Wurmkuren können dem Hund zusetzen

Entwurmung für den Hund

Vielleicht haben Sie sich auch schon gefragt, warum Ihr vierbeiniger Freund nach der Verabreichung einer Wurmtablette so müde und schlapp ist. Dabei hat Ihnen der Tierarzt auf Nachfrage doch bestätigt, dass dies genau die richtige Dosis für Ihren Hund ist.

Natürlich wurde Ihnen auch versichert, dass eine Wurmkur dem Hund überhaupt nicht schadet. Allerdings handelt es sich bei diesen Mitteln in der Regel um neurotoxische Stoffe (Nervengift), die natürlich vorhandene Würmer im Tier lähmen, damit sie ausgeschieden werden können, aber sie setzen auch dem Hund zu.

Entwurmung für den Hund

Der Wurmbefall lässt sich durch eine Kotprobe feststellen

Ob Ihr Hund wirklich durch Würmer belastet ist, lässt sich einfach durch eine Kotprobe feststellen. Diese wird zum Tierarzt gebracht und anschließend in einem veterinärmedizinischen Labor untersucht. Wurmeier sind so klein, dass sie von den Hunden auch beim Schnüffeln und Graben im Freien eingeatmet werden können.

Hunde, die in der Stadt leben und die kaum Gelegenheit erhalten, mit ihrer Familie durch Wiesen und Wälder zu streifen und ihre Nase überall hineinzustecken, sind weniger gefährdet. Vierbeiner, nehmen die Parasiten sowohl über die Schnauze als auch über das Futter auf. Dies geschieht durch Fressen von Aas, aber auch dann, wenn sie mit rohem Fleisch gefüttert werden.

Hunde, die sich hauptsächlich von Nassfutter oder frisch gekochtem Hundefutter ernähren, sind weniger betroffen. Würmer können zudem auch von Flöhen übertragen werden. Der Gurkenkernbandwurm zum Beispiel wird meist während der Fellpflege aufgenommen. Mit Spulwürmer werden bereits Welpen im Mutterleib infiziert, dadurch werden meist ihre Organe geschädigt.

Nach der Geburt können die kleinen Welpen, Wurmlarven mit der Muttermilch aufnehmen. Auch die Übertragung mit Hackenwürmern geschieht teilweise über die Muttermilch. Zudem besitzen die Larven dieser Parasiten die Möglichkeit, die Haut Ihres Hundes zu durchdringen.

Wurmbefall bei Hunden im Gelände

Wurmbefall und Erkrankung bei Wölfen

Wölfe können sich genau wie Hunde mit verschiedenen Parasiten infizieren. Die Gefahr ist in der Wildnis noch weitaus größer. Sie nehmen die Wurmeier entweder mit von Würmern befallenen Kot auf, oder durch die Eingeweide ihrer geschlagenen Beutetiere. Das macht sie beispielsweise zu Zwischenwirten von Spul-, Peitschen- oder Bandwürmern.

Da bei Wölfen anders als bei Hunden in der Regel keine Entwurmung vorgenommen wird, gelangen die Larven der Würmer meistens in die Muskulatur und kapseln sich dort ein. Sind die Tiere trächtig, kommt es zu einer Hormonumstellung und sie werden aktiviert und gelangen über die Blutbahn in die Leber des Fötus. Zudem ist es möglich, dass sich auch säugende Jungtiere mit den Parasiten infizieren.

Schwache Welpen können an zu starkem Wurmbefall sterben, hingegen werden gesunde Kleintiere mit einer ordentlichen Portion an Würmern fertig. Auch bei erwachsenen Tieren wird es erst dann kritisch, sobald sie durch einen Mangel an Nahrung oder durch andere Krankheiten geschwächt sind.

Grundsätzlich haben Wölfe durch die natürliche Ernährung ein besseres Immunsystem und könnten mit einem stärkeren Wurmbefall fertig werden als unsere Haushunde. Die Wahl eines hochwertigen Hundefutters ist damit umso wichtiger.

Symptome einer Wurmerkrankung beim Hund

Der Wurmbefall eines Hundes lässt sich nicht immer leicht erkennen. Handelt es sich nur um eine kleine Anzahl, wird Ihr vierbeiniger Freund unter Umständen keine Symptome zeigen. Siedelt sich allerdings eine größere Anzahl im Darm an, kann dies zu einer Wurmerkrankung führen. Diese äußert sich möglicherweise durch Erbrechen und Durchfall.

Dadurch wird Ihr Hund in der Regel geschwächt und verliert auch an Gewicht. Durch einen Wurmbefall kann es bei den Tieren auch zu Blut im Stuhl, Hautreizungen, Husten oder einem aufgeblähten Bauch kommen. Rutscht der Hund mit seinem Gesäß über den Boden, weil er unter einem Juckreiz am After leidet, ist dies meist ein deutliches Krankheitszeichen.

Werden reiskornartige Bandwurmgliedern ausgeschieden, oder kommt es zu einem Darmverschluss, sind dies Anzeichen einer fortgeschrittenen Wurmerkrankung.

