Zahnstein beim Hund – auch beim Barfen

Es gehört zu den am häufigsten verbreiteten Irrtümern, dass eine Barf-Ernährung des Hundes vor Zahnsteinbildung schützt. Die hässlichen und auch nicht ungefährlichen Beläge auf den Hundezähnen entstehen genau wie beim Menschen nur zum geringen Teil durch eine falsche Ernährung. Hauptsächlich sind die genetische Veranlagung und gelegentlich auch eine zu kleine Kopf- und damit Gebissform für die Bildung von Zahnstein verantwortlich.

 

Wodurch entsteht Zahnstein beim Hund?

Zahnstein auch bei BarfViele Menschen sind der Ansicht, dass eine falsche Ernährung die Zahnsteinbildung beim Hund hervorruft. Das ist nur zum Teil richtig. In erster Linie sorgt die genetische Veranlagung eines Hundes für starke Zahnsteinbildung. Hundehalter, die mehr als einen Hund haben, sehen das auch daran, dass nicht alle Tiere Zahnsteinprobleme haben, obwohl sie das gleiche Futter bekommen.

Die Beläge bilden sich durch den pH-Wert im Maul des Hundes, die Zusammensetzung des Speichels und auch durch eine zu kleine Kopfform, bei der die Zähne zu dicht im Hundemaul angeordnet sind. Falsches Hundefutter kann die Bildung von Zahnstein begünstigen, wenn der Hund viele Nährstoffe mit hohem Kohlenhydratanteil wie Getreide oder Rohzucker bekommt, und das Futter sehr weich ist. Vor allem der Zucker sorgt dafür, dass sich Bakterien gut ausbreiten können. Daher empfielt sich immer eine Zucker und Getreidefreies Hundefutter.

Ein weiterer Auslöser für die Zunahme von Zahnstein kann die Kopfform des Hundes sein. Leider ist es sehr in Mode gekommen, Hunde mit besonders kleinen Kopfformen zu züchten. Diese sind durch die zu engstehenden Zähne jedoch eher gefährdet, Zahnstein zu entwickeln, als Hunde mit einem normalen Kopfumfang.

UrsacheBetroffen
Schmale und lange KieferBeispielsweise Pudel und Dackel
Besonders eng stehende ZähneRassen wie Malteser und Yorkshire Terrier
Falscher pH Wert (meistens durch fleischarmes Trockenfutter)Alle Hunde

Wir möchten hier noch hinzufügen, dass selbst bekannte Marken in ihren Trockenfutter keinen all zu hohen Fleischanteil haben. Lassen Sie sich bitte nicht von den Deklarationen veräppeln, die haben da so ihre Tricks.

 

Mythos: Trockenfutter ist gut gegen Zahnstein

Ein sehr weit verbreitetes Märchen ist, dass Trockenfutter durch die Kroketten für den Abrieb des Zahnsteins an den Zähnen sorgen soll (möglicherweise bewusst gestreut von den Trockenfutter Herstellern). Das es keinerlei Studien dazu gibt, sollte ein ausschlaggebendes Argument sein. In der Natur würden Hund und Katze sich das Fleisch vom Tier abreißen und es dann schlingen – ein Kauvorgang findet gar nicht statt. Raubtiere kauen nicht richtig, da hilft auch kein Trockenkeks, denn selbst wenn dieser zerkaut wird, ist die Beschaffenheit so gegeben, dass die Kroketten sofort auseinander fallen. Durch diesen schnellen Zerfall kommen die Kroketten auch gar nicht an die von Zahnstein betroffenen Stellen und zerfallen quasi schon an der Zahnspitze. Trockenfutter neigt auch eher dazu Zahnstein zu fördern: Der pH Wert muss im Körper stimmen, durch Trockenfutter ist dies nicht der Fall und das wirkt sich dann wiederum im Maul mit Zahnbelag/stein aus.

