Welpenernährung auf Rassenebene

Hundewelpen benötigen direkt im Anschluss an die Muttermilch eine gute Ernährung, bei der die Energie und Nährstoffzufuhr angepasst sein muss. Kleine Hunderassen (Widerristhöhe max. 30 cm) erreichen Ihre volle Wachstumsgröße bereits mit einem Jahr und besitzen einen deutlich schnelleren Stoffwechsel als vergleichbare große Hunderassen. Kleinspitz Welpen bzw. ein Jack Russell Terrier benötigen zum Beispiel für ein gut ausgeprägtes Knochenwachstum eine erhöhte Zufuhr an Proteinen, Kalzium, Fette und Phosphor. Mittelgroße Hunderassen haben wiederum eine Widerristhöhe von maximal 50 cm und benötigen eine andere Nährstoffe im Welpenfutter. Hierbei muss das Augenmerk auf Beta-Carotin, Antioxidantien und Vitamin E gerichtet sein, damit die Knochen- und Muskelbildung besser gefördert wird. Zusätzliche Omega-6 bzw. Omega-3 Fettsäuren sorgen zwar für ein glänzendes Fell, und sollten nach Möglichkeit in der Welpennahrung enthalten sein. Große Hunderassen mit einer Widerristhöhe von über 50 cm brauchen ein Welpenfutter, das auf ein rasches Wachstum ausgerichtet ist. Grundbestandteil der Welpennahrung sollten deshalb Kalzium, Phosphor und ein ausgewogener Energiegehalt sein.

Grundgenommen muss man aber sagen: In der Wildniss gibt es auch keine Beute extra für große, kleine, alte oder junge Hunde! Deswegen ist ein hochwertiges Hundefutter für alle Hunde gleichermaßen gut geeignet. Die Hundefutter auf Rassenebene sind in unseren Augen nur Marketing. Ein Welpenfutter an sich kann jedoch Sinn machen, da hier auf einen höheren Proteinanteil für das Wachstum des Welpen geachtet wird.

 

Das erste Futter in der Eingewöhnungsphase

ein Labrador Welpe benötigt eine andere FütterungsweiseDirekt im Anschluss an die Muttermilch beginnt die sogenannte Eingewöhnungsphase. Dieser Prozess sollte nicht abrupt erfolgen sondern vielmehr in einem Zeitrahmen von 2 Wochen vorgenommen werden. Damit sich die Umstellung nicht allzu schwer gestaltet, können sie zu Beginn das Welpen-Trockenfutter noch mit etwas Muttermilchersatz verrühren. Pro Tag dürfen es 3-4 Mahlzeiten für den Welpen sein, wobei Sie den Milchersatz von Mal zu Mal reduzieren. Hat sich der Welpe an das Trockenfutter gewöhnt, so gilt es nur noch darauf zu achten, dass das Trockenfutter von hochwertiger Qualität zeugt und genauestens auf die kleinen bzw. großen Hunderassen abgestimmt ist. Bitte immer im Hinterkopf behalten: Nassfutter ist artgerechter als Trockenfutter.

 

Feste Fressgewohnheiten entwickeln

Kleine bzw. große Hunderassen neigen zu vollkommen anderen Fressgewohnheiten, die Sie bei der Fütterung beachten sollten. Dadurch, dass kleine Rassen schon mit 12 Monaten ausgewachsen sind, können sie deutlich schneller gute Fressgewohnheiten entwickeln. Die Angst, dass sich Ihr Hund überfressen könnte, gibt es somit nicht. Feste Fressenszeiten sind sinnvoll. Bei mittelgroßen und großen Hunderassen sind feste Fressenszeiten und Portionsgrößen unabdingbar, da große Hunderassen gern dazu neigen mehr zu fressen, als sie es eigentlich benötigen würden. Hier muss man standhaft bleiben und darf sich vom Hundejaulen auch nicht beeinflussen lassen. Schließlich wissen Sie am besten, dass Ihr Welpe mit den zugeteilten Portionen satt sein sollte und keine Überfütterung notwendig ist.