Junger Hund liegt im Laub

Eine Wurmkur ist keine Wunderkur

Haben Sie durch mehrere Anzeichen festgestellt, dass Würmer für das Unwohlsein Ihres Hundes verantwortlich sind, können Sie eine dreitägige Kotsammelprobe vom Tierarzt untersuchen lassen. Danach richtet sich auch die Behandlung. Lassen Sie sich keine Wurmkur aufschwatzen, bevor nicht eindeutig feststeht, was Ihrem Vierbeiner fehlt.

Dabei handelt es sich um eine Chemiekeule. Das Gift lähmt zwar die Würmer und diese können hinterher ausgeschieden werden, allerdings nimmt auch Ihr Hund diese eingesetzten Neurotoxine auf. Wenn Sie sich nach den üblichen Vorgaben der Pharmaindustrie richten und dem Tier das Wurmmittel regelmäßig verabreichen, sind beispielsweise Immunerkrankungen oder Überempfindlichkeit möglich.

Wurmkur Nebenwirkungen Hund

Natürlich gehören die Parasiten nicht in den Darm des Hundes, trotzdem sollten Sie bedenken, dass es sich bei den Wurmkuren um giftige Substanzen handelt. Viele dieser Neurotoxine enthalten den Wirkstoff Praziquantel. Die Nebenwirkungen einer Entwurmung reichen bei manchen Hunden von Übelkeit, Juckreiz bis hin zu Herzrhythmusstörungen.

Selbstredend treten diese nur vereinzelt auf, trotzdem ist es unsinnig eine Wurmkur, wie von manchen Tierärzten angeordnet, prophylaktisch anzuwenden. Dies würde zu einer dauerhaften Belastung der Darmflora und eventuell auch zu Nierenerkrankungen oder zu Leberschäden führen.

Mit einer gesunden, ausgewogenen Ernährung, angereichert mit frischen Kräutern, verringern Sie das Infektionsrisiko Ihres geliebten Vierbeiners mit Sicherheit. Dem Hund gehts dann schlecht nach der Wurmkur.

Natürliche Entwurmung mit Kokosöl und Kräutern

Sie können Ihren Hund mit Kräutern oder Kokosöl entwurmen und haben in der Regel keinerlei Nebenwirkungen zu befürchten. Es muss nicht gleich zum großen Kampf mit dem Einsatz von Neurotoxinen geblasen werden. Kokosöl, tötet vielerlei Darmparasiten ab, wie beispielsweise Bandwürmer, (lt. einer Studie aus dem Jahr 1985 s. Chowhan).

Kokosraspeln wiederum, verfügen dank ihrer Konsistenz über eine wurmabtreibende Wirkung. Mit diesen Mitteln bleibt auch die Darmflora Ihres geliebten Hundes im Gleichgewicht. Sie haben die Möglichkeit zu Mischungen aus verschiedensten Kräutern, wie etwas Wermutkraut, Zitwerwurzel, Petersilie und Gewürznelke zu greifen.

Diese Kräutermischungen zur Hunde-Entwurmung gibt es beispielsweise fein zermahlen in Tablettenform. Wird eine Tablette in einem Leckerli versteckt, ist die Verabreichung nur ein Kinderspiel. Diese Nahrungsergänzungsmittel reinigen den Darm und sind nicht apothekenpflichtigen.

TIPP: Hat Ihr geliebter Vierbeiner allerdings akute Beschwerden, ist ein Tierarztbesuch natürlich unumgänglich.

Wurm-Ex pflanzliches Entwurmungsmittel

Wer es einfach mag: Natürliches Wurmmittel

Wem das mit dem Zusammenmixen der richtigen Kräuter zu kompliziert ist, kann auch auf eine fertige Mixtur mit 100% Bio-Kräutern zurückgreifen. Wir empfehlen dafür das Kräuter Wurm-ex von Provital, dieses verwenden wir auch bei unseren Hunden und Katzen. Dieses besteht aus natürlichen Rohstoffen und verzichtet auf jegliche chemische Zugaben, um die Darmflora des Hundes deutlich zu schonen.

Wichtig: Die natürlichen Wurmmittel helfen hauptsächlich beim Vorbeugen von Wurmbefall, da sie die Darmflora unattraktiv für Würmer machen und je nachdem auch Wurmabtreibend wirken. Hier sollte jedoch auch auf eine gute und natürliche Ernährung als zusätzliche Unterstützung zurückgegriffen werden. Bevorzuge gutes Nassfutter oder Barf, kein Trockenfutter.

Bei tatsächlichen und akuten Wurmbefall sollte man eine chemische Wurmkur vom Tierarzt in Erwägung ziehen.

Über die Autorin
Sarah Strahberger
Hundefutter Tests Autorin Sarah Strahberger
Sarah Strahberger ist Hundetrainerin und zertifizierte Ernährungsberaterin für Hunde.

Seit 2015 schreibt Sarah als Fachjournalistin für Hundefutter Tests hochwertige Artikel und nimmt gemeinsam mit ihrer Mischlingshündin Luna verschiedene Hundefutter Sorten unter die Lupe.

Ihre Mission ist es, über die verschiedenen Hundefutter Deklarationen aufzuklären. Sie möchte Hundebesitzer informieren und sensibilisieren, die Deklaration von Hundefutter aufmerksam zu lesen.
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