Der Berner Sennenhund zählt zu den beliebtesten großen Hunderassen und begeistert mit seinem sanften Wesen und seiner imposanten Erscheinung. Doch gerade bei dieser Rasse spielt die richtige Ernährung eine entscheidende Rolle für Gesundheit und Lebensqualität. Welches Hundefutter ist wirklich geeignet, um den besonderen Bedürfnissen dieser Hunde gerecht zu werden?
Mit über 3.000 unabhängig erstellten Testberichten und klar definierten Bewertungskriterien haben wir eine breite Datenbasis aufgebaut, die es uns ermöglicht, Hundefutter nachvollziehbar zu bewerten. Auf dieser Grundlage ordnen wir ein, worauf es bei der Ernährung des Berner Sennenhundes wirklich ankommt.
Große Rassen wie der Berner Sennenhund haben spezifische Anforderungen an Nährstoffe, Proteine und Fleischanteil, die nicht jedes Hundefutter erfüllt. Dieser Ratgeber erklärt, worauf Sie bei der Futterwahl achten sollten: von der Bedeutung eines hohen Fleischanteils über die Vorteile getreidefreier Rezepturen bis hin zu wichtigen Fettsäuren wie Omega 3 und Omega 6.
Die Top 3 Futter für die Rasse Berner Sennenhund
Überblick über Berner Sennenhund Ernährung
Die Ernährung des Berner Sennenhundes unterscheidet sich deutlich von der kleinerer Rassen. Als große Hunderasse mit einem Gewicht von 40 bis 50 Kilogramm benötigt der Berner Sennenhund eine ausgewogene Versorgung mit hochwertigen Nährstoffen, um seine Muskelmasse zu erhalten und typischen Gesundheitsproblemen vorzubeugen.
Ein zentraler Aspekt ist der Fleischanteil im Hundefutter. Hunde sind von Natur aus Fleischfresser, und gerade große Rassen profitieren von einem hohen Anteil an tierischen Proteinen. Diese Proteine liefern essentielle Aminosäuren, die für den Aufbau und Erhalt von Muskelgewebe, Haut und Fell unverzichtbar sind.
Neben Proteinen spielen auch Fette eine wichtige Rolle. Hochwertige Fettsäuren wie Omega 3 und Omega 6 unterstützen die Gelenkgesundheit und fördern ein glänzendes Fell. Gerade beim Berner Sennenhund, der zu Gelenkproblemen wie Hüftdysplasie neigt, ist eine ausreichende Versorgung mit diesen Fettsäuren von großer Bedeutung.
Wichtiger Hinweis: Der Berner Sennenhund hat eine durchschnittliche Lebenserwartung von etwa 6 bis 9 Jahren. Eine hochwertige Ernährung kann dazu beitragen, die Lebensqualität zu verbessern und rassetypischen Erkrankungen vorzubeugen.
Viele Hundehalter stellen sich die Frage, ob getreidefreies Hundefutter die bessere Wahl ist. Getreide kann bei einigen Hunden zu Unverträglichkeiten führen und liefert im Vergleich zu Fleisch weniger hochwertige Nährstoffe. Getreidefreie Futtersorten setzen stattdessen auf alternative Kohlenhydratquellen wie Amaranth, Süßkartoffeln oder Kartoffeln, die den Verdauungstrakt weniger belasten.
Ein weiterer wichtiger Punkt ist die Futtermenge. Die empfohlenen Mengen variieren je nach Hersteller und Aktivitätslevel des Hundes. Unser Vergleich von Trocken- und Nassfutter zeigt die wichtigsten Unterschiede. In beiden Fällen sollten die Angaben auf der Verpackung beachtet werden, um eine Über- oder Unterversorgung zu vermeiden. Für einen erwachsenen Berner Sennenhund liegt die tägliche Futtermenge in der Regel zwischen 400 und 600 Gramm Trockenfutter oder entsprechend mehr Nassfutter, aufgeteilt auf zwei Mahlzeiten.
Die richtige Ernährung beginnt bereits im Welpenalter. Berner Sennenhund-Welpen erreichen ihre volle Körpergröße zwischen dem 12. und 18. Lebensmonat. In dieser Wachstumsphase ist es besonders wichtig, auf ein spezielles Welpenfutter für große Rassen zu setzen, das ein kontrolliertes Wachstum fördert und Gelenkprobleme minimiert.
