Wichtige und gute Öle

Nicht nur für die menschliche Ernährung und unser Wohlbefinden spielen wertvolle kaltgepresste Öle eine große Rolle, sie sind ebenso für Tiere wichtig, ganz besonders auch für Hunde. In der Hundeernährung genau wie in der menschlichen Ernährung haben sie deshalb eine so große Bedeutung, weil sie mehrfach ungesättigte Fettsäuren enthalten, die der Organismus dringend braucht, aber nicht selbst produzieren kann.

Öle für eine gesunde Hundeernährung

Öle sind für Hund und Mensch gleichermaßen wichtigWährend die gesättigten Fettsäuren Energie spenden, stärken die ungesättigten das Immunsystem und den Zellaufbau. Ein aktiver Hund braucht das kaltgepresste Öl für körperliche Widerstandskraft, für die Entwicklung des Gehirns, für gutes Sehen, glänzendes dichtes Fell und geschmeidige Haut. Selbst für die Fruchtbarkeit benötigen Hündinnen gesättigte Fettsäuren.

Gesättigte FettsäurenDiese Art kommt überwiegend in tierischen Fetten vor. Beispielsweise Schmalz, Butter oder Kokosfett.
Einfach ungesättigte FettsäurenVorkommen in pflanzlichen Ölen wie Raps- oder Olivenöl.
Mehrfach ungesättigte FettsäurenEbenfalls in den pflanzlichen Ölen vorkommend. Beispielsweise Distel-, Sonnenblumen- oder Fischölen.
Essenzielle FettsäurenDiese Fettsäuren können vom Körper nicht selbst hergestellt werden, sind jedoch notwendig. Enthalten in mehrfach ungesättigten Fettsäuren
Omega-3 FettsäurenWichtige Fettsäuren die hauptsächlich in Fischölen vorkommen. Nicht bei Fischen aus Fischzuchten. Zudem auch in Leinöl enthalten.

In den meisten Arten von hochwertigem Fertigfutter sind kaltgepresste Öle enthalten. Wer seinen Hund regelmäßig solches Futter gibt, muss allgemein kein Öl zusätzlich geben. Anders sieht es aus, wenn man dem Tier Rohfutter gibt (BARF) oder das Futter selbst kocht. Dann sollten kaltgepresste Öle regelmäßig dem Futter zugegeben werden. Das gleiche trifft auch auf Hunde zu, die in der Vergangenheit mangelhaft ernährt und nicht ausreichend gepflegt wurden und wieder aufgepäppelt werden sollen. Gibt man diesen Tieren wertvolle Öle ins Futter, kommt es meist sehr schnell zu einer deutlich sichtbaren Verbesserung des körperlichen Zustandes. Sie nehmen nicht nur zu, auch das Fell wird wieder schön dicht und glänzend und die Haut regeneriert sich.

 

Welche Öle eignen sich nun aber am besten?

Da gibt es mehrere Möglichkeiten. Eines der bekanntesten Ölsorten ist das Olivenöl. Es muss rein (nativ) und kaltgepresst sein. Olivenöle gibt es in einigen Supermärkten in guter Qualität und zu erschwinglichen Preisen zu kaufen. Ebenfalls sehr gut geeignet ist Lachsöl. Es ist besonders reich an Omega-3-Fettsäuren und vor allem an Alpha Linolen-Säure. Deshalb hilft es besonders gut bei Ekzemen, bei Juckreiz, schuppiger Haut und allen Fell-Problemen.

Auch das Hanföl ist bei Haut-und Fell-Problemen ein erstklassiges Mittel. Das Öl der Leinpflanze ist sehr gut bei Verstopfung und allen Magen-und Darmproblemen, ebenso das Schwarzkümmel-Öl. Wenn das Leinöl frisch gepresst ist, hat es ein sehr gutes Verhältnis zwischen Omega-3 und Omega-6-Fettsäuren. Aber auch Rapsöl und Sonnenblumenöl, Kürbiskernöl, Brennessel-Öl, Melisse-Öl, Fenchel-Öl, Walnuss-Öl und Erdnuss-Öl kann man verwenden. Wichtig ist nur die Kaltpressung.

