Maltipoo Hundefutter Test 2026

Maltipoo

Überblick: Warum rassespezifische Futterwahl für Maltipoos entscheidend ist

Wer einen Maltipoo zu Hause hat, kennt das Problem. Die Auswahl des richtigen Hundefutters gleicht einem Dschungel aus Werbeversprechen, bunten Verpackungen und widersprüchlichen Ratschlägen. Doch gerade bei diesem Designerhund lohnt sich ein genauer Blick auf die Inhaltsstoffe und den Nährstoffgehalt. Warum? Der Maltipoo vereint Eigenschaften zweier Rassen, nämlich Malteser und Pudel, und bringt damit spezifische Anforderungen mit, die ein Standardfutter oft nicht abdeckt.

Wir haben unabhängig und ohne Einfluss von Herstellern über 3.000 Futtersorten mit unserem 100-Punkte-Bewertungssystem analysiert. Vier klar definierte Testkriterien bilden die Grundlage: Mengenangaben der Zutaten, Fleischzutaten, ersichtlicher Fleischanteil sowie Inhalts- und Zusatzstoffe. Der HFT-Score macht transparent, welche Produkte wirklich halten, was sie versprechen. Dabei zeigt sich: Rassespezifisches Futter ist meist überflüssig. Ein hochwertiges Hundefutter aus unseren Tests schneidet deutlich besser ab als viele speziell beworbene Produkte für einzelne Rassen.

Die Top 3 Futter für die Rasse Maltipoo

Anifit
Gockels Duett
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Escapure
BIO Huhn Ragout
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Kale
Hirsch mit Kartoffeln
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Maltipoo im Porträt: Hybrid aus Malteser und Pudel

Der Maltipoo ist kein anerkannter Rassehund im klassischen Sinne. Er entsteht aus der Kreuzung von Malteser und Pudel, meist Toy- oder Zwergpudel. Das Resultat? Ein kleiner, lebhafter Begleiter mit flauschigem Fell, das regelmäßiges Bürsten erfordert, um Verfilzen zu vermeiden. Die Größe variiert je nach Elternteil, liegt aber typischerweise zwischen 20 und 35 Zentimetern Schulterhöhe bei einem Gewicht von 3 bis 5 Kilogramm.

Was macht diesen Hybrid ernährungsphysiologisch besonders? Zum einen der schnelle Stoffwechsel kleiner Hunderassen. Zum anderen gesundheitliche Risiken, die beide Elternrassen mitbringen können: Patellaluxation, Zahnprobleme, Progressive Retinaatrophie, Hypoglykämie, Ohrenentzündungen und Hautallergien. Diese Dispositionen beeinflussen die Futterwahl erheblich.

Oft wird der Maltipoo als allergikerfreundlich beworben. Das stimmt nur teilweise. Zwar haart er weniger als viele andere Rassen, doch eine Garantie für Allergiker gibt es nicht. Für die Ernährung bedeutet das: Wer selbst Allergiker ist, sollte beim Hund auf hypoallergene Futtersorten achten, nicht wegen des Hundes, sondern wegen möglicher Kreuzreaktionen bei der Fütterung.

Wichtig: Der Maltipoo neigt aufgrund seiner Größe zu Hypoglykämie (Unterzuckerung). Regelmäßige, kleine Mahlzeiten sind deshalb unverzichtbar. Lange Futterpausen können bei Welpen und sehr kleinen Exemplaren zu gesundheitlichen Problemen führen.

Auswahlkriterien: Was gutes Maltipoo-Futter ausmacht

Proteinquellen: Qualität vor Quantität

Protein bildet das Fundament jeder Hundeernährung. Für ausgewachsene Hunde empfiehlt sich eine Zufuhr von etwa 2 bis 6 Gramm Rohprotein je Kilogramm Körpergewicht, wobei kleinere Rassen tendenziell mehr benötigen. Im Trockenfutter entspricht das etwa 19 bis 25 Prozent Rohprotein, im Nassfutter etwa 5 bis 7 Prozent. Entscheidend ist aber nicht nur die Menge, sondern die Quelle.

