Wolfsblut Wild Duck Puppy

Wolfsblut Wild Duck Puppy im Welpenfutter Test

Das Hundefutter von Wolfsblut wird stetig hochgelobt, da es an die Ernährung eines Wolfes angelehnt ist. Doch leider müssen wir dazu sagen, dass ein Wolf in der Natur kein Trockenfutter fressen würde. Er würde auch nicht in der Erde graben und haufenweise Kartoffeln fressen. Immerhin ist es eine Trockennahrung ohne Getreide. Dennoch empfehlen wir allen Welpenbesitzern für eine artgerechte Ernährung eher auf gutes Nassfutter zurück zu greifen, oder nach Möglichkeit zu einem Trockenfutter mit einer durchsichtigeren Deklaration.

Packungsgröße: 15 kg

Probepäckchen: 2 kg

Last update was on: 18. November 2018 8:23

Die Sache mit der Deklaration

Der Hund ist ein Fleischfresser, nicht nur das Gebiss deutet eindeutig darauf hin, sondern auch der Gesamte Magen-Darm Trakt. Ein gewisses Maß an Kohlenhydraten ist sogar zu beführworten. Jedoch macht ein gutes Hundefutter vor allem eins aus: Man kann anhand der Deklaration genau sehen, was enthalten ist. Ist das nicht gegeben, wird möglicherweise etwas verschleiert.

Leider hat das Wolfsblut Wild Duck Puppy Welpenfutter keine sonderlich durchsichtige Deklaration, was die genauen Prozentangaben angeht. Vorweg ist jedoch positiv hervorzuheben, dass eine Trockenfleischangabe vorhanden ist. Frisches Fleisch in einem Trockenfutter anzugeben wäre obszön, und wird leider von vielen anderen Herstellern gemacht. Zurück zu den Prozentangaben: Bei diesem Futter sind nur Angaben innerhalb von Klammern hinter der Zutat zu finden. Das heißt nun keinesfalls, dass bei der Angabe „Kartoffel (min. 26%)“ auch wirklich 26% Kartoffeln im Futter enthalten sein müssen/können.

Angaben in Klammern beziehen sich immer auf die Beschaffenheit der Zutat davor, jedoch nicht auf die Gesamtmenge im Futter. In diesem Fall sagen die 26% nichts aus. Es könnten auch beispielsweise 50% Kartoffeln in dieser Welpennahrung enthalten sein. Ein Laie, und das sind die meisten Verbraucher, deuten die 26% jedoch anders. Bei den Kartoffeln vielleicht nicht so schlimm, aber wenn es um einen Fleischanteil geht, doch schon gravierend.

 

Fleischanteil nicht ersichtlich

An der ersten Stelle der Inhaltsstoffliste stehen die oben erwähnten Kartoffeln. Bei einem Fleischfresser sollte hier normalerweise eine tierische Komponente stehen. Erst danach kommt Ente, wobei wir nicht wissen, was hier von der Ente verarbeitet wurde. Möglicherweise auch Schnäbel, Füße oder andere Teile der Ente. Erst danach kommt das getrocknete Entenfleisch in der Aufzählung. Weder bei „Ente“ noch bei dem getrockneten Entenfleisch wissen wir den Gesamtanteil, den sie im Futter ausmachen, da die Prozentangaben in den Klammern stehen, nicht ohne.

Es gibt also keine Angaben darüber, wieviel Fleisch oder allgemein tierische Komponenten wirklich in diesem Welpenfutter enthalten sind. Ein gutes Hundefutter macht jedoch aus, dass diese sehr transparent sind und man somit genau weiß, was enthalten ist und was nicht. Hier ist das noch viel zu schwammig.

 

Ein Hundefutter ohne Getreide

Getreide gilt derzeit als Allergieauslöser Nummer 1 bei Hunden und Katzen. So bietet Wolfsblut mit dem Wild Duck Puppy ein getreidefreies Welpenfutter an. Anstatt Getreide befinden sich hier Kartoffeln und Erbsen als Kohlenydratquelle im Futter. Auffällig ist jedoch die Aufspaltung in Erbsen, Erbsenprotein und Erbsenfasern. Diese Aufspaltung wird oft von Herstellern verwendet, damit die Zutat Erbsen Allgemein nicht so weit vorne in der Inhaltsstoffliste steht. Immer sehr verdächtig!

Alles in allem bringt auch bei einem Futter das Getreidefrei nichts, wenn der Fleischanteil nicht ersichtlich ist und es einige unschöne Dinge in der Deklaration zu finden sind. Das ist auch ähnlich so beim Adult Wolfsblut Wild Duck vorzufinden.