LeinölLeinöl wirkt entzündungshemmend und hat einen vergleichsweise hohen Wert an mehrfach ungesättigten Omega-3 Fettsäuren.
LachsölDas Lachsöl ist besonders reich an wichtigen Omega-3 Fettsäuren.
DistelölDistelöl hat einen sehr hohen Anteil an mehrfach ungesättigten Fettsäuren und ist gut für Hunde geeignet bei Fell- oder Hautproblemen.
OlivenölDer Anteil von ungesättigten Fettsäuren liegt bei etwa 2/3. Auf die Qualität achten ist wichtig, es sollte schonend gepresst sein.
RapsölHöchster Anteil an einfach ungesättigten Fettsäuren. Rapsöl ist laut verschiedenen Quellen weniger gut für Hunde geeignet.

Woran erkennt man gutes Öl im Hundefutter?

Im besten Fall steht in der Deklaration des Hundefutters ganz genau welches Öl verwendet wurde. In den meisten Fällen ist dies Leinöl oder Fischöl, den mit diesen können die Hersteller ruhigen gewissens hausieren gehen. Bei der Verwendung von Begriffen wie „Öle und Fette“ in der Deklaration, kann man fast immer davon ausgehen, dass hier schlechte Öle verarbeitet wurden. Im schlimmsten Fall auch tierische Fette vom Abdecker. Zudem kann sich die Marke durch diese Deklaration mit einem Futter ohne hinzugesetzte Konservierungsstoffe rühmen. Warum dies aber nicht ganz korrekt ist, möchten wir Ihnen kurz erklären:

Öle und Fette sind eine der ersten Inhalststoffe in einem Tierfutter, die anfangen unangenehm zu riechen, sobald der Zersetzungsprozess beginnt. Hier werden also die Öle und Fette vor der Zugabe in die Futterzusammenstellung selbst konserviert. Der Hersteller kann jedoch anschließend auf die Verpackung schreiben „ohne Konservierungsstoffe“, da diese nicht noch mal extra hinzugesetzt wurden. In so einem Fall frisst der Hund ein Futter mit Konservierungsstoffen, welches als Futter ohne diese beworben wird. Alles im rechtlichen Rahmen.

Sie brauchen noch das letzte Überzeugende Argument? Hier kommt es: Wie kann ein Hundefutter aus frischen Zutaten und ohne Konservierungsstoffe 2 Jahre lang haltbar sein ? Wir empfehlen daher immer von Hundefutter Sorten mit einer undurchsichtigen Deklaration Abstand zu nehmen.

 

Wie viel Öl braucht der Hund?

Für kleine bis mittelgroße Hunde reicht im allgemeinen ein halber Teelöffel Öl pro Tag, über das Futter gegeben, aus. Bei großen Hunden gilt die Faustregel: Ungefähr ein halber Teelöffel pro 10 kg Körpergewicht. Allerdings ist es nicht so, dass viel auch viel hilft. Im Gegenteil, zuviel Öl kann zu Figur-und anderen Problemen führen. Weil jedes Öl spezielle Fettsäuren und auch unterschiedliche Vitamine enthält, empfiehlt es sich, die Sorte immer mal wieder zu wechseln.

Natürlich kann man gute Öle aber nicht nur ins Hundefutter geben, sondern auch äußerlich verwenden. Gerade bei der Pfotenpflege oder bei Wunden, bei Ekzemen, Schuppen oder anderen Hautproblemen kann Öl wahre Wunder wirken. Nelken-Öl, Nachtkerzen-Öl, Thymian-Öl, Schafgarbe-Öl, und Teebaum-Öl um nur einige zu nennen, wirken heilend und antibakteriell, einige helfen sogar gegen Viren und Pilze. Die Natur hat da einige sehr wirksame Substanzen parat und gerade Öle haben ein sehr breites Anwendungsspektrum. Dazu kommt noch der Vorteil geringster Nebenwirkungen und einer sehr hohen Resistenz, die bei künstlich hergestellten Mitteln oft nicht gegeben ist.