Hochwertige Proteinquellen sind Huhn, Lamm, Fisch oder Pute. Dabei sollten die Angaben auf der Verpackung präzise sein: "Muskelfleisch vom Huhn" ist transparent, "Geflügel" bleibt vage. Unser HFT-Score vergibt hier bis zu 20 Punkte; volle Punktzahl gibt es nur bei vollständiger und präziser Angabe aller tierischen Bestandteile. Begriffe wie "Fleischmehl" oder "Tiermehl" ohne Angabe der Tierart führen zu Punktabzügen.

Für sensible Maltipoos mit Allergie oder Unverträglichkeit empfiehlt sich Monoprotein-Futter, also Produkte mit nur einer Proteinquelle. Das erleichtert die Identifikation von Auslösern bei Futtermittelallergien und entlastet die Verdauung.

Kohlenhydrate und Getreide: Mythos vs. Realität

Getreidefrei ist zum Marketingbegriff geworden. Doch ist getreidefreie Ernährung wirklich besser? Nein, zumindest nicht pauschal. Nur bei diagnostizierter Getreideallergie oder nachgewiesener Unverträglichkeit macht der Verzicht auf Getreide Sinn. Für gesunde Maltipoos sind Reis, Hafer oder Hirse durchaus geeignete Energielieferanten. Problematisch wird es erst bei minderwertigen Füllstoffen oder wenn Getreide den Fleischanteil verdrängt.

Unser Bewertungssystem bestraft sogenannte "Zutatenaufspaltung": wenn etwa Mais in "Mais", "Maiskleber" und "Maisprotein" aufgespalten wird, um den tatsächlichen Anteil zu verschleiern. Solche Tricks kosten im HFT-Score 5 Punkte.

Fettgehalt und Energie: Anpassung an Aktivitätsniveau

Der Fettgehalt muss zum Aktivitätsniveau passen. Ein agiler, verspielter Maltipoo verbrennt mehr Energie als ein ruhiger Senior. Zu viel Fett bei geringer Bewegung führt schnell zu Übergewicht, ein häufiges Problem bei kleinen Rassen. Zu wenig Fett hingegen kann Haut- und Fellprobleme verursachen.

Omega-Fettsäuren, insbesondere Omega-3, spielen eine zentrale Rolle für die Haut- und Fellgesundheit. Leinöl, Lachsöl oder Fischöl sind wertvolle Quellen. Achten Sie auf die Angaben auf der Verpackung: "Öle und Fette" ohne nähere Beschreibung kostet im HFT-Score 5 Punkte. Transparenz ist hier unverzichtbar.

Zusätze: Was der Maltipoo wirklich braucht

Vitamine und Mineralstoffe müssen ausgewogen sein. Kalzium und Phosphor sind besonders für Welpen im Wachstum wichtig; das richtige Verhältnis unterstützt die Knochenentwicklung. Für ausgewachsene Hunde gilt: Zu viel Kalzium schadet ebenso wie zu wenig.

Präbiotische Fasern wie Inulin oder Fructooligosaccharide unterstützen die Darmflora, besonders wertvoll für Maltipoos mit empfindlichem Magen. Rübenfaser in moderaten Mengen (etwa 1 bis 2 Prozent) ist ebenfalls förderlich.

Was hingegen nichts im Futter zu suchen hat: Zucker in jeder Form (Saccharose, Glucose, Fructose, Honig, Melasse, Glycerin). Unser HFT-Score zieht dafür 10 Punkte ab. Ebenso geschmacksverstärkende Zutaten wie Tierfett, Lebermehl oder Aromastoffe, ebenfalls 10 Punkte Abzug. Konservierende Stoffe wie Zitronensäure, Natriumnitrat oder überdosiertes Vitamin E führen zu 5 Punkten Abzug.

Krokettengröße: Oft unterschätzt

Bei Trockenfutter spielt die Größe der Kroketten eine praktische Rolle. Kleine Kroketten sind für den zierlichen Kiefer des Maltipoos leichter zu kauen und fördern die Akzeptanz. Zu große Brocken werden oft gemieden oder nur ungern gefressen.

Nassfutter oder Trockenfutter: welche Fütterungsart passt zum Maltipoo?

