütigen Berner Sennenhunde zum Beispiel, können alles vertilgen, was der Kühlschrank hergibt. Eine ganze Kalbsstelze: kein Problem, Bananen: sehr lecker, auch Kartoffeln sind durchaus fressbar. Diese Köstlichkeiten gehen meist neben der normalen Fütterung einher. Es ist nicht weiter verwunderlich, wenn solch ein Hund plötzlich zu dick ist und keinen Spaß an der körperlichen Bewegung hat.

Auch kastrierte Vierbeiner neigen dazu, es bei der Futteraufnahme zu übertreiben. Labrador Retriever und Golden Retriever tendieren ebenso zu Übergewicht wie beispielsweise ein Dackel. Sorgen Sie deshalb schon bei einem Hund im Welpenalter, dass er sich genug bewegt und nicht zu viel frisst. Lassen Sie sich von den treuherzigen Hundeaugen nicht herumkriegen. Viele Hunde erhalten zu große Mahlzeiten und zu viele “Leckerlis“, nebenher.

Hund läuft auf Feld

Die Folgen des Übergewichtes

Wissenschaftlich nachgewiesen ist beispielsweise, dass zu dicke Vierbeiner häufig an Gelenkverschleiß, an Zuckerkrankheit, sowie Atemwegserkrankungen und Herz-Kreislauf-Erkrankungen leiden. Auch das Narkoserisiko wird durch Fettleibigkeit erhöht.

Nimmt Ihr Hund scheinbar ohne Grund plötzlich zu, dann sollten Sie mit ihm unbedingt einen Tierarzt aufsuchen, um die Ursache zu klären. Es kann sich dabei um eine Schildrüsenunterfunktion oder um eine Überfunktion der Nebenniere handeln. Eventuell macht dem Vierbeiner eine Fehlfunktion seiner Geschlechtsdrüsen zu schaffen.

Vorsorgen ist besser als heilen

Durch ausreichend Bewegung und exakte Futtermengen, die auch nicht durch Sonderzulagen umgangen werden, treffen Sie eine vernünftige Vorsorge, dass Ihr Hund nicht zu dick wird. Zudem ist von einem raschen Nahrungswechsel abzuraten. Nicht jeder Erfolg bei einem Spiel muss mit einem Leckerli belohnt werden, lassen Sie es nicht so weit kommen, dass Sie von Ihrem treuherzigen Vierbeiner erpresst werden, wenn er den Ball- oder die Pantoffeln holen soll.

Greifen Sie nicht auf Anhieb zu einer neuen Futtersorte, nur weil er seine Portion nicht auffrisst. So lange er gesund wirkt, wird er wissen, wenn er satt ist. Setzen Sie ihm deshalb nicht besondere Leckerbissen vor die Nase, er würde mit Sicherheit zuschlagen, obwohl er schon satt ist.

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Hundefutter bei Übergewicht: Light Produkte sind keine Alternative

Selbst wenn Sie Ihr Tier mit einer großen Portion füttern – ist sie nährstoffarm, wird der Organismus Nachschlag verlangen. Ein Hund kann trotz Übergewicht mangelernährt sein. Deshalb nützt es auch wenig, wenn Sie Ihren Hund plötzlich auf Light Futter setzen. Durch eine Senior- oder Light Nahrung wird der angeschlagene Organismus womöglich noch mehr geschwächt, es kommt häufig zu einer vermehrten Wassereinlagerung.

Durch einen sinkenden Stoffwechsel gelingt in der Regel erst recht keine Gewichtsabnahme. Mit Light-Futtermittel wird den Hunden meist zu wenig Energie zugeführt. Es enthält häufig für den Hund schwer verdauliche Futterkomponenten aus pflanzlichen Mitteln.

Um den Mangel an Nährstoffen notdürftig aufzufangen, kann das Futter in manchen Fällen sogar mit chemischen Stoffen angereichert sein. Inhaltsstoffe, welche die Entgiftung fördern sollen, fehlen bei Diät Futtermittel meist ganz, sodass es zu Vergiftungen durch nicht abgebaute Substanzen kommen kann.

Feste Fütterungszeiten und Bewegung führen zum Erfolg

Statt auf Diätfutter zu setzen, sollten Sie Ihren Hund immer zu festen Zeiten füttern, damit sich sein Magen auf eine regelmäßige Futteraufnahme einstellen kann. Durch Zuführung von guter Energie und gehaltvoller Rohstoffe wird der Hund sich wieder lieber bewegen und es kommt zu einem dynamischeren Stoffwechsel.

Bei einem Hund handelt es sich nun einmal um einen Fleischfresser, dessen Organismus mit billigen Füllstoffen wie Getreide, wie es oft in Light Hundefuttern der Fall ist, nicht zufrieden ist. Die Zugabe von Lachs-Hanf-Öl kann den Fettstoffwechsel unterstützen. Regelmäßige Massagen beispielsweise (das Massieren kann während des Streichelns erfolgen), aktivieren den Darm.

Hund aktiv im Wasser

Ohne Bewegung funktioniert es nicht

Bei einem dicken Hund müssen die ersten Fitnessübungen vorsichtig angegangen werden. Er wird kaum in der Lage sein, von Anfang an Strecken von 1 1/2 Stunden zurückzulegen. Seien Sie geduldig und werden Sie bloß nicht blass vor Neid, wenn andere Hundebesitzer lässig mit Vierbeinern an Ihnen vorbeilaufen.

Auch die haben einmal klein angefangen. Bleiben Sie dran, erweitern Sie die Spazierwege wöchentlich um mindestens 10 Minuten, sodass Sie am Ende täglich mindestens eine Stunde unterwegs sind. Von Regen und Schnee sollten Sie sich nicht abhalten lassen.

TIPP: Diese Ratschläge gelten natürlich nur, wenn Ihr Vierbeiner gesund ist, sie sollten das Tier keineswegs überfordern!

Ein zu dicker Hund sollte besser nicht auf Light Futter gesetzt werden, die Futterumstellung bringt nämlich einige Risiken mit sich und Light Futter enthalten zu oft schwer verdauliche Proteine aus pflanzlichen Quellen, die dem Hund keinen wirklichen Mehrwert bringen. Auch ein übergewichtiger Hund braucht in seinem Futter Fleisch und hochwertige Nährstoffe wie beispielsweise Aminosäuren und Fettsäuren für seinen gesunden Stoffwechsel.

Allerdings fehlen diese gehaltvollen Stoffe bei so manchem Diätfutter. Bei vielen Produkten wird versucht, mit synthetischen Vitaminen und Spurenelementen notdürftig dagegenzuhalten. Ein stumpfes Fell und eventuell Hautprobleme oder Stoffwechselstörungen sind die Folge einer Mangelernährung. Die bessere Lösung sind pünktliche Mahlzeiten, keine Naschereien zwischendurch und eine angemessene Bewegung.

Wir empfehlen Nassfutter – hier kann der Hund mehr von der Menge her gesehen fressen als von Trockenfutter, da noch Wasser dabei ist.

Über die Autorin
Sarah Strahberger ist Hundetrainerin und zertifizierte Ernährungsberaterin für Hunde.

Seit 2015 schreibt Sarah als Fachjournalistin für Hundefutter Tests hochwertige Artikel und nimmt gemeinsam mit ihrer Mischlingshündin Luna verschiedene Hundefutter Sorten unter die Lupe.

Ihre Mission ist es, über die verschiedenen Hundefutter Deklarationen aufzuklären. Sie möchte Hundebesitzer informieren und sensibilisieren, die Deklaration von Hundefutter aufmerksam zu lesen.
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