 

Kleine Hunderassen: Zu viel Futter ist schädlich

Kleine Hundewelpen haben andere BedürfnisseDie Wachstumsphase der kleinen Hunderasse ist bereits in einem Zeitfenster von 9-12 Monaten abgeschlossen. Umso wichtiger ist es, den Welpen mit der richtigen Nahrung zu versorgen, damit sich der Knochenaufbau und die Muskulatur richtig entwickeln können. Als Hauptbestandteil wählen Sie deshalb Eiweiß, Mineralstoffe und Energie, wobei jedoch strengstens auf regelmäßige Fütterungszeiten zu achten ist. Eine Überdosierung des Welpenfutters kann gewaltige Folgen nach sich ziehen. Gibt man zu viel Eiweiß kann es zugleich eine Fettsucht begünstigen. Ein Überhang an Calcium trägt wiederum zu einer Knochenfehlbildung bei und lässt diese langfristig porös werden. Um derartige Missgriffe gänzlich aus dem Weg zu gehen sollten Sie von Beginn an zu hochwertigen Produkten greifen. Das Welpenfutter ist dann genauestens an den Wachstumsprozess eines Hundes abgestimmt und beinhaltet sämtliche Nährstoffe, die ihr Hund benötigt. Zwar dürfen Sie hin und wieder auch zu kleinen Leckerlies greifen, doch diese Ration sollte gleichermaßen wieder von den herkömmlichen Mahlzeiten abgezogen werden.

 

Ein geeignetes Futter für kleine Hunderassen finden

Bei dem Welpenfutter Kauf von kleinen Hunderassen kommt es vor allem auf hochwertige Inhaltsstoffe an. Eine ausreichende Zufuhr an Eiweiß, Protein und Calcium muss gewährleistet sein genauso wie die einfache Verdauung des Futters. Gut verdauliches Rohprotein wird zum Beispiel nur mit einem Anteil von bis zu 70% wirklich verdaut. Chemische Zusatzstoffe, Zucker oder gar künstliche Aromen gehören hingegen in ein hochwertiges Welpenfutter überhaupt nicht hinein und sollten von Ihnen auch nicht gekauft werden.

 

Welpenfutter bei großen Hunderassen

Große Hunde benötigen anderes FutterGroße Hunderassen neigen zu einem starken Wachstumstempo, so dass in den ersten 4 Monaten schon das halbe Körperendgewicht erreicht ist. Dieses Wachstumstempo kann der Hund bis zu 18 Monate konstant durchhalten und benötigt deshalb ein gut durchdachtes Welpenfutter. Bei einer Deutsche Dogge geht man zum Beispiel von einer 24-monatigen Wachstumsphase aus. Ein Überhang an Energiezufuhr wäre demzufolge gänzlich falsch und kann nur zu einer Knochenfehlbildung führen. Hochwertiges Welpenfutter für große Hunderassen ist mit allen wichtigen Nährstoffen versehen, die Ihr Hund für ein perfektes Wachstum benötigt. Von einer Zufütterung mit Calcium ist gänzlich abzuraten, da es gleichzeitig die Aufnahme von Zink, Phosphor, Eisen und Kupfer hemmen kann. Das führt wiederum zu einem Mineralienmangel und kann bei Ihrem Hund ein Unwohlsein hervorrufen.

 

Die Welpenernährung für große Hunderassen richtig zusammenstellen

Sollten Sie eine aus Kostengründen ein billig Futter wählen, sollten Sie auf jeden Fall zu einem speziellen Welpenfutter greifen, da sonst eine Unterversorgung nicht auszuschließen ist. Bei hochwertigen Hundefuttern, und damit meinen wir nicht die Marken, die Sie im Fernsehen sehen! – können Sie auch das Adult Futter nehmen. Oftmals haben genau diese Hersteller auch kein spezielles Welpenfutter, da es einfach nicht nötig ist. Wie schon gesagt gibt es in der Wildniss auch keinen Hasen auf dem „nur für Welpen geeignet“ drauf steht.

Billiges und minderwertiges Adult-Futter beinhaltet die lebenswichtigen Nährstoffe und Energiezufuhr nur in abgeschwächter Form, was für die Welpenentwicklung eher nachteilig ist. Das hohe Maß an Energie kann nur mit einem speziellen Welpenfutter oder hochwertigem Hundefutter konstant beibehalten werden.