Trockenfutter: Praktisch für den Halter, aber mit Nachteilen für den Hund

Trockenfutter ist vor allem für den Halter bequem: lange Haltbarkeit, einfache Dosierung, geruchsarm. Für den Hund sieht die Sache anders aus. Der niedrige Feuchtigkeitsgehalt entzieht dem Körper Wasser, der Fleischanteil fällt oft geringer aus als bei Nassfutter, und die Konzentration an Konservierungsstoffen kann höher liegen. Auch die weit verbreitete Behauptung, Trockenfutter verhindere Zahnstein durch mechanischen Abrieb, ist wissenschaftlich nicht belegt. Kroketten zerbrechen meist, bevor echter Abrieb stattfindet. Entscheidender für die Bildung von Zahnbelag und Zahnstein ist der pH-Wert im Maul. Und der wird durch Futter kaum beeinflusst.

Ausnahme: Spezielle Zahnpflege-Futtersorten mit besonderen Texturen oder Zusätzen. Hersteller wie Josera bewerben etwa ihr Mini Junior Duck & Salmon mit "reduziertem Risiko zur Zahnsteinbildung durch verstärkte Bindung von Calcium im Speichel". Solche Claims sollten kritisch hinterfragt werden. Unsere Tests zeigen, dass die meisten speziell beworbenen Zahnpflege-Futter keine signifikanten Vorteile bieten.

Maltipoo – Trockenfutter: Praktisch für den Halter, aber mit Nachteilen für den Hund

Für Maltipoos mit empfindlichem Magen kann Trockenfutter problematisch sein. Der niedrige Feuchtigkeitsgehalt belastet die Nieren stärker und erfordert ausreichende Wasseraufnahme. Wählerische Hunde verweigern es oft ganz.

Nassfutter: Naturnah und bekömmlich

Nassfutter kommt der natürlichen Ernährung von Hunden näher. Der hohe Feuchtigkeitsgehalt (meist 70 bis 80 Prozent) entlastet die Nieren, fördert die Flüssigkeitsaufnahme und wird von wählerischen Maltipoos meist besser akzeptiert. Für Hunde mit Zahnproblemen oder empfindlichem Magen ist es oft die bessere Wahl.

Entscheidend ist der ersichtliche Fleischanteil. Unser HFT-Score vergibt hier bis zu 20 Punkte; volle Punktzahl gibt es ab 60 Prozent Fleischanteil (inklusive Innereien und Brühe). Produkte wie Rinti Kennerfleisch geben transparent an: 35 Prozent Rind (Leber, Lunge, Muskelfleisch, Schwarten), dazu Rübenfaser, Mineralstoffe und Leinöl. Analytische Bestandteile: 9,0 Prozent Rohprotein, 6,0 Prozent Fettgehalt, 1,5 Prozent Rohfaser, 2,5 Prozent Rohasche, 80,0 Prozent Feuchtegehalt. Solche offenen Angaben sind ein Qualitätsmerkmal.

Praktische Einschränkungen gibt es trotzdem: Nassfutter muss nach dem Öffnen gekühlt werden, riecht intensiver und erzeugt mehr Verpackungsmüll. Für unterwegs ist es weniger praktisch. Wer ergänzend auf Trockenfutter für kleine Hunderassen zurückgreifen möchte, sollte die Umstellung schrittweise vornehmen.

Fütterungsmenge und Mahlzeitenfrequenz

Wie viel Futter braucht ein Maltipoo?

Die Futtermenge hängt von mehreren Faktoren ab: Gewicht, Aktivitätsniveau, Stoffwechsel, Alter und Gesundheitszustand. Pauschale Angaben sind deshalb schwierig. Als Orientierung für ausgewachsene Maltipoos: Im Durchschnitt benötigen sie zwischen 1/4 und 1/2 Tasse Trockenfutter pro Tag, aufgeteilt in zwei Mahlzeiten.

Bei Nassfutter liegt die Menge deutlich höher, etwa das Drei- bis Vierfache, wegen des hohen Wassergehalts. Wichtig: Die Angaben variieren von Hersteller zu Hersteller erheblich. Die Fütterungsempfehlung auf der Verpackung ist nur ein Richtwert. Beobachten Sie das Gewicht Ihres Hundes und passen Sie die Portionen entsprechend an.