Wichtigkeit von hochwertigem Hundefutter
Die Qualität des Hundefutters hat einen direkten Einfluss auf die Gesundheit und das Wohlbefinden des Berner Sennenhundes. Hochwertiges Futter zeichnet sich durch eine transparente Deklaration der Inhaltsstoffe, einen hohen Fleischanteil und den Verzicht auf künstliche Zusatzstoffe aus.
Warum der Fleischanteil entscheidend ist
Fleisch sollte die Hauptzutat in jedem guten Hundefutter sein. Ein hoher Fleischanteil ist wichtig, da Hunde als Karnivoren auf tierische Proteine angewiesen sind. In unserem 100-Punkte-Bewertungssystem vergeben wir ab 60 Prozent Fleischanteil die volle Punktzahl in der Kategorie ersichtlicher Fleischanteil. Diese Proteine liefern nicht nur Energie, sondern auch wichtige Aminosäuren, die der Körper nicht selbst herstellen kann.
Beim Berner Sennenhund ist ein hoher Fleischanteil besonders wichtig, da diese Rasse zu Muskelschwund und Gelenkproblemen neigt. Proteine unterstützen den Erhalt der Muskelmasse und fördern die Regeneration nach körperlicher Belastung. Achten Sie darauf, dass das Fleisch klar deklariert ist. Angaben wie „Huhn 65 Prozent" sind transparenter als vage Begriffe wie „tierische Nebenerzeugnisse".
Die Rolle von Nährstoffen und Vitaminen
Neben Proteinen benötigt der Berner Sennenhund eine ausgewogene Mischung an Nährstoffen. Dazu zählen Vitamine, Mineralstoffe und Spurenelemente, die das Immunsystem stärken und Stoffwechselprozesse unterstützen. Vitamin E und Selen wirken als Antioxidantien und können helfen, Zellschäden zu reduzieren, ein wichtiger Aspekt, da Berner Sennenhunde eine erhöhte Anfälligkeit für Krebserkrankungen aufweisen.
Krebserkrankungen zählen zu den häufigsten Todesursachen bei dieser Rasse. Eine hochwertige Ernährung kann zwar keine Garantie bieten, doch sie stärkt das Immunsystem und kann das Risiko möglicherweise senken. Vermeiden Sie Hundefutter mit künstlichen Konservierungsstoffen, Farbstoffen oder Geschmacksverstärkern, da diese die Gesundheit belasten können.
Getreidefreie Ernährung und ihre Vorteile
Getreidefreies Hundefutter erfreut sich wachsender Beliebtheit, und das aus gutem Grund. Getreide wie Weizen, Mais oder Soja können bei empfindlichen Hunden zu Verdauungsproblemen, Allergien oder Hautreizungen führen. Der Berner Sennenhund ist zwar nicht übermäßig anfällig für Futtermittelallergien, doch viele Halter berichten von positiven Veränderungen nach dem Umstieg auf getreidefreie Rezepturen.
Statt Getreide enthalten getreidefreie Futtersorten alternative Kohlenhydratquellen wie Amaranth, Kartoffeln oder Süßkartoffeln. Amaranth ist besonders wertvoll, da es reich an Mineralstoffen und leicht verdaulich ist. Diese Alternativen liefern Energie, ohne den Verdauungstrakt zu belasten, und eignen sich daher gut für große Rassen mit empfindlichem Magen.
Tipp: Achten Sie bei der Auswahl von Hundefutter darauf, dass alle Zutaten klar deklariert sind. Transparente Hersteller geben nicht nur die Tierart an, sondern auch die genauen Bestandteile wie Muskelfleisch, Innereien oder Brühe.
Ein weiterer Vorteil getreidefreier Ernährung ist die bessere Verwertbarkeit der Nährstoffe. Hunde können pflanzliche Kohlenhydrate nicht so effizient verdauen wie tierische Proteine. Ein hoher Getreideanteil kann daher zu unverdauten Rückständen im Darm führen, was die Nährstoffaufnahme beeinträchtigt. Getreidefreies Futter mit hohem Fleischanteil wird hingegen besser verwertet und sorgt für eine optimale Versorgung.
Für Hundehalter, die sich unsicher sind, ob ihr Berner Sennenhund von getreidefreiem Futter profitiert, kann ein Futtercheck hilfreich sein. Einige Anbieter bieten Online-Tools an, mit denen Sie die Zusammensetzung verschiedener Futtersorten vergleichen können. Alternativ kann auch ein Tierarzt eine individuelle Ernährungsberatung durchführen.