 

Mythos: Nassfutter verursacht Zahnstein

Ein weiterer Mythos ist, dass Nassfutter schuld an Zahnstein oder Mundgeruch ist. Natürlich riecht der Hund nach dem Aufnehmen des Futters zunächst etwas streng aus dem Maul im Vergleich zu einer Trockenfutter Fütterung, jedoch verfliegt der Geruch in der Regel recht schnell. Nach eine halben Stunde sollte man es nicht mehr merkbar riechen. Es gibt jedoch keinerlei Belege oder Studien dafür, dass Nassfutter mehr zu Zahnstein führen kann, als Trockenfutter. Viel mehr kann bei einem guten Nassfutter der Zahnstein effektiver verhindert werden als bei einem „guten“ Trockenfutter.

 

Symptome: Woran Zahnstein erkennen?

Zahnstein zeigt sich durch bräunliche Beläge auf den Hundezähnen, die zunächst in der Nähe des Zahnfleisches auftreten und sich nach unten fortsetzen. Der Hund entwickelt einen unangenehmen Maulgeruch. In schlimmen Fällen entzündet sich das Zahnfleisch und bietet den Bakterien einen guten Nährboden. Chronische Zahnfleischentzündungen und eine damit einhergehende Rückbildung des Zahnfleisches sind meist auf Zahnstein zurückzuführen.

  • Verfärbungen an den Reißzähnen (siehe Bilder)
  • Spürbar raue Ablagerungen
  • Zahnfleischentzündungen
  • Blutendes Zahnfleisch
  • zurückegbildetes Zahnfleisch
  • Appetitlosigkeit
  • Mundgeruch
  • Eiter oder sogar Zahnausfall

 

Zahnstein bei unserer Testhündin Fila

Warum und wie muss Zahnstein behandelt werden?

Durch starken Zahnsteinbelag erhöht sich das Risiko bakterieller Entzündungen. Diese können so stark werden, dass sich die Zähne lockern und schließlich ausfallen. Das ist beim Hund durchaus ähnlich wie beim Menschen. Um Folgeschäden durch die Zahnsteinbildung zu vermeiden, hilft nur der Gang zum Tierarzt, der eine professionelle Zahnreinigung beim Hund durchführt. Dafür muss der Hund in Vollnarkose gelegt werden, da kaum ein Vierbeiner diese Behandlung über sich ergehen lässt, ohne sich zur Wehr zu setzen. Die Reinigung der Hundezähne erfolgt durch Ultraschall und spezielle Geräte zur Zahnreinigung.

 

Kann Barfen vor Zahnsteinbildung schützen?

Neigt ein Hund zur Bildung von Zahnstein, nützt es wenig, ihm die Zähne zu putzen, wenn er sich das überhaupt gefallen lässt. Auch eine Futterumstellung auf Barf wird nicht verhindern, dass sich die Beläge bilden. Bedingt kann eine Ernährungsumstellung des Hundes allerdings vor Zahnstein schützen. Besonders das Barfen ist hier zu nennen, da diese Ernährungsform auf natürliche Rohfütterung setzt. Getreide und Zuckerstoffe gehören nicht zu einer artgerechten Barf-Fütterung. Dadurch ist es möglich, die Zahnsteinbildung wenigstens zu reduzieren. Ganz verhindern lässt sie sich wegen der genetischen Veranlagung aber auch durch eine Rohkostfütterung nicht.

 

Was können Sie zur Vorbeugung tun?

n der Natur bekommen Caniden keine Nahrung, die zerteilt oder vorgekocht ist. Sie müssen das Wild erlegen und mit ihren Zähnen große Fleischstücke von den Knochen reißen. Anschließend werden die Knochen aufgebrochen, um das Mark zu entfernen. Diese Form der Ernährung bietet durchaus einen Schutz vor Zahnstein, weil Zahnbeläge durch das Abreißen des Fleisches und das Kauen auf den Knochen automatisch abgerieben werden. Das natürliche Hundegebiss ist dafür perfekt ausgestattet. Die Zähne laufen spitz zu und stehen nicht zu eng nebeneinander. Diese Anordnung verhindert, dass sich Zahnstein in engen Zwischenräumen ablagern kann.

