Zeckenabwehr bei Hunden

Jeder Hundebesitzer kennt das leidige Thema, ab Temperaturen von plus 10 Grad Celsius können Zecken bereits aktiv werden. Die Blutsauger gehören zu den Spinnentieren und sind deshalb auch mit acht Beinen ausgestattet. Da diese Parasiten auf Feuchtigkeit reagieren, ziehen sie sich bei länger anhaltendem Schönwetter zurück. Sobald es allerdings wieder regnet, verlassen sie den schützenden Unterschlupf der feuchten Laubdecke, um sich auf die Suche nach Wirten zu begeben. Dabei haben es ihnen unsere Hunde besonders angetan. Laut Georg Duscher und seinen Kollegen vom Institut für Parasitologie, der Vienna Vetmed-Universität beißen die Zecken bei Hunden zu verschiedenen Zeiten im Jahr zu. Dabei übertragen sie unterschiedliche Erreger, die eventuell zu Krankheiten führen können. Wird ein Vierbeiner von Zecken befallen ist das lästig und nicht immer ungefährlich.

 

Beim Gassi gehen im Wald und auf den Wiesen und Feldern lauern Zecken

Zeckenabwehr mit natürlichen MittelnOb Sie mit Ihrem geliebten Vierbeiner am Flussufer entlang wandern, eventuell im Stadtpark, oder auf einer Lichtung spazieren gehen, überall dort lauern auch die lästigen Parasiten. Die meisten Hunde sind neugierig und voller Tatendrang, wenn sie Gassi gehen. Sie wollen schließlich ihre Umgebung erschnüffeln. Und sobald sie ihre empfindlichen Nasen in den Boden stecken, kann es zum Zeckenbefall kommen. Bei massiven Befall könnte dies für ihren Hund durchaus zu einem Problem werden. Die größere Gefahr geht allerdings von den Krankheitserregern aus, die von diesen Blutsaugern auf Ihren besten Freund übertragen werden können. Deshalb ist es notwendig, dass Sie als Hundebesitzer Vorsorge treffen. Dabei müssen Sie nicht gleich zu Chemiekeulen greifen, im Gegenteil, ein jeder Hundehalter sollte bestrebt sein, chemische Wirkstoffe so gut als möglich von seinem Tier fernzuhalten.

 

An welchen Stellen werden Hunde von den Blutsaugern gebissen?

Sehr oft beißen die Blutsauger den Vierbeiner bereits an Ort und Stelle. Daher werden die Tiere zum Großteil am Kopf befallen. Aber auch vor dem Bauch und den Beinen und dem Rücken machen sie nicht Halt. Es ist wichtig, dass Sie den Hund nach jedem Spaziergang sorgfältig absuchen, denn sehr oft krabbeln die Zecken auch nur durch das Fell ohne sich festzusaugen. Bei der Suche kann durchaus auch ein Flohkamm zu Hilfe genommen werden. Je schneller Sie Ihren Vierbeiner von den Parasiten befreien, desto geringer ist die Gefahr der Übertragung von gefährlichen Erregern. Es dauert bei den meisten Krankheitserregern 16 Stunden bis zu einem Tag, bis sie auf das Tier übergehen. Zu den bekanntesten Zecken gehört der gemeine Holzbock, dieser Blutsauger ist als Überträger von Borreliose und auch von Meningoenzephalitis (FSM) bekannt.

Risikogebiete:

Der gemeine Holzbock ist vor allem in Süddeutschland anzutreffen. Dort wie beinahe auch in allen Regionen in Österreich und in 30 weiteren Ländern im europäischen Raum ist das Risiko einer Ansteckung mit Borreliose und FSM dementsprechend hoch. Da die Hunde die Zecken häufig mit nach Hause bringen, sind auch ihre Besitzer gefährdet, sollten sie die Parasiten nicht gleich bemerken und entfernen.