 

Chemie im Futter

Mit Löwenzahn, Heidelbeeren, Anissamen, Bockshornklee und vielen Kräuten verfeinert, macht es das Trockenfutter für den Welpen schmackhaft. Immerhin kann so komplett auf weitere Geschmacksverstärker verzichtet werden. Viele Hersteller müssen z. B. Zuckerrüben beimischen, damit die Hunde das Futter mögen. Hier positiver Weise nicht der Fall.

Jedoch lässt sich Chemie bei einem Trockenfutter nie vermeiden. Daher empfehlen wir eher zu Barfen oder Nassfutter mit weniger Chemie zu bevorzugen. Im Wolfsblut Welpenfutter sind beispielsweise sehr viele Vitamine und Mineralien hinzugesetzt. Normalerweise sollten die im Futtermittel enthaltenene Zutaten größtenteils ausreichen, um den Hund ausreichend mit Nährstoffen zu versorgen. Nun gibt es zwei mögliche Ursachen: 1. Die Qualität der Rohstoffe ist so schlecht, das nicht ausreichend Nährstoffe enthalten sind, oder es wird ein Herstellungsverfahren verwendet, bei dem alle natürlichen Nährstoffe zunichte gehen und daher chemische Nährstoffe zugefügt werden müssen. Beides nicht sonderlich schön.

Konservierungsstoffe sind übrigens in jedem gängigen Trockenfutter enthalten. So auch hier! Warum der Hersteller trotzdem scheibt „ohne Zusatz von Konservierungsstoffen“?! Das ist vollkommen im rechtlichen Rahmen, da er die Zutaten möglicherweise bereits vorkonserviert eingekauft hat. Solange der Hersteller nicht selbst die Konservierungsstoffe beigemischt hat, darf er das auf die Verpackung schreiben.

Wenn man jedoch logisch denkt, muss einem klar werden: In jedem Trockenfutter sind Fette und Fette ranzen nun mal. Nach dem Öffnen der Packung wäre das Futter somit nur wenige Tage haltbar, in der Realität sind es jedoch mehrere Wochen bis Monate. Daran erkennt man die Vorkonservierung und Verwendung von konservierenden Stoffen.

 

Fazit zum Wolfsblut Welpenfutter im Test

Es ist an sich sicherlich gut gemeint, das Futter nach der natürlichen Ernährung des Wolfes nachzuempfinden. Jedoch lässt die Zusammensetzung nicht wirklich darauf schließen. Hier fehlen Angaben über Fleisch und Innereien Mengen.  Die Stolpersteine in der Deklaration lassen auch nicht gerade ein größeres Vertrauen zum Hersteller zu. Zudem wird hier mit „ohne Zusatz von Konservierunggstoffen“ geworben, dies ist zwar rechtlich so korrekt, da nicht der Hersteller, sondern jemand anderes die Stoffe beigefügt hat, dennoch sind konservierende Stoffe enthalten.

Last update was on: 18. November 2018 8:23

3.3 Testergebnis
Welpenfutter Test

Testkriterien anschauen

Art der Deklaration
3
Ersichtlicher Fleischanteil gemäß Deklaration
0
Inhaltsstoffe gemäß Deklaration
7
14 Comments
  1. Reply
    Sarah 7. Mai 2017 at 15:44

    Unsere Hündin frisst das Wolfsblut Wild Duck mit regelrechter Begeisterung, und sie verträgt es auch gut, natürlich in der Adult-Version. Sollten wir mal wieder einen Welpen haben, werden wir uns auf jeden Fall das Wolfsblut Wild Duck Puppy holen.

  2. Reply
    Kerstin A. 9. Mai 2017 at 17:53

    Das Futter Wolfsblut Wild Duck ist ein tolles Futter für Welpen. Ich habe es jetzt einmal ausprobiert, und unser kleiner Welpe hat es für gut befunden 🙂 Wichtig finde ich, dass auch Allergiker unter den Welpen dieses Futter bedenkenlos zu sich nehmen können, da fällt einem schon ein Stein vom Herzen. Das auch die ausgezeichnete Verträglich von Wolfsblut Wild Duck noch einmal in aller Deutlichkeit hervorgehoben wird, gibt mir als Verbraucherin ein sehr gutes Gefühl.

  3. Reply
    K. & L. Liebermann 12. Juli 2017 at 12:11

    Wolfsblut Wild Duck ist ein prima Futter für unseren kleinen Welpen. Es ist angenehm in der Konsistenz, die Deklaration ist sehr gut und es mundet unserem kleinen Hansdampf sehr.
    Da dieses Futter auch in der Beurteilung sehr gut abgeschnitten hat, denken wir als die Besitzer des Hundes, tun wir dem Tier etwas Gutes, wenn wir bei dem Futter unserer Wahl bleiben.