Spezielle Ernährungsbedürfnisse
Der Berner Sennenhund hat aufgrund seiner Größe und rassetypischen Veranlagungen besondere Anforderungen an die Ernährung. Neben einem hohen Fleischanteil und getreidefreier Zusammensetzung spielen auch spezifische Nährstoffe eine zentrale Rolle, um typischen Gesundheitsproblemen vorzubeugen.
Krankheiten und Ernährung
Typische Erkrankungen beim Berner Sennenhund sind Hüftdysplasie, Ellbogendysplasie und Nierenfunktionsstörungen. Hüftdysplasie und Ellbogendysplasie sind Gelenkerkrankungen, die durch genetische Veranlagung, aber auch durch Übergewicht und falsche Ernährung begünstigt werden können. Eine ausgewogene Versorgung mit Omega 3 und Omega 6 Fettsäuren kann die Gelenkgesundheit unterstützen und Entzündungen reduzieren.
Auch Nierenerkrankungen kommen beim Berner Sennenhund vergleichsweise häufig vor. Eine nierenfreundliche Ernährung zeichnet sich durch moderate Proteinmengen und hochwertige Eiweißquellen aus. Zu viel minderwertiges Eiweiß kann die Nieren belasten, während hochwertiges Fleisch besser verwertet wird und die Organe weniger belastet.
Auch das Risiko einer Magendrehung ist beim Berner Sennenhund erhöht. Diese lebensbedrohliche Erkrankung tritt häufig bei großen Hunderassen auf und kann durch zu große Futtermengen oder hastiges Fressen begünstigt werden. Um das Risiko zu minimieren, sollte die Tagesration auf mindestens zwei Mahlzeiten verteilt werden. Vermeiden Sie außerdem intensive Bewegung direkt nach dem Fressen.
Richtige Futterwahl
Die Auswahl des richtigen Hundefutters für den Berner Sennenhund erfordert Sorgfalt. Achten Sie auf folgende Kriterien:
- Hoher Fleischanteil
- Transparente Deklaration aller Zutaten
- Getreidefreie Rezeptur oder hochwertige Kohlenhydratquellen wie Amaranth
- Ausreichende Versorgung mit Omega 3 und Omega 6 Fettsäuren
- Verzicht auf künstliche Zusatzstoffe, Zucker und Geschmacksverstärker
- Angepasste Nährstoffe für große Rassen
Viele Hersteller bieten spezielles Hundefutter für große Rassen an, das auf die Bedürfnisse von Hunden wie dem Berner Sennenhund zugeschnitten ist. Solche Futtersorten enthalten oft zusätzliche Glucosamin und Chondroitin zur Unterstützung der Gelenke sowie angepasste Kalzium- und Phosphorwerte für ein gesundes Knochenwachstum.
Empfohlene Futtermenge für den Berner Sennenhund
Die Futtermenge variiert je nach Hersteller, Aktivitätslevel und Alter des Hundes. Als Richtwert gilt:
- Trockenfutter: 400 bis 600 Gramm pro Tag, aufgeteilt auf zwei Mahlzeiten
- Nassfutter: 800 bis 1200 Gramm pro Tag, aufgeteilt auf zwei Mahlzeiten
Beachten Sie stets die Herstellerangaben und passen Sie die Menge an das Gewicht und die Aktivität Ihres Hundes an.
Nassfutter oder Trockenfutter für den Berner Sennenhund
Bei der Futterwahl stellt sich für viele Halter die Frage, ob Nassfutter oder Trockenfutter die bessere Wahl für den Berner Sennenhund ist. Nassfutter kommt der natürlichen Ernährung des Hundes näher. Es enthält in der Regel mehr Feuchtigkeit, was die Flüssigkeitsversorgung unterstützt, und bietet einen intensiveren Geschmack bei meist besserer Verdaulichkeit. Gerade für den Berner Sennenhund mit seinem empfindlichen Verdauungstrakt ist das ein relevanter Vorteil.
Trockenfutter hat Vorteile in der Handhabung: Es ist länger haltbar, geruchsärmer, schneller portioniert und einfacher zu lagern. Allerdings enthält Trockenfutter häufig weniger Fleisch, kann dem Körper Wasser entziehen und birgt bei großen Rassen ein höheres Risiko für Magendrehung. Auch Futtermilben und eine hohe Konzentration an Konservierungsstoffen können beim Trockenfutter problematisch sein.