 

Der Wirt wird durch das Hallersches Organ aufgespürt

Besonder im Wald werden Hunde von Zecken befallenDie Zecken halten sich im Gras, in Gärten, in Wäldern und auch in Parks oder im Gebüsch versteckt auf. Besonders hervorzuheben ist, dass sie im Notfall auch mehrere Jahre durchhalten können, ohne einen Wirt zu finden, der sie ernährt. Ist ein „Opfer“ in ihrer Nähe, so wird es durch das Hallersches Organ aufgespürt. Sobald der Wirt, Hunde sind besondere Favoriten, gefunden ist, krabbeln die kleinen Biester zum Kopf der Vierbeiner, oder zu warmen Stellen am Körper. Da die Zecken (es stechen nur die weiblichen Tiere, männliche brauchen kein Blut), eine Weile brauchen um eine Stelle zu finden an der sie zubeißen, funktionieren herkömmliche Zeckenschutzmittel nicht wirklich. So kommt es, dass Ihr Hund die Parasiten mit ins Wohnzimmer bringt. Dort fallen, die Blutsauger, welche noch nicht zugebissen haben auf den Teppich, die Couch und ins Hundekörbchen.

Beim Hallerschen Organ handelt es sich um ein spezielles Riechorgan. Es reagiert auf Verbindungen, wie Ammoniak, Kohlendioxid, aber auch auf Milchsäure, sowie auf Buttersäure. Sobald diese Stoffe erhöht sind, ist das ein Hinweis darauf, dass die Lebensweise Ihres Hundes nicht gerade gesund ist. Wenn Sie jetzt eine Chemiekeule zum Zeckenschutz einsetzen, kann der Schuss durchaus nach hinten losgehen, da Sie das Immunsystem des Tieres noch mehr aus dem Gleichgewicht bringen.

Ein wirksamer Zeckenschutz für den Hund ist eine natürliche Lebensweise

Neben pflanzlichen Mitteln gegen Zecken, ist auch eine ausgeglichene Lebensart des Hundes eine gute Voraussetzung, dass Ihr Tier weitgehend von den Parasiten verschont bleibt. Dabei geht es auch darum, chemische Giftstoffe so weit als möglich von dem Vierbeiner fernzuhalten. Wurmkuren oder Impfungen sind nur dann vorzunehmen, wenn eine Notwendigkeit besteht. Verwöhnen Sie Ihren besten Freund mit Hundefutter, die seinen Nährstoffbedarf sehr gut abdeckt. Zudem kann die Zugabe von Bierhefe seinen Säure-Basen-Haushalt ausgleichen und für einen Zeckenschutz sorgen.

 

Mit natürlichen Mitteln vorsorgen

Es gibt zahlreiche natürliche Wirkstoffe um die Parasiten von den Hunden abzuwehren. Dabei handelt es sich um natürliche Substanzen, die auf das Fell der Tiere aufgetragen werden. Anderen Präparate wiederum, werden in kleinen Mengen dem Futter beigemengt.

Im Laub lauern die ZeckenKokosöl zur Zeckenabwehr:

Wenn sie Ihren Vierbeiner auf ganz natürliche Weise gegen die Parasiten wappnen wollen, dann greifen Sie zu Kokosöl. Das Geheimnis liegt am Laurinsäuregehalt dieser Produkte. Bei Labortests der Fach-Uni Berlin zeigte sich, dass sich tatsächlich zwischen 81- und 100 Prozent der Blutsauger mit einer Lösung von nur 10 Prozent abschrecken lassen. Für den Schutz wird das Fell Ihres Hundes mit etwas Kokosöl eingerieben. Achten Sie dabei besonders auf den Kopf des Tieres, sowie auf die Ohren. Das natürliche Mittel wird einmal am Tag aufgetragen. Einige Tierhalter schwören zudem auf die Verabreichung von einem Teelöffel Kokosöl pro Tag mit dem Futter.
TIPP: Da Kokosöl keinerlei schädliche Nebenwirkungen hat, können Sie sogar kleine Hunde mit dem Öl einreiben.