  4. Reply
    Charlie 10. September 2017 at 12:15

    Ich finde dieses Futter sehr gut. Für Welpen ist es eigentlich ideal, da auf so manches verzichtet wurde, was in anderen Futtermittel für Welpen vorhanden ist. Beispielsweise sind die Crocs angenehm klein, das Mäulchen ist ja noch nicht so riesengroß. Alles in allem ein gutes Futter zu einem adäquaten Preis.

  5. Reply
    Thomas Sch. 29. Oktober 2017 at 11:21

    Meine Hündin hat das Wolfsblut Wild Duck vor dem Umstieg auf eine andere Marke sehr gerne gefressen und gut vertragen. Dass das Wild Duck Puppy in kleinerer Krokettengröße daherkommt macht es natürlich ideal für kleine Welpenmäuler. Hätte ich einen Welpen, würde ich zumindest in dieser Zeit aber wohl ohnehin lieber Nassfutter geben.

  6. Reply
    Peggy Sue 2. November 2017 at 10:50

    Das Futter hat eigentlich immer ganz gut in den Tests abgeschnitten, aber ich finde es sehr gut, jetzt auch mal kritischere Töne zu hören. Denn oftmals habe ich mir bereits Gedanken darüber gemacht, ob nicht Nassfutter für einen Welpen nicht generell besser ist. Zu Wolfsblut Wild Duck war ich durch eine Empfehlung meiner Nachbarin gekommen, es ist auch alles in Ordnung. Angenehm klein sind die kleinen Crocs, Getreidefrei ebenso, aber wenn ich lese, dass das durch Kartoffeln ersetzt wird, ergibt sich ja schon fast wieder der gleiche Faktor. Fleisch scheint offensichtlich nicht sehr viel enthalten zu sein. Also sollte man sich doch die Frage stellen: Ob Kräuter, Kartoffeln u. ä. Beigaben beispielsweise einem Wolf, an welchem dieses Futter angelehnt ist, glücklich machen würde. Wohl eher nicht.

    • Reply
      Ella 3. Januar 2018 at 15:53

      Permanente ungezielte Kräuterzugaben sehe ich auch kritisch, insbesondere, wenn ständig dieselben Kräuter gefüttert werden. Kartoffeln haben gegenüber Getreide schon mal den Vorteil, glutenfrei zu sein. Und da wir keine Wölfe, sondern Hunde füttern, die sich ja bekanntlich dem Menschen samt seinen Essensresten angeschlossen haben, sehe ich in Kartoffeln an und für sich kein großes Problem – der Anteil an der Gesamtration muss halt zum Kohlenhydratbedarf des Hundes passen. Da gibt es individuell durchaus Unterschiede. Im Wolfsblut Wild Duck Puppy scheint der Kartoffelanteil allerdings schon recht hochgegriffen zu sein. Die Beeren finde ich absolut ok, so etwas fressen Hunde und Wölfe durchaus auch selbst vom Strauch. Die Erbsen stören mich schon wieder eher, und natürlich insgesamt die sehr schwammige Deklaration. Aber zum Glück gibt es ja genügend hochwertigeres Welpenfutter.

  7. Reply
    Natalie 7. November 2017 at 12:36

    Ich finde es sehr erfrischend, dass hier mal zur Sprache gebracht wird, dass Kartoffeln als Ersatz für Getreide im Hundefutter nicht wirklich eine gute Lösung sind und dass es gruselig ist, schon Welpen Trockenfutter vorzusetzen. Wenn ich mir die Deklaration von Wolfsblut Wild Duck Puppy durchlese, finde ich aber, dass das tatsächlich nicht so übel klingt. Kohlenhydrate sind nun mal leider der Hauptbestandteil von fast jedem Trockenfutter. Und der Rest klingt gar nicht so schlecht. Wahrscheinlich, weil ich nicht verstanden habe, oder nicht fassen kann, dass es bedeutet, wenn man von 26% Kartoffeln spricht, dass 26% der als Kartoffeln bezeichneten Materie Kartoffeln sein müssen und er Rest bleibt ein Geheimnis? Das darf doch nicht wahr sein!

    • Reply
      Ella 26. Dezember 2017 at 20:56

      Das mit den Prozentangaben in einer Klammer hinter der Zutat ist immer so ne Sache, aber hier denke ich, dass es sich tatsächlich einfach um die Mindestangaben an der Gesamtration handelt. Das könnte insgesamt ganz gut hinkommmen. Wobei gerade das mit „Ente“ trotzdem sehr schwammig bleibt – da ist die gute Frage, was von der Ente? Und bei Leber etc. kommen dann gar keine Prozentangaben mehr… Da könnte das Wolfsblut Wild Duck Puppy durchaus nachbessern.