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17 Comments
  1. Reply
    Tina 23. März 2017 at 20:08

    Danke, da waren viele Infos dabei, die ich noch nicht kannte. Der Wahnsinn, wie Hersteller völlig legal tricksen können. Was noch wichtig ist: Gutes Öl sollte kühl und dunkel aufbewahrt werden, damit es nicht so schnell ranzig wird. Wir geben unserer Hündin gerne Lachsöl, sind wegen der Plastikflaschen aber etwas skeptisch. Außerdem kippt der Geruch oft, bevor wir die Flasche aufgebraucht haben. Manchmal bekommt sie es auch in eine Portion Hüttenkäse gerührt. Als Alternative nutze ich mittlerweile gut eingeweichte Chia-Samen, die ebenfalls Omega-3-Fettsäuren enthalten. Für meinen Hund lasse ich es extra lange einweichen, damit es möglichst gut verwertbar ist. Da es pur anscheinend zu langweilig ist, mische ich es mit etwas Muschel- oder Pansenmehl und manchmal kurweise Hagebuttenpulver.

  2. Reply
    helenh 4. April 2017 at 10:30

    Hallo, ich gebe meinem Hund Leinöl. Er hat dann einen glänzenden Pelz. Es ist aber wirklich schwer gutes zu kaufen, da es in den Läden schlecht aufbewahrt wird. Und gutes Leinöl muss kühl gelagert werden. Aus diesem Grund kaufe ich nur bei geprüften Herstellern. Ich bin sicher, dass es für meinen Hund echt gut ist.

  3. Reply
    Benjamin B. 5. April 2017 at 23:29

    Ich schwöre total auf kaltgepresstes Kokosöl. Wir mischen es unserem Hund ins essen und reiben ihn in der Zeckensaison an den „warmen“ Stellen (Hinder den Ohren, Achseln,…) damit ein. Wir haben unseren Hund seit 2 Jahren und obwohl es hier echt viele Zecken gibt, hatte er nur ein Mal eine. =)

    • Reply
      Laura B. 19. Juni 2017 at 0:41

      Das sollte ich vielleicht doch auch mal versuchen, was Zecken angeht. Allerdings bringt das Kokosöl nichts im Hinblick auf Omega 3…

  4. Reply
    Marlene 20. Oktober 2017 at 13:12

    Genau wie bei uns spielen wichtige und gute Öle eine große Rolle in der Ernährung der Hunde. Sie haben nämlich das gleiche Problem wie wir: eine Ernährung, deren Fettanteil stark Omega-6-lastig ist. Das ist nicht gut, denn Omega-3- und 6-Fettsäuren müssen im richtigen Verhältnis verzehrt werden, damit sie ihre jeweiligen positiven Auswirkungen auf die Gesundheit entfalten können.
    Deswegen müssen Hund und Herr mit der Zugabe von Omega-3 Fettsäuren versuchen, wieder ein Gleichgewicht herzustellen. Für Menschen sind Pflanzenöle sehr gut geeignet, denn wir stammen von Pflanzenfressern ab und können diese Fettsäuren so umbauen, dass sie uns nützlich sind. Hunde mit ihren Fleisch fressenden Vorfahren sollten lieber tierische Fette bekommen. Die nützen ihnen besser.
    Früher ging das von ganz alleine, aber heute werden die Masttiere mit Omega-6-lastigem Soja gefüttert und dadurch veränderte sich auch das Fett der Schlachttiere. Am besten ist wohl Fischöl für Hunde geeignet.

    • Reply
      Annabelle 15. November 2017 at 22:11

      Ganz genau – bei Fischöl muss man halt wieder darauf achten, dass man eine geöffnete Flasche nicht länger aufbewahrt als wenige Wochen (und das natürlich im Kühlschrank). Dass die wichtigen und guten Öle früher bereits im ganz normalen Fleisch enthalten waren ist richtig – wenn möglich, ist das Füttern von grasgefütterten Tieren und/oder Wild/Wildfisch natürlich optimal.