Schwarzkümmelöl oder Knoblauch zur Abwehr

Um lästigen Zeckenbefall zu verhindern, werden je nach Größe des Tieres zwischen acht und zehn Tropfen ins Hundefutter gemischt. Beim Hund sind keinerlei Nebenwirkungen zu befürchten, allerdings sollte die Dosis nicht überschritten werden. Sie können auch ätherische Öle von Lavendel, Nelken, oder Eukalyptus einsetzen. Für eine Sprühmischung werden diese Öle verdünnt und Ihr Vierbeiner vor jedem Gassi gehen eingesprüht. Die Anwendung von Knoblauch zur Zeckenabwehr ist umstritten, allerdings ist die Zugabe von einer halben Knoblauchzehe bei kleinen Tieren und einer Zehe für große Hunde, zwei bis drei Mal in der Woche ungefährlich. Auch Bierhefe hat dank der enthaltenen B-Vitamine eine Zecken abwehrende Wirkung. Wer also seinen Vierbeiner vor chemischen Substanzen schützen will, hat eine große Auswahl an natürlichen Präparaten zu denen ergreifen kann.
TIPP: Schwarzkümmelöl eignet sich nicht für Katzen, ihnen fehlt das nötige Enzym zum Abbau von ätherischen Ölen.

Fertige Anti Zeckenmittel auf Naturbasis

Wem die oben genannten beispiele der natürlichen Zeckenabwehr nicht zusagen, kann auch auf fertige naturbelassene Produkte zurückgreifen. Beispielsweise das natürliche Zeckenschutzmittel Ani-Zeck von Anifit. Das kurze einsprühen mit dem Mittel aus verschiedenen ätherischen Ölen vermeidet bzw. reduziert den Befall mit Zecken. So vermeidet man die Belastung des Hundes durch chemische Präparate.

 Mit dem Flohkamm die Zecken entfernen

Die Zecke nur mit einer speziellen Zeckenzange oder einer Zeckenkarte entfernen

Wurde Ihr Hund von einer Zecke gebissen, dann rücken Sie ihr mit einer speziellen Zeckenzange oder einer Zeckenkarte zu Leibe. Setzen Sie auf keinen Fall Öle, Lacke oder Kleber ein. Je schneller Sie arbeiten, desto größer ist die Aussicht, dass keine Krankheitserreger übertragen werden. Die Erreger brauchen bis zu 24 Stunden um in den Blutkreislauf Ihres Hundes zu gelangen und sich dort auszubreiten. Sie müssen die Zecke mitsamt ihrem Stechwerkzeug aus Ihrem Vierbeiner entfernen. Den Parasiten dabei auf keinen Fall quetschen. Packen Sie mit der Zeckenzange unmittelbar über der Haut des Hundes beherzt zu und ziehen dabei den Blutsauger langsam heraus. Hinterher sollten Sie die wunde Stelle mit etwas Alkohol desinfizieren. Schwillt die Einstichstelle an, oder können Sie die Zecke nicht entfernen, zögern Sie nicht und suchen Sie einen Tierarzt auf.

Gerade bei Hunderassen mit langen Fell kann die Suche nach den Zecken besser verlaufen, wenn man den Hund zum Sommer hin scheren lässt. Ggf. kann es auch sinnvoll sein das Scheren selbst zu lernen.

 

Borreliose bei Hunden

Hunde erkranken wesentlich seltener an Borreliose als Menschen oder Katzen. Ungefähr 95 Prozent der Hunde besitzen Antikörper gegenüber Borrelien. Sie verfügen wahrscheinlich über eine ähnliche genetische Resistenz wie sie Wildtiere haben. Das geht sogar so weit, dass das Immunsystem der Hunde häufig mit einer Infektion fertig wird. Daraus ist ersichtlich, dass nicht immer gleich zu chemischen Substanzen, die noch dazu meist toxisch sind, gegriffen werden muss.

Gerne können Sie uns Ihre Erfahrungen mit diversen Zeckenmitteln in den Kommentaren mitteilen.

