Stiftung Warentest – Kein Richtwert für gutes Hundefutter

Schon im Februar 2015 hat Stiftung Warentest Hundefutter getestet. Doch wie richtungsweisend war der Nassfutter Test damals und wie vertrauenswürdig ist der aktuelle Trockenfutter Test? Wir geben unser Feedback zum Testergebnis von Test.de:Stiftung Warentest Hundefutter

Nassfutter Test aus dem Jahr 2015

Letztes Jahr sorgte der Test für viel Aufsehen. Die Headline „Nur acht geben alles“ zeigt ein vernichtendes Ergebnis für die Hundefutter Branche. Für uns ist jedoch eines unerklärlich: Das Hundefutter „Pedigree Pastete mit 5 Sorten Fleisch“ landet auf Platz 2 der Gesamtwertung mit einer Benotung von „Sehr gut“. Dieses Futter ist unserer Meinung nach keineswegs eine gesunde Hundenahrung. Ein viel zu hoher Getreideanteil und Zucker als Geschmacksverstärker in Form von Rübenschnitzel. Wir haben die Trockenfutter Variante dieses Futters getestet. Hier finden Sie den Testbericht mit unserer vernichtenden Wertung für Pedigree.

Jetzt stellt sich uns eine Frage: Wie kommt ein offensichtlich schlechtes Hundefutter auf Platz 2 bei Stiftung Warentest? Pedigree ist für die viele Werbung bekannt, mit der man geradezu erschlagen wird. Doch gemäß unserer Erfahrung sind die Futtermarken mit der größten Werbung die schlechtesten im Hundefutter Test. Ist Stiftung Warentest noch vertrauenswürdig oder käuflich? Oder ist das Test- und Bewertungssystem einfach Fehlerhaft?

Trockenfutter Test Mai 2016

Ende Mai wurden die Testergebnisse für den Trockenfutter Test veröffentlicht. Zu unserem Erstaunen landet Pedigree wieder auf einem der vorderen Plätze. Diesmal auf Platz drei. Das Pedigree Vital Protection Adult ist von der Zusammensetzung sogar noch schlechter, als das getestete Futter aus dem Jahr 2015. Getreide macht den Hauptbestandteil der Hundenahrung aus und dient lediglich als billiger Füllstoff. Einen echten Mehrwert bietet das Getreide dem Hund nicht. Auch Zucker in Form von Zuckerrübenschnitzel ist wieder als Geschmacksverstärker enthalten.

Ein weiterer Punkt, der uns an Stiftung Warentest zweifeln lässt ist das Testergebnis von Frolic Geflügel. Ein Hundefutter mit einem so geringen Fleischanteil und Zucker als direkten Inhaltsstoff steht mit einer glatten 3,0 Benotung in den Testergebnissen. Das Happy Dog NaturCroq direkt dahinter, aber auf einem schlechteren Platz, aufgrund der Fütterungsempfehlung und dem Verpackungsdesign. Hier sind eindeutig die Bewertungsprioritäten falsch verteilt.

Stiftung Warentest vertrauenswürdig?

Es ist allgemein bekannt, dass test.de rückläufige Einnahmen und Auflagen hat, deshalb auch oft Testergebnisse aufbauscht um höhere Klick-Raten zu bekommen. Beispiele sind die Angelegenheiten mit Ritter Sport (Stiftung Warentest hat vor Gericht verloren) und Gollnest & Kiesel. (Quelle) Wir hoffen das die Ergebnisse nicht unter „finanzieller Not“ leiden.

Gemäß der uns vorliegenden Testergebnisse (Hundefutter 02/15 & 05/16 sowie dem Katzenfutter Test 03/14) müssen wir ganz klar das Bewertungssystem kritisieren. Jegliche Zusatzstoffe und die zu hohen Getreideanteile werden so gut wie ignoriert für die Testergebnisse. Inhalte, die nichts in gutem Hunde- oder Katzenfutter zu suchen haben.

Über den aktuellen Trockenfutter Testergebnissen steht, dass Hunde Getreide besser verdauen können, als die meisten Hundebesitzer glauben. – Wir würden gerne kurz Stellung dazu nehmen: Natürlich können Hunde das Getreide verdauen. Jedoch hat es in der natürlichen Hundeernährung nichts zu suchen, zumindest nicht in den Mengen, wie es bei den schlechten Hundefuttern vorhanden ist. Es dient lediglich als billiger Füllstoff. Fleisch ist bekanntlich teurer als Getreide. Die Menge macht den Unterschied.

Für uns sind die Ergebnisse von Stiftung Warentest nicht richtungsgebend für gute Tiernahrung!

Sarah Strahberger

Sarah Strahberger ist Hundetrainerin und zertifizierte Ernährungsberaterin für Hunde. Bereits während ihrer Kindheit, entwickelte sie eine große Leidenschaft für Tiere. Aber vor allem Hunde hatten es ihr angetan. Sie entschloss sich, eine Ausbildung als tiermedizinische Fachangestellt zu absolvieren und arbeitete viele Jahre in diesem Beruf. Zu Beginn des Jahres 2009 erkrankten ihre Hund Billy und Bobby. Aufgrund des minderwertigen Futters, dass Sarah damals fütterte, sind beide Hunde nicht alt geworden. Sie begann, sich intensiv mit der Zusammensetzung von Hundefutter auseinanderzusetzen und entschloss sich, eine Weiterbildung als Ernährungsberaterin für Hunde zu absolvieren. Seit 2015 schreibt Sarah als Fachjournalistin für Hundefutter Tests hochwertige Artikel und nimmt verschiedene Hundefutter und deren Sorten unter die Lupe. Als Ernährungsberaterin für Hunde empfindet sie es als ihre Mission über die verschiedenen Hundefutter Deklarationen aufzuklären. Sie möchte Hundebesitzer informieren und sensibilisieren, die Deklaration von Hundefutter aufmerksam zu lesen. Denn Sarah weiß: Das richtige Hundefutter rettet womöglich das Leben Ihres Hundes!

Hundefutter Tests 2022
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