14 Comments
  1. Reply
    Hildegard Bründl 10. April 2017 at 21:31

    Es ist wirklich sehr schwierig, dass richtige Welpenfutter zu finden.
    Wir haben ein 15 Wochen altes Labradormädel und wir füttern noch das vom Züchter
    empfohlene Futter „BREEDER Line Junior“.
    Ich hab mich jetzt mit der Zusammensetzung beschäftigt und bin gar nicht einverstanden.
    Wir möchten sie so gesund wie möglich ernähren. Keine Zusatzstoffe, Getreide, Zucker u.s.w.
    was würden Sie uns empfehlen?
    Danke!!!

    • Reply
      Nikolas 11. Januar 2018 at 15:50

      Ich habe mal gegoogelt, und von der Zusammensetzung her geht in meinen Augen das „Breeder Line Junior“ von Fides gar nicht. Gleich an erster Stelle Weizenmehl? Na danke. Da kann ich meinem Hund ja gleich eine Pizza oder Spaghetti Bolognese füttern 😉 Weiter hinten dann noch Mais und Reis – also in Summe sehr wahrscheinlich des Guten zu viel an Getreide. Der enthaltene „Rübenpulp“ ist vielleicht nicht mal entzuckert – noch mal Daumen nach unten. Das „hydrolisierte Hühnerfleisch“, das erst danach kommt, dürfte eventuell eher als Geschmacksverstärker enthalten sein. Gleiches könnte für die Hefe gelten. Klingt für mich ein wenig nach einem Futter, das auf lange Sicht Futterunverträglichkeiten etc. Tür und Tor öffnet. Und ich habe es nur in 20-kg-Säcken gesehen. Falls es tatsächlich keine kleineren Gebinde gibt, mag das vom Verbrauch her gesehen ok sein für einen Züchter, als Halter eines einzelnen Hundes dürfte aber der Verbrauch so niedrig sein, dass das Futter ranzig wird, bevor es fertig verfüttert ist.

      • Reply
        Tosca 17. Februar 2018 at 19:46

        Örks – mal wieder ein gutes Beispiel dafür, dass Züchter gerne einfach irgendetwas füttern, was es in irgendeinem Züchterprogramm preiswert gibt. Die Nebenwirkungen kriegt ja dann auch in aller Regel nicht der Züchter zu spüren, sondern allenfalls der Hund und der spätere Halter…
        Welpenernährung auf Rassenebene mag jetzt nicht für jeden Hund wichtig sein, bei im Körperbau und/oder Wachstum stark vom Durchschnitt abweichenden Rassen aber sicher sinnvoll.

    • Reply
      hundefutter-tests.net 11. April 2017 at 8:26

      Hallo Hildegard Bründl,
      das von Ihnen genannte Futter kennen wir noch nicht.
      Wenn Sie ein gutes Welpenfutter suchen, können Sie gerne in unserer Test-Kategorie nach einem geeigneten schauen: https://www.hundefutter-tests.net/welpenfutter

  2. Reply
    Lisa 19. Juni 2017 at 11:11

    Der Vergleich mit der Wildnis hinkt ein wenig, denke ich 🙂 schließlich laufen dort ja eher selten dort lebende Hunde rum – und wenn, Beispiel Straßenhunde, kommt nach ein paar Generationen wieder ein relativ homogener Mix raus, da gibt es dann auf lange Sicht keine allzu großen Abweichungen nach oben oder unten mehr. Von daher finde ich Welpenernährung auf Rassenebene durchaus wichtig und richtig, insbesondere was sehr große Rassen angeht. Dort kann man bei der Welpenfütterung viel falsch machen, was der Hund dann ggf. später mit Skelett- und Gelenkschmerzen ausbaden muss. Natürlich muss „auf Rassenebene“ aber nicht heißen, dass der Doggenwelpe ein Futter mit einer Dogge auf der Dose bekommt 😉 Aber für spezielle Ansprüche sollte es auch das dazu passende Futter geben, ebenso wie es auch auf andere Bedarfssituationen angepasst sein sollte. Das kann dann auch ein anderes hochwertiges Futter sein – nur passen sollte es halt. Dabei dann noch die Augen auf – Bekannte haben die Fütterungsempfehlung pro Ration verstanden und wie meistens war sie pro Tag gemeint – das haben sie dann (bei zwei Rationen täglich) erst gemerkt, als der Hund dann schneller zugelegt hat als erwartet…