Wie oft sollte gefüttert werden?

Aufgrund ihres schnellen Stoffwechsels sollten erwachsene Maltipoos 2 bis 3 kleine Mahlzeiten pro Tag erhalten. Welpen benötigen möglicherweise bis zu 4 Mahlzeiten pro Tag. Lange Futterpausen erhöhen das Risiko für Hypoglykämie, besonders bei sehr kleinen oder jungen Hunden.

Leckerlis und Kauartikel müssen in die Tagesration eingerechnet werden. Eine Faustregel: Belohnungen sollten maximal 10 Prozent der täglichen Kalorienzufuhr ausmachen. Zu viele Leckerlis führen schnell zu Übergewicht, gerade bei kleinen Rassen mit geringem Energiebedarf.

Beispiel-Rechnung: Ein 4 Kilogramm schwerer, ausgewachsener Maltipoo mit normalem Aktivitätsniveau benötigt etwa 8 bis 24 Gramm Protein pro Tag (2 bis 6 Gramm pro Kilogramm Körpergewicht). Bei einem Trockenfutter mit 22 Prozent Rohprotein entspricht das etwa 36 bis 109 Gramm Futter täglich. Die genaue Menge hängt vom individuellen Stoffwechsel ab.

Futter nach Lebensphasen: Welpe, Adult, Senior

Welpen: Wachstum richtig unterstützen

Welpen haben einen erhöhten Bedarf an Protein, Kalzium, Phosphor und Energie. Die Futtermenge muss dem schnellen Wachstum angepasst werden. Allgemeine Empfehlungen für Maltipoo-Welpen:

  • 2 bis 4 Monate (Gewicht 1 bis 2 Kilogramm): 100 bis 150 Gramm Futter pro Tag, aufgeteilt auf 4 Mahlzeiten
  • 4 bis 6 Monate (Gewicht 2 bis 3 Kilogramm): 150 bis 180 Gramm Futter pro Tag, aufgeteilt auf 3 Mahlzeiten
  • 6 bis 12 Monate (Gewicht 3 bis 5 Kilogramm): 180 bis 200 Gramm Futter pro Tag

Diese Werte gelten für Nassfutter. Bei Trockenfutter reduziert sich die Menge entsprechend dem Wassergehalt. Achten Sie auf spezielles Welpenfutter mit ausgewogenem Kalzium-Phosphor-Verhältnis; zu viel oder zu wenig schadet der Knochenentwicklung.

Adult: Erhaltungsbedarf decken

Ab etwa 12 Monaten gilt der Maltipoo als ausgewachsen. Jetzt zählt der Erhaltungsbedarf: Energie, Protein, Vitamine und Mineralstoffe in ausgewogener Menge. Die Futtermenge sollte konstant bleiben, sofern Gewicht und Aktivitätsniveau sich nicht ändern.

Viele Halter neigen dazu, zu viel zu füttern. Kontrollieren Sie regelmäßig die Rippen: Sie sollten fühlbar, aber nicht sichtbar sein. Bei Übergewicht helfen kalorienarme Futtersorten mit erhöhtem Ballaststoff-Anteil und reduziertem Fettgehalt.

Senior: Anpassung an veränderte Bedürfnisse

Ab etwa 7 bis 8 Jahren verlangsamt sich der Stoffwechsel. Senior-Hunde benötigen weniger Kalorien, aber weiterhin ausreichend Protein zum Erhalt der Muskulatur. Senior-Hundefutter ist oft kalorienarm und enthält Zusätze für die Gelenkgesundheit, etwa Glucosamin und Chondroitin.

Auch die Textur spielt eine Rolle: Zahnprobleme nehmen im Alter zu. Nassfutter oder eingeweichtes Trockenfutter erleichtern die Futteraufnahme. Achten Sie auf erhöhte Omega-Fettsäuren für Haut und Fell sowie präbiotische Fasern für die Verdauung.