Wer auf Trockenfutter für große Rassen setzt, sollte gezielt auf Produkte mit hohem Fleischanteil und transparenter Zusammensetzung achten. Spezielles Trockenfutter für große Hunde berücksichtigt die besonderen Anforderungen an Krokettengröße und Nährstoffzusammensetzung. Insgesamt empfiehlt sich Nassfutter als erste Wahl, während Trockenfutter eine praktische Ergänzung für den Alltag sein kann.
Inhaltsstoffe im Hundefutter
Die Inhaltsstoffe eines Hundefutters entscheiden maßgeblich über dessen Qualität. Für den Berner Sennenhund ist es wichtig, dass das Futter alle essentiellen Nährstoffe in ausgewogener Form liefert. Doch nicht alle Zutaten sind gleichermaßen wertvoll, manche können sogar schädlich sein.
Tierische Proteine und Fleischquellen
Hochwertiges Fleisch sollte immer an erster Stelle der Zutatenliste stehen. Idealerweise wird die Tierart genau benannt, zum Beispiel „Huhn", „Rind" oder „Lamm". Vage Angaben wie „Fleisch und tierische Nebenerzeugnisse" sind weniger transparent und lassen Raum für minderwertige Zutaten.
Innereien wie Leber, Herz oder Niere sind ebenfalls wertvolle Bestandteile, da sie reich an Vitaminen und Mineralstoffen sind. Achten Sie darauf, dass auch diese klar deklariert werden. Ein Hundefutter mit der Angabe „65 Prozent Huhn (bestehend aus Muskelfleisch, Herz, Leber)" ist einem Produkt mit unklaren Angaben vorzuziehen.
Fette und essentielle Fettsäuren im Hundefutter
Fette sind eine wichtige Energiequelle und liefern essentielle Fettsäuren wie Omega 3 und Omega 6. Diese Fettsäuren unterstützen die Gesundheit von Haut und Fell, fördern die Gehirnfunktion und wirken entzündungshemmend. Besonders Omega 3 Fettsäuren, die in Fischöl oder Leinöl enthalten sind, haben positive Effekte auf die Gelenkgesundheit.
Ein ausgewogenes Verhältnis von Omega 3 zu Omega 6 ist entscheidend. Zu viel Omega 6 kann Entzündungen fördern, während ein Überschuss an Omega 3 die Blutgerinnung beeinträchtigen kann. Ein ideales Verhältnis liegt bei etwa 1:5 bis 1:10.
Kohlenhydrate und pflanzliche Zutaten
Kohlenhydrate liefern Energie, sollten aber nicht den Hauptbestandteil des Hundefutters ausmachen. Getreidefreie Futtersorten setzen auf Alternativen wie Amaranth, Süßkartoffeln oder Kartoffeln. Diese Zutaten sind leicht verdaulich und belasten den Verdauungstrakt weniger als Weizen oder Mais.
Amaranth ist eine besonders wertvolle Zutat, da es reich an Eisen, Magnesium und Kalzium ist. Es eignet sich gut als Ergänzung zu Fleisch und liefert zusätzliche Nährstoffe, ohne den Magen zu belasten. Auch Gemüse wie Karotten, Zucchini oder Spinat sind sinnvolle Bestandteile, da sie Vitamine und Ballaststoffe liefern.
Zusatzstoffe und Konservierungsmittel im Hundefutter
Künstliche Zusatzstoffe haben in hochwertigem Hundefutter nichts zu suchen. Konservierungsmittel wie BHA, BHT oder Ethoxyquin stehen im Verdacht, gesundheitsschädlich zu sein. Auch Zucker, Geschmacksverstärker und Farbstoffe sind überflüssig und können die Gesundheit belasten.
Natürliche Konservierungsmittel wie Vitamin E (Tocopherol) oder Rosmarinextrakt sind unbedenklich und werden häufig in hochwertigen Futtersorten eingesetzt. Achten Sie darauf, dass das Hundefutter frei von künstlichen Zusätzen ist, um die Gesundheit Ihres Berner Sennenhundes nicht zu gefährden.