  3. Reply
    Bob 26. Oktober 2017 at 8:10

    Hallo, wir bekommen bald eine Cane Corso -Hündin. Sie wird bei Einzug 4 Monate alt sein.
    Die Eltern haben HD-B und nun möchten wir auf keinen fall etwas falsch machen. Der Hund soll ja nicht zu schnell wachsen. Und wurde überall Belcando Maxi Junior empfohlen und Josera Kids. Sollte ich ab dem 4. Monat nicht lieber gleich das Futter „Adult“ nehmen? Im Internet liest man irgendwie was anderes als wie die das einem im Laden erzählen.
    Liebe Grüße

    • Reply
      Ida Kleine 17. November 2017 at 20:14

      Hallo Bob, laut der GKRS (Gesellschaft für Röntgendiagnostik genetisch beeinflusster Skeletterkrankungen bei Kleintieren e.V.) sollte das Futter (umgerechnet auf die Trockengewichtsbasis) 0,8% Kalzium enthalten und ein Kalzium-Phosphor-Verhältnis von ca. 1:1 aufweisen (an dieser Stelle würde ich auch auf Kauartikel mit großem Überhang in eine Richtung, wie z. B. Geweihstangen, eher verzichten und lieber auf ein optimales Verhältnis im Grundfutter achten. Bei der Futterauswahl würde ich mich von einem Tierarzt oder einem Tierheilpraktiker beraten lassen, der sich in Sachen Tierfütterung unabhängig von irgendwelchen Herstellerseminaren weitergebildet hat. Es muss nicht zwingend ein schlechtes Zeichen sein, wenn im Tierarzt-Shop eine der hier eher schlecht bewerteten Marken sehr präsent ist – solange der Tierarzt individuell berät, gut begründet und auf Fragen eingeht, statt einfach blind auf „seine“ Marke zu verweisen, ist alles gut.

      Gerade beim noch nicht ausgewachsenen Hund würde ich auch auf Spiele mit zu abrupten Stopps und Bewegungswechseln auch lieber verzichten, vor allem wenn irgendwelche Gelenkerkrankungen im Raum stehen. Es gibt ja so viele Beschäftigungsmöglichkeiten, da kann man diese problemlos gelenkschonend gestalten. Etwas Aufwärmen bevor es ans Flitzen geht ist auch anzuraten, da es dauert, bis die Gelenke richtig „geschmiert“ sind. Also am besten erst mal mindestens 10 Minuten im Schritt und Trab an der Leine laufen, bevor es „Leinen los“ heißt 😉 Wenn der Hund insgesamt genug ausgelastet wird, sollte er das psychisch auch verkraften 🙂

      In freier Wildbahn laufen sich Wölfe natürlich auch nicht erst mal warm, allerdings leben diese zum einen im Schnitt nur 5 bis 6 Jahre, und zum anderen haben diese über den Tag wesentlich mehr Möglichkeiten zur gleichmäßigen Bewegung, statt sich erst auf dem Sofa zu langweilen und das dann durch sofortiges „ordentlich Gummi geben“ ausgleichen zu müssen.

      Laut Josera beruht die Empfehlung, dem Welpen gleich Adultfutter zu geben, auf veraltetem Wissen – problematisch ist demnach einfach eine zu hohe Futtermenge. Also lieber ein hochwertiges Welpenfutter geben, das vom Mineraliengehalt und -verhältnis ideal auf den wachsenden Hund abgestimmt ist, und dabei den Fütterungszustand im Auge behalten. Je nach Rasse mag eine Welpenernährung auf Rassenebene auch mal sinnvoll sein, aber meist nicht unbedingt notwendig. Hier wurde in den Welpenfutter-Tests ja auch Josera getestet – eines davon derzeit unter den besten 3, das dir empfohlene Josera Kids kam dabei dagegen nicht so gut weg. Vielleicht liest du da ja mal rein.

      Wichtig für gesunde Gelenke sind natürlich auch ausreichend trainierte Muskeln – beim Menschen nicht anders. Also immer ausreichend raus bei Wind und Wetter 😉 Und nicht zu lange in der Kälte sitzen lassen (sei es beim Plausch mit Bekannten oder vor dem Laden). Je nach Rasse, Fellbeschaffenheit, Empfindlichkeit und Wetter kann je nach Hund auch ein Mantel angebracht sein, um Verspannungen vorzubeugen. Unsere Hündin läuft bei starkem Regen damit wesentlich lieber und lockerer.