      Das sich teilweise hartnäckig haltende Gerücht des „Omega-6-lastigen Soja“ ist so aber nicht korrekt. Sojaöl (bzw. allgemein nicht entfettete Sojaprodukte) haben ein Verhältnis von Omega 3 : Omega 6 von ca. 1:6, was für den Menschen fast noch neutral wäre (viele Quellen empfehlen 1:5, andere als Optimalwert eher bis hin zu 1:2). Laut einer Fettsäure-Studie für Hunde der University of Minnesota werden für Hunde 1:2 bis 1:4 empfohlen. Da ist Sojaöl nicht mehr ganz optimal, es gibt da aber viele Öle mit deutlich schlechterem Verhältnis.

      Außerdem landen im Nutztiertrog weniger Sojaöle als vielmehr Sojaproteine in Form von Sojamehl oder -schrot – quasi ein Abfallprodukt der Sojaölgewinnung. Das je nach Fütterung teilweise sehr ungünstige Fettsäurenverhältnis im Fleisch liegt daher nicht am Soja, sondern am Getreide. Getreide ist zwar nicht allzu fett, hat aber ein sehr hohes Omega6-Omega3-Verhältnis, und führt dadurch in Summe zum hohen Omega-6-Anteil, wie er heutzutage in den meisten tierischen Produkten aufzufinden ist.

  5. Reply
    Elisabeth 18. Dezember 2017 at 15:43

    Ich möchte für meinen Hund nur das Beste und gebe ihm immer ein paar Tropfen Leinöl ins Futter. Sein Fell glänzt dann immer mehr und ich finde das es ihm damit einfach besser geht. Ich muss HELENH aber vollkommen zustimmen, ich kaufe immer nur das Gute Öl aus dem Bioladen weil es total wichtig ist das die gesunden Nährstoffe in dem Öl erhalten bleiben.
    Alles Gute für Euch und eure Hunde

    • Reply
      Sonja Schreiter 3. März 2018 at 15:27

      Für den Erhalt der Nährstoffe ist hier vor allem auch eine gute Kühlung und bei Ölen wie Leinöl ein schneller Verbrauch wichtig. Ich kaufe Leinöl immer in Flaschengrößen, die in ca. 2 Wochen verbraucht sind. Allerdings ist Leinöl von Hunden jetzt nicht optimal verwertbar, da setze ich lieber auf hochwertiges Lachsöl in Glasflaschen (meist findet man Lachsöl für Hunde ja leider nur in Plastikflaschen).

  6. Reply
    A. v.E. 25. Dezember 2017 at 13:54

    „Ein aktiver Hund braucht das kaltgepresste Öl für körperliche Widerstandskraft, für die Entwicklung des Gehirns, für gutes Sehen, glänzendes dichtes Fell und geschmeidige Haut. Selbst für die Fruchtbarkeit benötigen Hündinnen gesättigte Fettsäuren.“ Das ist doch wohl eine Weisheit aus Puttchen Brammels Anekdotenschatz?

    Pflanzliche Fette sind keine artgerechte Ernährung für canis lupus (familiaris). Haben sie schon einmal einen Hund in freier Wildbahn gesehen, der sich Oliven auspresst? Sollte ein Hund Mangelerscheinungen wie beschrieben haben, liegt dies an snderen Faktoren. Olivenöl kann verabreicht werden, aber als Ausnahme. Sonst ist tägliche Anwendung so falsch wie täglich als Mensch Vitamin Tabletten zu konsumieren. Die heute angebotenen Tierfutter sind von so hoher Qualität das sie kaum mehr mit natürlicher Ernährung ähnlichkeiten aufweisen. Der Hund ist ein Beute Tier, das in der Evolution bis heute von Tag zu Tag gelebt hat. Ein Tag reichhaltig und ausgewogen, der nächste einseitig und zu wenig. Auf Grund der veränderten Gesellschaft in Europa innerhalb der letzten 40 Jahre nimmt das Haustier eine neue Stellung ein, bei der die Ernährung inhaltllich überdosiert wird. Mit den gleichen Ernärungstechnischen Fehlentwicklungen, wie sie auch beim Partner Mensch zu sehen sind. Zu viele Fette und besonders ungesättigte Fettsäuren sind kontraindiziert.