  • Auf hochwertiges Nassfutter umstellen
  • Zuckerhaltiges Futter oder Leckerlies vermeiden
  • Hundefutter ohne Getreide nehmen
  • Darmflora aufbauen
  • Trockenfutter vermeiden
  • Knochen verfüttern (Rind, Lamm)
  • Zahnreinigungsknochen aus dem Fachhandel vermeiden

 

Rohe Knochen mit Fleisch füttern

Rohe Knochen beugen Zahnsteinbildung vorGeben Sie Ihrem Hund deshalb regelmäßig rohe Knochen mit möglichst viel Fleisch daran. Dadurch ist Ihr Vierbeiner gezwungen, seine Zähne einzusetzen und so automatisch zu reinigen. Füttern Sie niemals gekochte Knochen, da hier das Fleisch zu weich ist und die Knochen durch das Kochen sehr spröde werden. Sie können beim Fressen springen und sich in den Schleimhäuten und Magen-Darm-Wänden des Hundes verfangen. Büffelhautknochen sind eine weitere gute Vorbeugung vor Zahnstein, denn auch hier muss der Hund seine Zähne einsetzen.

Die im Handel angepriesenen Zahnreinigungsknochen helfen wenig bei der Vorbeugung gegen Zahnstein beim Hund. Einmal sind sie viel zu weich, sodass der Hund sie in kürzester Zeit zerlegt. Die Zähne werden dadurch kaum gereinigt. Zum anderen enthalten sie wie die meisten fertigen Produkte Getreide und manchmal auch Zucker als Geschmacksverstärker. Das sind jedoch genau die Nährstoffe, die die Zahnsteinbildung begünstigen.

Manche Experten empfehlen, einem zur Zahnsteinbildung neigenden Hund die Alge Ascophyllum Nodosum zuzufüttern. Hierbei besteht allerdings die Gefahr einer Überdosierung mit Jod. Ein Hund, der fachgerecht ernährt oder gebarft wird, ist nicht gefährdet, zu viel Jod zu bekommen, wenn Sie sich genau nach den Anweisungen richten und nur die empfohlene Menge der Alge zufüttern. In manchen Fällen lässt sich nach einer mehrwöchigen Kur mit diesem Futterzusatz der Zahnstein relativ einfach mit der Zahnbürste entfernen.

Barfen schützt nicht vor Zahnsteinbildung beim Hund

Neigt ein Hund zur Bildung von Zahnstein, nützt es wenig, ihm die Zähne zu putzen, wenn er sich das überhaupt gefallen lässt. Nur wenn Sie mit Ihrem Hund das Zähneputzen trainiert haben, wird er diese Prozedur über sich ergehen lassen. Auch eine Futterumstellung auf Barf wird nicht verhindern, dass sich die Beläge bilden. Allerdings ist eine Umstellung auf Futter ohne Getreide und Zucker oder eine Barf-Ernährung empfehlenswert, um die Zahnsteinbildung zu reduzieren. Die vorbeugende Gabe von rohen Knochen ist ebenfalls sinnvoll. Ist Zahnstein aufgetreten, sollten Sie entweder versuchen, ihn mechanisch zu entfernen oder gleich den Gang zum Tierarzt antreten.