25 Comments
  1. Ich achte ja immer sehr darauf, dass unser Hund überwiegend etwas Biologisches bekommt und nicht unbedingt Frontline oder Ähnliches. Wir hatten es auch schon mit einer Bernsteinkette versucht, was vierzehn Tage gehalten hat, danach war der Zeckenbefall wieder da. Da es sich bei unserem Hund um einen Zwergrauhaardackel handelt, kann ich die Zecken zwar relativ schnell erkennen, aber trotzdem, angenehm ist das ja nun nicht. Dann bin ich beigegangen und habe einmal das Mittel Trixie Zeckenmittel ausprobiert. Nicht umsonst steht darauf: Bitte im Freien verwenden. Unsere Wohnung hat nach einer Woche nach dem Zeug gestunken! Dieses Zeckenmittel ist wohl natürlich, unser Hund hatte dadurch ein Hautekzem bekommen, weil es das Mittel offenbar zu scharf ist, und mein Mann der unter COPD leidet, konnte nicht mehr atmen, weil das Mittel, welches in Einzeldosen verpackt ist, so widerlich riechen tut. Mir selbst ist relativ übel geworden, es stank – anders kann ich es nicht ausdrücken! Wenn schon etwas BIO ist, oder es sein sollte, dann doch bitte so, dass nicht das ganze Haus, trotz der Anwendung draußen – noch tagelang nach diesem verheerenden Gestank ausdünstet. Also ich bin bedient und werde entweder wieder zu Frontline wechseln, was ich nicht wollte, oder mich doch mit der guten alten Bernsteinkette zufrieden geben. So geht es jedenfalls nicht.

  2. Schwieriges Thema, die Zeckenabwehr bei Hunden… wir waren lange Zeit sehr zufrieden mit dem Scalibor-Halsband. Da ich mittlerweile aber auf viele Duftstoffe sehr empfindlich reagiere, nehme ich bei Chemikalien lieber nur das absolut Notwendige, um nicht noch mehr Unverträglichkeiten zu provozieren. Und die enthaltenen Pyrethroide sind dann halt nicht so der Hit… Kokosöl wäre von meiner Seite her eine Idee, allerdings ist es vielleicht nicht so angenehm, wenn der Hund dann ständig ein fettiges Fell hat. Außerdem kann mein Mann auch leichten Kokosgeruch überhaupt nicht leiden. Von daher behelfen wir uns im Moment mit Absuchen, der Befall hält sich noch in vertretbaren Grenzen. Schlimmer wäre es, wenn es sich um die Zeckenart handeln würde, die die Babiose überträgt.

  3. Nachdem ich einige Pleiten hinter mir habe, habe ich jetzt zu einer Bernsteinkette gegriffen, und diese hilft sehr gut! Die Zecken gehen da nicht ran, weil der Bernstein nicht geschliffen wurde, offenbar können Sie sich nicht so in der Haut des Hundes festsetzen und vielleicht riecht Bernstein auch nicht angenehm. Ich weiß es nicht, jedenfalls bin ich erstmal das Zeckenproblem los, nachdem ich zwei Pleiten auf einmal erlitten habe.

  4. In diesem Jahr soll es sehr viele Zecken geben, und meine Dackelhündin hat bereits einige mit nach Hause gebracht. Um jetzt nicht schon wieder irgendwelche Chemie zu nehmen, habe ich mich alternativ für die Bernsteinkette entschieden.
    Zwar hält sie immer nur so um di eacht Woche herum, aber wenigstens wirkt sie, und das ohne unangenehme Gerüche zu verbreiten. Zumindest ein Weg hin ohne Chemie zu arbeiten.

  5. Wir haben einmal unseren Tierarzt gefragt, was bei Zecken helfen soll, das es in diesem Jahr besonders schlimm ist.
    Wir haben von ihm eine Tablette bekommen, die Zecken im Fell des Hundes abtötet, sie beißt wohl zu, stirbt aber sofort nach dem Biss durch den Wirkstoff in der Tablette.
    Ich war skeptisch, weil ich Angst hatte, dass da wieder so viel Chemie drin ist, doch unser Tierarzt sagte, er verwende es seit einigen Jahren bei seinen Hunden und alles wäre gut.
    Jetzt haben wir es ausprobiert und bis jetzt (2 Wochen) haben wir keine Zecke mehr gefunden. Also abwarten! Auf jeden Fall ist eine Alternative.

  6. Wir haben einen Zeckenkamm und eine Zeckenzange, wo wir die Zecke mit entfernen. Das reicht voll und ganz aus. Ich brauche keine Chemiekeulen!