    • Reply
      Rinaldo 8. Januar 2018 at 17:15

      Was Sie halt in Ihrem eigenen – ich zitiere- Anekdotenschatz leider vergessen: egal wann und wie viel ein Wolf oder ein Hund früher an Fleisch gefressen hat, war das Verhältnis von Omega 3 zu Omega 6 damals ideal. Und wenn im „heute angebotenen Tierfutter“ von ach „so hoher Qualität“ die darin verwursteten Tiere mit hohem Getreideanteil gefüttert wurden, ist dieses Fettsäurenverhältnis nun mal sehr schlecht und gilt als Mitverursacher von vielen Zivilisationskrankheiten, ob beim Menschen oder beim Hund. Von daher kann ein Augenmerk auf die verwendeten Tiere und ggf. auf ein Ausgleichen mit entsprechenden Ölen absolut sinnvoll sein (ok, Olivenöl wäre hier jetzt auch nicht das Öl meiner Wahl, ebenso wie einige der anderen). Niemand schreibt hier, dass man dem Hund jeden Tag ein ganzes Ölkännchen übers Futter träufeln muss. Und manche Hautkrankheiten usw. lassen sich ganz gut mit entsprechenden Ölen wie z.B. Nachtkerzenöl beeinflussen.

      Was mich ein wenig gewundert hat, war das „nicht bei Fischen aus Fischzuchten“ bei Omega 3. Natürlich enthält auch Zuchtlachs Omega 3. Richtig ist aber, dass hier das Fettsäurenverhältnis nicht mehr so optimal ist wie beim Wildlachs und auch einige andere Zuchtumstände (Antibiotika, Ethoxyquin…) das ganze nicht gerade wertvoller machen.

  7. Reply
    Tatjana 16. Januar 2018 at 11:54

    Verstehe ich das jetzt richtig? Gute und wichtige Öle sind in fertigem Hundefutter enthalten, bei frischer, tierischer Kost muss ich extra gute Öle für den Hund zufüttern? Wie kann ich sicher sein, dass das kaltgepresste Pflanzenöl nach dem Autoklavieren des Dosenfutters oder Extrudieren des Trockenfutters noch erhalten ist? Darüber hinaus können Hunde mit Pflanzenölen nicht viel anfangen, denn die stoffwechselaktiven mehrfach ungesättigten Fettsäuren sind länger als die von der Pflanze gelieferten und Hunde können diese nur zu einem geringen Prozentsatz verlängern, also aktivieren.
    Dagegen sind tierische Fette viel ungesättigter, als man gemeinhin annimmt. Schweineschmalz enthält fast ebenso viel einfach ungesättigte Fettsäuren wie Olivenöl und sogar Rindertalg ist nur zu 50% gesättigt.
    Nebenbei bemerkt enthält Olivenöl nicht 30 sondern eher 10% gesättigte Fette und der Anteil von einfach ungesättigten Fettsäuren alleine liegt schon bei etwa 75%.
    Und auch der tägliche Bedarf der guten und wichtigen Öle für den Hund scheint mit einem halben Teelöffel pro 10kg Körpergewicht ein bisschen niedrig, wenn man bedenkt, dass Hunde das Fett nur zu einem sehr geringen Prozentsatz zu stoffwechselaktiven Substanzen aktivieren können. Und als Energielieferant fällt ein halber Teelöffel wohl kaum ins Gewicht, noch dazu wo Hunde Fett überaus gut verdauen können. Die Grenze liegt bei 10g pro Kilo Körpergewicht – was bei dem hohen Energiegehalt natürlich nicht gefüttert werden sollte.

    • Reply
      Nina Rohne 12. Februar 2018 at 20:19

      Beim Autoklavieren werden die Öle nicht so stark erhitzt, dass es den Ölen abträglich wäre. Natürlich hängt das auch von der eingesetzten Ölsorte ab, aber bei so einigen wird es erst ab 180 Grad kritisch. Bei autoklaviertem Nassfutter also vermutlich kein Thema, solange nicht irgendein Öl verwendet wird, das man am besten nur in Rohkostqualität zu sich nimmt. Bei Trockenfutter hätte ich da auch so meine Zweifel, ob wichtige und gute Öle wirklich sinnvoll erhalten bleiben, zumal es sich dort in aller Regel um konservierte Öle handelt.