21 Comments
  1. Reply
    Karin 10. April 2017 at 19:34

    Dass Zahnstein beim Hund trotz Barf auftreten kann, wundert mich nicht, da ich mir gerade bei püriertem Obst etc. vorstellen könnte, dass dann immer noch ein wenig an den Zähnen hängen bleibt. Unser Hund hat zum Glück kein Problem mit Zahnstein, auch wenn die Zahnreinigungsknochen, die wir füttern, vermutlich auch eher zu weich sind. Wir haben aber schon immer darauf geachtet, dass dieser weder Zucker noch Getreide enthält. Dass beides häufig in entsprechenden Produkten zu finden ist, ist mir unbegreiflich, aber viele lassen sich halt von den Versprechungen auf der Packung blenden und schauen nicht auf die Zutatenliste. Wenn uns Bekannte Leckerlis mitbringen, entsorgen wir hinterher oft das Meiste – auch überall Zucker und/oder Getreide. Rohe Knochen frisst unser Hund sehr gerne, allerdings müssen wir immer darauf achten, dass es nicht zu viel ist, da er sonst Verstopfung bekommt. Wir haben auch schon mal ein Gel benutzt, das Zahnstein verhindern soll, das unser Hund anscheinend auch sehr angenehm fand, aber nachdem wir festgestellt haben, dass die Zahnsteinneigung bei ihm ohnehin nicht so hoch ist, haben wir es irgendwann weggelassen. Ich würde eher davon abraten, Zahnstein selber zu entfernen – weiche Beläge gehen ja noch, wenn der Hund sich das gefallen lässt (wenn nicht, schadet es natürlich nichts, daran zu arbeiten), aber richtiger Zahnstein geht ja letztlich doch nur mit entsprechendem Werkzeug weg, und ich frage mich, wie man das als Laie so bewerkstelligen will, dass a) der Zahnstein wirklich entfernt ist und b) man dem Hund keine unnötigen Verletzungen am Zahnfleisch zufügt oder den Zahnschmelz beschädigt.

  2. Reply
    Carinchen 31. Juli 2017 at 14:06

    Dieser Beitrag ist sehr wichtig. Denn hier wird aufgeräumt mit dem Thema, dass Barfen allein die Garantie dafür darstellt, dass ein Hund nicht an Zahnstein erkrankt. Auch war ich einigermaßen überrascht zu lesen, dass Trockenfutter gut für Hunde ist, die an schlechten Zähnen zu leiden haben – hatte jetzt eher gedacht dass Nassfutter den Unterschied macht.
    Zahnreinigungsknochen werden von meinem Hund (eben Dackel!), nicht genommen, deshalb fand ich den Tipp gut, dass ruhig ein Knochen vom Schlachter genommen werden kann, damit der Hund sein Gebiss stärken kann. Das wäre für unseren Hund eine Alternative. Tja, hätte ich das vorher gewusst, hätte unsere Hund vielleicht noch alle Zähne, aber leider sind ihm so einige verloren gegangen. Aber man merkt immer wieder, wie wichtig es ist, diese Seite zu lesen!
    Eine professionelle Zahnreinigung der noch vorhandenen Zähne lassen wir trotzdem jedes halbe Jahr durchführen, seitdem hat unser Dackelmädchen, mittlerweile im 11. Jahr schöne weiße Zähne, und ich denke, sie fühlt sich wohl damit da ja viele Krankheiten durch schlechte Zähne kommen – wie beim Menschen auch.

    • Reply
      Susanne 8. Oktober 2017 at 18:55

      Dass Trockenfutter gut für Zähne sein soll, konnte ich aus diesem Artikel eben nicht herauslesen (und in der zugehörigen Überschrift wird das ja bereits als Mythos bezeichnet). Demnach soll Trockenfutter den Zahnstein beim Hund sogar noch fördern.

      Bei unserem hochwertigen Halbtrockenfutter mache ich mir dagegen keine Gedanken. Die Zähne unserer Hündin sind echt top, und das in ihrem Alter, kaum Zahnstein oder ähnliches.

