Cesar Classic Selection

Cesar Classic Selection im Nassfutter Test

Cesar kennt man schon lange aus der Werbung, dort suggeriert es ein hochwertiges Hundefutter. Was wir von der Cesar Classic Selection halten und wie es im Test abgeschnitten hat erfahren Sie hier:

Dosengrößen:  150g
Sorten: 4 Sorten

Cesar Classic Selection

Verpackung des Cesar Futters

In einem ansprechenden, edel wirkenden kleinen Karton kommen die 8×150 g Päckchen an. Die Verpackung sieht interessant und vielversprechend aus. Die einzelnen Päckchen wirken, wie der größere Karton auch, sehr edel. Der Preis des Produkts ist recht teuer, doch dieser passt sich wohl dem gewünschten Image des Futters an.

Vier verschiedene Sorten enthält der Karton, jeweils 2 Schälchen pro Sorte. Für ein Mix-Paket nicht ungewöhnlich und deshalb ist das in Ordnung. Die Bilder der Verpackung mit den aufgeschnittenen Scheiben erinnern an Corned Beef, was nicht unattraktiv ist. Ist das wirklich ein Futter, dass seinen Preis wert ist?

 

Angaben des Herstellers

Laut den Herstellerangaben sind in dem Futter keine künstlichen Farb- oder Geschmackstoffe enthalten. Zu 100 % besteht das Futter laut Hersteller aus leckeren, natürlichen Inhaltsstoffen mit allen Mineralstoffen, Nährstoffen und Vitaminen. Hört sich gut an, dazu ist es wohl langsam gekocht, damit der Geschmack erhalten bleibt. Erst einmal eine interessante Idee, aber Hausfrau weiß, was langsam kocht, kann auch schnell verkochen und dann schmeckt das Ganze nach nichts mehr. Im ersten Moment entsteht der Eindruck eines guten Futters. Da die Medaillen aber immer zwei Seiten haben mag auch hier der erste Eindruck täuschen.

Die Kehrseite: Die Fleisch Deklaration

Inhaltstoffe – zum vergrößern klicken

Mal sehen was die Cesar Schälchen so enthalten. Kleine Schälchen, kleine Schrift, kleine Zusammensetzung? Was ist das denn? Fleisch und tierische Nebenerzeugnisse, Mineralien, pflanzliche Nebenerzeugnisse. Das liest sich für den Laien erst einmal gut, aber wenn jemand Erfahrenes einen Blick darauf wirft, würde er dieses Futter wohl nicht für den eigenen Vierbeiner in Erwägung ziehen. Durch die sehr schwammige Deklaration erfährt man nur sehr wenig über die eigentlichen Inhaltsstoffe und die Wertigkeit dieser.

An erster Stelle stehen bei allen der vier Geschmacksrichtungen der Punkt Fleisch und tierisches Nebenerzeugnisse mit jeweils 60%. Wieviel davon nun Fleisch oder Nebenerzeugnisse ist, wird nicht deklariert. Zudem finden wir es sehr schade und fragwürdig, dass nicht aufgegliedert wurde welche tierischen Nebenerzeugnisse enthalten sind. Es könnte Herz oder Leber sein, aber genauso könnten es auch Schnäbel, Klauen oder andere Dinge sein, die man im Hundefutter nicht wissen möchte.

Bei der Sorte Huhn und Truthahn ist angegeben, dass von den Fleisch und tierische Nebenerzeugnisse 4% vom Huhn sind und 4% vom Truthahn. Zudem ist nicht ersichtlich was genau vom Huhn oder Truthahn verarbeitet wurde. Es könnte Fleisch sein, oder aber nur Nebenerzeugnisse. Etwas Irreführend für Laien sind die angegeben 60% – das bedeutet nicht, dass im gesamten Futter 60% Fleisch und tierische Nebenerzeugnisse enthalten sind, sondern ist einfach eine unnütze Zahl die etwas suggeriert, was nicht da steht. Von den pflanzlichen Nebenerzeugnissen im Cesar Classic wollen wir gar nicht erst anfangen…

 

Weitere Inhaltstoffe des Hundefutters

Cassia-Gum dient als Verdickungsmittel. Bei Nassfuttern mit einer guten Deklaration, wo man weiß was drinnen steckt, haben wir so ein Mittel nie gefunden. Uns ist schleierhaft, warum man bei einer guten Zusammensetzung auf so etwas zurückgreifen müsste. Aber es passt sehr gut zu der schwammigen Deklaration, die viele Fragen offenhält und in unseren Augen wohl der Verschleierung dient.