      Vom der Grundidee her ist Welpenfutter schon daher kein Marketinggag, weil in der freien Natur (mit der ja immer so gern, aber selten wirklich vollumfänglich verglichen wird) dem Welpen nicht von heute auf morgen von der Wölfin gesagt wird, dass er sich von nun an bitte von ihrem Gesäuge fernzuhalten habe 😉 Da geschieht die Umstellung auf das „normale Futter, das alle fressen“ ja schrittweise, und der Welpe hat immer noch nach Bedarf Zugang zur Muttermilch.

  4. Reply
    Saskia 10. März 2018 at 22:07

    Na klar gibt es in der Wildnis keinen Hasen oder kein Reh, das speziell zur Welpenernährung dient. Aber es ist ja auch nicht so, als würden Welpen schon bei der Jagd dabei sein. Zum einen werden sie noch eine Weile gesäugt (mit der Zeit natürlich zunehmend weniger), zum anderen bekommen sie anfangs von den älteren Wölfen schon vorverdautes Futter. Von daher ist auch beim Wolf die Ernährung des Welpen nicht 1:1 die des älteren Hundes. Welpenernährung auf Rasseneben kann daher durchaus sinnvoll sein, besonders bei den großen Rassen. Bei einem sehr hochwertigen Futter mag es natürlich schon so sein, dass hier unter Umständen weniger differenziert werden muss.

    • Reply
      Lisa C. 10. Juni 2018 at 15:03

      Genau das. Und ich könnte mir durchaus vorstellen, dass bei den heutigen Züchtungen, die es so in der Natur nicht gibt und die sich auf der Straße recht schnell wieder zu einem recht naturnahen Durchschnittstyp zurückmischen würden, gegebenenfalls andere Zusammensetzungen Sinn machen können. Ob ein Chihuaha-Welpe da wirklich nicht andere Bedürfnisse hat als ein Doggen-Welpe? Zum Glück muss ich mich mit Welpenernährung auf Rassenebene aber nicht weiter auseinandersetzen – selber zu züchten käme für mich nicht in Frage, auch wenn es einen bei der einen oder anderen Hündin in den Fingern jucken würde. Aber solange es mehr als genug „Second-Hand“-Hunde gibt, die auf einen Besitzer warten, werde ich auch zukünftig wieder einen Hund aus zweiter Hand holen, ob von Privat oder aus dem Tierheim. Zumal viele, die sich einen Welpen holen, nicht mal die richtigen Voraussetzungen dafür haben und mit einem schon etwas älteren Hund wesentlich besser dran wären…

  5. Reply
    Nicole 28. März 2018 at 22:08

    Ich kann mir nicht vorstellen, dass Welpenernährung auf Rassenebene wirklich notwendig ist, ich halte das für einen Marketing Gag zur Kundenbindung. Wie in dem Artikel schon erwähnt wurde, gibt es in der Natur keine Beute für bestimmte Rassen oder Altersstufen eines Hundes.
    Das einzige Argument, dass ich gelten lassen würde, ist, dass die Welpenernährung für große Rassen während des Wachstums eine ausgeglichene Mineralstoffversorgung gewährleisten muss, um Schäden am Bewegungsapparat vorzubeugen. Aber das gilt auch nur, wenn ,man Hundefutter füttert. Hundefutter ist ja meist ein Kunstprodukt ohne viel Ähnlichkeit zur natürlichen Vorlage. Auch hier gilt wieder: lasst die Natur einfach machen.

    • Reply
      Corinna 9. April 2018 at 13:17

      „Lasst die Natur einfach machen“ würde allerdings in seiner ganzen Konsequenz bedeuten, „lasst den Welpen so lange bei der Mutter, bis er komplett abgestillt ist, und lass ihn sich sein Futter doch selber reißen“ (nicht, dass ein Welpe das alleine könnte oder Hunde/Wölfe es diesbezüglich im Rudel nicht einfacher hätten). Natürlich brauche ich kein Extrafutter für den Deutschen Schäferhund, den Belgischen Schäferhund, den Spitz, den Mops und die Bulldogge (für Mischlinge dann bitte einmal ein paar Dosen zusammengerührt). Aber allein durch die Zucht bestimmter Rassen ist das nicht mehr „Natur pur“. Eine Dogge hat da definitiv in manchen Belangen andere Bedürfnisse als ein Chihuahua. Von daher kann bei speziellen Bedürfnissen Welpenernährung auf Rassenebene durchaus Sinn machen. Was auch gar nicht mal heißen muss, dass es sich um Fertigfutter mit Rassenaufdruck handeln muss.