  3. Reply
    Amelie E. 9. August 2017 at 17:18

    Tja, leider ist es das alles bei unserem Hund zu spät gekommen. Ihm fehlen jetzt 4 Vorderzähne, 2 oben, 2 unten, weil er a) keine Kauknochen nimmt und b) wir einfach nicht rechtzeitig darauf geachtet haben. Hätte ich den Artikel eher gelesen, wäre es vielleicht anders gekommen. Übrigens wusste ich nicht, dass gerade Dackel von Zahnerkrankungen betroffen sind.
    Jetzt hängt bei unserem Hund immer die Zunge raus, wenn sie schläft – sieht echt komisch aus. Natürlich reinigen wir jetzt regelmäßig – nur, es hätte nicht passieren brauchen – wir machen uns ja selbst Vorwürfe. Dass auch das Barfen nicht gegen Zahnverlust oder schlechte Zähne schützt hatte ich bereits in einer Hundezeitschrift gelesen, aber seitdem wir völlig auf Trockenfutter verzichten ist es besser geworden und ab und zu bekommt er einen Knochen vom Fleischer, den nimmt er – immerhin.
    Ja der Artikel war wichtig um zu sensibilisieren, wie wichtig Zahnpflege ist. Leider spreche ich da aus leidvoller Erfahrung.

  4. Reply
    Anna 22. August 2017 at 4:10

    Unsere Hündin hat zum Glück wenig Probleme mit Zahnstein. Und wenn, würde ich lieber versuchen, den Ursachen auf den Grund zu gehen und entsprechend Abhilfe schaffen. Wenn es MAL wirklich nötig ist, eine professionelle Zahnreinigung durchzuführen, bitte – aber regelmäßig den Hund deswegen in Vollnarkose zu legen, fände ich schon sehr grenzwertig. Wenn nicht gerade größere Probleme wie Zahnfleischentzündungen vorhanden sind, sehe ich da einfach kein sinnvolles Risiko-Nutzen-Verhältnis.

  5. Reply
    li Tapfer 24. August 2017 at 9:10

    Jeder erzählt mir etwas anderes, Tierärzte,Futterverkäufer. Sie wollen verdienen, ist auch ok, aber nicht auf Kosten meines Hundes und meines Geldbeutels!
    Diesen Bericht fand ich sehr, sehr einleuchtend. Hatte ich doch gedacht, durch Trockenfutter die Neubildung von Zahnstein hinaus zu zögern, da ich eine Rasse habe, wo die Zähne extrem schlecht sind.
    Jetzt muss ich nur noch ein gutes Nassfutter finden, barfen funktioniert nicht.

  6. Reply
    li Tapfer 24. August 2017 at 9:29

    habe eben gerade, von dieser Seite, einen Kommentar gelesen.
    Trockenfutter und seine Vorzüge.
    Da steht genau das drin, was hier als nicht hilfreich angegeben wird. Trockenfutter ist hilfreich bei Zahnstein!!
    Was soll man denn jetzt glauben?

    • Reply
      hundefutter-tests.net 25. August 2017 at 13:24

      Vielen Dank für den Hinweis! Die Angaben in diesem Artikel hier sind aktueller. Wir werden den anderen Artikel auf die Stelle hin noch überarbeiten!

  7. Reply
    Karin 28. August 2017 at 10:33

    Unser Hund hat mehrere Zähne durch Zahnstein verloren. Erst gaben wir uns als Halter die Schuld, weil wir so lange gewartet hatten, dann war das Trockenfutter schuld, doch letztlich ist es auch egal – unser Hund hat vorne jeweils oben und unten zwei Zähne eingebüßt. Ich denke bei ihm kam es daher, weil er nie einen Abrieb betrieben hat, und nie irgenwelche Sticks gefressen hat, die a) den Zahnstein in Schach halten und b) natürlich auch den Atem angenehmer machen. Er mochte diese Dinger einfach nicht.Und er bekam auch noch Futter, wo Getreide enthalten war. Diese Fehler macht man nur einmal und ich werde die Testberichte und das Magazin sehr ausführlich lesen.

  8. Reply
    Doggymum 10. September 2017 at 12:10

    Wir haben im Augenblick extreme Probleme mit unserer 11-jährigen Hündin, was die Zähne anlangt. Sie bekam eine Zeit lang Frischfleisch das brachte ihr einen Bandwurm ein, sodass wir die Fütterung wieder auf „Normale“ Kost umgestellt haben. Allerdings ist ihr Zahnfleisch so hochrot entzündet, dass wir unser Tierarzt erst einmal Nassfutter empfohlen hat, damit die Zähne des Hundes entlastet werden. Jeden Tag reinigen wir jetzt die Zähne, es ist zwar schon etwas besser geworden – doch nun haben wir gerade erfahren, dass nicht nur Barfen ebenso Zahnstein erzeugt, sondern auch Getreide. Unser Hund hat über Jahre getreidehaltiges Futter gefressen.
    Jetzt hoffe ich nur, dass alles wieder gut wird.

