Wolfsblut Dark Forest

Wolfsblut Dark Forest im Hundefutter Test

Wolfsblut siedelt sich im allgemeinen Sprachgebrauch bei den „Premium Marken“ an. Wir haben die Deklaration der Sorte Dark Forest genauer untersucht und teilen Ihnen hier das Ergebnis unseres Hundefutter Tests mit. Vorweg: Der Fleischanteil könnte unserer Ansicht nach höher sein.

Packungsgröße: 15 kg
Probepäckchen: Ja
Hauptbestandteile: Wildfleisch & Süßkartoffeln

Last update was on: 14. August 2018 9:39

Wolfsblut – Hundefutter Hersteller

Die Marke Wolfsblut stammt vom Hersteller Healthfood24 GmbH und wird von diesem im Premium-Segment eingeordnet. Laut Eigenaussage steht die Futtermarke für hochqualitative, naturbelassene Rohstoffe mit gesicherter Herkunft. In der Produktion wird laut Wolfsblut auf künstliche Zusätze verzichtet und ist auch frei von Tierversuchen. Darüber hinaus enthält es weder Abfallprodukte aus Back-, Getreide- oder Fleischindustrie noch Kadavermehl oder Soja- und Maiseiweiß, was in unserem Hundefutter Deklarations Test sehr positiv hervorzugeben ist. Außerdem ist Wolfsblut frei von Transfetten und pflanzlichen Ölen. Letzteres begründet Wolfsblut damit, dass diese in freier Natur nicht in konzentrierter Form vorkommen.

Laut Hersteller-Website liegt der Marke eine ethisch korrekte Futterherstellung am Herzen. Was konkret Wolfsblut aber unter „höchsten Qualitätsstandards“, „artgerechter Tierhaltung“ und „kurzen Schlachtwegen“ versteht, bleibt weitestgehend im Dunkeln. Es finden sich lediglich Angaben dazu, dass Wild und Lamm aus Australien und Neuseeland stammen, der Seefisch aus den fischhaltigen Sorten kommt aus Wildfang. Das Wolfsblut Dark Forest wird wie die anderen Sorten auch im hochwertigen, sauerstoffdichten Frischepack geliefert. Insbesondere für Halter großer und sehr großer Rassen dürfte außerdem der Taurin-Zusatz interessant sein.

Der Preis liegt mit je nach Packungsgröße zwischen etwa 4 und 8 Euro pro Kilo Wolfsblut Dark Forest im Rahmen und braucht hier keinen Vergleich mit anderen hochwertigen getreidefreien Trockenfuttersorten zu scheuen. Die Packungsgrößen liegen zwischen 500g und 15kg, letztere ist auch in einem im Vergleich zum Einzelsack noch mal vergünstigten Doppelpack erhältlich. Die kleinste Packung dürfte wohl bei keinem Hund lange vorhalten, ist aber ideal, um die einzelnen Sorten zu testen.

 

Getreidefrei: Wolfsblut Dark Forest im Test

Das getreidefreie Wolfsblut Dark Forest stellt eine interessante Alternative für Hunde dar, die empfindlich oder mit Allergien auf Getreide reagieren. Im Wolfsblut Dark Forest sorgt die Süßkartoffel für den Kohlenhydratanteil. Da die Süßkartoffel zu den mikronährstoffreichsten Gemüsesorten zählt, ist das eine optimale Wahl. Die meisten Hunde vertragen Süßkartoffeln sehr gut, und die orangefarbene Knolle bietet durch die Fülle an wertvollen Nährstoffen einige Vorteile gegenüber der normalen Kartoffel.

Der Süßkartoffel Anteil beträgt dabei fest 39%, gesehen an der Gesamtfuttermenge. Weiterhin ergänzt wird der Kohlenhydrat Anteil von Kichererbsen. Die enthaltene Menge wird vom Hersteller nicht genau angegeben.

Wichtig zu wissen – Konservierung: Irgendeine Art Konservierung ist auf jeden Fall in diesem, sowie in jedem anderen Trockenfutter, enthalten. Da Fette naturgemäß anfangen zu Ranzen und so ein Futtersack gut und gerne mehrere Wochen offen stehen bleibt, liegt es auf der Hand, dass natürliche oder konservierende Stoffe enthalten sein müssen.