      Was ich bei dem Artikel etwas inkonsequent finde – erst heißt es, die und die Rassen haben diese Ansprüche, andere Ansprüche jene – aber in der Natur gäbe es da ja auch keinen „Extrahasen“. Zum einen gibt es in der „Natur“ nicht Rasse XY, sondern Straßenhunde z.B. finden nach ein paar Generationen schnell zu einem zunehmend homogeneren Typ, bei dem Extreme zunehmend verloren gehen. Zum anderen kann ein Hund/Wolf in freier Wildbahn flexibler darauf reagieren, nach was ihm nach zufällig vor die Nase gelaufener Beute sonst noch so der Sinn steht und ist nicht darauf angewiesen, was gnädigerweise in seinem Napf landet (wobei der durchschnittliche Straßenhund Fastfood und Co sicher nicht abgeneigt ist – er kann aber auch seine Bewegung halbwegs nach eigenem Gutdünken steuern). Und: die Lebenserwartung in freier Wildbahn ist deutlich geringer.

      Wenn ich Hunde züchte oder erwerbe, die dann durch ihre Rasseneigenschaften spezielle Ansprüche haben, sollte ich diesen auch gerecht werden – gerade eben in der Wachstumsphase, in der man viel falsch machen kann und der Hund dann am Ende vielleicht sein ganzes Leben nicht so belastbar ist, wie er hätte sein können. Von daher sollte man sich speziellen Bedürfnissen bewusst sein und das Futter entsprechend darauf abstimmen. Das kann dann natürlich auch ein hochwertiges, nicht rassenspezifisch angepriesenes Futter sein, das selbigen Bedürfnissen gerecht wird.

  6. Reply
    Sabine 14. August 2018 at 12:14

    Ob Welpenernährung auf Rassenebene wirklich nötig ist, gute Frage, bei sehr „speziellen“ Hunderassen wie sehr großen oder sehr kleinen Hunden und so weiter würde ich mich da aber schon informieren, ob hier irgendein spezieller Bedarf besteht.

    Wirklich albern finde ich dann aber, wenn es heutzutage schon Shampoos für verschiedene Fellfarben von Hunden gibt. Von den mittlerweile immer häufiger beigefügten Duftstoffen mal abgesehen – a) hat mein Hund eine empfindliche Nase (manche reagieren sogar allergisch drauf) und b) will ich doch riechen können, dass der Hund WIRKLICH wieder sauber ist, wenn er sich in irgendetwas ekligem gewälzt hat 😉 Da wasche ich ihn lieber zweimal als so etwas nur zu übertünchen /o\

  7. Reply
    Benjamin 7. September 2018 at 18:33

    Ich finde, bei Welpenernährung auf Rassenebene hängt es sehr von der Hunderasse ab, inwiefern diese notwendig ist. Bei manchen Rassen muss man da einfach ein paar Punkte mehr beachten als bei anderen, um hinterher nicht Probleme zu haben. Was auch ein Grund dafür ist, wenn es schon ein Welpe sein muss, diesen bei einem sehr seriösen Züchter zu erwerben, um da wirklich fundierte Tipps zu bekommen. Manchmal habe ich eh den Eindruck, man müsste bei Züchtern wie Tierärzten die Abgabe von entsprechenden Infoblättern verpflichtend machen. Denn manche bekommen es ja noch nicht mal hin, den Hinweis mit der Tagesration richtig zu verstehen, und es wird bisweilen dann bei zwei mal Füttern am Tag jeweils die aufgedruckte Ration gefüttert. Wenn das dann noch mit einer etwas langen Leitung zusammentrifft, kann man sich die Folgen ja gut vorstellen…

  8. Reply
    Sophie Hagl 7. Oktober 2018 at 11:26

    Hier schreibt ihr, dass von einer Zufütterung von Calcium in der Welpenernährung abzusehen ist, empfehlt es aber beim Zahnwechsel. Was stimmt denn nun?

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