  7. Reply
    Kerstin + Kurt F. 10. Juli 2017 at 14:42

    Wir haben jetzt einmal den Tierarzt gefragt wegen der Zeckenplage in diesem Jahr, dieser hat natürlich Frontline empfohlen, doch mein Mann und ich haben es nicht gekauft.
    Wir sind mit unserem Hund in den nächsten Futtermittelladen gegangen und diese haben uns eine Bernsteinkette empfohlen. Die Zecken würden durch das reiben des nicht geschliffenen Bernsteins sich nicht an dem Hund festbeißen können. Also bis jetzt klappt es – wir sind ganz zufrieden.

    • Meine Schwester schwört auch auf eine Bernsteinkette für die natürliche Zeckenabwehr bei Hunden. Sie hat eine für ihre Dackelhündin besorgt und sagt, seit sie die trägt, hat sie keine Zecken mehr. Am Ende ist was dran an der Geschichte mit der elektrostatischen Aufladung und dem Elektroschock für die Plagegeister. Eigentlich kennt man das ja noch aus dem Physikunterricht: Man reibt ein Stück Katzenfell an einem Plexiglasstab und die Haare laden sich auf. Bernstein scheint wohl die gleichen Eigenschaften zu haben.
      Und nachdem die meisten Zecken irgendwie mit der Schnauze oder dem Halsfell aufgegabelt werden, kann das schon gut sein, dass das mit einer Halskette funktioniert.
      Ich würde es ja auch mal ausprobieren, aber ich hab einen Rüden und weiß nicht, ob der auf Perlenschmuck zur Zeckenabwehr steht. 😉

      • Also wir haben nach reiflicher Überlegung doch zur Chemie gegriffen. Alle vier Wochen eine Tablette. Zecke beisst, stirbt in ein paar Stunden ab und man kann sie ausbürsten.
        Eigentlich eine gute Sache.
        Allerdings habe ich das Gefühl gehabt im ersten Monat dass mein Hund die Zecke mehr merkt wie sonst. So hatte er durchs kratzen sogar eine Wunde .
        Nach habe der ersten Tablette war er etwas aggressiv komischer Weise wenn man ihn streicheln wollte. Als ob seine Haut zu empfindlich war und es ihm weh getan hat….
        Naja nervengift…keine Ahnung wie es sich anfühlt. Und er hatte mässigen Durchfall.
        Die zweite Tablette hat ihm schwer zugesetzt mit Nebenwirkungen und jetzt lassen wir es sein.
        Er hatte Fieber und enorm viel Durchfall .
        Zecken hin oder her. Wir suchen ihn sowieso ständig ab.

  8. Schwarzkümmel und Knoblauch ist mir beides neu. Werde es aber mal ausprobieren.

  9. Dieses Jahr habe nwir einen regelrechte Zeckenplage. Wir wohnen relativ dicht nah am Wald und immer finden wir eine Zecke bei unserem Dackel.
    Doch ich habe es aufgegeben mit chemischen Keulen zu arbeiten. Entweder der Hund litt unter Durchfall oder war sich laufend am kratzen, dann habe ich es mit Bernsteinketten versucht, auch Null-Erfolg, jetzt benutze ich einen Zeckenkamm und eine Pinzette und gut ist. Seitdem hat er keine Zecken mehr! Der Zeckenkamm hat sich für mich als völlig ausreichend herausgestellt.

  10. Sie sind wieder da die Zecken. Da ich im letzten Jahr schon Probleme mit unserem Dackel und den diversen Zeckenmitteln, die zur Auswahl stehen, gehabt habe, habe ich dieses Jahr zu Kokosöl gegriffen, was den gleichen Zweck erfüllt. Immer wieder hatte er Auschlag und Juckreiz von Halsbändern etc. Hier funktioniert das gut – bis jetzt. Hoffe, dass er die Zeckenzeit damit übersteht.

  11. Dieses Jahr ist es mit dem Zecken besonders schlimm. Da ich aber im Augenblick nicht so richtig weiß was ich mit meinem Hund machen soll – er hat bereits eine Bernsteinkette gehabt, die hat ihm ein Ekzem eingebracht, dann hat er ein Halsband von einer guten Marke getragen, auch nicht richtig gewesen – er hat sich dauernd gejuckt – jetzt hat er von einem anderen Tierarzt Knoblauchtabletten bekommen – warum auch immer – aber das hilft! Er riecht zwar etwas streng – aber wenigstens ist der Juckreiz erst mal weg und ich muss nicht den ganzen Hund nach Zecken absuchen.