      Insgesamt hängt es natürlich auch vom jeweiligen Hund und seinem Anforderungsprofil (gesundheitliche Themen, sportliche Auslastung, Gewichtsprobleme in die eine oder andere Richtung…) ab, ob und welche Öle sinnvoll sind. Nachtkerzenöl ist z.B. auch ein pflanzliches Öl, hat sich aber hier und da bei bestimmten Problemen bewährt.

      Ich selbst bin ganz happy, für unsere Hündin jetzt ein sehr hochwertiges Lachsöl n einer Glasflasche entdeckt zu haben. Mich stört schon lange, dass die meisten Sorten in einer Plastikflasche verkauft werden, und Plastik und Öl ist so ne Sache… Außerdem ist die Öffnung sehr klein, was den Sauerstoffeintrag hoffentlich ein wenig begrenzt, trotzdem ist der eine TL, den wir am Tag füttern, brauchbar schnell voll (und es geht nicht aus Versehen mal ein Schwupps zuviel ins Futter oder gar daneben). Wir nutzen das Öl, indem wir den Karottenbrei aus getrockneten Karotten damit anreichern – und den wiederum unter anderem zur Fütterung von Hagebutten- und Muschelpulver. Durch das Öl werden die Betacarotine besser verwertet, und durch die Kaltpressung und den Verzicht auf eine Filterung sind in diesem Lachsöl auch noch Bestandteile wie Astaxanthine etc. vorhanden (bei Lunderland gekauft).

  8. Reply
    Bettina 27. Mai 2018 at 14:34

    Distelöl, ich weiß nicht recht, dann lieber Nachtkerzenöl (ergänzt durch Lachsöl).

  9. Reply
    K. Liebinger 15. Juli 2018 at 10:00

    Zu den wichtigen und guten Ölen für Hunde gehört für mich in erster Linie ein hochwertiges Lachsöl. Zu „hochwertig“ gehört da für mich auch, dass wertvolle Bestandteile wie Astaxanthin nicht rausgefiltert wurden (dann wird es auch nicht so schnell ranzig). Wir haben endlich eins gefunden, das dann tatsächlich auch den ganzen Monat oder auch 6 Wochen bei täglicher Fütterung frisch bleibt, ohne zu kippen. Wir nehmen aber auch eine kleine Flasche und lagern es ab Ankunft im Kühlschrank (nicht erst bei Anbruch). Mit Leinöl habe ich bisher gar keine guten Erfahrungen gemacht, da musste ich immer etwas entsorgen, weil es so schnell ranzig wurde. Ich habe neulich den Tipp gelesen, Leinöl doch einfach frisch aus einer entsprechenden Mühle zu besorgen. Ich glaube, die Mühe spare ich mir gern 😉 Und wenn ich mir meine Erfahrungen mit Leinöl so anschaue, ist es in meinen Augen auch keine wirkliche Aufwertung für ein Hundefutter.

  10. Reply
    Annette Breitreiner 1. September 2018 at 5:34

    Sind denn Öle für Hunde wirklich so wichtig? Klar, gute Öle wie hochwertiges Lachsöl, Hanföl, Nachtkerzenöl haben je nachdem ihre Berechtigung. Aber ich frage mich, ob man, wenn man einfach Tiere verfüttern würde, die nur Gras und/oder Heu gefressen haben, nicht auch darauf verzichten könnte.

    Was ich gerade bei einigen Bio-Futtermitteln schade finde, dass da gerne Sonnenblumenöl eingesetzt wird. Super, das macht dann das Verhältnis von Omega 3 zu Omega 6 nicht gerade besser. Und nachdem ja keine Unmengen an Öl enthalten sind, verstehe ich nicht, warum man da nicht zu etwas hochwertigerem greifen kann. Ich gebe jedenfalls nur etwas gutes Lachsöl, um für mehr gut verfügbare Omega-3-Fettsäuren zu sorgen. Wichtig ist hier natürlich die Aufbewahrung im Kühlschrank. Und ich greife bei Öl generell nur zu Glasflaschen.