  8. Reply
    Yvonne 22. Januar 2018 at 14:37

    Wenn ich mir die Zusammensetzung von Wolfsblut Wild Duck Puppy ansehe, kann ich nicht nachvollziehen, warum es hier so verrissen wird. Es ist doch ein ganz normales Trockenfutter. Selbstverständlich auf Kohlenhydratbasis, wie jedes Trockenfutter. Und mit nur wenig Schummelei hätte man die Kartoffeln als Hauptzutat von Platz eins vertreiben und später in der Liste der Inhaltsstoffe erscheinen lassen können, zum Beispiel indem man noch Kartoffelflocken zugibt. Das sieht doch ziemlich ehrlich aus. Okay, Ente könnte alles mögliche sein, wahrscheinlich auch Badeente oder Zeitungsente. Aber ansonsten ein ganz normales Hundefutter, modern, mit allerlei trendigen Beeren und Samen zu einem scheinbar hochwertigen Produkt aufgepimpt.

    • Reply
      Carina Breitschneider 13. Mai 2018 at 16:51

      Also so toll finde ich das Wolfsblut Wild Duck Puppy jetzt insgesamt von der Zusammensetzung auch nicht. Da gibt es welche mit besserer Deklaration bzw. hochwertigerer Zusammensetzung. Ein so hoher Kohlenhydratanteil für Welpen? Ich weiß ja nicht. Von einem hochwertigen Futter erwarte ich auch, dass es Zutaten wie „Ente“ genauer aufschlüsselt. Bei der Hühnerleber etwas weiter hinten in der Deklaration hat es ja auch geklappt.

      Und durch „allerlei trendige“ Samen und Kräuter wird ein Hundefutter alles mögliche, aber sicher nicht hochwertig. Eine permanente Dauerberieselung mit einer Kräutermischung (oder auch Einzelkräutern) über das Hauptfutter ist purer Unsinn. Wenn Kräuter, dann gezielt und solange sie nötig sind. Ansonsten öffnet man Allergien etc. Tür und Tor. Bei so manchem Hund wurde schon alles mögliche versucht auf der Suche nach dem Allergieauslöser, bis man dann auf ein kräuterfreies Hundefutter umgestiegen ist.

      Gerade bei den Trockenfuttersorten scheint das mit den Kräuterzugaben aber leider ein ziemlich hartnäckiger Trend zu sein – anscheinend denkt da wohl der Käufer automatisch an irgendwelche idyllischen Kräuterwiesen, da kann das Futter ja nur „Natur pur“ sein 😉 Und „Natur pur“, sofern es denn gegeben sein, muss nicht automatisch gut sein…

  9. Reply
    Julia 4. Februar 2018 at 10:16

    Schade, das normale Wolfsblut Wild Duck ist eigentlich ein recht ansprechendes Futter…Hätte nicht gedacht, dass das Wolfsblut Wild Duck Puppy so viel schlechter ist.

  10. Reply
    Linda B. 21. Juli 2018 at 18:06

    Beim Wolfsblut Wild Duck Puppy beschwert ihr euch über zugefügte Vitamine und Mineralstoffe, und beim Josera-Welpenfutter machen diese das Futter zu einem „herausragenden Welpenfutter“? Das wirkt für mich nicht ganz konsequent.

    Ich habe aber ehrlich gesagt auch nichts gegen gewisse Ergänzungen – je nachdem um welche Vitamine es sich handelt, würden diese sonst im Herstellungsprozesse verloren gehen, das ist auch beim Kochen am heimischen Herd nicht anders. Davon abgesehen ist es beim Menschen ja durchaus so, dass bei einigen dieser Stoffe auch bei einer ausgewogenen Ernährung leicht ein Mangel entsteht – sei es durch heutige Methoden der Nahrungsmittelproduktion, sei es durch zu lange Lagerzeiten, sei es durch Verluste beim Kochen oder durch individuell höherem Bedarf (ob Beanspruchung in Job oder Freizeit, bestimmte genetische oder gesundheitliche Veranlagungen).

    Beim Hund wird das dann je nachdem auch nicht viel anders sein. Was den individuell höheren Bedarf angeht, sollte dieser aber natürlich auch individuell ausgeglichen werden, insofern machen auch Kräuter als „Geschmacksverstärker“ in meinen Augen überhaupt keinen Sinn – diese sollten meiner Meinung nach nur bei Bedarf gegeben werden oder von mir aus zumindest regelmäßig wechselnd. Viele Futterhersteller setzen aber auf eine Standardmischung in allen Sorten.

  11. Reply
    Ines Christmann 23. August 2018 at 12:43

    Das Wolfsblut Wild Duck Puppy enthält in meinen Augen viel zu viele Kräuter. Und dann noch Anissamen – sollen die etwa blähungsfördernde Hauptbestandteile ausgleichen? 😉

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