  12. Zecken können einem den Sommer ganz schön vermiesen. Wir haben schon einiges zur Zeckenabwehr am Hund ausprobiert, angefangen mit der Chemiekeule, nach deren Anwendung man seinen Hund zwei Tage nicht knuddeln darf, weil das Mittel so unbedenklich und nicht giftig ist. Die hat anfangs gut gewirkt, so gut, dass eine Jahresration für zwei Sommer gereicht hat. Hat da der Hersteller etwa ein eine zu hohe Dosierung vorgeschlagen, um seinen Umsatz zu steigern? Aber auch die Hundeleber scheint mit ihren Aufgaben zu wachsen, und zum Schluss waren da immer mehr Zecken.
    Manche ätherische Öle wirken ganz gut, das Abwehrkonzentrat von CD Vet zum Beispiel. Oder Kokosfett, dessen Wirkung ist ja sogar wissenschaftlich belegt. Allerdings wird der Hund davon nach ein paar Tagen schon ein bisschen schmierig.
    Wir sind das Problem Zeckenabwehr dieses Jahr mit Adlerauge und Affenkralle angegangen, meint Hund absuchen und Zecken einsammeln. Das war ganz okay und zum Glück haben ja fast alle Hunde Antikörper gegen Borrelien. Wahrscheinlich eine natürliche Immunisierung nach Hunderten Zeckenbissen.

    • Herrlicher Kommentar, ich musste sehr schmunzeln 🙂 Nach langer Verwendung des Scalibor-Halsbands sind wir mittlerweile auch bei bloßem Beobachten und Absammeln gelandet. Das machen wir gleich nach jeder Tour, daher übers Jahr nur wenige festgebissene Zecken. Ich selbst habe zunehmend Probleme mit Duftstoffen, daher scheiden ätherische Öle hier aus, auch wenn ich damit weniger zu kämpfen habe als mit synthetischen Düften. Ich habe neulich zum Thema Zeckenabwehr beim Hund einen Artikel einer Tierärztin gelesen, dass man auf chemische Mittel gut und gerne verzichten kann, solange der Befall nicht gar zu häufig bzw. zu gravierend ist, da sonst die Nachteile die Vorteile überwiegen. Vielen machen diese Mittel nichts aus, bei anderen kann es durchaus zu Nebenwirkungen im Bereich des Nervensystems etc. kommen – da greife ich dann doch lieber hier und da zur Zeckenzange. Was mir noch aufgefallen ist: wenn ich mit dem Hund baden gehe, sind danach so gut wie nie Zecken im Fell. Anscheinend werden zuvor aufgesprungene abgespült, und danach ist der Hund anscheinend so gut runtergekühlt, dass sich die Zecken nicht mehr dafür interessieren. Das habe ich auch schon mal gehört, dass Zecken und Mücken durchaus auch nach Körpertemperatur gehen.

  13. Danke für die ausführliche Zusammenstellung über natürliche Zeckenabwehr bei Hunden. Man kann schon einiges tun um den Zeckenbefall auch mit natürlichen Mitteln zu bekämpfen und muss nicht immer zur Chemiekeule greifen. Dass Bierhefe auch der Zeckenabwehr bei Hunden hilft wusste ich bisher gar nicht. Die ist ja ansonsten auch sehr gesund. Sollte man vielleicht öfter mal ins Hundefutter geben.