Gesundheitliche Problemfelder und Futterlösungen

Allergien und Unverträglichkeiten

Futtermittelallergien zeigen sich oft durch Juckreiz, rote Pfoten, Ohrentzündungen oder tränende Augen. Häufigste Auslöser sind bestimmte Proteinquellen (Rind, Huhn) oder Getreide. Die Lösung: Einzelprotein-Futter mit einer exotischen Quelle wie Lamm, Fisch oder Ente. Hypoallergenes Futter verzichtet auf häufige Allergene und setzt auf klare Angaben auf der Verpackung.

Maltipoo – Allergien und Unverträglichkeiten

Wichtig: Allergie und Unverträglichkeit sind nicht dasselbe. Eine Allergie löst eine Immunreaktion aus, eine Unverträglichkeit führt zu Verdauungsproblemen. Bei Verdacht sollte eine Ausschlussdiät unter tierärztlicher Aufsicht durchgeführt werden.

Getreidefrei ist nur bei diagnostizierter Getreideallergie sinnvoll. Für gesunde Maltipoos bringt es keinen Vorteil. Im Gegenteil, oft werden Getreide durch schwer verdauliche Hülsenfrüchte ersetzt.

Empfindlicher Magen und Verdauungsprobleme

Durchfall, weicher Kot, Blähungen: viele Maltipoos haben einen empfindlichen Magen. Ursachen können zu schnelle Futterumstellungen, minderwertige Inhaltsstoffe, Unverträglichkeiten oder Stress sein. Die Lösung: leicht verdauliches Futter mit Einzelprotein, präbiotischen Fasern (Inulin, Fructooligosaccharide) und ohne geschmacksverstärkende oder konservierende Zusätze.

Rübenfaser in moderaten Mengen unterstützt die Darmgesundheit. Zu viel davon führt jedoch zu Blähungen. Achten Sie auf die Angaben auf der Verpackung: 1 bis 2 Prozent sind ideal. Produkte wie Rinti Kennerfleisch geben 1,2 Prozent Rübenfaser an, ein guter Richtwert.

Zahnprobleme: Prävention und Pflege

Zahnprobleme gehören zu den häufigsten Gesundheitsrisiken beim Maltipoo. Der hohe pH-Wert im Speichel von Hunden begünstigt die Ablagerung von Calciumsalzen und damit die Bildung von Zahnstein. Futter allein kann das nicht verhindern, weder Trockenfutter noch spezielle Zahnpflege-Kroketten.

Effektive Maßnahmen sind regelmäßiges Zähneputzen, Kauartikel mit mechanischer Reinigungswirkung und tierärztliche Zahnkontrollen. Futter kann unterstützend wirken, wenn es auf Zucker und klebrige Zusätze verzichtet. Unser HFT-Score bestraft Zucker mit 10 Punkten Abzug, aus gutem Grund.

Gelenkgesundheit: Vorsorge für aktive Hunde

Patellaluxation (Kniescheibenverrenkung) ist beim Maltipoo keine Seltenheit. Auch wenn Futter das Problem nicht heilt, kann es vorbeugend wirken. Glucosamin und Chondroitin unterstützen die Gelenkgesundheit, besonders wertvoll für ältere Hunde oder solche mit genetischer Disposition.

Auch das Gewicht spielt eine Rolle: Jedes Kilogramm zu viel belastet die Gelenke. Bei Übergewicht hilft kalorienarmes Futter mit erhöhtem Ballaststoff-Anteil. Bewegung bleibt unverzichtbar, auch wenn sie dosiert erfolgen sollte.

Übergewicht: Ursachen und Lösungen

Übergewicht ist bei kleinen Hunderassen ein wachsendes Problem. Ursachen sind Überfütterung, zu viele Leckerlis, Bewegungsmangel und kastrationsbedingter Stoffwechselrückgang. Die Lösung: kalorienarmes Futter mit reduziertem Fettgehalt, erhöhtem Protein-Anteil (zum Muskelerhalt) und Ballaststoffen für Sättigung.

Wichtig: Abnehmen sollte langsam erfolgen, etwa 1 bis 2 Prozent des Körpergewichts pro Woche. Radikale Diäten schaden mehr als sie nutzen. Passen Sie die Futtermenge schrittweise an und reduzieren Sie Leckerlis konsequent.