 

Wolfsblut Dark Forest: Wertvolles Wildfleisch

Die Sorte Dark Forest punktet nicht nur durch einen besonders leicht verdaulichen und mikronährstoffreichen Kohlenhydratlieferanten, sondern auch durch eine besonders interessante Fleischquelle: Wild hat der durchschnittliche Hund (leider) meist eher selten im Napf. Dabei wäre Wild (oder zumindest Tiere, die sich auf großen Weiden rein von Gras und/oder Heu ernähren) gegenüber den häufigen Hauptbestandteilen Rind, Geflügel und Co eindeutig im Vorteil: das Verhältnis von Omega-3-Fettsäuren zu Omega-6 ist hier beispielsweise optimal. Laut Herstellerangaben handelt es sich hier um australisches Rotwild ohne Hormone oder Medikamente. Dabei wird hauptsächlich das Muskelfleisch verwendet, das leicht verdauliches Eiweiß, viele Mineralstoffe und B-Vitamine liefert.

 

Fleischanteil etwas schwammig Deklariert

Leider geht aus der Deklaration nicht ganz eindeutig hervor, wie viel Wildfleisch nun tatsächlich enthalten ist. Auf die Gesamtmenge gesehen sind es die angegeben 35%, jedoch muss hier noch zwischen Trocken- und Feuchtmasse unterschieden werden. Bei einer Feuchtmasse (frisches Wildfleisch) müsste entsprechend noch der Wasseranteil abgerechnet werden, da es sich hier um ein Trockenfutter mit eine Feuchte von nur 8% handelt.

In der Deklaration ist angegeben, dass 24% Wildfleisch und 11% getrocknetes Wildfleisch enthalten sind. Zum einen muss hier von den 24% noch der Wasseranteil abgerechnet werden und zum anderen sollten die Angaben bei einer durchsichtigen Deklaration immer 100% ergeben. So ist nun unklar ob die beiden Fleischdefinitionen sich auf die 35% Gesamtmasse im Futter beziehen, oder ob es noch weitere Beschaffenheiten fehlen – hier 65% die nicht weiter angegeben wurden.

Hier ein Beispiel, für eine optimale Deklaration, damit der Hundebesitzer genau weiß, was enthalten ist:

Süßkartoffeln 39%, Wildfleisch 35% (70% Wildfleisch, 30% getrocknetes Wildfleisch), etc.
Wichtig – Nur eine Beispieldeklaration

Damit wäre ausgeschlossen, dass die Deklaration vollständig eventuell so aussieht:

Süßkartoffeln 39%, Wildfleisch 35% (davon 65% frisches Wildfleisch, Wildfleisch 24 %, getrocknetes Wildfleisch 11 %), etc.
Wichtig – Nur eine Beispieldeklaration

blau = gegebene Deklaration | rot = möglicher fehlender Teil

Durch das nicht extra deklarierte Frischfleisch wäre es rein hypothetisch möglich, dass der Gesamtfleischanteil im Futter noch viel niedriger ausfällt, da hier noch rund 70% Feuchtigkeitsgehalt abgezogen werden müsste.

Es ist jedoch positiv zu erwähnen, dass der Hersteller die 35% exakt und ohne Klammer angegeben hat. Viele Hersteller von Trockenfuttermitteln geben nicht mal diesen Wert an. Trotz Lammfett und Lammjus ist jedoch davon auszugehen, dass der Gesamtfleischanteil wahrscheinlich unter 50% liegt.

 

Weitere Inhaltsstoffe im getreidefreien Trockenfutter

Da die weiteren Inhaltsstoffe, bis auf die ernährungsphysiologischen Zusatzstoffe (Vitamine und Co) nicht näher quantifiziert werden und Süßkartoffeln plus Wildfleisch selbst bei Bezug auf den Gesamtanteil auf 74% kommen, könnte das Futter unter Umständen einen relativ hohen Anteil an Kichererbsen enthalten. Die „mediterrane Kräutermischung“, die wohl auch zusätzlich zur natürlichen Konservierung beiträgt, wird leider nicht genauer aufgeschlüsselt. Generell kann eine ständige Kräutergabe zu Problemen wie Unverträglichkeiten führen, auch wenn Kräuter selbst bei täglicher Dauerfütterung von vielen Hunden gut vertragen werden. Gut bei Wolfsblut ist aber, dass es auch getreidefreie Sorten ohne diese Kräutermischung gibt, so dass man ausweichen oder abwechseln kann.