| Inhaltsstoff | Funktion | Empfohlene Quelle |
|---|---|---|
| Proteine | Muskelaufbau, Zellregeneration | Hochwertiges Fleisch (Huhn, Rind, Lamm) |
| Omega 3 Fettsäuren | Gelenkgesundheit, entzündungshemmend | Lachsöl, Leinöl |
| Omega 6 Fettsäuren | Haut- und Fellgesundheit | Geflügelfett, Sonnenblumenöl |
| Kohlenhydrate | Energielieferant | Amaranth, Süßkartoffeln, Kartoffeln |
| Vitamine & Mineralstoffe | Immunsystem, Stoffwechsel | Innereien, Gemüse, Obst |
Häufige Fehler bei der Fütterung
Auch bei bester Absicht können Fehler bei der Fütterung des Berner Sennenhundes auftreten. Diese Fehler können die Gesundheit beeinträchtigen und zu langfristigen Problemen führen. Hier sind die häufigsten Fehlerquellen und wie Sie diese vermeiden können.
Überfütterung und Übergewicht beim Berner Sennenhund
Übergewicht ist ein häufiges Problem bei großen Hunderassen und kann die Gelenke zusätzlich belasten. Der Berner Sennenhund neigt bereits zu Hüftdysplasie und Ellbogendysplasie, und zusätzliches Gewicht verschlimmert diese Probleme. Achten Sie darauf, die empfohlene Futtermenge nicht zu überschreiten und passen Sie die Portionen an das Aktivitätslevel Ihres Hundes an.
Ein einfacher Test, um das Gewicht Ihres Hundes zu überprüfen: Sie sollten die Rippen bei leichtem Druck spüren können, ohne dass sie sichtbar hervorstehen. Ist dies nicht der Fall, könnte Ihr Hund übergewichtig sein. In diesem Fall sollten Sie die Futtermenge reduzieren und für mehr Bewegung sorgen.
Schrittweise Futterumstellung beim Berner Sennenhund
Eine abrupte Umstellung des Hundefutters kann zu Verdauungsproblemen wie Durchfall oder Erbrechen führen. Wenn Sie das Futter wechseln möchten, sollten Sie dies schrittweise über einen Zeitraum von 7 bis 10 Tagen tun. Mischen Sie zunächst kleine Mengen des neuen Futters unter das alte und erhöhen Sie den Anteil allmählich.
Unausgewogene Ernährung durch Leckerlis und Essensreste
Manche Halter neigen dazu, ihrem Hund zusätzlich zu den Hauptmahlzeiten viele Leckerlis oder Essensreste zu geben. Dies kann zu einer unausgewogenen Ernährung führen und die Aufnahme wichtiger Nährstoffe beeinträchtigen. Leckerlis sollten nicht mehr als 10 Prozent der täglichen Kalorienzufuhr ausmachen.
Im Zweifelsfall kann ein Tierarzt oder Ernährungsberater helfen, Mängel zu erkennen und die passende Futtermenge für den individuellen Bedarf zu bestimmen.
Magendrehung vermeiden durch verteilte Mahlzeiten
Wie bereits erwähnt, haben Berner Sennenhunde ein erhöhtes Risiko für eine Magendrehung. Um dieses Risiko zu minimieren, sollte die Tagesration auf mindestens zwei Mahlzeiten verteilt werden. Vermeiden Sie außerdem, dass Ihr Hund direkt nach dem Fressen tobt oder intensiv spielt.
Praktische Tipps für die Futterwahl
Die Auswahl des richtigen Hundefutters für den Berner Sennenhund kann überwältigend sein, angesichts der Vielzahl an Produkten auf dem Markt. Hier sind einige praktische Tipps, die Ihnen bei der Entscheidung helfen können.
Deklaration und Transparenz bei der Futterwahl prüfen
Achten Sie auf eine vollständige und transparente Deklaration der Inhaltsstoffe. Seriöse Hersteller geben nicht nur die Tierart an, sondern auch die genauen Bestandteile wie Muskelfleisch, Innereien oder Brühe. Vage Angaben wie „Fleisch und tierische Nebenerzeugnisse" sollten Sie skeptisch machen.
Ein Futtercheck kann hilfreich sein, um verschiedene Produkte zu vergleichen. Einige unabhängige Portale bieten Bewertungen und Tests von Hundefutter an, die auf objektiven Kriterien basieren. Nutzen Sie diese Ressourcen, um eine fundierte Entscheidung zu treffen.
Individuelle Bedürfnisse des Berner Sennenhundes beachten
Jeder Hund ist individuell, und was für den einen Berner Sennenhund gut funktioniert, muss nicht zwingend für den anderen passen. Beobachten Sie Ihren Hund genau: Wie ist sein Energielevel? Wie sieht sein Fell aus? Hat er Verdauungsprobleme? Diese Faktoren können Hinweise darauf geben, ob das aktuelle Hundefutter optimal ist.