Das gefürchtete Rohprotein, was ist das überhaupt? Rohprotein ist Roheiweiß, es kommt in Fleisch vor und fällt unter die verdaulichen Stoffe. Alles was eine Stickstoffverbindung enthält, fällt darunter, einfach ausgedrückt. Hochwertigstes Protein findet sich in Rindfleisch. Andere Fleischsorten beinhalten ebenfalls Proteine, aber nicht in so hoher Qualität und leichter Verdaulichkeit. Pflanzen enthalten ebenfalls Proteine in unterschiedlicher Qualität. Das Cesar Classic Selection Hundefutter geht allerdings äußerst sparsam mit diesem wichtigen Stoff um und bietet dem Hund kaum verwertbare Energie. Durch diesen Umstand hat der Hund schneller erneut Hunger als bei vergleichbaren Sorten anderer Anbieter.

Ebensolches gilt für die Fette, der Anteil ist sehr gering. Auch ein kleiner Hund braucht Futter, dass ihn für länger sättigt. Die wichtigsten Stoffe zum Funktionieren der Organe und um gesund zu bleiben sind die Omega3 Fettsäuren.

 

Das Fazit zum Cesar Classic Selection im Test

Die Hauptmerkmale eines hochwertigen Futters sind leider nicht einmal Ansatzweise erfüllt. Diese fangen nämlich bei einer guten und durchsichtigen Deklaration an. Angefangen beim Fleisch, bis hin zu den Fettsäuren ist nichts aussagekräftig auf der Inhaltsangabe ausgewiesen. Der Hundehalter bleibt bei allen Inhaltsstoffen weitgehend im Dunklen und das zeichnet in keinster Weise ein gutes Futter aus. Der Preis ist dahingehend unserer Meinung nach eine Frechheit.

Wir können das Cesar Classic nicht empfehlen! Gerne testen wir es erneut, sobald eine durchsichtigere Deklaration vorhanden ist.

Cesar Classic Selection

2.7 Testergebnis
Hunde Nassfutter Test

Testkriterien anschauen Sorte: Huhn und Truthahn

Art der Deklaration
3
Ersichtlicher Fleischanteil gemäß Deklaration
0
Inhaltsstoffe gemäß Deklaration
5
16 Comments
  1. Reply
    Susanne Kleefeld 5. April 2017 at 23:25

    Cesar kommt mir gar nicht ins Haus! „Tierische Nebenerzeugnisse“ – das müssen nicht unbedingt Organe sein, das könnten Hufe, Schnäbel und Federn sein. Sowas würde ich meinem Hund nicht antun!

  2. Reply
    Gabi Haupt 6. April 2017 at 9:09

    Man kann es drehen und wenden wie man will, einmal in einem Hundeleben kommt man an der Produktpalette von Cesar nicht vorbei. Sei es im Urlaub oder anderswo – Cesar gibt es halt überall. Nur … es bekommt nicht jedem Hund und es so flüssig, dass wenn der Hund sich löst, dies sehr unangenehm werden kann, weil mehr der Kot sehr dünn ist (das am Rande). So etwas passiert halt wenn auf den kleinen süßen Terrier setzt aber nicht auf die Inhaltsstoffe achtet. Also Cesar nur in aller Not. Es ist mir einfach zu wenig, was da an „Futter“ geboten wird.