Die Beeren liefern wertvolle natürliche Mikronährstoffe und Antioxidantien. Zu den Kräutern von Brennnessel bis Ginseng gilt ebenso wie bei der Kräutermischung, dass die ungezielte Fütterung über das Grundfutter wenig sinnvoll ist. Bei manchen Grunderkrankungen oder Unverträglichkeiten kann das ein oder andere Kraut sogar kontraindiziert sein, und bei einem speziellen Bedarf sollte ein Heilkraut ohnehin mit der richtigen Dosierung und Dauer verabreicht werden. Wer beispielsweise das Herzkreislaufsystem seines Hundes stärken muss, tut dies idealerweise durch gezieltes Zusatzfutter und nicht über das Hauptfutter.

Die enthaltenen Oligosaccharide sowie Topinambur können sich positiv auf Immunsystem, Verdauung und Darmflora auswirken. Bei der Yucca dagegen stehen sich durchaus Wirkung und Nebenwirkung entgegen: sie wirkt schmerzhemmend und kann laut den Angaben von Wolfsblut Blähungen reduzieren. Auf der anderen Seite kann Yucca auf die Dauer durchaus auf den Magen schlagen. Ein gutes, für den Hund verträgliches Hundefutter lässt sich sicher auch ohne blähungsreduzierende Zusatzstoffe herstellen.

 

Fazit zum getreidefreien Wolfsblut Dark Forest im Test

Generell handelt es sich bei diesem getreidefreien Hundefutter um eine hochwertige Zusammensetzung, auch wenn der Fleischanteil verhältnismäßig niedrig sein dürfte. Besonders geeignet ist das Wolfsblut Dark Forest daher unter anderem für Hunde mit relativ hohem Kohlenhydratbedarf oder für Hunde, die auf einen eher niedrigen Fett- und Proteinanteil achten müssen. Das Futter kommt (zumindest für ein Trockenfutter) sehr naturnah daher und bietet einige sinnvolle Extras wie Wildfleisch, Süßkartoffeln oder Beeren.

Kräuter oder Yucca sind im täglichen Futter bedingt sinnvoll, dies wäre bei eventuellen Unverträglichkeiten im Hinterkopf zu behalten. Die anderen getreidefreien Sorten von Wolfsblut bieten ebenfalls vergleichsweise hochwertige Inhaltsstoffe, zum Beispiel Hühnerfleisch aus Freilandhaltung. Ein meist durchaus sinnvolles Wechseln der Sorten sorgt also für gleichbleibend hohe Qualität. Bereits von uns getestet wurde das Wolfsblut Wild Duck (ebenfalls ohne Getreide).

Last update was on: 14. August 2018 9:39
5.7 Testergebnis
Test: Getreidefreies Hundefutter

Testkriterien anschauen

Art der Deklaration
6
Ersichtlicher Fleischanteil gemäß Deklaration
5
Inhaltsstoffe gemäß Deklaration
6
PROS
  • Frei von Tierversuchen
  • Wildfleisch - geringere Antibiotika Belastung
  • Für sehr aktive Hunde
CONS
  • Fleischanteil geschätzt unter 50%
  • Keine 100% Deklaration
9 Comments
  1. Reply
    Roswitha 8. Mai 2017 at 15:42

    Wir füttern auch sehr gerne Wolfsblut, das Wolfsblut Dark Forest haben wir bisher aber noch nicht ausprobiert. Interessant, dass es hier vom Tierarzt empfohlen wurde – in der Praxis, in die wir sonst sehr gerne gehen, steht lauter Futter, das wir nie kaufen würden. Wobei die Tierärzte dort diesbezüglich aber nicht allzu dogmatisch sind, einer davon bietet sogar eine Barf-Beratung an.