Häufig gestellte Fragen

Welches Futter ist das beste für Maltipoos?

Das beste Futter ist ein hochwertiges Hundefutter mit transparenten Angaben auf der Verpackung, hohem Fleischanteil (mindestens 60 Prozent bei Nassfutter), klaren Proteinquellen und ohne unnötige Zusätze wie Zucker oder Aromastoffe. Rassespezifisches Futter ist meist überflüssig. Ein gutes Hundefutter aus unseren Hundefutter Tests schneidet deutlich besser ab. Achten Sie auf die individuellen Bedürfnisse Ihres Maltipoos: Alter, Aktivitätsniveau, Gesundheitszustand und eventuelle Unverträglichkeiten.

Maltipoo
Welches Futter bei Allergie oder Unverträglichkeit?

Bei Futtermittelallergien empfiehlt sich Monoprotein-Futter mit einer exotischen Proteinquelle wie Lamm, Fisch oder Ente. Hypoallergenes Futter verzichtet auf häufige Allergene (Rind, Huhn, Weizen) und setzt auf klare, offene Angaben auf der Verpackung. Bei Verdacht auf Getreideallergie kann getreidefreie Ernährung sinnvoll sein, allerdings nur nach tierärztlicher Diagnose. Eine Ausschlussdiät hilft, den Auslöser zu identifizieren.

Trockenfutter oder Nassfutter: was ist besser?

Nassfutter kommt der natürlichen Ernährung näher, entlastet die Nieren durch hohen Feuchtigkeitsgehalt, bietet meist eine bessere Verdaulichkeit und wird von wählerischen Hunden eher akzeptiert. Gerade für Maltipoos mit empfindlichem Magen, Zahnproblemen oder geringer Wasseraufnahme ist Nassfutter die bessere Wahl. Trockenfutter kann als praktische Ergänzung dienen, etwa für unterwegs oder zur einfacheren Lagerung, sollte aber nicht die Hauptfütterung ersetzen.

Ist getreidefrei automatisch besser?

Nein. Getreidefrei ist nur bei diagnostizierter Getreideallergie oder nachgewiesener Unverträglichkeit sinnvoll. Für gesunde Maltipoos bringt es keinen Vorteil. Reis, Hafer oder Hirse sind durchaus geeignete Energielieferanten. Oft werden in getreidefreiem Futter Getreide durch schwer verdauliche Hülsenfrüchte oder Kartoffeln ersetzt. Das kann die Verdauung sogar belasten. Entscheidend ist die Gesamtqualität des Futters, nicht das Fehlen einer einzelnen Zutat.

Wie erkenne ich hochwertiges Hundefutter?

Hochwertiges Futter erkennen Sie an offenen Angaben auf der Verpackung: Alle Inhaltsstoffe sind einzeln und mit Mengenangaben aufgeführt. Der Fleischanteil ist klar ersichtlich und liegt bei mindestens 60 Prozent (bei Nassfutter). Proteinquellen sind präzise benannt (z.B. "Muskelfleisch vom Huhn" statt nur "Geflügel"). Es gibt keine unnötigen Zusätze wie Zucker, Aromastoffe oder unklare Begriffe wie "Fleischmehl" oder "pflanzliche Nebenerzeugnisse". Unser HFT-Score bewertet genau diese Kriterien, transparent und nachvollziehbar.

Wie viel Futter braucht ein Maltipoo täglich?

Die Futtermenge hängt von Gewicht, Aktivitätsniveau, Alter und Stoffwechsel ab. Als Orientierung: Ausgewachsene Maltipoos benötigen etwa 1/4 bis 1/2 Tasse Trockenfutter pro Tag oder das Drei- bis Vierfache bei Nassfutter (wegen des Wassergehalts). Die Angaben variieren von Hersteller zu Hersteller. Beobachten Sie das Gewicht Ihres Hundes und passen Sie die Portionen entsprechend an. Welpen benötigen mehr Futter, aufgeteilt auf 3 bis 4 Mahlzeiten.

Wie oft sollte ein Maltipoo gefüttert werden?