  3. Reply
    Belle 1. Mai 2017 at 17:32

    Tja, mit Cesar ist das so eine Sache. Doch einmal im Leben kommt jeder Hund in den Genuss Cesar zu kosten. Sei es nun, weil man vielleicht im Urlaub vergessen hat, das Futtermittel seiner Wahl mitzunehmen, und dieses am Urlaubsort nicht bekommt – Cesar gibt es überall. Es sieht ja auch lecker aus – ohne Frage. Doch hier kommt es immer noch auf den Inhalt an, und der stimmt bedenklich. Die Deklaration der Ware ist sehr dürftig – man muss lange danach. Also nur in aller Not – dann auch mit einem gehörig schlechten Gewissen.

  4. Reply
    Martina 7. Mai 2017 at 13:39

    Wir fahren auch regelmäßig in den Urlaub, sind aber noch nie in die Verlegenheit gekommen, Cesar Classic Selection füttern zu müssen. Mittlerweile gibt es Fressnapf etc. ja schon fast flächendeckend, je nach Urlaubsland, dann macht man halt mal einen kleinen Stadtbummel. Oder man barft ausnahmsweise – in der kurzen Zeit im Urlaub kann man da jetzt auch nicht so viel falsch machen (und sich kurz zu informieren dauert ja nicht ewig). Auf Durchfall beim Hund im Urlaub kann ich echt verzichten 😉

  5. Reply
    Arthur S. 28. Mai 2017 at 20:31

    Cesar bitte nur füttern, wenn es gar nicht anders geht. Wer sich ein einziges Mal die Mühe gemacht hat die Zutaten auf der Liste zu lesen, füttert seinem Hund nie mehr Cesar! Im Urlaub sage ich nichts – da macht man es ja meistens, weil die Portionen so angenehm klein sind – doch in Deutschland ist fast überall ein Futtermittelmarkt vorhanden, wo man seinem Wuffi sein Hundefutter – falls vergessen – kaufen kann.
    Trotz des niedlichen Yorkies darauf, gehört Cesar für mich in keinen Futternapf. Sorry!

  6. Reply
    Anja L. 29. August 2017 at 14:21

    Das klingt ja alles nicht wirklich appetitlich. Wer Erfahrung im Lesen von Hundefutter Deklarationen hat, wird dieses Futter bestimmt nicht servieren. Das kriegt man für ein paar Cent beim Discounter. Aber auch Cesar lässt seine Käufer wohl die teure Werbung bezahlen – aber wer tut das nicht?
    Aber noch eine Anmerkung: Wenn da steht „Fleisch und tierische Nebenerzeugnisse (60%)“, dann heißt das schon, dass 60% davon drin sind, nur weiß man nicht, wie viel davon wirklich Fleisch ist. Aber Schlachtabfälle sind auch nicht automatisch Müll. Einiges, was früher auf unseren Tellern landete, kommt heute ins Hundefutter. Jedes tierische Gewebe enthält Eiweiß und ich habe lieber Schlachtabfälle in Lebensmittelqualität als vergammeltes Fleisch.

    • Reply
      hundefutter-tests.net 2. September 2017 at 16:26

      Hallo Anja,
      „Fleisch und tierische Nebenerzeugnisse (60%)“ heißt, dass 60% von dieser Zutat eine andere Beschaffenheit haben als die restlichen 40%. Es heißt jedoch nicht das 60% Fleisch und tierische Nebenerzeugnisse in diesem Futter enthalten sind. Das würde so aussehen: „60% Fleisch und tierische Nebenerzeugnisse“ – Wichtig ist hier die Klammer.

  7. Reply
    Karsten Pohl 1. September 2017 at 15:40

    Cesar galt mal als Hochkaräter unter den Hundefutter. Da kannte ich allerdings auch nicht die Deklaration. Lag es nun an dem niedlichen Yorkie, an der exzellent aufgmachten Fernsehwerbung, am Futter kann es nicht gelegen haben, denn das ist einfach schlecht. Nichts als Knochen und was weiß ich noch alles da reingemanscht wird – tut mir leid, aber es nichts für uns!

  8. Reply
    Anja Lange 30. September 2017 at 16:23

    Tja der niedliche kleine Cesar-Hund hat wohl schon vielen Käufern das Herz gebrochen, doch das macht das Futter auch nicht besser. Cesar ist wirklich nicht zu empfehlen, denn außer, dass überhaupt etwas in der Dose ist, bleibt vieles recht nebulös umschrieben. Also Cesar noch nicht einmal als Ausweichfutter.