Bei Unsicherheiten kann ein Tierarzt weiterhelfen. Dieser kann den Gesundheitszustand Ihres Hundes beurteilen und gegebenenfalls Empfehlungen für eine angepasste Ernährung geben. Gerade bei rassetypischen Erkrankungen wie Krebs oder Nierenproblemen ist eine professionelle Beratung sinnvoll.
Futterwahl für Berner Sennenhund Welpen und Senioren
Welpen und ältere Hunde haben besondere Ernährungsbedürfnisse. Berner Sennenhund-Welpen sollten bis zum Abschluss des Wachstums (etwa 18 bis 20 Monate) mit speziellem Welpenfutter für große Rassen gefüttert werden. Dieses Futter ist auf ein kontrolliertes Wachstum ausgelegt und enthält angepasste Mengen an Kalzium und Phosphor.
Ältere Berner Sennenhunde benötigen oft weniger Kalorien, da ihr Energiebedarf sinkt. Gleichzeitig sollten sie weiterhin ausreichend Proteine erhalten, um Muskelmasse zu erhalten. Seniorfutter ist häufig leichter verdaulich und enthält zusätzliche Unterstützung für Gelenke und Organe.
Häufig gestellte Fragen
Wie viel Fleisch sollte im Hundefutter für den Berner Sennenhund enthalten sein?
Hochwertiges Hundefutter für den Berner Sennenhund sollte einen hohen Fleischanteil aufweisen. Fleisch liefert essenzielle Proteine und Nährstoffe, die für den Muskelaufbau und die Gesundheit großer Hunderassen unverzichtbar sind.
Ist getreidefreies Hundefutter für den Berner Sennenhund empfehlenswert?
Getreidefreies Hundefutter kann für den Berner Sennenhund sinnvoll sein, insbesondere bei Unverträglichkeiten oder Allergien. Statt Getreide sollten hochwertige Kohlenhydratquellen wie Amaranth oder Süßkartoffeln verwendet werden, die den Verdauungstrakt weniger belasten.
Welche Nährstoffe sind für den Berner Sennenhund besonders wichtig?
Neben Proteinen benötigt der Berner Sennenhund ausreichend Omega 3 und Omega 6 Fettsäuren für Fell und Gelenke sowie Vitamine und Mineralstoffe zur Unterstützung des Immunsystems. Eine ausgewogene Zusammensetzung dieser Nährstoffe ist entscheidend für die Gesundheit.
Wie kann die Ernährung das Krebsrisiko beim Berner Sennenhund beeinflussen?
Eine hochwertige, nährstoffreiche Ernährung kann das Immunsystem stärken und möglicherweise das Risiko für Krebserkrankungen senken. Berner Sennenhunde haben eine erhöhte Anfälligkeit für Krebs, daher ist die Wahl eines Hundefutters ohne künstliche Zusatzstoffe und mit hohem Fleischanteil besonders wichtig.
Wie oft sollte ein erwachsener Berner Sennenhund gefüttert werden?
Erwachsene Berner Sennenhunde sollten zweimal täglich gefüttert werden, um das Risiko einer Magendrehung zu minimieren. Die Futtermenge variiert je nach Hersteller und Aktivitätslevel des Hundes. Sowohl für Trockenfutter als auch für Nassfutter sollten die Herstellerangaben beachtet werden.
In Kürze erklärt
Der Berner Sennenhund braucht hochwertiges Hundefutter mit viel Fleisch und guten Nährstoffen. Ein hoher Fleischanteil ist wichtig, damit der Hund genug Proteine bekommt. Getreidefreies Futter ist oft besser verträglich und belastet den Magen weniger.
Wichtig sind auch Omega 3 und Omega 6 Fettsäuren für gesunde Gelenke und schönes Fell. Der Berner Sennenhund hat oft Probleme mit den Gelenken und kann auch Krebs bekommen. Gutes Futter kann helfen, gesund zu bleiben.
Füttern Sie Ihren Hund zweimal am Tag, um Magenprobleme zu vermeiden. Achten Sie darauf, dass keine künstlichen Zusatzstoffe im Futter sind. Die richtige Ernährung macht Ihren Berner Sennenhund fit und glücklich.