  14. Tja, der Wald ist dunkel und voller Zecken… 😉 Wobei hohes Gras unserer Erfahrung nach die höchste Zeckendichte aufweist. Unsere Hündin liest auch gerne mal die eine oder andere Zecke auf. Es hält sich aber im Rahmen, und meistens entdecken wir die Plagegeister, bevor sie sich festbeißen. Die gängige Zeckenabwehr für den Hund wie Halsbänder oder Spot-on-Präparate lehnen wir mittlerweile ab, auf jeden Fall solange sich der Befall in Grenzen hält. Nebenwirkungen scheint es nicht allzu häufig zu geben, aber wenn, können diese durchaus gravierend ausfallen, gerade auch bei falscher Handhabung. Und gerade wenn kleine Kinder im Haushalt sind, halte ich diese Mittel für äußerst problematisch.
    Die Zeckenabwehr beschränkt sich bei uns daher meist auf bloßes Absuchen nach dem Gassigehen. Was uns auch aufgefallen ist: wenn wir mit dem Hund Baden waren, sind hinterher so gut wie nie Zecken am Hund. Anscheinend werden bereits vorhandene, aber noch krabbelnde Zecken abgespült, und anschließend ist der Hund so gut heruntergekühlt, dass er für die Zecken nicht mehr interessant ist. Soweit ich weiß, gehen diese ja auch nach Körpertemperatur. Gold wert, wenn sich doch mal eine Zecke festgebissen hat, ist der Zeckenhaken. Klein genug, um immer dabei zu sein (es lohnt sich, ein paar mehr zu kaufen und strategisch auf Wohnung, Auto etc. zu verteilen), und dabei schnell und effektiv.

  15. Die Zeckenabwehr bei unserem Hund beschränken wir mittlerweile auf zeitnahes Absuchen nach dem Gassi gehen und nach Möglichkeit Baden. Ist bei uns ähnlich wie bei Emma, das scheint sich sehr positiv darauf auszuwirken. Natürlich aber auch nur während der einen Gassitour 🙂

  16. Hunde kommen so oft in Kontakt mit Borrelien, dass sie sicher dadurch auf natürliche Weise einen Impfschutz erhalten. Wegen Krankheiten mach ich mir gar nicht so viele Gedanken über die Zeckenabwehr bei Hunden, aber oft gehen die Zeckenbisse mit Hautrötungen, Schwellungen und Juckreiz einher. Da kann einem der Hund dann schon leid tun.
    Chemische Präparate möchte ich nicht mehr verwenden. Ich werde nächste Saison auf natürliche Zeckenabwehr mit Kokosöl setzen und hoffe, dass wir uns die Plagegeister damit vom Leib halten können.

    • Chemische Präparate nutzen wir auch nicht. Hatten früher ein Scalibor-Halsband, das super funktioniert hat. Allerdings enthält es halt auch Stoffe, die zwar gerne als „für den Menschen etc. ungefährlich“ vermarktet werden, aber je nach individueller Veranlagung durchaus problematisch sein können. Von daher lieber Finger weg – habe auch von einer Tierärztin einen Artikel gelesen, in dem es hieß, dass man bei nicht allzu gravierendem Zeckenbefall solche Mittel und Halsbänder lieber nicht nutzen soll. Was bei uns gut hilft: in der Hitze den Hund vor der Gassirunde einfach etwas nass machen. Kühlt den Hund und scheint Zecken eher abzuschrecken. Auch hinterher evtl noch mal kurz abduschen, sofern das nicht problematisch ist je nach Wohnsituation. Und natürlich absuchen – oft krabbeln die Zecken dann ja noch im Fell, das dauert meist eine Weile, bis sie beißen.

  17. Zeckenabwehr ist bei unserem Hund dieses Jahr ein großes Thema – kaum lässt man ihn mal kurz in den Garten, liest er wieder etwas auf. Die Biester scheinen sich dieses Jahr prächtig vermehrt zu haben… Der Tipp mit dem Kokosöl klingt super, allerdings hätte ich bei purem Kokosöl Bedenken, dass unser Hund das alles wieder feinsäuberlich ableckt – Kokosöl mag er wie eigentlich jedes andere Fett sehr gern. Mit was könnte man das Kokosöl denn sinnvoll verdünnen? Nur mit Wasser wird wohl keine gute Mischung geben, nehme ich an? Oder ich mach mal einen Versuch mit frisch verschütteltem Kokosöl und berichte dann 🙂

  18. Also auf Kokosöl zur Zeckenabwehr beim Hund hätte ich nun gar keine Lust. Ich hätte da ja Angst, dass mein Hund dann irgendwann nach ranzigem Frittenfett riecht 🙂 Nachdem ich in letzter Zeit einige Berichte darüber gelesen habe, dass die ach so „ungefährlichen“ gängigen Zeckenabwehrmittel durchaus neurotoxisch wirken können, lasse ich davon auch lieber die Finger und beschränke mich bei meinem Hund lieber auf Absuchen nach der Gassirunde. Meistens dauert es ja eine Weile, bis sich die Viecher festbeißen.