  9. Reply
    Kerstin Schöttger 18. September 2017 at 22:49

    Aus leidvoller Erfahrung kann ich allen nur raten, auf Getreide im Hundefutter zu achten! Vielleicht ist es nicht nur der ausschlaggebende Punkt, doch ein ganz gravierender. Unser Hund hat diese Woche wieder 3 Zähne eingebüßt, trotz putzen, jetzt sind die Vorderzähne weg und ein dicker Backenzahn hinten. Das tut mir selbst unglaublich weh. Das Zahnfleisch ist völlig gerötet, und da unser Tierarzt eine Vertretung hatte, sagte der uns sofort, das kommt vom Getreide, die Zähne mahlen das. Was auch immer darunter zu verstehen ist. Ich wollte das einfach mal so weitergeben.

    • Reply
      Fritzi 10. November 2017 at 13:25

      Ernsthaft? In normalem Hundefutter ist mir noch nie eine ganze Getreideflocke oder gar ein Korn untergekommen, das noch zu mahlen gewesen wäre 🙂 Ich könnte mir eher vorstellen, dass es eher daher kommt, dass die enthaltenen Getreidebestandtteile (und vielleicht sogar enthaltener Zucker) dann noch an den Zähnen haften nach dem Fressen und auf Dauer zu Zahnstein oder Karies beim Hund führen.
      Ganz perfide finde ich ja, dass selbst als Zahnpflegeprodukte angepriesene Kauartikel häufig zum großen Teil aus Getreide bestehen oder sogar Zucker enthalten – ganz großes Kino…
      Ist wohl leider so – wer sich selber nicht informiert und die Inhaltsstoffe checkt, wird nicht selten verarscht 🙁 Und selbst das gründlichste Lesen der Zutatenliste hilft je nach Inhaltsstoff nicht weiter, wenn er nicht deklarierungspflichtig ist, das hatten wir hier ja auch schon des öfteren…

  10. Reply
    Nina B. 7. Oktober 2017 at 13:53

    Das immer wiederkehrende Märchen dass Trockenfutter Zahnstein bei Hunden vorbeugen oder entfernen kann. Das haben wir doch schon so oft gehört. Hunde kauen ihr Trockenfutter viel zu wenig. Als meiner noch welches bekam, hat er das meiste einfach runtergeschluckt und wenn, dann nur auf einer Seite gekaut. Aber ein Stück Suppenfleisch muss er ordentlich bearbeiten, bis er es schlucken kann. Hoffentlich reinigen sich dabei die Zähne, wie manche Leute meinen. Schmecken tut es ihm auf jeden Fall.

  11. Reply
    Monja 12. Oktober 2017 at 22:40

    Unser Dackel hat durch dieses Getreide in den Hundefuttersorten fast seine gesamten Zähne eingebüßt. Ich war so dumm und habe der Werbung geglaubt, und immer schon Trockenfutter mit Getreide gefüttert. Das habe ich bitter, bitter bereut. Seitdem bekommt er Nassfutter, dazu ein sehr gutes, und seitdem hat er alle Zähne behalten, die wir regelmäßig durch ihren Tierarzt säubern lassen. Das sind mir die 69,- Euro wert, als wenn ich einen zahnlosen Hund hier habe.
    Vorbeugung ist in diesem Falle tatsächlich besser, als Nachsorge. Das muss ich leider aus eigener, leidvoller und auch fahrlässiger Weise sagen.