  9. Reply
    Kirsten Gross 8. Oktober 2017 at 11:15

    Man gewinnt den Eindruck, dass der kleine Whestie das wiedergut machen soll, was das Futter nicht halten kann.
    Cesar gibt es schon so lange, doch besser geworden ist es dadurch nicht. Ich füttere meinem Hund keine Knochen und Schlachtabfälle. Mir wird schlecht, wenn ich die obige Beschreibung dessen lese, was alles in dem Futter enthalten ist.

  10. Reply
    Fritz Budgie 9. Oktober 2017 at 8:49

    Hier wird viel zu viel über die Inhaltsstoffe spekuliert, ohne dass Jemand wirklich sagen kann woraus
    sie bestehen.
    Fakt ist, dass es das einzige Futter ist, was unser Hund frisst!
    Man sollte sich auch nicht von sogenannten“Hundeexperten“ verunsichern lassen, die einen Yorkshire-Terrier nicht von einem Westhighland-Terrier unterscheiden können.
    Jeder sollte das Futter füttern, welches der Hund verträgt und die
    monatlichen Kosten mit in die Rechnung beziehen.

    • Reply
      Uli Müller 22. Oktober 2017 at 22:03

      Na ja, wenn man über die Inhaltsstoffe erst spekulieren muss, anstatt sie gleich transparent auf der Dose vorzufinden, ist das seltenst ein Qualitätsmerkmal – denn wenn wirklich Qualität enthalten ist, schreibt man die aussagekräftige Deklaration freiwillig auf die Packung und belässt es schon aus Marketinggründen nicht bei den gesetzlichen Mindestanforderungen.

  11. Reply
    Verena B. 22. Oktober 2017 at 12:07

    Mein Fall ist das Cesar Classic Seclection ganz und gar nicht. Toller Name, Hochglanzwerbung, aber sobald ich die Packung öffne, wird mir schlecht 🙂 Für unseren Hund kommt es mir aus verschiedenen Gründen nicht ins Haus. Wenn ich mal den Hund meiner Tante füttern muss, der Cesar bekommt, macht das dem Hund deutlich mehr Freude als mir 😉

  12. Reply
    Alicia 10. November 2017 at 14:11

    Um es vorwegzunehmen: Ich würde dieses Cesar Classic Selection Hundefutter auch nicht füttern, auch nicht in Notfällen. Aber dass die Hersteller unter Inhaltsstoffe Cassia Gum als Verdickungsmittel angeben finde ich eher positiv. Das ist ja so nicht üblich. Jedes Nassfutter muss Verdickungsmittel enthalten, sonst wäre es bei dem hohen Wassergehalt von etwa 80% niemals auch nur halbwegs fest. Im Normalfall wird wird das nur nicht auf der Verpackung deklariert.

    • Reply
      Lara Schäfer 1. Februar 2018 at 14:33

      Ein „hoher Wassergehalt von etwa 80%“ kommt auch dadurch zustande kommt, dass frisches Fleisch, das nicht getrocknet wurde, halt nunmal eine hohe Menge Wasser enthält. Je nach Fleischsorte können das bis zu ca. 75 % sein. Ein wenig Brühe schadet jetzt auch nicht. Was aber natürlich nicht heißt, dass ich das Cesar Classic Selection irgendwie verteidigen möchte – ich wollte nur darauf hinweisen, dass sich „Wassergehalt“ eben auf den Gesamtwassergehalt bezieht und 80% Wassergehalt nicht bedeutet, dass 1 Teil Fleisch und Co mit 4 Teilen Wasser (und Verdickungsmitteln 😉 ) gestreckt wurden.

    • Reply
      Kornelia S. 25. Dezember 2017 at 19:53

      Es gibt durchaus auch Nassfutter, die relativ „flüssig“ aus der Dose kommen, verallgemeinern würde ich das also nicht.

Hinterlasse einen Kommentar