    Was ich bei dem Artikel nicht verstehe, warum ihr die Thematik mit dem Thema ätherische Öle vermischt. „Nelken-Öl, Nachtkerzen-Öl, Thymian-Öl, Schafgarbe-Öl, und Teebaum-Öl“ – gegen das Nachtkerzenöl ist ja nichts zu sagen, aber das Thema ätherische Öle ist zu komplex, um es mal ganz kurz in einem Nebenabsatz anzureißen.

    „Vorteil geringster Nebenwirkungen“ würde ich so nicht sagen – diese Öle haben durchaus ein gewisses Allergie- und Reizungspotential, insbesondere das in gewissen Kreisen inflationär eingesetzte Teebaumöl. Außerdem müssen ätherische Öle je nach Einsatzzweck verdünnt werden – das wird hier gar nicht erwähnt. Teebaumöl gilt in konzentrierter Form beispielsweise als gesundheitsschädlich und kann bei Verschlucken die Lunge schädigen. Auch bei Anwendung auf der Haut kann es zu Kontaktallergien und Reizungen kommen. Die Wahrscheinlichkeit dafür steigt auch noch, je länger die Flasche angebrochen ist, da die durch den Kontakt mit Sauerstoff entstandenen Oxidationsprodukte ein noch größeres Potential dafür haben.

    Das mit der „sehr hohen Resistenz“ ist hier sehr missverständlich formuliert – ist damit gemeint, dass Erreger keine hohe Resistenz dagegen haben oder es keine Resistenzen verursacht? Falls ja – da muss ich leider auch enttäuschen. In zu geringer Konzentration wiederum fördert das Teebaumöl nämlich sogar Resistenzen gegen Antibiotika (siehe Bericht in der Ärztezeitung). Von daher würde ich durch irgendwelche Therapieversuche mit ätherischen Ölen durch Laien absolut abraten. Wenn es unbedingt ätherische Öle sein müssen, dann lieber fertige Produkte entsprechender Qualität, oder sich erst mal gründlich in die Materie einarbeiten.

  11. Reply
    Candy 3. Oktober 2018 at 1:14

    Nur weil in „hochwertigem Fertigfutter“ häufig kaltgepresste Öle zugegeben werden, würde ich noch lange nicht sagen, dass deshalb keine Öle mehr ergänzt werden müssen. Es gibt insgesamt sehr hochwertige Futtermarken, wo dann bei der Ölzugabe leider auf Omega-6-lastige Öle gesetzt wird.

    Da meist eher nicht anzunehmen ist, dass die verwendeten Tiere sich nur von Gras, Heu oder im Falle von Hühnern Insekten ernährt haben, wird dadurch das schlechte Verhältnis zu Omega-3 nicht gerade verbessert. Von daher ist es auch dann, wenn bereits einige wichtige und gute Öle im Grundfutter enthalten sind, oft durchaus nötig, die Ration noch durch hochwertiges Lachsöl zu ergänzen.

  12. Reply
    Deborah 8. Dezember 2018 at 14:02

    Wichtige und gute Öle im Hundefutter wären vor allen Dingen zunächst mal hochwertige Fette im Grundfutter. Die hat man aber eher dann, wenn man Futter kauft, das von rein grasgefütterten Tieren oder Wildtieren kommt. Dann ist das Thema Omega 3 / Omega 6 schon mal ganz von selbst im Lot und man muss nicht mehr großartig künstlich Öl hinzugeben. Aber auch bei den Ölen für Tiere gibt es enorme Qualitätsschwankungen – oft ist das in Riesenkanistern aus Plastik abgefüllt, damit es so schön billig ist. Ist ja egal, wenn dann der Hund am Ende Mikroplastik aufnimmt (gerade bei Öl dürfte da eine gewisse Wahrscheinlichkeit gegeben sein) oder das Zeug mittendrin das Ranzen anfängt. Oder gar konserviert ist, damit es das nicht tut. Und Lachsöl z. B. würde ich auch eher vom Wildlachs kaufen – bei Zuchtlachs gibt es da diverse problematische Aspekte, und auch der Omega-3-Gehalt ist nicht so gut wie beim Wildlachs.

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