  12. Reply
    Die kleine Hexe 21. Oktober 2017 at 16:35

    O die Zähne. Das ist ein großes Thema bei uns. Das ist wirklich klasse, dass da mal drüber gesprochen wird. Und das ist ein wahrlich nicht einfach zu lösen. Der Tierarzt kann auch nicht immer den Hund in Narkose legen und den Zahnstein entfernen, das ist sichelrich nicht sehr gut für den Hund, denn die Narkose will – wie beim Menschen auch – erst mal verarbeitet werden. Deshalb ist se so wichtig, dass man solche Kommentare auch liest.

    • Reply
      Fritzi 10. November 2017 at 13:20

      Genau das habe ich mir auch gedacht – Zahnstein beim Hund ist sicherlich ernstzunehmen, ich würde in dem Fall aber den Hund auch nicht permanent in Narkose legen lassen, wenn dies nicht aus anderen Gründen nötig ist. Wenn gerade aus einem anderen Grund eine Narkose nötig wird, ist es keine schlechte Idee, dann nach Möglichkeit die Zähne kontrollieren und gegebenenfalls reinigen zu lassen. Unsere Hündin ist beim Tierarzt so tiefenentspannt, dass die normale Entfernung von ein paar Stellen mit diesem Metallgerät auch so geht. Ist aber selten nötig. Bei Ultraschall oder irgendetwas anderem, das Töne von sich gibt, wäre es aber vermutlich schnell vorbei mit der Ruhe 🙂 Ich sehe das wie Monja – Vorbeugung ist da auf jeden Fall besser als Nachsorge.
      Was ich ansonsten nicht schlecht finde gegen Zahnstein beim Hund, sind diese Hirschgeweih-Kauprodukte. Allerdings würde ich diese nicht unbeaufsichtigt und dauerhaft geben, da diese einen sehr hohen Mineralstoffgehalt haben und ich nicht weiß, ob man da am Ende nicht den Calcium-Phosphor-Haushalt bei zu reichlichem Kauen durcheinander bringt. Außerdem würde ich sie schon deshalb nicht ständig geben, da der Rand manchmal recht zackig wird und hier und da zu Zahnfleischbluten führen kann.

  13. Reply
    Marion Wacker 13. November 2017 at 8:11

    Interessanter Artikel Danke dafür.
    Allerdings frage ich mich jetzt welches Nassfutter bei Zahnsteinproblemen empfehlenswert ist.
    Hat da jemand einen Rat ?

  14. Reply
    Nina 6. Januar 2018 at 17:49

    Zahnstein beim Hund ist bei uns zum Glück auch nach 10 Jahren noch kein Problem – haben diesbezüglich anscheinend aufs richtige Futter gesetzt (und seit wir unseren Hund haben schon immer die Finger vom Supermarktfutter gelassen) 🙂

  15. Reply
    Tami 12. Februar 2018 at 21:53

    Wir geben unserer Hündin ab und zu ein rohes Rinderherz und geben es ihr im Ganzen (im Garten, sonst gäbe es wohl eine ziemliche Sauerei 😉 ). Das kräftige Fleisch selber zerbeißen und zerreißen zu müssen soll ganz gut für die Zahnreinigung sein. Außerdem geben wir regelmäßig Zahnpflegesticks (getreide- und zuckerfreie, was leider nicht selbstverständlich ist). Der Zahnstein bei unserer Hündin hält sich sehr in Grenzen, da muss nur ganz selten etwas entfernt werden (und das lässt sie sich zum Glück brav gefallen).

  16. Reply
    Amelie 23. März 2018 at 14:42

    Wenn man nicht mit dem richtigen Futter Zahnstein beim Hund verhindern kann, wie kann man dann vorbeugen? Eigentlich sollte eine artgerechte Ernährung ja gesunde Zähne garantieren. Das ist ja echt frustrierend. Mein Hund hat ganz schön braune Verfärbungen an den Zähnen. Ich habe gelesen, dass die Walderdbeere Fragaria vesca gegen Zahnstein helfen soll, aber ich weiß nicht wie und habe es auch noch nicht ausprobiert.

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