  2. Reply
    Wolflady 22. September 2017 at 16:07

    Wir kaufen dieses Futter nur bei unserem Tierarzt, der von Wolfsblut Produkten überzeugt ist. Dark Forest hat unsere Hündin bekommen, weil Sie allergisch auf fast jedes Futter reagiert hat. Bis das wir ihr dieses Futter zugeführt haben. Damit klappt es wunderbar.

  3. Reply
    Mandy Tratsch 27. September 2017 at 9:54

    Trotz mehrfacher Überzeugungsversuche konnten wir unsere Hundedame leider nicht dazu überreden, Dark Forest als ihr Hundefutter zu akzeptieren. Wir, als Hundehalter fanden dies schade, da die Testergebnisse durchweg positiv waren und auch einiges dafür sprach, dass unser Hund dieses Futter vertragen würde. Doch es harmonierte nicht – und so suchen wir weiter nach einem geeigneten Futter.

    • Reply
      Toni 5. Dezember 2017 at 11:29

      Das Erlebnis hatten wir bei unserer Hündin auch, dass sie Wolfsblut Dark Forest ebenso wie einige andere Wolfsblut-Sorten nicht so gern mochte. Wir haben damals einige Probebeutel bestellt – andere Sorten wie Wild Duck und eine mit Lachs fand sie sehr gut. Wobei man gerade von der Sorte mit Fisch lieber kleinere als größere Beutel bestellen sollte, da sie gegebenenfalls anscheinend schneller ranzig wird.

  4. Reply
    Fanny 22. Oktober 2017 at 13:20

    Meine Hündin und ich finden Wolfsblut ja schon sehr schmackhaft 🙂 Das Wolfsblut Dark Forest haben wir bisher noch nicht probiert. Ich finde den Süßkartoffelanteil aber fast ein wenig hoch (wobei ich es sehr positiv finde, die üblichen Kartoffeln durch Süßkartoffeln mit deutlich höherer Mikronährstoffdichte zu ersetzen).

    Das mit dem Bleichmittel verstehe ich nicht ganz – wozu sollte das auch gut sein?

  5. Reply
    Olli 25. November 2017 at 14:42

    Schön, dass es hier Wolfsblut Dark Forest im Test gibt. Ich überlege nämlich gerade, auf dieses Trockenfutter umzusteigen. Ich finde, dass bei Wolfsblut Dark Forest der Fleischanteil so richtig überzeugend hoch ist. Und dann auch noch Wild. Perfekt. Sehr gut finde ich auch die komplexe Zusammensetzung mit zig verschiedenen Beeren und Kräutern. Schließlich ist Vielfalt bei der Ernährung wichtig. Das werde ich dann wohl tatsächlich mal ausprobieren.

    • Reply
      Berta 3. Februar 2018 at 16:41

      Das mit der Vielfalt bei der Ernährung trifft in erster Linie auf den Menschen zu, auch wenn eine gewisse Abwechslung in aller Regel auch beim Hund nicht zu verachten ist. Tag für Tag ohne spezielle Indikation einen Kräuterkomplex zu füttern in schwammiger Dosierung dient in meinen Augen allerdings eher dem Marketing als der Hundegesundheit. Wenn Kräuter, dann lieber wenn sie gerade wegen einer Erkrankung gebraucht werden oder zwischendurch als Kur – und zwar gezielt und nicht nach einem ggf. unterdosierten Schrotschusssystem, das am Ende noch Unverträglichkeiten fördert.

  6. Reply
    Sunny 27. April 2018 at 22:03

    Das Wolfsblut Dark Forest sollten wir auch mal testen – andere Sorten von Wolfsblut mag unsere Hündin sehr gerne und verträgt sie auch gut. Etwas Abwechslung schadet da ja nicht 🙂

  7. Reply
    Olaf T. 2. Juli 2018 at 9:50

    Vielleicht bestellen wir das Wolfsblut Dark Forest demnächst zur Abwechslung – haben schon Wild Duck und das mit Lachs gehabt. Bisher kam alles gut an bei unserem Hund.

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