Ausgewachsene Maltipoos sollten 2 bis 3 kleine Mahlzeiten pro Tag erhalten. Welpen benötigen bis zu 4 Mahlzeiten täglich. Der schnelle Stoffwechsel kleiner Rassen und das Risiko für Hypoglykämie machen regelmäßige Fütterungen unverzichtbar. Lange Futterpausen sollten vermieden werden. Leckerlis und Kauartikel müssen in die Tagesration eingerechnet werden, maximal 10 Prozent der täglichen Kalorienzufuhr.

Hilft Trockenfutter gegen Zahnstein?

Nein. Die Behauptung, Trockenfutter verhindere Zahnstein durch mechanischen Abrieb, ist ein weit verbreiteter Mythos der Futtermittelindustrie. Kroketten zerbrechen meist, bevor echter Abrieb stattfindet. Entscheidend für die Bildung von Zahnbelag und Zahnstein ist der pH-Wert im Maul. Und der wird durch Futter kaum beeinflusst. Effektive Maßnahmen sind regelmäßiges Zähneputzen, Kauartikel mit mechanischer Reinigungswirkung und tierärztliche Zahnkontrollen. Spezielle Zahnpflege-Futter mit besonderen Texturen können unterstützend wirken, ersetzen aber keine aktive Zahnpflege.

Was tun bei empfindlichem Magen?

Bei empfindlichem Magen hilft leicht verdauliches Futter mit Einzelprotein, präbiotischen Fasern und ohne geschmacksverstärkende oder konservierende Zusätze. Rübenfaser in moderaten Mengen (1 bis 2 Prozent) unterstützt die Darmgesundheit. Futterumstellungen sollten schrittweise über 7 bis 10 Tage erfolgen. Bei anhaltendem Durchfall, Erbrechen oder Verdauungsproblemen ist tierärztlicher Rat unverzichtbar. Oft liegt die Ursache in minderwertigen Inhaltsstoffen oder Unverträglichkeiten.

Braucht ein Maltipoo spezielles Futter für kleine Rassen?

Nicht zwingend. Rassespezifisches Futter ist meist nicht notwendig. Ein hochwertiges Hundefutter aus unseren Tests ist in der Regel die bessere Wahl. Viele Futtersorten, die speziell für einzelne Rassen beworben werden, schneiden in unseren Tests eher schlecht ab. Wichtiger als das Label "für kleine Rassen" sind kleine Kroketten (bei Trockenfutter), angepasster Nährstoffgehalt und hochwertige Inhaltsstoffe. Die individuellen Bedürfnisse Ihres Maltipoos zählen mehr als Marketingversprechen.


Die Wahl des richtigen Hundefutters für Ihren Maltipoo erfordert mehr als nur einen Blick auf bunte Verpackungen oder Werbeversprechen. Transparente Angaben auf der Verpackung, hochwertige Proteinquellen, angepasster Nährstoffgehalt und das Fehlen unnötiger Zusätze: das sind die Kriterien, die wirklich zählen. Unser HFT-Score macht diese Qualität messbar und vergleichbar. Nutzen Sie ihn als Orientierung, aber beobachten Sie vor allem Ihren Hund: Glänzendes Fell, fester Kot, Vitalität und stabiles Gewicht sind die besten Indikatoren für passendes Futter. Bei gesundheitlichen Problemen wie Allergie, empfindlichem Magen oder Übergewicht sollten Sie nicht zögern, tierärztlichen Rat einzuholen. Futter ist Medizin, wenn es richtig gewählt wird.

Über die Autorin

Sarah Strahberger ist Hundetrainerin und zertifizierte Ernährungsberaterin für Hunde.

Seit 2014 schreibt Sarah als Fachjournalistin für Hundefutter Tests hochwertige Artikel und nimmt gemeinsam mit ihrer Border Collie Hündin Luna verschiedene Hundefutter Sorten unter die Lupe.

Ihre Mission ist es, über die verschiedenen Hundefutter Deklarationen aufzuklären. Sie möchte Hundebesitzer informieren und sensibilisieren, die Deklaration von Hundefutter aufmerksam zu lesen.