    Allzu viele festgebissene Zecken hatten wir dieses Jahr nicht, und mit einem Zeckenhaken ließen sie sich auch leicht abmachen. Das geht total unkompliziert, da wird die Zecke einfach rausgedreht und bleibt in aller Regel vollständig, was ja auch sehr wichtig ist, um Infektionen zu vermeiden.

    Hab an meinem Hund bisher noch keine negativen Auswirkungen von Zeckenbissen feststellen können, und ein 100%iger Schutz sind Repellents und Co ja auch nicht immer. Von daher sehe ich nicht ein, warum ich da mit Kanonen auf Spatzen zielen sollte. In total zeckenverseuchten Hochrisiko-Gebieten mag da die individuelle Bewertung wieder anders aussehen. Aber wie ihr schon schreibt, wenn Hunde mit Borreliose eh kaum Probleme haben, verstehe ich die ganze Panikmache nicht. Als Mensch läuft man ja auch nicht mit Zeckenhalsband in der Gegend rum. Und ich kann mich nicht daran erinnern, dass sich jemals eine Zecke gedacht hätte, oh, der Hund schmeckt doch nicht so gut, ich schau mir mal lieber die Halter näher an 😉

  19. Seit ich gelesen habe, dass die „harmlosen“ Substanzen, die beim Hund Zecken abwehren sollen, durchaus neurotoxische Eigenschaften haben und bei manchen Personen über kurz oder lang zu äußerst unangenehmen Symptomen führen können, verzichte ich auf das „ungefährliche“ Antizeckenhalsband. Die Wahrscheinlichkeit ist groß, dass man nicht zu diesem Personenkreis gehören wird, aber warum das Risiko eingehen. Der Krug geht bisweilen halt so lange zum Brunnen, bis er bricht…

    Und das unvermeidbare allgemeine Grundrauschen mit wenig zuträglichen Substanzen ist ja bereits hoch genug. Finde es immer recht unverständlich, wenn da manche mit „ja heute ist ja vieles giftig“ argumentieren. Genau das sollte doch bei rationaler Betrachtung eher ein Grund sein, dort giftige Substanzen wegzulassen, wo es möglich ist.

    Darüber hinaus ist ja auch wenig bekannt, ob und wenn ja welche Substanzen letztendlich zu Krebs, Demenz, Parkinson und was auch immer führen können. Ganz wird man es wohl nie herausfinden, und die Materie ist komplex.

    Da setze ich doch lieber aufs Vorsichtsprinzip statt abzuwarten, ob und wann erwiesen sein wird, dass ein Stoff definitiv gefährlich ist oder auch nicht. Früher ist man ja auch relativ unbekümmert mit Substanzen wie Lindan und Co umgegangen, die heutzutage verboten sind. Von daher ist das Argument „ja wenn es gefährlich wäre, würde es nicht verkauft werden dürfen“ in meinen Augen keines. Da gibt es in jedem Laden außerdem genügend Beispiele dafür, dass giftige Substanzen ganz legal verkauft werden dürfen.

  20. Ich frage mich, ob Zeckenabwehr beim Hund mittlerweile nicht schon fast ein Ganzjahresthema ist. Wir haben jetzt Dezember, und heute kam bei offener Terrassentür irgendeine Fliege ins Haus geflogen. Da dürfte es den Zecken vermutlich auch nicht zu kalt sein. Ich hoffe mal, dass wenigstens Januar und Februar brauchbar Frost bringen, sonst haben wir im nächsten Jahr vermutlich eine ganz üble Zeckenplage.

  21. Zeckenabwehr war dieses Jahr kein großes Thema bei uns, wir haben sie einfach während des Spaziergangs abgelesen falls sie uns aufgefallen sind oder dann gleich nach der Gassitour. Da krabbeln sie ja oft noch im Fell. Wirklich mit dem Zeckenhaken ran mussten wir selten, und wir benutzen schon länger kein spezielles Halsband mehr, das hat ja für Mensch wie Tier durchaus auch unangenehme Nebenwirkungen. Nicht für jeden ist das verträglich.

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